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Ich bin nicht mehr evangelikal!!!

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Nidderauer
Themenstarter
Beiträge : 41

Eigentlich ist er es schon lange, aber spätestens seit dieser US-Wahl ist der Begriff "evangelikal" nachhaltig und unwiderruflich verbrannt.

Für mich beinhaltete evangelikal immer, dass ich versuche, mein Leben nach bestem Wissen und Gewissen an der Bibel auszurichten. Und mir war immer klar, dass diese Definition eine große Bandbreite an Auslegung beinhaltet. Mein Christsein hat eher pietistisch-konservativ begonnen und ist heute eher charismatisch geprägt. Ich war auch schon mal deutlich liberaler unterwegs und mit all diesen Schattierungen von "evangelikal" kann ich prima leben.

Aber wenn ich seit vielen Jahren und jetzt noch mal so richtig krass in der US amerikanischen evangelikalen Szene mit anschauen muss (ich sage nur: Corona), wenn ich sehe, wie der Begriff evangelikal von durchgeknallten Leuten wie Paula White in den Dreck gezogen wird, heißt für mich, dass ich mir ein neues Label für meinen Frömmigkeitsstil suchen muss.

Natürlich kann man in Frage stellen, warum ich überhaupt ein Label brauche. Und, nein, heilsentscheidend ist das wirklich nicht, wie ich mich nenne...

Aber trotzdem ärgert es mich, wenn eine (leider signifikant große) Gruppe von Menschen eine noch viel größere Gruppe von Menschen in Verruf bringt. Ich habe ein paar sehr ernsthafte ihren Glauben lebende Moslems im Bekanntenkreis. Die wissen, wovon ich rede!

Also, was immer für eine Sorte Christ ich auch sein mag, seit dieser Woche kann ich es einfach nicht mehr evangelikal nennen.

Geht das Anderen auch so?

Antwort
164 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Gratulation
Insbesondere dann wenn es sich nicht nur auf die USA bezieht, sondern du auch sonst eher ins 21. Jahrhundert gehörst.

Abtreibung. Na Klar?

Homoehe. Sicher doch?

Ehebruch. Irrelevant?

Anonymous antworten
23 Antworten
birgit704
(@birgit704)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @gerome

Abtreibung. Na Klar?

Veröffentlicht von: @gerome

Homoehe. Sicher doch?

Veröffentlicht von: @gerome

Ehebruch. Irrelevant?

Das hat nichts mit evangelikal zu tun sondern mit wertkonservativ!
Es gibt auch in den Kirchen Menschen, die die genannten Dinge ablehnen und nicht evangelikal sind.

birgit704 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @birgit704

Das hat nichts mit evangelikal zu tun sondern mit wertkonservativ!

Sind Evangelikale nicht ca immer wertkonservativ?

Veröffentlicht von: @birgit704

Es gibt auch in den Kirchen Menschen, die die genannten Dinge ablehnen und nicht evangelikal sind.

Aber nicht so viele.

Anonymous antworten
birgit704
(@birgit704)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @gerome

Sind Evangelikale nicht ca immer wertkonservativ?

Natürlich. Aber es ist nicht ihr Alleinstellungsmerkmal.

Veröffentlicht von: @gerome

Aber nicht so viele.

Und dennoch gibt es sie.

birgit704 antworten
Nidderauer
(@nidderauer)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 41

Ich hab deinen Beitrag jetzt nach ein paar Stunden noch mal angeschaut und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich verstehe, auf was du hinaus willst?

Sind das deine Aussagen zu den 3 Themen?
Sollte das ein "guter" Evangelikaler so auf keinen Fall sehen?
Willst du meine Haltung dazu wissen?

Das sind 3 schwierige und komplexe Themen und sicher würde meine Antwort nicht Na klar, sicher doch oder irrelevant lauten.
Aber ganz bestimmt auch nicht: Steinigt sie!

Wenn man homosexuelle Christen kennt, die sich verzweifelt nach einer Gemeinde sehnen, in der sie willkommen sind, weiß ich nicht, ob wir (Ex-)Evangelikalen da immer so auf dem richtigen Weg waren.

Wenn du ein Paar im Freundeskreis hast, bei dem Ehebruch die Ehe zerstört hat, dann weißt du, wie Sche... das ist. Wenn derjenige aber dein Freund ist, wirst du trotzdem für ihn da sein.

Wenn du mal den Song "Embryo" von MoTrip gehört hast, dann weißt du, dass nicht nur Christen eine differenzierte Meinung zum Thema Abtreibung haben.

Also, auf was wolltest du eigentlich hinaus?

nidderauer antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @nidderauer

Aber ganz bestimmt auch nicht: Steinigt sie!

Dann eine doppelte Gratulation, das ist hier ja leider nicht selbstverständlich.

Anonymous antworten
Orleander
(@orleander)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 176
Veröffentlicht von: @nidderauer

Ich hab deinen Beitrag jetzt nach ein paar Stunden noch mal angeschaut und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich verstehe, auf was du hinaus willst?

Es ist ein Troll. Er macht sich über Dich und die Community lustig. Nicht beachten, weitergehen, nur so nimmt man Trollen ihren Spaß. 😊

Beste Grüße
Orleander

orleander antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Als Christ sage ich...

Abtreibung....nicht gottgewollt
HS....nicht gottgewollt
Scheidung / Ehebruch....nicht gottgewollt

Für all das gibt es Vergebung und Versöhnung. Das will Gott und das gebe ich weiter.

Wer darin verharren möchte....das überlasse ich Gott. Er ist ein gerechter Richter.

M.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Abtreibung....nicht gottgewollt
HS....nicht gottgewollt
Scheidung / Ehebruch....nicht gottgewollt

Mein Gott sieht das anders, der erlaubt uns Menschen eigene Entscheidungen, mischt sich da nicht ein. Homosexuelle haben nicht einmal eine Wahl, Gott hat ihnen die Veranlagung gegeben.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Dein Gott?

Aha!

M.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Dein Gott?

In Abgrenzung zu deinem, der keine Homosexualität will.

Anonymous antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Wie ist das dann bei Menschen, die pädophil veranlagt sind? Oder unter Kleptomanie leiden? Auch alles von Gott gegeben???

turmfalke1 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

BiBaBo Gott eben.

M.0

Anonymous antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Gerome-Konto existiert nicht.
Habe oben gelesen von Orleander, dass es sich um einen Troll handelt.

turmfalke1 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Gerome-Konto existiert nicht.
Habe oben gelesen von Orleander, dass es sich um einen Troll handelt.

Weiss nicht, ob das so die allerbeste Entscheidung war.
Ich habe ihn (zumindest in diesem Thread) nicht zwingend als Troll erlebt, eher als jemanden, der seine Gedanken nur provokativ zu äußern in der Lage ist.

Wenn alles so herrlich eindeutig schwarz-weiss wäre, wie das hier offenbar die meisten sehen - warum schlagen wir uns dann seit Jahren diese Themen um die Ohren?

Gerome wird jetzt im nächsten Forum vermutlich erzählen, dass man hier keine Andersdenkenden duldet und wir gern nur in unserem eígenen Saft schmoren....

belanna antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15897

Mich hat der Name an Geronimo erinnert, den Indianer und mit dem provokativen Auftreten rutschte er in die Reihe mit Indianfighter (Troll), Indianwarrior(Troll) und der vermeintlichen Reinkarnation von Sitting Bull(Troll), dessen Nickname mir inzwischen entschwunden ist.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @deborah71

an Geronimo erinnert, den Indianer

Komisch, diese Assoziation hatte ich auch.
Aber ich wusste gar nicht, daß es solche trolle mal gab.
😀

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15897

Die waren kürzlich da... sie sind mir aufgefallen, weil sie sich in Threads geäussert hatten, in denen ich auch unterwegs war bzw bin. 😀

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @deborah71

an Geronimo erinnert, den Indianer

Komisch, diese Assoziation hatte ich auch.
Aber ich wusste gar nicht, daß es solche trolle mal gab.
😀

tatokala antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Also ich glaube an den Gott, der Sich in der Bibel offenbart hat und sich darin schon klar dazu geäußert hat. Ich sehe es so wie Meriadoc.

turmfalke1 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Als Christ sage ich...

Veröffentlicht von: @meriadoc

Abtreibung....nicht gottgewollt
HS....nicht gottgewollt
Scheidung / Ehebruch....nicht gottgewollt

Als Christ antworte ich :
Ob diese drei Punkte von Gott gewollt oder nicht gewollt sind, ist ja bekanntermaßen Grund für unendlich viel Streit und heissen Diskussionen. Auch zwischen Christen. 🙁

Als ich zu 2006 zu Jesus.de kam, war ich ein glühender Verfechter der
hier von vielen Usern vertretenden Überzeugung, HS sei Sünde und nicht von Gott gewollt. Zwei oder drei Bibelstellen, wie zum Beispiel Römer 1; 22-25 untermauerten diese These.

Es hat viele Jahre gebraucht, mit sehr umfangreichen Gesprächen mit Menschen, die direkt oder indirekt betroffen waren, um zu einem Umdenken zu kommen.
Heute ist Korinther 13 (das wichtigste ist die Liebe) anstelle von Römer 1 22-25 getreten. Und ich bin froh darüber.
Ich finde, als Menschen haben wir kein Recht darüber zu richten, über
andere Menschen, deren sexuelle Orientierung nicht in unsere Vor-stellung paßt, oder über Menschen, die aus Notsituationen einer Ab-treibung zustimmen und auch nicht über Verheiratete, die sich aus welchen Gründen auch immer, trennen /scheiden lassen!

Veröffentlicht von: @meriadoc

Für all das gibt es Vergebung und Versöhnung. Das will Gott und das gebe ich weiter.

Ja, so kann man das durchaus sehen und stehen lassen.

"Richtet nicht, auf das ihr gerichtet werdet!"

Gott ist der besserer und gerechtere Richter.

ChristosFilios

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

so seh ich das auch. Nur das HS trotzdem eine Angelegenheit bleibt die nicht ohne Folgen ist.

Oftmals Wesensveränderung. Aber das meine ich nicht. Moses spricht von Drei Tagen ohne göttliche Nähe als Strafe für dies Vergehen.
Ich denke nicht das Moses veraltet ist.

Anonymous antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Irgendwie verstehe ich deinen Kommentar nicht.

Will ich / man vielleicht auch nicht.

lg
Tatokala

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15317

Ich zitiere dich mal aus einem anderen Thread:

Veröffentlicht von: @gerome

Vor vielen Jahren ging es mir mal um Religion, heute nutze ich j.de eher zur Belustigung. Hier liest man Dinge, das glaubt im richtigen Leben kein Mensch.

Ich nehme an, in diesem Sinne ist dein Beitrag auch zu verstehen?

lucan-7 antworten


birgit704
Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @nidderauer

Geht das Anderen auch so?

Uns geht es genauso. Daher bezeichnen wir uns auch als pietistisch statt evangelikal.

Veröffentlicht von: @nidderauer

Aber wenn ich seit vielen Jahren und jetzt noch mal so richtig krass in der US amerikanischen evangelikalen Szene mit anschauen muss (ich sage nur: Corona), wenn ich sehe, wie der Begriff evangelikal von durchgeknallten Leuten wie Paula White in den Dreck gezogen wird, heißt für mich, dass ich mir ein neues Label für meinen Frömmigkeitsstil suchen muss.

Der US-Evangelikalismus war mir schon immer suspekt. Menschen wie
Joyce Meyer, Graham, Hybells waren für uns nie Vorbilder im Glauben.

birgit704 antworten
15 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @birgit704

Hybells

Er heißt Bill Hybels.

Veröffentlicht von: @birgit704

Menschen wie Joyce Meyer, Graham, Hybells waren für uns nie Vorbilder im Glauben.

Hast Dich mit einem von ihnen mal befasst? So richtig? 😊
Ich find es ja schon waghalsig, alle drei in einem Atemzug zu nennen.

tristesse antworten
Georg Heinrich
(@groesste-liebe)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 258
Veröffentlicht von: @birgit704

Der US-Evangelikalismus war mir schon immer suspekt. Menschen wie Joyce Meyer, Graham, Hybells waren für uns nie Vorbilder im Glauben.

Für mich stehen die auch nicht so sehr für den Begriff 'evangelikal'.

Da finde ich Leute wie Todd Friel, Ken Ham, John MacArthur oder 'Disciple Robert' Lyte viel gruseliger.

groesste-liebe antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @groesste-liebe

Für mich stehen die auch nicht so sehr für den Begriff 'evangelikal'.

Der Begriff "evangelical" wurde durch Billy Graham bzw. seinen Übersetzer überhaupt erst ins Leben gerufen.
Graham predigte damals in Deutschland und sagte sinngemäß, man solle (wenn man bei der Veranstaltung Jesus angenommen habe) sich eine bibeltreue, "evangelical" church suchen. Evangelical heißt übersetzt einfach nur "evangelisch". Der Dolmetscher übersetzte aber zu Deutsch, man solle sich eine bibeltreue, evangelikale Kirche suchen.
So war der Begriff geboren.

Das "evangelikal" von damals ist auch nicht mehr gleichzusetzen mit dem "evangelikal" von heute; das hat sich verändert und gewandelt.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Im Herbst 1957 war ich mir meiem Vater und meinem Bruder bei einer
Evangelisations-Veranstaltung von Billy Graham (Maschinengewehr Gottes) in der Essener Gruga Halle. B. Graham konnte die Menschen motivieren und fesseln. Am Ende seiner feurigen Predigt wurden alle,
die sich bekehrt haben oder sich bekehren wollten, zun Segnen an die Bühne zu kommen. Im damaligen "Jargon" nannte man das :
"Nach vorne kommen!"
Wer nach vorne gekommen ist, der war dann auch "Kind Gottes."
ich war damal 12 jahre alt und bin bewußt nicht an die Bühne gegangen.
Bis heute kann ich nicht sagen, warum!
Ich lebte behütet in einem liebevollen und christlichen Elternhaus und das reichte mir damals wohl.

Veröffentlicht von: @simonsson

Das "evangelikal" von damals ist auch nicht mehr gleichzusetzen mit dem "evangelikal" von heute; das hat sich verändert und gewandelt.

Das sehe ich auch so. Da hat sich in den Staaten etwas ganz Seltsames entwickelt.
Auf der einen Seite haben wir von "Evangelicalen" lernen dürfen:
1998 beim Willow Creek Kongreß in Oberhausen bekamen wir durch eine im Dezember '98 aufgenommene, sehr enge Zusammenarbeit
mit Willow Creek aus Chicago einen großen, sehr positiven Schub in unserer Gemeinde-Arbeit. Es war eine wunderbare Entwicklung.

Wir bekamen einige ganz großartige Impulse für einen erfolgreichen
Gemeindeaufbau, was uns auf enen guten Weg gebracht hat.
Mittlerweile hat sich die Begeisterung für W.C. stark abgekühlt.

Ich glaube, dass da auch die jüngste Entwicklung in den USA, was besonders die Haltung der vielen evangelicalen Gruppen und Gruppierungen im Bezug auf die Politik betrifft, einer der Gründe für diese Abkühlung war.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke ChristosFilios für diesen Erfahrungsbericht.

Veröffentlicht von: @christosfilios

Ich lebte behütet in einem liebevollen und christlichen Elternhaus und das reichte mir damals wohl.

Das reicht ja auch für einen Zwölfjährigen. Und aus dieser Wiege kann man seinen Weg machen. Für was solltest Du irgendwo "nach vorne gehen"?
Es wird vermittelt, dass man dort - bei dieser Evangelisation - in einem "Event" etwas Besonderes bekommt. Das mag für Leute, denen das fremd ist, auch zutreffen, aber wenn man doch ohnehin aus der "Schule Jesu" ist, braucht man das doch nicht.
Evangelisation ist für Menschen, die evangelisiert werden müssen (wie der Name schon sagt).

Ich höre mir einen Graham oder andere auch mal gerne an (vor allem schaue ich mir die Rhetorik, Gestik und Mimik an, weil ich das interessant finde). Inhaltlich ist mir persönlich das viel zu wenig, aber ich bin auch nicht die Zielgruppe, wie gesagt.

Veröffentlicht von: @christosfilios

Ich glaube, dass da auch die jüngste Entwicklung in den USA, was besonders die Haltung der vielen evangelicalen Gruppen und Gruppierungen im Bezug auf die Politik betrifft, einer der Gründe für diese Abkühlung war.

Ja, das kann gut sein. Da hat sich viel verändert.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847

Hallo,

Veröffentlicht von: @simonsson

Das mag für Leute, denen das fremd ist, auch zutreffen, aber wenn man doch ohnehin aus der "Schule Jesu" ist, braucht man das doch nicht.
Evangelisation ist für Menschen, die evangelisiert werden müssen (wie der Name schon sagt).

Nein, ich sehe das etwas anders.
Wenn man in einem christlichen Umfeld aufwächst, macht einen das erst mal nicht automatisch zu einem Christen. Ich bin in so einem Umfeld groß geworden, weiß also wovon ich spreche. Mein Dad war Pastor, ich bin so fromm aufgewachsen, dass es einem im Halse würgen könnte 😊

Aber jede noch so fromme und christliche Erziehung entbindet einen nicht davon, sich irgendwann mal bewußt entscheiden zu müssen, ob man mit Jesus leben will oder nicht. Und dass mitlaufen nicht unbedingt heißt, dass man auch nachfolgt. Ich sehe da schon einen Unterschied.

Bei Evangelisationen wird der Moment genutzt, wo das christlich erzogene Kind für sich entscheiden kann "Ja, ich bin damit groß geworden. Ja, ich finde das gut und ja, ich stehe dazu und das bekenne ich."

Nur weil ich ein Leben lang in der Garage geschlafen habe, bin ich noch lange kein Auto. Auch christlich sozialisierte Kinder müssen sich entscheiden.

Scheinbar hat Christos das vorher oder nachher getan ohne "Nach vorne gehen zu müssen". Aber es gibt andere Kinder, die genau diesen Schritt machen mussten. Aus der Prägung hinaus in eine bewußte Entscheidung.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Wenn man in einem christlichen Umfeld aufwächst, macht einen das erst mal nicht automatisch zu einem Christen.

Nein, das sagte ich auch nicht.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich bin in so einem Umfeld groß geworden, weiß also wovon ich spreche. Mein Dad war Pastor, ich bin so fromm aufgewachsen, dass es einem im Halse würgen könnte 😊

Wenn Du sagst, du bist so fromm aufgewachsen, dass es einem "im Halse würgen könnte", dann müssten wir erstmal klären, was du mit "in so einem Umfeld großgeworden" meinst.

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber jede noch so fromme und christliche Erziehung entbindet einen nicht davon, sich irgendwann mal bewußt entscheiden zu müssen, ob man mit Jesus leben will oder nicht.

Nein, das sagte ich auch nicht.

Veröffentlicht von: @tristesse

Nur weil ich ein Leben lang in der Garage geschlafen habe, bin ich noch lange kein Auto.

Hach ... das ist der Evergreen.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @simonsson

Nein, das sagte ich auch nicht.

Doch schon, wenn Du sagst, dass es nicht "nötig" ist.

Veröffentlicht von: @simonsson

Wenn Du sagst, du bist so fromm aufgewachsen, dass es einem "im Halse würgen könnte", dann müssten wir erstmal klären, was du mit "in so einem Umfeld großgeworden" meinst.

Nein, das müssen wir irgendwie nicht 😊

Veröffentlicht von: @simonsson

Nein, das sagte ich auch nicht.

Doch, das sagest Du schon

Veröffentlicht von: @simonsson

Hach ... das ist der Evergreen.

Der deswegen aber immer noch passt.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Doch schon, wenn Du sagst, dass es nicht "nötig" ist.

Evangelisationsveranstaltungen und Bekehrungsaufrufe sind für manche Menschen nicht nötig, ja, der Auffassung bin ich. Das bedeutet ja aber nicht, dass man nicht auf den Ruf Gottes zu antworten hätte.

Veröffentlicht von: @tristesse

Nein, das müssen wir irgendwie nicht 😊

Dann belassen wir es dabei, dass das DEINE Vita ist, und nicht die der anderen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Doch, das sagest Du schon

Nö, das sagte ich nicht.

Anonymous antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Hallo Tristesse 🙂

Zum einen stimmt das, natürlich hat jeder die gleiche Verantwortung Gottes Willen zu tun und Nachzufolgen.

Ich würde es heute aber nicht mehr überhaupt auf einen Moment der Entscheidung beschränken - es ist vielmehr das ganze Leben was zählt.

Zum anderen bezweifle ich einzelne Situationen an wo eine nur menschliche Entscheidung maßgeblich ist - denn wir Menschen sind vorab nie wirklich Objektiv, wissen alles oder ist alles klar. Deshalb welche Bedeutung sollte eine einzelne Entscheidung haben

Vg Eddie

derneinsager antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847

Hallo Eddie,

Veröffentlicht von: @derneinsager

Ich würde es heute aber nicht mehr überhaupt auf einen Moment der Entscheidung beschränken - es ist vielmehr das ganze Leben was zählt.

Mach ich ja prinzipiell auch nicht, aber was ich sagte ist, dass es religiös aufgewachsene Leute gibt, die so einen Moment einfach brauchen. Und da muss ma nicht daher kommen und schreiben, dass sowas nicht nötig ist 😊 Da bin ich gerade ein wenig pingelig 😊

Veröffentlicht von: @derneinsager

Zum anderen bezweifle ich einzelne Situationen an wo eine nur menschliche Entscheidung maßgeblich ist - denn wir Menschen sind vorab nie wirklich Objektiv, wissen alles oder ist alles klar. Deshalb welche Bedeutung sollte eine einzelne Entscheidung haben

Ich für mich kann nur sagen, dass in Zeiten des Zweifelns und Grübelns ich es hilfreich finde, den Tag genau zu benennen, wo ich mich in Gottes Schäfchenherde eingereiht habe. Ich finde es gut, dass ich weiß, wann ich warum und wo zu Gott "JA!" gesagt habe.

Braucht bestimmt nicht jeder, ich finde es für mich wichtig.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo , liebe Tristesse,
du weißt, dass ich dir nicht gerne widerspreche, aber bei diesem Vergleich besteht deutlich Klärungsbedarf:

Veröffentlicht von: @tristesse

Nein, ich sehe das etwas anders.
Wenn man in einem christlichen Umfeld aufwächst, macht einen das erst mal nicht automatisch zu einem Christen. Ich bin in so einem Umfeld groß geworden, weiß also wovon ich spreche. Mein Dad war Pastor, ich bin so fromm aufgewachsen, dass es einem im Halse würgen könnte 😊

Wenn ich deine Aussage betrachte, dann liegen zwischen meinem :
"Aufwachsen in einem liebevollen, christlichen Elternhaus"
und deiner Kindheit in einem :
"frommen Elternhaus, dass es einem im Hals würgen würde"
doch anscheinend Welten !

Ich brauchte mich "gefühlt" nie Entscheiden, ob ich, wie ich es von meinem Vater in der Sonntagschule gelernt habe, als ein Kind Gottes leben wollte, oder nicht. Die Liebe meiner Eltern zu mir und
beobachten und erleben zu können, wie sie ihren Glauben gelebt haben, brachten mich nie in eine Situation, "wo ich mich bewußt entscheiden mußte!"

Veröffentlicht von: @tristesse

Scheinbar hat Christos das vorher oder nachher getan ohne "Nach vorne gehen zu müssen". Aber es gibt andere Kinder, die genau diesen Schritt machen mussten. Aus der Prägung hinaus in eine bewußte Entscheidung.

Ja, ich habe es vorher und nachher getan.
Heute, im biblischen Alter von 75 Jahren, kann ich rückblickend fest-stellen, dass es unendlich viele Momente und Situationen gab und wohl auch noch geben wird, wo ich mich immer wieder für "Jesus
und den Weg mit Ihm entscheiden mußte und muß!

Ich glaube, dass du verstehst wie ich das meine.

Liebe und herzliche Grüße
und schön das du wieder daber bist !

ChristosFilios

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847

Hallo.

Veröffentlicht von: @christosfilios

du weißt, dass ich dir nicht gerne widerspreche,

Nein, bis her wusste ich das noch nicht, weil Du mir eigentlich ständig widersprichst 😊

Ich danke Dir für Deinen Beitrag, möchte es aber an der Stelle dabei belassen. Denn ich weiß, dass das nicht gut ausgehen wird.

Liebe Grüße.
Trissi

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich danke Dir für Deinen Beitrag, möchte es aber an der Stelle dabei belassen. Denn ich weiß, dass das nicht gut ausgehen wird.

Schade,
ich hätte es wissen müssen......🙁 🙁

hrtzl. Gruß und bleib gesund

C.F.

Anonymous antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2437

Offtopic Entscheidung
Liebe Tristesse,

dies ist mehr eine "ins Allgemeine" gesprochene Anmerkung als ein Widerspruch der sich konkret an dich richtet...

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber jede noch so fromme und christliche Erziehung entbindet einen nicht davon, sich irgendwann mal bewußt entscheiden zu müssen, ob man mit Jesus leben will oder nicht. ... Auch christlich sozialisierte Kinder müssen sich entscheiden.

Dein "auch" impliziert, so lese ich es jedenfalls, aber korrigier mich da gerne, dass "alle" sich entscheiden müssen.
Ich zucke ja bei solchen und ähnlichen Formulierungen immer wieder zusammen. Gut, nun bin ich nicht von vornherein christlich sozialisiert worden, und ganz vielleicht ist es also für Menschen, die christlich sozialisiert wurden, tatsächlich so, dass sie einen Moment haben müssen, an dem sie sich aktiv entscheiden.

Mir ist nur wichtig, dass ich ganz generell ein Muss einer Entscheidung nicht für unbedingt nötig halte, um Christ zu sein, um gottgläubig zu sein, um an Jesus als den Christus zu glauben... wie auch immer das formuliert werden mag.

Bei mir z.B. war es so, dass Gottes Gegenwart so selbstverständlich ist wie die Luft zum Atmen um mich rum. Ich muss mich nicht entscheiden, die Luft anzunehmen - ich atme ganz automatisch.

Und es gab auch nie einen Moment, in dem ich gesagt hätte: "Oh ja, ich entscheide mich, dass ich die Geschichten von Jesus für gut und richtig, für besser halte als die von Buddha, von Allah, von Manitou und Wotan." - Sondern die biblischen Geschichten zu hören war wie heimkommen, wie Puzzleteile, die ihren Platz fanden, wie ein Bild, das aus dem Nebel heraus langsam klar wird.

Ob ein Puzzleteil an diese oder eine andere Stelle passt, entscheide nicht ich. Ob Nebel sich verzieht, entscheide ich auch nicht. Und ob ich mich entscheide oder nicht, spielt keine Rolle - das Puzzleteil passt oder passt nicht und der Nebel bleibt oder vergeht auch ohne meine Entscheidung.

Nur - mal wieder - als Reflexantwort auf "müssen sich entscheiden".

Sorry, dass es diesmal an einem deiner Postings hängt. 😉

lubov antworten
jackson04
Beiträge : 97

Hallo Nidderauer,

ich verstehe das sehr gut. Ich kann nicht nachvollziehen, dass jemand, der die Bibel ernst nimmt und sich an Jesu Werten ausrichten will, einen Lügner, Sexisten, Rassisten, Narzissten (… usw.) unterstützt.

Zwar denke ich, dass „evangelikal“ in der christlichen Landschaft in Deutschland durchaus etwas anderes bedeutet als in den USA, aber wie soll ein Außenstehender, der gewissermaßen die Feinheiten nicht kennt, das richtig einordnen? Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit, diesen Begriff fallen zu lassen. Ich möchte wirklich nicht mit Paula White in einen Topf geworfen werden (das irre Video von ihr hat mich auch absolut perplex zurück gelassen).

Grüße von Jack

jackson04 antworten
15 Antworten
birgit704
(@birgit704)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @jackson04

Ich möchte wirklich nicht mit Paula White in einen Topf geworfen werden

Ich auch nicht.

birgit704 antworten
Nidderauer
(@nidderauer)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 41

Ja, genau darum geht es mir auch!

Ich habe die deutsche evangelikale Szene auch nie so gesehen. Das Problem für mich ist nur, dass Menschen außerhalb der Kirche das vermutlich nicht so einfach trennen können.

Ich möchte auch weiterhin, sagen wir mal, für den Wert der Ehe einstehen, ohne mit Paula White in einen Topf geworfen zu werden!

nidderauer antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @nidderauer

Ich möchte auch weiterhin, sagen wir mal, für den Wert der Ehe einstehen, ohne mit Paula White in einen Topf geworfen zu werden!

Keiner meiner ungläubigen Freunde kennen Paula White und die Gläubigen wissen ja, dass ich mit ihr nicht in einem Topf landen möchte 😊

Ich empfinde diese Thematik als gerade etwas empört aufgebauscht.

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @tristesse

Keiner meiner ungläubigen Freunde kennen Paula White

Wenn deine Freunde gestern nach der Tagesschau den Brennpunkt zu den Wahlen angeschaut haben, haben sie gesehen wie die "evangelikale Christin" Paula White betet (auch wenn sie sich ihren Namen nicht gemerkt haben):

Brennpunkt ab Minute 15:17

8,18 Mio. Menschen haben das gestern gesehen.

Mich lässt sowas nicht kalt, aber vielleicht sollte es das, denn ändern kann ich daran eh nichts. Mich ärgert vor allem, dass es in diesem Fall nicht die Medien waren, die Aussagen aus dem Zusammenhang reißen, um Evangelikale ins schlechtestmögliche Licht zu rücken, sondern dass eine Evangelikale sich selbst so präsentiert mit Kameras auf sie gerichtet. Es ist schon ein bisschen zum Verzweifeln.

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Wenn deine Freunde gestern nach der Tagesschau den Brennpunkt zu den Wahlen angeschaut haben, haben sie gesehen wie die "evangelikale Christin" Paula White betet (auch wenn sie sich ihren Namen nicht gemerkt haben):

Und diejenigen, die mit mir zu tun haben, wissen dass ich zwar evangelikal, aber anders bin. Wenn sie mich überhaupt evangelikal nennen würden 😊 Ich bin eher die Frau, die an Gott glaubt und ihren Glauben lebt, so gut sie kann.

Aber da spreche ich natürlich nur für mich.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Es ist schon ein bisschen zum Verzweifeln.

Ja, das ist es. Umso wichtiger, dass wir einen Unterschied machen.

tristesse antworten
Nidderauer
(@nidderauer)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

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Das kann ich gut so stehen lassen 😊

Werd trotzdem mit dem Begriff in Zukunft etwas weniger unbefangen umgehen...

nidderauer antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @nidderauer

Werd trotzdem mit dem Begriff in Zukunft etwas weniger unbefangen umgehen...

Kann ich verstehen, er ist ja inzwischen negativ behaftet 😊

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Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @tristesse

Und diejenigen, die mit mir zu tun haben, wissen dass ich zwar evangelikal, aber anders bin.

Ja also, wer mich kennt, würde mich bestimmt auch nicht mit dieser speziellen Form der Frömmigkeit in Verbindung bringen. Darum geht es mir gar nicht, da mache ich mir keine Sorgen.

Aber es gibt sicher viele Menschen, die keinen einzigen evangelikalen oder sonst irgendwie entschiedenen Christen kennen und sich dann über solche Fernsehbeiträge ein Bild von den Evangelikalen machen.

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ja also, wer mich kennt, würde mich bestimmt auch nicht mit dieser speziellen Form der Frömmigkeit in Verbindung bringen. Darum geht es mir gar nicht, da mache ich mir keine Sorgen.

Meine Leute wissen schon, dass ich ein Hardliner bin. Vielleicht nennen sie mich nicht evangelikal, aber sie haben mitbekommen, dass ich manche Sachen anders sehe. Vielleicht bin ich dann eher wertekonservativ.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Aber es gibt sicher viele Menschen, die keinen einzigen evangelikalen oder sonst irgendwie entschiedenen Christen kennen und sich dann über solche Fernsehbeiträge ein Bild von den Evangelikalen machen.

Ich frag mich halt dann nur "Wen interessierts?"
Wenn man keinen Evangelikalen kennt, sonst mit Christen nicht im Kontakt steht, was soll es dann für einen Unterschied machen, dass es bescheuerte Menschen gibt, die sich evangelikal nennen?

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich frag mich halt dann nur "Wen interessierts?"
Wenn man keinen Evangelikalen kennt, sonst mit Christen nicht im Kontakt steht, was soll es dann für einen Unterschied machen, dass es bescheuerte Menschen gibt, die sich evangelikal nennen?

Evangelikale gelten auch als diejenigen, die die Bibel wörtlich nehmen und sich danach richten. Wenn man die Evangelikalen nur aus irgendwelchen Dokus kennt, wo ein paar besonders Gspinnerte gezeigt werden, denken die Leute vielleicht: Wer die Bibel ernst und wörtlich nimmt, ist dann letztlich auch ein Homo-Hasser, Waffennarr, Trump-Fan oder was weiß ich. Also darf man die Bibel nicht zu wörtlich verstehen, sonst kommt sowas dabei raus.

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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Die Frage bleibt aber "Wen interessierts?". Ich bin nicht dazu da die Vorurteile und Fehlinformationen von anderen aus dem Weg zu räumen.
Klar ist es blöd, wenn man ein falsches Bild von Christen vermittelt bekommt, aber deswegen ändere ich doch nicht wie ich mich bezeichne.

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @tristesse

Die Frage bleibt aber "Wen interessierts?". Ich bin nicht dazu da die Vorurteile und Fehlinformationen von anderen aus dem Weg zu räumen.

Ja, hast schon recht irgendwie. Das blöde ist nur, dass es sich leider nicht nur um Fehlinformationen handelt.

Veröffentlicht von: @tristesse

Klar ist es blöd, wenn man ein falsches Bild von Christen vermittelt bekommt, aber deswegen ändere ich doch nicht wie ich mich bezeichne.

Ich glaube ich habe das Wort evangelikal sowieso noch nie als Eigenbezeichnung gebraucht.

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ja, hast schon recht irgendwie. Das blöde ist nur, dass es sich leider nicht nur um Fehlinformationen handelt

Natürlich. Aber ich denke dann auch, dass in der Regel die Menschen, die wir erreichen wollen, uns und unseren Hintergrund kennen. Wenn ich mit jemandem über Jesus sprechen will, stelle ich mich z.B. nicht vor "Ich bin Trissi und evangelikale Charismatikerin." - da bin ich dann 3 Std. dabei zu erklären was das ist und das Thema Jesus fällt völlig unter den Tisch 😀 Aber wenn mich jemand fragt, gerade auch aus einer anderen religiösen Glaubensrichtung, dann bezeichne ich mich schon als evangelikal.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich glaube ich habe das Wort evangelikal sowieso noch nie als Eigenbezeichnung gebraucht.

Früher bei mir mehr als heute, wo ich schon länger in meinem Umfeld gesettet bin und mich eh alle kennen.

tristesse antworten
mirwirdnichtsmangeln
(@mirwirdnichtsmangeln)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 106

Ich frag mich halt dann nur "Wen interessierts?"
Wenn man keinen Evangelikalen kennt, sonst mit Christen nicht im Kontakt steht, was soll es dann für einen Unterschied machen, dass es bescheuerte Menschen gibt, die sich evangelikal nennen?

Es ist uns aber ein Anliegen, dass Menschen von außen mit Jesus in Kontakt kommen. Da können Christen, die Jesu Namen Schande machen, ein Hindernis sein. Der Teufel freut sich.

mirwirdnichtsmangeln antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @mirwirdnichtsmangeln

Es ist uns aber ein Anliegen, dass Menschen von außen mit Jesus in Kontakt kommen. Da können Christen, die Jesu Namen Schande machen, ein Hindernis sein. Der Teufel freut sich.

Ich interessiere mich nicht dafür, worüber der Teufel sich freut. Damit befasse ich mich so gar nicht. Ich bin da wo ich stehe, ein Zeugnis, jedenfalls hoffe ich das und bekomme das auch gespiegelt und mich hab noch nie jemand mit irgendwelchen religiösen Spinnern in einen Topf geworfen.

Dich etwa?

tristesse antworten


tristesse
Beiträge : 16847
Veröffentlicht von: @nidderauer

Geht das Anderen auch so?

Nein 😊
Ich bin evangelikal und bleibe es auch.

Wer mich kennt weiß, dass ich eine entschiedene Christin bin und keine von der Sorte, über die man in den Medien aus Amerika hört.

Wer mich nicht kennt, kann ja fragen.

Ganz einfach.

tristesse antworten
Deborah71
Beiträge : 15897

Spätestens...
..wenn du einige sehr schräge Christen kennenlernst, die deiner Ansicht nach den Namen Christ verbrennen, nennst du dich dann auch nicht mehr Christ?

Definierst du dich eher über..."so bin ich nicht" als über "so bin ich", dass man Christus in dir erkennt?

deborah71 antworten
10 Antworten
Nidderauer
(@nidderauer)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 41

Ja, das ist schon eine gute Frage.
Es ist schon wichtig, sich über "so bin ich" zu definieren, auf jeden Fall.

Nun hat man sich halt entschieden, Christ zu sein und als Christ zu leben, oder eben nicht. Ich denke, die ganzen letzten 2000 Jahre mussten Christen damit leben, dass andere eine sehr merkwürdige Art hatten, wie das nach außen rüber kam. Da kann ich mich positiv definieren und muss ggfs. gegenüber Nicht-Christen auf ihr Differenzierungsvermögen pochen.

Der Begriff evangelikal ist ja nicht wirklich wichtig für mein Christsein, ich bin gerade nur - mal wieder - etwas aufgebracht über manche Kollegen in den USA 😉

nidderauer antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15897
Veröffentlicht von: @nidderauer

ich bin gerade nur - mal wieder - etwas aufgebracht über manche Kollegen in den USA 😉

Das war deutlich zu merken.... 😀

Und das sind so die gefährlichen Momente, wo man über die Zunge was raushauen kann, an das man sich später nicht mehr genau erinnert, das aber trotzdem wirken kann.

schlauer Spruch meines Mannes: Wer sich entrüstet, ent-rüstet sich (auf die geistliche Waffenrüstung bezogen. 😌😇

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ist nicht manchmal auch Entrüstung nötig?

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15897

Ich bleibe lieber bekleidet 😉

Natürlich gefällt mir auch vieles nicht... meistens gelingt es mir aber meine Zunge in Zaum zu halten.

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

..wenn du einige sehr schräge Christen kennenlernst, die deiner Ansicht nach den Namen Christ verbrennen, nennst du dich dann auch nicht mehr Christ?

Naja, wo sind denn die christlichen Fundamentalisten alle hin? Seitdem der Begriff in Verruf geraten ist, bevorzugen sie statt der alten Selbstbezeichnung (Wiki) heute lieber den Begriff „bibeltreu“. Eine ähnliche Entwicklung wird es wohl demnächst auch bei den Evangelikalen geben, wobei da die Probleme eher noch inhaltlicher Natur sind.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15897

Schrieb ich von Namensanhängseln an die Selbstbezeichnung Christ? 😉

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Schrieb ich von Namensanhängseln an die Selbstbezeichnung Christ?

Du schriebst davon wie man sich nennt. Und ich schrieb, christliche Fundamentalisten nennen sich heute bibeltreu, weil sie sich nicht mehr Fundamentalisten nennen wollen. Kannst Du den Zusammenhang nicht sehen?

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15897

Ich sehe deinen Zusammenhang, er trifft aber nicht meine Grundaussage. 😊

deborah71 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @billy-shears

Naja, wo sind denn die christlichen Fundamentalisten alle hin?

Also meine Identität ist zuallererst die eines Gotteskindes. 😉
Auch bezeichne ich mich als Christ, da Christus in mir lebt.
Der Begriff "Fundamentalist" ist halt zur Zeit für die Außenwahrnehmung bissl schwierig, da durch radikale "Fundamentalisten" anderer Religionen in Verruf geraten. Wenn man´s aber so sieht, dass Christus das Lebens- und die Bibel das Lehrfundament sind, in diesem Sinne bin ich gern Fundamentalist, Denn nichts geht über ein gutes Fundament. 😊

turmfalke1 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Der Begriff "Fundamentalist" ist halt zur Zeit für die Außenwahrnehmung bissl schwierig, da durch radikale "Fundamentalisten" anderer Religionen in Verruf geraten.

Dann kannst Du ja gut nachvollziehen, warum Evangelikale momentan ein ganz ähnliches Problem haben.

billy-shears antworten


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