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ich kann so nicht mehr glauben, wie bisher, dass ist vorbei

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Gizeh
 Gizeh
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch ein wenig was von mir erzählen. Und das ich so nicht mehr glauben kann und will, wie ich es bisher getan habe. Ich werde es wirklich sehr kurz halten und keinen Roman schreiben, weil ich einfach nicht die Nerven dazu habe.

Seit meiner Kindheit glaube ich an Jesus. Als kleines Kind wusste ich innerlich dass es Jesus gibt, da gab es nie Zweifel daran. Habe an Gottesdiensten teil genommen, war in Jugendgruppen, Hauskreisen, Veranstaltungen, Erweckungsveranstaltungen und vieles mehr.

Ich wurde evangelisch getauft und endete als Katholik, aber dazu später mehr.

Ich habe sehr viel schönes, aber auch nicht so schöne Dinge in meinem Leben, mit Gemeinden erlebt. Allen voran in Freikirchen.

Damals war ich in die Pfingstgemeinde gekommen, hab die Geistestaufe erlebt und habe Gottes Gegenwart viele Jahre erlebt. Dann kam die Wort und Glaubens Bewegung, wo ich fanatisch darin war und die schlimmsten Diskussionen hier verursacht habe und Menschen tief verletzt habe. Nur wenn ich ehrlich zu mir gewesen wäre, habe ich auch Dauer diesen Glauben nicht mehr tragen können, da dieser Menschenverachtend war.Aber ich hatte eine Maske auf, ich wollte was sein, was ich nicht bin.

Der Glaube an Gott wurde immer belastender für mich, zweimal wollte man an mir Dämonen autreiben, weil ich mal Monatelang Esoteriker war (ich war nun mal neugierig) und beim anderen Mal, weil ich angeblich sexuelle Probleme hatte. Und beim dritten mal, in einer extremen Gemeinde, die nur Dämonen sah und die Gemeinde mit neuen nicht gerade freundlich um ging, wurde mir zum Vorwurf gemacht, ich würde dämonisches in die Gemeinde bringen, weil ich den Befreiungsdienst nicht an mir hab ausführen lassen. Das war eindeutig zu viel für mich und hab Panik bekommen und bin gegangen.

Dann kam die Wort und Geist Bewegung. Ich war absolut begeistert, hab mit gefiebert, aber die erhoffte Freiheit gab es nicht. Den ich merkte, je tiefer ich in die Christliche Szene kam, um so gebundener wurde ich, nach aussen hin, wird dir ein Christentum verkauft, was Lifestyle bedeutet, aber intern, gab es nur Vorschriften, nur Gesetze und vieles mehr. Ich hielt es einfach nicht mehr aus.

Allerdings muss ich auch ehrlich dazu sagen, dass ich von Kind auf immer ein wenig rebellisch war, ich kämpfte mich durch`s Leben, hab Missbrauch erlebt, wuchs im Heim und Pflegeeltern auf, da mein Vater meine Mutter permanent schlug, viel Alkohol trank und sich selber verletzte und das die Polizei permanent bei uns im Haus war.

Die Pflegeeltern waren kein deut besser, lachen verboten, dufte meine Mutter nicht sehen, wurde mehrfach unter fadenscheinigen Kommentaren in den dunklen Keller gesperrt, wurde geschlagen etc.

Und einmal hat meine Mutter mich aus dem ersten Heim raus geholt und seit dem Tag an, hatte ich imense Schwierigkeiten mit meinem Schwiegervater: Streit, hat mich grün und blau geschlagen. Hat nie mit mir ein Wort geredet, so dass ich nach 1 Jahr als Jugendlicher wieder ins Heim musste. Er hatte meine Mutter permanent unter Druck gesetzt, entweder ich oder er. Einige Jahre später, als ich in der FCJG war (für etwa 2 Jahre), hatte sich meine Mutter umgebracht.

Ich hatte immer schwierigkeiten mit Vaterschaft, sobald jemand Liebe mir entgegen brachte und tiefer wollte, blockte ich ab und baute eine Mauer um mich herum auf. So hab ich nie eine Beziehung halten können. Christliche Ehepaare verzweifelten schier an mir. Man kam nie richtig durch bei mir. Und so ist es heute noch.

Irgend wann bekam ich schlimmer Depressionen, Burnout, was ich aber bis heute sehr gut in den Griff bekommen habe. Ich bin heute immer noch ein sehr gefühlsbetonter Mensch, womit einige Probleme haben. Ich bin einfach ich selber. In der Hillsong Gemeinde, konnte man damit nicht gerade gut umgehen, weil ich mich erstens von der Gemeinde distanziert hatte, aber als ich Hilfe wollte, hatte man sich von mir distanziert. So war das Thema Gemeinde für mich erledigt. Vorerst ....

Dann zwei Jahre später nach Hillsong, bin ich in die Katholische Gemeinde gekommen und Mitglied geworden. Ich war absolut begeistert, wurde immer extremer und wollte der beste Katholik sein, den man sein konnte, kaufte und besorgte Katholische Bücher, Kruzifixe, Medaillen und vieles mehr. Machte beim alten Ritus mit und vieles mehr. Und bin auch in unserer Gemeinde Messner, Ehrenamtlich. Obwohl sich in meinem Herzen immer mein evangelisches Herz meldete und mir sagte, dass das falsch sei.

Aber leider erlebe ich dort auch, dass man mich nicht ernst nimmt, mich manchmal bewusst oder unbewusst behandelt, als wäre ich der letzte Dreck, es wurde hinter meinem Rücken geredet. Und ich hab immer alles herunter geschluckt, auch meinen Frust. Immer musste ich mich rechtfertigen.

Bis mich eines Tages, also dieses Jahr im April/Mai ich angesprochen wurde, warum ich drei Monate kein Dienst mehr mache und man hinter meinen Rücken redete und Dinge behauptet wurden, die alle nicht richtig waren. Ich war drei Monate Krank.

Und dann ist mir entgültig der Kragen geplatzt. Und hab bei der Person meinen ganzen Frust heraus geschrien und ihm die Leviten gelesen. Den ich konnte nicht mehr und diese Person hörte mir einfach zu und das tat mir gut.

Am Tag darauf hatten wir einen Gottesdienst im alten Ritus und da war ich innerlich nicht mehr dabei. Und nach dem Gespräch mit dem Priester (Beichte), hatte ich die Nase voll.

Einige Tage später hatte ich ein Gespräch mit besagtem Priester, dass ich all das nicht mehr kann und ich auch nicht mehr katholisch sein kann, all den katholischen Kram nicht mehr glauben kann und es hat sich auch ein imenser Hass auf die Kirche entwickelt, den ihr euch nicht vorstellen könnt. Aber nicht nur Kirche, sonderna auch Gemeinde. Alles ist aufgebrochen, alles musste raus.

Der einzige Vorwurf war nur, ich werde nicht von meinem Verstand geleitet, sondern von Gefühlen. Und eine andere Person sagte mir eiskalt ins Gesicht, als ich mehrere Gespräche mit ihr hatte, ich hätte jetzt was ganz böses in mir drin. Ich wäre Maria ungehorsam, weil ich nicht den Rosenkranz betete, den ich abgrundtief hasste, weil es tot und religiös war. Und sie versteht es bis heute nicht.

Nun wie es ist jetzt ?

Ich will keine Gemeinde mehr, keine Kirche mehr, ich habe allen religiösen Mist aus meiner Wohnung geworfen, ab in den Müll und es ist, als ob eine ganz große Last von meinen Schultern gefallen ist.

Nur einige Bücher und Bibeln habe ich noch behalten.

Heute kann ich mit in meinen Augen belastenden Glauben des Evangelikalismus und Katholischen Glauben nichts mehr anfangen. Ich habe mich davon los gesagt, von Jesus allerdings nicht!

Er ist immer noch mein Herr, mein Freund und Bruder!

Ich wollte jemand sein, der ich nicht bin, ich habe eine religiös-christliche Maske getragen und zwar Jahrelang! Und die habe ich jetzt abgerissen.

Im moment fühle ich mich freier, viel freier, aber auch trauriger. Aber ich bin wieder ich selber und muss damit fertig werden.

Wie es in Zukunft weiter geht, weiß ich nicht. Jesus bleibt, aber alles andere ? ich weiß nicht.

Absolutheitsanspruch des Glaubens ? nein, dass kann ich nicht mehr. Der Hass und der Zorn in mir drin, ist unbeschreiblich und dass ich mit meinem religiösen Wahn Menschen verletzt habe, tut mir unendlich Leid und kann nur um Vergebung bitten.

Das ist meine kleine, extrem verkürzte Geschichte, vielleicht etwas durcheinander, aber ich denke, hoffe, dass es lesbar ist und man versteht, was ich aussagen und sagen will/ wollte.

Gottes Segen euch.

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23 Antworten
schneeflloeckchen
Beiträge : 392

Hallo Gizeh,

sorry, wenn ich das jetzt so schreibe:

Veröffentlicht von: @gizeh

Ich wurde evangelisch getauft und endete als Katholik, aber dazu später mehr.

Jesus Christus war Jude.
Weder evangelisch noch katholisch.
Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist waren weder katholisch noch evangelisch.
Jesus Nachfolger / Jünger waren Juden.

Erst durch Jesu Tod und seine Auferstehung sind wir alle in die Kindschaft Gottes genommen, und dürfen Jesus als Bruder benennen.
Dazu muß man #kein# Jude sein.

Die Juden sind und waren das auserwählte Volk Gottes.
Dieses Volk hatte sich #Gott# erwählt.
Die Juden wurden fast in allen Epochen der Geschichte verfolgt.

Durch Jesus Heilstat am Kreuz dürfen auch andere Menschen sich an Gott / Jesus wenden.
Der Gott der Juden (es ist auch mein Gott, auch wenn ich nicht Jude bin) ist und war immer ein persönlicher Gott, mit dem man #reden# kann. Manchmal bekommt man auch eine Antwort.
Andere Götter nahmen Geschenke an, aber eine Antwort kam nicht.

Die ersten Nachfolger Jesu galten als "Sekte".
Aus ihnen gründete sich irgendwann die katholische Kirche.

Da es immer Menschen gab, die es "besser wußten" und die Gemeinde, die sie kannten eben nur als Menschen erlebten, ihnen aber andere Schwerpunkte wichtiger waren, gründeten sie neue Gemeinden. Und ja, wo Menschen zusammen leben, wird gemenschelt.
Gott ist anders. Jeder Mensch erlebt seine Nähe anders.
"Ich bin, der ich bin" (Bibelstelle)
Nun zu behaupten, Gott ist so, wie ich ihn erlebt habe, und mein Nachbar hätte einen falschen Glauben, wenn er Gott anders erlebt hat, ist in meinen Augen eine Anmaßung.
Jesus wollt die Menschen verbinden, nicht trennen.

Die Christen (sich berufend auf Jesus Christus) wurden in der Geschichte der Menschen auch oft verfolgt.

Trotz vieler Verfolgungen konnte man den jüdischen, wie auch den christlichen Glauben nie ausrotten.
Denn in schweren Notsituationen hilf dieser persönliche Gott. Nicht immer so, wie wir es uns wünschen, aber so wie es sein Wille ist

Gott kann eben auch auf krummen Linien gerade schreiben.

"Es ist nicht gut, daß der Mensch alleine sein" (Bibelzitat)
Wenn wir nur "im eigenen Saft schwimmen" können wir auch "merkwürdig" werden, weil wir keinen Menschen haben mit dem wir uns, auch über unseren Glauben, austauschen können.

Ja, Gott ist unser Gegenüber. Aber wir sind nicht Gott.
"Wir sehen hier nur die Wahrheit, wie durch einen trüben Spiegel" (Bibelzitat) denn Gott ist die Wahrheit.

Gott ist in dem Schwachen mächtig.
Vielleicht gibt die vielen Verfolgungen der Juden und Christen, weil man ihre Schwachheit neidet? (War ein Gedanke von mir paßt nicht in Deinen Thread.)

Ich weiß nicht, ob es Dir weiter hilft.

Aber den "wahren Glauben" wirst Du nie finden, denn Gott ist anders.
Du könntest nur Gemeinschaft mit Sündern halten.
Aber Jesus hat sich mit diesen Menschen an einen Tisch gesetzt, dem "Abschaum" der Gesellschaft.
Er begab sich auf Augenhöhe zu diesen Menschen. Ganz arm im Stall ist er geboren, hatte kein Bettchen oder Wiege. Er kennt alle Nöte der Menschen.

Die besseren Menschen wirst Du in #keiner# Gemeinde finden, denn es gibt keine perfekten Menschen.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
5 Antworten
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Jesus Christus war Jude.
Weder evangelisch noch katholisch.

aber was hat er gepredigt das evangelium oder?
warum gibt es dann katholisch und evangelisch?
es gibt somit klare spaltungen
und das auch im glauben,
darum ist immer vorsicht geboten nicht überall wo jesus drauf steht ist auch jesus drin ^^

reineswasser antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @reineswasser
Veröffentlicht von: @reineswasser

Jesus Christus war Jude.
Weder evangelisch noch katholisch.

Veröffentlicht von: @reineswasser

aber was hat er gepredigt das #Evangelium# oder?

Das hat er gelebt.

Veröffentlicht von: @reineswasser

warum gibt es dann katholisch und evangelisch?

Die erste Gemeinde, die sich von den Jüngern gebildet hat, wurde immer größer. Irgendwann Haben sich Menschen gedacht, sie könnten sich "katholische Kirche" nennen.
Die Juden hatten schon "Anbetungshäuser" -> Tempel.
Die Nachfolger Jesu nannten diese Häuser "Kirche".

Im Mittelalter übersetzte Martin Luther die Bibel.
Er war ursprünglich Mönch. Hatte einen festen Glauben.
Die "Universitäten" hießen damals "Klosterschule".
Man sprach dort oft Latein.
Das einfache arbeitende Volk konnte aber meistens weder schreiben noch lesen, sie mußten eben arbeiten (Maschinen, so wie wir sie kennen, gab es noch nicht.)
Körperlich schwere Arbeit, wo man abends tot müde auf seine Schlafstelle fiel.
Latein verstand kein Mensch. Es war die Sprache der gebildeten Leute.
Wenn sie in den Gottesdienst gingen, sahen sie die schönen Bilder der Bibel, hörten die Predigt (oder so ähnlich) auf Latein, und verstanden davon kein Wort.
Die Priester waren der Meinung, daß der heilige Geist es schon machen wird, daß Gottes Wort im Herzen landet.

Luther übersetzte die Bibel, damit #jeder# nachlesen kann, was in ihr steht, wenn er lesen gelernt hat.
Dann braucht man keine Bilder in den Kirchen, denn Original Aufnahmen waren es eh nicht.
Und wir sollen uns ja kein Bild von Gott machen, denn Gott ist anders.

Auch hatte er was gegen den "Ablaßhandel".
Wer genug Geld hatte konnte seine Sünden an die katholischen Kirche verkaufen. (#das war im Mittelalter!# Heute denkt keiner in der katholischen Kirche mehr so!)

Damit war ein Spalt da Die Luthers Meinung vertaten, als die Gruppe größer wurde, nannte sich evangelische Kirche.

Luther wollte die katholische Kirche nicht spalten. Er konnte nur nicht ansehen, was da gerade ablief.

(Die Spaltung der katholischen Kirche, ist normales schulisches Geschichtswissen. Warst Du an dem Tag krank?)

flöckli

schneeflloeckchen antworten
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

(Die Spaltung der katholischen Kirche, ist normales schulisches Geschichtswissen. Warst Du an dem Tag krank?)

es geht mir um was anders,
wenn jesus äpfel verkauft hätte ,
verkaufe ich als sein nachfolger keine bananen oder?
in der ev ist jesus der vertreter gottes
wer es in in der kh ist bin ich mir nicht sicher? aber die ev braucht keinen papst der oft angehimmelt wird als wäre er sehr gross, man möchte ihn anfassen usw ^^
dazu ist und war jesus da, und keiner muss sich heiliger machen als er wäre
auch ein papst nicht, und wer menschen heilig spricht im grunde immer welche aus ihren reihen die auch kh waren
denn nimm ich nicht ernst, aber egal jeder soll sein glauben leben, ich lebe jesus seinen traum, und sonst gar keinen in dieser richtung, es gibt nur ein Weg ^^
und welcher Weg für mich nicht richtig scheint den laufe ich auch nicht.

reineswasser antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392

K.K.

(Kein Kommentar)

schneeflloeckchen antworten
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

K.K.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

(Kein Kommentar)

auch ok, jeder hat sein Weg, den richtigen oder den falschen ^^

reineswasser antworten


Ungehorsam
Beiträge : 3336

Krasse Geschichte.
Du warst immer sehr extrem unterwegs, und das birgt die Gefahr, von einem Extrem ins andere zu fallen, wie du uns das hier gut geschildert hast.
Versuche mal mehr zur Mitte zu kommen. Weißt du, wo für dich die Mitte sein könnte?

Und noch etwas: du schleppst viele unbewältigte Traumata mit dir herum. Hast du es schon mal mit Psychotherapie versucht?

ungehorsam antworten
3 Antworten
Gizeh
 Gizeh
(@gizeh)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 2

Hallo Ungehorsam,

ja dass war ich, weil ich was sein wollte, was ich nicht bin! Ein super Christ wollte ich sein, zu Elite gehören, wie man so schön sagt und merkte innerlich doch, dass ich schwach bin und all die Regeln und Vorschriften doch nicht einhalten kann. Das ging einige Tage/ Wochen gut und dann nicht mehr.

Ich hatte mit meinem besten Freund, der kein Christ ist, aber in einem extremen Katholischen Haus aufgewachsen ist und die Mutter heute noch fanastisch ist (die war es, die sagte, dass man mich nicht mehr erkennt und ich was sehr böses in mir habe), sehr lange Gespräche gehabt, er hat meinen Zorn und Hass, meinen Frust alles abbekommen und auch zugehört.

Dafür war ich sehr dankbar und bin Gott für diese Freundschaft sehr dankbar, weil dieser Freund mich trägt und wir auch sehr viel miteinander Unternehmungen machen (Hoch Alpin, Wandern, Sport)

Ich hab leider die Gabe, die Schwäche von einem Extrem, ins andere zu fallen, dass sagt auch mein bester Freund und es ist sehr schwer davon los zu kommen. Da kämpfe ich noch.

Meine Mitte weiß ich leider nicht, die finde ich nicht. Hatte eine Phase mit dem Germanentum, den alten Göttern und Runen, aber Jesus dabei nie vergessen. Finde, dass alle Religionen eins sind, trotz der Unterschiedlichkeit.

Du würdest sagen, wieder extreme, vielleicht ist das auch so. Ich finde meine Mitte einfach nicht.

Ja ich weiß, dass ich viele Traumata habe, allen voran, Verlustängsten, was mein bester Freund weiß und auch heraus gefunden hat. Und mit mir zusammen Lösungen sucht, weil ich auch große Angst hatte, Ihn als meinen Freund zu verlieren, da hatten wir viele Gespräche deswegen gehabt. Er sagte mir, dass ich das nie werde, aber ich konnte es einfach nicht glauben und kämpfte damit. Er bestätigte mir nochmals, dass ich Ihn nicht als Freund verlieren werde und seitdem glaube ich es.

Ich habe schon eine Therapie gehabt, hat aber leider nicht geholfen.

Ich kann einfach nicht mehr das Glauben, was ich Jahrzehnte lang geglaubt habe, ich kann es nicht mehr. Aber ich schrieb, dass ich Jesus niemals los lassen werde. Den mit dem ganzen Kram was ich erlebt habe, hat Er nichts zu tun. Ich liebe Ihn!

Aber Gemeinde hat sich vorerst für mich erledigt.

Seit Wochen ist das eine schwere Phase, aber ich fühl mich frei, es tut mir gut und nun muss ich lernen, mit meinen Gefühlen umzugehen und auch damit niemanden zur Last werden.

gizeh antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16992

Ich wollte an dieser Stelle eigentlich nicht viel schreiben, aber ein paar Dinge sind mir doch aufgefallen...

Zum einen hast du ja deutlich gemacht, was du alles erlebt hast, und die Erkenntnis, dass du dich da häufig verrannt hast ist ja schon mal sehr wertvoll.

Ich vermute, dass deine Erlebnisse eng damit zusammenhängen, dass du immer wieder nach "Perfektion" gestrebt hast, was dich dann immer wieder in einen Fanatismus geführt hat. Möglicherweise fällt es dir ja schwer, deine eigenen Fehler anzunehmen... weil andere Leute sie dir immer wieder vorgehalten haben (Oder du selbst dir immer wieder Vorwürfe machtest, nicht gut genug zu sein).

Aber Jesu Lehre, so wie ich sie verstanden habe, handelt ja gerade davon, uns anzunehmen, obwohl wir Fehler haben, mit all unserer Unvollkommenheit. Auch ohne dass wir die "Besten" sein müssen. Dazu gehört, uns unsere Fehler einzugestehen (Was du ja tust).
Und weil Jesus uns durch die Vergebung dennoch annimmt können wir an dieser Stelle noch einmal völlig neu beginnen... auch ohne Vollkommenheit, aber dankbar. Und diese Dankbarkeit und die Vergebung ermöglichen es uns dann, auch an unseren Fehlern zu arbeiten und zu wachsen.

Veröffentlicht von: @gizeh

Meine Mitte weiß ich leider nicht, die finde ich nicht. Hatte eine Phase mit dem Germanentum, den alten Göttern und Runen, aber Jesus dabei nie vergessen. Finde, dass alle Religionen eins sind, trotz der Unterschiedlichkeit.

Das finde ich gut... nicht in dem Sinne, dass du jetzt allen anderen Religionen folgen sollst oder dir daraus eine eigene Religion stricken solltest, sondern in dem Sinne, das du aufgeschlossen bist und auch andere Glaubensrichtungen respektierst.

Denn genau darum geht es ja auch: Zu erkennen, das alle Menschen trotz aller Unvollkommenheit irgendwie nach "Wahrheit" streben, und keiner von uns jemals mit absoluter Gewissheit sagen kann, wie diese denn nun aussieht.

Und daraus folgt, dass wir auch andere Ansichten respektieren sollten, auch wenn wir ihnen nicht zustimmen (Was Fanatiker ja gerade nicht tun...).

Auch da scheinst du ja auf einem guten Weg zu sein... auch wenn er wohl noch nicht zu Ende ist, aber das ist er meiner Erfahrung nach nie so richtig...

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und dass du irgendwo deine Mitte findest!

lucan-7 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @gizeh

Aber Gemeinde hat sich vorerst für mich erledigt.

Das kann ich dir nicht verdenken.

Veröffentlicht von: @gizeh

es tut mir gut und nun muss ich lernen, mit meinen Gefühlen umzugehen und auch damit niemanden zur Last werden.

Wenn ich in einem solchen Zustand bin, nutze ich die Internetseelsorge auf katholisch.de (es ist nicht Voraussetzung, römisch-katholisch zu sein, um dies nutzen zu können) oder das Krisentelefon unserer Stadt.
Telefonseelsorge ist auch immer eine gute Möglichkeit in einer akuten Krise, wenn man jemanden zum Reden braucht, aber keine Therapie braucht/möchte.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @gizeh

Ich hatte immer schwierigkeiten mit Vaterschaft,

Ja, und deshalb hast Du Dir Gemeinden gesucht, die so sind wie der schlechte Vater.
Es tut mir leid, was Du alles durchfechten musstest und ich wünsche Dir, dass Du Menschen bei Dir hast, die Dich lieben und denen an Deinem Weg gelegen ist, und dass Du einmal Frieden machen kannst mit alledem was Du tragen musstest.

Liebe Grüße,
Simon

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo Gizeh,
danke für deine Offenheit und dass du uns von deinem Leben erzählst.
Das ist ziemlich heftig, was du da durchlebt hast. Und ich möchte mal sagen, nach allem, was du durchgemacht hast, kannst du stolz sein, dass du noch so stark bist dein Leben weiter zu meistern. Ich habe so manche Menschen an schon weniger Schicksalsschlägen psychisch kaputt gehen sehen.
Mich wundert es nicht, dass du von einem Extrem ins nächste fällst und dass du deine Mitte noch nicht finden kannst.
Das was du von deiner Vergangenheit ( Kindheit und Jugendzeit) berichtest, ist ein Leben ohne echten Halt. Aber genau das braucht man als Kind und auch als Jugendlicher. Wenn das nicht da ist, könnte es sein, dass man später umso extremer seine Festhalt- Pfeiler sucht.
Vielleicht ist es nicht nur eine Maske vor den anderen gewesen als Christ, die du getragen hast, vielleicht hast du dieses Extreme für dich gebraucht, um Stabilität im Leben aufzubauen?
Könnte das sein?

Was dann natürlich zu kurz kommen kann, ist dann sich selbst besser kennenzulernen und zu finden und so auch seine eigene Mitte zu spüren. Wer genau bin ich, wenn ich alle Pfeiler, an denen ich mich klammere und die mir Stabilität geben, loslasse?

Ich finde das total toll, dass du Jesus nie aufgegeben hast und dass es die Liebe ist, die euch verbindet. Das ist so wertvoll. . Vielleicht ist es notwenig vorübergehend alles andere abzuwerfen, loszulassen, um mal tief Luft zu holen von dem, was du durchlebt hast.
Ich hatte auch mal so eine Zeit. Ich habe auch alles abgeworfen, konnte nichts mehr ertragen und habe mich mit Gott/ Jesus erstmal selbst auf die Suche nach ihm und nach mir selbst gemacht.
Später erst kam wieder die Offenheit anderen Christen und Gemeinden wieder. ( Aber auch nur in Maßen, muss ich gestehen)

Ich wünsche dir, dass du mit Jesu Hilfe zu dir und zu deiner Mitte findest. 😊

Anonymous antworten
Tineli
 Tineli
Beiträge : 1376

Hallo Gizeh,
ein sehr "bewegtes" Leben...
Es gibt einen guten Grund, dass du oft die Extreme lebst. Es wäre interessant, darüber nachzudenken, was es für dich bedeutet, was es dir bringt, wenn du so mit "Haut und Haaren" dich ganz einer Sache verschreibst und der Beste dort sein willst.
Angenommen, es ist Anerkennung. (Wie gesagt, das ist jetzt nur eine Annahme, ein Beispiel). Indem du versuchst, ganz extrem und besser als alle eine Glaubensrichtung zu leben, versuchst du Anerkennung zu finden. Etwas in dir braucht das, weil es sich sonst noch verlorener fühlt. Nimmst du das nun weg (weil du nicht mehr weiter der Anerkennung hinterherrennen willst oder einfach nur, weil du dieses Extrem als falsch erkannt hast) - dann sucht es sich andere Wege. z.B. Anerkennung dafür, dass du nun nicht mehr der Anerkennung hinterherrennst und noch demütiger bist als andere... 😉 Das war jetzt mal frei fantasiert, um dir den Mechanismus zu verdeutlichen. Füll es mit dem, was für dich stimmig ist.
Diese Sehnsucht in dir, oder das, was darin Schutz sucht oder was auch immer es ist, dass dich zu diesen Extremen verleitet, das wird immer einen Weg finden.

Daher möchte ich nochmal auf Ungehorsams Vorschlag eingehen, dir Hilfe mit einer Psychotherapie zu suchen. Wichtig wäre es, dass es ein Psychotherapeut ist, der sich mit Trauma auskennt - das ist leider nicht so leicht... Aber bei einem Beinbruch hilft der Kardiologe ja auch nicht so richtig weiter.

Ich wünsch dir, dass du Jesus nie los lässt, das ist das Wichtigste. Er liebt dich, auch wenn du von einem Extrem ins nächste fällst.

Gruß, Tineli

tineli antworten
1 Antwort
AuroraDahlia
(@auroradahlia)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 23
Veröffentlicht von: @tineli

Daher möchte ich nochmal auf Ungehorsams Vorschlag eingehen, dir Hilfe mit einer Psychotherapie zu suchen. Wichtig wäre es, dass es ein Psychotherapeut ist, der sich mit Trauma auskennt - das ist leider nicht so leicht... Aber bei einem Beinbruch hilft der Kardiologe ja auch nicht so richtig weiter.

Dieser Idee möchte ich beipflichten. Ich denke, dass Dir eine solche Therapie "gut tun" könnte. Ich selber neige auch dazu, bei Interessen schnell ins Extreme zu gehen und hüpfe von ein Hobby ins anderes (ist jetzt nicht das Gleiche wie Deine Geschichte, aber ich beziehe mich explizit nur aufs "Extreme"). Da ist etwas tief in uns, was noch aufgearbeitet werden möchte. Alles Liebe Dir und Mut den Schritt zu wagen!

auroradahlia antworten


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