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ich kann so nicht mehr glauben, wie bisher, dass ist vorbei

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Gizeh
 Gizeh
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch ein wenig was von mir erzählen. Und das ich so nicht mehr glauben kann und will, wie ich es bisher getan habe. Ich werde es wirklich sehr kurz halten und keinen Roman schreiben, weil ich einfach nicht die Nerven dazu habe.

Seit meiner Kindheit glaube ich an Jesus. Als kleines Kind wusste ich innerlich dass es Jesus gibt, da gab es nie Zweifel daran. Habe an Gottesdiensten teil genommen, war in Jugendgruppen, Hauskreisen, Veranstaltungen, Erweckungsveranstaltungen und vieles mehr.

Ich wurde evangelisch getauft und endete als Katholik, aber dazu später mehr.

Ich habe sehr viel schönes, aber auch nicht so schöne Dinge in meinem Leben, mit Gemeinden erlebt. Allen voran in Freikirchen.

Damals war ich in die Pfingstgemeinde gekommen, hab die Geistestaufe erlebt und habe Gottes Gegenwart viele Jahre erlebt. Dann kam die Wort und Glaubens Bewegung, wo ich fanatisch darin war und die schlimmsten Diskussionen hier verursacht habe und Menschen tief verletzt habe. Nur wenn ich ehrlich zu mir gewesen wäre, habe ich auch Dauer diesen Glauben nicht mehr tragen können, da dieser Menschenverachtend war.Aber ich hatte eine Maske auf, ich wollte was sein, was ich nicht bin.

Der Glaube an Gott wurde immer belastender für mich, zweimal wollte man an mir Dämonen autreiben, weil ich mal Monatelang Esoteriker war (ich war nun mal neugierig) und beim anderen Mal, weil ich angeblich sexuelle Probleme hatte. Und beim dritten mal, in einer extremen Gemeinde, die nur Dämonen sah und die Gemeinde mit neuen nicht gerade freundlich um ging, wurde mir zum Vorwurf gemacht, ich würde dämonisches in die Gemeinde bringen, weil ich den Befreiungsdienst nicht an mir hab ausführen lassen. Das war eindeutig zu viel für mich und hab Panik bekommen und bin gegangen.

Dann kam die Wort und Geist Bewegung. Ich war absolut begeistert, hab mit gefiebert, aber die erhoffte Freiheit gab es nicht. Den ich merkte, je tiefer ich in die Christliche Szene kam, um so gebundener wurde ich, nach aussen hin, wird dir ein Christentum verkauft, was Lifestyle bedeutet, aber intern, gab es nur Vorschriften, nur Gesetze und vieles mehr. Ich hielt es einfach nicht mehr aus.

Allerdings muss ich auch ehrlich dazu sagen, dass ich von Kind auf immer ein wenig rebellisch war, ich kämpfte mich durch`s Leben, hab Missbrauch erlebt, wuchs im Heim und Pflegeeltern auf, da mein Vater meine Mutter permanent schlug, viel Alkohol trank und sich selber verletzte und das die Polizei permanent bei uns im Haus war.

Die Pflegeeltern waren kein deut besser, lachen verboten, dufte meine Mutter nicht sehen, wurde mehrfach unter fadenscheinigen Kommentaren in den dunklen Keller gesperrt, wurde geschlagen etc.

Und einmal hat meine Mutter mich aus dem ersten Heim raus geholt und seit dem Tag an, hatte ich imense Schwierigkeiten mit meinem Schwiegervater: Streit, hat mich grün und blau geschlagen. Hat nie mit mir ein Wort geredet, so dass ich nach 1 Jahr als Jugendlicher wieder ins Heim musste. Er hatte meine Mutter permanent unter Druck gesetzt, entweder ich oder er. Einige Jahre später, als ich in der FCJG war (für etwa 2 Jahre), hatte sich meine Mutter umgebracht.

Ich hatte immer schwierigkeiten mit Vaterschaft, sobald jemand Liebe mir entgegen brachte und tiefer wollte, blockte ich ab und baute eine Mauer um mich herum auf. So hab ich nie eine Beziehung halten können. Christliche Ehepaare verzweifelten schier an mir. Man kam nie richtig durch bei mir. Und so ist es heute noch.

Irgend wann bekam ich schlimmer Depressionen, Burnout, was ich aber bis heute sehr gut in den Griff bekommen habe. Ich bin heute immer noch ein sehr gefühlsbetonter Mensch, womit einige Probleme haben. Ich bin einfach ich selber. In der Hillsong Gemeinde, konnte man damit nicht gerade gut umgehen, weil ich mich erstens von der Gemeinde distanziert hatte, aber als ich Hilfe wollte, hatte man sich von mir distanziert. So war das Thema Gemeinde für mich erledigt. Vorerst ....

Dann zwei Jahre später nach Hillsong, bin ich in die Katholische Gemeinde gekommen und Mitglied geworden. Ich war absolut begeistert, wurde immer extremer und wollte der beste Katholik sein, den man sein konnte, kaufte und besorgte Katholische Bücher, Kruzifixe, Medaillen und vieles mehr. Machte beim alten Ritus mit und vieles mehr. Und bin auch in unserer Gemeinde Messner, Ehrenamtlich. Obwohl sich in meinem Herzen immer mein evangelisches Herz meldete und mir sagte, dass das falsch sei.

Aber leider erlebe ich dort auch, dass man mich nicht ernst nimmt, mich manchmal bewusst oder unbewusst behandelt, als wäre ich der letzte Dreck, es wurde hinter meinem Rücken geredet. Und ich hab immer alles herunter geschluckt, auch meinen Frust. Immer musste ich mich rechtfertigen.

Bis mich eines Tages, also dieses Jahr im April/Mai ich angesprochen wurde, warum ich drei Monate kein Dienst mehr mache und man hinter meinen Rücken redete und Dinge behauptet wurden, die alle nicht richtig waren. Ich war drei Monate Krank.

Und dann ist mir entgültig der Kragen geplatzt. Und hab bei der Person meinen ganzen Frust heraus geschrien und ihm die Leviten gelesen. Den ich konnte nicht mehr und diese Person hörte mir einfach zu und das tat mir gut.

Am Tag darauf hatten wir einen Gottesdienst im alten Ritus und da war ich innerlich nicht mehr dabei. Und nach dem Gespräch mit dem Priester (Beichte), hatte ich die Nase voll.

Einige Tage später hatte ich ein Gespräch mit besagtem Priester, dass ich all das nicht mehr kann und ich auch nicht mehr katholisch sein kann, all den katholischen Kram nicht mehr glauben kann und es hat sich auch ein imenser Hass auf die Kirche entwickelt, den ihr euch nicht vorstellen könnt. Aber nicht nur Kirche, sonderna auch Gemeinde. Alles ist aufgebrochen, alles musste raus.

Der einzige Vorwurf war nur, ich werde nicht von meinem Verstand geleitet, sondern von Gefühlen. Und eine andere Person sagte mir eiskalt ins Gesicht, als ich mehrere Gespräche mit ihr hatte, ich hätte jetzt was ganz böses in mir drin. Ich wäre Maria ungehorsam, weil ich nicht den Rosenkranz betete, den ich abgrundtief hasste, weil es tot und religiös war. Und sie versteht es bis heute nicht.

Nun wie es ist jetzt ?

Ich will keine Gemeinde mehr, keine Kirche mehr, ich habe allen religiösen Mist aus meiner Wohnung geworfen, ab in den Müll und es ist, als ob eine ganz große Last von meinen Schultern gefallen ist.

Nur einige Bücher und Bibeln habe ich noch behalten.

Heute kann ich mit in meinen Augen belastenden Glauben des Evangelikalismus und Katholischen Glauben nichts mehr anfangen. Ich habe mich davon los gesagt, von Jesus allerdings nicht!

Er ist immer noch mein Herr, mein Freund und Bruder!

Ich wollte jemand sein, der ich nicht bin, ich habe eine religiös-christliche Maske getragen und zwar Jahrelang! Und die habe ich jetzt abgerissen.

Im moment fühle ich mich freier, viel freier, aber auch trauriger. Aber ich bin wieder ich selber und muss damit fertig werden.

Wie es in Zukunft weiter geht, weiß ich nicht. Jesus bleibt, aber alles andere ? ich weiß nicht.

Absolutheitsanspruch des Glaubens ? nein, dass kann ich nicht mehr. Der Hass und der Zorn in mir drin, ist unbeschreiblich und dass ich mit meinem religiösen Wahn Menschen verletzt habe, tut mir unendlich Leid und kann nur um Vergebung bitten.

Das ist meine kleine, extrem verkürzte Geschichte, vielleicht etwas durcheinander, aber ich denke, hoffe, dass es lesbar ist und man versteht, was ich aussagen und sagen will/ wollte.

Gottes Segen euch.

Antwort
23 Antworten
Jan.S
 Jan.S
Beiträge : 163

Lieber Gizeh,

danke für dein ausführliches Zeugnis.

Du hattest bereits selbst einige der Gruppen durchgemacht, vor denen man wiedergeborene Christen nur warnen kann.

Du hast ihnen allen den Rücken gekehrt 😊. Nur Jesus konntest nicht verleugen, denn er hat dich treu bewahrt.

Ich kann dich verstehen, wenn du von Gemeinde die Nase voll hast und erst mal Ruhe brauchst. Aber Gott hat auf die Gemeinschaft mit wiedergeborenen Christen einen besonderen Segen gelegt. In diesem Sinne wünsche ich dir eine liebevolle Gemeinde, wo Jesus im Mittelpunkt steht, wenn du soweit wieder bist.

Auch wenn es vielleicht nicht die perfekte Gemeinde gibt, meiner Meinung sind evangelische oder babtistische oder Brüdergemeinden am besten geeignet, je nach dem wieviel Nachfolge/Heiligung/Worttreue du willst.

Noch ein Zitat für dich aus der Bibel:
"ER hat keine Freude an der Stärke des Rosses noch an der Kraft des Mannes; der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten und auf seine Gnade hoffen."

Ich wünsche dir Gottes Segen auf deinem Weg.

jan-s antworten
1 Antwort
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @jan-s

Auch wenn es vielleicht nicht die perfekte Gemeinde gibt, meiner Meinung sind evangelische oder babtistische oder Brüdergemeinden am besten geeignet......,

da wo man sich wohlfühlen tut ist für einen geeignet,
und wo der prediger auch lebt was er predigt,
und nicht nur ein theologie studium in der tasche hat und glauben alles wäre mit theorie zu fassen,
ne man muss es 100% leben und lehren,
und wer tut das schon?
darum besuche ich auch keine gemeinde,
meine gemeinde kommt zu mir, und da ist 100% jesus drin,
ev zu sein ist aber ein guter anfang,
was bringen jesus solche tage wie Fronleichnam, maria himmelfahrt ......... habe ich nie verstanden
und wer diese ins leben gerufen hat ist ja bekannt ^^

dann lieber tage wie
der jesus tag,, oder heute ehren wir jesus, oder heute sind wir fast alle so gut wie jesus, oder gewaltfreier tag........... solche tage wären cool.
aber was wirklich traurig ist das es nie einen gewaltfreien tag geben wird,
es würde nicht mal eine stunde gewaltfrei auf erden zugehen,
und das ist ein sehr grosses übel dieser welt,
und dann kommt man mit tagen wie fronleichnam daher,
und dann ist nicht mal in ganz deutschland frei, warum nur ?
und christi himmelfahrt reicht auch nicht als noch ein maria himmelfahrt,
was jesus dazu sagen würde kann ich nur erahnen
wer beladen ist kommt zu ihn,
maria schenkt man eine bedeutung die so nie gewollt wäre von jesus.

reineswasser antworten


Neubaugöre
Beiträge : 11890

Ich bin mit Simonsson und ergänze, dass ich es toll finde, dass du zum Usprung - zu Jesus - zurückgefunden hast. Da hat er sicher seinen Anteil daran, deshalb gilt ihm auch mein Dank dafür.

Ich wünsche dir alle Freiheit, die in Christus erreichbar ist!

neubaugoere antworten
ReinesWasser
Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @gizeh

Ich will keine Gemeinde mehr, keine Kirche mehr, ich habe allen religiösen Mist aus meiner Wohnung geworfen, ab in den Müll und es ist, als ob eine ganz große Last von meinen Schultern gefallen ist.

habe gehört das kürzlich ca 500.000 aus der kirche ausgetreten sind, denke das liegt daran das zu viel versprochen wird und nicht gehalten, spielen zu viele jesus und haben oft leider null plan https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Immer-mehr-Menschen-treten-aus-der-Kirche-aus,kirchenaustritte130.html

reineswasser antworten


myhopeinHim
Beiträge : 80

Danke für deine Offenheit und deinen Beitrag.
Ich möchte dich ermutigen, dich weiterhin an Jesus zu hängen. In ihm ist die Vergebung und die Kraft anderen zu vergeben, in ihm können wir den Vater sehen (leider oft nicht in der Gemeinde), in ihm sind wir geborgen und geschützt und er verbürgt sich dafür, dass niemand dich aus seiner Hand reißen kann.
Wir bleiben unser Leben lang abhängig und angewiesen auf seine Gnade, das bedeutet, dass wir unverdienterweise wertvoll, geachtet, geschätzt, gewollt und geliebt sind und all dies nie verlieren können.
Egal wie toll die Gemeinde, Gruppe, Religion, Gemeinschaft, Freunde sind - es bleibt eine Gruppe von begnadigten Sündern oder sogar Menschen, die Gnade gar nicht kennen. Ich kann nachvollziehen, dass du da erst mal Abstand nimmst. Es ist Jesus, sein Wort und sein Geist, die dich in alle Wahrheit führen und dir helfen können. Und wenn du einen Theapeuten suchst um dein Trauma zu verarbeiten, dann achte darauf, dass er dich nicht von dieser Wahrheit wegführt.
Damit meine ich nicht, dass er unbedingt Christ sein muss, aber es ist wenig hilfreich wenn er/sie dich von Christus abbringen will.
Möge Er das angefangene Werk in dir vollenden.

myhopeinhim antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Lieber Gizeh,

das schöne ist, dass man mit Jesus immer neu anfangen kann, und dass er all das übernimmt, was wir nicht richten können.

Du wurdest verletzt und hast verletzt, so etwas ist leider fast normal. Du brauchst nun Heilung. Die kann dir nur Jesus geben. Das kann in vielfältiger Form passieren, vielleicht ist eine Traumatherapie hier der richtige Ansatz.

Wirf nicht dein ganzes religiöses Leben weg. Du bist aus den falschen Gründen den Weg mit Jesus gegangen und an die falschen Menschen geraten. Das heißt aber nicht, dass Jesus es nicht gut mit dir meint. Du schreibst, dass du als Kind immer wusstest, dass Jesus da war. Wie wäre es dir damals, bei allem was du erleben musstest gegangen, wenn du diesen Glauben nicht gehabt hättest.

Es ist schmerzlich, dass so vieles was du erlebt und getan hast ungut war und dass du dein System, das du mit so viel Mühe aufgebaut hast nun nicht mehr halten kannst. Kehr auf keinen Fall die ganze Energie mit der du versucht hast für ihn tätig zu sein in Selbsthass um. Es ist fast normal, dass wenn man schlimme Dinge in seiner Kindheit erlebt hat, man auf die eine oder andere Weise verkehrt handelt. Der eine ist depressiv, der andere wird suchtkrank, der nächste ein Schläger usw. Du wolltest dich für den Herrn einsetzen und hast andere verletzt.

Aber der Gott, der dich seit deiner Kindheit begleitet hat, der geht auch weiter mit dir und wird dir den Weg weisen, wie du deinem Leben eine neue Richtung geben kannst, wie du heil werden kannst.

Denke immer daran, Jesus liebt dich. In seinen Augen bist du auch nicht weniger wert wie vorher. Er hat deine Defizite alle schon gekannt. Nur du bist nun aufgewacht und sieht sie nun. Du siehst nun, aus welcher Motivation du gehandelt hast und hast Zugang zu dem Hass und dem Zorn, der in dir brodelt.

Er wird auch alles in Ordnung bringen bei den Menschen, die du verletzt hast. Er ist derjenige, der alles gut machen kann. Bei dir, bei Ihnen bei allen. Lass ihn ran. Du kannst nun nicht wieder gut machen, was du getan hast, indem du dich selbst hasst. Nur die Liebe heilt. Lass einfach los, übergib ihm den Zorn, den Hass, die Fehler und lass dir helfen.

Alles Liebe und Gute

Ralf

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

du hast schlicht und einfach den wahren Jesus nicht begegnet.

Du hast in allem eine Religion daraus gemacht.

Schmeiß doch den ganzen Kram in den Müll und nimm nur deine Bibel zur Hand. Kram wie Esoterik, Volkskirchen, Religiösen Müll....Weg damit. In die Tonne.

Lebe endlich einfach mal. Ich tue es auch. Bin am Anfang noch....aber lebe doch endlich mal.

Mach Fehler und steh dazu. Fall auf die Schnauze...na und...steh auf.

Alles Liebe und Gute.....Gott ist gut und er liebt Dich.

M.

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1 Antwort
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @meriadoc

du hast schlicht und einfach den wahren Jesus nicht begegnet.

es heisst du bist .............. 😈

Veröffentlicht von: @meriadoc

Gott ist gut und er liebt Dich.

jesus ist gut ^^ und jesus beugt sich dem willen des vaters, wäre das nicht so wäre es wohl noch viel besser auf erden ^^

reineswasser antworten
Seite 2 / 3
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