Ich nehme meine Zuflucht ... trinitarisch.
Beten ist das Atemholen unserer Seele und der Brunnen, aus dem wir schöpfen ...Es ist zugleich ein ganz "Innerer Raum", den wir betreten und in dem wir vor, mit und zu Gott hin gegenwärtig sind.
Die Bandbreite unserer Gebetspraxis ist groß - und reicht vom freien bis zum liturgischen Beten, vom Beten mit Worten bis zum Schweigen, vom DU-Bezug bis zur Kontemplation und Meditation.
An anderen Stellen habe ich bereits geschrieben, dass mir auch die Beschäftigung mit anderen Religionen als Christ immer wieder eine Inspiration (geworden) ist. So nehmen Buddhisten ihren Bezug zu Trias "Buddha, Dharma, Sangha" ... und ziehen daraus eine lebensnahe, praxis-bezogene Ausrichtung für ihren Alltag
Hier teile ich mit Euch ein meditatives Gebet, dass ich als Christ selbst seit Jahren (oft als Morgengebet) in mir trage und praktiziere ... vielleicht "resonanzt" es ja hier auch:
....
Ich nehme meine Zuflucht
zur Liebe
und zur Wirk-lichkeit Gottes
des ABBA-Adonai
zu Jesus,
meinem Heiland
Herrn & Erlöser
zur Kraft und Weite
des Heilgen Geistes
In meiner Zuflucht
erkenne ich
löse ich mich
gelobe ich
Leid zu mindern
Liebe zu mehren
Licht zu sein
...
L'Chaim
Ich denke, dieser Thread würde auch ohne den zitierten Absatz
An anderen Stellen habe ich bereits geschrieben, dass mir auch die Beschäftigung mit anderen Religionen als Christ immer wieder eine Inspiration (geworden) ist. So nehmen Buddhisten ihren Bezug zu Trias "Buddha, Dharma, Sangha" ... und ziehen daraus eine lebensnahe, praxis-bezogene Ausrichtung für ihren Alltag
in ein (evtl. anders verlaufendes) Gespräch führen.
Das ist doch schade, dass ein durch und durch christliches Gebet hinterfragt wird, weil das Stichwort "Buddhismus" sofort Alarmlämpchen aufleuchten lässt, obwohl mein Gebet ja gerade nicht das Fremde, sondern das Eigene und Unterscheidende ausdrückt 😉
Woher kommen diese Reaktionen und unnötigen Berührungsängste? Gerade in der Beschäftigung mit dem, was nicht unser Glaube ist, kann das Eigene doch angeregt, vertieft und belebt werden, oder?
L'Chaim
Das ist doch schade, dass ein durch und durch christliches Gebet hinterfragt wird, weil das Stichwort "Buddhismus" sofort Alarmlämpchen aufleuchten lässt, obwohl mein Gebet ja gerade nicht das Fremde, sondern das Eigene und Unterscheidende ausdrückt
Tut mir leid, als ein christliches Gebet kann ich das nicht erkennen. Mir fehlt da der persönliche Bezug, die Anrede ...
@adjutante Er nimmt Zuflucht zu Jesus seinem Heiland...ich verstehe das Fehlen des persönlichen Bezug. Aber ich finde auch dass man es als christliches Gebet wertet
Dann füge doch ein "Ich nehme meine Zuflucht ZU DIR ..." ein, wenn das für Dich stimmiger ist.
Ansonsten ist mein Gebetsverständnis nicht nur auf das ausdrückliche "Du-Sagen" beschränkt, sondern Gebet kann für mich auch heißen in der Stille vor Gott und in seiner Gegenwart zu sein, auch ohne Worte ... oder im Sinne von "Lobe den Herrn, meine Seele" als Selbstbesinnung vor Gott.
L'Chaim
Von der Formulierung her ist dein Text ein Glaubensbekenntnis.
Es wird erst ein Gebet, wenn du es persönlich formulierst, sei es gesprochen oder gedacht.
Beispiel, wie ich es meine:
Ich nehme meine Zuflucht
zur Liebe
und zur Wirk-lichkeit Gottes
des ABBA-Adonai
Du bist meine Zuflucht
ich berge mich in deiner Liebe
deine göttliche Realität
mein ABBA-HERR.
Veröffentlicht von: @deborah71Es wird erst ein Gebet, wenn du es persönlich formulierst,
Wenn ich schreibe "Ich nehme meine Zuflucht zu ..." ist es doch persönlich formuliert, persönlicher geht es nicht 😉
Und wenn Du als Gebet (formal) nur eine "Du-Formulierung" gelten lässt, dann habe ich dazu ja bereits was geschrieben und kopiere es hier nochmal:
Nämlich, dass mein Gebetsverständnis nicht nur auf das ausdrückliche "Du-Sagen" beschränkt ist, sondern Gebet kann für mich auch heißen in der Stille vor Gott und in seiner Gegenwart zu sein, auch ohne Worte ... oder im Sinne von "Lobe den Herrn, meine Seele" als Selbstbesinnung vor Gott."
ER sieht und versteht und hört es - I'm sure!
L' Chaim
Wenn ich schreibe "Ich nehme meine Zuflucht zu ..." ist es doch persönlich formuliert, persönlicher geht es nicht 😉
Du bleibst da bei dir..ein Bekenntnis, aber kein Gespräch. Die Person um die es geht, wird nicht angesprochen. Es findet keine persönliche Kontaktaufnahme statt.
Gebet ist Reden mit Gott und Antwort erhalten.
Wird es so deutlicher?
Ich widerspreche Dir.
Du musst mir nichts "deutlicher" machen und mich nicht belehren über das, was "richtiges" Beten ist.
Mittlerweile nervt es auch gewaltig, hier ständig auf die selbsternannte "Glaubens-Polizei" zu stoßen, die Knöllchen wegen falscher Glaubensansichten verteilt 😉 ... Akzeptiere doch einfach mal, dass andere Christen auch anders denken, empfinden und erfahrungsmäßig unterwegs sind.
L'Chaim
@awhler Ich glaube Deborah geht es um das "in Kontakt treten". Das Vater unser ist auch abgelesen wie die Psalme, aber die treten in Kontakt. Die Mystik tickt aber anders und ich gebe dir recht, dass dass Christentum bunt ist
@seramis1
Es geht mir garnicht um "Mystik", das wird für Einige hier auch wieder so ein Reizwort sein, das sie wohl auch wieder (davor warnend) korrigieren müssen ...
Und dass das "Du-Gebet" AUCH meins ist, davon dürfen mal alle getrost ausgehen.Schon im Eingangsposting habe ich es zur "Bandbreite" hinzugezählt, es ist sogar der Hauptstrom oder Grundfrequenz ... dem habe ich ja an keiner Stelle irgend etwas widersprechendes entgegen-gesetzt. 😉
Ich kann auch verstehen, wenn Jemand mit meinem Text nix anfangen kann, es ihm/ihr fremd ist. Völlig ok ....
Aber einige Rückmeldungen hier gehen über das persönliche Empfinden hinaus und fühlen sich berufen, vermeintliche, rechtgläubige Korrekturen und Zurechtweisungen anbringen zu müssen. Das ist nicht ok.
L'Chaim
@seramis1
Ich glaube Deborah geht es um das "in Kontakt treten".
Ja, genau.
Das habe ich verstanden 😉 ....
Aber ich bin gewiss, dass ich den Kontakt zu Gott nicht erst herstellen oder in einem bestimmten Modus ("Sag bitte Du, sonst höre und sehe ich Dich nicht!", sagt Gott???) kanalisieren muss - sondern dass Gott mich (Psalm 139, 1-5) umfängt, längst mit mir in Kontakt ist und mir in meiner Selbstbesinnung (die er als Gebet versteht) dialogisch nahe ist.
L'Chaim
@deborah71 Wobei awhler als Pfarrer iR sicher weiß wie er in Kontakt tritt und ja auch betont dass eine (!) Form des Betens für ihn ist. Vielleicht bleibt es auch nur Bekenntnis. Am Ende ist das auch nur ein Etikett? Wenn er Gott dadurch in sich spürt, es Kontakt schafft, dann ist doch alles gut?
@seramis1
Er hat nach Resonanz gefragt und mit der Form Irritationen ausgelöst. Darüber müsste man in einem Diskussionsforum reden können, wie was bei einem ankommt oder nicht wie gewünscht ankommt. Was für den einen gilt, sollte auch für den anderen gelten.
Wenn er das für sich mit dem Label Gebet belegt, dann muss das nicht für alle anderen mit gelten.
@deborah71 Natürlich, du hast vollkommen Recht. Ich wollte wohl nur vermitteln. Es tut mir leid wenn das falsch ankam. Schalom!
Ich möchte vor allen Dingen, dass hier grundsätzlich Raum ist für die Bandbreite, in der christlicher Glaube erfahren, gelebt und praktiziert wird ! 🙂
L'Chaim
Dasselbe kann ich für mich in Anspruch nehmen, ohne irgendwie betitelt zu werden. Meine Bandbreite hat mit deiner Schnittmengen, aber durch meinen Dienstbereich 'prophetische Fürbitte für Länder' sind sicher spezifische andere Elemente dabei.
Das kann beim Kennenlernen holpern.... muss aber nicht so bleiben. 🙂
Ein sehr schönes Gebet
Ich bete seit vielen Jahren morgens zum Tagesbeginn das Vaterunser, das Gelobt-seist-du Christus (ein Gebet aus der Ostkirche) und das AveMaria.Den heiligen Geist spreche ich nicht gesondert an, denn ich spüre, dass er ausgegossen wird, wenn ich zu Vater und Sohn bete. Das AveMaria bewirkt bei mir eine Offenheit für den gesamten Leib Christi, so dass ich den heiligen Geist weitergebe zu den anderen Menschen. Ich denke, das ist so ähnlich wie dein Gebet: der Vater als Urgrund allen Seins, Jesus Christus als Weg, Wahrheit und Leben und Maria als Bewahrerin der Gemeinschaft aller Gläubigen im Leib Christi.
Guten Morgen.
Ich nehme meine Zuflucht ... trinitarisch
Für mich liest sich dein Morgengebet wie ein Gelöbnis. Durch das Wort Zuflucht aber auch gleichzeitig der Wunsch nach Schutz. Eine Rüst-Zeit für den Tag
Warum "...trinitarisch"?
In meinem Glauben bzw. auf meinem Glaubensweg sind mir die "drei Gesichter" des EINEN Gottes zunehmend wichtig geworden.
Mein Glaube war ursprünglich sehr definiert als Jesus-Beziehung (ist es immer noch).
Erst dann kam die Frage nach Gott, wie er sich in Christus inkarniert hat, und der Bezug zu Gott als dem "Grund des Seins" (Tillich).
Und schließlich habe ich für mich entdeckt, dass der Geist Gottes für uns und die Welt die energetische Bezugsgröße, Gottes/Christ Wirken in uns und in der Welt ist.
Der buddhistische Begriff der "Zuflucht" bzw. "des Zuflucht-Nehmens" kam und kommt mir sehr als Anregung entgegen, mich als Christ zu verorten, zu beten, zu besinnen und auszurichten auf eben den Drei-Einen-Gott unseres Glaubens.
Nicht magisch, nicht buddhistisch - sondern mit dem Herzen vor und zu ihm.
L'Chaim
Dass es ein buddhistischer Begriff ist, habe ich ja nicht gesagt, die Formulierung begegnet einem nur ebenfalls in buddhistischen Texten. Mir hat er - christlich verstanden - gefallen. Und ich wollte doch nur - wg der Anstößigkeit bei Einigen - darauf verweisen, dass er eben tatsächlich auch biblisch ist.
Ansonsten bin ich jetzt hier aus dem Thread raus, wie eben an anderer Stelle auch geschrieben.
L'Chaim
Mein Glaube war ursprünglich sehr definiert als Jesus-Beziehung (ist es immer noch).
Erst dann kam die Frage nach Gott, wie er sich in Christus inkarniert hat, und der Bezug zu Gott als dem "Grund des Seins" (Tillich).
Die persönliche Begegnung in der Liebeskammer und das Einswerden mit dem Grund alles Seins. Traditionelle christl Mystik.
Ich frag' mich halt: der Geist ist doch eh' schon bei Beidem dabei.
Ich meine, wenn wir ihm zugestehen, zu wehen, wo er will (Jesus zu Nikodemus) ... dann kann es auch passieren, dass er sich da niederlässt, wo wir ihn nicht vermuten.
Und schließlich habe ich für mich entdeckt, dass der Geist Gottes für uns und die Welt die energetische Bezugsgröße, Gottes/Christ Wirken in uns und in der Welt ist.
Du hältst Ihn als Stellvertreter Jesu nur für eine dynamis-Kraft? Das würde deine ablehnende Reaktion auf das video erklären.
Jesus nennt ihn Berater, Tröster, Stellvertreter., Beistand, Helfer. So werden Persönlichkeiten bezeichnet. Paulus ergänzt mit: ER kann betrübt werden, ER kann gedämpft werden, ER kann zum Schweigen gebracht werden, ER kann gelästert werden.
Joh 16, 5-15 ist sehr aufschlußreich über den Dienst des Heiligen Geistes. Ebenso Gal 5,22.23 und dann noch die Geistesgaben in Korinther.
Der buddhistische Begriff der "Zuflucht" bzw. "des Zuflucht-Nehmens" kam und kommt mir sehr als Anregung entgegen,..
Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr leitet? Röm 2,4b
Du lobst die buddhistische Trias-Inspiration als Impuls zur Rückkehr und gibst ihr die Ehre. Ich halte dafür, dass der Heilige Geist hinter diesem Impuls steckt und dich zur Umkehr von weltlich-religösen Einflüssen ruft.
Joh 16, 7 Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand[4] nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden.
8 Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht.
Das würde deine ablehnende Reaktion auf das video erklären.
Völliger Quatsch, wenn ich meine Meinung mal dazwischenwerfen darf. Das Video ist kein persönliches Zeugnis, sondern KI-zusammengebastelt.
Alleine das reicht schon, um nicht auf jeden ansprechend zu wirken.
lg tatokala
Ich könnte den Inhalt des videos ohne weiteres als persönliches Zeugnis wiederholen. Und ich könnte noch einige Erfahrungen hinzufügen, die deine Vorstellungen wohl sprengen würden.
Wenn der Heilige Geist als Stellvertreter Jesu auf die Erde gesandt ist, woher kommt dann diese Angst vor Ihm? Jesus nennt ihn "Die Verheißung des Vaters". Sendet der Vater etwas Unbotmäßiges? Wie kann jemand Unbotmäßger als Stellvertreter Jesu gesandt werden, der die Autorität und Kraft im Namen Jesu vermittelt? Hat Gott da evtl einen Fehler gemacht?
als persönliches Zeugnis wiederholen
Ja, selbstverständlich werden da auch reale Erfahrungen verwurstet.
diese Angst vor Ihm?
Welche Angst und wo ist das hier relevant? Ich weiß nicht, worauf du da hinauswillst.
Aber vielleicht ist das Ganze auch nicht mein Thema.
lg Tatokala
Boah ... Ich bin jetzt erstmal hier raus! --- Es geht wohl längst nicht mehr um einen hilfreichen Austausch.
Auch in Deiner Antwort steckt wieder Belehrung, die ich scheinbar "nötig" habe ... und jetzt komm mir nicht mit einem freundlichen "Ich biete Dir das ja nur wohlwollend an!"
Und dieses "Du lobst die buddhistische Trias-Inspiration" und "gibst ihr die Ehre" --- das ist nun nach ALLEM, was ich hier mittlerweile im Detail, geduldig und ausführlich erklärt habe (!!!) , völlig daneben.
Ich bin schlichtweg erschrocken und völlig unlustig geworden, mich in dieser Sache noch weiter in den Ring zu werfen.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @deborah71Magisches Denken kann sich auch im christlichen Glauben breit machen: Wenn ich nur genug bete, dann muss Gott mich erhören. Wenn ich ein Bibelwort nehme und es spreche und spreche, dann muss Gott es erfüllen. Wenn wir so viele Beter wie möglich sind, muss Gott uns doch erhören. Wenn ich den Zehnten gebe, muss Gott mich segnen.
Das sind alles Haltungen der alten Natur: mein Wille geschehe durch meine Praktiken.
Da sagst du etwas Wichtiges. Das finde ich gut! Ja, das magische Denken findet überall statt. Gerade im New Age heute. Eher Kern aller Menschen, seitdem von der verbotenen Frucht genascht wurde. Aber es ist wie gesagt nicht Kern des buddhismus. Da geht es um Nicht-Anhaftung. So stark dass man das ich als Illusion wahrnimmt. Und da habe ich Probleme mit und gehe mit meinem Glauben an Jesus nicht mit!
@seramis1
So stark dass man das ich als Illusion wahrnimmt. Und da habe ich Probleme mit und gehe mit meinem Glauben an Jesus nicht mit!
Jesu Beispiel, wie selbstbewusst er seine Identität und Auftrag in IchBin-Worte kleidet, ist richtungsweisend für uns: wissen, wer man als neue Schöpfung in Christus ist und aus diesem Bewusstsein heraus leben.
Und genau diese Identität wird in Mt 4 und Lk 4 angegriffen: Wenn duuu der (----------) Sohn Gottes bist..... und das erste, was der Feind unter den Tisch dabei fallen lässt, ist das Wort geliebt, das Gott Vater bei Jesu Taufe klar geäußert hat.
Mt 3,17 Und siehe, eine Stimme ⟨kommt⟩ aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
@deborah71 das ist ein sehr schöner Hinweis in dem Zusammenhang. Danke dafür!
Ich mag das „gelobe“ nicht. Das setzt den Fokus auf mich, auf das was ich tue.
Dafür mag ich das „Zuflucht zur Liebe suchen“… das erinnert mich daran, dass nichts anderes Schutz gibt: die Liebe.
Auch dass auf Jesus der Fokus als mein Heiland und Erlöser liegt , mag ich.
Ich denke nicht, dass ich es beten werde (ich falle immer in das Vater unser sobald mein Kopf das Kissen berührt), aber zum darüber nachdenken ist es schön.