Ist Pole Dance/Fitness als Sportart eine Sünde?
Hallo zusammen,
ist Pole Dance/Pole Fitness als Sportart eine Sünde, da es auf manche Menschen "anrüchig" wirken könnte?
Ich habe letzten Monat einen Kurs gemacht, einfach nur, weil ich neugierig war & mal eine etwas andere Tanzform ausprobieren wollte. Hat auch Spaß gemacht 🙂
Mittlerweile habe ich ein schlechtes Gewissen - darf man als Christin überhaupt eine solche Sportart ausüben?
Stets, wenn ich Gott frage, ob etwas Sünde sei, verweigert er jegliche Antwort, so dass ich also auch in diesem Fall keinen Wissensvorsprung habe, so wie andere hier.
Wenn entsprechende Fagen kommen, fehlen mir also keine belastbare Antworten darauf. Ich nehme sie jedoch zum Anlaß, mir zu überlegen: Hätte es denn in der guten alten Zeit - sagen wir mal: vor zweihundert Jahren... - als sündig gegolten? Wie hätten denn damals, als das Wort Gottes noch was galt und die Leute aufgrund ihres regelmäßigen Kirchgangs noch informierter waren hinsichtlich Gottes Meinungen zu X, Y und Z, fromme Christen mehrheitlich auf so eine Frage geantwortet?
Wenn man davon ausgeht, damals habe eine bestimmte Meinung zu so einer Frage vorherrscht - wie geht man dann damit um, wenn man heute Meinungen hört, die sich vermutlich stark von den damaligen unterscheiden?
Der Konsens der bisher hier gelieferten Antworten scheint mir sich so zusammenfassen zu lassen: "Heute nicht mehr."
Der Konsens der bisher hier gelieferten Antworten scheint mir sich so zusammenfassen zu lassen: "Heute nicht mehr."
Und warum auch nicht...?
Denn bei einer "sündigen Darstellung" geht es ja um eine ganz bestimmte Wirkung, die dabei erzielt wird, also etwa eine bestimmte Art der Erregung bei den Zuschauern.
"Sündhaft" ist demnach nicht die Handlung an sich, sondern die Tatsache, dass Erregung verursacht wird. Und das ist natürlich immer auch dem Zeitgeist geschuldet. Dinge wie Nacktheit oder sportliche Betätigung in der Öffentlichkeit werden heute ganz anders aufgefasst als zu manchen früheren Zeiten. Was früher die Gemüter erhitzt hat lockt heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.
Folglich ist es nur logisch, dass es auch einen Wandel dessen gibt, was als "sündhaft" zu gelten hat. Wenn wir in einigen Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels alle nackt herumlaufen, dann wird das etwas ganz gewöhnliches sein und keineswegs anrüchig.
Wenn hingegen Regenschirme aufgrund ihrer Form irgendwann einmal als zutiefst erotisch gelten sollten, dann wäre das Mitführen eines solchen ein öffentliches Ärgernis und daher "sündhaft".
Es liegt halt alles im Auge des Betrachters...
@lucan-7 Es liegt halt alles im Auge des Betrachters...
Ich verstehe. Sünde ist reine Anschauungssache. 🙂
Ich verstehe. Sünde ist reine Anschauungssache.
Das sowieso.
Ich wollte damit ja nur sagen, dass eine Handlung nicht per se "Sünde" ist, es kommt immer auch auf die Umstände an. Und die können sich ändern.
So kann man auch argumentieren, dass Paulus zwar Homosexualität verdammt hat... aber das geschah ganz klar im Kontext von Orgien und Ausschweifungen. Eine liebevolle Beziehung mag da ganz anders betrachtet werden... auch wenn es mir schwer fällt, Paulus als derartig aufgeschlossen zu sehen.
Aber im Sinne der Nächstenliebe mag man das so sehen...
@lucan-7 Ich wollte damit ja nur sagen, dass eine Handlung nicht per se "Sünde" ist, es kommt immer auch auf die Umstände an.
Ich dachte*, es komme da auf die Perspektive Gottes an. Die ist also von den Umständen, gewissermaßen dem Zeitgeist abhängig?
*Unter der Annahme, dass Sünde definiert sei als Getrenntsein von Gott und sündiges Verhalten entsprechend von Gott trenne.
Ich dachte*, es komme da auf die Perspektive Gottes an. Die ist also von den Umständen, gewissermaßen dem Zeitgeist abhängig?
Ich denke, es gibt da zwei Möglichkeiten: Entweder eine bestimmte Handlung ist "Sünde" - egal was die Leute sich dabei denken. Führt man die Handlung aus, dann mag Gott das gar nicht.
Oder aber die Absicht/Wirkung ist die eigentliche "Sünde", nicht die Handlung an sich. Dann könnte eine Handlung je nach Zusammenhang einmal Sünde sein, ein andermal nicht.
Sinn ergibt für mich nur die zweite Auslegung... wobei mir die erste Auslegung allerdings theologisch die Beliebtere zu sein scheint.
@lucan-7 Sinn ergibt für mich nur die zweite Auslegung... wobei mir die erste Auslegung allerdings theologisch die Beliebtere zu sein scheint.
Die erste Auslegung ist vor allem konkreter. In den Kopf/die Motivation anderer kann man nicht hineinschauen. Da das Reden der Leute über Sünden ein Reden von Menschen untereinander ist, geht es ja stets darum, was Menschen für Sünde halten und was nicht. Eines etwaigen Gottes Ansicht zur Sache wird stets nur als von Menschen gemachte Behauptungen eine Rolle spielen können.
Wenn nun jeder Einzelfall (jede einzelne sündhafte Tat) stets
je nach Zusammenhang
betrachtet werden soll, ergibt das ein Problem hinsichtlich der praktischen Moral, die, bzw. deren Etablierung wiederum der eigentliche Zweck religiöser Gemeinschaften ist. Regeln müssen erkennbar sein, Einzelfallprüfungen müssen aus Effizienzgründen die Ausnahme bilden. Das Sich-an-Regeln-Halten muss überprüfbar sein, braucht klare Kriterien.
All diese "Darf ein Christ XYZ?"-Fragen, die hier (und anderswo) ständig aufploppen, sind ein Hinweis genau darauf: Dass die Leute sich klare Vorschriften wünschen - natürlich nicht nur für sich selbst, sondern für die anderen gleich mit. 🙂 Antworten nach dem Muster: "Kommt drauf an, wie man die Sache sieht..." sind dann praktisch Nicht-Antworten.
Ich würde entsprechend vermuten, dass die erste Auslegung nicht unbedingt die theologisch Beliebtere zu sein scheint, wohl aber diejenige, die den praktischen Zwecken solchen Nachfragens eher entgegenkommt.
All diese "Darf ein Christ XYZ?"-Fragen, die hier (und anderswo) ständig aufploppen, sind ein Hinweis genau darauf: Dass die Leute sich klare Vorschriften wünschen - natürlich nicht nur für sich selbst, sondern für die anderen gleich mit.
In den meisten Fällen erlebe ich es eher als ein: "Bitte bestätigt mir, dass ich das darf, damit ich kein schlechtes Gewissen haben muss!"
Denn in der Regel gibt es ja bereits ein Wunschergebnis. Und da möchte man dann auch nichts Gegenteiliges hören - egal wie eindeutig das auch ist.
@lucan-7 Diese 'darf-ein-Christ-dieses-und-jenes?'-Fragen gab es schon, als ich noch ganz jung war.
Und immer - oder ganz oft - war der Wunsch eine Linie, jenseits derer man das, was man tun wollte, grad noch so rechtfertigen konnte.
Also so nach dem Motto 'mein Röckchen ist grad noch lang genug, um nicht zu kurz zu sein' ...
@chai Diese 'darf-ein-Christ-dieses-und-jenes?'-Fragen gab es schon, als ich noch ganz jung war.
Na selbstverständlich! Die gab es schon viele hunderte Jahre vorher und die wird es geben, solange es Christen gibt.
Und dasselbe gilt auch für Muslime, Hindus oder Borussia-Dortmund-Anhänger. Na gut, bei den letzteren noch nicht ganz so lang... 😀
@lucan-7 In den meisten Fällen erlebe ich es eher als ein: "Bitte bestätigt mir, dass ich das darf, damit ich kein schlechtes Gewissen haben muss!"
Okay, in solchen Fällen handelt es sich aber nicht um ehrliche Fragen.
Ich bezog mich auf Fragen, die wirklich nach einer (verbindlichen) Antwort suchen. Und grundsätzlich ist es ja nicht die feine Art, hinter Fragen immer gleich eine heuchlerische Motivation zu vermueten.
Denn in der Regel gibt es ja bereits ein Wunschergebnis. Und da möchte man dann auch nichts Gegenteiliges hören - egal wie eindeutig das auch ist.
Das gehört stets dazu, wenn das soziale Umfeld eine Angelegenheit (grundsätzlich) anders beurteilt, als man selbst: man hätte es gern anders. Aber die Frage ist ja: wie geht man damit um, wenn man dennoch Gegenteiliges hört? Und was, wenn sogar die geballte Majorität der anderen gegenteiliger Meinung ist?
Sicherlich: man fragt eher, um die eigene Perspektive bestätigt zu bekommen (oder auch, um für Konfrontationen mit Andersmeinenden sich schon mal mit Argumenten zu versorgen). Aber immerhin fragt man und geht also das Risiko ein, die eigene Perspektive ins Wanken gebracht zu bekommen. Diesen Mut braucht es, um nicht bis in alle Ewigkeit in seinen (Vor-) Urteilen gefangen zu bleiben.
Okay, in solchen Fällen handelt es sich aber nicht um ehrliche Fragen.
Ich bezog mich auf Fragen, die wirklich nach einer (verbindlichen) Antwort suchen. Und grundsätzlich ist es ja nicht die feine Art, hinter Fragen immer gleich eine heuchlerische Motivation zu vermueten.
Ich denke nicht, dass es "heuchlerisch" ist, wenn man sich Bestätigung erhofft... ich denke eher, dass die Leute sich da auch selbst etwas vormachen.
Ich denke, je stärker es die Leute selbst und ihr eigenes Verhalten betrifft, desto mehr wollen sie in ihrem Tun bestätigt werden... geht es um allgemeine Dinge oder das Verhalten anderer Leute ist man da eher für verschiedene Ansichten aufgeschlossen.
Allein die Frage: "Ist das richtig oder nicht?" heißt ja schon, dass die Bibel hier keine wirklich eindeutige Antwort hat. Und wenn die Bibel nicht eindeutig ist, dann hat man verschiedene Möglichkeiten... und neigt natürlich zu jener, die einem selbst am ehesten zusagt.
Das gehört stets dazu, wenn das soziale Umfeld eine Angelegenheit (grundsätzlich) anders beurteilt, als man selbst: man hätte es gern anders. Aber die Frage ist ja: wie geht man damit um, wenn man dennoch Gegenteiliges hört?
Man fühlt sich als einsamer Kämpfer, reagiert trotzig, aggressiv, unwirsch... und sucht sich schließlich eine Gesellschaft, die die eigene Meinung bestätigt.
Sicherlich: man fragt eher, um die eigene Perspektive bestätigt zu bekommen (oder auch, um für Konfrontationen mit Andersmeinenden sich schon mal mit Argumenten zu versorgen). Aber immerhin fragt man und geht also das Risiko ein, die eigene Perspektive ins Wanken gebracht zu bekommen. Diesen Mut braucht es, um nicht bis in alle Ewigkeit in seinen (Vor-) Urteilen gefangen zu bleiben.
Ist aber eher die Ausnahme - und betrifft in erster Linie Fragen, die einen selbst weniger betreffen oder weniger bedeutend sind.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung hier... ich könnte sogar auf konkrete Threads verweisen, aber ich möchte hier jetzt nicht mit den Fingern auf Leute zeigen, da soll sich jeder seine eigenen Gedanken machen...
Veröffentlicht von: @lucan-7Allein die Frage: "Ist das richtig oder nicht?" heißt ja schon, dass die Bibel hier keine wirklich eindeutige Antwort hat.
Und wenn die Bibel nicht eindeutig ist, dann hat man verschiedene Möglichkeiten... und neigt natürlich zu jener, die einem selbst am ehesten zusagt.
Und manchmal ist die Bibel auch 'eindeutig' und man verweist auf den 'historischen Kontext'.
Mach ich z.B. auch gern.
Und manchmal ist die Bibel auch 'eindeutig' und man verweist auf den 'historischen Kontext'.
Mach ich z.B. auch gern.
Wenn man erst mal auf den historischen Kontext verweisen muss ist sie gerade nicht eindeutig...
Es gibt eigentlich nur wenige wirklich eindeutige Sachen, die laut Bibel nicht gehen. Wie z.B. Fremdgehen in einer Ehe.
Pornographie, Abtreibung, Töten von Menschen, lesbische Beziehungen, Transidentität, Kriegsdienstverweigerung, Sklaverei, Rassismus... alles nicht wirklich eindeutig geklärt...
@lucan-7 Wenn man erst mal auf den historischen Kontext verweisen muss ist sie gerade nicht eindeutig...
Ich glaube, Du hast Chai da falsch verstanden. Aber sie (er?) wird das vermutlich selbst korrigieren, falls es ihr/ihm wichtig ist. 😉
Veröffentlicht von: @jack-black@lucan-7 Wenn man erst mal auf den historischen Kontext verweisen muss ist sie gerade nicht eindeutig...
Ich glaube, Du hast Chai da falsch verstanden. Aber sie (er?) wird das vermutlich selbst korrigieren, falls es ihr/ihm wichtig ist. 😉
Es ist Chai wichtig genug, dass sie es erläutert. 😉
In der Bibel stehen zum Beispiel ganz eindeutige Speisegebote. Kein Fleisch vom Schwein, keine Kombination von Fleisch mit Milchprodukten, etc. Da erklären wir uns heute gern, dass es ja damals keine Kühlschränke gab und das Fleisch somit schneller verdarb.
Es gibt Aussagen zur Haartracht und Kopfbedeckung bei Männern und Frauen; es gibt Aussagen darüber, wer was in der Gemeinde zu sagen hat und wer schweigen soll.
All das lässt sich mit der damaligen Situation erklären.
Und da sind wir noch gar nicht bei den bei Christens so ganz besonders beliebten Themen ...
Es gibt Aussagen zur Haartracht und Kopfbedeckung bei Männern und Frauen; es gibt Aussagen darüber, wer was in der Gemeinde zu sagen hat und wer schweigen soll.
All das lässt sich mit der damaligen Situation erklären.
Ja, genau wie Paulus Aussagen zur Homosexualität ja keine Ehepaare betrifft, sondern ausschweifende Feste...
Der "historische Kontext" bietet eben immer auch die Möglichkeit, sich Dinge zurecht zu biegen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Es gibt Aussagen zur Haartracht und Kopfbedeckung bei Männern und Frauen; es gibt Aussagen darüber, wer was in der Gemeinde zu sagen hat und wer schweigen soll.
All das lässt sich mit der damaligen Situation erklären.Ja, genau wie Paulus Aussagen zur Homosexualität ja keine Ehepaare betrifft, sondern ausschweifende Feste...
Der "historische Kontext" bietet eben immer auch die Möglichkeit, sich Dinge zurecht zu biegen.
'Zurechtbiegen' oder 'erklären'.
Der liebe Gott hat uns ja auch einen Kopf zum Selberdenken gegeben.
Und genau das macht's ja auch spannend.
Veröffentlicht von: @tatokala@chai Anders gehts nun mal nicht. Ist meine Meinung.
lg Tatokala
Anders als Selberdenken?
Ich geh davon aus, dass uns der liebe Gott das nicht abnimmt.
Sonst hätte er uns keinen Kopf zum Selberdenken geben müssen.
(Ich trau ihm allerdings schon zu, dass er auch in der Lage ist, unsere Gedanken zu lenken)
@lucan-7 Ist aber eher die Ausnahme - und betrifft in erster Linie Fragen, die einen selbst weniger betreffen oder weniger bedeutend sind.
Naja, CoffeeandBible hatte oben geschrieben:
Mittlerweile habe ich ein schlechtes Gewissen - darf man als Christin überhaupt eine solche Sportart ausüben?
Nun kannst vermuten, der Poledance sei ihr (?) eigentlich unwichtig, oder sie (?) habe eigentlich kein schlechtes Gewissen. Und die allgemeine Erfahrung mit Menschen mag dafür gute Gründe geben.
Andererseits kann sie (?) es auch exakt so gemeint haben, wie sie's (?) schrieb.
Entweder, wir setzen voraus, dass Menschen (in einer relevanten Zahl von Fällen) ehrliche und offene Fragen haben und sich durch (gute) Argumente in ihren bisherigen Meinungen ändern lassen - oder wir setzen voraus, dass die ganze Diskutiererei ohnehin nix bringt.
Dann brauchen wir hier auch nicht zu diskutieren, denn: dann werden wir ja auch selbst nie unsere Meinungen ändern können. Falls es eine Ilusion sein sollte, dass ich z.B. meine Meinungen aufgrund guter Argumente ändern könnte - dann lass sie mir doch bitte. 🙂
Nun kannst vermuten, der Poledance sei ihr (?) eigentlich unwichtig, oder sie (?) habe eigentlich kein schlechtes Gewissen. Und die allgemeine Erfahrung mit Menschen mag dafür gute Gründe geben.
Andererseits kann sie (?) es auch exakt so gemeint haben, wie sie's (?) schrieb.
Ich denke schon, dass die Frage ehrlich gemeint ist... aber was genau ist denn das eigentliche Problem - der Poledance oder das schlechte Gewissen?
Anders gesagt, lautet der Wunsch jetzt: "Ich will kein Poledance mehr machen" oder "Ich will dabei kein schlechtes Gewissen haben müssen"?
Es scheint mir also doch eher darum zu gehen, Argumente zu sammeln, kein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Und das ist ja auch völlig legitim. Klar besteht auch die Gefahr, das hier jemand mit wirklich eindeutigen bilbischen Versen um die Ecke kommt: "Du sollst niemals Poledance machen, denn es ist dem Herrn ein Gräuel!" (Jessesmaria 2, 15). Dann war's das halt und man lässt es besser bleiben.
Aber ich denke, von der Ausgangslage her ist diese Gefahr wohl eher gering...
@lucan-7 "Du sollst niemals Poledance machen, denn es ist dem Herrn ein Gräuel!" (Jessesmaria 2, 15). Dann war's das halt und man lässt es besser bleiben.
😀 😀 😀
Es könnte aber sein, dass dann jemand, der Hebräisch schon mit der Muttermilch eingeflößt bekam, darauf verweist, dass die Übersetzung Poledance aus dem Altgriechischen stammt, der entsprechende altgriechische Begriff seinerseits dann aber auf einem Mißverständnis Jessemarias beruhte: die hebräische Entsprechung bezog sich ursprünglich auf eine bestimmte Form von schlangenförmig gewellten Messingrohren, auf denen das Handelszeichen der Hure Babylon eingestanzt war. Weswegen dieses - im Grunde eigentlich recht praktische- Utensil dem Volk Israel nicht nur beim Tanzen, sondern auch als Wäscheleinenpfosten und Straßenschildträger verboten war. Gewohnheitsmäßige babylonische Säufer pflegten sich zudem beim Kotzen an solchen Straßenschildträgern abzustützen, so dass sich um diese Rohrstangen recht unappetitliche Pfützen zu bilden pflegten. Das Verbot hatte damals also nicht nur seine kultischen, sondern auch seine hygienischen Gründe. Gründe, die heutzutage allesamt wegfallen, solange man Poledance nicht in Spelunken zelebriert. Denn schon Jessesmaria der Jüngere wusste: In den Spelunken wird getrunken...🙂
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleMittlerweile habe ich ein schlechtes Gewissen - darf man als Christin überhaupt eine solche Sportart ausüben?
Nur wenn weder Männer noch lesbische Frauen zuschauen.
@belu Ich habe mal einen Pole Dance Auftritt von einem Mittfünfziger gesehen - Dreitagebart und Bäuchlein, das aus der Hose rausguckt inklusive.
Von der sportlichen Leistung, die der da hinlegte, kann ich wohl mein Leben lang träumen.
Was Attraktion aufs andere Geschlecht betrifft - äh, naja..., hm - was soll ich sagen...
das kriege ich nur mit etwas Makeup und Augenaufschlag wohl besser hin... 😀
@tatokala das kriege ich nur mit etwas Makeup und Augenaufschlag wohl besser hin... 😀
Oder Du wurdest schon das Opfer all der Werbekampagnen der Kosmetikindustrie. 😛
Guten Morgen,
ich habe die Geschichte gehört, dass in den 90er-Jahren dieselbe Frage aus einer Jugendgruppe eines schwäbischen Dorfes dem dortigen Dorfpfarrer gestellt wurde. Der Pfarrer, an sich kein Mann von Welt und mit dem Englischen definitiv überfordert, beantwortete die Frage so: "Wenn'd en mogsch, no kosch au mit'm Pole danza." (Übersetzung: Wenn Du ihn magst, dann kannst Du auch mit dem Polen tanzen).
Spaß beiseite. Um Deine sicherlich ernst gemeinte Frage zu beantworten: Du hast gehört, dass der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber Gott das Herz ansieht. (1. Samuel 16,7). Und genau darum geht es: Um Deine Herzenshaltung. Oder einfacher ausgedrückt: Was genau macht Dir Freude am Poledancing?
Wenn es Dir Freude bereitet, die Schwerkraft zu überwinden und an der Stange elegante Bewegungen durchzuführen, die jeden einzelnen Muskel fordern und stärken, dann bist Du safe und es ist keine Sünde.
Wenn Deine Freude daraus stammt, dass Du Kraft und Eleganz sowie Koordination und Körperspannung miteinander verbinden kannst, und noch dazu die Brücke zwischen Kreativität mit Sport schaffen kannst und Du Dir ob der Erfolge dein eigenes Selbstbewusstsein förderst - auch dann bist Du safe und es ist keine Sünde.
Wenn Deine Freude allerdings von der Vorstellung befeuert wird, dass eine Horde Männer gierend, geifernd und sabbernd beim Anblick Deiner Darbietung in Ihrer Hose das Zelt aufstellen - dann ist äußerste Vorsicht und Umkehr angebracht.
Letzten Endes liegt die Sünde hier nicht in der Tat an sich, sondern in der Motivation hierfür. Prüfe daher Dein eigenes Herz, und Du findest die Antwort, die Du suchst.
BTW: Ich weiß auch nicht, warum manche Menschen (und leider ich eingeschlossen) PoleDance immer mit verruchten Striptease-Buden in heruntergekommenen Vierteln in Verbindung bringen. Falsche mediale Prägung, würde ich sagen...
@coffeeandbible Du schreibst es ist ein Sport. Du machst es also nicht um Männern erotische Gedanken zu machen. Also warum sollte das Sünde sein, nur weil es Leute gibt die ähnliche Übungen machen und Männer ihnen Geld zustecken, da sie sich scheinbar keine korrekte Kleidung leisten können? Sicher nicht.
Im Zusammenhang mit Fitness, Körperbewusstsein und Verantwortung frage ich mich: Wo zieht ihr persönlich die Grenze zwischen natürlichem Training, Supplements und leistungssteigernden Mitteln? Gerade bei Sportarten, die viel Disziplin und Körperkontrolle verlangen, interessiert mich, wie ihr das ethisch und gesundheitlich bewertet. Hat jemand eigene Erfahrungen oder Gedanken dazu?