Jesus oder vielmehr Christus als das, woraus wir alle bestehen.
Guten Morgen,☀️😃
in Anlehnung an Joh 1,3
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist
(man kann auch statt gemacht „geworden“ einsetzen steht in einer Fussnote)
frage ich mal ganz offen in die Runde:
ist es dann nicht so, dass wir jede Trennung im Geiste aufheben können? Ist es dann nicht völlig egal ob wir einen Atheisten, einen radikalen Islamisten, einen Satanisten, einen Franziskaner, eine Marienschwester, einen Esoteriker, Donald Trump (oder wahlweise Putin), Hitler- wenn er noch vor uns stehen könnte, unseren Nachbarn oder wen auch immer vor uns haben?
Steht da nicht immer Christus vor uns?
(das ist sicher kein neuer Gedanke, das ist mir klar, aber er macht doch jede Unterscheidung völlig obsolet, wenn wir eh alle in Christus sind - auch wenn uns das nicht bewusst ist)
Veröffentlicht von: @sternist es dann nicht so, dass wir jede Trennung im Geiste aufheben können? Ist es dann nicht völlig egal ob wir einen Atheisten, einen radikalen Islamisten, einen Satanisten, einen Franziskaner, eine Marienschwester, einen Esoteriker, Donald Trump (oder wahlweise Putin), Hitler- wenn er noch vor uns stehen könnte, unseren Nachbarn oder wen auch immer vor uns haben?
Steht da nicht immer Christus vor uns?
Ich versteh die Frage bzw. den Gedanken dahinter nicht.
Ich versteh die Frage bzw. den Gedanken dahinter nicht.
Wenn alles auf der Welt durch ihn erschaffen wurde, dann unterscheide ich mich nicht von etwas anderem Geschaffenem.
Also vielleicht habe ich eine andere Form und eine andere Funktion, aber ganz grundsätzlich habe ich mit allem die gleiche Quelle.
@stern Natürlich unterscheiden sich die Lebewesen trotzdem sie alle von Gott gemacht wurden.
Mein Hund ist kein Pferd und das Schaf ist kein Fisch.
Und mein Bruder hat die gleichen Eltern wie ich und trotzdem sind wir nicht gleich.
Und mein Bruder hat die gleichen Eltern wie ich und trotzdem sind wir nicht gleich.
Ja.
Aber kämst du jetzt auf die Idee zu sagen, dass deine Eltern dir alles vererben sollen, weil dein Bruder Mist baut? Hättest du nicht Verständnis dafür, wenn sie ihn auch lieben würden?
Oder deine Eltern, würden sie sagen: weil dein Bruder nicht auf uns hört und Sachen macht, die uns nicht gefallen, haben wir dich viel lieber und helfen nur noch dir, aber ihm nicht mehr?
Ich kann Deinen gedanklichen Verknüpfungen nicht folgen.
Ja, verständlich. Sorry.
Was ich meinte : wieso fühlen wir uns als Christen „safe“, wieso trennen wir in „Christ“ und „Nichtchrist“, wo doch alle Menschen den gleichen Ursprung haben? (=„durch dasselbse geworden sind“)
@stern Wenn alles auf der Welt durch ihn erschaffen wurde, dann unterscheide ich mich nicht von etwas anderem Geschaffenem.
Je nachdem, ob man da alle Dinge oder nur alle Lebewesen betrachtet, ist das entweder die Position des Pantheismus (Gott=Welt) oder folgt dem altindischen, vedischen Gedanken das "Tat tvam asi" (das bist du). Der z.B. seinen Niederschlag fand in der hinduistischen Religion, in welcher auch die Tiere sozusagen ein Anrecht darauf haben, als moralische Subjekte behandelt zu werden. Und worauf ein paar tausend Jahre später sich Schopenhauer bezog, als er als die Grundlage aller Moral das Mitleid auszumachen meinte.
Dieser Gedanke, dass sich Einzelne genaugenommen nicht von allem anderen (Geschaffenen oder auch einfach so Da-Seienden) unterscheiden, dass alle Grenzen zwischen den Dingen mehr oder weniger willkürlich definiert sind. Wo hört mein Körper auf, wenn doch andauernd ein Austausch zwischen ihm und der Umwelt durch Körperöffnungen/Hautporen statt findet? Und wenn ich etwas sehe, wo endet es und wo fange ich an? Da reflektiert ein Gegenstand einen Lichtstrahl - der von einer Lichtquelle ausgehend dann durch den Raum zwischen dem Gegenstand und meinem Auge sozusagen wellt... Wo ist die Grenze zwischen ihm und mir? Wo liegt die, wenn ich nur an einen solchen Gegenstand denke (oder z.B. einen Menschen oder einen Hund oder an ein Bild von einer Blume...)?
Der Gedanke, dass alles eins sei und das Eine Alles umfasse - der ist nicht so ganz neu, sondern sozusagen ein Dauerseller der Mystik; aber halt doch immer wieder interessant neu zu durchdenken. Mir kam er kürzlich, als wir hier an anderer Stelle darüber diskutierten, was ein Axiom sei und was nicht. Da kam mir ein Interview mit einem der "Erfinder" der KI in den Sinn, der darüber sprach, wie die LLMs (Large Language Models /Große Sprach-Modelle) gerade die Konzepte von Linguisten (erwähnt wurde Noam Chomsky) über den Haufen würfen, weil Worte offenbar anders "funktionieren" würden, als man lange meinte, und Grammatik viel weniger wichtig sei für das Denken. Falls dies stimmen sollte, wären also Logik und Vernunft nicht sonderlich wichtig und damit auch nicht die Frage, ob Gedanken/Sätze/Aussagen wahr sind oder nicht.
Keine Ahnung, ob Du darin noch eine Verbindung sehen kannst zu dem, worum es Dir hier im Thread geht. Aber so ging grad mein Assoziieren. 🙂
weil Worte offenbar anders "funktionieren" würden, als man lange meinte, und Grammatik viel weniger wichtig sei für das Denken. Falls dies stimmen sollte, wären also Logik und Vernunft nicht sonderlich wichtig und damit auch nicht die Frage, ob Gedanken/Sätze/Aussagen wahr sind oder nicht.
Wie funktionieren sie denn stattdessen? Und was wäre das Ziel bzgl. des „funktionierens“?
Also, ich fand es früher sehr verwirrend, wenn ich zu einer „Lehrmeinung“ eine gegenteilige „Lehrmeinung“ gehört habe. (Das passiert häufiger in der Medizin oder in der Ernährungswissenschaft.) Das hat zu einer Blockade im Hirn bei mir geführt, weil ich nicht wusste, was ich denn jetzt lernen soll, was kann ich als „wahr“ ansehen.
Wenn der Wahrheitsgehalt keine Rolle mehr spielt, kann man dann noch etwas (aufeinander aufbauendes) lernen?
(Dass man durch Worte, auch wenn sie nicht wahr sind, jemanden „erreicht“ (verletzt oder aufmuntert, egal), das kennen wir wohl alle.)
Was das jetzt mit dem Nichtgetrenntsein zu tun hat, weiss ich grad auch nicht, aber es ist trotzdem interessant.
@stern Wie funktionieren sie denn stattdessen? Und was wäre das Ziel bzgl. des „funktionierens“?
Wenn ich Dir das jetzt so genau referieren könnte... Manche Interview-Videos, die ich so gucke, sollte ich mir vielleicht doch mal bookmarken, um sie wiederfinden zu können.
Es ging um Sprache und um Denken. Darum, wie LLMs zu ihren Denk-Ergebnissen kommen und wie sie dafür mit Worten/Begriffen umgehen. Nehmen wir mal die zwei Begriffe "Vogel" und "Haus". Wenn Du diese zwei Begriffe hörst - was fällt Dir dann so an Bildern, Geschichten, Möglichkeiten ein? Ich denke z.B. zuerst an jene Brutkästen, wie ich sie in den Büschen/Bäumen des Gartens verteilt habe und bei denen ich mich immer freue, wenn nicht nur Kohlmeisen, sondern auch mal etwas seltenere Vogelarpärchen sie als Nistgelegenheit annehmen. Aber man kann auch den Gedanken haben, dass ein Vogel über ein Haus fliegt. Oder an ein Vogelhaus im Zoo. Aber vielleicht heißt ein Hausbesitzer mit Nachnamen Vogel? Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten, warum die Wörter nebeneinander in einem Satz zu finden sein könnten. Was sie bedeuten, hängt, so unsere bisherige Vorstellung von Sprache als Ausdruck des Denkens, stark von ihrer grammatikalischen Stellung ab. Das "das Haus des Vogels" sagt etwas anderes als "der Vogel dem Haus". Und da fehlt bei beidem sogar noch das für einen Aussagesatz so wichtige Prädikat...
"Das Haus des Vogels brennt" bedeutet schon etwas völlig anderes als "Der Vogel vertraut dem Haus"... Die Möglichkeiten, worum es in dem Satz oder Gedanken gehen könnte, werden immer kleiner und kleiner, bis am Ende nur noch eine einzige sinnvolle Bedeutung des Satzes übrig bleibt, d.h. er gar nicht mehr anders verstanden werden kann. Und dann, wenn er gar nicht mehr anders verstanden werden kann, kann entschieden werden, ob der Satz wahr oder unwahr ist.
Der Satz "Das Haus des Vogels brennt um blau." ergibt beispielsweise keinen Sinn. Obwohl wir uns ja zu jedem einzelnen Wort des Satzes etwas denken können. Da sind keine unsinnigen oder inhaltsleeren Begriffe im Satz enthalten - aber ihre grammatikalischen Beziehungen zueinander ergeben keinen Sinn.
Die konventionelle Ansicht der Linguistik - so hatte ich das verstanden - ging daher davon aus, dass die Strukturen der Grammatik für das Denken der Menschen das Wichtigste ist, dass sie sozusagen die Grundlagen der Sprache bilden, das Regelwerk - und dass dann gemäß diesem Regelwerk einzelne Begriffe/Worte verarbeitet werden beim Denken. Die grammatikalische Stellung eines Wortes in einem Satz entscheidet so viel: es sagt etwas darüber aus, ob von der Vergangenheit oder der Zukunft gesprochen wird, ob das Wort ein Subjekt oder ein Objekt ist, ob von einer möglichen oder einer realisierten, bzw. notwendigen Angelegenheit die Rede ist... Und so weiter und so fort. Beim Erlernen einer Fremdsprache ist des demnach wichtiger, deren grammatikalische Regeln zu verstehen, als Vokabeln zu pauken, wobei andererseit die Grammatik verschiedener Sprachen denoch viel ähnlicher zueinander sein muss als deren Wörter, weil es ja in allen Sprachen notwendig zu sein scheint, Aussagen in ihrem Wahrheitsgehalt voneinander unterscheiden zu können, Vergangenheit und Zukunft verlässlich voneinander zu trennen, mitzuteilen, ob etwas ein Objekt oder ein Subjekt ist - und so weiter und so fort.
Die Grundannahme darüber, wie Menschen sprechen lernen, war also, dass sie zwar auch einzelne Worte und Begriffe lernen, dass sie aber vor allem lernen, wie man diese Begriffe zueinander in Relation setzen muss: und dann, auf einmal, können Kleinkinder, die bis gestern noch vor sich hinbrabbelten, plötzlich "ganze Sätze sprechen" und sich verständlich ausdrücken und auch umgekehrt verstehen, was man ihnen sagt. Und wenn sie einen Satz nicht verstehen, dann fragen sie nicht nach, weil sie dessen Grammatik nicht verstehen, sondern weil sie nur nicht wissen, welchen Inhalt ein bestimmtes Wort hat: "Mami, was ist ein Bordell?"
Die Sprache wurde also analog zur Mathematik oder anderen logischen Systemen verstanden: in der Mathematik sind die Zahlen gar nicht so besonders wichtig - sondern deren Stellung zueinander in irgenwelchen mathematischen Ausdrücken (Formeln). 5-4=X bedeutet etwas völlig anderes als: 5:x=4
Aber anscheinend funktioniert Sprechen und Denken eben - das hat man beim Training der LLMs beobachtet - anders. Bei der Analyse eines Textes kommt es z.B. stark darauf an, wie nahe die Worte Vogel und Haus aneinander dran sind. Aber auch darauf, wie viele "Andock-Möglichkeiten" diese Worte haben. Das Wort Haus beispielsweise kann in vielen tausend, vielleicht millionen Zusammenhängen mit anderen Worten Sinn ergeben, im Unterschied zum Wort "Flötenreiniger". Und wenn wir nun Vogel+Haus+Flötenreiniger zusammenstellen, dann fällt uns so auf die Schnelle vermutlich gar kein sinnvoller Zusammenhang dazu ein. Diese drei Worte stehen derart selten zusammen, haben so wenige "Andockmöglichkeiten", dass wir zu kichern anfangen, wenn wir uns - im Rahmen eines lustigen Geselleschaftsspiels beispielsweise - Sätze ausdenken müssen, in denen sie allesamt enthalten sind.
Hier stellt man sich also Worte wie so eine Art amorpher Zellen vor, die überall an ihrer "Begriffsgrenze" Andockmöglichkeiten für anderen Worte haben: an das Wort "Mama" können z.B. bei einem Kleinkind fast die Hälfte aller überhaupt existierenden Worte andocken, während an das Wort "Bremsscheibenjustierung" kein einzelnes Wort andockt. Und selbst, wenn das Kleinkind irgendwann mal zur Mechatronikerin ausgebildet worden sein sollte, so bleiben die Zusammenhänge, in denen dieses Wort Verwendung finden kann, dennoch überschaubar: "Bremsscheibenjustierung" hat kaum Andockmöglichkeiten zu Essen und Trinken und Sex und Wohnungseinrichtung und Lokalpolitik...
Und wenn wir mal die Worte "Bremsscheibe" und "Justierung" als eigenständige Begriffe betrachten, mit jeweils eigenen Andockstationen für andere Begriffe, so haben die zwei für sich genommen möglicherweise durchaus mehr mögliche Zusammenhänge. Justiert kann alles mögliche werden und Bremsscheiben kann man produzieren oder verwenden, vergessen oder verkaufen, aus der Hand fallen lassen oder suchen... Aber wenn die zwei Worte nebeneinander stehen, dann geht es mit höchster Wahrscheinlichkeit darum: Bremsscheibenjustierung. Während, wenn die Worte "Bremsscheibe" und "Verhaftung" nebeneinander zu finden sind, die Wahrscheinlichkeit, dass die Bremsscheibenverhaftung nicht der in Rede stehende Zusammenhang sein dürfte, sehr hoch ist. Die Wörter Bremsscheibe und Verhaftung haben überhaupt keinen direkten Andockpunkt. So ließe sich also sagen, dass ein Satz, in welchem das (sprachlich ja durchaus unseren grammatikalischen Regeln gemäß mögliche) Wort "Bremsscheibenverhaftung" vorkommt, mit höchster Wahrscheinlichkeit inhaltlicher Unsinn ist. Wir Menschen denken praktisch - abgesehen von den wenigen Fällen, wo mal ein prokrastinierender Forumsuser die Sache thematisiert 😉 - nie über Bremsscheibenverhaftungen nach, und deswegen - also aus einem statistischen Grund - ist ein Satz, indem in ihm das Wort "Bremsscheibenverhaftung" vorkommt, fast immer Unfug. Hier jetzt gerade mal nicht, aber wie wir wissen, bestätigt die Ausnahme die Regel, auch wenn es sich bei diesem Wissen ebenfalls um Unfug handelt...
Worin das "Ziel" dieser Art des Funktionierens von Sprache/Denken bestehe, ist, so meine ich, wieder mal teleologisch und somit falsch gefragt. Es hat sich ja niemand hingesetzt und gedacht: "Jetzt überlege ich mir mal, wie man das Denken strukturieren könnte, um so die Ziele X, Y und Z zu erreichen." Da wäre er nicht weit gekommen, weil er ja, um sich hinsetzen und was denken zu können, schon hätte denken können müssen... 😉
Denkenkönnen hilft beim Überleben. Also überlebten im Selektionskampf aller gegen alle nur diejenigen unter den affenartigen Wirbeltieren, die denken konnten. Naja, der Vorteil, den das Denkenkönnen beim Überleben bringt, hatte vermutlich schon etwas früher statistische Relevanz, als sie die ersten Wirbelartigen erst zu bilden begannen. Oder sogar noch früher - ich war ja nicht dabei und mag mich deswegen auch nicht festlegen. Aber Deine Frage ist ebenso gut und erhellend, wie sie falsch ist, denn sie ließe sich vielleicht auch so beantworten: "Jedenfalls ist die Erkenntnis von Wahrheit nicht das primäre Ziel."
Unsere Denktätigkeit richtet sich üblicherweise nicht darauf, Wahrheiten zu finden. Sondern darauf, Vorteile, Möglichkeiten, Optimierungschancen zu finden.
Um den Bogen zurück auf das Threadthema zu schlagen: Falls es wahr sein sollte, dass Alles Eins ist, dass wir Menschen eigentlich überhaupt niemand anders sind als unsere Mitmenschen - wahr in dem Sinne, dass sich keine klaren Grenzen zwischen uns definieren ließen, die nicht ständig übertreten werden - so ist es dennoch der Normalfall, dass wir diese Wahrheit ignorieren und ganz selbstverständlich so handeln, als sei es wahr, dass unsere Mitmenschen von uns getrennte, andere Wesen seien, dass wir und die Welt unterscheidbar seien, dass wir ein Subjekt sind, dem der Rest der Welt gegenüber steht. Gegenüber, also von uns getrennt.
Warum ist es der Normalfall? Weil die Welt so funktioniert. Weil sie gewissermaßen die Möglichkeit der innerweltlichen Individualisation (schönes Wort, bin mir nicht sicher, ob es das so überhaupt gibt... 😉 ) in sich trägt und realisiert hat. Indem die Welt ist, wie sie ist, hat sie biologische Lebensformen hervorgebracht, die Strategien des Weitergebens ihrer Baupläne an Nachfolgegenerationen entwickelten, Strategien, zu denen das Entwickeln selbstreflexiven Denkens gehörte.
Gut möglich, dass ein Denken, das sich mit der Suche nach Wahrheiten beschäftigt, eine Art dysfunktionalen Denkens ist, ein Abweg, bzw. eine Sackgasse der Evolution: Wahrheit gibt's vielleicht gar nicht und alle Kalorien, die wir dafür verbrennen, sie zu finden, könnten wir an anderer Stelle vorteilhafter einsetzen? Was bringt mir die Einsicht in die mögliche Wahrheit, das Alles eins sei und zwischen mir und meinen Mitmenschen keine Grenze besteht?
Sobald ich versuche, mit dieser Einsicht "ernst" zu machen, beispielsweise bei der hübschen Nachbarin, krieg ich eine geklatsch: "Nimm deine Scheißfinger von meinen Titten!" Mein Argument, dass die Vorstellung, ihre Titten wären nicht auch Teil von mir und umgekehrt meine Scheißfinger Teil von ihr, beruhe auf einem Mißverstehen der Wahrheit, hört sie sich nicht mal bis zur Mitte hin an...
Kurz: ich werde keinen Erfolg damit haben, meine Gene in einer Realisation unserer gemeinsamen Wahrheit und Einsheit mit ihren Genen, die ja auch meine Gene sind, irgendwie... zu vereinen, auf dass in der Nachfolgegeneration neue Einheit entstehe... Öhm... Also...
Am Ende flattert mir eine Vorladung in's Haus wegen sexueller Übergrifflichkeit, das ist doch alles nicht schön, es hätte vermutlich besser funktioniert, die Unwahrheit als Wahrheit zu akzeptieren und weiter so zu tun, als wären meine hübsche Nachbarin und ich unterschiedliche Individuen mit unterschiedlichen Interessen und Zielvorstellungen zur Familienplanung...
😉
Hochinteressant. Weißt zu zufällig, ob das bei KI eine Rolle spielt?
@holger-f Weißt zu zufällig, ob das bei KI eine Rolle spielt?
Ob was da eine Rolle spielt?
Vielen Dank für die unterhaltsame Zusammenstellung des Themas 🙂.
"Jedenfalls ist die Erkenntnis von Wahrheit nicht das primäre Ziel.
Was mich offen gesagt etwas irritiert, um nicht zu sagen schockiert. Wozu soll ich denn bitteschön kommunizieren, wenn das Gesagte keinen bedeutsamen Inhalt hat.
Eine meiner frühesten Erinnerungen als Kleinkind ist eine Biene, die vor mir auf dem Weg im Garten liegt/krabbelt. Ich war barfuß und ich erinnere mich noch gut an meinen Gedanken: Wenn ich jetzt auf sie drauftrete, wird sie mich dann stechen?
Ich wollte wissen, ob die von meiner Mutter ehemals gehörten Worte („Bienen stechen“) wahr sind. Ich wusste, dass die Biene vielleicht kaputt geht wenn ich drauftrete, aber der Drang zu wissen ob es wahr ist, war grösser…wie dann der darauffolgende Schmerz 🙂.
(Manchmal frage ich mich, ob sie vielleicht auch nicht gestochen hätte, wenn ich sie nicht bemerkt hätte…und es keine Notwendigkeit gegeben hätte, mir meine Frage zu beantworten).
Später im Leben habe ich darunter gelitten, dass es scheinbar mehrere Wahrheiten gibt, sei es jetzt in Emotionen oder in Lehrmeinungen…für meinen Lebensbegriff müsste Wahrheit singulär sein. Nur eine, bitte, nicht mehrere.
Dass du die Suche nach Wahrheit als dysfunktionales Denkmuster und Energieverschwendung einordnest (also zumindest die Möglichkeit) erschreckt mich etwas, aber zugegebener Maßen kann ich es nicht abstreiten. Das würde dann doch vieles in meinem Leben erklären 🙂.
Aber was stattdessen? Bedeutungsloses Geschwätz? Sprechen um der Sprache willen?
Ich verstehe mal wieder nur Bahnhof 🙂
@stern Vielen Dank für die unterhaltsame Zusammenstellung des Themas .
Gern geschehen. Leider hab ich heute weniger Zeit...
(Zitat von mir) "Jedenfalls ist die Erkenntnis von Wahrheit nicht das primäre Ziel. (Zitatende)
Was mich offen gesagt etwas irritiert, um nicht zu sagen schockiert. Wozu soll ich denn bitteschön kommunizieren, wenn das Gesagte keinen bedeutsamen Inhalt hat.
Hhmm... Da fühle ich mich gerade auf mehrere Weisen mißverstanden und weiß grad nicht, wie ich das Missverständnis am nachvollziehbarsten ausräumen kann.
Zuerst mal: Du sollst gemäß dem, wie ich die Welt sehe, gar nix. Es gibt keine Ziele per se in dieser Welt* und auch die Art und Weise, wie sich die Denkfähigkeiten von uns Menschen entwickelten, hatte dementsprechend kein Ziel.
Wenn ich also darüber nachdenke, wie unser Denken funktioniert, dann denke ich darüber nach, auf welche Weise es sich so entwickelte, wie es sich entwickelte. Also darüber, welche Faktoren hier entscheidenden Einfluss hatten. Welchen Nutzen haben wir, bzw. hatten unsere Vorfahren von der Anwendung ihrer Denk-Fähigkeiten? Irgendwelche Wahrheiten herauszufinden - wie es per Anwendung von logischem Denken allein möglich ist - war zwar sicherlich sehr häufig hilfreich - aber solche Arten von Erkenntnisgewinn hatten ja insofern einen Wert, als man dadurch besser, sicherer, effektiver, schneller auf Strategien kommen konnte, die jeweils eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Das meinte ich, als ich - sprachlich unsauber und damit mißverständlich - schrieb, Erkenntnis von Wahrheit sei nicht das primäre Ziel unseres Denkens. Denken ist ja eine Tätigkeit - und Tätigkeiten per se haben kein Ziel. Ziele hegen diejenigen, die Tätigkeiten gezielt ausüben.
Beispiel:
Ich denke nach, um herauszufinden, wie ich das Finanzamt betuppen und so mehr Geld für mich zurücklegen kann, um damit dann der Frau, die ich schon länger anschmachte, Geschenke machen zu können, damit sie mich endlich in ihr Bett lässt...
Ich denke nicht nach, weil ich nach irgendwelchen Wahrheiten forsche. Ich will nur Sex mit dieser Frau, und dieser Wunsch ist keineswegs vernünftig, sondern schlicht ein ziemlich unerfüllbarer Triebwunsch - Danke, liebe Gene! Dieser Sex ist also hier das Ziel meines Nachdenkens. Wenn ich schließlich mit der Frau im Bett lande, ist mein Ziel erreicht. Who the fuck interessiert sich dann noch für irgendwelche Wahrheiten? Hauptsache, mein Denken half mir dabei, das Finanzamt zu betuppen!
Darauf hin: in dieser Welt so zu funktionieren, dass die denkenden biologischen Wesen sich erfolgreich fortpflanzen konnten - hat sich unser Denkvermögen also - planlos!!!!! - entwickelt. Die Modelle der Welt, die sich in unseren Köpfen finden, bilden also die Welt nicht primär so ab, wie sie "wirklich" ist - sondern so, dass sich anhand dieser Modellvorstellungen erfolgreich Prognosen über Ereignisse stellen lassen, die relevant für unsere Fortpflanzungsmöglichkeiten sind.
Vielleicht hat ein meditierender Mönch irgendwann die Einsicht, dass er und die Welt eins sind. Die Vorstellung, es gäbe eine Trennung zwischen den einzelnen Dingen und somit auch zwischen den einzelnen Menschen, stellt, so seine Wahrheitserkenntis, nur eine Illusion dar. Damit kommt er vielleicht der Wahrheit, wie die Welt an sich sei, so nahe, dass er im nächsten Augenblick erleuchtet wird und, per Verschmelzung dessen, was zusammengehört, als Individuum aus der Welt, in ihr aufgehend, verschwindet.
Aber dieser beim Meditieren auf die Wahrheit gestoßene Mönch wird dann eben verschwinden** und nicht mit einer Frau Kinder zeugen. Wenn es keine Grenze zwischen ihm und den Frauen gibt, dann ergibt es ja auch keinen Sinn, diese Grenze per sexueller Aktivität zu übertreten, das, was von aussen bei dem Mönch wie "Enthaltsamkeit" aussieht, ist aus seiner erleuchteten Perspektive die einzig sinnvolle Verhaltensweise.
Der Gensatz, der so ein Gehirn wie das des Mönchs hervorbrachte: ein Gehirn, dass fähig ist, die Wahrheit über die Welt zu erkennen - der Gensatz wird sich im Konkurrenzkampf der Gensätze nicht durchsetzen. Andere Männer, mit zum Erkennen der Wahrheit untauglichen Gehirnen, werden die Frauen schwängern und die Baupläne ihrer Gehirne werden also in die nachfolgende Generation weitergegeben...
Wobei ich nun zurück komme zum Ausgangspunkt meiner Abschweifungsreise: Das Interview darüber, wie KI denkt, und wie der Grammatik in diesem Denken eine sehr untergeordnete Rolle zufällt, brachte mich ja auf die Idee, dass unsere Konzepte, wie Sprache und Denken funktionieren, grundsätzlich mißverstehend sind. Ohne Grammatik keine Wahrheit. Dessen bin ich mir sicher: Einzelne Worte sind weder wahr noch unwahr, auch die bloße Aneinanderreihung von Worten resultiert nicht in wahren Sätzen. Ohne die Grammatik, d.h. die Regeln, denen gemäß Worte zueinander in Relation stehen, lassen sich keine sinnvollen Sätze formulieren, also auch keine wahren Sätze (Wahrheiten***). Wenn nun also die Grammatik in unserer Sprache gar nicht die leitende, das Denken ordnende Rolle spielt, wie bisher angenommen: dann spielt auch die Frage, ob ein Satz wahr sei oder nicht, keine so große Rolle.
Sondern seine Bedeutung. 😀
Mir fällt gerade - ich weiß nicht, ob es hilfreich oder nur noch verwirrender ist, aber schnurzpiepegal, ich bringe es einfach - gerade dieses Beispiel ein.
Die zweijährige Mallika steht vor einem Mann und kräht: "Papahungapopkorn!"
Der Mann mach eine lustig gequälte Miene, der man ablesen kann, dass er sich unter gesunder Kinder-Ernährung was anderes vorstellt als ausgerechnet fünfmal Popkorn am Tag - aber Mallika ist nun mal sein allersüßester Fratz und also langt er hoch zum Regal, wo der Vorratsbecher mit dem Zeugs steht.
Die Kommunikation funktioniert hier völlig ohne Grammatik. Drei Worte werden zusammengestellt, sie hätten auch in anderer Reihenfolge zusammengestellt worden sein können: der Zweck Mallikas wurde erreicht.
Sie hätte ebenso einen grammatikalisch korrekten und wahren Satz sprechen können: "Verehrter Herr Papa, ich spüre Hunger und hätte gern, dass du mir Popkorn reichst, so dass ich diesen Hunger stillen kann."
Allerdings hätte so ein Satz auch unwahr sein können: z.B. in demFall, dass sie eigentlich überhaupt keinen Hunger spürt, sondern einfach nur das Bedürfnis, ihren Vater herumzukommandieren, weil der immer, wenn sie ihn herumkommandiert, so ein lustiges Gesicht zieht...
Indem sie auf Grammatik verzichtet und also auch darauf, dass die von ihr aufgestellte Behauptung kritisch auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft werden könnte... erreicht sie so oder so ihr Ziel: das lustige Gesicht ihres Vaters oder das leckere Popkorn.
Das von ihr Gesagte hat also sehr wohl einen bedeutsamen Inhalt. Dazu muß sich ihm kein Wahrheitswert (1 oder 0) zuordnen lassen.
Eine meiner frühesten Erinnerungen als Kleinkind ist eine Biene, die vor mir auf dem Weg im Garten liegt/krabbelt. Ich war barfuß und ich erinnere mich noch gut an meinen Gedanken: Wenn ich jetzt auf sie drauftrete, wird sie mich dann stechen?
Ich wollte wissen, ob die von meiner Mutter ehemals gehörten Worte („Bienen stechen“) wahr sind. Ich wusste, dass die Biene vielleicht kaputt geht wenn ich drauftrete, aber der Drang zu wissen ob es wahr ist, war grösser…wie dann der darauffolgende Schmerz
.
Und? Wußtest Du hernach, dass die Worte Deiner Mutter wahr waren? Konntest Du es wissen und konntest Du auf diesem Wege zu dem Wissen gelangen?
Was du tatsächlich danach wußtest, war doch lediglich, dass diese eine Biene Dich gestochen hatte. Über andere Bienen sagte das noch recht wenig aus... Wollte man dieses Beispiel nun erkenntnisphilosophisch betrachten, könnte man was von Induktion vs. Deduktion reden, darüber nachdenken, wie aus Einzelerfahrungen Regelmäßigkeitsbehauptungen geschlossen werden können und so fort. Und käme damit dem worum es der kleinen Stern damals ging, nicht sonderlich nahe. Die erprobte hier ja gewissermaßen das, was Adam und Eva im Paradies erprobten: ist auf die Worte meiner Mama/Gotte Verlass? Indem Du auf die Biene tratest, demonstriertest Du, dass Du gerade den ersten geistigen Emanzipationsschritt gemacht hattest: weg vom blinden Vertrauen auf das, was Deine Mutter Dir erzählt hatte hin auf die Biene... 😀
Übrigens tatest Du damit einen Schritt weg von der Akzeptanz des Autoritätsarguments hin zur Wertschätzung der empirischen Methode: nicht einfach glauben, sondern per Messung überprüfen. Ein kleiner Schritt in Richtung Atheismus... 😎
Später im Leben habe ich darunter gelitten, dass es scheinbar mehrere Wahrheiten gibt, sei es jetzt in Emotionen oder in Lehrmeinungen…für meinen Lebensbegriff müsste Wahrheit singulär sein. Nur eine, bitte, nicht mehrere.
Es gibt - falls wir die klassische zweiwertige Logik (die, für die die Grammatik so substantiell ist... 😉 ) anlegen, für jede Sachaussage immer nur zwei Möglichkeiten: dass sie wahr ist oder dass sie unwahr ist.
Allerdings sind Sachaussagen nun mal etwas anderes als die Gegenstände (Sachverhalte/Tatsachen/Fakten), auf die sie sich beziehen. Eine Emotion kann dementsprechend überhaupt keine Wahrheit sein, und falls "Lehrmeinungen", also Behauptungen mit Wahrheitsanspruch einander widersprechen, kann nur eine von ihnen wahr sein (dass sie allesamt unwahr seien, ist damit nicht ausgeschlossen).
Diese immer wieder mal zu hörende Forderung, man solle doch bitte unterschiedliche (im Sinne von: einander widersprechende) Wahrheiten nebeneinander als gleichwertig stehen lassen, ist eine blödsinnige Forderung: sie ignoriert, dass nur dort sinnvollerweise von Wahrheit die Rede sein kann, wo man die Regeln der Logik akzeptiert.
Alternative Wahrheiten oder - Danke, aber nein Danke, Amerika! - alternative Fakten sind Unsinnsformulierungen.
Vielleicht dringt unser Denken mit seiner durch die Grammatik strukturierten Logik nicht wirklich bis zum Kern der Weltwirklichkeit. Vielleicht sind Weltmodelle (also die Vorstellungen, mit denen wir in unseren Köpfen beim Denken arbeiten), die strikte Formulierungsregeln (wie die Mathematik oder natürliche Sprachen) enthalten, nicht der Welt adäquat. Vielleicht ist der Umstand, dass bisher sich so gut wie alles, was wir in der Welt erleben, in mathematischen Formeln ausdrücken lässt, nur ein gang gigantischer Zufall.
Aber selbst, wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass es keine wahren Sätze geben könne bezüglich dessen, was in der Welt geschieht - selbst dann würde das Gefasel von alternativen Wahrheiten nicht sinnvoller. Ganz im Gegenteil: Falls es keine Wahrheit gibt, gibt es schon erst recht nicht mehrere Wahrheiten.
Wobei... falls Logik keine Gültigkeit mehr haben sollte...
Hhmmm... 🤔
*Darin liegt der grundsätzliche Unterschied zwischen meiner Weltsicht und der von Theisten - wie z.B. Dir: teleologische Vorstellungen sind m.A.n. Unfug, Entwicklungen haben keine vorgegebene Richtung.
** Aus unserer Normalo-Perspektive verschwindet er freilich nicht auf der Welt: wir wundern uns nur darüber, wie der da so lange in Lotussitz-Pose hockt, bis er dehydriert tot vornüber sackt. Aber wir Normalos erkennen ja die Wahrheit nicht... 😉
***Es gibt aus Perspektive der Vernunft keine Wahrheiten an sich. Es gibt nur zutreffend formulierte Urteile über Tatsachen/Fakten/Sachverhalte, also Sätze des Inhalts "X verhält sich so und so." Solche zutreffend formulierten Urteile bezeichnen wir als wahr und die Inhalte dieser Sätze dann als "Wahrheiten".
Zuerst mal: Du sollst gemäß dem, wie ich die Welt sehe, gar nix. Es gibt keine Ziele per se in dieser Welt* und auch die Art und Weise, wie sich die Denkfähigkeiten von uns Menschen entwickelten, hatte dementsprechend kein Ziel.
Das ist natürlich eine ganz andere Sicht der Dinge als sie bei mir stattfindet. (Wobei ich ihr durchaus etwas abgewinnen kann).
Wenn ich als Christin davon ausgehe, dass ich am Ende meines Lebens bzw. wenn Jesus wiederkommt einen Lohn entsprechend meiner Werke bekomme… (Offenbarung 22,12 „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie sein Werk ist“)
(Wobei, da fällt mir ein : vielleicht findet das jetzt schon statt? Jeder bekommt immer das, was er selbst investiert?🤔)
Das mit dem dysfunktionalem Denken hat mir etwas die Augen geöffnet und mich motiviert, weniger Zeit damit zu verbringen und mehr Zeit in anderes zu investieren.
Übrigens tatest Du damit einen Schritt weg von der Akzeptanz des Autoritätsarguments hin zur Wertschätzung der empirischen Methode: nicht einfach glauben, sondern per Messung überprüfen. Ein kleiner Schritt in Richtung Atheismus... 😎
😂
Ja. Und wo steh ich heute? Am anderen Ende des Spektrums 🙂😉.
@stern Ja. Und wo steh ich heute? Am anderen Ende des Spektrums
.
Tja. Und nun stelle man sich mal vor, Dein erster emanzipatorischer Ausflug in Richtung Skeptizismus wäre nicht so schmerzhaft ausgegangen. 🙂
Und nun stelle man sich mal vor, Dein erster emanzipatorischer Ausflug in Richtung Skeptizismus wäre nicht so schmerzhaft ausgegangen.
Ich glaub ich habs schon mal irgendwo gesagt: ich kann dem Skeptizismus keine Geborgenheit abgewinnen. Und ich glaube, das ist für mich etwas Essentielles.
Wie funktionieren sie denn stattdessen?
In einem der Videos, die Jack hier mal gepostet hat, wurde das recht anschaulich erklärt: Jedes Wort kann mit anderen Worten beschrieben und dargestellt werden. "Tomate" beispielsweise mit "Pflanze", "Rot", "Pizza" etc... jedes dieser Wörter kann wiederum mit anderen Wörtern beschrieben werden und steht mit anderen Worten im Zusammenhang.
Aus diesen Zusammenhängen holen sich die LLM's ihre Informationen. Grammatik ist dann nur noch die Form der Präsentation.
Wenn der Wahrheitsgehalt keine Rolle mehr spielt, kann man dann noch etwas (aufeinander aufbauendes) lernen?
Es geht weniger ums lernen sondern darum, was mit bestimmten Aussagen erreicht werden soll.
Wenn ich will, dass Menschen in den Krieg ziehen, dann erzähle ich ihnen keine "Wahrheit" - ich erzähle ihnen etwas, das die Bereitschaft stärkt, in den Krieg gegen einen bestimmten Gegner zu ziehen. Propaganda eben.
Und genau das tritt ja längst immer mehr in den Vordergrund. Den Menschen geht es nicht um Wahrheit, sondern nur darum, was sie interessiert und was ihr Weltbild bestätigt. Und diesen Leuten wird genau das erzählt, was nötig ist, um etwas Bestimmtes zu erreichen... dass sie AfD wählen, oder sonst was.
Wenn ich will, dass Menschen in den Krieg ziehen, dann erzähle ich ihnen keine "Wahrheit" - ich erzähle ihnen etwas, das die Bereitschaft stärkt, in den Krieg gegen einen bestimmten Gegner zu ziehen. Propaganda eben.
Genau. Das hat natürlich in dem Bereich noch größere Auswirkungen als im Bereich des Lernens.
Aber damit genau das nicht passiert, müsste die Sprache doch erst recht der Erkenntnis von Wahrheit dienen und nicht beliebig bleiben.🤔
Aber damit genau das nicht passiert, müsste die Sprache doch erst recht der Erkenntnis von Wahrheit dienen und nicht beliebig bleiben.
Sprache dient in erster Linie der Vermittlung von Botschaften. "Erkenntnis von Wahrheit" ist ein sehr spezieller Teilbereich der Philosophie, der im Alltag nur eine geringe Rolle spielt.
Für mich dient hier mal wieder mein Hund als vorzügliches Beispiel (die Katzen auch, aber die sind nicht so mitteilsam):
Es geht um die Frage, inwiefern mein Hund denn seine Umgebung versteht. Kennt er die "Wahrheit" hinter den Dingen, durchschaut er die Funktionen und den Sinn in seiner Welt?
Ich vermute mal: In den allermeisten Fällen wohl nicht. Aber das muss er auch gar nicht. Er muss die Welt nicht verstehen - er muss nur darin klarkommen. Er versteht viele wichtige Funktionen, soweit sie ihn und sein Leben betreffen, und das läuft prima für ihn.
Und ich denke den Menschen geht es letztlich auch nicht anders. Wir mögen vielleicht vieles besser verstehen als ein Hund... aber am Ende geht es einfach darum, in dieser Welt klar zu kommen.
Glaube ist, so denke ich, ein Teil davon, mit dieser Welt klar zu kommen, sich zu orientieren und einen Sinn darin zu sehen.
Ob das, was wir da alles glauben, tatsächlich wahr ist... das ist eine interessante Frage, aber zu endgültigen Lösungen werden wir da wohl nicht kommen.
Da geht es uns - sicher auf einem anderen Level - am Ende auch nicht viel anders als dem Hund...
Ich kann deiner Antwort nur voll und ganz beipflichten.
Es macht die Sache nur unnötig kompliziert, wenn da die Sprache nicht wahre Botschaften transportiert. - auch wenn es erstmal nicht vordergründig darum geht.
Oder liege ich Falsch?
Für mich nicht. Aber vielleicht liegen wir beide falsch 🙂.
Es gibt eine Bibelstelle, da sagt Jesus zu irgendwelchen Leuten: „ihr habt den Teufel zum Vater“….also scheint es zumindest geistig gesehen einen Unterschied zu geben.
Das ist besagte Stelle in Joh 8,44:
Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb tut ihr bereitwillig das, was euer Vater wünscht. Der war schon von Anfang an ein Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge.
Veröffentlicht von: @sternEs gibt eine Bibelstelle, da sagt Jesus zu irgendwelchen Leuten: „ihr habt den Teufel zum Vater“….also scheint es zumindest geistig gesehen einen Unterschied zu geben.
Das ist besagte Stelle in Joh 8,44:
Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb tut ihr bereitwillig das, was euer Vater wünscht. Der war schon von Anfang an ein Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge.
Das kannst Du doch nicht einfach aus dem Kontext reißen.
Das kannst Du doch nicht einfach aus dem Kontext reißen.
Weil?
Es geht mir doch hier darum, ob ich überhaupt noch irgendwas unterscheiden muss. Und an dieser Stelle sagt er etwas, das mich darauf schließen lässt, dass es wohl einen Unterschied macht, wie man geistig „drauf“ ist.
Wieso ist das deiner Ansicht nach nicht passend?
Für mich ist es logisch, dass es Unterschiede gibt.
Für mich ist es nur vordergründig logisch. Tiefer nicht mehr.
Klar haben wir unterschiedliche Ansichten und Prägungen - aber darunter?
Sind wir darunter nicht alle sein?
Es gibt eine Stelle die heisst:
Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen*.10Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht.11Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Es geht weiter mit der Bedingung, dass jene, welche ihn aufnahmen, Kinder Gottes wurden.
Aber davor: sie gehören alle ihm, sind sein Eigentum.
Veröffentlicht von: @chai@stern Sorry, Du hast andere Denkschleifen als ich.
Ich kann Deiner Eingangsthese, dass in jedem (beispielhaft genannten) Menschen Christus ist, nicht folgen und nicht zustimmen.
Meinem Eindruck nach ging es nicht um die Aussage, ob Christus in jedem ist, sondern darum, Christus im Nächsten zu sehen. .
Meinem Eindruck nach ging es nicht um die Aussage, ob Christus in jedem ist, sondern darum, Christus im Nächsten zu sehen. .
Naja…das kommt ja dann aufs Gleiche raus. Wenn da nichts wäre, könnte ich auch nichts sehen…
Es war für mich schon so gedacht, dass wir erstmal auch alle zu ihm gehören, durch ihn gemacht sind.
Aus Johannes 1:
Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen*.10Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht.11Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Veröffentlicht von: @sternMeinem Eindruck nach ging es nicht um die Aussage, ob Christus in jedem ist, sondern darum, Christus im Nächsten zu sehen. .
Naja…das kommt ja dann aufs Gleiche raus. Wenn da nichts wäre, könnte ich auch nichts sehen…
Es war für mich schon so gedacht, dass wir erstmal auch alle zu ihm gehören, durch ihn gemacht sind.
Aus Johannes 1:
Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen*.10Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht.11Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Ja, und wenn sie ihn nicht aufnahmen, ist er nicht drin. Und somit nicht zu sehen.
Ja, und wenn sie ihn nicht aufnahmen, ist er nicht drin. Und somit nicht zu sehen.
Ja, das verstehe ich. Das hat mir Arcangel erklärt, dass Jesus auch nicht gegenwärtig sein kann, obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde.
ist es dann nicht so, dass wir jede Trennung im Geiste aufheben können?
Da steht doch "alle Dinge sind gemacht worden"... das bezieht sich doch eher auf die materielle Schöpfung als auf den Geist?
Heisst, alle Dinge sind zwar Teil der Schöpfung - aber nicht unbedingt gleichzeitig eins im Geist, oder nicht?
Da steht doch "alle Dinge sind gemacht worden"... das bezieht sich doch eher auf die materielle Schöpfung als auf den Geist?
Ja.
Heisst, alle Dinge sind zwar Teil der Schöpfung - aber nicht unbedingt gleichzeitig eins im Geist, oder nicht?
Ja, richtig.
Aber was bedeutet das jetzt für uns? Wir - mit unserem Geist - wenn wir das wissen, welchen Sinn macht es dann noch die Menschen zu unterscheiden in Christ- Nichtchrist usw.?
Wir - mit unserem Geist - wenn wir das wissen, welchen Sinn macht es dann noch die Menschen zu unterscheiden in Christ- Nichtchrist usw.?
Ich denke, vielen Menschen ist es wichtig, sich von anderen Menschen zu unterscheiden um sich dabei besser zu fühlen.
Zu denken, man selber sei, im Gegensatz zu anderen Menschen, von Gott auserwählt oder gerettet, geht mit Sicherheit in diese Richtung und ist für viele Menschen eine starke Motivation für den Glauben - auch wenn sie es meist ungerne zugeben...
Zu denken, man selber sei, im Gegensatz zu anderen Menschen, von Gott auserwählt oder gerettet, geht mit Sicherheit in diese Richtung und ist für viele Menschen eine starke Motivation für den Glauben - auch wenn sie es meist ungerne zugeben...
Verstehe.
Nein. Mir selbst wäre es hundertmal lieber, wenn ich (sicher) wüsste, dass alle gerettet sind.
Ich denke, vielen Menschen ist es wichtig, sich von anderen Menschen zu unterscheiden um sich dabei besser zu fühlen.
Das ist keine Grundlage des Christseins. Hier geht es um einen Herrschaftswechsel:
noch im Weltsystem (kosmos) der Regierung Satans leben oder versetzt in das Reich des Sohnes Gottes von oben geboren sein
Heisst, alle Dinge sind zwar Teil der Schöpfung - aber nicht unbedingt gleichzeitig eins im Geist, oder nicht?
Heisst dann im Umkehrschluss dass wer zu Gott gehört, dann eins im Geiste sein muss, oder?
Würde das dann nicht auch erklären, warum der eine gerettet wird und der andere nicht?
Heisst dann im Umkehrschluss dass wer zu Gott gehört, dann eins im Geiste sein muss, oder?
Würde das dann nicht auch erklären, warum der eine gerettet wird und der andere nicht?
So habe ich jedesfalls immer verstanden.
Aber wer "eins im Geist ist" bestimmt ja auch Gott selbst.
Aber wer "eins im Geist ist" bestimmt ja auch Gott selbst.
Gott bestimmt, wen er zu Jesus zieht. Er ist auch derjenige, den wir bitten können, uns den Heiligen Geist (aka „eins im Geist“) zu geben. Laut Jesus gibt er ihn gerne und um ein vielfaches mehr, als wir es schon verstehen, unseren Kindern das zu geben, worum sie bitten/ Gutes zu geben.
Steht da nicht immer Christus vor uns?
Nein. Christus ist ein Titel.... keiner hat diesen Titel ausser ER. ER ist Teil der Dreieinigkeit, ungeschaffen und ewig. Menschen sind geschaffene Wesen. Sie werden nicht plötzlich ungeschaffen und Gott. Aus Glauben können Menschen wieder in Beziehung zu Gott kommen, bleiben aber Mensch.
Es war der Wunsch Satans, wie Gott zu werden, oder sogar noch über IHM zu stehen. An diesem Wunsch, bzw seinem Willen bastelt er immer wieder über philosophische Argumentation herum und versucht die Menschen zu verführen.
In Jesaja 14,13-14 stehen die 5 "Ich will" Satans und gerade so will sich der Anti-Christ Gott gleich machen. Anti hat zwei Bedeutungen: gegen und ähnlich. Beides ist zu erkennen: Da Satan sich über Gott stellen und angebetet werden will, ist er gegen ihn (Mt 4 und Lk 4) und verlangt die gleiche bzw die höhere Anbetung und wie ein Engel des Lichts präsentiert er sich als Retter.
Der Unterschied zwischen Christ und Nicht-Christ ist das Versöhnt sein mit Gott vs das Nicht-Versöhnt-Sein. Und das geht nur über das Kreuz.
Sie werden nicht plötzlich ungeschaffen und Gott.
Ja, das meinte ich auch nicht. Sondern eben die Gleichheit als Geschaffene.
Natürlich hast du recht. Wer mit Gott versöhnt ist hat einen anderen (Bewusstseins)Stand als jemand der es nicht ist. Aber die Versöhnung (das Kreuz) gilt ja für alle Menschen.
Sie wird aber nur wirksam zu Lebzeiten, wenn ein Mensch sie annimmt. Er bekommt sie nicht übergestülpt.
Das verstehe ich.
Aber ich finde es nicht gerecht angesichts der Allmacht Gottes, das auch zu lenken.
Er zieht zu Jesus, er schenkt den Heiligen Geist. Er verändert die Herzen. Es wäre ein Leichtes, das bei allen zu tun, wenn es ihm ums retten ginge.
Die allereinzigste Erklärung die ich dafür habe, ist dass mein (eines jeden) Geist genauso mächtig ist wie Gottes Geist und er es deshalb nicht kann - der Freiheit wegen, um die Freiheit die jedem Geist innewohnt Freiheit bleiben zu lassen.
Aber auch da: wie soll sich jemand, der eine Offenbarung bekommt sich dann noch dagegen wehren? Und wieso bekommt nicht jeder eine?
Ich könnte noch endlos weiter Fragen stellen und weiss doch, dass es nichts bringt, weil wir es nie verstehen werden, warum die Dinge so sind wie sie sind.
Eine Offenbarung ist zwar keine Überstülpung - aber kann jemand widerstehen?
Ja.... Bileam z.B. Er brachte sich in Gefahr mit seiner Habgier. Gott hatte etwas Arbeit mit ihm, bis er einsah, dass es keine gute Idee ist, das Volk Israel zu verfluchen. Und trotzdem hat er Gott widerstanden, indem er Balak einen Tipp gegeben hat, mit dem er das Volk in die Pfanne hauen konnte.
Ich bin gestern beim Lesen in dem Brief an die Hebräer bei der Stelle (1,5) „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ stehen geblieben.
Mir ist da zum ersten Mal der Unterschied bewusst geworden, dass Gott Jesus „zeugte“ – jemanden nach der Art Gottes.
Wir Menschen wurden erschaffen, nach einer anderen Art, aus Staub. Wie ein Tisch aus Holz von einem Schreiner.
Jetzt machen wir einen Sprung ins NT (Joh. 3,3 & 3,5):
Die „Wiedergeburt“ durch Wasser und Geist.
Wer glaubt, wird somit durch Gott gezeugt und somit auch zu einem Kind Gottes (Joh. 1,13). (nicht durch Abstammung, nicht durch Wollen, nicht durch einen Mann - Geschenk/Gnade)
Das bedeutet: Durch Jesus sind wir für Gott nicht mehr geschaffene Wesen aus Staub. Wir sind nun seine echten, von ihm gezeugten Kinder.
Damit hat sich mir eine neue Perspektive aufgetan...
Etwas für dich Wissenswertes, denke ich:
Im Hebräischen wurde die Einsetzung eines Königs als Zeugung benannt. Wenn du im Hebräerbrief weiterliest, dann findest du diesen Hinweis in Vers 8: 8 aber von dem Sohn: »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches.
Die Engel sind Diener, der Sohn ist Gott-Sohn.
https://forum.jesus.de/community/postid/467347/
Danke für deinen Hinweis.
Keine Frage, Jesus ist König über alles. Gott hat Ihm alles unterstellt. Z.B Hebr. 1,2
Der zitierte Psalm in Hebräer war für mich nur der Aufhänger, mir näher das geboren/geschaffen sein anzuschauen.
Es gibt viele Stellen, die für mich jetzt mehr Sinn ergeben bzw. ich anders wahrnehme.
"Sohn" impliziert eine Geburt, somit eine Zeugung.
"Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern." Römer 8,29
Ich verstehe die Aussage so, dass sie sich auf die Schöpfung bezieht.
"Die Schöpfung selbst ist schon Offenbarung der Herrlichkeit Gottes. Die Schöpfung ist das erste Wort Gottes. In ihr drückt sich der Logos aus, der in Jesus Mensch geworden ist." (Anselm Grün, Jesus - Wege zum Leben).
Die Frage, ob wir in jedem Menschen Christus sehen, ist eine Frage der Perspektive. In Indien gibt es den Gruß des "Namasté", was soviel bedeutet wie "Ich sehe in Dir nicht nur den Menschen, sondern auch das Göttliche in Dir!" ... Nachdenkenswert daran finde ich auch für uns Christen wie für alle Menschen, ob dieser Blick auf- und zueinander nicht etwas Substantielles hat, dass diese Welt heiler und friedlicher machen würde? ... Wie wir es (in unserem jeweiligen Glaubenskontext) benennen, ist mir selbst nicht wichtig.
L'Chaim
für uns Christen wie für alle Menschen, ob dieser Blick auf- und zueinander nicht etwas Substantielles hat, dass diese Welt heiler und friedlicher machen würde? ... Wie wir es (in unserem jeweiligen Glaubenskontext) benennen, ist mir selbst nicht wichtig.
Genau darauf wollte ich hinaus.
Dann bleibt nur noch die Frage, warum einer mitgenommen wird und warum einer nicht.
ist es dann nicht so, dass wir jede Trennung im Geiste aufheben können? Ist es dann nicht völlig egal ob wir einen Atheisten, einen radikalen Islamisten, einen Satanisten, einen Franziskaner, eine Marienschwester, einen Esoteriker, Donald Trump (oder wahlweise Putin), Hitler- wenn er noch vor uns stehen könnte, unseren Nachbarn oder wen auch immer vor uns haben?
Steht da nicht immer Christus vor uns?
WWJD? [was würde Jesus tun als Atheist, radikaler Islamist, Satanist, Franziskaner, Marienschwester, Esoteriker, Donald Trump (oder Putun), unser Nachbar? ]
Was produziert dein Gedankenkino dann praktisch?
Ich sage, einige der Genannten brauchen eine Begegnung mit Christus und dem Evangelium.
WWJD? [was würde Jesus tun als Atheist, radikaler Islamist, Satanist, Franziskaner, Marienschwester, Esoteriker, Donald Trump (oder Putun), unser Nachbar? ]
Ich verstehe diesen Satz anders:
Was würde Jesus tun, wenn er einen dieser Menschen vor sich hätte? Würde er trennen? Würde er sagen: du gehörst zu mir -und du nicht?
Ich sage, einige der Genannten brauchen eine Begegnung mit Christus und dem Evangelium.
Ja, klar. Das initiert Gott. Und ich weiss ja nicht -wann das ist- wie das passiert- und durch wen….
Aber wenn die ganze Schöpfung durch Jesus geschaffen wurde - also das Gegenüber ein Geschöpf und ich ein Geschöpf - was trennt uns dann?
Aber wenn die ganze Schöpfung durch Jesus geschaffen wurde - also das Gegenüber ein Geschöpf und ich ein Geschöpf - was trennt uns dann?
Deine Schlußfrage hatte ich hier schon beantwortet:
Der Unterschied zwischen Christ und Nicht-Christ ist das Versöhnt sein mit Gott vs das Nicht-Versöhnt-Sein. Und das geht nur über das Kreuz.
Dagegen haben einige radikale Islamisten etlichen Christen/Nicht-Christen den Kopf abgeschlagen und das auch noch gefilmt und so den Nicht-Christen die Chance genommen, sích mit Gott zu versöhnen.
Setze mal Joh 10, 10a und 10b an die Stelle ein, wer dir gegenübersteht. Raubt er dir Leben? Dann steht dir nicht Christus gegenüber. Stärkt jmd dein Leben und ermutigt dich, dann wirkt Christus durch diesen Menschen.
Ich habe auch so den Verdacht, dass du den eingehauchten Lebensgeist aus 1. Mose für den Heiligen Geist hältst, den Christen auf Glauben hin für ihren Dienst erhalten.
Ich habe auch so den Verdacht, dass du den eingehauchten Lebensgeist aus 1. Mose für den Heiligen Geist hältst, den Christen auf Glauben hin für ihren Dienst erhalten.
Nein. Der eingehauchte Lebensgeist macht Materie lebendig. Mehr aber auch nicht.
Ob nun in diese lebendige Materie (Mensch) der Heilige Geist kommt oder auch nicht - das ist ja irgendwie von uns nicht zu bestimmen, höchstens zu erbitten.
Fest steht aber auch, dass alles Menschen sind und alle ihren Ursprung von/in diesem Lebenshauch haben. Das macht uns gleich.
Ob nun in diese lebendige Materie (Mensch) der Heilige Geist kommt oder auch nicht - das ist ja irgendwie von uns nicht zu bestimmen, höchstens zu erbitten.
Damit hast du dir deine Eingangsfrage zum großen Teil selbst beantwortet.
Das heisst, für dich liegt der Unterschied im Geist, also ob da der Geist Gottes wohnt oder nicht?
So sagt die Schrift.
Mt 28,20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Jesus ist durch den Heiligen Geist in den Gläubigen, seine Botschafter zu sein. Hat jemand einen anderen Geist und ein anderes Evangelium empfangen, so kann er nicht Christi Botschafter sein.
Apg 1,8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
1Joh 4,1 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.
Veröffentlicht von: @sternist es dann nicht so, dass wir jede Trennung im Geiste aufheben können? Ist es dann nicht völlig egal ob wir einen Atheisten, einen radikalen Islamisten, einen Satanisten, einen Franziskaner, eine Marienschwester, einen Esoteriker, Donald Trump (oder wahlweise Putin), Hitler- wenn er noch vor uns stehen könnte, unseren Nachbarn oder wen auch immer vor uns haben?
Das hängt meiner Meinung nach damit zusammen, ob wir von dem, was die Person tut, wissen, und wie weit das, was die Person tut, gegen unseren Wertekompass verstößt. C.S. Lewis schrieb in seinem Buch "Pardon, ich bin Christ", dass die christliche Nächstenliebe nicht darin besteht, jeden zu mögen, sondern ihn so zu behandeln als würden wir ihn mögen.
ja wenn das geht, Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst.
Aber das größte Problem von meiner Seite ist, das ich, obwohl ich Christ bin, immer noch
egoistisch lebe. Und laut meinen Erfahrungen in christlichen Gemeinden, geht es vielen
anderen Christen auch so. Egal ob Landeskirche, Freikirchen, charismatisch, nicht
charismatisch.................
Lernt von mir, ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, sagt Christus in Matthäus
11 Vers 29. Aber jeder Mensch möchte mit seiner Meinung recht haben, und die vielen
unterschiedlichen Gemeinden..................................................................................
Demut ist das Gegenteil von Stolz, Rechthaberei, äußert sich in Machtbesessenheit,
Überheblichkeit.....
Da gibt es für mich auch noch viel zu lernen.......
Demut und Danke, Uwe Sauer
liebe Grüße,