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Kann man sich Glauben erarbeiten?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29398

Das Thema läuft mir ja immer wieder über den Weg, vor allem wenn ich davon berichte, dass ich ja einige Jahre selbst auf der Suche war, um herauszufinden, was denn so am christlichen Glauben dran ist. Dann heisst es in Diskussionen oft, ich müsste doch eigentlich nur dieses und jenes tun, mich von dieser oder jener Vorstellung verabschieden, einfach mal ausprobieren, vertrauen, loslassen oder was auch immer - und dann würde das schon klappen mit dem Glauben.

Soll das jetzt aber bedeuten, es gibt einen Weg, sich Glauben zu erarbeiten? So eine Art 10-Punkte Plan zu Gott, an dessen Ende garantiert die Erlösung wartet?

Mir ist dabei schon klar, dass es jetzt nicht um Rituale wie Gebete oder Kerzen anzünden allein geht, sondern um eine Einstellung, um Vorstellungen und Herzenshaltungen. Aber auch diese Dinge lassen sich ja beeinflussen. Und das würde bedeuten, dass es auch diesen Weg zum Glauben auf jeden Fall geben muss, dass also jedem Menschen ein Weg zu Gott offen steht, den man sich selbst erarbeiten kann.

Das widerspricht völlig meiner Erfahrung, wird hier aber immer wieder so oder ähnlich dargelegt. Auch wenn mir immer wieder gesagt wird, Gott sei ja schon da, gilt es ja trotzdem einen "Weg" zu finden, so lange man ihn nicht wahrnimmt.

Ich selber halte das für ausgeschlossen, mich würden aber dennoch einmal die Begründungen und Gedanken dazu interessieren.

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221 Antworten
Gorch-Fock
Beiträge : 1349

Ich finde, weitere Beiträge und Diskussionen sind Hier überflüssig.

 

 

gorch-fock antworten
8 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@gorch-fock 

Ich finde, weitere Beiträge und Diskussionen sind Hier überflüssig.

Warum schreibst du dann selbst einen Beitrag, wenn du das überflüssig findest?

 

 

lucan-7 antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

@lucan-7 

Weil du ein Ungläubigen Christ bist und du auch immer warum es mehr oder weniger Philosophisch betrachtest.

Wie bist du eigentlich auf das Thema gekommen, obwohl es dich im Grunde genommen gar nicht tangiert?

gorch-fock antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@gorch-fock 

Wie bist du eigentlich auf das Thema gekommen, obwohl es dich im Grunde genommen gar nicht tangiert?

Du liest, dass ich "kein Christ" bin, und glaubst damit schon alles über mich zu wissen...

Tatsächlich "tangiert" mich das Thema sehr, weil ich eben über viele Jahre genau das versucht habe: Mir den christlichen Glauben zu "erarbeiten"!

Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich schon als kleines Kind gläubig war. Meine Mutter, obwohl selbst nicht sehr gläubig, legte Wert darauf, mit mir in die Kirche zu gehen und hat mir auch aus Kinderbibeln vorgelesen. Und seit ich mich erinnern kann habe ich immer an Gott geglaubt, auch viel später als Erwachsener noch.

Dieser Gott war mir, aufgrund der Geschichten des AT, immer ein wenig unheimlich. Aber ich kannte auch die Geschichten von Jesus... ich konnte das nie so recht einordnen, aber da ich Gottes Anwesenheit immer zu spüren glaubte und auch häufiger betete hatte ich keinen Zweifel, dass da schon irgendwas dran sein würde.

Durch Freunde und Bekannte begann ich mich dann näher mit der Bibel zu befassen... alleine fehlte mir da einfach der Zugang. Ich hatte zwar mal versucht, die Bibel zu lesen, blieb aber immer irgendwo im AT stecken, weil mir das alles doch zu langatmig wurde.

Diese Bekannten nannten mir aber konkrete Bibelstellen und ordneten diese ein. Also begann ich gezielter zu lesen und beschloss, jetzt einmal herauszufinden was da denn nun dran ist am christlichen Glauben, der für mich bisher immer sehr unspezifisch blieb.

In den folgenden Jahren besuchte ich viele verschiedene Gemeinen - evangelisch, katholisch, charismatisch, evangelikal, in verschiedenen Regionen. Ich nahm an Hauskreisen teil, machte einen "Alpha-Kurs" und tauschte mich intensiv mit anderen Christen aus.

Sprich: Ich habe versucht, mir über Jahre hinweg den christlichen Glauben zu "erarbeiten", also genau das gemacht, was Thema dieses Threads ist.

Im Ergebnis erschien mir die Bibel aber um so unglaubwürdiger, je mehr ich mich damit befasste. Zu einzelnen Themen fand ich zwar Antworten... aber die Widersprüche waren so schwerwiegend, dass sie das komplette Glaubensgebäude in Frage stellten. Und sie ließen sich auch nicht ausräumen, im Gegenteil. Ich kaufte mir Literatur zu den drängendsten Fragen, aber die Antworten darin waren entweder Zirkelschlüsse - oder wurden gar nicht erst gegeben, stattdessen wurde die Frage über dutzende Seiten ausgewälzt (Eine Methode, die ich häufiger fand...).

Irgendwann musste ich mir dann eingestehen, dass ich an einem Punkt war, wo mir ein Glaube nicht mehr möglich war. Zu schwer und zu eindeutig wogen die Gegenargumente.

Nachdem mich einzelne Fragen an dieser Stelle aber immer noch beschäftigten kam ich vor vielen Jahren in dieses Forum. Die Gründe, mich hier zu beteiligen, wechselten immer wieder... da Religion und Politik aber nach wie vor wichtige Themen sind finde ich hier immer noch jede Menge Gründe für eine Beteiligung.

Und nachdem mir viele Christen hier immer wieder vorschlagen, wie ich mir den Glauben quasi "erarbeiten" könnte, was ich ja in der Vergangenheit versucht habe, habe ich das Thema hier eröffnet.

Vielleicht sind meine Gründe jetzt ein wenig klarer...

lucan-7 antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

Hallo @lucan-7 

Deine Mutter war eine weise Frau.

Sie wollte dir die Christlichen Grundwerte beibringen.

Um das wo du dich danach zu sehnen scheinst, brauchst du den Heiligen Geist.

gorch-fock antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@gorch-fock 

Deine Mutter war eine weise Frau.

Sie wollte dir die Christlichen Grundwerte beibringen.

Meine Mutter leidet inzwischen an Demenz und hat daher leider einiges an Weisheit eingebüßt... nicht aber ihre Werte, weil sie nach wie vor die liebenswerte Person ist, die sie immer war.

Was die "christlichen Grundwerte" betrifft, so hat sie diese ihrerseits von meiner Großmutter übernommen, die sehr viel Wert darauf legte, regelmäßig in die Kirche zu gehen. Wie gläubig meine Großmutter nun gewesen ist vermag ich nicht zu sagen, für sie war es aber sehr wichtig, sich in die Dorfgemeinschaft einzufügen, in der sie aufgewachsen ist. Im Gottesunterricht zu fehlen war in diesem Umfeld gar nicht denkbar, es gehörte selbstverständlich dazu, aktiv daran teilzunehmen.

Mein Vater hingegen ist Atheist, was er seinerseits von seinem Großvater übernommen hat... auch ohne viel darüber nachzudenken. Er ging meiner Mutter zuliebe mit in die Kirche, was sich irgendwann dann einmal im Jahr auf Weihnachten beschränkte.

Es war dann mein Onkel, der sich Zeit seines Lebens intensiv mit dem Christentum (Und anderen Religionen und Philosophien) auseinandersetzte, der mir da einiges näher brachte...

 

Um das wo du dich danach zu sehnen scheinst, brauchst du den Heiligen Geist.

Ja, dieses wundersame Vehikel, mit dessen Hilfe einem unlogische Argumente plötzlich logisch erscheinen.

Aber auch das kann man sich nicht erarbeiten. Der Heilige Geist ist ein Zeichen der Zuwendung durch Gott, keine Auszeichnung für eine Fleissarbeit...

 

 

lucan-7 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1793

@lucan-7 

Danke für Deine Geschichte, sie hat mich sehr berührt.
Ich verstehe jetzt viele Deiner Beiträge besser und werde es mir für die Zukunft im Hinterkopf behalten.

Ein wenig erinnerst Du mich an den Vater aus Markus 9: "Ich glaube - hilf meinem Unglauben!".
Du würdest so gern glauben und kannst es nicht, und leidest irgendwo selbst ein Stück weit darunter.

Gestatte mir eine Frage: Hast DU mal versucht, einfach Jesus in Dein Leben einzuladen? Allen Widersprüchen und Argumenten zum Trotz einfach zu sagen "hier bin ich - wenn es Dich gibt, nimm mich an, ich will jetzt Dir gehören, egal, was mein Kopf dazu sagt". ?

belanna antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@belanna 

Danke für Deine Geschichte, sie hat mich sehr berührt.
Ich verstehe jetzt viele Deiner Beiträge besser und werde es mir für die Zukunft im Hinterkopf behalten.

Gerne... eigentlich gebe ich hier ja nicht viel Privates von mir preis, und wenn, dann umschreibe ich die Dinge vorsichtig. Aber diese Dinge liegen inzwischen so weit zurück, dass es jetzt auch keine große Rolle mehr spielt...

Du würdest so gern glauben und kannst es nicht, und leidest irgendwo selbst ein Stück weit darunter.

Jein... ich sehe zwar gewisse Vorzüge im Glauben, allen voran, dass das Leben im Glauben eher einen Sinn zu haben scheint.

Andererseits werde ich jetzt nicht etwas nachjagen wollen, das ich nicht für zutreffend halte... ein Glauben, den ich für falsch halte, erscheint mir kaum erstrebenswert.

Gestatte mir eine Frage: Hast DU mal versucht, einfach Jesus in Dein Leben einzuladen? Allen Widersprüchen und Argumenten zum Trotz einfach zu sagen "hier bin ich - wenn es Dich gibt, nimm mich an, ich will jetzt Dir gehören, egal, was mein Kopf dazu sagt". ?

Ja, sogar mehrfach... zweimal habe ich meine Suche auf diese Art begonnen.

lucan-7 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1793

@lucan-7 

Andererseits werde ich jetzt nicht etwas nachjagen wollen, das ich nicht für zutreffend halte... ein Glauben, den ich für falsch halte, erscheint mir kaum erstrebenswert.

Andererseits lässt es dich wiederum auch nicht wirklich los, sonst wärst Du nicht hier und würdest solche Fragen stellen.

Ja, sogar mehrfach... zweimal habe ich meine Suche auf diese Art begonnen.

Dann habe ich leider ganz ehrlich auch keine Antworten mehr für Dich.

Ich weiss nicht, warum Jesus Dir nicht so begegnet, dass Du ihn wahr- und annehmen kannst.

Und ich verstehe es auch nicht.

 

belanna antworten


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Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @goldapfel

Sorry, du vermischt hier Dinge und lässt wichtige Aspekte außer acht. Allein die Vorbedingungen sind doch komplett anders. 

Anstatt zu behaupten, dass diese Verse, weil sie deinem Verständnis von Liebe und Jesu Aussagen dazu widersprechen, nicht Gottes Willen in der damaligen Situation entsprochen haben können, könntest du dich auch mit der Situation, in der sie gesprochen wurden, beschäftigen. An wen sie gerichtet waren und überlegen, ob das auch einen Sinn hätte haben können.

Nachforschen, was es mit Gottes Volk auf sich hat. Gottes Weg mit seinem Volk erforschen. Dich damit auseinander setzen, was es mit Amalek auf sich hatte. Das halte ich für besser, als sich zu erdreisten, besser zu wissen, wie Gott zu sein habe. 

Feststellung und Auswertung deiner Aussagen:

Ich hoffe, dass ich deine Worte richtig verstanden habe.

Aus deinen Worten entnehme ich, dass du glaubst, dass deine Sichtweise und deine Herangehensweise biblische Aussagen und davon abgeleitete Aussagen besser zu verstehen als ich sie verstehe. Deine Methode, die viele andere Gläubige Menschen ebenfalls so bevorzugen, erscheint dir die Richtige zu sein und meine eben die Falsche.

Gut, dass steht jetzt im Raum. Möge die Wahrheit der einzige Schiedsrichter bei der Beurteilung sein, Amen.

Mir geht es aus christlicher Sicht nicht darum persönliche Animositäten zu pflegen (... Gebot Jesu: Liebe deinen Nächsten...), also auch hier nicht in diesem Forum. Ich möchte mit meinen Beiträgen dazu beitragen, dass sich interessierte Menschen (schon Gläubige und noch Suchende), mit Hilfe der zuverlässigen Worte Jesu, unabhängig von gängigen Menschengedanken und Mainstreamgedanken, mit Hilfe der göttlichen unfehlbaren Aussagen, Inhalte und Aussagen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

Da ich Gottes Worten und Jesu Worten in allem vertraue und Menschenworten eben nicht, nutze ich insbesondere Jesu Worte bei der Beurteilung von Sachverhalten und Gottes Wesen und Seinem Reich. Jesus wohnt ja schliesslich im Himmelreich und ER kennt den Vater 1 zu 1.

Da sich Gott selbst im AT und Jesus im NT einstimmig darüber beklagen, dass es bis heute einen Mangel an Erkenntnis in der Bevölkerung gibt, bin ich von Gott aufgerufen, diesbezüglich mit dazu beizutragen, dass dieser Mangel an Gotteserkenntnis abgeschafft wird. Dies ist meine Zielsetzung in dieser Angelegenheit, da es mit dem Missionsauftrag Jesu einhergeht.

Dieser Auftrag ist in dieser letzten Zeit besonders schwer, da Jesus in seiner Endzeitrede Seine Jünger vor falschen Propheten und falschen Christussen warnt. Das sind Menschen die Irrlehren verbreiten, also auch solche, dass Gott gute und auch böse Dinge tut.

Ich finde es bedauerlich, dass man widersprüchlicherweise Gott sowohl gutes als auch böses zutraut, obwohl Jesus dies verneint.

Trotz dieser Schwierigkeit ändert das nichts an diesem Vorhaben, denn Jesus warnte schon damals die Jünger.

Mt.24, 10-14 Dann werden viele zu Fall kommen und werden sich untereinander verraten und sich untereinander hassen.
11 Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. 12 Und weil die Missachtung des Gesetzes überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. 13 Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig. 14 Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Welchen Parameter muss eine Aussage grundsätzlich aufweisen, damit sie vertrauen erweckt.

Eine wahre Aussage ist immer stimmig und schlüssig und hält jeder inhaltlichen Prüfung stand.

Bei dieser Angelegenheit ist mir die Meinung einer Person nicht wichtig, also weder meine eigene Meinung, deine Meinung, oder auch die Meinung von anderen Personen.

Ich habe im Laufe meiner Zeit mit Jesus festgestellt, dass ich oftmals besser mit wissenschaftlich denkenden Menschen auskomme, als mit gläubigen Menschen in entsprechenden Denominationen, da wissenschaftlich geschulte Menschen sich um inhaltliche Prüfung und Objektivität bemühen, und sie daher mit Logik weniger Probleme haben, als ich das in christlichen Kreisen erlebt habe.

Wie auch immer. Einheitlicher Erkenntnisgewinn ist nicht nur für Jünger, sondern für alle Menschen lebensnotwendig.

Eph 4,13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Menschen heranwachsen und die volle Reife in der Fülle Christi erlangen.

Kol 1,10 Denn ihr sollt ein Leben führen, das des Herrn würdig ist und in allen Dingen sein Wohlgefallen findet: Ihr sollt Frucht bringen in jedem guten Werk und wachsen in der Erkenntnis Gottes,

Aus den obigen Versen geht u.a. eindeutig hervor, dass es eine einheitliche Erkenntnis gibt. Es dürfte daher in christlichen Kreisen keine Unterschiede in Bezug zur Gotteserkenntnis geben. Die gibt es allerdings zu hauf. Das sollte nicht so sein.

Meine Erkenntnis:

Ein Grund für Mangel an Gotteserkenntnis ist, dass man Ungenauigkeiten und Widersprüchlichkeiten zulässst und sich diesbezüglich  inhaltlicher Korrekturen verweigern will.

 

Möge die richtige Gotteserkenntnis in jedem wachsen, denn ...

 

Kol.3,9+10 Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt
10 und habt den neuen Menschen angezogen, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.

 

... möglich werden kann, Amen.

 

 

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Evana2
 Evana2
Beiträge : 475

@lucan-7 

Was verstehst du denn unter "Glauben"? 

evana2 antworten
7 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Was verstehst du denn unter "Glauben"? 

Die Überzeugung, dass religiöse Aussagen ganz oder teilweise wahr sind.

Ich weiß, dass manche da jetzt widersprechen werden, weil sie "Glauben" anders definieren, etwa als "Beziehung zu Gott".

Da es aber nicht irgendein beliebiges Wesen ist, mit dem sie da eine Beziehung zu haben glauben, sondern ganz spezifisch der christliche Gott, setzt auch das ein Fürwahrhalten christlicher religiöser Aussagen voraus.

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Okay, und mit dieser Definition von Glauben hast du also versucht, eine Überzeugung zu gewinnen/zu erarbeiten?

 
Welche religiösen Aussagen meinst du zum Beispiel?

Ich versuche dich zu verstehen, deshalb stelle ich dir lieber Fragen.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Okay, und mit dieser Definition von Glauben hast du also versucht, eine Überzeugung zu gewinnen/zu erarbeiten?

Für mich persönlich hat sich die Sache etwas spezieller dargestellt: Für mich stellte sich die Frage, ob dieser Gott, an dessen Existenz ich glaube, mit christlichen Glaubensaussagen in Einklang zu bringen ist - speziell also mit Dingen wie der Auferstehung Jesu.

Dass es sich bei diesem Gott um den christlichen Gott handeln musste stand für mich außer Frage, weil ich ja als Kind entsprechend geprägt wurde.

Allerdings habe ich es nicht geschafft, hier irgendetwas in Einklang zu bringen. Und irgendwann war ich dann soweit, dass ich alle Vorstellungen darüber loslassen musste, wenn ich mich nicht selbst belügen wollte.

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Okay, also an Gott und Jesus glaubst du, wenn ich dich recht verstehe, aber mit der Auferstehung 
hast du deine Schwierigkeiten?

Bei mir hat das auch erst klick gemacht, als ich unter einer heftigen Schuldenlast litt.
Weil ich mich auch von anderen, speziell dem Vater meiner Kinder schlecht behandeln ließ,
habe ich Jesus gebeten, mein Leben zu verändern. Ich konnte einfach nicht mehr, denn ich 
war kurz davor, Suizid zu begehen. Dann am nächsten Tag hatte ich ein Erlebnis beim 
Abendmahl und dann spürte ich eine Befreiung. Die Schuldenlast war weg und ich konnte an
die Auferstehung glauben, denn ich hatte eine Heilsgewissheit bekommen. Jesus lebt, sonst
hätte er mir nicht so befreien können.

Glauben ist für mich so, als wenn man in einen Bus einsteigt. Man glaubt, dass der Busfahrer
die Leute sicher von einer Stadt zur anderen bringt. Das setzt Vertrauen voraus.
Oder nehmen wir ein Flugzeug, eine Seilbahn oder ein Bungeeseil. Du brauchst Vertrauen.
Ansonsten regiert die Angst. Und man steigt nicht ein, springt nicht.

Das mit den anderen Bibelaussagen kommt dann später. Der Glaube ist wie ein Senfkorn.
Erst wenn er in den Boden unseres Herzens fällt, beginnt er zu keimen und zu wachsen und
wird ein Baum. Der Durchbruch durch die Erde ist das Schwierigste daran.

Ich hoffe, dass ich es dir leicht verständlich erklären konnte.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Okay, also an Gott und Jesus glaubst du, wenn ich dich recht verstehe, aber mit der Auferstehung 
hast du deine Schwierigkeiten?

Jein... ich glaube, dass es da einiges gibt, das wir nicht verstehen und das wir nicht erforschen können. Das kann man von mir aus "Gott" nennen, aber ich sehe da keine Verbindung zur Bibel.

Und Jesus war sicherlich eine historische Person. Vermutlich war er ein Mann, der sehr fest in seinen jüdisch geprägten Vorstellungen lebte... aber das macht seine Aussagen und Ideen nicht wahr.

Glauben ist für mich so, als wenn man in einen Bus einsteigt. Man glaubt, dass der Busfahrer
die Leute sicher von einer Stadt zur anderen bringt. Das setzt Vertrauen voraus.
Oder nehmen wir ein Flugzeug, eine Seilbahn oder ein Bungeeseil. Du brauchst Vertrauen.
Ansonsten regiert die Angst. Und man steigt nicht ein, springt nicht.

Ich denke, ich verstehe was du meinst. Aber der Bus, in den ich einstieg, fuhr nirgendwo hin. Der schien noch nicht einmal einen Motor zu haben... oder Räder. Da saß ich einfach nur drin... und er fuhr nicht los. Ich starrte aus dem Fenster... und das war's...

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7

Ich denke, ich verstehe was du meinst. Aber der Bus, in den ich einstieg, fuhr nirgendwo hin. Der schien noch nicht einmal einen Motor zu haben... oder Räder. Da saß ich einfach nur drin... und er fuhr nicht los. Ich starrte aus dem Fenster... und das war's...

Hm, das was du schreibst, fühlt sich irgendwie tot an. Also Jesus als historische Person.
"Zu Zeiten Jesu" wie ich es heute in der RadioKinderkirche gehört habe.

Aber was sagte der Engel an der Grabhöhle zu Maria damals: "Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten. Er ist nicht hier, sondern er ist auferweckt worden......" (Lukas 24,5+6)

Du bist nicht der Einzige, dessen "Glaube" tot ist. Vielen fällt es schwer, es zu begreifen, was 
damals geschehen ist. 

Auch heute im Gespräch mit dem Pastor, dessen Mutter letztes Jahr im November verstorben
ist. "Ich werde an ihr Grab gehen." und mir fiel dazu nur ein: Du hast sie in deinem Herzen. Ist
ganz nah bei dir." "Ja, das stimmt." meinte er.

Ich bleibe noch mal bei den Samen. Beim Weizenkorn diesmal.
Es fällt in die Erde und wächst auf. Es stirbt und neues kommt zur Geburt.
Das ist göttliches Leben. Aus etwas totem, entsteht etwas Neues. Das ist das Wunder des
Glaubens. Für uns schwer zu begreifen.

evana2 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1793

@lucan-7 

Ich weiß, dass manche da jetzt widersprechen werden, weil sie "Glauben" anders definieren,

Du hast schon recht 🙂

 

belanna antworten


Evana2
 Evana2
Beiträge : 475

@lucan-7 

Mir kam noch eine Idee, woran es liegen könnte, dass du nicht ins Vertrauen kommst.
Es könnte sein, dass für dich nicht genug gebetet wird. Das es an uns "Christen" liegt.
Paulus schreibt ja, dass Christen jederzeit und für alle beten sollen, denn Gott will, dass alle
Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden.

Deshalb frage ich dich: Möchtest du, dass wir für dich beten? Möchtest du, dass Jesus dir begegnet?
denn das Gebet eines Gerechten vermag viel. 

Dann hast du nicht die Arbeit, sondern wir erbetet den Glauben für dich.

evana2 antworten
74 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Deshalb frage ich dich: Möchtest du, dass wir für dich beten? Möchtest du, dass Jesus dir begegnet?
denn das Gebet eines Gerechten vermag viel. 

Danke, das ist nett von dir. Aber ich möchte das jetzt nicht von dir verlangen, weil ich auch nicht denke dass diese Dinge auf diese Weise funktionieren. Es würde ja auch bedeuten, dass Glaube davon abhängt, wie bekannt man ist und wie viele Christen man kennt, die für einen beten. Das erscheint mir nicht sehr logisch. Aus meiner Sicht wäre es auch manipulativ, wenn ich jetzt schreiben würde: "Ja klar, mach' mal!", weil ich ja selbst nicht daran glaube. Ich halte das ehrlich gesagt für Zeitverschwendung.

Ich werde es dir aber auch nicht rundheraus verbieten... tue das, was du meinst, was das Richtige ist und womit du dich selbst am wohlsten fühlst. Ich selbst vermag da nichts zu sagen, ich fürchte auch, dass du vom Ergebnis wahrscheinlich enttäuscht wärest.

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Weißt du, weder du noch ich wissen, worin wir alles gefangen sind und Gottes Hilfe brauchen.
Die frühen Christen waren alle einmütig zusammen und im Gebet. Heutzutage wird generell viel
zu wenig gebetet für andere,  auch viel zu wenig Gutes für andere getan.

Es geht Gott nicht um den Bekanntheitsgrad eines Menschen. Wenn Gott diesen Menschen berühren
will, dann legt er eine Gebetslast auf einen Beter, eine Beterin und diese betet dann für den ihr Unbekannten.
Ich habe da schon einiges gelesen, von solchen Gebetswundern.

Jesus hat sogar für uns beide gebetet.

Joh. 17,20 Aber nicht nur für diese allein bitte ich , sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben,
21 damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die
Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

Du kannst ja mal das ganze Gebet Jesu lesen. Es ist ein sehr schönes Kapitel.

Als ich mal in Zweifel war, weil so viel schweres, leidvolles mir begegnete und jemand mir meinen Glauben
absprachen, kam mir folgender Gedanke: "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört."

Das hat mir geholfen, wieder im Glauben stark zu werden.

Wir machen es so, wenn du mir einfällst, dann bete ich für dich ein kurzes Gebet:
"Herr, dein Reich komme in Lucan und dein Wille geschehe an ihm."
Gott ist für dich, weil er uns Menschen liebt.

Sein Friedensreich fängt in uns an und strahlt dann nach außen.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Als ich mal in Zweifel war, weil so viel schweres, leidvolles mir begegnete und jemand mir meinen Glauben
absprachen, kam mir folgender Gedanke: "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört."

Das hat mir geholfen, wieder im Glauben stark zu werden.

Ich habe seinerzeit ja auch viele positive Erfahrungen mit dem Gebet gemacht. Wann immer mich Dinge belastet haben habe ich diese im Gebet vorgetragen, und das hat mir geholfen da einfach mal loszulassen. Auch wenn sich das Problem natürlich nicht einfach auflöste habe ich mich danach freier gefühlt und habe dann auch Kraft für andere Dinge gefunden. Aber ich gehe hier inzwischen von einer psychologischen Wirkung aus.

Wir machen es so, wenn du mir einfällst, dann bete ich für dich ein kurzes Gebet:
"Herr, dein Reich komme in Lucan und dein Wille geschehe an ihm."
Gott ist für dich, weil er uns Menschen liebt.

Das kannst du gerne tun...

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Ist doch schön, dass du viele positive Erfahrungen mit dem Beten gemacht hast.
Wenn du es allerdings auf eine psychische Schiene schiebst, fehlt dir der Empfänger für den Dank.

Psalm 50,23: Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg.
Ihm werde ich das Heil Gottes sehen lassen.

Fallen dir Erlebnisse ein, wo du bewahrt wurdest vor Unfällen?

Gerade habe ich meine Bibel-App geöffnet und der Tagesvers lautet:

Und ich bete, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit euch
durch seinen Geist Weisheit gibt und euch zeigt, wie er selbst ist. dass ihr ihn erkennen könnt. Eph. 1,17

Mein Gebet für dich heute. Wenn du magst, dann kannst du es ja auch für dich sprechen und die Pronomen
ändern, so dass es passt. 

Gebete aus der Bibel sind kraftvoller als eigene Gebete, denn Gott stellt sich zu seinem Wort.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Mein Gebet für dich heute. Wenn du magst, dann kannst du es ja auch für dich sprechen und die Pronomen
ändern, so dass es passt. 

Danke, aber ich denke das wäre nicht wirklich angemessen von meinem Standpunkt aus.

 

Gebete aus der Bibel sind kraftvoller als eigene Gebete, denn Gott stellt sich zu seinem Wort.

Früher habe ich gerne das Vaterunser gebetet. Das war immer das Universalgebet und passte immer irgendwie.

Es ist auch nicht so, dass ich mir geschworen hätte, dass ich nie wieder bete oder so... aber es wäre jetzt nicht mehr dasselbe. Es wäre nicht aufrichtig, und Aufrichtigkeit halte ich für sehr wichtig.

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Ja, wenn du Gott nicht als einen Vater annehmen kannst, dann ist es ja nicht echt das 
Vaterunser von Herzen zu beten. In Freikirchen wird es auch nicht gebetet, da wird
generell auf eine Liturgie, wie in den Landeskirchen üblich verzichtet.
Da fällt das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis drunter.
Zumindest habe ich es so erlebt. Die Gründe dafür kenne ich aber nicht.
Da muss ich mal nachfragen, worum das so ist.

Aber der Samen ist bei dir gelegt. Es braucht wohl seine Zeit, bis er aufgeht und in
deinem Herzen wächst. Meistens sind es dann Notzeiten, wo wir intensiv beten,
und wo wir hinterher sagen können: Da hat mir Gott geholfen. Jetzt weiß ich es,
dass es ihn gibt und er für mich da war.
Das ist dann wie bei Hiob: Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber
hat mein Auge dich gesehen. (Hiob 42,5)
Hiob musste, obwohl oder weil er fromm war, durch viele Leidensprüfungen durch,
bevor er Gott persönlich erlebt hatte.

Es gab ja auch in meinem Leben Zeiten, wo ich näher dran war und Zeiten, wo ich
weniger mit Gott zu tun hatte. Auch das, denke ich, gehört dazu, wie beim Gleichnis
vom verlorenen Sohn. (Lukas 15,11-32)

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Ja, wenn du Gott nicht als einen Vater annehmen kannst, dann ist es ja nicht echt das
Vaterunser von Herzen zu beten.

Das war früher allerdings noch anders. Ich würde nicht sagen, dass ich wirklich "Christ" gewesen wäre, weil ich mir dafür doch zu wenig über die Hintergründe im klaren war. Aber gläubig war ich auf jeden Fall.

Aber der Samen ist bei dir gelegt. Es braucht wohl seine Zeit, bis er aufgeht und in
deinem Herzen wächst. Meistens sind es dann Notzeiten, wo wir intensiv beten,
und wo wir hinterher sagen können: Da hat mir Gott geholfen. Jetzt weiß ich es,
dass es ihn gibt und er für mich da war.

Auch das höre ich nicht zum ersten Mal... und die Sache mit den Notzeiten mag wohl stimmen, aber wie überzeugend ist ein Glaube, der nur deshalb entsteht weil einem sonst nichts mehr einfällt...?

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Dann frage ich mich, ab wann dein Glaube verloren ging? Was war los?
Warst du in gesetzlichen Gemeinden, die mehr das Gesetz gepredigt haben als
Jesus Christus, als seine Liebe zu uns? 
Schau noch mal in die Vergangenheit. Was hat dir den Glauben geraubt?

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Schau noch mal in die Vergangenheit. Was hat dir den Glauben geraubt?

"Geraubt" hat mir da niemand etwas. Es waren schlicht die gleichen Fragen, die ich auch hier immer wieder stelle. Die christliche Lehre ergibt für mich keinen Sinn, abgesehen vielleicht von einzelnen, wenigen Aspekten. Und je mehr ich mich damit befasste, desto weniger glaubwürdig erschien es mir.

Es war auch keine bestimmte Ausrichtung oder eine bestimmte Gemeinde... ich habe da ja sehr viele verschiedene Interpretationen kennengelernt. Und am Ende blieb da halt nicht mehr viel übrig.

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Kann es sein, dass du den Glauben mehr mit dem Verstand erfassen willst,
anstatt mit dem Herzen/Inneren zu vertrauen?

Dann ist es klar, warum du im Glauben Schiffbruch erleidest. 
Liebe/Gott kann man nicht mit dem Verstand erklären/wahrnehmen.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Kann es sein, dass du den Glauben mehr mit dem Verstand erfassen willst,
anstatt mit dem Herzen/Inneren zu vertrauen?

Nun, ich denke Glaube und Vertrauen sollte dem Verstand nicht widersprechen. Wir folgen ja nicht jeder X-beliebigen Religion, nur weil sie so tolle Versprechungen macht... wenn der Verstand sagt: "Nein, das kann nicht stimmen!" - dann ist auch kein Vertrauen möglich.

Und in der Regel ist das ja auch sinnvoll.

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 

Dann muss aber weiter geforscht werden. Vielleicht deckt die Schrift gerade eine
Lebenslüge auf. Welt und Himmel sind nun mal unterschiedlich.

Das Innere ist von Gott geprägt, bzw. hat eine Sehnsucht nach Gott (Himmel/Liebe)
und der Verstand ist durch die Eltern, Erziehung, Schule etc. geprägt worden.
Meistens nehme ich mir dann mehrere Bibelstellen zur Hilfe und vergleiche sie und
bitte zusätzlich im Gebet um Weisheit oder einen erfahrenen Christen.

Es kann sich auch um einen Übersetzungsfehler handeln, wie ich ihn beim Vaterunser
sehe. Dann mag ich diese Stelle auch nicht so mitzubeten, sondern wandele sie so
um, dass sie für mich stimmig ist.

"Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen." (Mt. 6,13)
Richtiger müsste es heißen:
"Du führst uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen."

weil es in Jak. 1,13 heißt:
Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand. 
14 Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und 
gelockt wird.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Es kann sich auch um einen Übersetzungsfehler handeln, wie ich ihn beim Vaterunser
sehe. Dann mag ich diese Stelle auch nicht so mitzubeten, sondern wandele sie so
um, dass sie für mich stimmig ist.

Es gibt da ein paar Stellen, wo es möglicherweise Übersetzungsfehler gibt... Pinchas Lapide hatte mal einige Beispiele genannt. Beispielsweise, das Jesus nicht bei "Simon, dem Aussätzigen" zu Gast war, sondern eher mit "Simon, dem Essener".

Auch das Vaterunser mag so ein Fall sein, aber ich denke sinngemäß ist eigentlich klar, wie es gemeint ist.

Solche einzelnen Stellen waren für mich meist auch kein Problem, ich finde die Lehre insgesamt nicht stimmig. Das Große ganze passt einfach nicht, und die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen sich das ausgedacht haben, weil sie eben Sehnsucht nach einem derartigen Glauben hatten, ist meiner Ansicht nach einfach zu groß.

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Hm, dass die Bibel und alle anderen Büchern von Menschen geschrieben sind, ist klar.

Dass Menschen eine große Sehnsucht nach Gott, nach einer heilen Welt haben, oder aus
Angst religiöse Handlungen verrichten, um vor Unglücken geschützt zu werden, oder
wie auch immer, ist auch klar. Das ist religiös.

Umgekehrt gilt aber gerade für der Bibel: Menschen erlebten Gott und davon berichteten
sie. Sie sahen ein leeres Grab. Darin hätten sie eigentlich einen zerschundenen, zerfetzten
Körper vermutet. 
Wer hat den Stein weggewälzt? Was ist da passiert? Warum ist das Grab leer?
Wer raubt denn eine Leiche? Wieso liegen die Tücher zusammengelegt da?

Stell dir diese Scene mal bildlich vor. Egal mit welchen Personen. Ob Römer (Wache),
ob Priester (die Täter), ob Jünger Jesu.

Was erwartetest du, wenn du zu nach 3 Tagen zu einem Grab gehst und es sieht anders
aus, als du es erwartest. Es ist offen, da liegt nichts drin, was vorher drin war.
Welche Fragen steigen bei dir auf? 

Gerade das ergibt keinen Sinn. Da muss etwas geschehen sein, was wir uns nicht erklären
können. Wo der Verstand nicht weiter weis. Es uns zu hoch ist.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@evana2 

Stell dir diese Scene mal bildlich vor. Egal mit welchen Personen. Ob Römer (Wache),
ob Priester (die Täter), ob Jünger Jesu.

Was erwartetest du, wenn du zu nach 3 Tagen zu einem Grab gehst und es sieht anders
aus, als du es erwartest. Es ist offen, da liegt nichts drin, was vorher drin war.
Welche Fragen steigen bei dir auf? 

Genau das habe ich gemacht, und ich bin dabei methodisch vorgegangen. Ich habe mir überlegt: Was könnte damals alles passiert sein?

Da keiner von uns dabei war muss man hier natürlich mehrere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Und dann kann man überlegen, welche davon wahrscheinlicher ist.

Dabei ist die Möglichkeit, dass ein Mensch nach drei Tagen Tod wieder lebendig wird von vornherein als sehr unwahrscheinlich anzusehen... so etwas passiert ja einfach nicht. Das macht es natürlich einerseits zu etwas Besonderem - andererseits sollten hier natürlich auch gute Gründe vorliegen, warum eben diese Variante als wahrscheinlich angesehen werden sollte.

Ich selber denke mir, dass der Leichnahm sehr wahrscheinlich von den Römern fortgebracht wurde. Möglicherweise aufgrund eines Missverständnisses. Sie hielten Jesus ja für einen Unruhestifter, und vielleicht wurde ihnen tatsächlich erzählt, dass die Jünger irgendetwas mit der Leiche vorhaben. Beobachter gingen dann irrtümlich davon aus, dass die Römer das Grab bewachen sollten, aber am nächsten Morgen waren sie nicht mehr da. Offenbar hatten sie also einen anderen Auftrag.

Als die Jünger bzw. die Frauen das leere Grab fanden, sahen sie Jesus nicht, sondern den Gärtner. Auch der Fremde, mit denen einige Jünger gingen, wurde von ihnen nicht als Jesus erkannt. Die Schlussfolgerung, dass Jesus auferstanden war, wurde erst später getroffen... und die Geschichten nach seiner Auferstehung entstanden auch erst in Nachhinein.

Natürlich kann ich nicht beweisen, dass es tatsächlich so gewesen ist. Wenn ich aber diese Möglichkeit mit der Möglichkeit vergleiche, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist - welche ist dann als wahrscheinlicher zu betrachten?

Wir wissen auch, dass Menschen alle möglichen phantastischen Geschichten erzählen. Das passierte zu allen Zeiten überall auf der Welt, bis heute. Berichte über Magie, Entführung durch Ausserirdische und alles mögliche, was wir allgemein nicht für glaubwürdig halten.

Warum soll ich jetzt also die phantastische Geschichte der Auferstehung für wahr halten? Ich sehe dafür keinen vernünftigen Grund...

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
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@lucan-7 

Warum riskierte Paulus, nachdem er die Jünger verfolgte und hinrichten oder foltern ließ, selbst das Leben und sprach nun noch von Jesus.
Das ergibt doch keinen Sinn, wenn er das Jesus nicht als Licht, als Auferstandenen erlebt hätte. Würdest du dein Leben für eine Phantasie riskieren?

Würdest du wegen erfundenen Geschichten gesteinigt, gekreuzigt oder
wie auch immer werden wollen? Spätestens wenn es um Leben oder Tod geht, dann
fängst du an zu sagen: das ist doch alles nur erfunden, daran ist nichts wahr.

Entweder man hält die Bibel oder Jesus oder Paulus für falsch, dann haben die Personen
bis zum Tod gelogen, oder man kommt zum Schluss. Das muss wahr sein. Solche
Lügen kann keiner durchhalten.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Warum riskierte Paulus, nachdem er die Jünger verfolgte und hinrichten oder foltern ließ, selbst das Leben und sprach nun noch von Jesus.
Das ergibt doch keinen Sinn, wenn er das Jesus nicht als Licht, als Auferstandenen erlebt hätte. Würdest du dein Leben für eine Phantasie riskieren?

Wir kennen die Motive von Paulus nicht genau, weil wir ihn auch nicht mehr fragen können. Aber sein Leben für irgendetwas zu riskieren bedeutet nicht automatisch, dass es wahr ist. Es gibt da genügend Beispiele, wo Menschen ihr Leben riskiert und oft genug verloren haben... für Gründe, die zumindest zweifelhaft und häufig genug eindeutig falsch waren. Ich nehme an, dass du auch nicht sagen wirst, dass islamische Selbstmordattentäter recht haben, nur weil sie bereit sind ihr Leben zu opfern... oder dass sie nachvollziehbare Gründe für ihr Verhalten haben.

Paulus war vermutlich aus bestimmten Gründen überzeugt von dem, was er predigte... ich halte es für unwahrscheinlich, dass er ein Hochstapler war, der bewusst Lügen erzählte.

Aber das macht seine Lehre noch nicht wahr. Genau so wenig, wie das Risiko des eigenen Todes irgendeine Lehre wahr macht...

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@lucan-7 

"ich halte es für unwahrscheinlich, dass er ein Hochstapler war, der bewusst Lügen erzählte."

Das denke ich auch. Aber über seine wirklichen Motive können wir nichts sagen, weil wir zu wenig von seiner Entwicklung seit seiner Kindheit wissen. Aber er war ja wohl ein fanatischer Verfolger von Anhängern Jesu. Wie bei allen Fanatikern dürfte in seinem Leben etwas sehr ungleichgewichtig gewesen sein. Und das wissen wir von anderen Fanatikern, dass sie - oft - ohne erkennbaren Grund eine völlige Gegenposition zu ihrem bisherigen Leben einnehmen, dabei aber immer noch so fanatisch sind wie vorher.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 

Es geht nicht darum, wie die Salafisten bewusst für ihre Ideologie in den Selbstmord
zu gehen, um möglichst viele Menschen umzubringen.
Dahinter steckt doch Menschenhass. Genauso, wenn man Kriege führt, oder in den
Krieg geht. Da ist von Liebe nichts zu spüren. Die Menschen werden zum Hass gedrillt.
Und das geht leider erschreckend schnell.
Die Pandemie hat es mir vor Augen gestellt, wie schnell gehässige Bemerkungen gegen Menschen gerichtet werden, die aus welchen Gründen auch immer,
sich nicht impfen gelassen haben.
Schon ist man ein Verschwörungstheoretiker und wird angegriffen. Man darf gar nicht 
mehr kritisch sein. 

Das kannst du nicht mit Menschen vergleichen,
die für ihre Liebesüberzeugung sterben, bzw. hingerichtet werden:
wie Jesus, Paulus, Petrus, etc.

Wer liebt, bringt weder sich noch andere um.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@evana2 

Das kannst du nicht mit Menschen vergleichen,
die für ihre Liebesüberzeugung sterben, bzw. hingerichtet werden:
wie Jesus, Paulus, Petrus, etc.

Wer liebt, bringt weder sich noch andere um.

Das mag sein, aber Queequeg hat ja schon darauf hingewiesen, dass das hier nicht der zentrale Punkt war. Entscheidend ist, dass es immer wieder fanatische Menschen gibt, die bereit sind, für ihre Überzeugungen in den Tod zu gehen. Und das heisst eben nicht automatisch, dass diese Überzeugung deshalb wahr ist.

Wenn ich also die biblischen Aussagen so prüfe, wie von mir geschildert, dann erscheinen mir diese Dinge doch extrem unwahrscheinlich.

Und das hat natürlich auch unmittelbar Auswirkungen auf meine Beziehung zu Gott. Selbst wenn ich der Überzeugung bin, dass es da einen "Gegenüber" gibt, so erscheint es mir doch extrem unwahrscheinlich, dass es sich dabei um den christlichen Gott handelt.

Damit entfällt für mich aber auch das stärkste und häufigste Argument, das mir hier immer wieder genannt wird: Die persönliche Beziehung zu Jesus bzw. dem Vater.

Denn selbst wenn es da wirklich eine Beziehung gibt... dann könnte da eben auch etwas völlig anderes dahinterstecken. Genau das war auch mein Eindruck, als ich damals auf der Suche war.

 

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
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@lucan-7 

Hm, da weiß ich jetzt allerdings auch nicht weiter, was ich dir da weiter schreiben kann,
wahrscheinlich brauchst du ein Wunder, ein spezielles Erlebnis, dass dir weiterhilft.

Die Bibel ist voller Wunder, aber wenn du nicht an Wunder glauben kannst, sie also nicht
für wahrscheinlich hältst, dann ....keine Ahnung.

Es war jedenfalls ein netter Gedankenaustausch zwischen uns..

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29398

@evana2 

Die Bibel ist voller Wunder, aber wenn du nicht an Wunder glauben kannst, sie also nicht
für wahrscheinlich hältst, dann ....keine Ahnung.

Es war jedenfalls ein netter Gedankenaustausch zwischen uns..

Ja, ich habe jetzt auch nicht erwartet dass wir an dieser Stelle wirklich zu einem Ergebnis kommen... ich wollte an dieser Stelle auch nur einmal schildern, weshalb ich mit dem Glauben einfach nicht weiter komme und was genau hier die Hindernisse sind.

Danke auf jeden Fall für deine Mühe und Geduld... weshalb die einen Leute glauben können und die anderen nicht, das wird für mich wohl weiter ein Geheimnis bleiben... aber ich denke, das können wir an der Stelle einfach mal so stehen lassen.

Alles Gute dir!

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
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@lucan-7 

Danke, dir auch alles Gute.
Vielleicht liegt es an dem Zugang, aus welchem Grund man auf die Suche nach
Gott geht.

Mir ist es eingefallen, nachdem ich mich über Fragen ausgetauscht habe.

Bei mir war es ja, dass ich einen festen Halt suchte, weil ich als Kind schon ein
schwieriges Leben hatte und wahrscheinlich in dieser Zeit zerbrochen wurde.
Ba habe ich mich natürlich nach einem Ort gesehnt, wo es heil ist, wo ich geborgen
bin. Schutz und Hilfe erfahre und das ist auch biblisch:

Ps. 51,19: Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.

Ps. 147,3: Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden.

Und bei IHM habe ich halt das gefunden, wonach mein Verlangen war und wonach ich
mich gesehnt habe. Deshalb hat das Weltliche auch seine Reize und seine Macht über
mich verloren. Geld, Ruhm, Macht bedeutet mir nichts mehr.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@evana2 

Ich hätte Dir andere Lebenserfahrungen gewünscht. Aber es ist gut, dass Du es geschrieben hast.

Viele Menschen haben schlimme Dinge erlebt, seit sie auf die Welt gekommen sind. Und natürlich sind sie dann ihr Leben lang auf der Suche nach einem heilen Ort. Leider geraten dann auch wieder viele an Menschen und in Situationen, bei denen sie doch wieder das gleiche erleben wie zuvor. Und das ist noch tragischer, wenn das im Raum religiösen Erlebens geschieht, z.B. durch bestimmte Gemeinden oder einzelne Mitglieder, die dann nur auf die Einhaltung irgendwelcher dogmatischer Forderungen achten, sich aber für das Leben des Menschen überhaupt nicht interessieren.

Ich habe damit leider ein Fülle böser Erfahrungen bei vielen Leuten machen müssen. Deshalb sage ich manchmal etwas zugespitzt - aber wirklich nur etwas -: Wo am meisten über die Liebe zum Nächsten oder auch zu Gott gesprochen wird, ist am wenigsten drin.

Gut, wenn Du das so nicht erfahren hast.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@queequeg 

Ich habe damit leider ein Fülle böser Erfahrungen bei vielen Leuten machen müssen. Deshalb sage ich manchmal etwas zugespitzt - aber wirklich nur etwas -: Wo am meisten über die Liebe zum Nächsten oder auch zu Gott gesprochen wird, ist am wenigsten drin.

Diese Feststellung habe ich auch schon gemacht. Je mehr Menschen über etwas reden und es betonen, desto nötiger haben sie es anscheinend... nicht umsonst heisst es ja: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen".

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
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@queequeg 

Es ist doch sonderbar. Wir leben hier nicht mehr in so einer brutalen Welt, wie es 
früher war mit sichtbarer Brutalität. Heute wird mit einem Psychokrieg gekämpft,
und jede zart beseitete Seele hat es sehr schwer in dieser Ellenbogengesellschaft
zurecht zu kommen.

Nicht umsonst hat Jesus gerade gegen die religiösen Führer seines Volkes gewettert,
z B. Matthäus 24,13: Wehe aber euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler!
Denn ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, lasst ihr (auch) nicht hineingehen.

Vielleicht hat er deshalb auf mich so eine enorme Anziehungskraft und ohne seine
Liebe, die ich erleben durfte, wäre ich auch nicht mehr am Leben.

Ich schreibe hier ja nicht nur, weil ich die Bibel toll finde, sondern weil ich seine
Kraft, seine Liebe, sein Aufrichten und seine Ermutigungen, seinen Trost,
seine Hilfe erlebt habe und erlebe.

Das ist auch meine Berufung, Menschen diese übernatürliche Liebe weiter zu sagen,
sie zu ermutigen, weiter zu suchen, dran zu bleiben, trotz den vielen ungelösten Fragen
und Zweifeln, die einen vertreiben wollen.

Bleibt dran, irgendwann kommt der Durchbruch in diese andere unsichtbare Welt der
Wunder und der Liebe. Das Reich fängt in uns an und führt dann durch den Tod in die
Ewigkeit, wo der Vater und viele bereits heimgegangenen Seelen, dann auf uns warten.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@evana2 

"Wir leben hier nicht mehr in so einer brutalen Welt, wie es früher war mit sichtbarer Brutalität."

Leider gilt das überwiegend nur hier - und auch das nur eingeschränkt - in unserem mittleren Europa. Schon an unserem Rande (Ukraine) und anderswo gelten ganz andere Lebensbedingungen. Und leider kann ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass es bei uns so bleibt.

Ansonsten - Du schreibst zu Dir selbst sehr sympathisch und ich kann das gut nachvollziehen.

Aber ich sehe auch die Gefahr, dass Du Deine Erfahrungen generalisierst und davon ausgehst, dass auch andere die Dinge ihres Glaubens - oder auch Unglaubens - so sehen und erleben müssten wie Du. Es wäre schade, wenn Du ihr erliegen würdest.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@queequeg 

Leider gilt das überwiegend nur hier - und auch das nur eingeschränkt - in unserem mittleren Europa. Schon an unserem Rande (Ukraine) und anderswo gelten ganz andere Lebensbedingungen. Und leider kann ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass es bei uns so bleibt.

Das ist zwar grundsätzlich richtig, ich muss Evana aber recht geben, dass man hier durchaus eine Entwicklung zum Besseren erkennen kann... noch lange nicht perfekt, aber schon um einiges besser im direkten historischen Vergleich.

Auch wenn man manchmal echt an der Menschheit verzweifeln könnte, so sehe ich trotz allem auch eine Entwicklung zum Positiven, die zumindest ein wenig Hoffnung macht.

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@lucan-7 

Schon, nur gibt es neben dieser Entwicklung auch das gerade Gegenteil.

Ich hab vorgestern und gestern den neuen "Im Westen nichts Neues" gesehen und dann noch einiges zum Film nachgelesen.

Der Regisseur hat ihn auch unter dem Aspekt gedreht, dass er auch in unseren westlich aufgeklärten und demokratischen Ländern zunehmend eine politische und (!) gesellschaftliche Tendenz zu rechtsradikalen Anschauungen sieht und dem mit seinem Film etwas entgegensetzen will. 

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@queequeg 

Schon, nur gibt es neben dieser Entwicklung auch das gerade Gegenteil.

Das ist wohl richtig. Es scheint geradezu eine Gesetzmäßigkeit zu sein, dass jede gesellschaftliche Bewegung, egal wie positiv und nützlich sie auch sein mag, in jedem Fall auch eine Gegenbewegung hervorruft.

Das heisst, es sind wohl keine schnellen Entwicklungen möglich, weil jede positive Entwicklung erst einmal Widerstand erfährt und gehemmt wird.

Wenn ich mir aber die Historie der letzten Jahrtausende so anschaue, dann denke ich doch dass es insgesamt eine Tendenz zum Positiven gibt... auch wenn wir uns zur Zeit leider wieder mal in einer Abwärtsspirale befinden.

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@lucan-7 

"Historie der letzten Jahrtausende"

Das ist prima vista durchaus auch richtig. Aber es ist die Frage, was der Hintergrund dieser Entwicklung ist. Ist es tatsächlich eine "moralische Höherentwicklung" der Menschen, oder ist es schlicht die Entwicklung neuer technisch-logistisch-organisatorischer Möglichkeiten.

Wenn z.B. genug Essen für alle da ist, braucht man einen anderen nicht tot zu schlagen, weil er einem die Ressourcen wegnimmt. Ist die dann entwickelte friedliche Konkurrenz ein moralisches Plus?

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@queequeg 

Wenn z.B. genug Essen für alle da ist, braucht man einen anderen nicht tot zu schlagen, weil er einem die Ressourcen wegnimmt. Ist die dann entwickelte friedliche Konkurrenz ein moralisches Plus?

Ja, natürlich. Die Weltkriege haben ja gezeigt, dass wir uns als Menschen auch hier in Europa nicht wirklich verändert haben und noch immer zu grausamen Taten fähig sind. Und das gilt auch heute noch.

Aber wenn technischer Fortschritt dazu beitragen kann, diese Seite des Menschen im Zaum zu halten, dann sehe ich das natürlich als Fortschritt.

Ich halte es auch für denkbar, dass der Mensch sich langfristig auch grundsätzlich ändern wird, sofern sich Kooperation auch weiterhin als vorteilhaft erweist. Aber hier sprechen wir bereits von evolutionären Entwicklungen, die natürlich noch einmal ganz andere Zeiträume betreffen.

Dass es einmal irgendwann an der Spitze Menschen von allerhöchster Moral und selbstlosen Idealen geben wird halte ich im übrigen auch für ausgeschlossen, da Egoismus immer schon ein starker Motor und Motivation für Entwicklungen war.

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@lucan-7 

"dass der Mensch sich langfristig auch grundsätzlich ändern wird, sofern sich Kooperation auch weiterhin als vorteilhaft erweist"

Ja, aber auch das wird nur funktionieren, wenn es genug angstfreie Menschen gibt, die eine solche Kooperation auch für wünschenswert und durchführbar halten. Leider gibt es aber kaum gesellschaftlich anerkannte und akzeptierte Modelle, wie man Menschen angstfrei "macht". 

 

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

Ansonsten - Du schreibst zu Dir selbst sehr sympathisch und ich kann das gut nachvollziehen.

Aber ich sehe auch die Gefahr, dass Du Deine Erfahrungen generalisierst und davon ausgehst, dass auch andere die Dinge ihres Glaubens - oder auch Unglaubens - so sehen und erleben müssten wie Du. Es wäre schade, wenn Du ihr erliegen würdest.

Das war ja nicht immer so. Es gab in meinen Gedanken durchaus auch Zeiten, wo genau das
Gegenteil der Fall war und diese mich beschimpften. Das war in den ersten 26-28 Jahren der
Fall. Und wenn ich mich in der Gesellschaft umschaue, so gibt es sehr viele Menschen, die ihr
Leben mit Völlerei, Trunkenheit, Drogensucht oder was auch immer zugrunde richten.
Woher kommt dieser Selbsthass? Wissen sie nicht, was sie sich jahrelang antuen?

Erst als Gottes Liebe mich annahm, so wie ich bin und mich von diesen Gedanken befreite,
konnte ich mich selbst annehmen und das war der Wendepunkt in meinem Leben.
Es dauerte aber noch viele Jahre, bis ich aus allen verdrehten Denkmustern befreit wurde.

Und ich spüre auch, wie andere, ihren Selbsthass, ihre negative Eigenschaft oder so auf mich
projektieren und dann mich fertig machen wollen. Und das finde ich an diesem Leben so 
schwierig, mit diesen Menschen klar zu kommen.

Und ich glaube, dass das der Wendepunkt im Leben eines Menschen ist, dass er erkennt
in was für einen Sumpf er steckt, aus dem er alleine nicht rauskommen kann.

Lukas 9,24: Denn wer sein Leben (Seele) retten will, der wird es verlieren; wer aber sein
Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.

Matth. 14,26 wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter
und seine Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein 
eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein;
und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.

Wenn man im Leben mit der eigenen Unzufriedenheit so weit gekommen ist, dass
man sich nach einem anderen Leben sehnt, nach einem Leben mit inneren Frieden,
dann ist man wohl erst bereit für Jesus.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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Beiträge : 7591

@evana2 

"Erst als Gottes Liebe mich annahm, so wie ich bin und mich von diesen Gedanken befreite,
konnte ich mich selbst annehmen und das war der Wendepunkt in meinem Leben."

Das ist doch sehr erfreulich.

"Und ich spüre auch, wie andere, ihren Selbsthass, ihre negative Eigenschaft oder so auf mich
projektieren und dann mich fertig machen wollen."

Das nun wirklich weniger.

"Und ich glaube, dass das der Wendepunkt im Leben eines Menschen ist, dass er erkennt
in was für einen Sumpf er steckt, aus dem er alleine nicht rauskommen kann."

Ich glaube, ich weiß, was Du meinst, würde das aber so nicht formulieren. Im Effekt kann das so etwas wie ein Sumpf sein, aber der Ausgangspunkt ist in jedem Fall eine tiefe Verletzung seiner Persönlichkeit, die dem Menschen mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst gar nicht bewusst ist und von ihm und anderen möglicherweise auch gar nicht als solche wahrgenommen würde.

Dabei geht es letztlich immer um Anerkannt- und Gewertschätzt-werden, also um das Gefühl, geliebt zu werden - und das vom ersten Tag mit der Geburt und möglicherweise schon vor der Geburt angefangen.

Was herauskommt, wenn ein Mensch das nicht erlebt hat, ist als erstes sicher nicht "Selbsthass", sondern Verzweiflung und ein Gefühl von Wertlosigkeit. Daraus kann dann Selbsthass entstehen, ist aber sicher nicht die Grundlage, sondern Folge.

 

 

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Und ich spüre auch, wie andere, ihren Selbsthass, ihre negative Eigenschaft oder so auf mich
projektieren und dann mich fertig machen wollen. Und das finde ich an diesem Leben so
schwierig, mit diesen Menschen klar zu kommen.

Das geht nicht nur dir so, da gibt es viele Menschen... sowohl solche, die andere Leute fertigmachen wollen als auch Leute, die zum Ziel dieser Aggression werden. Und das ist tatsächlich nicht leicht, vor allem wenn man das Gefühl hat, dass es irgendwie an einem selbst liegen könnte.

Ich selber habe es inzwischen geschafft, solche negativen Menschen weitgehend aus meinem Leben herauszuhalten, soweit es Bekannte, Verwandte oder Kollegen betrifft. Aber diesen Luxus hat man natürlich nicht immer, und da gilt es dann Mittel und Wege zu finden, damit fertig zu werden.

Das Glaube dabei eine große Hilfe sein kann - das glaube ich sofort...

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7

Der Glaube ist eine starke Ressource, stimmt. Er gibt mir Halt, Orientierung,
Hoffnung, inneren Frieden, die Kraft zur Vergebung und einiges mehr.

Jesus sagt ja selbst: Dein Glaube hat dich geheilt.

Was erwartest du vom christlichen Glauben, bzw. an Jesus? Er ist ja die zentrale
Person, mit der alles anfängt. Hast du da welche Erwartungen oder Bitten?

Ich meine, wenn er nun vor dir stünde und dich fragen würde:
Was kann ich für dich tun? Fällt dir dann etwas ein?

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Was erwartest du vom christlichen Glauben, bzw. an Jesus? Er ist ja die zentrale
Person, mit der alles anfängt. Hast du da welche Erwartungen oder Bitten?

Nun, da ich ihn nicht für zutreffend halte habe ich da natürlich auch keine Erwartungen mehr.

Erhofft hatte ich mir in erster Linie einen Sinn im Leben zu finden. Also etwa eine Aufgabe, der ich mich widmen kann. Etwas Spektakuläres habe ich dabei nicht erwartet... nur einen Weg, der mir zeigt: Hier gehöre ich hin!

Ich meine, wenn er nun vor dir stünde und dich fragen würde:
Was kann ich für dich tun? Fällt dir dann etwas ein?

Nun, ich würde ihn vermutlich fragen: "Wenn die Bibel wahr ist - warum ist sie dann so geschrieben, dass sie mir und vielen Anderen als unwahr erscheint?"

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Der Sinn des Lebens mMn. besteht darin, die Gabe, die in dich hineingelegt wurde,
zu entdecken, zu fördern und zu deiner Freude und anderer einzusetzen.
Dann kommst du in deine Bestimmung und dann wirst du dich auch in deinem Element
fühlen. Leider versäumen das die Gemeinden, Gaben zu fördern und freizusetzen.

Ich erlebe das auch so, dass ich in Gemeinden war, wo es mehr um Selbstdarstellung
ging als in der Wertschätzung der Gemeindeglieder: Was bringen sie mit und wie können
sie sich einbringen, damit alle einen Nutzen haben und sie sich am richtigen Platz finden.

Warum die Bibel dir und anderen als unwahr erscheint, lege ich so aus, dass ihr noch mit
dem Rücken zu Gott steht und dadurch in die falsche Richtung schaut, dann sieht es 
verdreht aus. Dann sieht man mehr Schatten als Licht. Mehr Gewalt als Frieden, 
mehr Hass als Liebe, mehr Unheil als Heil.

Bei mir gab es auch Zeiten, wo sich meine Gedanken um 180 Grad drehen mussten, 
damit ich wieder etwas freier wurde.

Buße bedeutet ja: Umkehr

Wer Gott nahen will, muss glauben (darauf vertrauen), dass er denen, die ihn suchen,
ein Belohner sein wird. (Hebr. 11,6)

 

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

"Warum die Bibel dir und anderen als unwahr erscheint, lege ich so aus, dass ihr noch mit
dem Rücken zu Gott steht und dadurch in die falsche Richtung schaut, dann sieht es 
verdreht aus."

Das ist ein pfiffiges Bild, es gefällt mir. Aber ich kann es trotzdem nicht übernehmen, weil es m.E. von mindestens zwei falschen Prämissen ausgeht.

1. glaube ich nicht, dass die Wirklichkeit Gottes eine Aufforderung an uns ist, ständig und ohne Unterlass und in jedweder Situation an ihn zu denken und zu fragen, was er wohl davon hält. Wenn man ihn nu8r halbwegs als Person versteht - was ich aber bekanntlich nicht tue -, dann hat er uns in die Welt gesetzt, damit wir uns und die Welt erleben, nicht, um unseren Blick in den Himmel zu werfen.

2. analysieren das Menschen in anderen Religionen und auch Atheisten auch nicht anders. Was Du zum Status der Welt und der Menschen in ihr geschrieben hast, ist also durchaus nicht originär christlich, sondern Resultat aller möglicher Menschen, wenn sie etwas über ihren persönlichen Tellerrand hinaussehen.

Was mich nun persönlich betrifft: Ich wüsste nicht, wofür Gott mich belohnen sollte. Das größte Geschenk - mein Leben - habe ich ja schon.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

Zum einen geht es darum, dass Gott, der Schöpfer aller Menschen ist. Alle sind seine
Originale und jedem lässt er die Wege gehen, die sie sich ausgesucht, oder in die sie
hinein gewachsen sind. Alle sind durch irgendeine Sozialisierung gegangen und haben
Meinungen, Ideologen oder was auch immer gelernt und sind in Muster verstrickt.

Das gilt es ja zu erkennen, wo wir "falsche Muster" übernommen haben, die uns hindern
in ein gutes und dem Schöpfer wohlgefälliges Leben hineinzukommen.
Gehen wir davon aus, dass der Mensch dazu bestimmt ist z.B. die Natur, die Tiere 
wertzuschätzen und zu erhalten, so haben hier fast alle Nationen versagt.
Oder gerade diejenigen, die mit der Natur und den Tieren leben, werden ausgerottet
von den anderen, die das nicht zulassen wollen und Gott und das Leben hassen.

Wenn du das Leben als ein Geschenk siehst, wie weit meinst du geht es?
Ist es mit dem Tod zu Ende, oder hast du eine Perspektive?

Das meine ich mit dem Drehen in die Sonne. Nicht im negativen Blick, auf den Tod 
fixiert zu sein, sondern über den Tellerrand zu schauen, wo das ewige Leben ist.
Und oft deckte die Bibel bei mir solche verdrehten Muster auf, sodass ich mein Denken,
meinen Sinn erneuern musste, um es an den Aussprüchen der Bibel anzupassen.

Da ich die Bibel bzw. das was Jesus sagt, als Wahrheit annehme, habe ich so ein 
sicheres Fundament, auf das ich mich stellen kann. Da steht es, ich glaube es, und
kann mich danach ausrichten. Das gibt mir Hoffnung und Halt.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

"Wenn du das Leben als ein Geschenk siehst, wie weit meinst du geht es?
Ist es mit dem Tod zu Ende, oder hast du eine Perspektive?"

Das ist für mich überhaupt keine Frage. Wenn mein Dasein nach dem Tod weitergeht, ist es gut, wenn es mit dem Tod beendet ist, ist es auch gut.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

Wenn mein Dasein nach dem Tod weitergeht, ist es gut, wenn es mit dem Tod beendet ist, ist es auch gut.

Also dann wohl doch eher die Sinn Fragen. Welche liegen denn bei dir oben auf?

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wie leben wir richtig? Wie füllt man seine 
Lebenszeit am Besten aus? Wer sind wir? oder?

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

"Woher kommen wir? Wohin gehen wir?"

Tja, diese Fragen stellen sich mir nicht, also kann ich sie nicht beantworten.

Wie ich richtig lebe, ist eine Frage, die sich permanent stellt und nicht einmal für immer zu beantworten ist. Die Antwort hängt dementsprechend immer von den gerade vorliegenden Bedingungen und Voraussetzungen ab. 

Meine Lebenszeit ausfüllen? Sie füllt sich von selbst aus, ich muss es einfach nur tun - leben und nicht überall rumsuchen, wo es zu finden ist. Es ist immer da, wo ich gerade bin.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Der Sinn des Lebens mMn. besteht darin, die Gabe, die in dich hineingelegt wurde,
zu entdecken, zu fördern und zu deiner Freude und anderer einzusetzen.

Ja, ungefähr so habe ich mir das vorgestellt. Aber das ist nicht so leicht... manche Begabungen von mir habe ich erst sehr spät erkannt, während sich manche vermeintliche Stärke als gar nicht so ausgeprägt herausgestellt hat. Es ist wirklich eine Herausforderung, seine Stärken und Schwächen überhaupt erst einmal zu kennen...

Warum die Bibel dir und anderen als unwahr erscheint, lege ich so aus, dass ihr noch mit
dem Rücken zu Gott steht und dadurch in die falsche Richtung schaut, dann sieht es
verdreht aus. Dann sieht man mehr Schatten als Licht. Mehr Gewalt als Frieden,
mehr Hass als Liebe, mehr Unheil als Heil.

Nun, es ist sicher eine Frage der Perspektive. Es geht aber nicht nur darum, das Negative zu sehen... ganz im Gegenteil. Ich sehe sehr wohl die frohe Botschaft in der Bibel. Aber auch das passt aus den genannten Gründen nicht... es erscheint mir nicht glaubwürdig.

Buße bedeutet ja: Umkehr

Dass ich ein Sünder bin und Vergebung brauche ist mir klar... das ist für mich ziemlich einsichtig.

lucan-7 antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

Hallo @lucan-7 

"Dass ich ein Sünder bin und Vergebung brauche ist mir klar... das ist für mich ziemlich einsichtig." 

Dann kannst du ja auch den nächsten Schritt wagen und Jesus um Vergebung bitten 

gorch-fock antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@gorch-fock 

Dann kannst du ja auch den nächsten Schritt wagen und Jesus um Vergebung bitten 

Tja, das ist das Problem... ich sehe Jesus hier nicht für zuständig.

lucan-7 antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

@lucan-7 

Dann würde ich an deiner Stelle Jesus.de  verlassen und mir ein Anderen Social Media suchen 

gorch-fock antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@gorch-fock 

Dann würde ich an deiner Stelle Jesus.de  verlassen und mir ein Anderen Social Media suchen 

Warum sollte ich?

Atheisten ist die Teilnahme hier nicht verboten. Falls sich das geändert haben sollte... lass' es mich wissen.

 

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@lucan-7  = zum Beitrag

ich sehe Jesus hier nicht für zuständig.

Wen siehst du denn hier als "zuständig"? Wer könnte denn hier einspringen und dir Vergebung zukommen lassen?

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@neubaugoere 

Wen siehst du denn hier als "zuständig"? Wer könnte denn hier einspringen und dir Vergebung zukommen lassen?

Meine Mitmenschen. Und wenn die nicht vergeben wollen, dann muss man sich auch selbst vergeben können.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Zum Beitrag

Wer soll dir denn die Sünde des Unglaubens (Unglaube Gott gegenüber) vergeben? Joh 16,9

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Wer soll dir denn die Sünde des Unglaubens (Unglaube Gott gegenüber) vergeben?

Wie soll das eine Sünde sein, wenn es gar keinen Gott gibt... wovon ich ja ausgehe?

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Zum Beitrag

Der Unglaube sagt: es gibt keinen Gott.  ....und du sprichst es aus und glaubst dem Unglauben.

Hat Jesus  die Unwahrheit in Joh 16 gesagt?

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Der Unglaube sagt: es gibt keinen Gott. ....und du sprichst es aus und glaubst dem Unglauben.

Hat Jesus die Unwahrheit in Joh 16 gesagt?

Ich verstehe nicht, was du hier jetzt für eine Antwort erwartest oder worauf du hinauswillst... wie ich zu biblischen Aussagen stehe ist dir doch weitgehend bekannt.

Am Ende ist das hier doch lediglich ein Zirkelschluss.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Ich will dir zeigen, wie Unglaube sich äußern kann und wie fest verankert er manchmal ist, dass man ihn gar nicht mehr als solchen wahrnimmt.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Ich will dir zeigen, wie Unglaube sich äußern kann und wie fest verankert er manchmal ist, dass man ihn gar nicht mehr als solchen wahrnimmt.

Dafür, dass ich meinen Unglauben nicht wahrnehme schreibe ich aber ziemlich viel darüber...

Und das Spielchen können wir ja auch mit beliebigen anderen Religionen machen, um dir deinen eigenen Unglauben vor Augen zu führen... was wäre dann gewonnen?

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Zum Beitrag

Nein, das können wir hier nicht mit anderen Religionen machen, denn es geht hier um den Glauben an Gott, wie er sich Juden und Christen vorgestellt hat und wovon sehr sehr viele Menschen berichten einschließlich Jesus als Mensch und Gott.

deborah71 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Das ist auch der schwierigste Teil: Wie kommt man aus diesem Sünderstatus?
Daran scheitern die meisten und kommen nicht weiter.

Beim Kreuz ist aber der Eingang in das neue Leben. Da ist die Tür.
Wir dürfen unsere Last dort ablegen, weil sie Jesus übernommen hat.

Man identifiziert sich mit Jesus am Kreuz. Er starb unseren Tod, den wir verdient hätten,
damit wir durch ihn sein Leben leben können. Er in uns. Als unsere Hilfe.

Wenn da Fragen kommen, frag bitte weiter, vielleicht finde ich Bilder, die dir beim 
Verstehen helfen.

 

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Das ist auch der schwierigste Teil: Wie kommt man aus diesem Sünderstatus?
Daran scheitern die meisten und kommen nicht weiter.

Ich würde sagen: Aus Einsicht. Ohne Eingeständnis seiner Schuld kommt man nicht weiter, und das ist ja auch sehr zentral im Christentum.

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

In der Regel ist es sogar mit den Jahreszeiten so: Frühling = was neues kommt zur Geburt
Sommer = Junges Erwachsensein, Herbst = Späteres Alter, Winter = Abschied und Tod.

Du kannst es auch mit einer Schwangerschaft und Geburt vergleichen:

Um als Mensch zu leben, wird man erstmal im Mutterleib getragen und gestaltet.

Ps. 139,13: Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib.

Dann kommt die "Austreibungsphase". Die paradiesischen Zustände gehe zu Ende.
Der Platz wird enger. Liegt das Ungeborene nun verkehrt mit den Füßen zum Ausgang
muss es erstmal von der Hebamme gedreht werden, damit es heraus kann.

So ähnlich ist es auch mit der geistlichen Geburt, bei der ich euch helfen will.
Das alte Leben (im Bauch) muss losgelassen werden, damit ihr ein neues Leben leben
könnt. Wie eben ein Neugeborenes. Vom Dunkeln ins Licht. 

Und so ähnlich ist es auch in dieser Zeit. Auch hier kommt etwas neues. Die alte
Weltordnung geht zu Ende. Kriege, Katastrophen, Seuchen, Hungersnöte häufen sich.
Das sind die Wehen, die die Geburt einleiten. Und das macht erstmal Angst.

Also nochmal: Das Denken, dass in den Tod führt, loslassen.
Das neue göttliche Leben, leben mit Gott annehmen.

Du gibst was altes auf, damit du etwas neues empfangen kannst.

Ohne diesen Loslösungsprozess (Wehen) funktioniert es nicht.

Die Natur macht es uns vor. Die Laubbäume lassen die verwelkten Blätter fallen,
warten ab und die neuen Blätter beginnen zu wachsen.

Der Wurm verpumpt sich und wird zum Schmetterling.

evana2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@evana2 

Bei mir war es ja, dass ich einen festen Halt suchte, weil ich als Kind schon ein
schwieriges Leben hatte und wahrscheinlich in dieser Zeit zerbrochen wurde.
Ba habe ich mich natürlich nach einem Ort gesehnt, wo es heil ist, wo ich geborgen
bin. Schutz und Hilfe erfahre und das ist auch biblisch:

Ja, das kann ich nachvollziehen. Ich habe selber viele Christen kennengelernt, denen es so erging. Da war eine Sehnsucht nach Annahme und Geborgenheit, die schliesslich zum Glauben führte, und das ist ja sehr menschlich. Im Grunde war das bei mir ähnlich, weil mir mein ganzes Leben etwas sinnlos erschien, und ich hoffte im Glauben Antworten darauf zu finden.

Das ist aber natürlich nicht der einzige Zugang, denn andere Christen haben ja ganz andere Erfahrungen gemacht. Aber eines ist wohl klar: Es gibt sehr viele, individuell ganz verschiedene Wege und Gründe...

 

lucan-7 antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@lucan-7 

Das ist aber natürlich nicht der einzige Zugang, denn andere Christen haben ja ganz andere Erfahrungen gemacht. Aber eines ist wohl klar: Es gibt sehr viele, individuell ganz verschiedene Wege und Gründe...

Das ist so, weil Gott jeden einzelnen Menschen einmal gemacht hat und jedem Menschen
individuell begegnen will, weil er in jedem Menschen seinen Geist gelegt hat, der erweckt 
werden will. Und deshalb ist jeder Mensch so kostbar und wertvoll. Aber in uns sind halt
die vielen Blockaden, die erst aus dem Weg geräumt werden müssen. 

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@lucan-7 

"Selbst wenn ich der Überzeugung bin, dass es da einen "Gegenüber" gibt, so erscheint es mir doch extrem unwahrscheinlich, dass es sich dabei um den christlichen Gott handelt."

So sehe ich das ja auch. Ich denke, dass im Christentum, wie in allen anderen Religionen, die Menschen eine Ausdrucksform für das gefunden haben, was sie - aus Angst und Hoffnung generiert - glauben. Und das dürfte letztenendes der Glaube sein, dass das eigene Leben und Sterben einen Sinn hat. Dafür gibt es dann diese unzähligen Bilder in den Religionen der Welt.

queequeg antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

Herausragend die Worte der Bibel, die uns (die wir nicht anders können) lehren uns kein Bild von Gott zu machen…

Nebenbei: Gott hat sich nie als christlich vorgestellt…

 

seidenlaubenvogel antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

"Würdest du dein Leben für eine Phantasie riskieren?"

Das würde wohl kaum jemand, wenn denn klar wäre, dass man eine Fantasie vor sich hat. Oft erkennen aber Menschen nicht, dass es sich bei dem, was denken oder glauben zu wissen, um keine Realität handelt und reagieren dementsprechend so, als ob sie eine Realität vor Augen haben.

Dazu gehört dann je nach Situation auch, dass sie für ihre Überzeugung Folter und Tod auf sich nehmen. Das ist so ungewöhnlich nicht und beweist gar nichts.

"Entweder man hält die Bibel oder Jesus oder Paulus für falsch, dann haben die Personen
bis zum Tod gelogen"

So stellt sich das Problem nicht dar. Diese Alternative ist nicht realistisch.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

Die Frage ist doch: Glaubst du dem Wunder der Auferstehung, oder andere Wunder
aus der Bibel oder glaubst du es nicht.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

Nein, die Frage war, warum ein Mensch bereit ist Folter und Tod auf sich zu nehmen. Und das tut er immer nur dann, wenn er von irgendetwas überzeugt ist. Nicht der Inhalt seines Glaubens ist hier entscheidend, sondern nur wie stark er glaubt.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

okay, der Glaube wächst mit der Verfolgung, weil man sich dann noch mehr in die
Nähe Gottes flüchtet.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

Das könnte als Motiv hinter solch einer Haltung stehen.

Aber da das auch für Leute gilt, die nix mit Religion am Hut haben und für Situationen, die keinen religiösen Glauben betreffen, denke ich, das ein anderes Motiv naheliegender ist.

Ich habe immer wieder erlebt, dass die größte Angst von vielen Menschen nicht der Tod ist, sondern ein sinnloses Leben gelebt zu haben. Und wenn die Aufopferung für was auch immer dem Leben Sinn gibt, dann lässt man sich darauf ein, auch wenn es Folter und Tod bedeutet.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

Das kann schon sein, dass ein sinnlos gelebtes Leben große Angst macht.

Jedenfalls weiß ich, dass mein Leben Sinn hat, dass ich geliebt bin und
weiß, wo ich hingehe, wenn ich sterbe. Schließlich ist die Bibel die Grundlage
meines Glaubens. Sozusagen die Anweisungen zum Leben, wie ein Leben
nach Gottes Willen gelingt.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

Ist ja gut. Dann dürfte es für Dich nicht viele offene Fragen geben.

queequeg antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 475

@queequeg 

Ich weiß nicht woran es liegt, aber irgendwie stelle ich nicht so oft Fragen, weder bei
Jesus als auch bei den Menschen. Ich lasse vieles einfach so stehen.

Vielleicht habe ich zu oft gehört: Sei nicht so neugierig.
Oder habe auf meine Fragen: Dumme Antworten bekommen
Oder Fragen anderer kamen bei mir wie ein Verhör vor.

Da habe ich einiges zu lernen. Genauso mit Fremdwörtern. Die wollen einfach nicht
in meinem Gedächtnis bleiben.

Vielleicht hat es ja was mit Kritikfähigkeit zu tun. Keine Ahnung
Ich habe es noch nicht hinterfragt.

evana2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@evana2 

Ja, das sind entmutigende Erfahrungen. Dann hört man irgendwann mal auf.

queequeg antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @goldapfel

@mt-24-14 

Das Problem, das ich mit deiner Interpretation der Stelle im 1. Könige sehe:

Gott hat Samuel als Propheten berufen. Er spricht in besagter Stelle "So spricht Gott der Herr..."

Sollte Samuel nicht Gottes Wort wahrheitsgetreu wiedergegeben haben, hat er gelogen. Dann erscheint es mir mehr als befremdlich, dass Samuel noch lange Gottes Prophet bleibt. 

Als andere Möglichkeit sähe ich nur, dass in der Bibel durch Autoren Gott, seinem Wesen nach falsche  Aussagen, in den Mund gelegt worden wären. Was mich zu den Fragen führt, woher man dann in anderen Teilen der Bibel die Gewissheit nehmen will, dass ausgerechnet diese Aussagen wahr sein sollen.

Beide Erklärungsversuche zu dieser Stelle machen für mich keinen Sinn. 

Hallo,

ok, da du dich in Bezug zu 1.Könige der Logik gegenüber öffnest, gebe ich dir meine Sicht zu der Problematik aus diesen Versen, die durch logische Überlegungen ans Licht kommen.

  • Richtig ist, dass der Prophet Samuel (bzw. der Verfasser dieses Textes) in besagter Stelle mit den Worten beginnt: "So spricht der Herr ..." Das steht ja schwarz auf weiss so da. Da gibt es auch nix dran zu rütteln. Also, Überseinstimmung.
  • Es gibt auch nix daran zu rütteln, dass du und ich und viele andere gläubige Christen die sich intensiv (und ernsthaft) mit den Inhalten der Schrift auseinandersetzen, Samuel als einen Propheten Gottes anerkennen. Also, eine weitere Übereinstimmung.

Kurzer Einschub: Da du Bibelkundig bist ersprare ich mir bei meinen weiteren Ausführungen, Erklärungen mit Bibelstellen zu pflastern. Also sinngemäß weisst du von der Stelle, wo Jesus Petrus die Info schenkt, dass Er bald getötet wird, Er also ans Kreuz gehen wird.

Jesus reagierte auf die Antwort von Petrus sinngemäß wie folgt: Weiche von Mir Satan ....

Wenn Jesus zu dem treuen Menschen Petrus (einem Nachfolger) so etwas sagt, dann bedeutet das ja nicht, dass Jesus Petrus als Satanisten entlarvt hat.

Logischerweise spricht Jesus hier die bösen Worte (Herkunft: Satan) die Petrus in diesem Moment so sprach an, die Jesus als eine Aussage Satans erkannt hatte und sie dementsprechend von sich wies. Das ist wichtig zu wissen.

Denn man sollte niemals einen Menschen in boshafter Weise attackieren, weil Menschen durch ihre Sündhaftigkeit nun einmal anfällig sind für Aussagen die nicht von Gott kommen können. Diese Erkenntnis geht eindeutig aus diesem Ereignis hervor.

 

Kommen wir zurück zu Samuel.

Ich glaube, dass der Prophet Samuel keineswegs in böser Absicht diesen Text Gott zuordnen wollte.

Ich glaube, dass Samuel diese Prophetie aufgrund seines persönlichen Hintergrunds tatsächlich 1 zu 1 so verstanden hat. Da war keine böse Absicht in seinem prophetischen Tun, also auch keine lügenhaften Gedanken in Samuels Worten.

Dennoch hörte (oder sah) Samuel diese prophetischen Worte von 1.Könige, vor dem Hintergrund, dass man ein solches Verhalten Gott von Beginn an zutraute, weil man IHN nicht richtig kannte und in dieser Weise wahrgenommen hatte. Hinzu kommen die persönlichen Erlebnisse des Volkes Israel hinzu, die im Kontext mit anderen Völkern alles andere als liebevoll waren.

Da gibt es noch mehr dazu zu sagen, aber das genügt erst einmal, um menschliche Fehlinterpretationen zu erklären, obwohl sie in guter Absicht empfangen bzw. formuliert sind (siehe das vorherige Beispiel mit Petrus!!!!!!).

Denn Petrus ist ein treuer Nachfolger Jesu und keineswegs ein Satanist, aber dennnoch weisst Jesus eine Aussage von Petrus von sich.

D.h. auch tiefgläubige Menschen können sich irren und demnach auch Fehler machen, auch in ihren Aussagen und Botschaften , auch Menschen Gottes die in der Bibel einen göttlichen Auftrag haben.

Jesus korrigiert dann auf seine Art böse (bzw.falsche) Aussagen von Menschen. 

Und da Jesus nie lügt, da Er die Wahrheit ist, kann man andere Aussagen mit Jesu Aussagen prüfen und korrigieren.

Macht das Sinn?

Das ist logisch.

 

 

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Gorch-Fock
Beiträge : 1349

Glaubensbekenntnis 

 

Guten Morgen @lucan-7 

Das beste ist, wenn du Jesus in dein Herz hinein lässt 

gorch-fock antworten
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