Kommt der Glaube von Gott?
Hallo zusammen,
das war die Frage in einem anderen Thread und ich möchte sie gerne aufgreifen, um es allgemein an alle zu fragen.
Ich habe keine Bibelstelle im Sinn, die das so sagt und ich persönlich denke das nicht.
Ich glaube, dass das eine persönliche Entscheidung ist, die man trifft. Es gibt zwar Bibelstellen, die die Gnade der Erlösung von Sünde, das Wollen und das Vollbringen Gott zuschreiben- aber nicht den Glauben. Oder?
Veröffentlicht von: @sternHallo zusammen,
das war die Frage in einem anderen Thread und ich möchte sie gerne aufgreifen, um es allgemein an alle zu fragen.
Ich habe keine Bibelstelle im Sinn, die das so sagt und ich persönlich denke das nicht.
Ich glaube, dass das eine persönliche Entscheidung ist, die man trifft. Es gibt zwar Bibelstellen, die die Gnade der Erlösung von Sünde, das Wollen und das Vollbringen Gott zuschreiben- aber nicht den Glauben. Oder?
Der Glaube ist nicht nur Gott zuzuschreiben.
Die Menschheit hat von Anfang an geglaubt, egal ob es Evolution, Außerirdische oder sonst wie heißt .
Der Glaube fängt grundsätzlich da an, wo etwas nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann.
Paulus erklärt es so:
(Hebräer 11:1, 2) . . .Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht. 2 Denn durch diesen erlangten die Männer der alten Zeiten Zeugnis.
@stern Entweder, es gibt einen allmächtigen und allwissenden Gott, der die Welt geschaffen hat. Dann kommt sowohl Dein Glaube an den christlichen Gott als auch mein Unglaube bezüglich aller Götter von diesem Gott.
Oder es gibt einen solchen Gott nicht, dann lässt sich die Frage danach, woher ein Mensch seinen Glauben hat, stets nur für ihn beantworten, wobei die Antwort jedesmal unendlich kompliziert sein muss, weil sie ja alle Faktoren, die dazu führten, dass dieser Mensch gerade jetzt, gerade hier gerade diejenigen Überzeugungen hegt, die er als "seinen Glauben" bezeichnet.
Für den ersten Fall sei angemerkt, dass es sich bei dem dort angenommenen Gott nicht zwangsläufig um den christlichen Gott handeln muss.
Für den zweiten Teil sei angemerkt, dass ich Unterscheidungen zwischen verschiedenen Arten des Glaubens, wie sie auch schon hier im Thread angeführt wurden, für in die Irre führende Verkomplizierungen halte, die nicht dazu dienen, Klarheit zu schaffen, sondern allein dazu, unterschiedliche Behauptungen über den Gegenstand Glauben zu harmonisieren, die, wiewohl zueinander im Widerspruch stehend, von Autoritäten (Bibel, Koran, Mama, Papa, angesehene Prediger oder Schriftgelehrte...) vertreten werden/wurden.
Glaube sei hier definiert als ein kognitiver Gehirnzustand der Überzeugung davon, dass einer oder mehrere (beliebige) Aussagesätze die Tatsachen zutreffend beschreiben.
Wenn jemand sagt, er glaube an Jesus in dem Sinne, dass er der Person Jesus vertraue, dann ist das bezüglich meiner Definition letztlich nur eine verschwommene und unpräzise Zusammenfassung einer ganzen Reihe von Aussage-Sätzen. Beispielsweise dieser hier:
Es gibt Personen.
Es ergibt insofern Sinn, zu behaupten, man vertraue einer Person, als man sich sicher (davon überzeugt, also daran glaubend) ist, dass diese Person sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten werde.
Jesus ist eine Person.
Jesus ist ein Mann, der vor ungefähr 2000 Jahren predigend durch Palästina reiste, irgendwann zu Tode gefoltert wurde und dann leiblich aus dem Grab auferstand und in den Himmel fuhr.
Jesus ist der Sohn Gottes.
Jesus ist gleichzeitig Mensch und Gott.
Jesus liebt mich.
Jesus würde mich nie verarschen.
Jesus findet es gut, wenn die Leute nett zueinander sind.
Jesus wird am Tag des Jüngsten Gerichts anwesend sein.
Der Tag des Jüngsten Gerichts wird kommen.
Das Jüngste Gericht ist ein Verfahren, bei welchem sich die Menschen vor Gott verantworten müssen.
Man hat als Mensch deutlich bessere Chancen bei diesem Verfahren, nicht allzu streng bestraft zu werden, wenn Jesus für einen Partei ergreift. Denn...
Jesus wird an dem Tag zur Rechten Gottes sitzen.
Also neben sich selbst.
Haut schon irgendwie hin.
Überhaupt, wer solche ironischen Einwände macht, ist vermutlich ein advocatus diaboli.
Lass mich in Ruhe mit so einem Scheiss, wer frag dich denn überhaupt?! (<-- Das ist kein Aussagesatz und daher auch nicht wirklich Teil von Glauben. Es ist aber Ausdruck eines häufig zu bemerkenden Verhaltens ideologisch Gläubiger, wenn man die Sätze, von deren Stimmigkeit sie überzeugt sind, auf ihre logische Konsinstenz hin überprüft und dabei auf Schwachstellen hinweist)
etc. pp. ad infinitum
Was sich nicht in Aussagesätzen ausdrücken lässt, kann nicht geglaubt werden. Gefühle sind kein Glaube.
Entweder, es gibt einen allmächtigen und allwissenden Gott, der die Welt geschaffen hat. Dann kommt sowohl Dein Glaube an den christlichen Gott als auch mein Unglaube bezüglich aller Götter von diesem Gott.
Wieso wusste ich, dass du das sagen würdest? 🙂
Oder es gibt einen solchen Gott nicht, dann lässt sich die Frage danach, woher ein Mensch seinen Glauben hat, stets nur für ihn beantworten, wobei die Antwort jedesmal unendlich kompliziert sein muss, weil sie ja alle Faktoren, die dazu führten, dass dieser Mensch gerade jetzt, gerade hier gerade diejenigen Überzeugungen hegt, die er als "seinen Glauben" bezeichnet.
Ja.
Für den ersten Fall sei angemerkt, dass es sich bei dem dort angenommenen Gott nicht zwangsläufig um den christlichen Gott handeln muss.
Da es nur einen gibt, ist es egal welcher Religion du ihn zuordnest. Auch wenn die Religionen Gott unterschiedlich definieren, ist Gott immer Gott. Ich kann das nicht gut erklären…
Für den zweiten Teil sei angemerkt, dass ich Unterscheidungen zwischen verschiedenen Arten des Glaubens, wie sie auch schon hier im Thread angeführt wurden, für in die Irre führende Verkomplizierungen halte
Da bin ich grundsätzlich ganz deiner Meinung. Ich denke auch, dass glauben immer glauben ist,
Glaube sei hier definiert als ein kognitiver Gehirnzustand der Überzeugung davon, dass einer oder mehrere (beliebige) Aussagesätze die Tatsachen zutreffend beschreiben.
..ja, ungefähr so.
Aber für mich war die Frage nach dem wo er herkommt wichtiger, als was er ist.
Es war ein bisschen so meine letzte Bastion, die ich für mich als Person allein haben wollte: meinen Glauben, das einzige, was ich Gott geben kann von mir selbst aus (ausser ihn zu lieben). Bei Tojak hab ich das etwas ausführlicher geschrieben.
Wenn jemand sagt, er glaube an Jesus in dem Sinne, dass er der Person Jesus vertraue,…
Nun, wenn du einer Person vertraust, dann glaubst du normalerweise ihren Aussagen. Und die Person Jesus betreffend würde das für mich bedeuten:
Ich glaube, dass seine Aussagesätze die Tatsachen zutreffend beschreiben.
Tatsachen über
1.Gott
2.uns Menschen
3.über ihn selbst
Was sich nicht in Aussagesätzen ausdrücken lässt, kann nicht geglaubt werden. Gefühle sind kein Glaube.
Genau. Deshalb bin ich sehr froh, dass Jesus gesprochen hat und das aufgeschrieben wurde. So kann ich diesen Aussagen glauben.
@stern Wieso wusste ich, dass du das sagen würdest?
Vielleicht, weil meine Postings in der Regel einander nicht widersprechen. Das macht mich freilich ziemlich berechenbar... 😎
Aber für mich war die Frage nach dem wo er herkommt wichtiger, als was er ist.
Ja. Und da kannst Du Dich nun entscheiden: Wenn Gott allmächtig und allwissend und der Schöpfer von allem ist, dann kommt Dein Glaube - so wieder Glaube aller anderen, also auch mein Glaube... - von Gott. Damit dürfte Deine hier gestellte Frage beantwortet sein, ohne dass Du auch nur einen Blick in die Bibel werfen bräuchtest.
Oder aber Gott ist nicht allmächtig, allwissend und Schöpfer von Allem. Dann wird Dir die Frage niemand beantworten können, weil jede zutreffende Antwort unendlich komplex sein müsste. Dann nämlich ist der Zustand Deines Gehirns, den wir als "Deinen Glauben" bezeichnen können, nur Ergebnis einer gigantischen Menge unterschiedlichster Kausalketten, die sich bis zum Beginn des Universums zurückverfolgen ließen. In einem anderen Zusammenhang hatte ich jüngst hier im Forum darauf hingewiesen, dass die Sachsen-Missionierung durch Karl den Großen statt fand. Da wurden ganze Völker mit Feuer und Schwert missioniert, kurz: per Gewalt wurde der christliche Glaube als gültige Ideologie durchgesetzt. Ob man dies nun begrüßenswert findet oder schrecklich: Seither waren große Teile Europas "christlich", wurden also Kinder christlich sozialisiert... Und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit resultiert also auch Dein christlicher Glaube aus jenen weit mehr als tausend Jahre zurückliegenden Ereignissen insofern, als Deine Existenz, Deine Glaubensbiografie nicht so weit hinreichend entkoppelt* ist von jenen Ereignissen, als dass die kausalen Zusammenhänge ignoriert werden könnten.
Selbstverständlich ließen sich unterschiedliche Kausalketten von Deinem heutigen (Glaubens-)Zustand her verfolgen und es hinge allein von Dir ab, wie weit zurückverfolgt sie Dir noch als relevant erschienen. Beispiel: Du glaubst das, was Du glaubst, weil Du gerade etwas in der Bibel gelesen hast, das Du so und so verstehst (d.h. interpretierst) und für wahr hältst (glaubst). Dann könntest Du zu dem Schluß kommen: "Mein Glaube kommt aus meiner Bibellektüre."
Welche biografischen Voraussetzungen Deine Interpretation dieser spezifischen Bibelstelle beeinflussten, kannst Du womöglich ausblenden, also die Verfolgung der Kausalkette, die zu Deiner jetzigen Art und Weise, Bibelstellen zu interpretieren, führte, ignorieren oder abbrechen. Ebensogut gibt es aber auch Kausalketten, die dazu führten, dass das, was Du in der Bibel liest, überhaupt dort zu lesen ist. Die Autoren hätten ja auch was anderes schreiben können oder die Kanonisierung der vielen unterschiedlichen Schriften, die gemeinsam die Bibel ergeben, hätte anders ablaufen können. Dabei ist nicht nur relevant, welche Schriften es in den Kanon hinein schafften, sondern auch, welche es nicht hinein schafften. Stell Dir mal vor, der Jünger Jesu Judas Thaddäus hätte eine eigene Schrift, das erste und logischerweise Wichtigstes der fünf kanonisierten Evangelien, verfasst, nach welcher es für die Aufnahme in den von Jesus gepredigten Himmel unerlässlich sei, dass man als Mann sich beschneiden lassen müsse. Die Schriften des Paulus hätten es entsprechenderweise nicht mal in den Kanon geschafft, bzw. wären in die Apokryphen verbannt worden. Dann hätte es womöglich deutliche Verzögerungen dabei gegeben, die christliche Religion zu verbreiten und Karl der Große wäre als Karl der Looser in die Geschichtsbücher eingegangen, weil seine Truppen es erstens trotz großzügigem Einsatz von Feuer und Schwert nicht schafften, das Evangelium merklich zu verbreiten, sondern er noch vor seiner Kaiserkrönung von einem seiner engsten Mitarbeiter ermordet worden wäre als Rache dafür, dass dessen zwei Söhne durch Infektionen bei der Beschneidung einen langsamen und schmerzvollen Tod fanden. Dann wärst Du heute womöglich ein Heide und das, was Du in einer Bibel liest, die Dir ein palästinensicher Missionar zur Lektüre empfahl, hätte für Dich praktisch gar keine Autorität, jedenfalls nicht mehr als z.B. das Buch Mormon oder der Koran. Würdest du dann die jeweilige Stelle nicht deutlich anders interpretieren und verstehen, als Du's jetzt und heute tust? Käme dann Dein Glaube aus der Bibel?
Die Annahme, Dein Glaube käme entweder von Gott oder aus Dir selbst, ist eine sehr unpräzise Annahme, die auf ein doppelt falsches Dilemma hinaus läuft. Falsch einmal in der Weise, dass nur, weil Du nicht aus Dir heraus bestimmst, was Du glaubst, damit nicht notwendig folgt, dass von aussen eben nur Gott Deinen Glauben bewirken könne (als Alternativen böten sich der Teufel, eine durchzechte Nacht oder eine elektromagnetische Stimulierung deiner Gehirnzellen an...). Und es ist insofern falsch als die Antwort "aus mir heraus" völlig beliebig und leer ist, solange nicht bestimmt werden kann, was dieses Ich, aus welchem heraus der Glaube kommt, überhaupt ist.
Die Antwort "Mein Glaube kommt aus mir selbst." auf die Frage, woher Dein Glaube stamme, ist ungefähr so erklärungsmächtig wie die Beantwortung der Frage: "Woher kommt diese Frau da mit dem grünen Hut?" mit "Die kommt aus einem Land auf der Erde."
*Ein Beispiel für hinreichende Entkopplung wäre z.B. ein mit der Sachsenmissionierung vergleichbares Ereignis, das auf einem mehrere Millionen Lichtjahe entfernten Planeten vor über tausend Jahren statt fand: ob es stattfand oder nicht: es könnte kaum ein kausaler Zusammenhang zu Ereignissen in meinem oder Deinem Leben erkannt werden.
Ja. Und da kannst Du Dich nun entscheiden
Genau. Das ist nämlich das was mir bleibt, mich entscheiden zu können. Auch wenn ich das „nur“ innerhalb meiner vorgegebenen Parameter kann.
Auch meine Frage ist beantwortet, ja.
Man entscheidet darüber, welcher Information man vertraut, mit allen daraus folgenden Konsequenzen, zB dass mir das Vermögen zu glauben auch geschenkt wurde.
Das ist vollkommen ausreichend.
In dem Fall von Gottes Existenz- ja oder nein - entscheide ich mich der Information zu vertrauen, die Jesus hier auf die Erde gebracht hat. Das hat Konsequenzen in meinem Denken. Ich lebe anders, als wenn ich das nicht täte.
Ob ich die Entscheidung nur so treffen kann (also determiniert)…?…wer von uns kann es abschließend beurteilen?
Da es nur einen gibt, ist es egal welcher Religion du ihn zuordnest. Auch wenn die Religionen Gott unterschiedlich definieren, ist Gott immer Gott.
Monotheismus ist eigentlich eher die Ausnahme. viele Religionen gehen von mehreren Göttern aus, die mit dem christlichen Gott nur schwer vergleichbar sind. Im Grunde stellt ja auch die Bibel diese Entwicklung zum Monotheismus nach. Wird nur von Christen meist ungerne so gesehen.
Aber für mich war die Frage nach dem wo er herkommt wichtiger, als was er ist.
Es war ein bisschen so meine letzte Bastion, die ich für mich als Person allein haben wollte: meinen Glauben, das einzige, was ich Gott geben kann von mir selbst aus (ausser ihn zu lieben).
Für mich war die Antwort, dass Glaube nur von Gott selbst kommen kann (Weil es aufgrund Gottes angenommener Eigenschaften gar nicht anders sein kann) sehr entscheidend für meine Erkenntnis, dass der christliche Glaube inkonsequent und unsinnig ist, wenn man seine Grundannahmen zu Ende denkt. Um nur ein Beispiel zu nehmen: Es ist unsinnig zu sagen, der allmächtige Gott, der jeden Menschen bis aufs Haar genau kennt, möchte gerne, dass jeder Mensch gläubig wird - es passiert aber nicht.
Die Christen versuchen dann als Rechtfertigung den Fokus auf den Menschen zu legen: Der Mensch selbst sträubt sich!
Nun kennt Gott aber jeden einzelnen Menschen durch und durch. Und er WILL, dass jeder Mensch gläubig wird und dadurch errettet. Und er ist ALLMÄCHTIG, Und Gott schafft das nicht...? Dann kann er kaum allmächtig sein!
Ja, antwortet der Christ... aber Gott möchte, dass der Mensch "frei" ist! Er soll selbst entscheiden können!
Und dann stellt sich wieder die Frage: Was soll denn daran "frei" sein, wenn Gott den Menschen die wesentlichen Informationen, die zum Glauben führen würden, vorenthält?
Und zum anderen bedeutet es, dass Gott die "Freiheit" des Menschen, auch auf vollkommene Irrwege zu geraten, die geradewegs in die Verdammnis führen, wichtiger ist als die Erlösung.
"Freiheit" hat für Gott offenbar Priorität vor Glauben... auch dann, wenn die Menschen unwissend ins eigene Verderben laufen. Wobei er da gelegentlich auch Ausnahmen macht und direkt eingreift. Aber eigentlich liebt er alle Menschen gleich...
Man bekommt diese Dinge nicht mehr logisch zusammen. Deshalb heisst es dann ja von Christen: "Gottes Wege sind unergründlich!"
Ja... aber wenn sie "unergründlich" sind, dann brauchen wir gar nicht erst zu versuchen, sie zu ergründen... das bringt dann wohl nichts...
Monotheismus ist eigentlich eher die Ausnahme. viele Religionen gehen von mehreren Göttern aus, die mit dem christlichen Gott nur schwer vergleichbar sind.
Das ist mir bewusst, auch wenn ich sie nur oberflächlich kenne.
Ich will auch nicht damit sagen, dass die Religionen alle den gleichen Gott als „Vorlage“ haben und ihn nur verschieden umschreiben, sondern dass es unabhängig von den Religionen und was diese meinen, nur einen Gott gibt. Das ist aus einer atheistischen Position betrachtet nur eine willkürliche Behauptung da sie nicht beweisbar ist, eine Theorie. Aber für einen Monotheisten die einzig wahre 🙂
Und ja, die Bibel kommt aus dem Polytheismus zum Monotheismus….aber das ist ja kein Widerspruch zum Monotheismus, nur weil sie sagt, dass es früher bei den Menschen anders war. Es ist eben der Boden, auf dem sich Gott dann ein Volk rausgesucht hat, um sich zu offenbaren.
Für mich war die Antwort, dass Glaube nur von Gott selbst kommen kann (Weil es aufgrund Gottes angenommener Eigenschaften gar nicht anders sein kann) sehr entscheidend für meine Erkenntnis, dass der christliche Glaube inkonsequent und unsinnig ist, wenn man seine Grundannahmen zu Ende denkt.…
..
Die Christen versuchen dann als Rechtfertigung den Fokus auf den Menschen zu legen: Der Mensch selbst sträubt sich!
Stell dir mal vor, du bist Gott und weisst um jeden Mensch und was ihm gut täte. Aber der hat seine eigenen Vorstellungen davon, was er in seinem Leben alles anstellen und erreichen möchte. Erst schickst du ein paar Regeln, dann Propheten, dann deinen Sohn, dass der mal Tacheles redet, wie du dir eigentlich so ein Menschenleben und das Zusammenleben der Menschen so wünschst - damit ihr dann alle irgendwann mal zusammen leben könnt (und es dann da nicht zugeht wie aufm Schlachtfeld.)
Das ist die sehr verkürzte Fassung (ohne die Schuld/Sühne/Sünde). Wann und ob Gott nun eingreift, wenn sich jemand flehentlich oder bewusst an ihn wendet oder einfach random so wie er das für gut findet…wir wissen es nicht wirklich, und wenn das dich dazu verleitet zu sagen: na, dann nützen doch auch meine Versuche nichts, ihn verstehen zu wollen, dann muss ich dir recht geben. Verstehen ist da ein grosses Wort. Wir wissen einfach nicht, wozu uns diese grosse Freiheit dient, weil wir so beschränkt sind.
Vielleicht geht es aber gar nicht mal so sehr darum, sondern eher um ein Anerkennen und Lieben. Zumindest laut Jesus. Er sagt nicht: versuche mit all deiner Kraft ihn zu verstehen und seine Wege zu ergründen, sondern er sagt: liebe ihn mit all deiner Kraft. Und wen liebst du? Natürlich einen, der es gut mit dir meint. Laut Jesus ist er der einzige, der gut ist. Ohne Böse.
Unter einem liebenden Gott lassen sich alle Menschen vereinen, egal welcher Hautfarbe oder Religion. (Da werden mir jetzt manche vehement widersprechen wollen, denn nur „wer den Sohn hat, hat das Leben“ , aber da der Sohn Liebe predigt, habe ich da gar keine Bedenken, das so zu formulieren…denn in der Annahme eines jeden Menschen erfüllt sich das Liebesgebot).
Ich will auch nicht damit sagen, dass die Religionen alle den gleichen Gott als „Vorlage“ haben und ihn nur verschieden umschreiben, sondern dass es unabhängig von den Religionen und was diese meinen, nur einen Gott gibt.
Aus deiner Position setze ich das mal voraus, logisch... aber mir ging es jetzt darum, was Menschen allgemein so glauben, nicht darum, wer davon recht hat.
Und ja, die Bibel kommt aus dem Polytheismus zum Monotheismus….aber das ist ja kein Widerspruch zum Monotheismus, nur weil sie sagt, dass es früher bei den Menschen anders war. Es ist eben der Boden, auf dem sich Gott dann ein Volk rausgesucht hat, um sich zu offenbaren.
Kann man so sehen, aber es gibt für mich einen Bruch zwischen Schöpfungsgeschichte bis in die Zeit nach Moses. Da hat Gott auf der ganzen Welt plötzlich Vielgötterei zugelassen, was schon etwas merkwürdig ist. Historisch leicht zu erklären, biblisch weniger... aber das führt jetzt hier vom Thema weg.
Stell dir mal vor, du bist Gott und weisst um jeden Mensch und was ihm gut täte. Aber der hat seine eigenen Vorstellungen davon, was er in seinem Leben alles anstellen und erreichen möchte.
Weisst du das denn selber so genau? Wie viele Menschen kennst du, die das so genau wissen?
Mehr oder weniger sind alle Menschen, die ich so kenne, auf der Suche nach irgendwas. Jeder stellt sein Leben immer wieder in Frage, die Frage: "Was mache ich hier?" oder "Soll das jetzt alles gewesen sein?".
Auch Leute, die eigentlich glücklich und zufrieden sind kennen solche Zweifel. Bei manchen stärker, bei manchen weniger stark. Dass alle Leute glauben, sie müssten dem Reichtum oder Anerkennung oder sonstwas hinterherjagen und fest davon überzeugt sind, dass das der einzige Weg ist - das halte ich für ausgeschlossen. Kaum jemand weiss wirklich, was er will... und die allerwenigsten wissen, was ihnen selber wirklich gut tut.
Erst schickst du ein paar Regeln, dann Propheten, dann deinen Sohn, dass der mal Tacheles redet, wie du dir eigentlich so ein Menschenleben und das Zusammenleben der Menschen so wünschst - damit ihr dann alle irgendwann mal zusammen leben könnt (und es dann da nicht zugeht wie aufm Schlachtfeld.)
Und der allmächtige und allwissende Gott dachte sich: "Hey, das klappt bestimmt, damit überzeuge ich die Menschen!" - und zu seiner eigenen Enttäuschung hat es dann doch nicht so funktioniert wie gedacht?
Was sagt es denn über die Allmacht und Allwissenheit eines Gottes, wenn er auf eine Methode setzt, die nicht funktioniert...?
ich sage ja - mit Logik kommt man hier nicht weiter.
aber es gibt für mich einen Bruch zwischen Schöpfungsgeschichte bis in die Zeit nach Moses. Da hat Gott auf der ganzen Welt plötzlich Vielgötterei zugelassen, was schon etwas merkwürdig ist
Blieb ihm denn etwas anderes übrig, wenn er den Menschen freie Hand lässt? Gerade deshalb brauchte er ein Volk, das er für sich absonderte, um dem etwas entgegenzusetzen.
Weisst du das denn selber so genau? Wie viele Menschen kennst du, die das so genau wissen?
Also bevor mich Gott interessiert hat und was er denn für mein Leben wollen könnte, habe ich glaube ich ziemlich wild gelebt…mit allen möglichen Zielen, teilweise erreichte und noch mehr unerreichte. Ja, ich wusste immer was ich wollte- aber eben ohne zu wissen, was gut für mich (oder andere) ist…aber es war schon immer vermeintlich zu wissen…hätte ich es wirklich gewusst, wäre ich heute nicht da wo ich bin.
Mehr oder weniger sind alle Menschen, die ich so kenne, auf der Suche nach irgendwas. Jeder stellt sein Leben immer wieder in Frage, die Frage: "Was mache ich hier?" oder "Soll das jetzt alles gewesen sein?".
Wie gesagt, ich bin erst spät zu dieser Fragestellung gekommen - keine Ahnung wieso. Und deshalb ist für mich diese Hinwendung zu jemandem, der sowas wie eine Lebensanleitung hat, für mich so essentiell, weil ich einfach nicht mehr so „lost“ sein möchte.
Was sagt es denn über die Allmacht und Allwissenheit eines Gottes, wenn er auf eine Methode setzt, die nicht funktioniert...?
Funktioniert sie denn wirklich nicht? Kannst du das so sicher beurteilen?
Ich sehe viel Liebe, wenn ich das möchte. Laut Jesus müssen wir aufpassen, worauf wir unseren Fokus richten.
Funktioniert sie denn wirklich nicht? Kannst du das so sicher beurteilen?
Wenn es Gottes Ziel ist, alle Menschen zu Jesus und damit zum Christentum zu führen, dann wurde dieses Ziel definitiv nicht erreicht.
Wenn es Gottes Ziel ist, alle Menschen zu Jesus und damit zum Christentum zu führen, dann wurde dieses Ziel definitiv nicht erreicht.
Ja, so gesehen stimmt das natürlich.
Ich habe es eher so gesehen, dass unsere Welt in den 2000 Jahren insgesamt menschenfreundlicher und liebevoller geworden ist - aller Unkenrufe zum Trotz. Aber vielleicht täusche ich mich da auch.
"Ich habe es ... so gesehen, dass unsere Welt in den 2000 Jahren insgesamt menschenfreundlicher und liebevoller geworden ist."
Das kann ich leider nicht bestätigen. Ich habe eher den Eindruck, dass früher (Nachkriegszeit) Bösartigkeiten mehr toleriert wurden und heute Aggressivität nicht auf der Ebene von bösem Verhalten bleibt, sondern den Charakter des Menschen umfasst.
Das kann ich leider nicht bestätigen. Ich habe eher den Eindruck, dass früher (Nachkriegszeit) Bösartigkeiten mehr toleriert wurden und heute Aggressivität nicht auf der Ebene von bösem Verhalten bleibt, sondern den Charakter des Menschen umfasst.
Ich verstehe glaube ich was du meinst. Vermutlich hat jede Generation etwas gutes und etwas schlechtes gegenüber der nachfolgenden.
Ich finde, man achtet heute mehr auf die Würde eines einzelnen als früher und das kompensiert vielleicht erstmal das fehlende grundsätzliche Wohlwollen einem anderen gegenüber...ich weiss es nicht.
Ich habe es eher so gesehen, dass unsere Welt in den 2000 Jahren insgesamt menschenfreundlicher und liebevoller geworden ist - aller Unkenrufe zum Trotz. Aber vielleicht täusche ich mich da auch.
Das sehe ich auch so. Das passierte allerdings erst, als die christlichen Kirchen keine politische Macht mehr hatten.
In einem anderen Thread diskutiere ich ja gerade darüber, inwiefern der christliche Glaube hier nun zum Fortschritt beigetragen hat oder nicht... wobei ich denke, dass die Frage so pauschal gar nicht gestellt werden kann, denn letztlich hat alles zu allem beigetragen.
Der christliche Glaube wurde sowohl für Hilfreiches wie auch für Schlechtes verwendet, so wie auch Menschen, die sich davon distanzierten, in jeder Hinsicht sowohl gut wie böse sein konnten.
Man kann hier nicht eine Sache komplett ausklammern.
Der christliche Glaube wurde sowohl für Hilfreiches wie auch für Schlechtes verwendet, so wie auch Menschen, die sich davon distanzierten, in jeder Hinsicht sowohl gut wie böse sein konnten.
Du kannst den Einfluss irgendwie nicht wirklich vom Lauf der Welt trennen, finde ich. Das Ereignis von Jesus Geburt/Tod und seine Mission hat Wellen geschlagen, und diese Wellen haben nicht nur zur Bildung der Kichre und des Klerus geführt bzw. nicht nur dort gewirkt.
Das Ereignis von Jesus Geburt/Tod und seine Mission hat Wellen geschlagen, und diese Wellen haben nicht nur zur Bildung der Kichre und des Klerus geführt bzw. nicht nur dort gewirkt.
Jesus hat seine Mission auf ein sehr kleines Gebiet beschränkt und hat dort keine großen Wellen geschlagen... denn die Juden hat er auf Dauer nicht überzeugen können.
Seine Ideen wurden dann von anderen Leuten in die Welt getragen.
Zu einer anderen Zeit wären Leute wie Paulus wohl vergebens herumgereist und heute wieder vergessen. Aber damals haben sie irgendwie den Zeitgeist getroffen in einer antiken Welt, die diese Ideen aufgegriffen hat. Es hat irgendeinen Nerv getroffen und setzte sich schliesslich durch.
Seine Ideen wurden dann von anderen Leuten in die Welt getragen.
Das war der Sinn und Zweck der Jünger…nichts anderes war ihre Aufgabe.
Aber damals haben sie irgendwie den Zeitgeist getroffen in einer antiken Welt, die diese Ideen aufgegriffen hat. Es hat irgendeinen Nerv getroffen und setzte sich schliesslich durch.
Ich denke gerade im alten Griechenland traf es auf ein bereits vorhandenes philosophisches Gedankengut, das sich mit dem Menschen und seiner Transzendenz beschäftigt hat. Ob das nun wirklich der Grund war, wieso es da gefruchtet hat oder ob es einfach eine innewohnende Strahlkraft hatte, die die Menschen angesprochen hat…
“Wo sollen wir sonst hingehen? Du hast Worte des Lebens“ sagen ihm seine Jünger, als Jesus sie fragt, ob sie ihn auch verlassen wollen.
Für Menschen, die suchen, ist so eine Strahlkraft sichtbar.
Ich denke gerade im alten Griechenland traf es auf ein bereits vorhandenes philosophisches Gedankengut, das sich mit dem Menschen und seiner Transzendenz beschäftigt hat. Ob das nun wirklich der Grund war, wieso es da gefruchtet hat oder ob es einfach eine innewohnende Strahlkraft hatte, die die Menschen angesprochen hat…
Gerade dort stieß Paulus ja auf Ablehnung, wie auch in der Apostelgeschichte nachzulesen ist. Wie überhaupt bei Intellektuellen oder der Oberschicht das Christentum auf wenig Interesse stieß... es waren wohl eher die einfachen Bürger, die sich da zuerst angesprochen fühlten. Was auch irgendwie nicht verwunderlich ist.
Gerade dort stieß Paulus ja auf Ablehnung, wie auch in der Apostelgeschichte nachzulesen ist
Ah, da weiss du mehr als ich…
ich dachte, dass das Aristotelische Gedankengut mit seinem Unbewegten Beweger gut zum christlichen Gott passen würde und deshalb ein guter Nährboden sei…
Wie überhaupt bei Intellektuellen oder der Oberschicht das Christentum auf wenig Interesse stieß... es waren wohl eher die einfachen Bürger, die sich da zuerst angesprochen fühlten.
Ja…stimmt…eigentlich logisch, denen es sowieso gut geht und die in der Gesellschaft anerkannt oder höhergestellte Leute sind, fragen oft weniger nach Gott.
ich dachte, dass das Aristotelische Gedankengut mit seinem Unbewegten Beweger gut zum christlichen Gott passen würde und deshalb ein guter Nährboden sei…
"Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben Jes 29,14: »Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?" (1. Korinther 18-20)
Paulus hat die "Weisheit" der Griechen sehr kritisch gesehen, auch weil sie seiner Lehre widersprochen haben.
Paulus hat die "Weisheit" der Griechen sehr kritisch gesehen, auch weil sie seiner Lehre widersprochen haben.
Ja, das war mir bewusst und ich kann das auch gut nachvollziehen, dass das auch eher eine Barriere als ein Sprungbrett ist.
Ich dachte trotzdem, dass es von da nicht weit ist, an einen (statt an viele) Gott zu glauben, der seinen Sohn in die Welt geschickt hat zur Errettung der Menschheit.
Aber andererseits, wer weiss wie verbreitet die philosophischen Gedanken überhaupt unter dem Volk verbreitet waren…vermutlich gar nicht.
ist schwierig und könnte in die Erwählungslehre gehen (Calvinismus).
Hier Kernaussagen dazu KI
- Vorherbestimmung (Prädestination): Gott hat schon vor der Schöpfung entschieden, wer gerettet wird.
- Doppelte Prädestination: Manchmal wird auch die „doppelte Prädestination“ gelehrt, die besagt, dass Gott nicht nur die Erwählten zum Heil, sondern auch die anderen zur Verdammnis vorherbestimmt hat.
- Christus als Erwählter: Karl Barth interpretiert die Erwählung primär durch Jesus Christus: Er ist der Mensch, der von Gott erwählt wurde. Wir sind in ihm erwählt.
hm…in diese Richtung habe ich nicht gedacht, hauptsächlich auch wegen Matthäus 28,19
Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie[1] auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
Wie so häufig gibt es beides…sowohl das eine wie auch das andere, Sondererwählung UND Giesskannenmethode…wir werden das vom Verstand her nie begreifen. Aber wir können lieben und vertrauen.
Dass es Gott ist, der Menschen zu Jesus zieht (in welcher Form auch immer) oder er es ist, der das Maß des Glaubens austeilt, hat für mich nur bedingt etwas mit Erwählung zu tun, eher hat Gott das Wissen, wann es der geeignete Zeitpunkt in meinem (jedem) Leben ist, das zu initiieren.
An welchen Glauben denkst du? Den Glauben an die Bibel, den Glauben an Gott oder den Glauben an die Güte Gottes?
Ich finde, der Glaube an die Güte Gottes wird definitiv von Gott bewirkt, wenn man bereit ist, sich auf Ihn einzulassen.
Der Glaube an die Bibel ändert sich in der Beziehung zu Gott und unter Seinem Einfluss in die Unterscheidung, was in der Bibel tatsächlich von Gott ist und was nicht.
An welchen Glauben denkst du?
Vorrangig an den Glauben an Gott selbst…was sowohl Jesus als auch Gott beinhaltet.
Den Glauben an die Bibel? Hm, das ist für mich das Buch, das über den Gott berichtet - da erfahre ich etwas über ihn und auch darüber, wie Gott sich das mit den Menschen so gedacht hat…das ist für mich glaubwürdig, ja. Aber nicht in einem fundamentalen Sinn.
@stern Der Glaube an Gott kann ja ganz unterschiedliche Facetten zeigen, von denen, die zwar glauben, dass es Ihn gibt aber Ihm nicht trauen, bis zu denen, die Ihm völlig vertrauen, weil sie Seine Güte erkannt haben.
Ich denke, Gott unterstützt den Glauben, aber es bleibt immer noch der Mensch, der sich dagegen sträuben kann, eine Beziehung zu Gott aufzubauen. In der Beziehung erweist sich Gott dem Menschen als vertrauenswürdig und das stärkt den Glauben.
In der Beziehung erweist sich Gott dem Menschen als vertrauenswürdig und das stärkt den Glauben.
Ja, das sehe ich auch so. Aber dann weisst du auch, was für ein Drahtseilakt das ist.
mein letztes Gebet ging ungefähr so: bitte hilf jetzt, ich kann nichts tun und der einzige der kann, bist jetzt du und sowohl du als auch ich wissen, dass ich dir nicht mehr vertrauen können werde wenn du jetzt nichts tust
Er hat sich mir als vertrauenswürdig erwiesen…und ich würde es jederzeit wieder genauso machen…aber man steht „auf Messers Schneide“…
Und du weißt auch, wieviele Gebete scheinbar ins leere laufen und die Menschen nicht das Gefühl haben, dass es da jemanden gibt, der sie hört und auch mit ihnen in eine Beziehung treten möchte.
@stern Ich finde, sofortige Gebetserhörung ist so eine Sache für sich. Manches braucht einfach auch Zeit und die Problemlösung Gottes ist oft ganz anders, als ich sie mir in meinen kühnsten Träumen vorstellen könnte. In meinem Leben habe ich oft erst in der Rückschau erkannt, wie sehr Gott mir geholfen und mich getragen hat. Vieles verlief nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, aber doch viel besser, weil ich mit dem Beistand Gottes daran wachsen konnte und auch in der Fürsorge für andere wusste, dass ich nicht alleine dastehe. Ohne den Beistand Gottes würde ich mich oft sehr hilflos fühlen.
Das kann ich alles verstehen…und empfinde es auch so. Aber wenn du sofort Hilfe brauchst, dann kann sie nicht auf sich warten lassen - wenn der Helfer dir helfen möchte.
Und dass er dir helfen möchte, das verspricht er in der Bibel öfters.
Gott kann sich selbst nicht untreu werden. Wenn Jesu nicht sofort geholfen hätte, als Petrus auf dem Wasser eingesunken ist, was hätte es genutzt, ausser einem Vertrauensverlust?
Da gibt es kein Dilemma, finde ich. Wenn Gott helfen möchte, dann muss er helfen. Ein Gott der helfen möchte, es aber nicht tut - wieso auch immer - was ist das für ein Gott? Würdest du ihm gehören wollen?
Ich kann mich an keine einzige Geschichte erinnern, in der Jesus Hilfe verweigert hat- auf zudringliches Bitten hin hat er sie immer gewährt. Nur schaulustige Wundersucht hat er nicht befriedigt.
Für sich selbst hat er Gottes Willen akzeptiert nach langem inneren Kampf, als er bat dass der Kelch an ihn vorübergehen solle. Er hat gesagt, er gibt sein Leben freiwillig. Ihm wäre es lieber gewesen, er hätte es nicht so machen müssen, wenn ich mal Jesus so interpretieren darf. Ich interpretiere auch mal weiter, dass Gott sein Leben nicht angerührt hätte, wenn er sich geweigert hätte, es freiwillig zu geben. Was ich damit sagen will, hätte Jesus anders gebeten, hätte Gott ihm seinen Wunsch gewährt- das muss ich implizieren, wenn Gott kein „Unmensch“ sein soll und Jesus gegen seinen Willen das Leben genommen hat.
Ich kann natürlich nicht sagen, was in meiner Situation passiert wäre, wenn Gott/Jesus nicht geholfen hätte….aber in dem Augenblick war ich entschlossen, Gott für mich sterben zu lassen, wenn er sich nicht als vertrauenswürdig erweist. Ich hätte überhaupt keinen Sinn darin gesehen, noch irgendein Wort von dem zu glauben, was ich in der Bibel gelesen habe.
Ich freue mich so sehr, dass du Gott als vertrauenswürdig erkennen konntest! Ja, Er verweigert niemals Seine Gaben genauso wie auch Jesus nie Seine Hilfe verweigert.
Ich bin überzeugt davon, dass Jesus sich auch hätte entscheiden können, das Leid nicht auf sich zu nehmen. Aber Er hat es aus Liebe zu Gott und zu den Menschen auf Sich genommen.
Ich hatte wohl auch an andere Situationen gedacht als du. Für mich ging es z.B. darum, immer wieder angefeindet und als Sündenbock missbraucht zu werden. Da habe ich zunächst darum gebetet, dass sich die anderen ändern sollen, bis mir dann aufging, dass ich mich ändern sollte. Wie soll ich lernen, zu vergeben, wenn mir nichts Schlimmes angetan wird? Wie soll ich lernen, meine Feinde zu lieben, wenn ich keine Feinde habe?
Als ich das begriffen habe, habe ich dann erlebt, wie wunderbar die Hilfe Gottes ist. Er gibt mir die Liebe, die ich vorher bei Menschen gesucht habe. Er stärkt mich, gelassen mit Anfeindungen umzugehen und darauf angemessen, in Liebe, zu reagieren.
Hut ab, das ist kein kleiner Schritt dahin. Auch wenn du es erst durch oder mit Gott erkennen konntest, ist da eben das eigene Wollen schon entscheidend….wie will ich den anderen sehen? Bin ich bereit eine andere Sichtweise zuzulassen?
Oft bin ich es nämlich nicht…und immer wieder habe ich dann Angst, dass ich meinen Standpunkt aufgeben müsste…was sich schon auch so anfühlt, als würde ein Stück Persönlichkeit wegbrechen…das will ich ja nicht, irgendwie….
Das war schon durchaus ein längerer Weg, und das ja mit Jesus zusammen. Ich sage immer, Jesus ist der beste Psychotherapeut. Mit Ihm fühlt es sich nicht wie ein Identitätsverlust an sondern wie eine Heilung von Wunden.
Mir sind übrigens noch zwei Stellen im NT eingefallen, in denen es um die Unterstützung Gottes im Glauben geht.
Mk 9,23 Jesus sagte zu ihm: Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt. 24 Da rief der Vater des Knaben: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Joh 20,27 Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
Die zweite Stelle mag ich besonders gerne. Ich bin nämlich eigentlich auch so ein ungläubiger Thomas und kann nur das glauben, was ich erfahre. Jesus geht ganz liebevoll auf das Unvermögen von Thomas ein zeigt ihm einen Weg, wie er zum Glauben kommen kann. Ich denke, die Stelle hat auch noch die tiefere Bedeutung, dass Jesus uns zum Glauben verhilft, wenn wir Ihn "anfassen", uns in eine tiefe Beziehung zu Ihm einlassen.
@stern laut der Bibel kann der Glaube an einen Gott und Schöpfer jedem Menschen einleuchten: aus der Betrachtung dieser Welt kann man den Schöpfer ersehen.
Etwas Tieferes ist der Glaube an den Sohn Gottes und Gottes Werk durch ihn. Dieser Glaube wird durch den Heiligen Geist entfacht, wenn man die Botschaft hört.
Der Glaube ist auch eine Gabe Gottes. Der Mensch kann sich ihm aber auch verweigern oder sich von ihm abwenden. Wir sind ja keine Roboter.
Dazu malte (in einem anderen Zusammenhang) mal jemand ein Bild in einer Predigt bei uns.
Ein Kreis für die Welt, in der wir jetzt leben. Einen weiteren Kreis um den ersten herum. Das ist das Reich Gottes, in das hinein wir geschaffen wurden. Aus diesem zweiten Kreis ist der Mensch raus wegen des Sündenfalls und eben in den ersten Kreis hinein, die Welt, in der wir jetzt leben. Die Bibel sagt, dass der Mensch aus sich heraus Gott nicht erkennen kann. Die (ehemalige) Verbindung ist gekappt.
Und jetzt kommen diese Menschen wie die Propheten im AT ins Spiel ... Gott hatte eine Verbindung zu ihnen aufgebaut ... sie verkündeten Seine Botschaften. Als Jesus kam, verkündete Er das Reich Gottes, welches eben zu dieser Zeit nahe herbeigekommen war/ist und doch noch nicht (vollständig) da; offenbart und doch verborgen. Geheimnis eben <-- einer meiner Lieblingsfeststellungen. 😉
Jetzt haben wir die Zeit in Römer 5,5 (und Apg 2) ... die Liebe ist ausgegossen in die Herzen durch den Geist, der uns gegeben ... den Jesus ja sandte (btw. ein missionaler/sendender Gott 😉 ), damit wir Führung und Begleitung haben.
Ich persönlich glaube, dass wir alle noch eine Art "Idee", eine Sehnsucht nach Gott, nach dieser Gemeinschaft in uns haben, nach der Gemeinschaft, die verlorenging ... und wir eine Leere quasi an der Stelle in uns haben, die wir dann ohne Gott versuchen auszufüllen auf die unterschiedlichsten Weisen. Ich persönlich sage das so, weil ich es so erlebt habe/erlebe.
Um auf das obige Bild zurückzukommen, ruft Gott seine Schöpfung ... und eben heute durch Menschen, die ihn kennen ... und sendet sie - Erinnerung: missionaler/sendender Gott 🙂 -, der Dunkelheit (dem Rest der Welt) zu verkündigen das Reich Gottes. Und es bleibt für mich auch immer ein Stück weit Geheimnis, wie Gott wirkt ... und warum die Dinge so sind, wie sie sind. Es ist Sein Reich, und wir wissen, Seine Gedanken sind höher als unsere ...
ruft Gott seine Schöpfung ... und eben heute durch Menschen, die ihn kennen ... und sendet sie - Erinnerung: missionaler/sendender Gott
-, der Dunkelheit (dem Rest der Welt) zu verkündigen das Reich Gottes. Und es bleibt für mich auch immer ein Stück weit Geheimnis, wie Gott wirkt ... und warum die Dinge so sind, wie sie sind.
Ja…Stückwerk…und Geheimnis.
Deshalb müssen wir wohl vertrauen.
Kommt der Glauben von Gott?
Ich habe keine Bibelstelle im Sinn, die das so sagt und ich persönlich denke das nicht.
Wurden diese schon genannt?
"Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein." Jesaja 55,10–11
"Jesus sprach: Diese aber sind’s, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht." Markus 4,20
"Paulus schreibt: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. So ist nun weder der pflanzt noch der begiesst etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt." 1. Korinther 3,6-7
Das klingt nach Teamarbeit. 🙂
Das klingt nach Teamarbeit
Ja….irgendwie gibt es da einen Spielraum.
Ich erinnere mich in dem Zusammenhang auch an Jesus, der zu diesem römischen Hauptmann sagt: „Einen grösseren Glauben habe ich in Israel nicht gefunden.“
Das hört sich schon so an, als würde dieser Römer eben besonders viel Vertrauen in Gott setzen. Zum einen hat er so ein grosses Maß bekommen- aber er schöpft es auch aus!