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Nur Christen kommen in den Himmel?

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BrotdesLebens
Themenstarter
Beiträge : 93

Hallo,

ich hoffe, ich bin in dem richtigen Themenbereich. Ich selbst habe vor wenigen Jahren zurück zum Glauben gefunden. Gute Freunde und vor allem auch meine Kinder bleiben Atheisten und finden meine Anwandlungen befremdlich 🙂

Mich würde interessieren, ob die meisten Christen denken, dass nur Menschen der Himmel offen steht, die sich offiziell zu Jesus bekennen? Das liest man gerade bei Evangelikalen sehr deutlich. Ist das die übliche Ansicht?
Meine Kinder sind wunderbare Menschen und kennen den Unterschied zwischen gut und böse. Eine Gnade wie durch Jesus benötigen sie offenbar nicht. Sind alle Christen direkt der Ansicht, dass sie "verloren" sind?

Antwort
248 Antworten
BrotdesLebens
Themenstarter
Beiträge : 93

Eine Frage stellt sich mir doch...Manche oder die meisten Christen lesen Römer dann vermutlich so, dass vor Jesus kein Himmel existierte? Denn gute Taten wie ihn alle Religionen bis dahin postulierten, zählen ja nicht. Sondern nur der Glaube an Jesus, der den Preis zahlte. Was war davor? Erst als Gott Mensch wurde, gab es diese Möglichkeit. Zuvor scheiterten alle am Gericht? So scheinen es viele zu interpretieren, wenn sie sagen...nur mit Jesus. Und vor Jesus?

brotdeslebens antworten
4 Antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1616

@brotdeslebens 

Den Himmel gibt es schon immer, denn Jesus gibt es auch schon immer. "Im Anfang war das Wort.... und alles ist durch das Wort gemacht.." Johannes 1

Die Menschheit vor Jesu Menschwerdung lebte quasi auf Jesu Opfertod zu. Sie bekamen von Gott Opferrituale, Sündenopfer, Sündenbock - all das sind Symbole, die stellvertretend für das Opfer Jesu stand, der noch kommen sollte.

 

Gott ist nicht linear.

Er konnte schon Schuld durch Jesu Tod vergeben, obwohl der noch gar nicht erfolgt war. Nur für uns lineare Menschen hat er sich die dazu passenden Rituale ausgedacht und per Gesetz verankert.

belanna antworten
BrotdesLebens
(@brotdeslebens)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 93

@belanna 

Wenn ich dich richtig verstehe, kann kein Buddhist mit viel Nächsteliebe und Frieden im Herzen in den Himmel kommen. Oder missverstehe ich dich? Da nur durch den Herrn Jesu dies möglich ist. Aber dann ist das doch ebenso ein lineares Verständnis? Denn der Buddhist hat wie auch die Menschen vor Jesus keine Bekehrung zu Lebzeiten...

brotdeslebens antworten
BrotdesLebens
(@brotdeslebens)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 93

@belanna 

"Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn." (Kol 1,16f).

Jesus war immer gegenwärtig. Auch bevor sein Name in die Welt kam? Also war Rettung von Jesus vor seinem Erscheinen möglich?

brotdeslebens antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1589

@brotdeslebens 

Erst als Gott Mensch wurde, gab es diese Möglichkeit. Zuvor scheiterten alle am Gericht?

Sowohl nach christlicher, als auch nach jüdischer Vorstellung kommt das Gericht erst am Ende der Welt. Bis dahin schlafen die Toten noch im Totenreich bis Jesus zurückkommt "zu richten die Lebenden und die Toten" (ap. Glaubensbekenntnis).

Und vor Jesus?

Nach traditioneller Sicht ist Jesus zwischen Tod und Auferstehung "hinabgestiegen in das Reich des Todes" (ap. Glaubensbekenntnis) um dort zu predigen (vgl 1Petr 3,19).

Nach modernerer Sicht kann ich mir nicht vorstellen, warum Jesus im Gericht nicht noch versuchen sollte sein Gegenüber noch für sich zu gewinnen.

billy-shears antworten


Seidenlaubenvogel
Beiträge : 923

@alle: Querbeet hab ich hier mitgelesen und möchte so allgemein noch gerne ergänzen:

Offensichtlich hat es Gott sich und uns nicht einfach gemacht. Diese Welt und wir in ihr - es war von Anfang an eine Herausforderung und ist es geblieben. Was schließe ich daraus, wir sind hier um zu leben und zu lernen. Jede*r geht dabei einen ultimativ individuellen Weg. Wir erleben Gelingen und Scheitern, wir machen uns schuldig und leben alle aus Gnade. Daher gehe ich davon aus, dass genau das (Gnade!) auch für die Ewigkeit gilt. Wie schön, wenn wir uns jetzt schon darin wiederfinden können (aus Gnade). So werden wir auch nach dem Tod nur und allein aus Gnade darin eintreten, weitergehen dürfen. 

Ja, ein Leben als Christ - Glaube und Nachfolge - sich geliebt und befreit wissen. Das wünsche ich jedem und wie schön, wenn wir davon Zeugnis ablegen dürfen und so „zu Gott einladen“, wenn wir dazu beitragen, dass andere Jesus nachfolgen. Sind wir ehrlich, wir erleben das als Christ nicht stets so offensichtlich und strahlen das auch nicht unbedingt jederzeit aus. So einfach ist es nicht. Leben und Welt ist und bleibt herausfordernd, auch als Christ. Was um so mehr bleibt: GNADE.

Und so will ich mich hüten, festzulegen oder zu behaupten, wie „der Weg zu Gott in die Ewigkeit“ auszusehen hat. Ich will ihn „einfach nur“ leben und andere auf ihrem Weg begleiten. Beides so gut ich kann - dankbar für wertvolle Erfahrungen, wissend um mein Versagen, gehalten von Gottes Gnade. Ja, Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Was das heißt? Es wird jede*r seine eignen Erfahrungen machen. Und von Gott wissen wir, dass Er in unfassbar großer Liebe agiert, dass Er Schöpfer und Herr von allem ist und auch, dass Er „dem Verlorenen“ nachgeht. So offensichtlich ist das nicht stets zu erleben. Und wie Gott das vollumfänglich vollbringen wird, ist mir ein Rätsel. Wissen muss ich das auch nicht. Immer und immer wieder bleibt mir: Vertrauen will ich - egal, was ich gerade sehe oder (nicht) verstehe.

seidenlaubenvogel antworten
bepe0905
Beiträge : 1184
Veröffentlicht von: @tristesse

Weißt du, was mich irritiert ist, dass du hier dem TE mit dem Brustton tiefster Überzeugung versicherst, dass seine Kinder aus Gnaden errettet sind.

Ich glaub, dass dir das nicht zusteht, du kennst die Kinder nicht, du kennst ihr Bekenntnis nicht. Natürlich komme ich dann sofort in die Allversöhner Theorie hinein.

Genauso wenig wie ich ihnen Verdammnis zusprechen könnte, kannst du ihnen Gnade zusprechen. 

Das kann nur Gott. Und ich halte es für fahrlässig, das zu tun, weil du den TE damit in einer Sicherheit wiegst, die nicht gegeben ist. 

Liebe Tris, 
wenn wir argumentieren, dann beginnen Sätze oft mit "ich glaube...", "ich denke...", "meiner Meinung nach..." - und das ist auch so in Ordnung. Damit zeigt man den Mitdiskutierenden, dass man hier keine unveränderbare These aufstellt bzw. kein Dogma verkündet, sondern bereit ist, sich auf Gegenargumente einzulassen und die eigene Meinung zu überdenken bzw. zu revidieren. 

Auch meine Beiträge sind oft von dieser Art - aber nun mal nicht immer. Denn wenn ich von einer Sache und deren Richtigkeit fest  überzeugt bin, dann spare ich mir Beiträge, die mit "ich meine..." oder so beginnen. Den dann IST DAS meiner Ansicht nach so! 

Und so bin ich in diesem Fall - bei meinen bescheidenen Bibelkenntnissen - ganz sicher, dass die Gnade Gottes größer ist als wir sie gern definieren. Wir sind da gar nicht so sehr viel anders, als es die Schriftgelehrten zu Jesus Zeit waren. Wir ziehen Grenzen, die wir in der Heiligen Schrift erkennen wollen - die aber oft nur Auslegungssache sind und auch anders gesehen werden können. Und wir legen für Jesus damit einen Rahmen unserer Vorstellungen (oder Wünsche?) fest, in dem er sich zu bewegen hat. Eigentlich eine christliche Anmaßung!

Nun hast du allerdings in meine Aussage etwas hineingelesen, was ich so gar nicht behauptet hatte: 
Ich habe nicht geschrieben, dass brotdeslebens Kinder "aus Gnaden errettet sind", sondern dass sie unter der Gnade Gottes stehen - wie übrigens wir alle. Und deshalb werde ich mir nicht anmaßen zu urteilen, wer bei Gott als errettet gilt und wer nicht.

Ich bin sicher, dass Gottes Liebe mehr Menschen umfasst als wir es uns mit unseren (manchmal engen) Maßstäben vorstellen. Und so stehen auch solche Menschen unter seiner Gnade, die nicht nach Gott fragen. Denn gerade die Zuwendung Gottes und seine Menschenliebe ist es doch, die ihnen den Weg zu ihm (zurück) ermöglicht, auch wenn sie diesen Weg (noch) nicht suchen. Denn wenn Jesus von uns fordert, dass wir anderen Menschen siebzig mal siebenmal vergeben sollen, dann wird er uns gegenüber mit Sicherheit nicht gnadenloser sein, sondern weiterhin die Tür "offen halten" - vielleicht bis zu unserem letzten Augenblick und Atemzug. 

Übrigens - für morgen ist als Predigttext Hesekiel 18 dran - ein interessanter Text, der ebenfalls dieses Thema behandelt. 
Er handelt von Gerechten und von Gottlosen, von Recht und Gerechtigkeit und von Übertretungen und Schuld - betont aber, dass JEDER die Möglichkeit hat, sich (wieder) zu Gott zu wenden. Die Fristen, die uns dazu gegeben sind kennt allein Gott. 
Und so besteht für brotdeslebens Kinder die gleiche Chance wie für jeden von uns. 

LiGrü und ein gesegnetes Wochenende
Dschordsch

bepe0905 antworten


alexs-692001
Beiträge : 99

@brotdeslebens so, so nur Christen bekommen das ewige Leben. Nun schauen wir einmal was Jesus sagt. Im Gleichnis von Jesus und den reichen Jüngling. Matthäus 19, 16Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? 17Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der Eine. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19ehre Vater und Mutter« (2. Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Also wer diese Gebote hält, der wird sterben, aber wieder auferstehen und das ewige Leben erben. Klaro? So sagt es Jesus.

alexs-692001 antworten
3 Antworten
BrotdesLebens
(@brotdeslebens)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 93

@alexs-692001 

Allerdings betont Paulus, dass wir diese Gebote alle nicht einhalten (können), weil wir alle Sünder sind. Und deshalb das Geschenk der Gnade erhalten haben.

brotdeslebens antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15870

@alexs-692001 

Also wer diese Gebote hält, der wird sterben, aber wieder auferstehen und das ewige Leben erben. Klaro? So sagt es Jesus.

Und warum verschweigst du den Rest der Geschichte? Die Gebote wurden alle gehalten, aber das reicht noch nicht... da soll dann auch noch das Vermögen an die Armen gespendet werden. Und das war's dann.
 
Denn da zeigt sich eben auch, dass es hier um eine Herzenshaltung geht - denn der Reiche sah sich dazu nicht in der Lage. Regeln konnte er befolgen, ein Herz für seine Nächsten hatte er hingegen weniger. Jesus nachfolgen wollte er nicht.
 
 

 

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16724

@lucan-7 

Denn da zeigt sich eben auch, dass es hier um eine Herzenshaltung geht - denn der Reiche sah sich dazu nicht in der Lage. Regeln konnte er befolgen, ein Herz für seine Nächsten hatte er hingegen weniger. Jesus nachfolgen wollte er nicht.

Du bringst es auf den Punkt. Dein letzter Satz hebt  deutlich die Beziehung hervor, die der Reiche nicht eingehen wollte.

 

deborah71 antworten
Arcangel
Beiträge : 3425
Veröffentlicht von: @billy-shears

Hier machst Du die Entscheidung zur Bedingung für die Errettung.

JA, denn dazu fordert uns Gott auf. Und Gott beklagt sich das die Menschen nicht wollten.

arcangel antworten


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