Person und Wesen
Das klingt jetzt nach Theologie, soll es aber gar nicht so sehr.
Mir geht es darum, wenn wir mit Menschen diskutieren, die Atheisten sind oder einer anderen Weltanschauungen angehören, die den dreifaltigen Gott leugnen.
Merkt Ihr manchmal in solchen Diskussionen, wie sich die Vorstellung zwischen Person und Wesen verschiebt? Da wird eine Vorstellung über Gott geäußert und Ihr merkt, dass das eigentlich die jeweilige göttliche Person betrifft ? Wo eine Art tritheistische Vorstellung (3 Götter) vorhanden ist?
Würde mich mal interessieren.
Ich bin mir nicht sicher, ob das was bringt, hier kamen doch so merkwürdige Rückfragen, die mich zweifeln lassen, ob das Sinn macht. Zumindest setzt meine Frage ja ein bisschen Ahnung vom Christentum Voraus und die Rückfragen, die kamen, hätten auch irgendwie von Muslimen kommen können, auf der Basis macht dann das Thema tatsächlich wenig Sinn.
Zumindest setzt meine Frage ja ein bisschen Ahnung vom Christentum Voraus und die Rückfragen, die kamen, hätten auch irgendwie von Muslimen kommen können
Ups! Nicht jeder sieht und fühlt Gott so wie du…und muss dann erstmal nachfragen. Normal, oder?
Sorry ich verstehe deine Frage nicht ganz, weshalb meine Antwort vielleicht an deiner Frage vorbei zielt.
Wesen (ontologisch), was ist Gott. Ein omnipräsentes, omnipotentes, omniszientes Geistwesen.
Person (kategorisch), wer ist Gott. Ein Vater, ein König, ein Retter und ein Freund.
So wie ich das Erlebe wird von Atheisten Gott meist Ontologisch infrage gestellt. Denn damit wird die kategorische Frage hinfällig. Agnostiker hingegen, stehen auf dem Standpunkt das man keine kategorischen Aussagen über Gott machen kann, sind aber durchaus bereit einen ontologischen Gott zu akzeptieren.
@kerygma Ich würde jetzt intuitiv raten das entsprechende Unterscheidung allgemein schwer fallen kann, insbesondere für Nichtchristen, zumal im alltäglichen Sprachgebrauch beide Begriffe mehr oder minder synonym verwandt werden. Hinzu kommt, das die Übersetzung des kirchlichen Begriffes Hypostase über Persona zu Person meiner Meinung nach problematisch ausfällt, wenn letzterer seiner heutig allgemein verstandenen Bedeutung nach als unabhängig separate, individuelle Identität wie Sein eines Menschen verstanden würde. Mich wundert es dahingehend nicht, falls alle drei Hypostasen faktisch als drei Götter gälten, die irgendwie ein Gott bilden (sollen).
@claudius Es gab ein paar Probleme, die durch die Übersetzung vom Griechischen ins Lateinische entstanden sind, wie z.B. Hypostase später im Lateinischen als Substanz verstanden wurde, was zum Tritheismus führen konnte. Oder eben die Übersetzung als persona, ein Begriff, der mit dem Theater in Verbindung steht und deshalb zum Modalismus führen könnte. Allerdings habe ich kürzlich ein Interview mit einem Theologen gelesen, der meinte, dass die Panik vor dem Tritheismus unbegründet sei, weil es im Grunde in der christlichen Geschichte nicht einen Theologen oder Vater gab, der die Trinität jemals als Tritheismus missverstanden hätte.
@kerygma Danke für den Hinweis. Ist das Interview Online einsehbar? Soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht sollte es zumindest einen Gelehrten der frühen Kirche gegeben haben, der einen Tritheimus vertrat, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Veröffentlicht von: @claudius@kerygma Danke für den Hinweis. Ist das Interview Online einsehbar? Soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht sollte es zumindest einen Gelehrten der frühen Kirche gegeben haben, der einen Tritheimus vertrat, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Habe das nicht parat. Mir ist das über den Weg gelaufen als ich mich mit den östlichen und westlichen Konzeptionen zur Trinität befasst habe. Sonst hätte ich einen Link gesetzt.