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Reformen in der Kirche!

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ALF.MELMAC
Themenstarter
Beiträge : 2157

Wenn ihr Vollmacht hättet, Kirche zu reformieren:

welche drei Themen wären eure wichtigsten, würdet ihr als erstes anpacken?

im evangelischen Bereich

im katholischen Bereich

Es dürfen auch mehr als drei sein

Wie würdet ihr Kirche fit machen für das 21. Jahrhundert?

Antwort
133 Antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Wie würdet ihr Kirche fit machen für das 21. Jahrhundert?

Interessierte Gemeindeglieder stärker einbinden

Auch mal lokale prominente Nicht-Theologen predigen lassen

Mit modernen Mitteln den Gottesdienst erlebbar machen: Sound-, Lichteffekte, Gerüche

Gemeinschaftserlebnisse abseits der Kirchentage anbieten

Verzicht auf Prestigeprojekte

ungehorsam antworten


Blackhole
Beiträge : 1134

Ich bin vor Jahren von römisch-katholisch nach altkatholisch gewechselt, weil ich das synodale Kirchenbild als das richtige empfand und mehr darüber lernen wollte. Und ich empfinde es noch immer als das richtige. Daher liegt die Antwort für den römisch-katholischen Bereich auf der Hand.

Die altkatholische Kirche würde ich gern ein bischen aus einer gewissen Selbstzufriedenheit reißen und missionarischer machen, mehr aus sich herausgehend. Bequem drauf warten daß "Römer" wie ich rübertröpfeln ist auch nicht das richtige.

blackhole antworten
Pankratius
Beiträge : 1336
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wenn ihr Vollmacht hättet, Kirche zu reformieren:

Veröffentlicht von: @alf-melmac

welche drei Themen wären eure wichtigsten, würdet ihr als erstes anpacken?

mehr Latein
mehr Demut
mehr Frömmigkeit

pankratius antworten
4 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19187

Punkt 2 finde ich wichtig.

tristesse antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 3336

mehr Latein

Das versteht doch nur die Elite.

mehr Demut
mehr Frömmigkeit

Da kann man nur mühsam darauf hinarbeiten. Man kann es nicht einfach so verordnen.

Nachtrag vom 20.11.2021 1445
Du willst ernsthaft die Kirche mit einer toten Sprache beleben?

ungehorsam antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1336
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Das versteht doch nur die Elite.

Im Gegenteil.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Da kann man nur mühsam darauf hinarbeiten. Man kann es nicht einfach so verordnen.

Das stimmt freilich.
Aber es macht schon einen Unterschied in der Wahrnehmung, worauf man in der medialen Selbstdarstellung den Fokus legt.

pankratius antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15502
Veröffentlicht von: @pankratius
Veröffentlicht von: @pankratius

Das versteht doch nur die Elite.

Im Gegenteil.

Zurück zu Vor-Luthers Zeiten? Wer vom "einfachen Volk" versteht denn heute Latein? Und was ist das für eine "Volksnähe", wenn "das Volk" - wie vor Luthers Zeiten - nichts versteht vom Evangelium? Ist es nicht Ziel der Kirche, dass jeder das Evangelium versteht?

Warum wünschst du dir mehr Latein? Und wobei eigentlich?

neubaugoere antworten


love.israel
Beiträge : 125
Veröffentlicht von: @alf-melmac

im katholischen Bereich

Veröffentlicht von: @alf-melmac

im evangelischen Bereich

Abschaffung der Kirchensteuer

Auflösung aller kirchennahen Stiftungen, Vereine und Fördervereine

Pastoren, Priester, Pröpste/Superintendenten und Bischöfe werden nicht mehr Beamte

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wie würdet ihr Kirche fit machen für das 21. Jahrhundert?

Mit den oben genannten Schritten, ist aber völlig sinnlos, da es sowohl bei der einen als auch bei der anderen Kirche letztendlich nur um Geld und Macht geht. Wer ist Hohepriester, wer darf hinter ihm hergehen und geht es den Geldwechslern im Tempel gut.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wenn ihr Vollmacht hättet, Kirche zu reformieren:

Probiere mal den lokalen Rassegeflügelzuchtverein zu reformieren, das ist schon ein sinnloses Unterfangen. Bei einer Kirche erst recht.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wie würdet ihr Kirche fit machen für das 21. Jahrhundert?

https://www.ekd.de/kirche-im-umbruch-projektion-2060-45516.htm

Im Jahr 2060 ist keine nennswerte Kirche mehr übrig. Siehe obigen Link.

love-israel antworten
15 Antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134

Das würde auch bedeuten:
Caritas und Diakonie existieren nicht mehr, Bahnhofsmission existiert nicht mehr, kirchliche Jugendarbeit existiert nicht mehr, keine kirchlichen Krankenhäuser, Altersheime, Kindergärten mehr...
Stattdessen müssen Pfarrer hohe Stolgebühren erheben um über die Runden zu kommen.
Dazu ein ganz klares NEIN!!!!

Denn dann leiden diejenigen darunter denen all die kirchlichen Hilfswerke und Einrichtungen bislang geholfen haben.
Denn der Staat wird nicht einspringen und plötzlich z.B. ganz ganz viele Hilfsangebote für Obdachlose aufmachen, oder sowas wie das Fairkauf-Kaufhaus hier, einen Integrationsbetrieb der Caritas.

Ich bin von römisch-katholisch nach altkatholisch übergelaufen, weil ich das synodale Kirchenbild als das richtige empfinde und mehr darüber lernen wollte.
Der einzige Punkt der mich jedoch geschmerzt hat bei diesem Übertritt war die Tatsache, daß ich dadurch daß ich jetzt keine römisch-katholische Kirchensteuer mehr zahle, auch nicht mehr die kirchlichen Hilfswerke unterstütze. Die altkatholische Kirche kann als (noch!) kleine Kirche (noch!) nicht viel stemmen, hat ein kleines diakonisches Werk und einen kleinen bischöflichen Hilfsfond.
Aber ich sehe es auch sehr wohl ein, altkatholische Kirchensteuer zu zahlen, denn eine kleine Kirche kann jeden Cent gut brauchen.
Arg wenig an laufenden Kosten hat auch eine Pfarrgemeinde nicht, neulich waren 4.000€ für die Feuerversicherung fällig.

Gelegentlich bekommt dafür die Caritas direkt was von mir, und wenn klappt was ich mir nächstes Jahr vorgenommen habe und sogar mehr Gehalt dabei drin ist, wird eine Dauerüberweisung draus. Sozusagen als ausglich für meine römisch-katholische Kirchensteuer, die jetzt fehlt.

blackhole antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1336

Also dass die Kirchensteuer, die ganzen Funktionärsposten in der Kirche, ZdK und ähnliche Vereinigungen abgeschafft gehören, finde ich auch. Damit käme man dem Vorbild Jesu wieder wesentlich näher.

Was nicht durch Spenden (oder bei Kitas, Schulen u. Ä. Gebühren) finanziert werden kann, hat imho dann halt keinen wirklichen Sinn mehr.

Veröffentlicht von: @blackhole

Gelegentlich bekommt dafür die Caritas direkt was von mir, und wenn klappt was ich mir nächstes Jahr vorgenommen habe und sogar mehr Gehalt dabei drin ist, wird eine Dauerüberweisung draus. Sozusagen als ausglich für meine römisch-katholische Kirchensteuer, die jetzt fehlt.

Weißt du, wie viel von deiner ehemaligen röm.-kath. Kirchensteuer prozentual an die Caritas ging und wohin der Rest ging?

Veröffentlicht von: @blackhole

[d]ie altkatholische Kirche kann als (noch!) kleine Kirche

Ich mag mich irren, aber schrumpft die AKK nicht auch eher? Zumindest in Deutschland? Und wo gibts die sonst noch auf der Welt?

pankratius antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @pankratius

Was nicht durch Spenden (oder bei Kitas, Schulen u. Ä. Gebühren) finanziert werden kann, hat imho dann halt keinen wirklichen Sinn mehr.

Die staatliche Arbeitslosenhilfe und das derzeit reichlich ausgezahlte Kurzarbeitergeld finanzieren sich auch nicht durch Spenden. Haben sie deswegen keinen Sinn mehr??
Ist mehr Sinn darin, Arbeitslose verhungern zu lassen??

Veröffentlicht von: @pankratius

Also dass die Kirchensteuer, die ganzen Funktionärsposten in der Kirche, ZdK und ähnliche Vereinigungen abgeschafft gehören, finde ich auch. Damit käme man dem Vorbild Jesu wieder wesentlich näher.

Ich habe erfahren, daß römische Katholiken im Ausland sehr viel Interesse am deutschen Synodalen Weg haben und ihn interessiert beobachten.
Da wo es keine Kirchensteuer gibt, und keine Gremien, ist bei weitem nicht alles in Ordnung. Dort gibt es auch Machtmissbrauch, und alles was er nach sich zieht. Und einen nicht gerade jesusähnlichen Priesterstand.
Neulich erst habe ich von einem ugandischen Priester erfahren, der Spendengelder unterschlagen hat. Zum Glück waren wir bei der anderen Hilfsorganisation bei der ich aktiv bin, keine kirchliche sondern eine NGO, nicht tief drin verwickelt, aber ein befreundeter Verein hat jetzt die ultimative Arschkarte.
Und von den vielen von Priestern vergewaltigten und ausgenutzten Ordensfrauen fange ich lieber erst garnicht an.
Bleibt noch zu erwähnen, daß selbst das früher erzkatholische Polen zunehmend die Schnauze voll hat von seinem Klerus. Ich habe eine polnische Kollegin, für die ist Kirche im allgemeinen bereits ein rotes Tuch.

Das Problem ist, daß sich in der europäischen Öffentlichkeit folgendes Bild verfestigt hat: Die Kirche sind die Geistlichen, die Priester und Bischöfe, und der Vatikan. Der Rest ist zwar getauft, zählt aber nicht. Gehört eigentlich nicht zur Kirche dazu, ist nur braver Empfänger von Sakramenten. Wenn in den säkularen Medien über "die Kirche" gesprochen wird, dann ist praktisch nur von Vatikan und Geistlichen die Rede. Der Rest geht halt in die Kirche, einmal im Jahr weil es an Weihnachten Brauch ist, und holt sonstige Sakramente ab. Das wars.
Die kirchlichen Gremien sind ein Segen, denn das sind Orte wo auch mal wieder sichtbar ist, daß auch alle anderen zur Kirche zählen. Diese Gremien geben sich alle Mühe, die Nichtgeistlichen spüren zu lassen daß sie Kirche sind. Leider nur mäßig erfolgreich, denn dieses über Jahrhunderte festgefahrene Bild ist zu stark.

Auf anderen Kontinenten ist es teilweise anderst, denn bei noch krasserem Priestermangel leiten bereits Nichtgeistliche Gemeinden. Auch Frauen.

Dennoch haben vor ein paar Jahren Vertreter von BDKJ und KLJB bei einem Jugendkongress im Vatikan eine verstörende Erfahrung gemacht: Jugendliche aus anderen Ländern haben abends in Vertrauter Runde ganz ganz viele Reformwünsche geäußert, haben auch gesagt daß sie an vielem in der römisch-katholischen Kirche leiden und gern möchten, daß sich vieles ändert. Nur tagsüber in der Synodenaula, erst recht wenn Geistliche anwesend waren, hat sich kaum noch einer getraut, sowas anzusprechen. Da waren dann alle vorsichtig und brav.
In vielen Ländern ist das nunmal so: Da ist es noch tief drin, daß der Priester recht hat und man nur ein kleiner Krümel ist, der die Klappe zu halten hat. Aber ist das die Kirche die Jesus gewollt hat? Dann hätte Er auch gleich als römischer Kaiser kommen können und Sklaven halten können.

Veröffentlicht von: @pankratius

Ich mag mich irren, aber schrumpft die AKK nicht auch eher? Zumindest in Deutschland? Und wo gibts die sonst noch auf der Welt?

Es gibt die altkatholischen Kirchen der Utrechter Union, und es gibt Kirchen die in voller Kirchengemeinschaft mit der Utrechter Union stehen, wie die phillippinische Nationalkirche.

blackhole antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1336
Veröffentlicht von: @blackhole

Die staatliche Arbeitslosenhilfe und das derzeit reichlich ausgezahlte Kurzarbeitergeld finanzieren sich auch nicht durch Spenden. Haben sie deswegen keinen Sinn mehr??
Ist mehr Sinn darin, Arbeitslose verhungern zu lassen??

Nein. Der Unterschied ist staatlich vs. kirchlich.
Es geht darum, die Kirche vom Staat zu trennen.
Die Abschaffung der Kirchensteuer und der Kirchenstaatsleistungen sind eine der wenigen Punkte, in denen sich konservative Christen und Laizisten einig sind.
Nur das staatliche und kirchliche Establishment profitiert halt davon.

Veröffentlicht von: @blackhole

Ich habe erfahren, daß römische Katholiken im Ausland sehr viel Interesse am deutschen Synodalen Weg haben und ihn interessiert beobachten.

Ich habe erfahren, dass der Großteil der katholischen Welt über den deutschen Weg lacht oder eine Kirchenspaltung befürchtet.

Veröffentlicht von: @blackhole

Da wo es keine Kirchensteuer gibt, und keine Gremien, ist bei weitem nicht alles in Ordnung. [...]

Nein, natürlich nicht. Aber dass es auch in anderen Systemen Missstände gibt, kann doch kein Argument sein, unser System nicht zu verbessern.

Veröffentlicht von: @blackhole

Das Problem ist, daß sich in der europäischen Öffentlichkeit folgendes Bild verfestigt hat: [...]

Genau. Und einen wesentlichen Anteil an diesem Bild, das du schilderst, haben Kirchensteuer, Priester als Beamte, Laiengremien, Entsakralisierung, Verweltlichung.

pankratius antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @pankratius

Ich habe erfahren, dass der Großteil der katholischen Welt über den deutschen Weg lacht oder eine Kirchenspaltung befürchtet.

Ich habe gegenteilige Infos.

Veröffentlicht von: @pankratius

Die Abschaffung der Kirchensteuer und der Kirchenstaatsleistungen sind eine der wenigen Punkte, in denen sich konservative Christen und Laizisten einig sind.

Und beiden sind die Hilfsbedürftigen um die sich kirchliche Einrichtungen kümmern, reichlich egal.

Wenn Kirche das nicht mehr tut, wenn sie sich nicht mehr um diejenigen kümmert die Hilfe brauchen, die hungern, die verzweifelt sind, wenn es kirchliche Leistungen nur noch für diejenigen gibt die hohe Stolgebühren zahlen können, dann ist Kirche wirklich überflüssig, denn sie ist nurnoch Kulturverein für Gutverdiener. Sie verkündet nicht mehr das Evangelium.
Bischen Folklore kann man aber auch im Schützenverein oder im Fanfarenzug haben.

Veröffentlicht von: @pankratius

Nein, natürlich nicht. Aber dass es auch in anderen Systemen Missstände gibt, kann doch kein Argument sein, unser System nicht zu verbessern.

Es sollte aber auch wirklich verbessern heißen, und nicht verschlimmbessern, indem man nurnoch mit Stolgebühren und Spenden Geistlichkeit finanziert und ansonsten das Gemeindeleben und alle kirchlichen Hilfswerke und die Jugendarbeit verrecken lässt.

Veröffentlicht von: @pankratius

Genau. Und einen wesentlichen Anteil an diesem Bild, das du schilderst, haben Kirchensteuer, Priester als Beamte, Laiengremien, Entsakralisierung, Verweltlichung.

Ich bin froh und dankbar um die Laiengremien, denn sie zeigen daß Kirche nicht nur Priester und Vatikan sind.
Ich habe eine Hochachtung vor denjenigen die sich noch zu ihrer Kirche bekennen, auch wenn sie keine Geistlichen sind.

Und die auch z.B. Wortgottesdienste und Andachten organisieren, Chöre leiten, Jugendfreizeiten leiten....
Wenn ich in den Gemeindebrief der römisch-katholischen Seelsorgeeinheit zu der ich gehören würde, wäre ich jetzt nicht aus Überzeugung altkatholisch, gucke, bin ich ehrlich beeindruckt was ganz viele Freiwillige als geistlichem Leben am Laufen halten.

Allerdings müssen auch schnöde profane Alltagsarbeiten gemacht werden, die nichts spirituelles haben, damit sich die Leute in einer Gemeinde wohlfühlen.
Korrekte Rechnungsabschlüsse müssen erstellt werden, Sanierungsarbeiten geplant werden, ect.

Diese ganz ganz vielen Menschen die unendlich viel für ihre Kirche tun, haben es verdient, Sprachrohre in ihrer Kirche zu haben, Vertretungen die für sie einstehen.

Wir sind nicht mehr in der Agrargesellschaft, wo die Bauern nichts dagegen tun konnten daß sie von ihren Fürsten menschenverachtend behandelt werden, wo sie jede Fürstenwillkür hinnehmen mussten. Und nur hoffen konnten daß Jesus beim Jüngsten Gericht auch den Fürsten einmal die Meinung geigt.
Wenn die kirchliche Obrigkeit heute noch auf Agrargesellschaft besteht und grenzenlose Willkür, grenzenlosen Machtmissbrauch ausüben will, nimmt sie in der heutigen Zeit keiner mehr für voll.

Wenn ich das richtig interpretiere haben sich z.B. gottseidank genug kirchliche Gremien gegen die Pläne des Erzbischofs gewehrt, das was man jetzt an Seelsorgeeinheiten hat, erneut plattzumachen und alles nurnoch in ganz wenigen Riesenpfarreien zusammenzufassen. Also einen kompletten Kahlschlag durchs jetzt noch vorhandene kirchliche Leben zu hauen, damit auf dem Papier jede Pfarrei einen Pfarrer hat.

blackhole antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248
Veröffentlicht von: @blackhole

Wenn Kirche das nicht mehr tut, wenn sie sich nicht mehr um diejenigen kümmert die Hilfe brauchen, die hungern, die verzweifelt sind, … dann ist Kirche wirklich überflüssig

Soweit ich weiß, heben sich kirchliche Einrichtungen höchstens dadurch positiv hervor, dass dort mehr Mitarbeiter hochmotiviert und extrem verantwortungsbewusst sind. Die Entlohnung ist meistens schlechter als in staatlichen Einrichtungen. Ich frage mich, ob es für die Kollegen in nicht christlich betriebenen Einrichtungen nicht gut wäre, mehr Christen kennenzulernen.

Im Idealfall hätten die Gemeinden dann nicht mehr das Gefühl, dass diese Aufgaben bereits von bezahlten Profis übernommen werden und Menschen mit Schwierigkeiten würden normaler Teil der Gemeinden werden. Die Herausforderung, ihnen zuliebe Veränderungen zuzulassen, stände dann wieder mitten in der Gemeinde und beträfe jeden Christen.

tagesschimmer antworten
love.israel
(@love-israel)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 125
Veröffentlicht von: @blackhole

Das Problem ist, daß sich in der europäischen Öffentlichkeit folgendes Bild verfestigt hat: Die Kirche sind die Geistlichen, die Priester und Bischöfe, und der Vatikan. Der Rest ist zwar getauft, zählt aber nicht. Gehört eigentlich nicht zur Kirche dazu, ist nur braver Empfänger von Sakramenten.

Das Problem ist, das bei den deutschen Bischöfen sich folgendes Bild verfestigt hat: Die Kirche sind die Geistlichen, die Priester und Bischöfe, und der Vatikan. Der Rest ist zwar getauft, zählt aber nicht. Gehört eigentlich nicht zur Kirche dazu, ist nur braver Empfänger von Sakramenten und ein jeden Monat wieder zu melkende Kuh, damit der Beamtenapparat.

Der Synodale Weg in der römisch-katholischen Kirche ist eine zeitlich befristete Aktion in Deutschland um auszuloten, wie an Kirche zukünftig gestalten kann. Das ist nicht die Schaffung von Synoden, die auch mit Laien besetzt werden, wie in evangelischen Landeskirchen. Und selbst diese Treffen, die rechtlich nicht bindend sind, werden von Bischöfen wie Woelki als Verstoß gegen kirchliches Recht, ja mit dem katholischen Glauben unvereinbar angesehen.

Kirchenoberhäupter sprechen mit ihren Gläubigen und dies ist unvereinbar mit dem katholischen Glauben? Und wir Laien unterhalten uns in einem christlichen (kein römisch-katholisches) Forum darüber wie Kirche in Zukunft weitergehen soll? Sieht so aus als fahren wir als Ketzer in die Hölle.

Veröffentlicht von: @blackhole

Auf anderen Kontinenten ist es teilweise anders, denn bei noch krasserem Priestermangel leiten bereits Nichtgeistliche Gemeinden. Auch Frauen.

Priestermangel haben wir nicht. Die Priester sollen erst einmal die Hochschulen und kirchlichen Verwaltungen verlassen und in die Gemeinden gehen, dann ist auch jede Gemeinde besetzt.

Veröffentlicht von: @blackhole

Dennoch haben vor ein paar Jahren Vertreter von BDKJ und KLJB bei einem Jugendkongress im Vatikan eine verstörende Erfahrung gemacht: Jugendliche aus anderen Ländern haben abends in Vertrauter Runde ganz ganz viele Reformwünsche geäußert, haben auch gesagt daß sie an vielem in der römisch-katholischen Kirche leiden und gern möchten, daß sich vieles ändert. Nur tagsüber in der Synodenaula, erst recht wenn Geistliche anwesend waren, hat sich kaum noch einer getraut, sowas anzusprechen. Da waren dann alle vorsichtig und brav.

Das wissen wir ja, was uns passieren kann, wenn mir den Mund aufmachen, nachrechnen oder nachfragen. Da hagelt es Sanktionen. Da sagt man lieber gar nichts wie in der DDR. Oder legt sich wie in der DDR eine offizielle Meinung und eine private Meinung an.

love-israel antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 3336

Das wissen wir ja, was uns passieren kann, wenn mir den Mund aufmachen, nachrechnen oder nachfragen. Da hagelt es Sanktionen. Da sagt man lieber gar nichts wie in der DDR. Oder legt sich wie in der DDR eine offizielle Meinung und eine private Meinung an.

Und das findest du in Ordnung?

ungehorsam antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @love-israel

Und selbst diese Treffen, die rechtlich nicht bindend sind, werden von Bischöfen wie Woelki als Verstoß gegen kirchliches Recht, ja mit dem katholischen Glauben unvereinbar angesehen.

Nehmen Sie den Woelki noch für voll?
Ich nicht!
Und der Herr Bätzing hat die Entscheidung des Papstes, ihn freizusprechen, kritisiert. Hat sinngemäß gesagt: "Ich nehme es zur Kenntnis, glaube aber nicht, daß was Gutes rauskommen wird."

Medial mag er die meiste Aufmerksamkeit kassiert haben, aber hat er ansonsten groß was geleistet außer Genörgel von wegen "nicht katholisch"?

Es lohnt sich nicht, in den säkularen Medien nachzulesen, wie es um den Synodalen Weg steht. Denn das meiste was da kommt ist Woelki, Woelki, Woelki, noch mehr Woelki. Viel zuviel Aufmerksamkeit für jemanden, der sowas von garnichts konstruktives beigetragen hat.

So wie die Talkshows im ZDF gerade haufenweise Schwurbel-Idioten hofieren, die von garnix Ahnung haben, aber das sehr laut.

Aus anderer Quelle bin ich aber z.B. an einen beeindruckenden Text aus dem Forum "Leben in gelingenden Beziehungen" gestoßen. Unter Wojtywa wäre noch der Kopf von jedem Bischof gerollt der damit auch nur ansatzweise in Verbindung gebracht worden wäre.

Veröffentlicht von: @love-israel

Das wissen wir ja, was uns passieren kann, wenn mir den Mund aufmachen, nachrechnen oder nachfragen. Da hagelt es Sanktionen. Da sagt man lieber gar nichts wie in der DDR. Oder legt sich wie in der DDR eine offizielle Meinung und eine private Meinung an.

Nein. Die Dinge haben angefangen, sich zu ändern. Selbst Priester und sogar manche Bischöfe sagen laut Dinge, für die sie unter Wojtywa noch ihren Job verloren hätten.

In vielen Teilen der Welt wird es noch lange dauern. Gerade da wo die Nichtgeistlichen bisher keine Möglichkeit hatten, sich zu vernetzen und Meinungen klar zu formulieren. Also wo es an Gremien wie dem ZdK fehlt. Deswegen habe ich den Zeitplan für eine Weltsynode, den der Vatikan gesetzt hat, auch von Anfang an für Mist gehalten.

Natürlich ist es ein gigantischer Kraftakt, in einer Kirche in der Synodalität so lange absolut tot war, wieder sowas wie Synodalität einzuführen. Natürlich gibt es während des Lernprozesses auch Sackgassen, Rückschläge...

Aber das falscheste was man machen kann ist, garnicht erst anzufangen.

blackhole antworten
love.israel
(@love-israel)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 125

Wir wollen doch mal ganz klar sagen:
- Kindertagesstätten sind mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz eine staatliche Aufgabe geworden.
- Friedhöfe sind ebenfalls staatliche Aufgabe und werden oft nur von Kirchen betrieben, weil sie auf kirchlichem Grund liegen. Aber auch hier gibt es schon viele Beispiele, wie aus kirchlicher Trägerschaft eine kommunale Trägerschaft wurde und nicht zum Schaden des Bürgers oder der Kirchen.
- Altenheime werden auch privat betrieben und das oft besser als in kirchlicher Hand.
- Caritas und Diakonie könnten doch schon seit Jahrzehnten vereinigt sein, wenn man Ökumene ernst nehmen würde. Ich fürchte nur, dass dann in Kürze die Diakonitas AG an der Börse ihre Anteile verhökert.

Wem Kirche wichtig ist, der wird auch bezahlen, so wie in allen anderen Ländern der Welt auch. Kirchensteuer gibt es doch nur bei uns.

Der Vorteil wäre, dass dann endlich die ewige Nähe zur Politik beendet werden würde. "Denn mein Königreich ist nicht von dieser Welt."

Dann wäre Kirche auch nicht mehr Familienfestivitätenverschönerungsverein, sondern eine Institution, die von den Mitgliedern auch ernst genommen wird und deren (kostenpflichtige) Leistungen auch gewürdigt werden.

love-israel antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1336

So ist es.

pankratius antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @love-israel

Dann wäre Kirche auch nicht mehr Familienfestivitätenverschönerungsverein, sondern eine Institution, die von den Mitgliedern auch ernst genommen wird und deren (kostenpflichtige) Leistungen auch gewürdigt werden.

Kirche soll also nur noch für die da sein die bezahlen können?
Die Arbeitslosen, die Drogenabhängigen, die Obdachlosen, die Flüchtlinge usw. lässt man vor der Tür, bzw. kippt sie dem Staat vor die Füße?
Dann ist Kirche nurnoch ein bischen spirituelles Wellnessangebot für Gutverdiener. Bischen Kulturverein. Wie eine Opernaufführung. Hat aber mit dem Evangelium absolut garnichts mehr zu tun.

Veröffentlicht von: @love-israel

- Altenheime werden auch privat betrieben und das oft besser als in kirchlicher Hand.

Gerade private Investoren betreiben Altersheime oft sehr schlimm. Gewinn wird gemacht, aber die Qualität der Pflege ist hundsmiserabel.

Veröffentlicht von: @love-israel

- Kindertagesstätten sind mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz eine staatliche Aufgabe geworden.

Allein hier in Mannheim fehlen 600 Kitaplätze.
Würden noch ein paar mehr fehlen, wenn nicht die SSE Maria Magdalena eine Kita betreiben würde.

blackhole antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002
Veröffentlicht von: @love-israel

Auflösung aller kirchennahen Stiftungen, Vereine und Fördervereine

Dann fällt dem Staat die Erhaltung vieler denkmalgeschützter Gebäude, zu. Ob er das will?

Veröffentlicht von: @love-israel

Pastoren, Priester, Pröpste/Superintendenten und Bischöfe werden nicht mehr Beamte

Dann bekommen diese einen regulären Arbeitsvertrag und gehen Freitagnachmittag nach Hause.

Veröffentlicht von: @love-israel

Im Jahr 2060 ist keine nennswerte Kirche mehr übrig.

Du machst die Rechnung ohne den Wirt.

deleted_profile antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @banji

Dann fällt dem Staat die Erhaltung vieler denkmalgeschützter Gebäude, zu. Ob er das will?

Unsere Schloßkirche gehört dem Land, aber das ist wahrscheinlich auch froh, daß sich unsere Gemeinde um selbige kümmert.

Veröffentlicht von: @banji

Dann bekommen diese einen regulären Arbeitsvertrag und gehen Freitagnachmittag nach Hause.

Neeee, anderst: Sind nurnoch für diejenigen da, die hohe Stolgebühren zahlen können.

blackhole antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19187
Veröffentlicht von: @love-israel

Auflösung aller kirchennahen Stiftungen, Vereine und Fördervereine

Auf keinen Fall.

Veröffentlicht von: @love-israel

Pastoren, Priester, Pröpste/Superintendenten und Bischöfe werden nicht mehr Beamte

Werden die echt noch alle verbeamtet?

Veröffentlicht von: @love-israel

Mit den oben genannten Schritten, ist aber völlig sinnlos, da es sowohl bei der einen als auch bei der anderen Kirche letztendlich nur um Geld und Macht geht.

Nö.
Absolutes Nö. Ich kenne dazu einfach zu viel Gemeinden, die so nicht denken.

Veröffentlicht von: @love-israel

Probiere mal den lokalen Rassegeflügelzuchtverein zu reformieren, das ist schon ein sinnloses Unterfangen. Bei einer Kirche erst recht.

Seit wann lassen wir uns mit Geflügelzüchter vergleichen?

Veröffentlicht von: @love-israel

Im Jahr 2060 ist keine nennswerte Kirche mehr übrig. Siehe obigen Link.

Ja klar 😀

tristesse antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 1248
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wenn ihr Vollmacht hättet, Kirche zu reformieren:

Ich habe mich gefragt, warum ich nie auf diese Frage gekommen bin. Es liegt daran, dass ich nicht entfernt zu schätzen weiß, was alles da ist.

Ich bin mir aber sicher, dass Gott mehr Einheit möchte. Ohne Ansehen der Person, weltlichem sozialen Status, Alter, Geschlecht, Hautfarbe, kulturellem Hintergrund oder Denomination einander dienen - davon wünsche ich mir mehr. Ich glaube sogar, dass wir das gemeinsame Christsein über die Kirchenzugehörigkeit stellen sollten.

Es sollte in einer Umgebung mit geeigneten kirchlichen Räumlichkeiten keine Gruppe von Christen in zu kleinen Wohnzimmern oder draußen sitzen müssen. Es sollte normal sein, die gut gemeinten Worte von Glaubensgeschwistern wohlwollend zu prüfen, auch wenn sie eine ungewohnte Sprache benutzen, es sollte eine Freude sein, wenn ein Christ, der durch mich zum Glauben gekommen ist, in einer Gemeinde, die ihm mehr entspricht, ein geistliches zu Hause findet usw. Ich finde den jetzigen Zustand der Kirche in Bezug auf Einheit beschämend, in jeder Gruppe werden wichtige Wahrheiten nicht gehört und damit Wachstum verhindert.

tagesschimmer antworten


Arcangel
Beiträge : 4465

Unabhänig der Denomintion
Mir persönlich liegen drei Kernthemen am Herzen, zu deren Umsetzung manche Denomiationen wohl einen weiteren Weg zurücklegen müssen als andere.

1. Weg von einem Bekehrungschristentum hin zu einem Jüngerschaftschristentum
Der Inhalt dieser Reform findet man wohl am besten bei Bonhoeffer formuliert. Dies hat automatisch die folge das der Sonntaggottesdienst an Stellenwert verliert.
2. Das abschaffen eines Klärus
Wie dies Luther in seinem Brief "An den christlichen Adel deutscher Natio" angedacht hat, leider ist Luther da nicht bis ans Ende gegangen, ich betrachte dies klar als eine der grössten verpassten Chancen der Reformation. Nicht nur katholiken sondern auch viele Evangelikale leiden und einem Klerikalen Verständiss. Es ist halt einfacher Verantwortung abzuschieben als selbst wahr zu nehmen.
3. Ein veralltäglichen des Abendmals
Die Tat Jesu, und das gedenken daran gehört in den Alltag und in die Stuben der Menschen, und nicht in eine Kirche.

Ich glaub das währs aus meiner Sicht.

arcangel antworten
4 Antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @arcangel

1. Weg von einem Bekehrungschristentum hin zu einem Jüngerschaftschristentum

Was genau verstehst du darunter?

Veröffentlicht von: @arcangel

Die Tat Jesu, und das gedenken daran gehört in den Alltag und in die Stuben der Menschen, und nicht in eine Kirche.

Die Menschen schätzen aber nunmal auch die besonderen Gelegenheiten, die Feste. Das Feierliche das den Alltag durchbricht.

In der evangelischen Kirche gibt es mancherorts einen Trend hin zu "katholischen" Messgewändern, weg vom ewigen Schwarz, Schwarz, Schwarz.

Du hast schon recht damit, daß das Christsein den Alltag prägen muss, die Art wie man lebt und wie man sich seinen Mitmenschen und der Schöpfung gegenüber verhält. Hat es früher viel zu wenig! Die Fürsten durften ihre Bauern bis aufs Blut schinden, die Fabrikherren ihre Arbeiter... es war egal. Und kein Hahn hat danach gekräht, wenn ein Mädchen zwangsverheiratet wurde. Von Waffensegnungen rede ich erst garnicht.

Aber der Mensch braucht auch Rituale und Feierlichkeiten um Kraft daraus zu schöpfen.
365 Tage im Jahr nurnoch Alltag, da wird das Leben trist.

blackhole antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4465
Veröffentlicht von: @blackhole

Was genau verstehst du darunter?

Da empfele ich dir Bonhoefers Buch 'Nachfolge'.

Aber im Kurz gesagt eine veränderung, eines reines Kopf glaubens, hin zu einer Praktischen Kultur der Nachfolge Christi. Nich ein für wahr halten (Glauben) rettet, sondern ein vertrauensvolles Tun dessen was geglaubt wird.

Veröffentlicht von: @blackhole

Die Menschen schätzen aber nunmal auch die besonderen Gelegenheiten, die Feste. Das Feierliche das den Alltag durchbricht.

Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Wir dürfen und sollen Feste feiern, Feste sind fester Bestandteil der Biblischen Erzählung.

arcangel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

zu 1. Und was sagt Bonhoeffer dazu? Seine Literatur ist mir nicht geläufig.

zu 2. ja.... die Trennung in Klerus und Laien kann eine ungute Passivität bedingen. Sehr oft ist mir da begegnet, wie das Wort Jesu "ich tue nur, was ich den Vater tun sehe" so verändert erschien: "ich tue nur, was ich den Pfarrer/Pastor/Leiter tun sehe bzw. nur auf seine Erlaubnis hin.

3. würde ich anders ausdrücken....Veralltäglichen könnte so nach Profanierung klingen. Zurück zur täglichen Gemeinschaft mit dem HErrn persönlich und wenn möglich auch mit anderen zusammen, wäre meine Ausdrucksweise.

deborah71 antworten
Clay
 Clay
(@clay)
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Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @arcangel

1. Weg von einem Bekehrungschristentum hin zu einem Jüngerschaftschristentum

Ja, unser Auftrag ist: 'macht zu Jüngern', aber das setzt eine 'Bekehrung' (Neugeburt) voraus. Deswegen nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.

Veröffentlicht von: @arcangel

Dies hat automatisch die folge das der Sonntaggottesdienst an Stellenwert verliert.

Warum sollte er? Es macht sehr viel Sinn, sich an dem Tag der Ruhe mit anderen Christen zu treffen, um gemeinsam Gott anzubeten und sein Wort zu hören. Allerdings ersetzt ein Sonntagsgottesdienst nicht die persönliche tägliche Zeit mit Gott (Bibellese, Gebet).

Veröffentlicht von: @arcangel

2. Das abschaffen eines Klärus

Das hat Vor- und Nachteile. In den 'Brüdergemeinden' gibt es großenteils gewollt keine Pastoren, sondern ein Pool von Leuten, die predigen.

Vorteil: der fünffältige Dienst (Apostel, Propheten, Evangelisten, Lehrer, Hirten) kann so am ehesten realisiert werden.

Nachteil: diese Laienprediger haben oft eine ungenügende theologische Ausbildung.

Veröffentlicht von: @arcangel

3. Ein veralltäglichen des Abendmals

Uns hindert niemand, das Abendmahl auch zuhause zu feiern. Dazu muss man keinen Pfarrer fragen. Die kirchliche Lehre, dass nur bestimmte Personen das Abendmahl austeilen dürften, hat keine biblische Grundlage, und die 'Wandlung' ist ja auch nur eine Sonderlehre der RKK.

Veröffentlicht von: @arcangel

Die Tat Jesu, und das gedenken daran gehört in den Alltag und in die Stuben der Menschen, und nicht in eine Kirche.

wieder nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.

LG.
Clay

clay antworten
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