Sündige "Sexualpraktiken"?
Hallo zusammen,
es kostet mich zugegebenermaßen ein bisschen Überwindung, über das Thema zu schreiben, aber die Frage spukt mir tatsächlich schon länger häufig im Kopf herum & treibt mich ziemlich um..
Anlass dafür war eine Unterhaltung neulich mit einem anderen Christen & wir sind dann irgendwann mal aufs Thema Sexualität, Intimität etc. gekommen.. Quintessenz von dem Gespräch war, dass er zu dem Fazit gekommen ist, dass alles außer dem klassischen Geschlechtsverkehr (der laut ihm ausschließlich in der Ehe stattfinden soll) Sünde ist, weil es gegen Gottes ursprünglichem Plan von Sexualität, wie Gott sie sich wünscht & gedacht hat, geht.. Sprich, in erster Linie Sexualpraktiken, die zwar im Zweier - Kontext stattfinden, aber nicht zur Zeugung von Kindern führen können, also vor allem Analverkehr & Oralverkehr sind für Gott tendenziell mehr oder weniger ein Gräuel..
Ich gestehe, dass ich früher selbst sehr "experimentierfreudig" war & alles einmal ausprobiert habe, selbst als ich bereits gläubig war.. Aber in der Nachbetrachtung bin ich Jesus noch nicht so nachgefolgt, wie ich es heute tue..
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich ins Zweifeln, ob er wirklich recht hat & alles, was vom klassischen Zeugungs - Akt abweicht, wirklich gegen Gottes Willen ist, zweitrangig, ob die Menschen etwas füreinander empfinden oder nicht... Oder ob es Gott eher darum geht & wichtig ist, dass alles zwar okay ist, sofern es im liebenden Rahmen der Ehe stattfindet..
Freue mich auf eure Meinungen & Ansichten zu diesem Thema!!
Was mir die ganze Zeit schon nicht in den Kopf will - wir reden hier über sündige Praktiken zwischen Mann und Frau.
Und eben auch darüber, dass es vorkommen kann, dass es diesem Paar auf Dauer nicht reicht, nur mit dem eigenen Partner Sex zu haben (was nicht die Ausgangsfrage ist, ich weiß).
Und an anderer Stelle über Menschen, die mit dem anderen Geschlecht nichts anfangen können und sich mit einem Menschen des eigenen Geschlechts zusammentun und gehen mit diesem eine verbindliche Beziehung ein. Abgesehen davon, dass der 'klassische Geschlechtsverkehr' aus technischen Gründen nicht stattfinden kann, sind sie dem Partner treu und haben nicht das Bedürfnis, noch übern Gartenzaun zu gucken.
Was ist das größere Übel?
Ja diese Beziehungsprobleme. Mir fällt auf, das diese Probleme bei Jesus. de immer einen großen
Raum einnehmen. Dabei haben wir doch den besten Beziehungsratgeber, Gottes Wort.......
Manchmal meine ich, wie viel unnötiger Kampf zwischen den Geschlechtern innerhalb von
Ehen, Familien, Lebensgemeinschaften, vermieden oder abgemildert werden könnten, wenn wir
uns gegenseitig segnen würden...............................................................................
Wenn ich die eigene Wertschätzung Gottes und meine eigene, meiner eigenen Frau zum
Ausdruck bringen würde. Segen schafft einen Schutzraum und einen Ort der Geborgenheit.
Dann wird der Geschlechtsverkehr vielleicht lieber natürlicher, das wir uns gegenseitig
nicht weh tun, und im geschützten Rahmen bleibt.
Dann muss ich vielleicht nicht mehr neidisch über den Gartenzaun gucken...............
Das größte Übel meiner Meinung nach ist, wenn wir uns nicht mehr akzeptieren und
wertschätzen können.
Bei mir im Haus wohnt ein homosexuelles Paar, sie haben auch einen Hund. Und ich
habe zu ihnen eine gute Beziehung. In meiner knallharten evangelikalen Zeit habe
ich auch schon zu ihnen gesagt, Homosexualität geht nicht.
Es kam zu sehr vielen Gesprächen........und ich kann sie inzwischen wertschätzen.
Oder der Text in der Bibel, Sprüche 31, Lob der tüchtigen Frau.
Eine Frau, Künstlerin, Unternehmerin, Landwirtin. Und ein Mann, der ihre Fähigkeiten anerkennt,
wertschätzt.
Keine billigen Worte, sondern wertschätzende Worte.
Und wenn eine Frau ihren Mann wertschätzen und ihn segnen kann..................
Und wenn die Kinder von Mutter und Vater gesegnet werden..........
Liebe, Friede, Freude, Sahnekuchen.....ja, aber nicht immer.
Wir leben in einer nicht einfachen, unerlösten Zeit. Da gibt es auch einmal Streit, Krach,
andere Meinungen,,,,,,,,,,,,,,,,,aber wenn wir uns trotzdem gegenseitig wertschätzen können,
auch in der Sexualität...........dann geht doch noch was......in Baden, bei den Schwaben, Hessen,
Hamburg, Berlin...................
Veröffentlicht von: @hundemannJa diese Beziehungsprobleme. Mir fällt auf, das diese Probleme bei Jesus. de immer einen großen
Raum einnehmen. Dabei haben wir doch den besten Beziehungsratgeber, Gottes Wort.......
Aber gerade von Gottes Sohn -Jesus Christus - kommt da ja eben gerade kein Vorbild.
Manche Leute sagen immer.... wir wollen es so machen wie Jesus.....ja, toll, ich kann aber keine Blinden durch Hand Auflegen wieder sehend machen und wenn wir Jesus als Vorbild nehmen wollten, dann müssten wir zuerst mal alle kinderlose Junggesellen werden.
Dann würden wir aber hier gar nicht vor dem Monitor hocken.
Jetzt pickt sich natürlich jeder heraus, was zu seinen eigenen Sünden am besten passt...
Die Homosexuellen sagen, Jesus sei schwul gewesen, aus deren Sicht natürlich logisch, wer Tag und Nacht mit 12 Männern in der Gegend herumzieht....die Frauenhelden sagen, Jesus sei ein Frauenheld mit vielen verschiedenen Freundinnen und Bettgenossinnen gewesen....
Martin Luther meinte, zweimal die Woche Geschlechtsverkehr sei ganz passend...... in Der Bibel steht aber nichts dergleichen, also ist doch wieder jeder auf seine eigene Auffassung angewiesen...
@fizzibitz
hallo, oh jetzt müsste ich Gott sein, um dir eine Antwort zu geben. Bin ich aber nicht, aber
ich bin sein Kind. Aber Gottes Wort, und meine Beziehung zu Christus, helfen mir in meinen
Beziehungsproblemen. Und mein Hund....................................................................
Tiere sind noch irgendwie natürlich. Die kommen nicht auf die Idee sich in Latex usw.
zu werfen, um sich anzumachen.........
Christus hat ganz natürlich gelebt, hatte gute Beziehungen zu Männern, aber auch zu Frauen.
ER hat die Wertschätzung gelebt.
Lieben und liebevoll handeln kann man lernen. Jeder Mensch kann eine aktive Haltung der
Wertschätzung einnehmen, und mit anderen Menschen liebevoll umgehen.
Egal ob fromm oder nicht fromm, Partner, Kinder, Freunde, Kollegen.............
Gott hat jeden Menschen einzigartig erschaffen, und drückt auch Liebe ganz unterschiedlich aus.
Die Art wie sie ein Opa zeigt, unterscheidet sich von den Umgangsformen eines Politikers.
Ein stiller Mensch drückt Liebe anders aus, wie eher lauter Mensch.......
Ein Mensch zeigt Liebe durch Fürsorge, ein anderer durch Geschenke.
Wenn ich die Bibel kurz zusammen fasse.............
Gott lieben, aus dieser Liebe mich selbst annehmen und lieben, und aus dieser Liebe heraus,
andere Menschen, Tiere.........
Nur wenn ich mich selbst wert schätze, kann ich auch andere Liebe....das ich selbst einzigartig,
wunderbar und gut bin. Das mein Innerstes sich in mir und meinem Körper wohl fühlt.
Was Menschen säen, werden sie ernten, sagt Christus. Von nichts kommt nichts, auch
keine Liebe. Liebe wächst, wenn ich Zeit und Vertrauen investiere, pflege...........
Beziehungen brauchen Zeit........und wir Menschen haben im Zeitalter des Internets immer
weniger Zeit.
Und wenn wir wenig Liebe bekommen, wenig Liebe geben, machen wir auf cool.......
obwohl wir gar nicht so cool sind.......
Kuscheln, Küssen, Schulterklopfen, Umarmen, Sexualität, mit unserem Körper dürfen
wir auch Liebe ausdrücken. Aber auch da gilt die Wertschätzung, auf die Signale des anderen
zu warten, ob ein Mensch sich dabei wohl fühlt, oder nicht.
Beziehungen, die Sehnsucht nach Beziehung, Beziehungen finden, leben, ein unendliches
Thema.............
Dazu braucht es aber auch Gottvertrauen und Selbstvertrauen, meine Beziehungen so
zu leben, wie es für mich am Besten ist. Unabhängig was andere Menschen, auch Martin
Luther dazu sagen............
@hundemann Hier geht's aber schon explizit um Sexualpraktiken.
Und ganz klar - auch diese Vorlieben (und Möglichkeiten) ändern sich im Lauf der Jahre.
Das Beispiel mit den Tieren passt da nicht so ganz - die gehen vielleicht nicht in Latex auf die Straße, aber verkriechen sich möglicherweise auch nicht ins heimische Schlafzimmer ...
Und ja - Sex gehört in den Rahmen einer Beziehung, aber die Vorlieben müssen halt auch irgendwie passen.
natürlich ist Sexualität wichtig, genau so wichtig wie die seelische Beziehung.
Körper, Seele und Geist gehören zusammen. Für mich sind da aber manche
Dinge nur eklig und unnatürlich, für andere nicht........
Das darf aber jedes Paar für sich selbst entscheiden.
Und dass das Paar eine gemeinsame Quelle hat, Christus.
Leider haben heute viele Paare diese gemeinsame Quelle verlassen.
Und dann entstehen in meinen Augen viele Löcher, die gemeinsame
Quelle ist weg.
Aber das darf ich nicht verurteilen, sondern dürfen Menschen darauf
hinweisen, auf Gott, die lebendige Quelle.........
@fizzibitz
Hm, also auf gewisse Meinungen kann man nur kommen wenn man sich jenseits des Kontextes aufhält.
In allen Varianten hätten es ihm die Pharisäer öffentlich vorgeworfen - er hatte sie ja quasi aufgefordert seine Sünden zu benennen wenn er welche hätte.