Was ist deine erste Priorität im Leben?
Wonach lässt du dich vorrangig leiten?
Heute kam diese Frage in mir auf. Und ich fand es sehr erhellend, worauf ich gestoßen bin. Und, auch wenn mir mir Glaube wirklich ein gutes Fundament ist. Ich habe erkennen müssen, in erster Linie richte ich mich daran nicht aus.
Ja, ich erlebe mich von Gott gehalten und beschenkt. Und es gibt auch weitere gute Leitlinien in meinem Leben - teils christlich, teils nicht. Krass fand ich, dass ich innerhalb dieser Ausrichtungen an erster Stelle eine Maxime entdeckt habe, die mir das Leben bisher oft ungesund schwer gemacht hat.
Um mich braucht es gar nicht weiter gehen. Ich möchte diesen Impuls nur gerne teilen, weil ich mir vorstellen kann, dass dies anderen auch so gehen kann. Unbewusst lässt man sich von etwas leiten und realisiert gar nicht, dass man niemanden damit einen Gefallen tut. Da kann es helfen, sich bewusst "nach etwas" auszurichten, was einem ebenfalls entspricht und dabei ausschließlich gut tut.
Für mich war das heute ein wunderbares Aha-Erlebnis.
LG an euch von Seidenlaubenvogel
"Wonach (wovon?) lasst Du dich vorrangig leiten?" ist die Ausgangsgsfrage ...
Mmhh ... praktisch gibt es wohl keine Vorrangigkeiten, sondern das Leben selbst - verschiedene Situationen, Lebensphasen, Pflichten, Aufgaben und auch Neigungen, Wünsche, Ziele - bestimmen wohl unser Tun, Denken & Empfinden.
Und als Christ liegt die Antwort nahe: "Vorrangig möchte ich in Allem Gottes Willen für mein Tun erfragen, Jesus nacfolgen, Ihm die Ehre geben." etc.
Bei mir wirft die Ausgangsfrage aber noch eine andere Frage auf ... Nämlich die, inwieweit wir in allen Dingen immer wieder versuchen (als Leitmotiv) "bei uns selbst zu bleiben" - also uns eben nicht zu verlieren an Dinge, die UNS / MICH von UNS / MIR SELBST wegziehen.
Ich habe einen Guten Freund, dessen "Mantra" - in allen Offenheiten für das Leben - immer heißt: "Ich versuche immer wieder, bei mir selbst zu bleiben!" Ich habe das lange nicht verstanden, es hat mich fast genervt - aber irgendwann habe ich gut verstanden, auch für mich selbst, wie sehr das ein wichtiger Schlüssel ist. Denn gerade, wenn man sehr "impressionistisch", offen und empfänglich durch das Leben geht, kann es passieren, dass man sich von sich selbst entfremdet, sich an irgendwas verliert in Identifikationen und in der Übernahme von etwas, was man "selbst" eigentlich gar nicht ist ...
"Bei mir bleiben", immer wieder, ist deshalb für mich eine Richtung, in die zu blicken mich die Ausgangsfrage lockt.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhler"Bei mir bleiben", immer wieder, ist deshalb für mich eine Richtung, in die zu blicken mich die Ausgangsfrage lockt.
Das ist auch nach zu langen Jahren mit toxischen Menschen und Familie mein Standpunkt und ich finde ihn keineswegs - wie man behaupten könnte - egoistisch, sondern nahezu lebensnotwenig (für mich ... mittlerweile). Wir werden immerzu gedrängt in unterschiedlisten Bereichen (nur) die Erwartungen usw. anderer zu erfüllen, dass schnell die Gefahr entstehen kann, sich selbst zu vergessen und dann schreitet irgendwann die Psyche und die Somatik ein!