Benachrichtigungen
Alles löschen

Wer ist ist ein*e Christ*in?

Seite 3 / 4

Lachmöwe
Themenstarter
Beiträge : 1623

Das ist sicher keine neue Frage - aber eine, mit der man sich sicher immer wieder neu auseinander setzen kann. Gekommen ist mir die Frage, wie ich eben mal wieder in diesen Thead reingeklickt habe: https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12751486

Wo ich dabei stehe?
Für mich war Glaube stets sehr natürlich. Als Christ geprägt wurde ich in Kindheit, Jugend und den weiteren Jahren. Ich habe viel mitbekommen, aufgesogen, mit Gott erlebt (bzw. es so zugeordnet). Ich habe viel nachgedacht, mich mit vielem auseinandergesetzt und mich viel ausgetauscht. Ich habe es gelernt, auszuhalten und stehen zu lassen. Christus nachfolgen - das war/ ist es, was mein Christ-Sein ausmachte.

Was hat sich verändert?
Gott verblasst. Er ist mir weniger präsent. Christus verschwindet. Er erscheint mir in bestimmten Glaubenssätzen nur noch als Vokabel. Die Tiefe meines Glaubens ist noch da - aber sie entfernt sich von mir. Warum? Ich habe zu viel gehört, gedacht, zu viele (brechende) Fassaden gesehen, zu viel erlebt, dass jede*r biegt/ schiebt/ dreht - nicht aus bösem Willen. Ich zweifele weniger an Gott als an uns Menschen und indirekt dann doch auch an Ihm.

Ich denke, ich bin und bleibe Christ, weil ich mich (fest)halten will - soweit es mir gelingt - an Christus. Ich stelle fest, Christen bin ich immer weniger konform. Leider. Aber Christen überzeugen mich oft zu wenig. Von mir bin ich auch nicht überzeugt, gebe dies aber auch nicht vor. Ich bin Christ, Nachfolger Christi - suchend, scheiternd, gesucht, gefunden und gehalten von Gott. So hoffe, so glaube ich.

Was macht dein Christ-Sein aus?

Antwort
309 Antworten
Irrwisch
Beiträge : 3522

Ich 😎

irrwisch antworten


Blackhole
Beiträge : 1134

Ich bin auch nicht immer perfekt.
Und ja, als ich vorhin von einer befreundeten Intensivkrankenschwester gehört habe daß Besucher, soweit sie noch rein dürfen, im Krankenhaus(!!!) klauen wie die Raben und alles an Desinfektionsmitteln, Schutzmasken und Handschuhen mitnehmen was sie kriegen können, ist es mit mir durchgegangen und ich habe denen allen eine echte Influenza gewünscht.

Aber im großen und ganzen gebe ich mir Mühe, nicht einfach nur "nett" zu sein im Sinne von gesellschaftlichen Konventionen, sondern beizutragen was ich kann, daß die Welt von Gottes Geist durchdrungen und liebevoller, gerechter und hoffnungsvoller wird.

Erwähnte Intensivkrankenschwester und Kirchenvorstandsvorsitzende ist ein unendlich liebevoller Mensch der anderen wahnsinnig viel gibt.
Da muss ich ehrlich sagen: Was sie ausstrahlt, kann ich garnicht. Meine Biographie hat mich so geprägt, daß ich manchmal etwas rauh im Umgang bin. Ich fluche, ich schimpfe und habe manchmal einen kindischen Dickkopf. An so jemanden werde ich nie heranreichen.
Aber ich versuche zu geben was ich kann. Mit dem bischen was ich in mir habe, versuche auch ich, die Welt ein bischen besser zu machen.

blackhole antworten
Adjutante
Beiträge : 2680
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was macht dein Christ-Sein aus?

Für mich bedeutet mein Christsein, Sehnsucht nach Jesus zu haben, wenn ich ihm nicht mehr nahe bin.

adjutante antworten
2 Antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 291
Veröffentlicht von: @adjutante

Für mich bedeutet mein Christsein, Sehnsucht nach Jesus zu haben, wenn ich ihm nicht mehr nahe bin.

Liebe Tante,
auch wenn Dir Dein Gefühl etwas anderes sagen will, hör statt dessen auf die Worte Christi:

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Segen!

vollbracht antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2680

Dessen bin ich mir bewußt. Sein Versprechen gilt. Nur ... bin ich Ihm nicht immer nahe.

adjutante antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was macht dein Christ-Sein aus?

Bei mir ist es schwierig. Ich weiß garnicht ob ich Christ bin. Ich kann nicht sagen, ich bin kein Christ, dafür bin ich zu nah an Jesus dran. Aber ich kann auch nicht sagen, ich bin Christ, weil ich viele typisch christliche Glaubensinhalte nicht teilen kann.

Ich glaube an die Liebe.

Ich glaube, Gott ist die Liebe.

Und ich glaube, Gott ist ein in Ewigkeit lebendiges Wesen, jenseits von Raum und Zeit.

Ich glaube, Gott ist in Jesus.

Ich glaube an den heiligen Geist.
Für mich ist der heilige Geist das Trachten nach der Liebe.

Ich glaube daran, dass alle Menschen, ohne Ausnahme, nach dem Tod ewig bei Gott leben.

--------------------------------------------------------------------------------------

Ich glaube nicht, dass die Bibel Gottes Wort ist, aber dass ich an der einen oder anderen Stelle Gott in der Bibel finden kann.

Ich bin mir nicht sicher, ob Jesus als Mensch sündlos war, aber ich bin mir sicher, er war als Mensch auch unvollkommen.

Ich glaube nicht an eine (ewige) Hölle, in der man nach dem Tod schmort, falls man nicht an Gott glaubt, oder nicht nach Gottes Weisungen gelebt hat.

Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns frei entscheiden können, was wir tun und was wir glauben. Vielleicht bestimmt die Biochemie in unserem Gehirn, die ja den Naturgesetzen unterliegt, was wir tun, ohne, dass wir es beeinflussen können. Ich bin mir deshalb auch nicht sicher, ob es Schuld gibt, denn wenn wir uns nicht frei entscheiden können, was wir glauben und tun, dann können wir uns logischerweise auch nicht schuldig machen. Schuldig machen kann sich nur jemand, der sich frei entscheiden kann.

---------------------------------------------------------------------------------------------

Der Sinn des Lebens besteht für mich darin, dass wir durch unser Denken und Handeln so leben, dass es uns nützlich ist. Nützlich ist vor allem alles, was in irgendeiner Form Liebe ausdrückt, weil nur Liebe letztendlich Lebenserfüllung bedeutet. Jemand, der keine Liebe geben kann und keine Liebe empfängt, dem fehlt das Wichtigste. Liebe ist die wichtigste und die größte Erfüllung im Leben. Da ich ja glaube, dass Gott die Liebe ist, diene ich Gott wenn ich Liebe ausdrücke. Aber nicht zwanghaft, krampfhaft, sondern aus spontanen Impulsen heraus. Anders täte es mir nicht gut. Diese spontanen Impulse, von der Liebe angetrieben zu handeln, kommen manchmal sehr selten, manchmal wieder sehr häufig vor.

Irgendwo in der Bibel habe ich mal gelesen, dass Jesus oder einer seiner Apostel gesagt haben soll: Was ihr hasst, das tut nicht. Und das ist der Kern eines erfüllten Lebens: Wenn ich nichts tue, was ich nicht will, sondern alles tue, was ich für richtig und wertvoll halte.

Nicht alles davon würde bei anderen Christen auf Beifall stoßen. Manchmal tut mir auch ein Bordellbesuch ganz gut, wenn ich mal wieder Single bin. Das tut mir gut und steht für mich nicht im Widerspruch zur Liebe, es sei denn, ich gehe zu einer Zwangsprostituierten.

Manchmal kommen mir Zweifel, ob Gott überhaupt existiert. Ich bete dann und sage ihm,
"vielleicht gibt es dich garnicht, und du kannst mich garnicht hören. Aber vielleicht doch, und wenn doch, dann freue ich mich, wenn du mir zuhörst".
So in der Art ...

Ok, ich könnte noch mehr schreiben, aber ich glaube, das genügt fürs erste.

Sebastian

Anonymous antworten
15 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Hi,
Du bist wenn ich das so lese, wahrscheinlich auf dem Weg, aber so von dem was Du über Gott und Christus schreibst, scheint mir richtig, dass Du für Dich in Frage stellst, ob Du Christ bist 😊

Das ist aber nicht schlimm.

Trissi

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hey Trissi,

danke für dein freundliches Feedback. Ja, genau genommen stelle ich beides in Frage: Ich stelle in Frage, ob ich Christ bin, aber auch, ob ich kein Christ bin.

Meine Religiösität ist ja dem Christentum zugewandt oder zugeneigt, wie auch immer man das nennen kann, und das unterscheidet mich klar von einem Atheisten.

Und vor diesem Hintergrund muss man doch feststellen, dass es zwischen Christ und Atheist noch Zwischenstufen gibt. Ich sehe mich irgendwo zwischen Atheist und Christ, vielleicht 75 Prozent Christ und 25 Prozent Atheist. Kein ganzer Christ, aber erst recht kein ganzer Atheist. Also ich kann es nicht bessser ausdrücken, tut mir leid!

Viele Grüße,

Basti

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @lachs

Kein ganzer Christ, aber erst recht kein ganzer Atheist. Also ich kann es nicht bessser ausdrücken, tut mir leid!

Hallo Basti,
du brauchst dich echt nicht für deine Statements entschuldigen 😊

Vielleicht bin ich jetzt auch zu hart oder zu kompromisslos, aber ich glaube nicht, dass man nur drei viertel Christ sein kann. Denn Jesus ist auch nicht zu 75% für mich am Kreuz gestorben. Und ich diskutiere auch nicht mehr über die Authentizität der Bibel oder so. Da bezeichne ich mich durchaus als Fundamentalistin.

Aber was ich, gerade durch Jesus.de gelernt habe ist, dass Gott auf krummen Wegen gerade schreibt, er barmherziger ist als ich und dass er, wo ich als Hardlinerin die Nase rümpfen würde, er vermutlich sagt "Hey, Trissi, schau her. Da hat einer immerhin schon zu 75% ein "Ja" zu mir gefunden. Was könnte ihm denn helfen, dass es 100% werden, hast du vielleicht auch ne Idee?"

Und dann denke ich: meine Güte, sei nicht so hart zu anderen ^^

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Vielleicht bin ich jetzt auch zu hart oder zu kompromisslos, aber ich glaube nicht, dass man nur drei viertel Christ sein kann. Denn Jesus ist auch nicht zu 75% für mich am Kreuz gestorben. Und ich diskutiere auch nicht mehr über die Authentizität der Bibel oder so. Da bezeichne ich mich durchaus als Fundamentalistin.

Ok, es ist auch sinnlos darüber zu streiten, wer recht hat und wer nicht, denn das bringt keinen weiter. Ich finde, wenn unterschiedliche Meinungen oder religiöse Überzeugungen aufeinandertreffen ist das keine Schande, im Gegenteil. Wenn man immer nur die eigene Perspektive bestätigt sieht, macht einen das nicht klüger 😌

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber was ich, gerade durch Jesus.de gelernt habe ist, dass Gott auf krummen Wegen gerade schreibt, er barmherziger ist als ich und dass er, wo ich als Hardlinerin die Nase rümpfen würde, er vermutlich sagt "Hey, Trissi, schau her. Da hat einer immerhin schon zu 75% ein "Ja" zu mir gefunden. Was könnte ihm denn helfen, dass es 100% werden, hast du vielleicht auch ne Idee?"

😉 Ok, ich glaube zwar nicht, dass sich noch Wesentliches an meiner Überzeugung ändern wird, weil ich schon fast 40 Jahre alt bin, also bereits 20 Jahre an meiner religiösen Selbstfindung gearbeitet habe, also wirklich intensiv alles durchdacht habe, aber wer weiß ... 😈

Veröffentlicht von: @tristesse

Und dann denke ich: meine Güte, sei nicht so hart zu anderen ^^

Das find ich gut, wenn du da selbstkritisch denkst! Denn Härte ... damit kann man sich zwar anderen gegenüber behaupten, aber anderen nicht weiterhelfen, und sich selbst eigentlich auch nicht. Gegenseitige Bereicherung, darauf sollte es doch ankommen. Und das erreicht man durch zuhören, durch Toleranz, nicht durch Rechthaberei und Härte. Von daher, mir gefällt sehr gut was du schreibst!

Anonymous antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1449

Hi Lachs,

Bei mir war es so, das ich lch nicht in der Landeskirche aufgewachsen bin und als Erwachsener in eine Freikirche bin - bis der Glaube krachend scheiterte.

Seit einer Weile bin ich wieder zurück. Durch einen Freund der Theologie studiert und mittlerweile überzeugter Katholik geworden ist- er war früher auch in einer Freikirche - habe ich mittlerweile einen anderen Eindruck von der traditionellen Lehre oder dem Glaubensleben. Dieses ist nach meinem heutigen Verständnis wohl vermutlich doch am ehesten in der RKK oder den Ortodoxen Gemeinschaften bewahrt geblieben und es hat wohl andere Schwerpunkte.

Im Evangelischen in der Glaube ja alles. Hat man dann Zweifel - kann das zu denken geben. In der Tradition sind Zweifel natürlich nichts gutes - aber letztendlich Ausschlaggebend wäre jetzt was du tust. Fällst du ab - oder beharrst du bei Gott und da vermute ich 75% reichen durchaus aus wenn ich das sagen darf. Würde konkret auch heissen, strecke dich nach der Gnade
Gottes aus welche durch die Sakramente besonders stark wirkt wirkt und indem du den Weg ernst nimmst und das tust- war
wäre das in deiner Situation alles was du tun kannst egal mit 99% oder 50% etc... Das wäre dann nach meinem Verständnis nicht entscheidend.

Nur mal eine andere Sichtweise vielleicht hilft das

Alles Gute und beharre beim Herrn, er ist gütig. VG Eddie

derneinsager antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Neinsager 😊

Ich sehe, du hast dir im Laufe der Zeit auch viele Gedanken gemacht und alte Überzeugungen wurden durch neue ersetzt. Wichtig ist immer, dass man offen ist für neue Argumente und die Bereitschaft, die Schlussfolgerungen, die man bisher gewonnen hat, neu zu überdenken, vor dem Hintergrund neuer Argumente.

Veröffentlicht von: @derneinsager

Im Evangelischen in der Glaube ja alles. Hat man dann Zweifel - kann das zu denken geben. In der Tradition sind Zweifel natürlich nichts gutes - aber letztendlich Ausschlaggebend wäre jetzt was du tust. Fällst du ab - oder beharrst du bei Gott und da vermute ich 75% reichen durchaus aus wenn ich das sagen darf. Würde konkret auch heissen, strecke dich nach der Gnade
Gottes aus welche durch die Sakramente besonders stark wirkt wirkt und indem du den Weg ernst nimmst und das tust- war
wäre das in deiner Situation alles was du tun kannst egal mit 99% oder 50% etc... Das wäre dann nach meinem Verständnis nicht entscheidend.

Zweifel sind wichtig, finde ich. Zweifel sind ein Zeichen davon, dass man sich Gedanken macht, Dinge hinterfragt. Wenn man sich das Zweifeln nicht erlauben würde, hätte man das selbstständige Denken aufgegeben. Gerade das sollten wir vermeiden. Jesus selbst hat uns offenbar auch dazu aufgerufen, Dinge kritisch zu hinterfragen und unsere eigenen Schlüsse daraus zu ziehen - nichts anderes passiert, wenn wir zweifeln.

Ich bin übrigens auch katholisch.

Viele Grüße,

Basti

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @lachs

Ok, es ist auch sinnlos darüber zu streiten, wer recht hat und wer nicht, denn das bringt keinen weiter. Ich finde, wenn unterschiedliche Meinungen oder religiöse Überzeugungen aufeinandertreffen ist das keine Schande, im Gegenteil. Wenn man immer nur die eigene Perspektive bestätigt sieht, macht einen das nicht klüger 😌

Ich weiß nicht, wie lange Du hier schon so unterwegs bist, aber gestritten wird hier schon viel über religiöse Fragen. Schau Dich mal in den Threads um, wo es um Taufe, etc. geht. Ich hab auch lange mitgestritten und natürlich gibt es nach 17 Jahren immer noch Themen, wo es mir in den Fingern juckt.

Aber viele Threads, wo ich in der Überschrift schon lese, dass es nicht gut ausgehen kann, betrete ich gar nicht mehr.

Oder bei dem Posting, was Dir lucentis geschickt hat, möchte ich die Hände überm Kopf zusammenschlagen und sagen "Äh... nö?". Aber Du bist ja auch schon ein großer Junge (Mädchen?), der (die) weiß, wie jedes Posting zu lesen und zu bewerten ist. Und es gibt ja auch mit Sicherheit User, die meine Meinung als eng, konservativ und lieblos auffassen. Man kennt sich ja auch untereinander 😊

Veröffentlicht von: @lachs

. Und das erreicht man durch zuhören, durch Toleranz, nicht durch Rechthaberei und Härte. Von daher, mir gefällt sehr gut was du schreibst!

Danke. Ist aber auch ein Lernfeld für mich, obwohl ich hier schon sehr viel Lehrgeld gelassen hab ^^

Schönen Sonntag Dir.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich weiß nicht, wie lange Du hier schon so unterwegs bist, aber gestritten wird hier schon viel über religiöse Fragen.

Ich habe schon Monate vorher immer mal wieder hier gelesen, und jetzt wollte ich auch gerne ein bisschen mitdiskutieren. Ich habe garnichts gegen Streit, so lange man dabei nicht ungerecht und überheblich wird.

Ich habe schon einige Nachrichtenstränge verfolgt wo ich mir dachte: Was für ein Sinn haben diese Rechthabereien, die in Beleidigungen und Herablassungen enden, die nur dazu führen, dass man sich hinterher schlecht fühlt? In so eine Richtung möchte ich garnicht diskutieren.

Man kann sich bei einem Streit über den anderen stellen indem man sagt: Ich hab recht, basta, und wenn du das nicht begreifst, dann kann ich dir auch nicht helfen!

Man kann aber auch sagen: Deine Überzeugung kann ich aus diesem oder jenem Grund nicht teilen.
Das ist auf Augenhöhe, und dabei kommt etwas bei herum 😊

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber Du bist ja auch schon ein großer Junge (Mädchen?), der (die) weiß, wie jedes Posting zu lesen und zu bewerten ist.

Unter 40, deshalb passt großer Junge noch ganz gut 😀

Anonymous antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 641

Hallo Lachs 😊

Veröffentlicht von: @lachs

Was macht dein Christ-Sein aus?

Bei mir ist es schwierig. Ich weiß garnicht ob ich Christ bin. Ich kann nicht sagen, ich bin kein Christ, dafür bin ich zu nah an Jesus dran. Aber ich kann auch nicht sagen, ich bin Christ, weil ich viele typisch christliche Glaubensinhalte nicht teilen kann.

Ich glaube an die Liebe.

Ich glaube, Gott ist die Liebe.

Und ich glaube, Gott ist ein in Ewigkeit lebendiges Wesen, jenseits von Raum und Zeit.

Ich glaube, Gott ist in Jesus.

Ich glaube an den heiligen Geist.
Für mich ist der heilige Geist das Trachten nach der Liebe.

Aufgrund dessen was Du hier als Deine Glaubensüberzeugung offenbart hast, bist Du ein Christ im Sinne von Jünger Jesu Christi, wie es auch seine Jünger schon damals waren.

Jesus, Johannes und auch Paulus und Petrus, Jakobus sind Dir darin gleichgesinnt......ich übrigens auch. und ich bin seit Jahrzehnten eine treue Christin nach den Vorgaben Jesus Christus......

Was gemäss einiger Internetseiten oder in Alphakursen als angebliche Voraussetzungen für wahres, glaubwürdiges Christsein gelehrt wird, das stimmt ja eh nicht wirklich mit dem was Jesus lehrte überein.

Selig sind die reinen Herzens sind, denn solche werden in der Bibel erkennen wo wer wahrhaftig im Auftrag Gottes was von sich gibt.
(An den Früchten kann man sie erkennen, also am Denken, Reden/Schreiben , Handeln)

Veröffentlicht von: @lachs

Ich glaube nicht, dass die Bibel Gottes Wort ist, aber dass ich an der einen oder anderen Stelle Gott in der Bibel finden kann.

Die das bezeugen zu glauben unterliegen offensichtlich noch immer einer der folgenschwersten Fehlübersetzungen in 2. Tim 3,16.

Veröffentlicht von: @lachs

Liebe ist die wichtigste und die größte Erfüllung im Leben. Da ich ja glaube, dass Gott die Liebe ist, diene ich Gott wenn ich Liebe ausdrücke. Aber nicht zwanghaft, krampfhaft, sondern aus spontanen Impulsen heraus. Anders täte es mir nicht gut. Diese spontanen Impulse, von der Liebe angetrieben zu handeln, kommen manchmal sehr selten, manchmal wieder sehr häufig vor.

Die Liebe wird bei den Anhängern Jesus damals bis heute und in Ewigkeit GROSS geschrieben, steht an 1. und 2. Stelle der Gesetze.
1Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Damalige Gesetze die gegen die gelebte Liebe verstiessen also vor dem Vater im Himmel nicht als Gerechter galt die das taten,

hatten in einem damaligen Christenleben nichts mehr zu suchen nur noch beim damaligen Judentum -aber auch nicht mehr allzulange-. So wurde Zahn um Zahn auch abgeschwächt. Böses mit Bösem vergelten, lässt es an gelebter Liebe ermangeln.

Bis dahin mal lg lulute

luxlucetintenebris antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo lulute 😊

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Die Liebe wird bei den Anhängern Jesus damals bis heute und in Ewigkeit GROSS geschrieben, steht an 1. und 2. Stelle der Gesetze.
1Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Danke für dein Feedback. Ja, ich versuche tatsächlich so nah wie möglich an diese Lehre heranzukommen, weil ich denke, das ist der Kern, auf den es ankommt. Besonders deutlich wird das für mich auch im Jakobusbrief. Das ist einer meiner Lieblingstexte, weil er deutlich macht, dass es ja schön ist, wenn man etwas besonderes glaubt, aber wenn der Glaube keine guten Früchte (in Form von gelebter Liebe und Barmherzigkeit) hervorbringt, dann hat der Glaube keinen Sinn. Jedenfalls verstehe ich das so, und ich kann mich damit sehr gut identifizieren.

Nachtrag vom 05.04.2020 1649
Und dem Jakobusbrief messe ich auch deshalb eine sehr zentrale Bedeutung zu, weil in der Theologie davon ausgegangen wird, dass der Verfasser, Jakobus, der leibliche Bruder von Jesus gewesen ist, also ihn richtig gut gekannt haben dürfte. Die Evangelien sind mehrere Jahrzehnte nach Jesu Kreuzigung entstanden, da ist es schon weitaus schwieriger, Jesu Lehre authentisch wiederzugeben. Aber wenn Jakobus wirklich der Bruder war, hat dieser Brief für mich allerhöchste Priorität.

Anonymous antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 641

Hallo Lachs

Veröffentlicht von: @lachs

Besonders deutlich wird das für mich auch im Jakobusbrief. Das ist einer meiner Lieblingstexte, weil er deutlich macht, dass es ja schön ist, wenn man etwas besonderes glaubt, aber wenn der Glaube keine guten Früchte (in Form von gelebter Liebe und Barmherzigkeit) hervorbringt, dann hat der Glaube keinen Sinn. Jedenfalls verstehe ich das so, und ich kann mich damit sehr gut identifizieren.

Nebst Jakobus motivieren auch Paulus und insbesondere Johannes dazu, sich nurmehr an den segensreichen zu wahrem Leben in Gott führenden Lehren Jesu Christi zu orientieren. Licht zu werden, ein Kind des Lichts. Gesetzeserfüllung bei Jesus bezieht sich auf gelebte Liebe, Verzicht auf Bosheit, sogar auf Böses mit Bösem zu vergelten.

Kol 3,14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
Jak 2,8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift ): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht;
Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt (3. Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«

Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Aus Deinen Worten folgere ich, dass Du wahrhaftiges Christsein im Sinne Jesus Christus sehr ernst zu nehmen scheinst, und das von ganzem Herzen.

Gott hilft sehr gerne beim Wollen und Vollbringen, um ihn darum Bittende vollkommen vom Einfluss des Verführers zu Bösem erlösen zu können. Der Schlüssel dazu ist.....nach Jesus Christus Lehren immer mehr zu leben......der Lohn dafür? Schutz vor dem Einfluss des Bösen ein stets gutes Gewissen vor Gott.....wahres erfülltes Leben als Christ, Christin

Herzliche Grüsse lulute

luxlucetintenebris antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich staune! Das ist mal genau meine Überzeugung. Besonders das hier finde ich ganz wichtig:

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt (3. Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Aus Deinen Worten folgere ich, dass Du wahrhaftiges Christsein im Sinne Jesus Christus sehr ernst zu nehmen scheinst, und das von ganzem Herzen.

Ich versuche es. Ich glaube an Gott, und ich bin von den Worten Jesu in den Seligpreisungen total begeistert, aber auch sein revolutionäres Wirken, was teilweise garnicht dem damaligen Mainstream entsprach (Aussätzige heilen, die Ermordung einer Frau verhindern, am Sabbat heilen, auf Ausgestoßene und Sünder zugehen, usw.), fasziniert mich. Und ich glaube ihm, wenn er sagt, dass Gott in ihm zum Greifen nah ist, und ich versuche mich an ihm in seiner Vorbildfunktion zu orientieren.

Anonymous antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 641

Hallo Lachs

Veröffentlicht von: @lachs

Ich versuche es. Ich glaube an Gott, und ich bin von den Worten Jesu in den Seligpreisungen total begeistert, aber auch sein revolutionäres Wirken, was teilweise garnicht dem damaligen Mainstream entsprach (Aussätzige heilen, die Ermordung einer Frau verhindern, am Sabbat heilen, auf Ausgestoßene und Sünder zugehen, usw.), fasziniert mich. Und ich glaube ihm, wenn er sagt, dass Gott in ihm zum Greifen nah ist, und ich versuche mich an ihm in seiner Vorbildfunktion zu orientieren.

Genau das war es ja, was Jesus Christus mit seinem Auftauchen am Jordan und späteren Lehren und Wirken erreichen wollte. 😀

Nicht mehr und nicht weniger. Sicher war und ist jeder für das was er gegen die gelebte Liebe wirkte selbst veranwortlich.

Aber wer bisherige Lieblosigkeiten aufrichtig bereut, dem ist es schon vergeben. Gott sieht unser Herz und kennt unsere Motivation etwas zu tun, respektive zu unterlassen.

Veröffentlicht von: @lachs

Ich staune! Das ist mal genau meine Überzeugung. Besonders das hier finde ich ganz wichtig:

Veröffentlicht von: @lachs
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt (3. Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«

Solche Hinweise was bei Christen an erster Stelle stehen sollte findest Du noch immens Viele:

Joh 13,35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Röm 13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Jak 2,8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift : »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht;

Hebr 13,1 Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.

1Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Auch im unsinnigerweise als apokryph geltenden AT-Buch Jesus Sirach wurde darauf hingewiesen:

Sir 25,1 Drei Dinge gefallen mir, die dem Herrn und den Menschen wohlgefallen: brüderliche Eintracht, Liebe zum Nächsten und wenn Frau und Mann gut miteinander umgehen.

lg lulute
Du siehst, bei Jesus Christus wird LIEBE gross geschrieben. Warum? Weil Gottes Geist in Jesus, der Vater im Himmel sich nach derselben Liebe unter den Menschen sehnt, wie er sie selber uns zukommen lässt.

Viele Christen sehen die vielen (kleinen und grossen) Liebesbeweise Gottes in ihrem Alltag nicht. Ich schon und bin sehr dankbar dafür.

Sie zeigen mir die Allgegenwärtigkeit Gottes. Dies bezogen auf den wahrhaftigen Gott, der Jesus als Orientierungshilfe für wahre Göttlichkeit sandte....und wahres Menschsein. 😀

luxlucetintenebris antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 291

Lieber Sebastian,
wenn man sich in einen Chor stellt und seine Klappe hält, kann man auch keine falschen Töne singen. Man muss nur damit rechnen, dass der Chorleiter einen dann 'raus schmeißt, denn mit solchen "Sängern" kann er nichts anfangen. Du hingegen machst Deinen Mund auf. Segen dafür!

Aber ganz wichtig ist für die Sänger im Chor, dass sie offen dafür sind, korrigiert zu werden und sich nicht darauf fest legen, dass ihr Gesang bereits genau richtig ist. Sie können sonst kein neues Lied lernen.

Du schreibst in vielerlei Hinsicht: "Ich glaube..." und "Ich glaube nicht..."

Leg Dich bitte nicht auf all Deine (Un- / ) Glaubensäußerungen fest. Es könnte ja sein, dass Du tatsächlich falsch liegst. Diesen Rat hat mir mein Pfarrer im Konfirmandenunterricht auch gegeben. 9 Jahre später habe ich mich dann entschieden, an den Gott zu glauben, der in der Bibel beschrieben wird - und zwar so, wie Er in der Bibel beschrieben wird. Bislang hat sich das als richtig und zukunftsweisend erwiesen.

Vor allem wünsche ich Dir die Offenheit, einen Gott anerkennen zu können, der größer ist, als Deine Vorstellungskraft. Bislang reduzierst Du Ihn auf einen Aspekt, den Du begreifen zu können meinst. Überleg' mal, was das bedeutet! Alles, was es über Deinen Gott zu wissen gibt, passt auf einen kleinen Spickzettel. Wenn Er aber Gott ist, muss auch die Möglichkeit bestehen, dass Er von Deinen Vorstellungen und Wünschen abweicht. Sonst wäre Er ja nur ein klitzekleines Gottchen.

Mein Gott ist Herr! Und Er lebt! Er hört nicht nur, Er redet auch. Er sieht nicht nur, Er handelt auch. Und an diesen Gott zu glauben, lohnt sich. Sei also zunächst zumindest offen dafür!

Bist Du Christ? Das ist eine Frage Deiner Entscheidung. Christen sind Jünger Christi. Zu denen wurde auch ein Judas Iskariot gezählt. Aber dem fehlte die Offenheit. Der wollte, dass Jesus so sein sollte, wie er Ihn sich vorgestellt hatte und hat den Absprung nicht geschafft, zu erkennen, dass Er anders und Sein Reich nicht von dieser Welt ist.

Du sei offen dafür! Sich auf diesen Gott festzulegen ist nicht immer bequem. Aber es lohnt sich - oft genug sogar bereits im Hier und Jetzt.

Segen dazu!

vollbracht antworten
Lachmöwe
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1623

Danke. ❤

seidenlaubenvogel antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wer sich zu Christus bekennt
Damit kann ich mich sehr gut anfreunden:

"Als Christ wird eine Person bezeichnet, die sich zu Jesus Christus bekennt. Im Christentum sind viele verschiedene Konfessionen vereint."

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Christ

Nach dieser Definition bin ich auf jeden Fall Christ 😎

Anonymous antworten
1 Antwort
Lachmöwe
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1623

Wer ist Christus ...
... interessant, das wir unter Christus nicht alle dasselbe verstehen (können).
... interessant sich zu Christus durch Wort und Tat zu bekennen, aber nicht in einer bestimmten Glaubenstradition und deren Vokabular.

Worauf kommt es an?
Auf unser Herz, auf Gott - auf das, was sich im Leben und Sterben erweisen wird.
Auf Inhalt, auf was gemeint ist und nicht auf Hülle oder Form.

Richten will ich nichts, nur für mich auswählen. Nicht alles, was mit christlichem christlichem Deckmantel kommt, hat Christus so in sich, dass ich Ihn wahrnehmen kann. Wenn es für andere funktioniert , ... Ich darf es stehen lassen und mich davon entfernen. Spannend für mich sind immer mehr Vokabular/ Worte - was sind schon Worte? Mir sind sie wichtig und im Glauben nehmen sie eine gewichtige Rolle ein. Nur - tragend sind sie nicht. Gott schuf im Wort. Die Bibel richtet sich an uns im Wort. Worte Gottes, Worte Christi - alles von Gewicht. Keine Frage. Worauf es ankommt, ist aber der Geist.

seidenlaubenvogel antworten


chubzi
 chubzi
Beiträge : 1287

Was mich immer wieder mal wundert ist, das anscheinend viele Christen von der Erbsünde überzeugt sind.
In den anderen Glaubenswelten gibt es keine Erbsünde. Auch nicht in den anderen Abrahamitischen Religionen.
So betrachtet scheint die Erbsünde zum Christsein dazu zu gehören.

chubzi

chubzi antworten
10 Antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1336

Bei den orthodoxen Christen gibt es m. W. auch keine Erbsünde.

pankratius antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @pankratius

Bei den orthodoxen Christen gibt es m. W. auch keine Erbsünde.

Nun bei der Kurzbeschreibung von Tante Wiki sprechen die Orthodoxen zwar nicht von Erbsünde jedoch scheinen sie es nur nicht so benennen.

chubzi

chubzi antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

"Erbsünde"

Veröffentlicht von: @chubzi

Was mich immer wieder mal wundert ist, das anscheinend viele Christen von der Erbsünde überzeugt sind.

Das bezieht sich wohl auf diese Stelle im AT:
2Mo 34,7 der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.

Veröffentlicht von: @chubzi

So betrachtet scheint die Erbsünde zum Christsein dazu zu gehören.

Richtig, "scheint". Denn mit Jesu Tod am Kreuz hat sich das ein für allemal erledigt. Wir müssen nicht mehr für die Sünden unserer Vorfahren geradestehen, denn Christus hat für alle Sünden mit seinem Leben bezahlt.

herbstrose antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1336
Veröffentlicht von: @herbstrose

Das bezieht sich wohl auf diese Stelle im AT:
2Mo 34,7

Ne, da irrst du. Das bezieht sich auf folgende Stelle im NT:

Deshalb: Wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten - Sünde war nämlich schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist. Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteilgeworden. Und anders als mit dem, was durch den einen Sünder verursacht wurde, verhält es sich mit dieser Gabe: Denn das Gericht führt wegen eines Einzigen zur Verurteilung, die Gnade führt aus vielen Übertretungen zur Gerechtsprechung. Denn ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht diejenigen, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteilwurde, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.

Römer 5: 12-17

pankratius antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @pankratius

Ne, da irrst du. Das bezieht sich auf folgende Stelle im NT:

Nun damit wird die Erbsünde zu einer spezifisch christlichen Sache.

chubzi

chubzi antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @pankratius

Römer 5: 12-17

Gerade diese Stelle widerlegt ja die Lehre von der 'Erbsünde', denn Paulus schreibt: "... weil alle sündigten" und eben nicht "weil sie alle die Sünde geerbt haben".

Durch den Sündenfall kam die Erkenntnis, was gut und was Böse ist in das Bewusstsein der Menschen, deswegen hieß der Baum ja auch so, so dass sie sich in der Folge alle für das Böse, für die Sünde, entschieden haben.
Nirgendwo steht, dass wir die Sünde Adam und Evas geerbt hätten. Und wieso dann auch nur diese erste Sünde und die anderen nicht?
Stattdessen sagt Gott klar und unmissverständlich, dass Er nur dem die Sünde anrechnet und dafür zur Rechenschaft zieht, der sie begangen hat:

Mose kehrte zu Jahwe zurück und sagte:
„Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen, und sie haben sich einen Gott von Gold gemacht. Nun vergib ihnen ihre Sünde; wenn aber nicht, so tilge mich doch aus deinem Buch (Buch des Lebens), das du geschrieben hast.“
Der HERR sagte zu Mose:
„Ich werde den aus meinem Buch auslöschen, der an mir gesündigt hat! Und nun gehe hin und führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel wird vor dir herziehen. Ich werde ihre Sünde wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt, heimzusuchen.“
Und Jahwe schlug das Volk, darum dass sie das Kalb gemacht, das Aaron angefertigt hatte. [2Mo 32,31-35]

LG.
Clay

clay antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @chubzi

So betrachtet scheint die Erbsünde zum Christsein dazu zu gehören.

Es ist eine falsche Lehre, die im Laufe der Kirchengeschichte aufgekommen ist, in der Bibel findet sie sich nicht - im Gegenteil.

LG.
Clay

clay antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @clay

Es ist eine falsche Lehre, die im Laufe der Kirchengeschichte aufgekommen ist, in der Bibel findet sie sich nicht - im Gegenteil.

aber gerade das was sich in der Kirchengeschichte oder Glaubensgeschichte manifestiert hat prägt das Glaubensleben oder die Glaubensüberzeugung mancher Christen.

chubzi

chubzi antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @chubzi

aber gerade das, was sich in der Kirchengeschichte oder Glaubensgeschichte manifestiert hat, prägt das Glaubensleben oder die Glaubensüberzeugung mancher Christen.

Ja leider, weil das oft im Widerspruch zu dem steht, was wir in der Bibel lesen. Deswegen gehe ich an die Quelle und prüfe das, was im Laufe der Kirchengeschichte aufkam, am Wort Gottes.
Übrigens: die Kirchengeschichte ist bei weitem nicht nur Glaubensgeschichte. Es hat oft sehr gemenschelt!

LG.
Clay

clay antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 641

Hallo chubzi

Veröffentlicht von: @chubzi

Was mich immer wieder mal wundert ist, das anscheinend viele Christen von der Erbsünde überzeugt sind.
In den anderen Glaubenswelten gibt es keine Erbsünde. Auch nicht in den anderen Abrahamitischen Religionen.
So betrachtet scheint die Erbsünde zum Christsein dazu zu gehören.

Weder Jesus Christus noch seine Jünger vertraten eine Erbsünde, respektive einen Sündenfall. Ich kenne sehr viele Christen, die sich sowieso auf nurmehr gelebte Liebe fokussiert haben.

Denn das Christentum war biblisch mehrfach belegbar ....seitens Gottes Geist in Jesus Christus als Religion der wachsenden bis vollkommen gelebten Liebe und Barmherzigkeit gedacht.

Lk 15,7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Diese somit kirchenseits dem Christentum aufdoktrinierten antichristlichen Glaubens-Dogmen dienten doch einzig und allein der Kassenfüllung. 😉

lg lulute
Zu wahrem Christsein nach Vorgaben Jesus Christus gehört die Erbsünde jedenfalls nicht.

luxlucetintenebris antworten
Seite 3 / 4
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?