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Wer ist ist ein*e Christ*in?

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Lachmöwe
Themenstarter
Beiträge : 1651

Das ist sicher keine neue Frage - aber eine, mit der man sich sicher immer wieder neu auseinander setzen kann. Gekommen ist mir die Frage, wie ich eben mal wieder in diesen Thead reingeklickt habe: https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12751486

Wo ich dabei stehe?
Für mich war Glaube stets sehr natürlich. Als Christ geprägt wurde ich in Kindheit, Jugend und den weiteren Jahren. Ich habe viel mitbekommen, aufgesogen, mit Gott erlebt (bzw. es so zugeordnet). Ich habe viel nachgedacht, mich mit vielem auseinandergesetzt und mich viel ausgetauscht. Ich habe es gelernt, auszuhalten und stehen zu lassen. Christus nachfolgen - das war/ ist es, was mein Christ-Sein ausmachte.

Was hat sich verändert?
Gott verblasst. Er ist mir weniger präsent. Christus verschwindet. Er erscheint mir in bestimmten Glaubenssätzen nur noch als Vokabel. Die Tiefe meines Glaubens ist noch da - aber sie entfernt sich von mir. Warum? Ich habe zu viel gehört, gedacht, zu viele (brechende) Fassaden gesehen, zu viel erlebt, dass jede*r biegt/ schiebt/ dreht - nicht aus bösem Willen. Ich zweifele weniger an Gott als an uns Menschen und indirekt dann doch auch an Ihm.

Ich denke, ich bin und bleibe Christ, weil ich mich (fest)halten will - soweit es mir gelingt - an Christus. Ich stelle fest, Christen bin ich immer weniger konform. Leider. Aber Christen überzeugen mich oft zu wenig. Von mir bin ich auch nicht überzeugt, gebe dies aber auch nicht vor. Ich bin Christ, Nachfolger Christi - suchend, scheiternd, gesucht, gefunden und gehalten von Gott. So hoffe, so glaube ich.

Was macht dein Christ-Sein aus?

Antwort
309 Antworten
Lachmöwe
Themenstarter
Beiträge : 1651

danke euch allen.

... ich hatte ein bissel pausiert. Und - mit geht es wieder gut in meinem Christ-Sein. (-:

Ich bin sicher anders als viele Christen um mich herum. Das ist (wieder) okay für mich. Und - im besten Fall sind wir alle ein bisschen anders. Mensch halt - individuell. Alle Gottes Ebenbilder. Wie GROSS UND VIELFÄLTIG ist nur unser GOTT. ❤ 😎

seidenlaubenvogel antworten
2 Antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 968

Schön, dass es dich gibt und du uns so offen und ehrlich an deinem Problem teilhaben lässt. Das hat doch eine interessante Diskussion hervorgebracht.

Jesus lebt in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit
LG und frohe Ostern - OpaStefan

opastefan antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich bin sicher anders als viele Christen um mich herum. Das ist (wieder) okay für mich. Und - im besten Fall sind wir alle ein bisschen anders. Mensch halt - individuell. Alle Gottes Ebenbilder. Wie GROSS UND VIELFÄLTIG ist nur unser GOTT. ❤ 😎

Gott hat uns als Originale erschaffen. Jeder von uns ist einzigartig. Und die Erkenntnis eines jeden ist nur Stückwerk. Jeder ist nur ein kleines Glied am Leib Christi. Die Gesamtheit ist das, was den Leib ausmacht: die sich ergänzende Erkenntnis und die miteinander funktionierenden Glieder.

Ich danke dir für die Rückmeldung und freue mich, dass es dir wieder gut geht.

herbstrose antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Liebe Seidenlaubenvogel,
ich erinnere mich noch gut an dich aus der Zeit, wo ich vor ein paar Jahren hier aktiver am schreiben war. Ich kann mich inhaltlich nicht erinnern, was du so geschrieben hattest, aber ich habe deine Art zu schreiben als bezaubernd lieb in Erinnerung. 😊

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich habe zu viel gehört, gedacht, zu viele (brechende) Fassaden gesehen, zu viel erlebt, dass jede*r biegt/ schiebt/ dreht - nicht aus bösem Willen. Ich zweifele weniger an Gott als an uns Menschen und indirekt dann doch auch an Ihm.

Zu viele Meinungen und verschiedene Ansichten können einen manchmal aus der inneren Ruhe bringen.
Ich kann da manchmal auch nicht gut mit umgehen und brauche, wenn es um meinen Glauben und innere Klarheit geht, immer wieder inneren Rückzug.
Zeit, die nur mir und Gott/ Jesus gehört. Es ist in den Momenten so, als müsste ich erstmal x verschiedene Ansichten/ Meinungen von mir abschütteln, um mich selbst und meine direkte Verbindung zu Gott wieder freizulegen.
Und das tue ich regelmässig, damit mein Ich nicht zu verdeckt ist mit allen möglichen von aussen einprasselnden Einflüssen.
Vielleicht braucht man wirklich einfach nur mal etwas Ruhe und Abstand, um sich und seine Verbindung zu Gott wieder besser zu fühlen und wahrzunehmen. Dann ist die Sache vielleicht nicht so schlimm, wie einem das vorkam.

Und ich freue mich sehr, dass es dir mittlerweile wieder besser geht. 😊

Lieben Gruß
Amalia

Anonymous antworten
Battlefield
Beiträge : 4

Hallo,

also ich hab ein Video dazu gemacht auf Youtube zum Thema Säuglingstaufe oder kindstaufe

[Link zum Video, in dem die Säuglingstaufe pauschal als Lüge bezeichnet wurde, gestrichen - MfG Orleander]

battlefield antworten
23 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

etwas respektlos
Hallo,
ein Video mit der pauschalen Überschrift : Die Säuglingstaufe ist eine Lüge " ist schon etwas unverschämt .

Bei unserem Volk ist das völlig normal und üblich, dass man Säuglinge tauft. Und zwar alle! Ich kenne niemanden unter unseres Landsleuten, die das nicht gemacht haben.
Ich stand dem zwischendurch auch mal ne zeitlang skeptisch gegenüber.

Doch, wenn ich so unsere Landsleute sehe, wir machen auch alle Fehler und sind nicht in allem ein Vorbild, aber eins kann ich sagen, diese Menschen scheinen unerschütterlich zu sein, was ihren Glauben an Gott angeht.
Verfolgung, Vertreibung, Ermordung über Generationen und trotzdem zieht sich das wie ein starkes Band zwischen Gott und unserem Volk, dass nichts den Glauben an Gott/ Jesus zerstören kann.

Daher habe ich meine Sicht zur Säuglingstaufe wieder geändert. Ich glaube, da geschieht etwas über Generationen in unserer Volksgeschichte, was von Säuglingsalter an mit der Taufe "eingepflanzt" und immer weiter fortgeführt wird.
Daher, bitte nicht so pauschal etwas zu einer Lüge erklären, nur weil es vielleicht der eigenen Verstandslogik und dem eigenen Verständnis widerspricht.

Gruß
Amalia

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @amalia-12

Bei unserem Volk ist das völlig normal und üblich, dass man Säuglinge tauft. Und zwar alle! Ich kenne niemanden unter unseres Landsleuten, die das nicht gemacht haben.
Ich stand dem zwischendurch auch mal ne zeitlang skeptisch gegenüber.

Ähm, in Freikirchen werden keine Kinder getauft. Auch nicht bei Muslimen, Juden oder in sonstigen Religionen. Auch Atheisten lassen ihre Kinder nicht taufen.

herbstrose antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3927

Juden lassen nur ihre Söhne beschneiden und zwar am 8. Lebenstag. Der junge Jude kann also auch nicht selbst entscheiden. Da wollen die Eltern es auch in ihrem Glauben erziehen, so wie es Paten und Eltern bei den Kindern zusagen.

Nachtrag vom 19.04.2020 2021
Nachtrag: natürlich geht es nicht andere Konfessionen anzugreifen, weil sie eine andere Taufpraxis haben. Wenn z.B. Menoniten im Alter der Konfirmanden / Firmlinge taufen ist es auch fraglich ob die das wirklich wollen, oder ob es einfach die Zeit ist in der man das macht.

jigal antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7690
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ähm, in Freikirchen werden keine Kinder getauft.

Amalia sprach von ihrem Volk, nicht von bestimmten Kirchen oder Freikirchen.
Weißt du denn, welcher Nationalität sie ist?
Und was bezweckst du mit dem Hinweis darauf, dass Angehörige nichtchristlicher Religionen und Atheisten ihre Kinder nicht taufen lassen? Natürlich machen sie das nicht.

suzanne62 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

Ich kenne kein Volk, das zu 100% derselben Kirche angehört.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ich kenne kein Volk, das zu 100% derselben Kirche angehört.

Bei uns ist das schon so. Ich weiß, das klingt befremdlich, wenn man in Deutschland als Heimat aufwächst und sich meist frei entscheiden kann, was einem eher zusagt.

Wie haben keine Heimat mehr. Meine Vorfahren kommen aus Mesopotamien, wir sprechen aramäisch und sind syrisch orthodox. Wir gehören zur syrisch- orthodoxen Kirche von Antiochien.
Diese "Kirche" ist gleichzeitig unsere Volks- Identität. Man wird hineingeboren und bleibt ein lebenlang zugehörig.
Wie es ist, wenn man austreten will, weiß ich nicht. Habe sowas noch nicht gehört oder bei niemandem mitbekommen.
Und bei unserer Volkstradition sind Säuglingstaufen üblich.
Ich habe noch nie innerhalb unserer Gemeinde eine Erwachsenentaufe erlebt, weil alle schon getauft sind.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich hätte Aramäer vermutet. Oder ist das das gleiche?

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, richtig. 😉

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ah ok, danke! Sehr interessant 😊

Ihr habt eine schwere Geschichte hinter euch.

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Anonymous
 Anonymous
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Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Das ist richtig. Du kennst dich aus?

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @amalia-12

Das ist richtig. Du kennst dich aus?

Naja, was heißt "auskennen". Mich interessiert da alles Mögliche. Ich habe in der Diakonenausbildung angefangen, mich auch mit orthodoxer Lehre zu befassen, die ich bis dato noch nicht wirklich kannte, nachdem unsere Dozentin für Ökumene uns darüber ein wenig erzählt hatte.
Und die Ostkirchen machen eben das durch, was wir im Westen eigentlich kaum noch kennen: echte Verfolgung.

Bei uns wird ja gerne mal Paulus zitiert, wenn es darum geht, dass Leute anderer Meinung sind oder man als Christ belächelt wird. Die Geschwister im Osten kennen aber das, wovon Paulus schreibt, buchstäblich. Das bewegt mich schon sehr.

Anonymous antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3927

Wenn ich richtig zurückdenke hat der türkische Staat vor etwas zwei Jahren auf den aramäischen kirchlichen Besitz zugegriffen und es gab dann Proteste aus dem Ausland und Kirchen wurden wieder zurückgegeben.

jigal antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Die Christenverfolgung in der Türkei hat eine lange Geschichte.
Aber vielleicht meinst du das hier:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc ="s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwipi5TCrfXoAhXMyqQKHdA_CbYQFjAAegQIAhAB&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FKloster_Mor_Gabriel&usg=AOvVaw1S8lITaaOaD2vwcJkos-Wi"

Nachtrag vom 19.04.2020 2221
ganz unten steht :
"Im Sommer 2017 ging die türkische Regierung mit rund 50 Enteignungen von Kirchen, Klöster und Friedhöfen gegen die syrisch-orthodoxen Christen vor,[12] welche den Christen nach langen Gerichtsverfahren und Protesten aus dem Westen am 23. Mai 2018, also rund ein Jahr später, jedoch zurückgegeben wurden."

Anonymous antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3927

jepp meinte ich

jigal antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Immerhin ... Ich finde, der Widerspruch gegen das, was in diesen und anderen Ländern gegen Christen getan wird, ist viel zu leise in unseren Breitengraden.

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Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3927

Volker Kauder war so ein Rufer im Bundestag.
Es erscheinen Veröffentlichungen von open-doors und die Bundesregierung beauftragt open-doors mit dem Weltverfolgungsindex. Ich habe gehört ohne die Gelder der Bundesrepublik Deutschland könnte dieser Index gar nicht erstellt werden.

jigal antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Okay, das wusste ich gar nicht.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @simonsson

Und die Ostkirchen machen eben das durch, was wir im Westen eigentlich kaum noch kennen: echte Verfolgung.

Ja, das war und ist teilweise immer noch so. Viele haben ihr Leben gelassen für ihren Glauben. Meine Eltern haben das alles hautnah durchlebt und sind geflohen, als ich noch ein Kleinkind war.
Die Freiheit seinen Glauben leben zu dürfen und sich dazu bekennen zu können ohne sein Leben zu riskieren erscheint einem dann sehr wertvoll und nicht selbstverständlich, leider.

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @amalia-12

Ich weiß, das klingt befremdlich, wenn man in Deutschland als Heimat aufwächst und sich meist frei entscheiden kann, was einem eher zusagt.

Ich bin zwar in einem Teil Deutschlands aufgewachsen, aber da, wo ich her komme, wurden Christen unterdrückt. Es mag befremdlich klingen, war aber so.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ich bin zwar in einem Teil Deutschlands aufgewachsen, aber da, wo ich her komme, wurden Christen unterdrückt. Es mag befremdlich klingen, war aber so.

Ich schrieb, "meist".
Mit dir ist nicht gut Kirschen essen.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Das ist richtig, danke Susanne 😊

Anonymous antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ähm, in Freikirchen werden keine Kinder getauft. Auch nicht bei Muslimen, Juden oder in sonstigen Religionen. Auch Atheisten lassen ihre Kinder nicht taufen.

Ergänze: in nicht-lutherischen Freikirchen bzw. "In einem Großteil der ev. Freikirchen"

denn zumindest in Freikirchen lutherischer Prägung werden Kinder getauft

pinia antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @pinia

denn zumindest in Freikirchen lutherischer Prägung werden Kinder getauft

auch nicht in allen.

herbstrose antworten


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