Benachrichtigungen
Alles löschen

Wie diskutiert man mit Atheisten über die Existenz Gottes?

Seite 2 / 3

Odraccir
Themenstarter
Beiträge : 3

Vor kurzen scheint jemand aus meiner Gemeinde, ein Video über Atheismus im Internet veröffentlicht zu haben. (Sehr lang, nur anschauen, wenn ihr die Geduld aufbringen könnt :D)

Da habe ich mich gefragt: Wie diskutiert man mit Atheisten über die Existenz Gottes. Hat das überhaupt einen Sinn? Wie geht man da heran und gibt es Bibelstellen, die darüber sprechen?

Was meint ihr?

Antwort
62 Antworten
Arcangel
Beiträge : 3984

Mit einer guten Portion Humor, ...
... der Kapazität einen Gedankengang nachzuvollziehen ohne ihn zwingend für sich selbst zu übernehmen.
... der Bereitschaft im gegenüber einen Menschen zu sehen und nicht nur einen Gegner, den es zu überzeugen gilt.
... die Freiheit, die gängigen christlichen apologetischen Argumentationen zu ignorieren.

arcangel antworten
8 Antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1165
Veröffentlicht von: @arcangel

... die Freiheit, die gängigen christlichen apologetischen Argumentationen zu ignorieren.

Ich frage mal nach, weil mir diese Haltung in letzter Zeit öfter begegnet. Du drückst es ja noch vorsichtig aus.

Ich bin nämlich froh, wenn ich eine richtig gute, logische, treffende Antwort weiß. Da ist es mir sowas von egal, ob diese Antwort schon mal vor mir jemand gefunden hat. Das ist aber schon wahrscheinlich, oder? Gerade wenn es um logische Schlüsse geht, gibt es nicht immer neue Möglichkeiten, finde ich.

Wenn ich dann nicht aus meinem Herzen spontan reden kann, weil mir einfällt, dass ich sowas schon mal in einer Kirche gehört habe, kann die Sache doch nur schlechter werden. Ist ein gutes Gespräch nicht immer auch ein bisschen Flow, der kaputtgeht, wenn eine Seite krampfhaft versucht, etwas zu vermeiden?

Warum soll ich ständig alles neu erfinden? Kommt es nicht darauf an, dass ich das lebe, wovon ich rede? Selbst wenn ich eine etwas antiquierte Sprache habe, aber auch diese Ausstrahlung (was ich nicht so sehe, ich bin nur nicht mehr jung und wage das zu leben) dann bin ich doch wenigstens authentisch.

Mein Gegenüber wird das einschätzen können und dieses Gegenüber könnte ja auch älter als ich sein und vielleicht gerade von apologetischen Argumentationen angesprochen, die es früher mal logisch fand, dann aber 40 Jahre vergessen hatte.

tagesschimmer antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 3984

Es kommt ein wenig auf den Atheisten an mit dem du sprichst.

Ich teile die mal sehr grob in zwei Kategorien ein.

Den; "Ist mir alles scheiss egal" Atheisten. So jemand ist Atheist, weil ihn all das nicht die Bohne interessiert. Das ist meiner Erfahrung nach die grössere Gruppe.
Und dann hast du den; "Ich kenn die Bibel besser als du" Atheisten. Diese Gruppe hat sich intensiv mit, der Thematik auseinandergesetzt, kennt die Pro- und Kontra-Argumente, hat alles schon in diversen Variationen persönlich und in Bücher und YouTube Videos durchgekaut. Für so jemanden sind sämtliche Apologetische Argumente nur noch lächerlich und schon längstens widerlegt. Diese Gruppe ist meiner Erfahrung nach die lautere.

So, während du bei der ersten Gruppe, mit Argumenten kaum punkten kannst weil es sie schlicht nicht interessiert. Wird sich die zweite Gruppe die Hände reiben und darauf freuen dich mit deinen Argumenten bloss zu stellen.

arcangel antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1165

Ja, da kann ich dir nur zustimmen, wenn du diese Leute im Auge hast. Da ergeben sich bei mir gar keine Gespräche, weil ich sehr schnell nach dem echten persönlichen Interesse frage. Wenn das gar nicht oder nur aus aggressivem Gequatsche besteht, bin ich sowieso nicht die richtige Gesprächspartnerin.

tagesschimmer antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19401
Veröffentlicht von: @arcangel

So, während du bei der ersten Gruppe, mit Argumenten kaum punkten kannst weil es sie schlicht nicht interessiert. Wird sich die zweite Gruppe die Hände reiben und darauf freuen dich mit deinen Argumenten bloss zu stellen.

Ist das nicht umgekehrt genau so?

Oder fehlt es den Christen an vergleichbaren Argumenten? 😉 😛

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 3984
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ist das nicht umgekehrt genau so?

mag sein.

Da fehlt mir aber die Aussensicht.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19401

Letztlich sind wohl beide Seiten der Ansicht, dass die Welt ein wenig besser wäre, wenn die andere Seite zum Thema "Gott" die eigenen Ansichten übernehmen würde...

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 3984

Dann lässt sich doch die Frage stellen was müssten beide Seiten tun damit die Welt wirklich eine Bessere wird.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19401
Veröffentlicht von: @arcangel

ann lässt sich doch die Frage stellen was müssten beide Seiten tun damit die Welt wirklich eine Bessere wird.

Falls es in absehbarer Zeit nicht danach aussieht, dass sich eine Seite dauerhaft überzeugen lässt, wird man wohl lernen müssen miteinander auszukommen.

lucan-7 antworten


MrOrleander
Beiträge : 2166

Eine Diskussion über die Existenz Gottes ergibt keinen Sinn. Was Dich natürlich nicht daran hindern muß, sie trotzdem spaßeshalber zu führen. 😊

Sinnvoller ist es, wenn Du Deinen Standpunkt klarmachst, darlegst, warum Du glaubst und was dieser Glaube für Dein Leben bedeutet. Letztlich wird Deine Lebensführung der Punkt sein, der überzeugen kann - oder eben nicht. Worte allein richten meiner Erfahrung nach dagegen nicht viel aus.

mrorleander antworten
6 Antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1500
Veröffentlicht von: @mrorleander

Sinnvoller ist es, wenn Du Deinen Standpunkt klarmachst, darlegst, warum Du glaubst und was dieser Glaube für Dein Leben bedeutet. Letztlich wird Deine Lebensführung der Punkt sein, der überzeugen kann - oder eben nicht. Worte allein richten meiner Erfahrung nach dagegen nicht viel aus.

Absolute Zustimmung - denn hiermit ist alles gesagt!

bepe0905 antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 635
Veröffentlicht von: @bepe0905
Veröffentlicht von: @bepe0905

Sinnvoller ist es, wenn Du Deinen Standpunkt klarmachst, darlegst, warum Du glaubst und was dieser Glaube für Dein Leben bedeutet. Letztlich wird Deine Lebensführung der Punkt sein, der überzeugen kann - oder eben nicht. Worte allein richten meiner Erfahrung nach dagegen nicht viel aus.

Absolute Zustimmung - denn hiermit ist alles gesagt!

Sage ja auch schon Jesus zu seinen Getreuen die durch Jüngerschaft zu Lichtern in der Finsternis wurden:

Mt 5,16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

luxlucetintenebris antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19401

Ich kann da nur feststellen dass es halt solche und solche Christen gibt... das Christen in irgendeiner Hinsicht anders wären als andere Menschen wäre mir noch nicht aufgefallen.

lucan-7 antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1500
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich kann da nur feststellen dass es halt solche und solche Christen gibt... das Christen in irgendeiner Hinsicht anders wären als andere Menschen wäre mir noch nicht aufgefallen.

Es gibt halt immer "So'ne" und "So'ne", wie schon meine Oma sagte. Und von ihr hatte ich auch den guten Rat "Erzähle nicht jedem, was du denkst und woran du glaubst. Aber lebe halt so, dass die anderen dich danach fragen."
Ich denke, wo meine Oma recht hatte, da hatte sie einfach recht. 🤓

Und Christen sind schließlich auch nur Menschen mit Bodenhaftung und Alltagsproblemen, da kann nicht jeder "anders als andere" sein und nicht jeder kann (schon gar nicht zu jeder Zeit) strahlend leuchten.
Andererseits habe ich auch unter Nichtchristen viele Menschen kennen gelernt, die für ihre Umgebung und Mitmenschen ein Licht waren. 😇

bepe0905 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19401
Veröffentlicht von: @bepe0905

Andererseits habe ich auch unter Nichtchristen viele Menschen kennen gelernt, die für ihre Umgebung und Mitmenschen ein Licht waren.

Ich hatte da auch selber viele positive Erfahrungen. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass der christliche Glaube hier wirklich einen Unterschied macht.

lucan-7 antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 635

Hallo Lucan-7

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich hatte da auch selber viele positive Erfahrungen. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass der christliche Glaube hier wirklich einen Unterschied macht.

Ich bin überzeugt, dass es darauf ankommt, worauf der christliche Glaube bei jemandem gründet, ob gemäss Jesus Aussage jemand sein Haus auf Fels oder auf Sand gebaut hat.

Wo Studium und Umsetzung Jesus Christus Lehren fruchten, zeigt sich ja darin , dass so jemand sich zu einem Licht für die Mitmenschen um sich verändert hat, seine irdischen Aufgaben erkennt und mit Freude ausführt. (Also Andersgläubige in meiner Umgebung tun das ohne jegliches Bibelstudium, intuitiv aus dem Herzen heraus, was will Gott mehr?)

Jesus gab meines Erachtens den Tarif für christliche Verhaltensethik durch. Und das taten dann auch seine Jünger und Apostel. Dies sogar auch dann, wenn sie deshalb -wie Jesus zuvor- deswegen Verfolgung erleiden mussten.

Die durch konsequente Jüngerschaft erlangte uneingeschränkt gelebte Liebe, das selbstverständliche , uneigennützige füreinander Dasein -ohne Ansehen der Person- gänzlicher Verzicht auf Racheakte (wie Du mir so ich Dir) sondern beten für jene, die sich -noch gelegentlich - in den Fängen der Macht der Finsternis zu jedwelchen Bosheiten gegenüber Mitmenschen hinreissen lassen, wirkt doch absolut befreiend, erfreuend und öffnet den Geist dafür, wo Gott die jeweiligen ureigenen Gaben zum Nutzen von einem oder mehreren Mitmenschen einsetzen kann, oder man -je nach Bedarf- selbst damit beschenkt werden kann.

Das bewirkt doch lebenswertes Leben, im Licht Gottes, erkennt man seine geniale Führung und zeigt damit Jesus, dass er -um solches allen Menschen erfahrbar machen zu wollen- seine besten 3 Jahre nicht umsonst geopfert hat. (Denke mal an die unmenschlichen, lieblosen Zustände damals, also Steinigungen für dies und das noch an der Tagesordnung war.)

lg lulute

luxlucetintenebris antworten
neubaugoere
Beiträge : 14292

Was ist denn Dein Ziel (einer evtl. "Diskussion")?
Was ist Gottes Ziel?

neubaugoere antworten


juggleallday
Beiträge : 39

hmmm, seid mir bitte net bös, aber vielleicht am Besten garnicht.
Diskutieren kommt von discutio was nach meiner Recherche heißt "zerschlagen, zertrümmern, zerspalten, zersprengen" und ich bin mir net sicher ob man auf dieser Grundlage bei irgend jemand einen Blumentopf gewinnt ...
ok, wenn mit diskutieren allerdings "Den Dialog suchen" gemeint ist bin ich im Boot!
Aber ich denke, dass ggf. das für Atheisten der Beste "Gottesbeweis" sein könnte, wenn sie uns etwas von Christus abspüren.
lg, jugg 😊

juggleallday antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

über die Existenz Gottes
Nenne doch Günde, warum du denkst, dass Gott existiert und welchen Gott du meinst, wenn du über Gott sprichst.

Wenn deine Günde überzeugen, dann überzeugen sie.
Das aber sicherlich unterschiedlich von Diskussionspartner zu Diskussionspartner.

Anonymous antworten


andreas
Beiträge : 1748

Wenn Du einen Atheisten von der Existenz Gottes überzeugen willst, überleg, was Dich selbst davon überzeugt hat. Wenn da irgendein gutes Argument in einer Diskussion dabei war, sag es!

Ich vermute aber, das war nicht der Fall.

Mir bringen solche Gespräche mit Atheisten immer insofern viel, als sie mich an das erinnern, was Luther im Kleinen Katechismus zum Zum-Glauben-Kommen schreibt:
"Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben kann." Denn zu jedem vernünftigen Argument gibt es ein nicht minder vernünftiges Gegenargument. Glaube an Jesus ist ein Werk des Heiligen Geistes. Ist dieses getan, erscheint uns dann vieles am Glauben auch vernünftig, so dass wir schnell vergessen könnten, dass wir nicht aus eigener Vernunft zum Glauben kamen. Um uns daran zu erinnern, schickt Gott uns manchmal sehr vernünftige und sogar moralisch gut handelnde Atheisten über den Weg.

(Und jetzt hole ich mir Chips und warte auf die Antwort von Jack 😀 )

andreas-wendt antworten
Seite 2 / 3
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?