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Wie feiert ihr Pfingstgen? Was bedeuten Pfingstgen für euch? Habt ihr auch schon Pfingsterfahrungen gemacht?

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Nils
 Nils
Themenstarter
Beiträge : 335

Für einen christlichen Mystiker ist Pfingsten ein bedeutendes Fest, das die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu symbolisiert. Ein Mystiker betrachtet Pfingsten als eine Zeit der spirituellen Erneuerung und Vertiefung der Verbindung mit Gott. Es ist ein Moment der Offenbarung und des Empfangs göttlicher Inspiration, ähnlich wie die Erfahrungen der Jünger an diesem Tag.

Ein christlicher Mystiker kann Pfingsten auf verschiedene Weisen feiern. Dies kann durch intensive Gebete, Meditationen oder spirituelle Übungen geschehen, um sich für die Gegenwart des Heiligen Geistes zu öffnen und eine tiefere Verbindung mit Gott zu erfahren. 

Insgesamt ist Pfingsten für einen christlichen Mystiker ein heiliges Fest, das die Möglichkeit bietet, tiefe spirituelle Erfahrungen zu machen und sich noch näher an Gott zu fühlen. Es ist eine Zeit der Erneuerung, Inspiration und Offenbarung im mystischen Weg der Suche nach Gott.

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94 Antworten
Nils
 Nils
Themenstarter
Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @deborah71

Wie jetzt?  der Heilige Geist als  Flamme auf Buddha, der anderen Göttern diente? Seltsame Multikulti-Blüten.

Es tut mir leid, wenn meine Antwort Verwirrung gestiftet hat. Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Es ist wichtig zu beachten, dass verschiedene Religionen und Glaubensrichtungen unterschiedliche Vorstellungen von göttlichen Wesen haben und es respektvoll ist, diese Unterschiede anzuerkennen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Darstellung als Feuerzunge möglicherweise etwas ungenau ist. Richtigerweise kommt der Heilige Geist als Energieflamme aus dem Scheitelchakra. So habe ich es erlebt. 

nils antworten
9 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@nils 

Zum Beitrag

Richtigerweise kommt der Heilige Geist als Energieflamme aus dem Scheitelchakra. So habe ich es erlebt.

Das ist buddhistische Lehre und nicht genuin im NT und im Christentum.  Von daher stellt sich die Frage, welches Feuer das ist, von dem du berichtest.

Es ist auffällig, dass du zuerst auf buddhistische Verbindungen reflektierst in deinen Berichten und nicht zuerst auf Jesus Christus.

Der Heilige Geist führt zu Jesus und dem Vater und erklärt Jesus und den Vater. Das ist u.a. seine Aufgabe. Er führt nicht davon weg zu anderen göttern und deren Zeichenmöglichkeiten.

Joh 16, 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen. 

 

deborah71 antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@nils 

hallo Nils,

"aus dem Scheitelkarma", das ist jetzt für mich auch schwierig zu verstehen. Natürlich gilt es andere

Religionen versuchen zu verstehen, und keine Kriege gegen sie zu führen.

Aber es gibt nun mal viele Götter, aber nur einen Gott. Und Christus hatte eine sehr enge und liebevolle

Beziehung zu Gott dem Vater im Himmel. ER zog sich oft in die Einsamkeit zurück, und verbrachte viel

Zeit mit Seinem Vater. Die vertraute Beziehung mit Gott hatte für IHN oberste Priorität.

Da passt kein Buddha dazwischen. Auch wenn der sehr viele weise Sprüche hatte.

In Johannes 5, 19-20 steht, "der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, er tut nur, was Er den

Vater tun sieht. Was immer der Vater tut, tut auch der Sohn Denn der Vater hat den Sohn lieb, und

zeigt ihm alles was er tut.

Alles, was Christus tat, war eine innige Beziehung mit Gott Seinem Vater............

Was ER von IHM in der Stille empfing, gab ER an andere Menschen weiter.

Selbst bin ich auch nicht Gott. Alles was ich bin und habe, rede, schreibe, tue , geht nur 

aus der Beziehung zu Christus.

Der Lebensstil von Christus ist die perfekte Balance von von Gott empfangen und geben, hören und reden,

in IHM ruhen und wirken. Natürlich dürfen wir da auch mal außergewöhnliche Dinge erleben......

Aber das macht uns vor Gott, Menschen  nicht besser. 

In der Stille kann uns Gott der Vater liebevoll dienen, damit wir auch anderen Menschen dienen 

können. Nach unseren unterschädlichen Begabungen, Fähigkeiten.................................

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Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @hundemann

@nils 

hallo Nils,

"aus dem Scheitelkarma", das ist jetzt für mich auch schwierig zu verstehen. Natürlich gilt es andere

Religionen versuchen zu verstehen, und keine Kriege gegen sie zu führen.

Aber es gibt nun mal viele Götter, aber nur einen Gott. Und Christus hatte eine sehr enge und liebevolle

Beziehung zu Gott dem Vater im Himmel. ER zog sich oft in die Einsamkeit zurück, und verbrachte viel

Zeit mit Seinem Vater. Die vertraute Beziehung mit Gott hatte für IHN oberste Priorität.

Da passt kein Buddha dazwischen. Auch wenn der sehr viele weise Sprüche hatte.

In Johannes 5, 19-20 steht, "der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, er tut nur, was Er den

Vater tun sieht. Was immer der Vater tut, tut auch der Sohn Denn der Vater hat den Sohn lieb, und

zeigt ihm alles was er tut.

Alles, was Christus tat, war eine innige Beziehung mit Gott Seinem Vater............

Was ER von IHM in der Stille empfing, gab ER an andere Menschen weiter.

Selbst bin ich auch nicht Gott. Alles was ich bin und habe, rede, schreibe, tue , geht nur 

aus der Beziehung zu Christus.

Der Lebensstil von Christus ist die perfekte Balance von von Gott empfangen und geben, hören und reden,

in IHM ruhen und wirken. Natürlich dürfen wir da auch mal außergewöhnliche Dinge erleben......

Aber das macht uns vor Gott, Menschen  nicht besser. 

In der Stille kann uns Gott der Vater liebevoll dienen, damit wir auch anderen Menschen dienen 

können. Nach unseren unterschädlichen Begabungen, Fähigkeiten.................................

Natürlich gibt es nur einen Gott. Da sind wir einer Meinung. Aber dieser Gott kennt viele Wege. Ich gehe einen von diesen Wegen. Damit bin ich nicht besser oder schlechter als andere. Alle Christen sind Kinder Gottes, egal welchen Weg sie gehen. Es gibt sehr viele christliche Wege. Wir sollten in Liebe und Toleranz miteinander umgehen. Ich berichte nur von meinen Erfahrungen. Ich habe die Feuerzunge als Feuerflamme auf dem Kopf erfahren. Ich glaube, dass das letztlich die Erfahrung ist, auf die sich die Bibel bezieht. Es ist die Erfahrung von spiritueller Energie. Man kann diese Energie auch den Heiligen Geist nennen. Viele Menschen können diese Energie spüren. Und dann können sie auch die Energiekanäle im Körper und die Chakren spüren. Es sind die Tore, durch die der Heilige Geist in den Körper gelangt. Das Scheitelchakra befindet sich an der Oberseite des Kopfes. Und natürlich gibt es Energieerfahrungen in allen Religionen. Aus meiner Sicht wirkt Gott durch alle Religionen. Die Menschen sind unterschiedlich und brauchen verschiedene Wege. 

nils antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@nils 

Eins der Wesensmerkmale Gottes ist es, dass er sich nicht in Schubladen (oder Methoden) stecken lässt. Weder bei Heilungen (du musst nur so und so, weil Jesus so auch) noch bei Offenbarungen oder Erkenntnissen. Es sind Dinge, die wir nicht "in der Hand haben", will sagen, nicht "machen können".

neubaugoere antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@neubaugoere Guten Abend, da hast du Recht, aber auf der anderen Seite denke ich schon das er auch seine Zusagen oder Dinge hält die Verlass bieten, da gehören im traditionellen Glauben auch Sakramente dazu. Darüber denke ich auch das Gott individuelle Begegnungen bereit hält.

 

Grüße Edd

kappa antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@kappa 

Veröffentlicht von: @kappa

da gehören im traditionellen Glauben auch Sakramente dazu

Tun sie das? Ich bin im "Kirchenjargon" nicht so firm, erklärst du mir bitte "Sakramente"? Finde ich diese in der Schrift? Danke. - Und was ist aus deiner Sicht "traditioneller Glaube"? Hat der was mit der Schrift zu tun oder eher mit Traditionen, weil du ihn "traditionell" nennst?

Natürlich hält Gott seine Zusagen und Verheißungen. Ich reflektierte auf dieses "machen können", dass ich meine, in Nils Argumentationen herauszulesen. Kann stimmen, muss aber nicht.

neubaugoere antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@neubaugoere guten Tag,

"Sakramente" ist eine Begrifflichkeit für Dinge die den neuen Testament entspringen oder man darin findet. Die Handhabung findet im Kontext der Überlieferung und Tradition statt. Diese zieht sich seit der Zeit der Kirchenväter, welche zeitlich Recht Nahe an den Aposteln waren, als roter Faden durch die Zeiten.

Du stellst aber die Dinge auf den Kopf wenn Du die Schriften alleine in den Mittelpunkt stellst, das ausblendest was 1500 Jahre lang die Gläubigen begleitete. Schrift und Tradition oder Überlieferung gehören zusammen. Die Schrift in heutiger Fassung ist ein Teil davon. Sie ist nicht einfach "da" gewesen 

kappa antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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Beiträge : 19188

@kappa 

*hm* Danke für deine Erklärungen und Gedanken. Ich geh da gedanklich andere Wege.

neubaugoere antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@nils 

hallo Nils,

selbst versuche ich in Demut und Sanftmut zu leben, so gut ich es kann. Und in meiner Beziehung

zu Gott gibt es da auch für mich Grenzen. Nicht alles ist möglich. Unser Herz ist Gott voll kostbar,

ein Schatz, den es für mich zu hüten gilt. Damit ich so gut wie möglich in Übereinstimmung mit

Gott leben kann. 

Die Grenzen sind für mich auch Gottes Wort, nicht nur meine Gefühle. Nein, die sind auch sehr

wichtig. Aber meine Gefühle können mich auch täuschen.......

Welche Einflüsse tun mir gut, welche nicht.

Unser menschliches Herz ist sensibel, und da ich selbst "hoch sensibel" bin, bekomme ich

mit, was mir gut tut und was nicht. Durch negative Gedanken und negative Erfahrungen ist

unser Herz schnell zu beunruhigen.

Angriffe können von allen Seiten kommen. Von dem Gegenspieler Gottes dem Bösen, verletzende

Worte, Anklagen, schwierige Umstände, innere Stimmen der Abwertung.

Wer oder was hat jetzt recht..........

Wenn ich meinen Gefühlen, meinem Wunschdenken zu viel Raum gebe, bin ich in Gefahr, den 

sicheren Rahmen der Liebe zu verlassen.

Bei den so vielen Lebensfragen, hilft es mir zu versuchen, mein Herz immer wieder in 

die Gegenwart Gottes zu bringen.

Als gläubiges Kind Gottes weiß ich, das ich ewiges Leben habe. Das kann mir niemand 

nehmen. Doch Christus und die Bibel spricht auch ganz klar von der Hölle......................

Und das wir wachsam und achtsam sein sollen, gegenüber dem Gegenspieler Gottes, dem

Bösen......Und das nicht alles im Glauben an Gott geht.......

Denn Gottes Gebote sind gut. 

Als Vater habe ich ja auch versucht, meinen Kindern Gutes zu geben.

Und oft musste ich auch ein klares  NEIN  sagen. Aus Liebe zu meinen Kindern.

Und aus Liebe zu seinen Kindern muss Gott uns oft ein klares Nein sagen.

Vieles können wir nicht immer sehen, oft im Nachhinein, oder gar nicht.

Und Gott ist nicht nur tolerant........als Vater..........Gott sei Dank.

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BeLu
 BeLu
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Was ist ein christlicher Mystiker?

belu antworten
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Nils
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(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @belu

Was ist ein christlicher Mystiker?

Ein christlicher Mystiker ist jemand, der eine tiefe, persönliche Erfahrung und Erkenntnis der göttlichen Präsenz anstrebt. Diese Menschen suchen eine direkte und intime Beziehung zu Gott, oft durch kontemplative Praktiken wie Gebet, Meditation und innere Stille. Die christliche Mystik betont die innerliche, spirituelle Erfahrung und das unmittelbare Erleben Gottes über den intellektuellen oder theologischen Zugang hinaus.

Wichtige Merkmale christlicher Mystiker sind:

  1. Innere Erfahrung: Mystiker legen großen Wert auf persönliche, innere Erfahrungen und das unmittelbare Erleben Gottes. Sie glauben, dass man Gott direkt erfahren kann und dass diese Erfahrung tiefer ist als jede rationale oder intellektuelle Erkenntnis.

  2. Kontemplative Praxis: Viele christliche Mystiker praktizieren intensive Gebets- und Meditationsformen, die darauf abzielen, das Bewusstsein zu klären und eine tiefe Verbindung zu Gott herzustellen. Dies kann auch Formen der stillen Anbetung und der meditativen Betrachtung heiliger Schriften umfassen.

  3. Vereinigung mit Gott: Ein zentrales Ziel der Mystik ist die Vereinigung mit Gott, oft beschrieben als ein Zustand, in dem das eigene Selbst in Gottes Gegenwart "aufgelöst" wird. Dies wird als eine tiefere Form der Gotteserfahrung verstanden, bei der der Mystiker in die göttliche Liebe und das göttliche Licht eintaucht.

  4. Transformation: Mystische Erfahrungen führen oft zu einer tiefen inneren Transformation. Mystiker berichten häufig von einem veränderten Bewusstsein, einem gesteigerten Sinn für die Heiligkeit des Lebens und einem tieferen Mitgefühl für andere.

  5. Symbolische Sprache: Mystische Schriften und Berichte verwenden oft symbolische und poetische Sprache, um das Unsagbare auszudrücken. Da mystische Erfahrungen schwer in Worte zu fassen sind, greifen Mystiker häufig auf Metaphern und Symbole zurück.

Bekannte christliche Mystiker sind:

  • Meister Eckhart: Ein deutscher Theologe und Philosoph, der für seine tiefgründigen Schriften über die Vereinigung der Seele mit Gott bekannt ist.
  • Teresa von Ávila: Eine spanische Mystikerin und Karmelitin, die für ihre visionären Erfahrungen und ihre Reformen des Karmelitenordens berühmt ist.
  • Johannes vom Kreuz: Ein spanischer Mystiker und Dichter, bekannt für seine Schriften über die "dunkle Nacht der Seele", die den Prozess der Reinigung und Vereinigung mit Gott beschreibt.
  • Julian von Norwich: Eine englische Mystikerin, die durch ihre visionären Schriften über die göttliche Liebe und Barmherzigkeit bekannt wurde.
  • Franz von Assisi: Gründer des Franziskanerordens, bekannt für seine tiefe Spiritualität und seine mystische Verbindung zur Natur und zu allen Lebewesen.

Christliche Mystiker haben über Jahrhunderte hinweg die spirituelle Praxis und Theologie des Christentums bereichert, indem sie Wege zur tieferen persönlichen Gotteserfahrung aufgezeigt haben.

nils antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @nils

Ein christlicher Mystiker ist jemand, der eine tiefe, persönliche Erfahrung und Erkenntnis der göttlichen Präsenz anstrebt. Diese Menschen suchen eine direkte und intime Beziehung zu Gott, oft durch kontemplative Praktiken wie Gebet, Meditation und innere Stille. Die christliche Mystik betont die innerliche, spirituelle Erfahrung und das unmittelbare Erleben Gottes über den intellektuellen oder theologischen Zugang hinaus.

dann ist ja jeder Christ ein Mystiker, aber auch jeder gläubige Esoteriker und in jeder Religion und Philosophie gibt es Mystiker, aber es gibt auch einige Ungläubige Mystiker.

Wo würdest du nun z.B. einen Unterschied machen.?

früher las ich "Meister Eckhart" sehr gerne, aber auch den persischer Sufi-Mystiker "Rumi".

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Deborah71
(@deborah71)
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@blumenwiese 

Zum Beitrag

dann ist ja jeder Christ ein Mystiker

Da werden Mystiker als Suchende beschrieben.

Was ist denn mit denen, die Jesus gefunden hat und die nun als neue Schöpfung mit ihm leben?

deborah71 antworten
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Veröffentlicht von: @deborah71

@blumenwiese 

Zum Beitrag

dann ist ja jeder Christ ein Mystiker

Da werden Mystiker als Suchende beschrieben.

Was ist denn mit denen, die Jesus gefunden hat und die nun als neue Schöpfung mit ihm leben?

naja, das sind dann Ober-Erleuchtete Mystiker. 😀 nee im ernst, das ist auch meine Frage, vielleicht hat @nils ne Antwort.

Ein Mystiker macht Gotteserfahrungen, zur absoluten Wirklichkeit und so, durch Methoden wie in Koans im Zen, Meditationen und Konzentration auf das Jetzt und so ähnlich.

Ich frage mich dann eben auch wo der Unterschied für @nils ist, wenn ein Islamist, Jude, Buddhist, Hindu usw, oder Christ ein Mystiker ist, in den Erfahrungen und Auswirkungen.

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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@blumenwiese 

hallo blumenwiese,

wie schon geschrieben, Mystiker sind nicht besser. Mit meinem Hund unterwegs rede

ich auch mit anderen Tieren........Vielleicht leben die etwas natürlicher, nicht so schnell

wie unsere heutige Gesellschaft........

Als Musiker gehe und singe ich, Gott schenkt mir Einfälle, Schwung, Melodien.

Mit Logik allein kommt man bei der Musik nicht immer weiter. Da braucht

es manchmal auch "göttliche Momente, Einfälle. Die kann man nicht einfach machen,

die werden geschenkt. Auf der anderen Seite muss ich aufpassen, das ich nicht ganz

gefühlsmäßig lebe, das es auch noch eine Realität gibt.

Oder Menschen die einen "grünen Daumen", einen Garten haben. Wo man die

schöne Vielfalt und so viele wunderschöne Farben erkennen kann.

Das man erkennt, das ist nicht nur eine Laune der Natur, sondern Gottes wunderschöne

Schöpfung. ER schafft die Möglichkeiten und wir dürfen sie nutzen.

Das wir in unserer Gesellschaft erkennen, Geld allein ist nicht alles im Leben.

Es gibt Wichtigeres. 

Und nicht unseren ganzen Lebensweg können wir sehen, erkennen......

Sondern immer nur den nächsten Schritt.

Schritt für Schritt geht es weiter......

Leben, weit mehr als Ehre, Macht, Geld, wer ist der Beste, Schönste........

Vielleicht können diese Mystiker uns helfen, manches im Leben anders zu sehen...

Aber wichtig, wir Christen brauchen einander. 

Es kann uns helfen, einmal stille Tage in einem Kloster zu verbringen. 

Andere Menschen sind berufen, ein Leben lang in einem Kloster, einer christlichen

Lebensgemeinschaft zu leben.

Andere mitten in der "Welt" zu leben.........

Wichtig ist, das wir unseren einzigartigen Weg in der Beziehung mit Christus

finden. Und uns gegenseitig annehmen, akzeptieren, versuchen zu verstehen.

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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @hundemann

@blumenwiese 

hallo blumenwiese,

wie schon geschrieben, Mystiker sind nicht besser.

und wo siehst du den Unterschied, wenn ein Islamist, Jude, Buddhist, Hindu usw, oder Christ ein Mystiker ist, in den Erfahrungen und Auswirkungen.?

Machst du auch Chakrenarbeit, Lichtarbeit usw um die göttlichen Schwingungen zu erhöhen.? und schlussendlich Erleuchtung zu erlangen?

Irgendwo schreibt jemand über das Scheitelchakra, wo war das...suche..habs nicht gefunden.

Für mich klingt das alles eher okkult belastet, statt göttlich geheilt, da ich diesen esoterischen Weg auch sehr lange gegangen bin, sind mir diese ganzen Methoden bekannt, heute sehe ich sie als kreative Verführungsversuche Satans und viele werden noch darauf reinfallen und viele werden wohl ihren Irrtum noch erkennen.

2 Tim.4,3 - Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,

Es gibt eine Geisterwelt, eine spirituelle Dimension, die ausserhalb des Geistes Gottes ist und jeder Geist, der nicht von Gott kommt, ist kein guter Geist.

eph. 6,12 - Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

2 Kor.1,3 - Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise.

Gott ist Geist, aber nicht jeder Geist kommt von Gott. 

1 joh.4,1 - prüfe die Geister ob sie von Gott sind...

Chakraarbeit, Chakrahealing, energetische Reinigung, Auraclearing usw, um eine höhere stufe der Schwingung zu erreichen, sind Erfindungen Satans, er ist auch sehr kreativ, diese ganzen Energiezentren und Behandlungen sollen ja göttliche Energien zum fliessen bringen, das Endziel ist wieder die Erleuchtung, es ist und bleibt ein Pseudo-Licht, denn auch Satan kann sich verstellen zu einem Engel des Lichts, darauf kann man schon reinfallen, er vermische Wahrheit mit Lüge und so klingt vieles einfach glaubwürdig, aber..

2 Kor.11,14 - Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.

Wenn man neue Lebenskraft sucht, dann ist die Adresse direkt bei Gott und man bittet ihn um Kraft.

Jesaja 40,31 -aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. 

Psalm 27 -  ..der HERR ist mein Licht und mein Heil ..

wer sonst.? die ganzen esoterischen Methoden zielen auf Erleuchtung ab und das Ziel Gottgleich zu werden. Das hatten wir doch schon schon gesehen bei Adam und Eva, sie wollten Gott gleich werden. 1 Mose 3,5.

sie sind darauf reingefallen, wie auch viele Esoteriker sich als Schwingungshöher betrachten, das Ego will halt auch spirituell sein und wenn es sich auf den Weg macht zur Spiritualität, ja dann findet es so mancherlei, wie gesagt, Satan und seine Gefolgschaft ist kreativ und im Schafspelz unterwegs, da könnte es helfen die Geister unterscheiden zu können und dazu kann Jesus Christus helfen, nicht Chakrenclearing oder Lichtarbeit oder Kundalini-Erweckung..usw denn was da erweckt wird hat mit Gott und der Bibel nichts zu tun, aber mit einem erleuchteten Ego, was sich auf den Weg macht, andere in diese dunklen Wälder der Esoterik einzuladen mit gut klingendem Lügen und Pseudolicht.

Unsere Kraft kommt von Gott, er verändert uns durch seinen Geist, nicht wir müssen Chakraarbeit, Kundalini Taichi usw machen, denn schlussendlich ist das eine Art Selbsterlösung, so ist das nicht gemeint, denn Selbsterlösung führt nicht zu Demut, diese wächst nur durch Vertrauen in Gottes Handeln.

 

 

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Tatokala
(@tatokala)
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Beiträge : 4579

@deborah71 Du meinst, für die ist die Suche abgeschlossen? Und aus solcher Sicht kann man dann entspannt die armen suchenden Mystiker bedauern? *provozier*

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

😘

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
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Beiträge : 20559

@tatokala 

 Du meinst, für die ist die Suche abgeschlossen? Und aus solcher Sicht kann man dann entspannt die armen suchenden Mystiker bedauern? *provozier*

Um da mal reinzugrätschen: mir als Christin (ohne Mystik) ist es persönlich zu wenig, meinen Glauben dadurch definieren zu müssen, dass ich auf der Suche bin. Nils betont in seinen Beschreibungen der Mystiker sehr stark die Suche und die Sehnsucht nach Erfüllung als hehres und oberstes Ziel, jedenfalls komme ich zu dem Schluss bei dem Studium der Beiträge (kann mich natürlich auch irren).

Ich verstehe die Bibel so, dass nicht die Suche nach Gott das Ziel ist, sondern dass Gott sich finden lässt und man dann gemeinsam mit ihm im Reich Gottes lebt. Von dem her versteh ich die Frage schon ob denn die Suche auch mal ein Ende hat. 

tristesse antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@tatokala 

hallo,

wenn die Suche ein Ende hätte, warum gibt es hier im Forum immer wieder so viele

Fragen. ................

Vielleicht weil wir zu intelligent sind, zu gebildet, uns der einfache Glaube fehlt,

nicht mehr glauben wie die Kinder ?

 

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@hundemann

Wer ist "wir"?

tristesse antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@tristesse 

liebe tristesse,

wir, alle hier, auch ich.........denke oft auch oft noch zu kompliziert,

warum, wieso, und überhaupt.......als einfach nur den Glauben in Beziehung 

mit Christus zu  l e b e n  .............

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@hundemann 

wir, alle hier, auch ich.........denke oft auch oft noch zu kompliziert,

Ich fände es gut, wenn du nicht für "uns alle hier" sprechen würdest. Sprich bitte für dich und nicht für andere. 

Danke!

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@tristesse 

liebe tristesse,

bin halt nicht perfekt. ..........

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@hundemann 

Das erwarte ich auch nicht. Aber das mit dem Verallgemeinerungen machst du ja schon seit Jahren. 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@hundemann 

Zum Beitrag

ein bildlicher Vergleich:

Wenn du geheiratet hast.... suchst du dann noch immer eine Frau? - Nein. Die Suche hat ein Ende. Du hast gefunden.

Aber dann geht das tiefere Kennenlernen los und dazu gehört Kommunikation mit Fragen und Antworten.

So ähnlich ist es mit Jesus... gesucht, gefunden, verbunden....und dann geht die Fragerei los zur gegenseitigen Verständigung.

deborah71 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@deborah71ja liebe Deborah, wir sehen die Dinge so, wie wir sie persönlich sehen,

erleben, was uns geprägt hat........

Manche Menschen heiraten, und plötzlich sehen sie noch eine perfektere und 

schönere Frau, was menschlich ist. Aber nicht göttlich.......

Unterschiedliche Menschen sehen Dinge unterschiedlich. Und wer hat jetzt recht?

Alle Menschen tragen eine Brille, auch wenn sie keine Brillenträger sind.

Wir Menschen tragen die Brille, durch die wir unser eigenes Leben betrachten.

Es gibt keinen Menschen, der vollkommen objektiv ist, außer Christus....

Wir Menschen haben Erfahrungen in allen unseren Beziehungen gemacht.

Mit Gott, uns selbst, anderen Menschen, mit Tieren, Pflanzen.....

Und wir sind überzeugt von unseren Erfahrungen....

Und dann streiten wir Menschen, auch ich, mich um Kleinigkeiten, sei 

es geistlich, politisch, auch um Gott.......

Und jeder Mensch hat seine persönlichen Überzeugungen.

Unterschiedliche Denkweisen, deuten anders, sehen anders, fühlen anders,

glauben anders......Landeskirche, Freikirche, Charismatiker..........

Auch manche Bibelstellen legen wir unterschiedlich aus......

Christus sagt, das ER allein der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

( Johannes 14 Vers 6 )

Wo wir uns daran orientieren können, bei aller Unterschiedlichkeit......

Ob wir jetzt mehr die mystischen Christen sind, die Bibellehrer, Musiker,

Seelsorger............

 

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@hundemann 

Wie gut, dass Jesus mich nicht wegen einer anderen Frau verlässt 😉

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@hundemann 

Zum Beitrag

hmm....da ist dir eine Aussage in deine wir-Predigt gerutscht, die ich zurückweise:

Und dann streiten wir Menschen, auch ich, mich um Kleinigkeiten, sei

es geistlich, politisch, auch um Gott.......

denn das passt nicht zu mir, mich um Kleinigkeiten zu streiten und das will ich weder haben, noch zugesprochen bekommen, denn sowas empfinde ich als keine Kleinigkeit und passt auch nicht zu achtsamem Umgang miteinander.

Ich hätte jetzt auch nicht gedacht, dass du gerne über Kleinigkeiten streitest, so wie du dich zu dem obigen "wir" gesellst. Meine Meinung war, dass du so eine Unart schon längst in den Tod ans Kreuz gegeben hast.

 

deborah71 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5430

@nils Danke für die Antwort, so ausführlich hatte ich das gar nicht erwartet.

Würdest du sagen, dass die "Grenze" zwischen einem "normalen" Christen und einem Mystiker eher fließend ist, oder kann man klar sagen, A ist ein Mystiker und B nicht? 

belu antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @belu

@nils Danke für die Antwort, so ausführlich hatte ich das gar nicht erwartet.

Würdest du sagen, dass die "Grenze" zwischen einem "normalen" Christen und einem Mystiker eher fließend ist, oder kann man klar sagen, A ist ein Mystiker und B nicht? 

Aus meiner Sicht ist die Grenze zwischen einem normalen Christen und einem Mystiker fließend. Jesus war ein Mystiker. Insofern sollte jeder Christ eigentlich ein Mystiker sein. Ein Mystiker zu sein beginnt man mit der Energieerfahrung, der Erfahrung des Heiligen Geistes. Das haben viele Christen. Der Heilige Geist ist etwas Mystisches. Man kann es fühlen, aber nicht wirklich begreifen. Eine Gotteserfahrung geht aber weit über eine einfache Energieerfahrung hinaus. In der Gotteserfahrung wird man eins mit Gott, so wie Jesus eins mit Gott war. Man spürt dann die Eigenschaften und Fähigkeiten Gottes in sich. Man hat Frieden, Glück, Liebe, Freude und Harmonie in sich. Man spürt Liebe zu Gott und zu allen Wesen, zur gesamten Welt. Und man besitzt in mehr oder weniger großem Ausmaß die Eigenschaften Allgegenwart, Allwissenheit und Allmacht. 

Gott ist unermesslich groß. Insofern kann man immer weiter in Gott wachsen. Des weiteren ist Gott erfahrbar, aber er übersteigt alle Begriffe. Um Gott zu erfahren, muss man auch die Worte der Bibel übersteigen. Die Bibel führt zu Gott hin, aber in der Gotteserfahrung ist man über allen Worten. Ich habe in der Gotteserfahrung erkannt, dass Gott in allen Religionen ist. Die verschiedenen Religionen haben nur unterschiedliche Begriffe und Wege zu Gott. Ich finde letztlich alle Religionen hilfreich. Man muss herausfinden, was für einen funktioniert um zu Gott zu gelangen. 

nils antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@belu 

Nils hat zur christlichen Mystik ja schon was geschrieben, was nicht falsch ist, aber auch Dinge auslässt.

Mystik ist etwas, dass sich in allen Religionen findet. Was Mystiker verbindet, ist wie sie ihre Religion ausleben und (da möchte ich mich nicht ganz festlegen) auch das "Ziel". Mystiker versuchen die Grenzen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits zu sprengen, allerdigns anders als in der Gnosis, gibt es nicht diese schrittweise immer höhere Erkenntnis, die am Ende zu einer Vereinigung des inneren göttlichen Kern mit Gott führt. Die christlichen Mystiker bleiben auf dem Boden des Evangeliums und erkennen an, dass nur Christus der Weg zu Gott ist.

Allgemein ist Mystik schwer zu definieren und jeder Versuch hat irgendwo seine Schwächen.

Für mich ist die christliche Mystik irgendwo eine Spielart christlichen Glaubens, der für mich als aussenstehende nicht in allem verständlich ist. Ähnlich wie manches was Charismatiker und Pfingstler tun für Außernstehende nicht verständlich und fremd erscheint. Aufpassen muss die christliche Mystik allerdings, dass sie nicht anfängt Religionen, bzw. Gottesvorstellungen unterschiedlicher Religionen zu vermischen. Was man auch bei Nils hin und wieder beobachten kann.

Für alle, die sich mehr damit beschäftigen wollen (aber auch nicht zuviel) würde ich das Büchlein "Die christliche Mystik" von Volker Leppin erschienen bei C.H.Beck.Wissen  empfehlen. Er hat zumindest mal den Versuch gestartet es auf ein verständliches Niveau runterzubrechen.

channuschka antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5430

@channuschka 

Danke auch dir für die zusätzliche Erklärung.

Aufpassen muss die christliche Mystik allerdings, dass sie nicht anfängt Religionen, bzw. Gottesvorstellungen unterschiedlicher Religionen zu vermischen. Was man auch bei Nils hin und wieder beobachten kann.

Das ist mir in anderen Threads auch schon aufgefallen, dass da plötzlich Dinge aus dem Buddhismus oder Hinduismus reingemischt werden.

belu antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@belu 

Das ist mir in anderen Threads auch schon aufgefallen, dass da plötzlich Dinge aus dem Buddhismus oder Hinduismus reingemischt werden.

Nur um es nochmal klar zu sagen: Nicht "die Mystik" mischt da Vorstellungen anderer Religionen ein, sonder dafür ist dann immer der einzelne Mystiker zuständig.

channuschka antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @channuschka

 

Nur um es nochmal klar zu sagen: Nicht "die Mystik" mischt da Vorstellungen anderer Religionen ein, sondern dafür ist dann immer der einzelne Mystiker zuständig.

Das stimmt. Auch die Mystiker haben teilweise sehr unterschiedliche Ansichten. Aber sie haben einen gemeinsamen Kern. Und deshalb verstehen sie auch meistens. Ich vertrete den religiösen Pluralismus. Und das tun nur wenige christliche Mystiker. Es ist auch in anderen Religionen selten, aber es gibt Anhänger davon allen großen Religionen. Letztlich ist es der Weg der umfassenden Liebe und Toleranz. Wir können nur dann eine Welt des Friedens erreichen, wenn die Liebe und die Toleranz zwischen den Religionen und innerhalb der Religionen zunimmt. 

nils antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@nils 

Letztlich ist es der Weg der umfassenden Liebe und Toleranz. Wir können nur dann eine Welt des Friedens erreichen, wenn die Liebe und die Toleranz zwischen den Religionen und innerhalb der Religionen zunimmt.

Um eine Toleranz zwischen den Religionen zu haben, muss ich sie aber nicht mischen.

Es sollte doch auch möglich sein, den Glauben eines anderen zu tolerieren oder sogar zu akzeptieren ohne zu sagen, dass am Ende doch alles eins ist.

 

channuschka antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @channuschka

@nils 

Letztlich ist es der Weg der umfassenden Liebe und Toleranz. Wir können nur dann eine Welt des Friedens erreichen, wenn die Liebe und die Toleranz zwischen den Religionen und innerhalb der Religionen zunimmt.

Um eine Toleranz zwischen den Religionen zu haben, muss ich sie aber nicht mischen.

Es sollte doch auch möglich sein, den Glauben eines anderen zu tolerieren oder sogar zu akzeptieren ohne zu sagen, dass am Ende doch alles eins ist.

 

Natürlich muss man die Religionen nicht mischen. Jede Religion ist ein Weg zu Gott. Grundsätzlich ist es gut, bei einer Religion zu bleiben. Sonst kommt man leicht in Verwirrung. Und es kann zu einer gewissen Beliebigkeit führen. Man sucht sich bei jeder Religion das heraus, was einem passt. Um zur Erleuchtung und zu einer Gotteserfahrung zu kommen, muss man aber sehr konsequent den spirituellen Weg gehen. 

Der erste Schritt zu einer Welt der Liebe und des Friedens ist es, dass sich dich verschiedenen Religionen tolerieren. Aber es ist keine wirkliche Liebe. Liebe braucht Gemeinsamkeiten. Man erkennt sich im anderen. Man teilt bestimmte Grundsätze mit ihm. Und da gibt es in den Religionen viele Grundsätze wie Liebe, Frieden und Erleuchtung. Man muss nicht in allem einer Meinung sein. Das muss man in einer guten Beziehung auch nicht. Es reicht, wenn man genug Gemeinsamkeiten hat. 

Zu einem wirklichen Austausch kommt es aber dann, wenn man gemeinsam nach der Wahrheit sucht. Aus mystischer Sicht gibt es nur eine Wahrheit. Und diese Wahrheit ist Gott. Darüber kann man sich in den Religionen gut austauschen. Man kann sich durch den Weg der Wahrheit und der Liebe verbinden. Und man kann herausfinden, was einen persönlich spirituell voran bringt. Dabei kann es durchaus sein, dass bestimmte Elemente und Techniken aus einer anderen Religionen hilfreich sind. Da Gott durch alle Religionen wirkt, warum sollte man dann nicht die Schätze in anderen Religionen verwenden dürfen? 

Ich persönlich habe erfahren, dass Gott seine Schätze über alle Religionen verteilt. Nur durch die Kenntnis verschiedener Religionen konnte ich meinen Weg finden. Allerdings habe ich eine gutes inneres Gespür für meinen Weg. Und durch meine Erleuchtungserfahrung kenne ich mein Ziel. Dadurch verlaufe ich mich auf meinem Weg nicht so leicht. Aber ich bete auch immer zu Gott, dass er mich auf meinem Weg führt. Und das geschieht auch. 

In der heutige Zeit mischen viele Menschen die Religionen. Man muss das als einen möglichen spirituellen Weg anerkennen. Es ist ein Ausdruck der religiösen Freiheit nach dem Grundgesetz. Es ist aber wichtig, dass sich immer an den Grundsätzen Wahrheit, Frieden und Liebe orientiert. Man sollte immer seinem Gewissen und seinem inneren Gespür folgen. Das gilt sowohl für den Weg innerhalb einer Religion als auch bei der Arbeit mit mehreren Religionen. 

nils antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@nils 

zum Beitrag

Also, ich muss dir mal entschieden widersprechen!

Der christliche Gott ist NICHT in jeder Religion zu finden, nur weil uns das heute besser ins Weltbild passt.

Zwar kann man Paulus in Römer 1 schon so verstehen, dass jeder egal wo, die Chance hat Gott zu finden, aber er schreibt auch ganz klar, dass das nicht passiert ist. Sondern dass die Menschen sich von Gott abgewandt haben und andere Gottheiten geschaffen. Ich würde es übersetzen mit andere Religionen. Religionsgeschichtlich kann man noch argumentieren, dass der Gott der drei monotheistischen Religionen der selbe sei, weil sie sich alle aus der einen monotheistischen Religion entwickelt haben, aber weilter wird es doch etwas beliebig.

Ich möchte deinen Erfahrungen nicht kleinreden, aber ich zweifle, dass du aus ihnen die richtigen Schlüsse ziehst. Es gibt nicht viele Wege zu Gott, sondern nur einen und der heißt Jesus Christus.

Einfach aus einer Religion etwas zu nehmen und für sich selbst und seine Religion zu nutzen, wird dann keiner Religion mehr gerecht und ist ein Weg, der über kurz oder lang in einer eigenen Religion, die zu keiner Religion mehr gehört endet. Denn was diejenigen, die als christliche Mystiker gelten von denen unterscheidet, die als Häretiker oder Apostaten gelten, ist, dass sie auf dem Boden der christlichen Lehre blieben und keinen Synketismus betrieben. Und gerade bei Dingen wie Meditation ist es auch gar nicht notwendig, da das Christentum in seiner Vielfälltigkeit, die Meditation z.B. seit seinen Anfängen kennt.

Und klar gibt es Dinge, die Religionen verbindet, weil es Dinge gibt, die in uns Menschen als Wunsch angelegt sind. Eine wichtige Verbindung, die helfen könnte, dass die Menschen unterschiedlicher Religionen sich tolerieren, ist das, was wir im Christentum und im Judentum als höchstes Gebot sehen, als Zusammenfassung der Torah. Unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst. Und gerade im AT finden sich viele Stellen, die klar machen, dass es dabei nicht nur um Menschen des eigenen Glaubens geht. Ähnliche Gebote finden sich in allen großen Religionen und mir ist nur eine bekannt, wo man sich streiten könnte, ob das Gebot so auch auf Menschnen anderer Religionen angewendet werden soll oder nur für Glaubensbrüder gilt.

In der heutige Zeit mischen viele Menschen die Religionen. Man muss das als einen möglichen spirituellen Weg anerkennen. Es ist ein Ausdruck der religiösen Freiheit nach dem Grundgesetz.

Klar, jeder darf seinen Synkretismus leben, genau wie jeder seine Religion und seinen Atheismus leben darf. Ich darf allerdings auch jedem sagen, dass er auf dem Holzweg ist und mit seiner Lehre den Boden des christlichen Glaubens verlassen hat. Wer in der Kirche predigen darf entscheidet immer noch der Pfarrer der Gemeinde (oder bei Streit ein übergeordnetes chirchliches Gremium).

channuschka antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

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@channuschka Das habe ich auch so verstanden. 🙂

belu antworten
Martha
 Martha
(@martha)
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Beiträge : 1518

@channuschka 

Meine Behauptung: ohne Mystik kommt der christl Glauben nicht aus.

Zu viel Unerklärbares. Die Frage ist, wieviel Gewicht wir ihr beimessen.

Jesus war mit 3  Jüngern auf dem Berg der Verklärung. Es war ihm offenbar wichtig, diese andere Welt mit den ausgesuchten Jüngern zu teilen.

Aber wir sollten keine Hütten bauen da, wie Petrus das gern gehabt hätte. Sondern wieder hinunter ins Tal gehen zu den anderen und den Dingen des Tages, der Welt.

Innerlich gestärkt, weil wir etwas geschaut haben, das anderen verborgen ist. Ein Geheimnis. 

martha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@martha 

liebe Martha,

für mich ist Christus auch ein Mystiker. Ganz einfach in einem Stall, bei Ochs und Esel geboren,

ganz einfach und natürlich gelebt. Auf einem Esel ritt er durch die Gegend, und hat das

Evangelium von der Gnade Gottes verkündet.

Christus und die Kirche, sei es die Landeskirche, katholische Kirche, Freikirchen...........

sind oft das reine Gegenteil. Die Kirchen sind oft vorhersehbar, aber nicht immer verlässlich.

Gott ist in Seinem Handeln nicht vorhersehbar, aber in Seinem Charakter verlässlich.

Christus war so was von anders. 

Am Sonntag wollte jemand in meiner Kirche meine whats-app haben, und ich musste eingestehen,

das ich kein smart-phone besitze.....

Für andere Menschen ist das aber ganz wichtig.

Am Ende kommt es bei uns Christen auf die Liebe an. Egal ob mystischer Christ oder nicht.

Die Liebe die ich von Gott empfange, die Liebe mit der ich mich annehme, die Liebe die ich weiter gebe.

Und diese Liebe hat ihren Ursprung in Gott. Nicht im Buddhismus, Islam, anderen Religionen.

Mag es da auch Mystiker geben.

Je mehr wir begreifen, ergreifen, das wir als Kinder von Gott Vater unendlich geliebt sind,

desto mehr werden wir befähigt, uns selbst und andere Menschen zu lieben.

Aber ich selbst komme im Alltag immer wieder an die Grenze meiner Liebesfähigkeit.

Statt wie Christus barmherzig, geduldig und versöhnungsbereit zu sein, reagiere ich oft

gereizt, nachtragend und verurteilend.

Und nach meiner Erfahrung gilt das für alle Christen......Ob jetzt mystisch oder nicht.....

Schlimm finde ich nur die Wertungen und Bewertungen, Urteile, Verurteilungen.......

Und oft bin ich da leider nicht besser. 

 

liebe Grüße,

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Studierzimmer
(@studierzimmer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@hundemann Liebe bedeutet aber eben auch nicht alles tolerieren und hinnehmen. Das ist schon ein wichtigter Unterschied, wenn man an Grenzen kommt

studierzimmer antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @studierzimmer

@hundemann Liebe bedeutet aber eben auch nicht alles tolerieren und hinnehmen. Das ist schon ein wichtiger Unterschied, wenn man an Grenzen kommt

Das ist richtig. Bei meiner Erleuchtung habe ich erfahren, dass Liebe und Wahrheit die wichtigsten Grundsätze sind. Man muss immer beiden Grundsätzen folgen. 

nils antworten
Studierzimmer
(@studierzimmer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 227

@nils Ich hätte nicht von Wahrheit gesprochen. Die lässt sich immer nur fühlen und erahnen. Aber nie wissen

studierzimmer antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335
Veröffentlicht von: @studierzimmer

@nils Ich hätte nicht von Wahrheit gesprochen. Die lässt sich immer nur fühlen und erahnen. Aber nie wissen

Wenn du eins mit Gott bist, kennst du die Wahrheit. Bis dahin lässt sich die Wahrheit nur erahnen. Es ist wichtig, dass man seiner persönlichen Wahrheit folgt. 

nils antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@nils 

Zum Beitrag

hmmm.....  Toleranz gegenüber allem und jedem ist intolerant gegenüber Gottes Willen in den 10 Geboten, konkret bis zu Ende gedacht. Damit fällt schonmal das Liebesgebot flach, in dem Gott an erster Stelle erwähnt ist.

Die Liebe zur Wahrheit beinhaltet auch, die Liebe zu Jesus  Christus(Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben). Jesus hat nie gegen die 10 Gebote verstoßen und damit auch keinen Vielgötterkult vorgelebt.

Jesu Aussage geht aber noch weiter: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. 
Ich fomuliere mal so: Jesus ist der Weg, der Vater ist das Ziel. 

Das beisst sich schonmal mit einer Aussage, die Konfuzius zugeschrieben wird: Der Weg ist das Ziel. Gemäß Jesu Worten ist das hier nur die halbe Miete.

Sich nur das Genehme aus allen Religionen rauszusuchen, ist eher ein Religionsbastelbogen, statt rettender Glaube ins ewige Leben.  Übernatürliche Erfahrungen zu suchen und herbeimethodisieren zu wollen, das kann verleiten, immer wieder einen Kick erleben zu wollen, statt den Auftrag eines Jüngers zu erfüllen.
Gottes Geist ist an Pfingsten gegeben worden, nicht damit man schöne glückselige Gefühle hat, sondern dem Missionsauftrag zur Ehre Gottes nachkommen kann.

Meiner Ansicht nach, muss sich daran die persönliche Einstellung zum Übernatürlichen und zum Mystischen prüfen lassen, dass man nicht auf einen Egotrip verfällt.

 

 

deborah71 antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335

@deborah71 Ich stimme dir zu, dass es nicht darum geht sich das Angenehme aus allen Religionen herauszusuchen. Es geht darum den Weg zu Gott zu finden. Man muss das finden, was einem dabei hilft. 

Wenn man sich an den Wortlaut der Heiligen Bücher hält, kann man sich leicht verirren. Wie bereits gesagt, ist Gott hinter allen Worten. Man muss die Worte richtig auslegen. Und dafür muss man genau seiner persönlichen Wahrheit folgen. 

nils antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@nils 

Zum Beitrag

Es geht darum den Weg zu Gott zu finden.

Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Er ist leicht zu finden und wie, das  steht sogar im Buch, das von ihm berichtet.

Er sagt immer wieder: Komm, folge Mir nach.

Er sagt nicht, folge deinem eigenen Weg.

Man muss die Worte richtig auslegen. Und dafür muss man genau seiner persönlichen Wahrheit folgen.

Dafür muss man genau SEINER (Jesu)  Wahrheit folgen. Der Hirte kennt den Weg...die Schafe sehen nur den nächsten Grashalm.

 

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@nils 

Das ist richtig. Bei meiner Erleuchtung habe ich erfahren, dass Liebe und Wahrheit die wichtigsten Grundsätze sind.

Naja.

Da braucht man eigentlich jetzt keine  große "Erleuchtung" für, denn Jesus hat das Gebot der Liebe zu Gott und seinem Nächsten schon vor über 2000 Jahren als oberstes Gebot festgelegt. Es ist einfach ein biblisches Prinzip und bedarf keiner besonderen Gotteserfahrung, wobei ich natürlich nicht sagen will, dass es keine Momente gibt, wo Verse oder Aussagen einem erst auffallen und neu wichtig werden. 

Was die Wahrheit anbelangt: Du hast hier ja schon mehrfach Beiträge kundgetan, die sich mit der Wahrheit des Wortes Gottes nicht decken. Die Frage ist daher für mich, was Du als "Wahrheit" definierst. Nur weil Du für Dich etwas als wahr definierst muss es nicht unbedingt die Wahrheit sein. 

Ich finde in dem Zusammenhang dann gut, was Deborah über Jesus als die Wahrheit geschrieben hat, dem kann ich nur zustimmen.

tristesse antworten
Nils
 Nils
(@nils)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 335

@tristesse

Die Frage nach der Wahrheit ist eine grundlegende und komplexe philosophische Frage, die seit Jahrhunderten diskutiert wird. Es gibt verschiedene Ansätze und Definitionen von Wahrheit, je nach philosophischer Tradition und Perspektive. Hier sind einige häufige Konzepte und Interpretationen von Wahrheit:

  1. Korrespondenztheorie: Nach der Korrespondenztheorie entspricht eine Aussage oder Behauptung dann der Wahrheit, wenn sie mit den tatsächlichen Gegebenheiten in der Realität übereinstimmt. Mit anderen Worten, etwas ist wahr, wenn es mit den Fakten oder der Realität übereinstimmt.

  2. Kohärenztheorie: Die Kohärenztheorie besagt, dass etwas wahr ist, wenn es mit anderen bereits akzeptierten Wahrheiten oder Überzeugungen übereinstimmt. Die Wahrheit wird also durch die innere Konsistenz eines Systems von Aussagen bestimmt.

  3. Pragmatische Theorie: Nach der pragmatischen Theorie ist etwas wahr, wenn es praktisch nützlich oder funktional ist. Die Wahrheit wird also durch ihre Auswirkungen auf unser Handeln und unsere Erfahrungen bestimmt.

  4. Konstruktivismus: Der Konstruktivismus argumentiert, dass die Wahrheit nicht objektiv existiert, sondern durch individuelle oder gesellschaftliche Konstruktionen geschaffen wird. Die Wahrheit kann daher subjektiv sein und von verschiedenen Perspektiven abhängen.

  5. Relativismus: Der Relativismus behauptet, dass die Wahrheit relativ zu kulturellen, historischen oder persönlichen Kontexten ist. Was als wahr angesehen wird, kann daher von verschiedenen Standpunkten aus variieren.

Mir geht es vor allem um die persönliche Wahrheit. Es geht darum, was für eine Person als wahr und authentisch empfunden wird, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und Werten. 

Es ist wichtig, dass jeder Mensch seine persönliche Wahrheit respektiert und anerkennt, auch wenn sie von den Ansichten anderer abweicht. Indem man sich mit seiner eigenen Wahrheit auseinandersetzt und sie lebt, kann man ein authentisches und erfülltes Leben führen. Durch das Gefühl, dass man in der Wahrheit lebt, kann man den Weg zu Gott finden. Gott wirkt über das Gefühl der Wahrheit in uns. Er führt uns über unsere innere Stimme. Man kann das auch das Gewissen nennen. 

 

nils antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@nils 

Die Frage nach der Wahrheit ist eine grundlegende und komplexe philosophische Frage, die seit Jahrhunderten diskutiert wird. Es gibt verschiedene Ansätze und Definitionen von Wahrheit, je nach philosophischer Tradition und Perspektive. Hier sind einige häufige Konzepte und Interpretationen von Wahrheit:

Sorry, aber diese CHATGPT generierten Antworten empfinde ich in diesem Diskussionsforum fast schon als beleidigend. 

Es ist wichtig, dass jeder Mensch seine persönliche Wahrheit respektiert und anerkennt, auch wenn sie von den Ansichten anderer abweicht.

Wenn die "persönliche Wahrheit" von Gottes Wort abweicht, weiß ich spätestens, dass ich umdenken muss. Und da darf ich mir auch mal was von meinen Geschwistern sagen lassen. 

Indem man sich mit seiner eigenen Wahrheit auseinandersetzt und sie lebt, kann man ein authentisches und erfülltes Leben führen.

Sagt wer? 

Durch das Gefühl, dass man in der Wahrheit lebt, kann man den Weg zu Gott finden.

Der einzige Weg zu Gott führt über das Kreuz und die Auferstehung. Johannes 14,6 ist Dir hier schon ein paar Mal über den Weg gelaufen.

Gott wirkt über das Gefühl der Wahrheit in uns. Er führt uns über unsere innere Stimme. Man kann das auch das Gewissen nennen. 

Der Heilige Geist ist meine innere Stimme. Sich nur auf seine Gefühle zu verlassen und zu hoffen, dass man dadurch erleuchtet wird, ist ein ziemlich wackeliges Fundament.

Johannes 14,6: "Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."

Was ich von Dir lese ist immer nur "ich, ich, ich", Du drehst Dich nur um Deine Erfahrungen, Deine Gefühle, Deine Suche und Deine Erleuchtung.

Jesus Christus ist mein Erlöser und Freund, Gott ist mein Herr und Vater und der Geist mein Begleiter. Um die dreht es sich und nicht darum, was ich meine fühlen, erreichen und erleuchtet sein zu müssen.

Jesus ist bestimmt nicht am Kreuz gestorben, damit ich mich hier in meiner Suche nach Erleuchtung einrichte, sondern damit ich ein Leben in Fülle habe, dass Jesus widerspiegelt und andere zu ihm führt. Ich gebe zu, dass mir das nicht immer gelingt, aber wenn man sich nur mit sich selbst beschäftigt gelingt einem das noch weniger. 

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@studierzimmer 

hallo,

ja da hast voll recht. Aber am Ende kommt es auf die Liebe an. Liebe dich ich von Gott

empfange, mit der ich mich annehme, und Liebe die ich weiter gebe.

Wenn ich liebe spiegle ich Gottes Wesen wieder. Und da gilt es, das ich so gut

ich kann, dem Vorbild von Christus Jesus folge. Je mehr ich begreife, und ergreife,

das ich als Kind Gottes unendlich geliebt bin, desto mehr werde ich befähigt mich

selbst und andere Menschen zu lieben.

What would Jesus do........was würde Christus jetzt tun, an meiner Stelle....

Und da gilt es auch einmal ein klares "NEIN"  zu sagen !

Auch mich versöhnen mit Menschen die mich nicht mögen, oder die ich nicht mag....

Um Liebe, Vergebung,  Versöhnung durch mich fließen zu lassen, muss ich schauen,

immer wieder an der Quelle von Gottes Liebe angeschlossen zu sein.

Und Christus kann uns da helfen und verstehen, mit uns leiden....

Denn auch ER musste als Mensch mit Versuchungen kämpfen...

Am liebsten wäre mir die Allversöhnung......ohne ein Gericht Gottes.

Doch Sein Wort sagt, das es am Ende ein Gericht gibt. 

Da brauche ich als mehr gefühlsmäßiger Mensch, Menschen, wie meine liebe

Frau, die mir das sagen.

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
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Beiträge : 30188

noch was vergessen. Christus war der ausgeglichenste Mensch der je über unsere

Erde lief. Und da kann ich nur immer wieder lernen............................

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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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@martha 

Meine Behauptung: ohne Mystik kommt der christl Glauben nicht aus.

Doch ich denke, der Glaube kommt durch aus ohne Mystik aus - zumindest der christliche. Dass es Menschen gibt, die scheinbar ohne Mystik nicht auskommen, weil sie es irgendwie brauchen, selbst etwas tun zu können um der Transzendenz näher zu kommen, zeigt sich darin, dass es Mystiker in so ziemlich allen Religionen gibt.

Zu viel Unerklärbares. Die Frage ist, wieviel Gewicht wir ihr beimessen.

Wenn alles erklärbar wäre, bräuchte es keinen Glauben. Glauben heißt darauf vertrauen, dass etwas wahr ist ohne es beweisen zu können. Das etwas Unerklärbar ist und man das anerkennt, macht den Glauben aus und unterscheidet ihn essenziell von den Naturwissenschaften.

Jesus war mit 3  Jüngern auf dem Berg der Verklärung. Es war ihm offenbar wichtig, diese andere Welt mit den ausgesuchten Jüngern zu teilen.

Aber wir sollten keine Hütten bauen da, wie Petrus das gern gehabt hätte. Sondern wieder hinunter ins Tal gehen zu den anderen und den Dingen des Tages, der Welt.

Und weißt du worin zwischen den Jüngern dieser Erzählung und einem Mystiker der Unterschied ist? Die Jünger haben diese Erfahung nicht gesucht und von sich aus darauf hingearbeitet, der Mystiker tut das aber schon. Die Jünger haben nicht versucht diese Erfahrung zu wiederholen, der Mystiker sucht diese Erfahrung immer wieder.

Innerlich gestärkt, weil wir etwas geschaut haben, das anderen verborgen ist. Ein Geheimnis.

Und spätstens hier muss man aufpassen, dass man nicht den schmalen Grad zur Gnosis übertritt...

channuschka antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@channuschka 

Die Jünger haben diese Erfahung nicht gesucht und von sich aus darauf hingearbeitet, der Mystiker tut das aber schon.

Tut das der Mystiker? 

Maria, z.B., hat - wenn man der Erzählung Glauben schenkt - nicht auf ihre Schwangerschaft hingearbeitet. Sie war bereit, zu empfangen. 

(Oh magnum Mysterium...)

"Hinarbeiten" tut m.E. der Magier. Er bindet die Kräfte u arbeitet mit ihnen nach seinem Willen. 

Der Mystiker steht staunend vorm Geheimnis u öffnet sein Herz.

Und spätestens hier muss man aufpassen, dass man nicht den schmalen Grad zur Gnosis übertritt...

Paulus hat als Kind seiner Zeit sich der Gnosis [mögl. Übersetzung: Wissen um göttl Geheimnisse, das einer Elite vorbehalten ist] bedient, um die Griechen für den christl Glauben empfänglich zu machen:

"Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung" (1. Kor.2,7).

Er knüpft bei ihrer Sehnsucht  nach Weisheit an und möchte ihnen zeigen, dass am Kreuz die wahre Weisheit Gottes erschienen ist.  Wer auf das Kreuz schaut, wird weise. Er weiß mehr...

[Paulus selbst hatte mit seiner Jesus-Erscheinung ja auch ein mystisches Erlebnis.]

 

martha antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@martha 

Die Jünger haben diese Erfahung nicht gesucht und von sich aus darauf hingearbeitet, der Mystiker tut das aber schon.

Tut das der Mystiker? 

Meines Erachtens schon. Schließlich ist das Ziel eines Mystikers die Grenzen zum Transzendenten zu überschreiten. Ob im Gebet oder Meditation oder sonst wie. Er hat das Ziel und tut etwas dafür.

Maria, z.B., hat - wenn man der Erzählung Glauben schenkt - nicht auf ihre Schwangerschaft hingearbeitet. Sie war bereit, zu empfangen.

Nicht alles, was ein Wunder ist, fällt unter Mystik.

Paulus hat als Kind seiner Zeit sich der Gnosis [mögl. Übersetzung: Wissen um göttl Geheimnisse, das einer Elite vorbehalten ist] bedient, um die Griechen für den christl Glauben empfänglich zu machen:

Äh - Nein. Die Gnosis ist eine philosophische Schule, die auf Plato zurück geht und sich in der Bibel, wenn dann in den johanneischen Schriften wiederfindet aber nicht bei Paulus. Klar, du kannst auch einfach den Begriff übersetzten und das als Bedeutung nehmen, redest dann aber an mir und den meisten, die den Begriff nutzen vorbei.

"Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung" (1. Kor.2,7).

Er knüpft bei ihrer Sehnsucht  nach Weisheit an und möchte ihnen zeigen, dass am Kreuz die wahre Weisheit Gottes erschienen ist.  Wer auf das Kreuz schaut, wird weise. Er weiß mehr...

Also, außer dass Paulus an jüdisches Wissen anknüpft und nicht so sehr an griechisches (sein wichtigster Lehrer war Gamaliel) und daher Weisheit sehr wahrscheinlich eine andere Bedeutung hat als im wir es aus der griechischen Philosophie gewohnt sind - ist das eine typische Art, wie man die Bibel mystisch auslegen kann, weil sie sich sehr an Worten festhält, die einem selbst wichtig sind und dabei etwas den historischen Kontext und auch das Kontextuale vergisst.

[Paulus selbst hatte mit seiner Jesus-Erscheinung ja auch ein mystisches Erlebnis.]

Kann man so deuten, allerdings lese ich Paulus eigene Deutung des ganzen eher so, dass er es nicht als etwas mystisches im Sinne der Mystiker verstand, sondern bei ihm steht das Eindringen Gottes in sein Leben im Vodergrund und nicht, dass er in die Transzendenz vorgedrungen sei.

 

channuschka antworten
Martha
 Martha
(@martha)
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Beiträge : 1518

@channuschka 

Die Gnosis ist eine philosophische Schule, die auf Plato zurück geht und sich in der Bibel, wenn dann in den johanneischen Schriften wiederfindet aber nicht bei Paulus. 

Seit dem Messina-Kolloquium von 1966 unterscheidet man Gnosis, wie ich es oben als mögl Übersetzung geschrieben habe, vom Gnostizismus (= dualist. System, das von einer dualistischen Sicht der Welt ausgeht und um den Mythos vom himmlischen Erlöser kreist. Der gnost. Erlöser bahnt sich einen Weg durch die Planetensphäre, um das narkotisierte Selbst des Menschen aufzuwecken, vgl. Lexikon für Theologie und Kirche, Gnosis 803 f.)

Ich behaupte nicht, dass Paulus ein Gnostiker war. Er knüpft aber mit seinen Gedanken bei der Sehnsucht der Gnostiker an. Er ist dem Grieche ein Grieche.

Zu seiner Zeit gab es bei den Griechen Mysterienkulte aus dem eigenen Land, Kleinasien, Ägypten u Persien. Die darin gemachten Erfahrungen wurden geheim gehalten und förderten elitäres Bewusstsein. 

Vllt meinst du das, wenn du schreibst, der Mystiker will Erfahrungen machen. 

Das ist aber nicht das, was ich unter Mystik verstehe, wenn ich über Mystik in Bezug auf den christl Glauben schreibe.

(Wobei....wenn ich an meine Jugend im charismat. Ambiente und "das Erlangen der Geistesgaben" zurückdenke, dann kann man schon an Einweihung und Elite-Wissen erinnert werden. Wenn wir mal alle ganz ehrlich sind. Das Thema hatte Paulus ja dann auch mit den Korinthern...) 

Wenn Paulus an die Römer 5,5 schreibt "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist", dann ist das für mich Mystik.

Das liest sich nach Erfahrung, nach Selbsterfahrung, dass in mir etwas sprudelt, etwas heiliges, das von Gott selbst kommt. 

martha antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@martha 

Seit dem Messina-Kolloquium von 1966 unterscheidet man Gnosis, wie ich es oben als mögl Übersetzung geschrieben habe, vom Gnostizismus (= dualist. System, das von einer dualistischen Sicht der Welt ausgeht und um den Mythos vom himmlischen Erlöser kreist. Der gnost. Erlöser bahnt sich einen Weg durch die Planetensphäre, um das narkotisierte Selbst des Menschen aufzuwecken, vgl. Lexikon für Theologie und Kirche, Gnosis 803 f.)

Diese Unterscheidung ist mir in meinen 18 Semestern Theologiestudium an drei Fakultäten (Examen 2016) nicht mehr untergekommen und auch die RGG4 (2000) kennt keine Unterscheidung zwischen Gnosis und Gnostizismus mehr. Das ist ein Beitrag. Und wenn es nicht mit G. abgekürzt ist Gnosis der begriff der genutz wird.

Und nein, ich verwechsle nicht Gnosis, Mystik und Mysterienkulte.

Zu Gnosis und Paulus (RGG4 Bd 3 F-H: Gnosis/Gnostizismus II.Christentum c) Gnosis und Paulus; S. 1047) steht da übrigens:

[...]Für Bultmann transformiert Paulus bereits im Röm gnost. Mytologumena [...]. Nach Ansicht anderer Interpreten argumentiert Paulus in 1. Kor gegen die Gnostiker [...]. Gelegentlich sind auch einzelne Stichworte in anderen Paulusbriefen [...] mit der G. verbunden worden, während heute bessere Kenntnisse v.a. aus der jüd.-hell. Theol. und einer allg. Orientierung der Christen in den pln. Gemeinden an ihrer rel. und philos. Umwelt. Auch die Gegner anderer Briefe wurden der G. zugeordnet [...]. Heute konstantiert man bei den Gegnern des Paulus allenfalls eine erkenntnisorientierte Haltung, die diese Kreise später für gnost. Systeme aufgeschlossen hätte machen können. Damit ist unbestritten, daß einzelne Motive aus dem Denken der Gegner des Paulus und des Apostel selbst später in gnost. Systemen auftreten: Die Gabe der G. ist bes. Menschen geschenkt.

Darüber hinaus, wir eine gnostische Lehrer/Schule heute frühestens Anfang des 2.Jh n.Chr. angesetzt, was unsere Diskussion hier dann auch wieder überflüssig macht, weil damit eh wenn überhaupt nur vor- oder früh-gnostische Gedanken sich irgendwo in der Bibel finden. Außer man setzt die Entsehung der Gnosis sehr früh und das Johanesevangelium sehr spät an, dann kann man vielleicht etwas von der Gnosis drin finden.

Bei Paulus sehe ich aber tatsächlich weder gostische noch mythologische Gedanken. Für mich ist das, der Versuch sein eigenes Bild in den Schriften der Bibel wiederzufinden.

Ich mein, irgendwo machen wir das alle und ich verurteile es daher nicht. Ich denke bloß, dass es nicht die Intention des Paulus war, das so zu deuten.

 

channuschka antworten
Martha
 Martha
(@martha)
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@channuschka 

Danke für deine theolog. Ausführungen zum Thema Gnosis/Gnostizismus.

Im Thread geht es ja eig um Mystik.

Vllt können wir zum Thema Mystik den Wikipedia-Artikel einfach mal so stehen lassen, wie er sich unter der Teilüberschrift "Christl Mystik" liest?

"Die mystische Auslegung der Heiligen Schrift zielt auf die Erkenntnis der Gotteswirklichkeit.

Große Bedeutung für mystische Texte haben biblische Metaphern wie die Reinheit des Herzens in der Seligpreisung der Bergpredigt (Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen, Mt 5,8) oder das Einwohnen Gottes bzw. Christi im Herzen (Eph 3,17; Gal 2,20; Joh 14,15–23).

Solche Metaphern finden sich sowohl bei östlichen wie bei den westlichen Kirchenvätern[6] wie auch in späteren Texten der Mystik. Das „Gott schauen“ (vgl. auch Pfingstwunder, Taufe im Heiligen Geist, Bekehrungserlebnis des Paulus) noch zu Lebzeiten kann als das klassische mystische Erlebnis schlechthin angesehen werden."

 

martha antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@martha 

Eigentlich sollte es hier um Pfingsten gehen wenn mich nicht alles täuscht.

Und ich bleibe trotz des Wikipedisartikels bei meiner Meinung, dass die es da einen Unterschied gibt und das Erlebnis des Paulus von ihm nicht mystisch verstanden wurde und ich es auch nicht so verstehe.

channuschka antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
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@channuschka 

"RGG4 (2000) kennt keine Unterscheidung zwischen Gnosis und Gnostizismus mehr. Das ist ein Beitrag."

Das ist auch im völlig veralteten RGG3 (Bd. 2, 1958), das der ebenso veraltete Moderator dieses Threads benutzt, bereits nur ein Beitrag. Mag es beliebig viele sonstige Unterschiede geben, aber DAS ist nicht neu in RGG4.

 

frosch80-mod antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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@frosch80-mod 

Ändert nicht daran, dass da nichts unterschieden wird, wie Martha geschrieben hatte.

Und zumindest in der Teil aus dem ich zitiert hab, sollte überarbeitet bzw. neu geschrieben worden sein. Als Autor ist nämlich Christoph Markschies angegeben und der war 58 noch sehr jung, wenn überhaupt schon da.

channuschka antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1459

@channuschka 

"Ändert nicht daran, dass da nichts unterschieden wird, wie Martha geschrieben hatte."

Das hatte ich ja auch nicht nur nicht bestritten, sondern vielmehr durch meinen Hinweis darauf, dass es bereits in RGG3 nur EINEN Beitrag zu Gnosis und Gnostizismus gegeben hat, deutlich gemacht, dass das, was du in puncto RGG4 sagtest, eben auch schon auf RGG3 zutraf. Dein "RGG4 kennt keine Unterscheidung [...] mehr" kann einen vermuten lassen, dass dies in RGG3 anders sei, was es aber, soweit ich das überblicke, nicht ist.

Den Beitrag in RGG3 hat übrigens der hier verfasst:

https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Kretschmar

Und Markschiess ist Jahrgang 1962 und in der Tat völlig unschuldig an RGG3.

 

frosch80-mod antworten
Channuschka
(@channuschka)
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@frosch80-mod 

Das hatte ich ja auch nicht nur nicht bestritten, sondern vielmehr durch meinen Hinweis darauf, dass es bereits in RGG3 nur EINEN Beitrag zu Gnosis und Gnostizismus gegeben hat, deutlich gemacht, dass das, was du in puncto RGG4 sagtest, eben auch schon auf RGG3 zutraf.

Da RGG3 aber vor 1966 war und Martha schrieb:

Seit dem Messina-Kolloquium von 1966 unterscheidet man Gnosis, wie ich es oben als mögl Übersetzung geschrieben habe, vom Gnostizismus [...]

ist das eigentlich kein Argument, dass RGG3 es schon war wie in RGG4.

Höchstens dafür, dass die Theologie Moden unterliegt und sich Forschung und Wissenschaft immer wieder weiterentwickelt und ändert. Hat man doch viele neue Texte gefunden und ausgewertet in den letzten 60 Jahren.

channuschka antworten
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@channuschka 

liebe Channuschka,

natürlich kann der Glaube ganz nüchtern gelebt werden, ohne Mystik, Gefühle, Musik.........

Aber mir wurde bewusst, Glaube ist nicht nur eine Sache des Kopfes. Noch weniger kann

er ausschließlich auf Gefühlen gründen. Vielmehr meine ich, hat das Evangelium den ganzen

Menschen im Blick. Das Gott unseren Kopf, Bauch und Herz, Verstand und Gefühle,

zu einer neuen erlösten Einheit zusammen schließen möchte.

Mir hilft es zu lesen, das auch Christus ganz menschlich geweint hat.

Wie schon geschrieben, bewundere ich die Ausgeglichenheit von Christus.

Meinen Glauben versuchen ganzheitlich zu leben.

Versöhnend meinen Glauben zu leben, Suche nach Gott, Selbstfindung, konsequente Nachfolge,

und dann auch wieder mein weltbezogen zu leben. Mir etwas leisten, nicht nur sparen,

usw.

Aber als Mensch bin ich auch geprägt. Das geht im Glauben, und das geht gar nicht....

Deshalb gibt es auch so viele unterschiedliche Meinungen über den christlichen Glauben,

so viele unterschiedliche Kirchen und Gemeinden.

 

 

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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@hundemann 

Ich glaube, du hast nicht ganz verstanden, was Mystik ist. Es geht dabei nicht um Gefühle oder darum Gott zu spüren. Das ist nicht das, was Mystik von anderen Arten seinen Glauben zu leben unterscheidet. Es geht dabei nicht um "Ganzheitlichkeit" oder "Kopfausschalten". Viele Mystiker waren durchaus auch sehr gute Philosophen und Theologen, die ihren Verstand genutzt und geschätzt haben.

Ich glaube, die Geschichte mit der Verklärung auf dem Berg kommt einer mystischen Erfahrung nahe. Oder was Mose erlebte als er auf dem Berg Sinai war. Es ist nicht die Gottesbegegnung im "herkömmlichen Sinne", wie bei den Emmaus Jüngern, denen es leicht wurde ums Herz. Es geht um Erfahrungen mit dem Transzendenten, wenn man menschliche Begriffe nutzen möchte viel öfter um Licht, Feuer, Energie. Ein stückweit um eine Vorstellung von Gott, die sich ganz in einer Art transzendenter Energie findet.

channuschka antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@channuschka 

liebe Channuschka,

für mich ist Mystik die unmittelbare Gegenwart Gottes. Das ER ganz persönlich zu

mir redet, und ich Ihn hören kann. Gott als liebenden und persönlichen Gott begegnen. 

Wie "Franz von Assisi" , die Kirche nicht nur als ein Gebäude sehen, sondern die Kirche

als Gemeinschaft der Gläubigen.

Ganz revolutionär wandte sich der ehemals reiche Franz von Assisi von allem Reichtum ab.

Und das in einer Zeit, wo es galt, sehr reich zu sein.

Wo Menschen sich bekriegten, die ganzen Beziehungskriege, trat er mit seiner einfältigen

Haltung der Liebe dazwischen, warb um Frieden und Liebe.

Dann gibt es Menschen, die für alles Übersinnliche ein Gespür haben.

Für mich auch Mystiker. Wo du mit den Heiligen der Bibel verschmelzt.

Das kenne ich auch aus meinem eigenen Leben. Da hast du einen enormen Anspruch

an dich selbst und andere Menschen, und wirst schnell enttäuscht.

Dann wende ich mich von der Gemeinde ab, versuche meinen Glauben außerhalb von

Kirche oder Gemeinde zu leben.

Die Gefahr ist, das du dir da besser vorkommst als andere Christen.

Oder noch schlimmer, Du wirst gefangen in deinem eigenen Denken.

Wirst zum "Hellseher, besonderen Propheten, Traumdeuter usw-"

Und du lässt dir dann nichts mehr sagen.......

Das finde ich dann persönlich gefährlich. 

Die Grenze zu finden. 

Und dann vermischt du alle Religionen zusammen. .........

wie hier Nils.

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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@hundemann 

Ich verstehe, was du meinst, finde es aber hier in der Diskussion, wo der Begriff mit einer Definition verbunden ist, die mit der deinen nicht übereinstimmt und das auch geäußert wurde, nicht so sonderlich hilfreich, weil man dabei nur aneinander vorbei redet.

channuschka antworten
Murphyline
Beiträge : 1894
Veröffentlicht von: @neubaugoere

erklärst du mir bitte "Sakramente"?

"Kommt zum Wort ein Element, wird daraus ein Sakrament" (Wobei Element ein sichtbares Zeichen ist)

Bei den Protestanten gibt es drei Sakramente: Taufe, Abendmahl und Beichte. Jetzt schreien alle Nein, es gibt nur zwei, aber Luther sah die Beichte noch als Sakrament an.

Katholiken kennen dazu noch Krankensalbung, Priesterweihe, Firmung (Empfang des heiligen Geistes), Eheschließung, bei der sich die Eheleute gegenseitig das Sakrament spenden.

Hier einige Bibelstellen dazu:

Taufe mit Wasser

Johannes 3,5: „Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“

Titus 3,5: „ hat er (nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit) uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,

Epheser 5, 26: „auf daß er sie heilige, nachdem er sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort;“

Abendmahl mit Brot und Wein

Johannes 6,54-55 : „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage. Denn mein Fleisch ist wahrhaftige Speise, und mein Blut ist wahrhaftiger Trank.“

Lukas 22, 19 -20: Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 20Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!

Krankensalbung mit Öl (Mk 6,13)

Mk 6,13:  Sie befreiten Menschen, die von bösen Geistern beherrscht waren, salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Jakobusbrief (5, 14) Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. 

Handauflegung bei der Firmung oder der Weihe

Apg. 8,17: Als ihnen die Apostel nach dem Gebet die Hände auflegten, empfingen sie den Heiligen Geist.

2. Timotheus 1,6 „Aus diesem Grunde erinnere ich dich daran, die Gabe Gottes anzufachen, die durch Auflegung meiner Hände in dir ist;“

Sakrament Buße (Beichte) Zuspruch der Vergebung

Johannes 20,23: „Welchen ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

Jakobus 5,15: „Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden.“

 

 

murphyline antworten
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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@murphyline 

Nein, es gibt nur zwei, aber Luther sah die Beichte noch als Sakrament an.

Luther hätte die Beichte gerne als Sakrament beibehalten, hat es aber verwerfen müssen, weil der Beichte eines von drei! (biblisch begründbar, Element, Wort Jesu) fehlt.

Deshalb kann man zur Beichte auch nicht wirklich "verpflichten" - und deshalb hat Luther ja auch sehr böse reagiert, als er feststellen musste, dass die Menschen nicht freiwillig zu Beichte gehen. Schimpfen konnte Luther.

Allerdings kennt glaub, die lutherische Orthodoxie die Beichte als Sakrament, wenn mich nicht alles täuscht.

channuschka antworten


Murphyline
Beiträge : 1894
Veröffentlicht von: @channuschka

Allerdings kennt glaub, die lutherische Orthodoxie die Beichte als Sakrament, wenn mich nicht alles täuscht.

Ich sach nur: Confessio Augustana (Augsburger Bekenntnis) Artikel 11 !

Artikel 11: Von der Beichte

Von der Beichte wird so gelehrt, daß man in der Kirche die private Absolution oder Lossprechung beibehalten und nicht wegfallen lassen soll, obwohl es in der Beichte nicht nötig ist, alle Missetaten und Sünden aufzuzählen, weil das doch nicht möglich ist: "Wer kennt seine Missetat?" (Ps 19, 13).

für Lutheraner, egal ob altkirchlich oder modern noch immer verbindlich. Die EKD zählt die Beichte nur deswegen nicht zu den Sakramenten, weil sie Lutheraner und Reformierte vertritt und die Reformierten lehnen Beichte ab.

murphyline antworten
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Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@murphyline 

Wir sind hier gerade sehr OT 😎

Aber ich möchte hier noch zwei Texte bringen, warum ich bei meiner Meinung bleibe (Mist, ich prokrastiniere mal wieder)

a) aus dem "Studienbuch Beichte" von Peter Zimmerling S.29

"Luther schwankte lange, ob die Beichte zu den Sakramenten zu zählen ist oder nicht. Schließlich entschloss er sich, es nicht zu tun, weil ihr - zwar von Jesus eingesetzt - ein sichtbares Zeichen fehlt, wie es bei der Taufe im Wasser und beim Abendmahl in brot und Wein vorliegt."

b) RRG 4 A-B, S. 1223 Beichte III.Dogmatisch 3.

[...] Die B. wurde von Luther (z.B. WA6, 546) und den anderen luth. Reformatoren wie Melanchton (CR 21, 894) sehr hoch bewertet. Während des 16. Jh. wurden unterschiedliche Auffassungen für (Melanchthon, Apologie 13, 4) und gegen (M.->Chemnitz, Examen, P.2 Locus VII, 1, 4) die Beichte als Sakrament vertreten. Während das fehlen eines von Gott eingesetzten äußeren Zeichens ausschlaggebend dafür war, daß die meisten sie nicht als Sakrament bezeichneten, unterstrich ihre Behandlung in den Katechismen und in CA 11 und 12 ihre Bedeutung. [...]

Beichte als Teil der Seelsorge war eines meiner Examensthemen. Übrigens war auch Calvin ein Fan der Beichte.

In der lutherischen Kirche wurde die Beichte dann im 17. und 18. Jahrhundert unter dem Deckmantel des Katechismusverhör vor dem Abendmahl verbindlich eingeführt. Denn schon Luther hat 1529 gemerkt, dass die Freiheit nicht beichten zu müssen "ausgenutzt" wurde und meinte dazu ( in "Eine kurze Vermahnung zur Beichte")

"Aber solch Säue (habe ich gesagt) sollten nicht bei dem Evangelium seinnoch etwas davon haben, sondern unter dem Papst bleiben und sich antreiben und plagen lassen, daß sie beichten und fasten müssen usw., mehr als je vorher."

In seiner Nachfolge hat man das ohne den Papst geschafft. Und ohne die Taten der Buße, dafür mit nem kleinen Geldbetrag für den Lohn des Pfarrers (hieß glaub Altarpfennig).

Also, für Lutheraner ist/war die Beichte wohl ein Sakrament für Luther (zu seinem Leidwesen) nicht. Aber hochgeschätzt und den Sakramenten gleichgestellt.

Und wie es die Mystiker mit der Beichte hielten? Keine Ahnung. Von Hildegard weiß ich, dass es ihr Beichtvater war, der ihre Visionen aufgeschrieben hat.

 

channuschka antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1894

@channuschka auch wenn es OT ist, ist die Beichte ein spannendes Thema, mit dem du dich wissenschaftlich auseinandergesetzt hast. In der lutherischen Kirche gibt es eine Agende (Gottesdienstordnung) für die Beichte ( https://www.eva-leipzig.de/product_info.php?info=p4466_Agende-Band-III--Die-Amtshandlungen--Teil-3--Die-Beichte.html)

Ich erinnere mich Anfang der 80ger Jahre an eine sehr konservative, landeskirchliche, lutherische Gemeinde, bei der man um 9.45 Uhr zur allgemeinen Beichte in den Gottesdienst ging, um 10 Uhr begann der Wortgottesdienst, zu dem man auch erst um 10 Uhr kommen konnte. Im Anschluss an den Wortgottesdienst kam das Abendmahl, zu dem nur die Leute zugelassen waren, die um 9.45 an der allgemeinen Beichte teilgenommen hatten.

und wie kamen wir darauf?

neubaugoere : Ich bin im "Kirchenjargon" nicht so firm, erklärst du mir bitte "Sakramente"? Finde ich diese in der Schrift? Habe versucht ihr zu antworten.

murphyline antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@murphyline 

auch wenn es OT ist, ist die Beichte ein spannendes Thema, mit dem du dich wissenschaftlich auseinandergesetzt hast. In der lutherischen Kirche gibt es eine Agende (Gottesdienstordnung) für die Beichte ( https://www.eva-leipzig.de/product_info.php?info=p4466_Agende-Band-III--Die-Amtshandlungen--Teil-3--Die-Beichte.html)

Ich finde, die Beichte ist ein sehr vernachlässigtes Thema. Ich bin da im Studium mehr durch Zufall drauf gestoßen, weil eben Prof. Zimmerling ein Seminar zu gehalten hat (weil er gerade sein Studienbuch Beichte veröffentlicht hatte und nach dem Seminar dann ein Buch über die Beichte). Aber mich haben die Texte überzeugt und auch die eigene Erfahrung damit. Ich bin da ganz bei Luther, dass die Beichte ein großes Geschenk ist.

Ich erinnere mich Anfang der 80ger Jahre an eine sehr konservative, landeskirchliche, lutherische Gemeinde, bei der man um 9.45 Uhr zur allgemeinen Beichte in den Gottesdienst ging, um 10 Uhr begann der Wortgottesdienst, zu dem man auch erst um 10 Uhr kommen konnte. Im Anschluss an den Wortgottesdienst kam das Abendmahl, zu dem nur die Leute zugelassen waren, die um 9.45 an der allgemeinen Beichte teilgenommen hatten.

Ich wüsste ja gerne was Luther dazu gesagt hätte. Ich weiß nicht, ob es an einer Agendenänderung liegt (irgendwo in meinem Hinterkopf ist da was, dass es in den Neunzigern mal was in die Richtung gab, aber nichts genaues mehr), aber ich kenne das allgemeine Schuldbekenntnis ("Wir bekennen/Ich bekenne, dass ich gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken; dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe..." - "Eure/Deine Schuld ist dir vergeben") als Teil der Abendmahlsliturgie in lutherischen Kirchen. Ich finde das immer sehr "schön". Mir fehlt das hier in meiner unierten Heimatkirche.

und wie kamen wir darauf?

neubaugoere : Ich bin im "Kirchenjargon" nicht so firm, erklärst du mir bitte "Sakramente"? Finde ich diese in der Schrift? Habe versucht ihr zu antworten.

Und ganz wie es sich für "authentisch Christsein" gehört, haben wir uns dann über eine theologische Spitzfindigkeit "gestritten" 🙂 Damit auch jeder weiß, wo sich die Theologen nicht einig sind. Hätte ich mich nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt, wäre ich vermutlich nicht darauf angesprungen, weil eigentlich stimmt deine Definition von Sakramenten ja.

Nur eben die Beichte. Aber vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen. Rein theoretisch ist es bei jedem evangelischen Pfarrer*in möglich um ein Beichtgespräch zu bitten. Ich bin mir nur nicht sicher, ob man da nicht manch einen Pfarrer*in überfordert.

channuschka antworten
Jack-Black
Beiträge : 6191

@nils Was bedeuten Pfingstgen für euch?

 

Ich hab kein Pfingst-Gen. 🙂

jack-black antworten
1 Antwort
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@jack-black 

😀 😀 hatte ich gar nicht registriert 😀 👍 

neubaugoere antworten


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