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Wissen was gut ist. Richtig leben.

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Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 858

Wie etwas zu sein hat ... Bisher dachte ich oft, das ist halt so ein Familienthema. Eben fällt mir auf, dass ist grundsätzlich ein Gruppending und damit auch ein Gemeindethema.

Meine Fragen an euch:
- Geht euch das auch so, dass ihr bewusst oder unbewusst, etwas macht oder so lebt, weil das "alle" (in eurem Kreis) so machen?
- Wann fällt es euch schwer / leicht, der eignen Linie zu folgen, wenn sie "anders" ist?
- Ist euch grundsätzlich bewusst, aus welchen Beweggründen ihr euch wie verhaltet?
- Wann hat etwas davon mit Gott zu tun? Wie oft aber wird Gott dafür vorgeschoben?

Auf einen entspannten Austausch!
Seidenlaubenvogel

Antwort
12 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

liebe Seidenlaubenvogel,

selbst versuche ich immer wieder, meiner eigenen Lebenswahrheit ins Auge zu sehen. Versuchen, mein ganz persönliches Leben im Licht Gottes zu sehen. Zu wissen, ich bin einzigartig von GOTT gemacht, wertvoll, mit allen meinen guten Gaben, aber auch mit meinen nicht so guten Dingen an mir................................................................

Und mir immer wieder bewusst zu machen, jeder Mensch ist wertgeschätzt und von Gott geliebt. Und jeder Mensch darf anders sein, seine Andersartigkeit auch leben. Und wir müssen uns nicht vergleichen, nicht neidisch werden. Auch müssen wir niemanden kopieren.

Wir dürfen voneinander und miteinander lernen.

Als ein Mensch, der auch Depressionen in seinem Leben kennt weiß ich, wie schnell man auch in christlichen Kreisen abseits stehen kann.

Die andere Gefahr ist heuchlerisch zu werden, zu angepasst. Wenn wir versuchen aus einem Minderwertigkeitsgefühl heraus, uns anzupassen, es allen Menschen recht zu machen, im Gleischschritt gehen.

Jesus war da so ganz anders. ER hat auf GOTT seinen guten Vater im Himmel gehört, und das getan, was ER von ihm wollte. Auch wenn es viele Menschen nicht verstanden haben.

Soeben habe ich zum Beispiel ein Buch von Manfred Grabe über Homosexualität gelesen. Da wurde mir klar, das ich diese Menschen nicht ablehnen darf.

Weil ich es aus meinem eigenen Leben kenne, wie es ist, abgelehnt zu werden, wegen meiner Depression.

Das heißt jetzt nicht, das wir über alles streiten müssen. Sondern das wir unsere Andersartigkeit gegenseitig wert schätzen können.

Wenn das Menschen, die noch nicht glauben, an uns Liebe und Wertschätzung erkennen............dann würde sie der Glaube an Christus GOTT vielleicht mehr interessieren. Wir Menschen hungern heute nach Wertschätzung, Annahme und Liebe. Auch wenn wir es nicht immer zugeben könnnen.

liebe Grüße,

Frederick

Anonymous antworten


Stefantweeetys
Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

- Geht euch das auch so, dass ihr bewusst oder unbewusst, etwas macht oder so lebt, weil das "alle" (in eurem Kreis) so machen?

Hm, etwas mache ich so wie andere, aber meistens bin ich das schwarze Schaf. Wenn ich kann teste ich neue sachen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

- Wann fällt es euch schwer / leicht, der eigenen Linie zu folgen, wenn sie "anders" ist?

Naja, die meisten beschäftigen sich mit sich selbst, daher kann ich alles anders machen, fällt ja nicht wirklich auf 😀 Die eigene Line hat Grenzen, meine Familie ist mir wichtig, daher ist es nicht möglich immer der eigenen Linie zu folgen, denn dann lauft man alleine.

stefantweeetys antworten
Clay
Beiträge : 1322

Jesus hat für uns am Kreuz sein Leben gegeben, und wir haben, als wir uns für die Beziehung mit Ihm entschieden haben, versprochen, Ihm zu folgen, Ihm unser Leben zu geben.
Ich habe aber nach dieser Entscheidung genauso weitergelebt wie vorher, indem ich nach meinem Gutdünken mein Leben geplant und entsprechend gehandelt habe. Der Unterschied war lediglich, dass ich Ihn nun bat, das zu segnen, was ich geplant hatte und tat. Aber ist das, Jesus mein Leben geben? Gott hat einen wunderbaren Plan für unser Leben. Wir sollen nach seinem Willen leben: Wen will Er als Ehepartner für mich, welchen Beruf und welche Arbeitsstelle, usw.? Aber diese Entscheidungen traf ich, ohne Gott zu fragen.

Das ging so lange, bis Gott meine Nase auf Mat 6,33, stieß und ich begann zu begreifen, dass ich mit den verkehrten Dingen beschäftigt war, denn ich tat das, was Gott in meinem Leben tun wollte, und tat das nicht, was Gott wollte, dass ich tun sollte (vgl. Eph 2,10) . Ich kümmerte mich nicht um meine göttliche Berufung, sondern kümmerte mich um meine Bedürfnisse und Belange. Ich betete darum, dass Gott mir erfüllen sollte, was ich für mich für gut und richtig fand, aber nicht, um Gottes Willen auf die Erde zu bringen und sein Reich zu bauen. Als Gott mir das offenbarte, zeigte Er mir meine göttliche Berufung, in der ich heute lebe. Und ich habe erlebt, dass Er sich, wie versprochen, um meine Bedürfnisse kümmert.

Ein zweiter Punkt war, dass Gott mir zeigte, dass es einen Unterschied machen muss, wie ich denke, rede und handle. Wenn ich so denke, rede und handle wie die Menschen, die Gott (noch) nicht kennen, läuft was gehörig schief, denn ich soll denken, wie Gott denkt, reden wie Gott redet, und handeln, wie Gott handelt. Auch das veränderte mein Leben, denn ich lernte, nicht mehr Menschen zu vertrauen, sondern Gott, nicht meinen negativen Erfahrungen, sondern den Zusagen Gott, und Gott nicht auf meinen Verstand zu reduzieren, sondern sein übernatürliches Handeln zu erwarten und in meinen Alltag mit einzubeziehen.

Sind wir bereit, unser Leben loszulassen und in Gottes Hände zu legen?
Darf Gott unser Leben bestimmen?

LG.
Clay

clay antworten
3 Antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

grün
ich liebe diese Worte ❤

neubaugoere antworten
Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1322

Danke, sei gesegnet und bleib negativ😊

LG.
Clay

clay antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Du ebenso, wertvoller Bruder. 😊
Danke dir.

neubaugoere antworten


maggie.x
Beiträge : 1685

Das sind interessante Fragen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

- Geht euch das auch so, dass ihr bewusst oder unbewusst, etwas macht oder so lebt, weil das "alle" (in eurem Kreis) so machen?

Ich vermute, dass das auf den jeweiligen Lebensbereich ankommt. In manchen Bereichen passe ich mich wahrscheinlich intuitiv an, in anderen weniger.

In Bezug auf meine Kleidung/mein Empfinden von Schönheit gehöre ich z.B. in den Mainstream.

In andern Lebensbereichen stelle ich Dinge infrage und es macht mir auch Spass, das zu tun. .. Das ist eine Eigenschaft, die andere an mir schätzen: eine andere Sicht auf Dinge formulieren zu können, auch wenn ich damit in der Minderheit bin.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

- Wann fällt es euch schwer / leicht, der eignen Linie zu folgen, wenn sie "anders" ist?

Ob es schwer oder leicht ist, ist für mich - glaube ich - kein wirkliches Kriterium. ... Ich versuche zu unterscheiden, ob es eine "wichtige" Frage ist, und ob es sich darum "lohnt", die eigene Linie zu verfolgen. Und sie andern zu verdeutlichen. Wenn es mir "wichtig" scheint, dann versuche ich das; auch, wenn es schwer (aufwändig) ist.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

- Ist euch grundsätzlich bewusst, aus welchen Beweggründen ihr euch wie verhaltet?

Ich glaube schon, dass mir das mittelfristig deutlich wird. Aber nicht sofort, es braucht ein bisschen Zeit.

jeddie-x antworten
sa.br
Beiträge : 483

In den 80er Jahren war mein Leben geprägt davon, den richtigen Ehepartner für mein Leben zu finden.
Dafür habe ich auch zum Herrn gebetet - kann aber nicht sagen, dass er mir konkret dazu geantwortet hätte
(obwohl in anderen Situationen in meinem Leben ich Gottes Antwort, Hilfe und Heilung erlebt habe).
Was also die Partnersuche angeht, habe ich mich nach dem Kennenlernen schon auf die Symphatie, auf meine
Verliebtheit "verlassen". Es ist halt nach langjähriger Ehe - ein auf und ab - da mein Mann nicht vollständig sein
Leben Christus übergeben hat. Er ist traditioneller evangelischer Christ. Wir haben da schon öfters verschiedene
Ansichten. Und ich richte mich dann nach ihm. Soweit erstmal.

sa-br antworten
2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

liebe sa-br.

Lieben kann ich nur was ist. Echte Liebe gründet sich meiner Meinung nach in Wahrheit und in Ehrlichkeit-. Und liebt genau das. Nicht das was war, sondern, das was ist.. Nicht was vielleicht sein könnte. Oft hängen wir an unseren Traumbildern fest, auf die Traumfrau, den Traummann, das perfekte Kind.......und dann sind wir bis zum Ende unserer Tage glücklich und zufrieden...........

Unsere Realität sieht leider oft anders aus. Wir treffen auf Menschen, die unvollkommen sind, so wie auch ich unvollkommen bin.

Was mich an meinen Mitmenschen stört., sagt mehr über uns selbst aus, als über die anderen.

Selbst habe ich zum Beispiel Probleme mit Korinthenkackern, die jedes Wort, auch jedes Bibelwort auf die Waage legen, bei denen alle Details stimmen müssen.

Warum, weil es mich stresst, weil für mich Worte schon wichtig sind, aber wichtiger ist für mich, diese Worte so gut ich es kann auch zu leben. Weil ich kein guter Schüler war, und viel Reden auch nicht immer so mein Fall war.

Vielleicht hilft es dir, Dein Leben als Christin ganz einfach so zu leben.

Ohne zu viel zu diskutieren, ohne zu viele Worte zu machen.

Eine Tochter von mir ist nicht gläubig. Und was habe ich da schon geredet.....und es hilft nichts. Jetzt versuchen meine Frau und ich unser Christsein so natürlich wie möglich zu leben, ohne viele Worte zu machen.

Seither ist meine Beziehung zu meiner Tochter viel entspannter.

Mich selbst erst einmal annehmen, mit allem was mir wichtig ist, das kann jede Beziehung entlasten. Dies und jenes brauche ich, um mich echt sicher und wohl zu fühlen. Uns selbst ein großes Stück näherkommen. Mir hat einmal ein früherer Freund gesagt. "Liebe dich selbst, und es ist egal wen du heiratest. Und er hatte recht. Wenn ich von Gottes guter Liebe erfüllt sein darf, dann habe ich auch Liebe zu mir selbst, meiner lieben Frau usw................

An Dir liebe sa.br. darf dein Mann die Liebe Gottes erkennen. Aber ohne Zwang, ohne Druck, mit viel Vergebung und Versöhnung...

viele, liebe Grüße an dich,

Frederick

Anonymous antworten
sa.br
(@sa-br)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 483

Lieber Frederick,

herzlichen Dank für deine guten Ratschläge.
Da hast mit allem Recht. Wahrscheinlich habe ich nur in jungen Jahren zu viele Romane wie
z. B. Adels- oder Arztroman gelesen - und stellte mir das Leben immer so ideal vor.
Aber, es ist ja in Wirklichkeit so, dass ich davon schon seit langem gedanklich weg bin.
Trotzdem wählte ich ja meinen Ehemann aus - und meistens ist auch schon alles harmonisch
bei uns. Immerhin kennen wir uns nun schon seit Juni 1989....

Und:

An Dir liebe sa.br. darf dein Mann die Liebe Gottes erkennen. Aber ohne Zwang, ohne Druck, mit viel Vergebung und Versöhnung..

Ich denke und hoffe, dass es so auch schon ist. 😉

Lieben Gruß und ich wünsche schon mal: Frohe Ostern!

sa-br antworten


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