Zu viel Gesang im kirchlichen/christlichen Umfeld - wem geht es noch so?
Hallo zusammen,
und zwar fällt mir immer mehr auf, dass mich bei christlichen Veranstaltungen, Gottesdiensten, usw. zunehmend die starke Fixierung auf den gemeinsamen Gesang stört. Ich singe überhaupt nicht gerne & finde es schade, dass das einen so großen Teil des Gottesdienstes o.Ä. einnimmt.
Nicht, dass ich Musik an sich nicht mag, ganz im Gegenteil, aber oftmals denke ich mir, es würde eine leise klassische Musik, z.B. Klaviermusik im Gottesdienst als Hintergrundmusik vollkommen ausreichen - verbunden mit beispielsweise mehr Impulsen aus der Bibel, mehr Meditation, mehr gemeinsamer Austausch...
Ganz habe ich den Besuch von kirchlichen Veranstaltungen noch nicht aufgegeben, aber ich spüre mehr & mehr, dass mir das mehr Kraft zieht als gibt; ich finde es für mein Glaubensleben umso viel schöner & bereichernder, mich in eine leere Kirche zu setzen, dort die Stille zu genießen oder draußen zu meditieren.
Bitte diesen Thread nicht als Angriff sehen, an alle die, die gerne singen, für diejenigen freut mich das 🙂
Mich würde mal interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht.
Viele Grüße
So unterschiedlich sind die Geschmäcker 😀
Ich liebe es, mitzusingen, und ich liebe gerade die älteren, klassischen Kirchenlieder (und zwar die Klassiker (Lobe den Herren, So nimm denn meine Hände etc, und auch Modernere, die jetzt aber auch schon wieder einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Silberpfeil und so, Herr deine Liebe, usw.).
Ich bin in einer Gemeinde (ev., Landeskirche) mit einem Flügel, da wir kein "richtiges" Kirchengebäude haben.
Ich liebe unser Gemeindehaus, da im Winter muckelig warm, aber die Orgel vermisse ich oft sehr (wobei auch der Flügel wunderschön und auch sehr laut klingen kann).
Als ich als Kind mit Oma im Go-Di war, war die Kirche auch noch so voll, dass der Gesang zur Orgel gut klang.
Jetzt kennt gefühlt nur noch jeder Dritte die Lieder, und wenn nur eine Handvoll Leute drin sitzt, klingt der Gesang - egal ob zu Orgel oder Flügel - eher jämmerlich. Sehr schade 😥
Ich dagegen kann mit modernem Lobpreis absolut gar nichts anfangen. Ich habe genau eine Band, die ich mag (Casting Crowns), das höre ich aber eher nebenbei, so wie ich auch jede andere Musik höre.
Und der normale Lobpreis hat für mich immer den Anschein von Fernsehgarten Schlagerhitparade mit Seicht-Pop. (das meine ich nicht böse, aber so fühlt es sich für mich an - bitte nicht beleidigt fühlen!) Das sind dann für mich Gottesdienste, dich ich von vorneherein ausschließe aufgrund der Musik.
Hat halt jeder so seine Vorlieben. Aber ganz ohne Musik, das könnte ich mir nicht vorstellen 😊
Und der normale Lobpreis hat für mich immer den Anschein von Fernsehgarten Schlagerhitparade mit Seicht-Pop. (das meine ich nicht böse, aber so fühlt es sich für mich an - bitte nicht beleidigt fühlen!) Das sind dann für mich Gottesdienste, dich ich von vorneherein ausschließe aufgrund der Musik.
Ich charismatische Christin, die fast nur modernen Worship (sowohl englisch, als auch deutsch) hört, fühle ich mich keineswegs "beleidigt", aber ich möchte doch anmerken, dass es keinen "normalen" Worship gibt. Die Bandbreite ist wirklich riesig und es gibt inzwischen in nahezu jedem Genre auch Worship.
Ich liebe es, mitzusingen, und ich liebe gerade die älteren, klassischen Kirchenlieder (und zwar die Klassiker (Lobe den Herren, So nimm denn meine Hände etc, und auch Modernere, die jetzt aber auch schon wieder einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Silberpfeil und so, Herr deine Liebe, usw.).
Zum großen Teil sind diese alten Kirchenlieder aber kein Worship, sondern Evangeliumslieder, die geistliche Wahrheiten transportieren. Zur Reformationszeit gab es ja die erste Bibelübersetzung und die neue protestantische Kirche versuchte dann, das neu entdeckte Evangelium unter die Leute zu bringen und das ging am besten mit Musik.
"So nimm denn meine Hände" ist z.B. ein Bekenntnislied, aber kein Worship. "Ein feste Burg" ist eine Metapher auf Gottes Größe und Stärke, aber es ist kein Worship. Und auch "Herr, deine Liebe" ist kein Worship.
Worship dient der direkten Hinwendung und Anbetung Gottes und viele der Lieder, die man auch heutzutage im Modernen unter "Worship" bezeichnet, sind auch noch lange kein Worship, sondern irgendwas anderes.
Ich möchte damit nicht sagen, dass irgendwas von den christlichen Liedern, egal ob Choräle, die Feiert Jesus Lieder, Siegfrid Fietz oder Amy Grant, Casting Crowns, Hillsong oder Phil Wickham wichtiger oder unnötiger wäre als das andere. Alles hat seine Berechtigung. Ich finde es toll, mit welcher Vielfalt sich die Christen auf aller Welt seit Jahrhunderten aufmachen, um Gott mit der Musik zu ehren und ich möchte auf keins verzichten.
Aber wir müssen schon darauf achten, was wir da singen und zu welchem Zweck und vor allem bitte nicht in Schubladen packen.
Ich habe genau eine Band, die ich mag (Casting Crowns), das höre ich aber eher nebenbei, so wie ich auch jede andere Musik höre.
Sowas tut mir immer in der Seele weh, die Band hat ein Mandat zur Ermutigung von Christen und so tiefe und seelsorgerliche Text. Wenn man das nebenher einfach so hört ohne hinzuhören ist das in meinen Augen echt verschwendet.
@tristesse Im Endeffekt ist es mir egal, wie ein Lied oder Musikstück eingeteilt wird.
Es gibt alte Lieder, die mir gefallen und in einer etwas flotteren Gangart auch gut passen und neuere Lieder, die ich tatsächlich eher als 'Jesus-Pop' bezeichnen würde und alles mögliche dazwischen. Manches singt sich gut, anderes nicht so sehr.
Und irgendwo hab ich's schonmal geschrieben - ich komme noch aus der Zeit, in der Popmusik christianisiert wurde, indem sie mit einem frommen Text versehen wurde. Also auch nicht anders als schon zu Luthers Zeiten.
Immerhin waren Siegfried Fietz und Manfred Siebald auch mal modern und sind zwischenzeitlich Klassiker - bei den aktuellen Liedern sehe ich 'Ewigkeit' von der Outbreakband auch auf diesem Weg.
Im Endeffekt ist es mir egal, wie ein Lied oder Musikstück eingeteilt wird.
Das ist ja auch für dich voll okay, aber mir ist es eben als Leserin deines Beitrags nicht egal, dass man einfach alles in einen Topf wirft 😉
Und da dachte ich, ich geb mal einen kleinen Crashkurs in christlicher Musikgeschichte, vielleicht interessiert es ja auch andere hier.
Andere sagen, die Predigt dauert zu lange
Andere sagen, die Gebete werden heruntergeleiert und dauern zu lange
Dann, manch Aufforderungen nach Aufruf....Gib dein Leben neu Jesus.und anderes blablabla (Datenschutz ade)
Hachja, man kann es niemanden richtig machen.
So, etz hab ich auch bissl gemoosert 🤣
die Leitfrage bei der Musikauswahl in der Gemeinde lautet nicht nur, was gefällt mir, welchen
musikalischen Geschmack besitzt der Mensch neben mir, sondern was dient allen Menschen.
Soll es das Ziel sein, die Babys, Kinder......für den Gottesdienst zu begeistern, oder Oma und Opa.
Gottesdienst, Gott dienen, mir dienen, anderen Menschen dienen......mir selbst dienen lassen....
Dienen, ein uraltes Wort, aber finde ich wichtig. Nicht gleich herum meckern, wenn Musik gespielt
wird, die ich nicht mag, aber andere.
Das gilt für jede Beziehung.
Und die wo die Musik machen, soll es nicht um eine Selbstdarstellung gehen, sondern das sie
versuchen, liebevoll und weise, auf die unterschiedlichen Musikgeschmäcker eingehen.
Nicht nur auf Show machen, cool, wie die Stars der Musikszene..........
Zuhause kann ich meine eigene Musik spielen, hören....
gut Hund mag nicht alle Töne..........
Hallo Hundemann!
die Leitfrage bei der Musikauswahl in der Gemeinde lautet nicht nur, was gefällt mir, welchen
musikalischen Geschmack besitzt der Mensch neben mir, sondern was dient allen Menschen.
Und das genau ist in meinen Augen der falsche Ansatz. Bei der Musik in der Gemeinde geht es meiner Erkenntnis nach darum, in erster Linie Gott zu dienen. Er fordert uns auf, zu loben und anzubeten, die Leviten haben das damals im Tempel 24/7 gemacht und nirgendwo ist zu lesen, dass es da um das Gefallen der Menschen ging 😉
Des Weiteren kann man es nicht allen Recht machen und wird man nicht. Darum sollte der Fokus darauf liegen, was Gott Recht ist und was ihm gefällt. Und ich lobe ihn auch, wenn mir das Lied nicht gefällt oder "mich nicht abholt", wie manche es formulieren. Lobpreis ist nicht dazu da, um einen Menschen "abzuholen".
Leitziel sollte vielmehr sein, heraus zu finden, wie man am besten Gott loben und ihm allein dienen kann. Da ist die Musik nur ein Teil davon.
Dass es dann der Gemeinde auch gefällt und man sich dabei gut fühlt ist in meinen Augen ein Bonus, etwas dass Gott uns zu unserer Freude geschenkt hat. Ein Musikleiter, der nicht den Druck verspürt, es allen Recht machen zu müssen ist der ideale Leiter, weil es sich nicht von Menschen abhängig macht, sondern allein von Gott,
Danke, ja Gott dienen, anderen Menschen dienen.................
Gott sollte aber das Wichtigste sein.
Gott loben auch in der Sprache und mit der Musik unserer heutigen Zeit.
Nicht nur ausschließlich traditionelle Choral und Orgelmusik, sondern auch moderne
Musik. Für mich soll im Gottesdienst die Musik vorkommen, welche auch im Alltag
der Menschen vorkommt. Für mich sind das aber nicht nur Lobpreislieder,
sondern auch Klagelieder. Lieder wie die Psalmen.....mal Lob und Dank, Anbetung,
dann wieder Leid, Trauer, Klage.......
Da Menschen in ihrer Freude, aber auch in ihren schweren Zeiten, abzuholen.
Ein Traum von mir, Gottesdienst, Gemeinde, wie eine Familie...............
Wo es keine Rangunterschiede, Klassenunterschiede mehr gibt. Nicht in der
Einheit Gleichgesinnter, sondern einer Einheit in Vielfalt.
Auch immer wieder dankbar sein für die viele unterschiedliche Musik, die vielen
Instrumente..................
https://www.youtube.com/watch?v=VPpd-6X3tEo&pp=ygUKc2lzdGVyIGFjdA%3D%3D
ja, auch mal Musik wie bei sister act....
Veröffentlicht von: @hundemann... in der Sprache und mit der Musik unserer heutigen Zeit.
Nicht nur ausschließlich traditionelle Choral und Orgelmusik, sondern auch moderne
Musik. Für mich soll im Gottesdienst die Musik vorkommen, welche auch im Alltag
der Menschen vorkommt. ...
Und deshalb stört's mich kein Stück, wenn auch mal modernes Liedgut gespielt und gesungen wird.
Ich hab mir in unserer (zwischenzeitlich nicht mehr ganz so) konservativen Gemeinde öfters mal Gedanken gemacht, wie es jungen Leuten geht, die im Gottesdienst Lieder aus den letzten Jahrhunderten gesungen haben - das ist eben nicht ihre Musik, in der sie zu und über Gott singen.
Ich hab mir in unserer (zwischenzeitlich nicht mehr ganz so) konservativen Gemeinde öfters mal Gedanken gemacht, wie es jungen Leuten geht, die im Gottesdienst Lieder aus den letzten Jahrhunderten gesungen haben - das ist eben nicht ihre Musik, in der sie zu und über Gott singen.
Kommt drauf an, ich kenne schon auch einige junge Leute, die auch die alte Musik inzwischen schätzen. Bei uns sind übrigens auch die "Alten" von der modernen Musik begeistert.
Ist einfach auch eine Sache der Herzenshaltung und was für eine Gemeindekultur in dem Bereich herrscht. Bin ich in einer Gemeinde, die Sehnsucht danach hat, Gott durch Musik zu begegnen? Wenn ja, wird sie grundsätzlich alles mitsingen. Lebe ich in einer Gemeinde, wo die Musik lediglich ein Programmpunkt ist, um die Elemente des Gottesdienstes zusammen zu halten wird es schon schwieriger.
Meiner Meinung nach ist die beste Haltung, sich davon frei zu machen, dass es einem gefallen muß und von sich weg zu den anderen zu sehen. 😊
Es geht im Lobpreis ja nicht um mich und ich bin froh, dass sich das immer mehr rum spricht.
Ich hab mir in unserer (zwischenzeitlich nicht mehr ganz so) konservativen Gemeinde öfters mal Gedanken gemacht, wie es jungen Leuten geht, die im Gottesdienst Lieder aus den letzten Jahrhunderten gesungen haben - das ist eben nicht ihre Musik, in der sie zu und über Gott singen.
Kommt drauf an, ich kenne schon auch einige junge Leute, die auch die alte Musik inzwischen schätzen. Bei uns sind übrigens auch die "Alten" von der modernen Musik begeistert.
Ist einfach auch eine Sache der Herzenshaltung und was für eine Gemeindekultur in dem Bereich herrscht. Bin ich in einer Gemeinde, die Sehnsucht danach hat, Gott durch Musik zu begegnen? Wenn ja, wird sie grundsätzlich alles mitsingen. Lebe ich in einer Gemeinde, wo die Musik lediglich ein Programmpunkt ist, um die Elemente des Gottesdienstes zusammen zu halten wird es schon schwieriger.
Meiner Meinung nach ist die beste Haltung, sich davon frei zu machen, dass es einem gefallen muß und von sich weg zu den anderen zu sehen. 😊
Es geht im Lobpreis ja nicht um mich und ich bin froh, dass sich das immer mehr rum spricht.
deshalb bin ich ja so für einen Ausgleich, zwischen moderner heutiger Musik,
und "älterer" Musik. Weil gerade die Texte älterer Musik gehen für mich
"tiefer."
Und das sich jüngere und ältere Menschen lernen, üben, sich in Liebe anzunehmen,
auch mal die andere Musik zu hören. Es gibt ja zum Beispiel in meiner Kirche
Jugendgottesdienste, Teeny Gottesdienste........
Und üben..................ein Musikersatz: Wenn du einen Tag nicht übst, merkt
es niemand, wenn du zwei Tage nicht übst, merkst du es selbst, und wenn du
zwei Tage nicht übst, merken es die Zuhörer.....egal ob badisch oder schwäbisch...
Durch meinen Sturz mit Hund habe ich selbst seit Wochen Schmerzen an meiner
Schulter, die wirken sich bis in meine Fingergelenke aus.
Von daher kann ich gerade selbst nicht so üben, was mir fehlt.
Aber Mundharmonika spielen geht noch, auch wenn das Hund und Frau nicht so mögen.....
https://www.youtube.com/watch?v=s4DBLeQAa9k&pp=ygUgTWljaGFlbCBIaXJ0ZSBhbWFjaW5nIGdyYWNlIGxpdmU%3D
"amacing grace, Michel Hirte, wer es mag........
wer es nicht mag, einfach nur weg hören, wir müssen im Leben nichts
außer sterben.............
Hachja, man kann es niemanden richtig machen.
Muss man ja auch nicht. Es reicht, wenn man es Gott recht macht. 😉
Johannes Hartl meinte mal, wenn jemand zu ihm kommt und ihm sagt, dass seine Musik ihm nicht gefallen hätte, meint er "Das ist nicht wichtig, Hauptsache Gott gefällt's."
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleIch singe überhaupt nicht gerne
"Wer singt, betet doppelt."
(Hl. Augustinus)
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleDa ist mir z.B. der katholische Rosenkranz in seiner Grundform noch sympathischer (na okay, da wird ja zeitweise auch gesungen, wenn auch nicht ganz so viel)
Ich weiß nicht genau, was du als "Grundform" bezeichnest, aber grundsätzlich ist der Rosenkranz ein Gebetszyklus, der 'normal' gebetetet werden kann und in der Regel auch wird.
Natürlich kann man einzelne der Gebete auch singen. Oder zusätzliche Lieder einfügen, wie es beim gemeinschaftlichen Beten manchmal geschieht ...
Veröffentlicht von: @tristessech charismatische Christin, die fast nur modernen Worship (sowohl englisch, als auch deutsch) hört, fühle ich mich keineswegs "beleidigt", aber ich möchte doch anmerken, dass es keinen "normalen" Worship gibt. Die Bandbreite ist wirklich riesig und es gibt inzwischen in nahezu jedem Genre auch Worship.
Ich liebe es, mitzusingen, und ich liebe gerade die älteren, klassischen Kirchenlieder (und zwar die Klassiker (Lobe den Herren, So nimm denn meine Hände etc, und auch Modernere, die jetzt aber auch schon wieder einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Silberpfeil und so, Herr deine Liebe, usw.).
Zum großen Teil sind diese alten Kirchenlieder aber kein Worship, sondern Evangeliumslieder, die geistliche Wahrheiten transportieren. Zur Reformationszeit gab es ja die erste Bibelübersetzung und die neue protestantische Kirche versuchte dann, das neu entdeckte Evangelium unter die Leute zu bringen und das ging am besten mit Musik.
"So nimm denn meine Hände" ist z.B. ein Bekenntnislied, aber kein Worship. "Ein feste Burg" ist eine Metapher auf Gottes Größe und Stärke, aber es ist kein Worship. Und auch "Herr, deine Liebe" ist kein Worship.
Worship dient der direkten Hinwendung und Anbetung Gottes und viele der Lieder, die man auch heutzutage im Modernen unter "Worship" bezeichnet, sind auch noch lange kein Worship, sondern irgendwas anderes.
Ich möchte damit nicht sagen, dass irgendwas von den christlichen Liedern, egal ob Choräle, die Feiert Jesus Lieder, Siegfrid Fietz oder Amy Grant, Casting Crowns, Hillsong oder Phil Wickham wichtiger oder unnötiger wäre als das andere. Alles hat seine Berechtigung. Ich finde es toll, mit welcher Vielfalt sich die Christen auf aller Welt seit Jahrhunderten aufmachen, um Gott mit der Musik zu ehren und ich möchte auf keins verzichten.
Aber wir müssen schon darauf achten, was wir da singen und zu welchem Zweck und vor allem bitte nicht in Schubladen packen.
@ Tristesse - vielen Dank für den Überblick - das war mir so tatsächlich nicht bekannt und auch nicht bewusst. Und danke, daß du es nicht abwertend verstanden hast - ich habe es tatsächlich etwas unschön formuliert, wollte aber wirklich niemand auf die Füße treten.
Also, dass die alten Kirchenlieder kein Worship sind, war mir schon klar. Aber die Unterschiede und Feinheiten nicht.
Ich habe mich damit noch nie groß beschäftigt und sehe die Lieder irgendwie alle als Lieder für Gott, zum Preisen, zum Danken, zum Bekennen - aber ich hab's nie groß unterschieden für mich.
Unterschieden habe ich es tatsächlich eher vom Musikstil her. Deswegen hatte ich das "normaler Worship" auch in Anführungszeichen gesetzt, weil ich für mich damit so ein ganz bestimmtes Genre verbinde.
Die Beispiele eher klassischer Lieder, die ich gebracht hatte, wollte ich nicht als Beispiele für Worship anbringen, das die das nicht sind, war mir klar 😉
Veröffentlicht von: @tristesseSowas tut mir immer in der Seele weh, die Band hat ein Mandat zur Ermutigung von Christen und so tiefe und seelsorgerliche Text. Wenn man das nebenher einfach so hört ohne hinzuhören ist das in meinen Augen echt verschwendet.
Hm, ich glaube, da hab ich mich falsch ausgedrückt. Bzw. zumindest teilweise.
Ich will damit sagen, dass ich eigentlich - außer im Gottesdienst - mich NIE allein bewusst hinsetze und nur die Musik höre und singe / zuhöre.
Das "nebenbei" bezieht sich bei mir tatsächlich auf Autofahren, wenn ich Male, Häkle, oder auch ganz banal bügle.
Da singe ich dann auch mit und mir sind natürlich auch die Texte und der Inhalt dabei sehr bewusst.
Aber ich setze mich nicht daheim auf die Couch, lege die Casting Crowns (die wirklich großartig sind!) ein und sitze dann eine Stunde nur und höre zu oder sing mit. Ich muss irgendwie was tun dabei. Das betrifft aber bei mir jede Art von Musik, nicht nur christliche 🙂
Die Message ist mir dabei sehr wohl bewusst.
PS: sorry, ich raff das mit dem Zitieren hier nicht. Also, das Zitieren hat geklappt, aber es hängt glaub ich wieder nicht unter dem eigentlichen Beitrag von Tristesse, auf den in antworten wollte :/
@mulle1979 - Technische Hilfe
PS: sorry, ich raff das mit dem Zitieren hier nicht. Also, das Zitieren hat geklappt, aber es hängt glaub ich wieder nicht unter dem eigentlichen Beitrag von Tristesse, auf den in antworten wollte :/
@mulle1979 Ich unterscheide bei Musik auch (fast) nur nach 'gefällt mir' oder 'gefällt mir nicht'.
Ich käme gar nicht auf den Gedanken, mir Musik anzutun, die mir nicht zusagt. Wozu auch?
Und nein, ich kann mich auch nicht hinsetzen und 'nur' Musikhören, irgendwas muss ich in der Hand haben.
Oder ich genieße es, wenn ich allein bin und mal gar nix zu hören ist.
Darf ich euch was fragen? (ich geh mal davon aus)
Habt ihr viel Fantasie? Kennt ihr Tagträume? Oder habt ihr eine hohe Vorstellungskraft? (ich hab einfach nur einen Gedanken und gehe dem nach)
@neubaugoere Ja, definitiv. Sowohl Fantasie als auch Tagträume sind reichlich vorhanden. Meinst du das darauf bezogen, dass man dann nichts "zu tun braucht" nebenher beim Musik hören?
Das funktioniert bei mir schon, aber da merke ich dann noch weniger auf den Text. (Falls die Frage auf achtsames Hören bezogen war). Das ist bei mir eine klassische Einschlafhilfe um runterzukommen. Kopfhörer im Bett drauf und dann Kopfkino an. Das mache ich aber tatsächlich nicht mit christlicher Musik / Texten. Da kommt immer andere Musik zum Einsatz 🙂
Ja, so ähnlich. Ich erzähl mal von mir: Wenn ich Musik höre, dann nicht nebenbei, eher gezielt. Meine Welt ist eher still den Tag über. Ich höre selten Musik, werde ja eh schon aus allen Ecken beschallt mit Geräuschen, das ist mir schon genug, dass ich davon erschöpft bin. Mein Inneres "erzählt" ja auch den ganzen Tag.
Wenn ich dann höre, tauche ich ein in die Musik ... sie nimmt mich mit ... Anbetungsmusik spricht meine Seele an und die steht dann vor Gott ... anbetend ... und wenn ich anbete, kann ich nichts anderes tun. Früher hörte ich Musik, nicht soo viel, aber ich hörte, viel nebenbei, weil ich es so kennengelernt habe. (Meine Eltern z.B. hören beim Essen Radio, damit sie sich nicht gegenseitig essen hören, kauen.) Wie gesagt, meine Welt ist eher still. Ganz still. Ich höre lediglich mich und das Ticken meiner Uhren, das mich auch noch beruhigt. Und natürlich das, was die Umwelt so produziert ... 😉
Ich wusste nicht, wie oder wonach ich sonst fragen sollte, deshalb hatte ich nach Fantasie/Vorstellungskraft gefragt, ob die sozusagen angesprochen wird beim Musikhören, weil ich nichts anderes mache(n kann), wenn meine Vorstellungskraft aktiv ist. 😉 Ich glaub, die meisten nennen das träumen ...
Im Laufe der Zeit und im Älterwerden, habe ich - im Musikhören seit den 70ern vor allem Rock,- Blues-, Jazzhörer und auch ein Fan guter CCM-Musik - mehr und mehr den Liederschatz unseres Ev-Gesangbuches schätzen gelernt ...
Ich finde es super, wenn in unseren Gottesdiensten & Gemeinden ein möglichst breites Spektrum an U- und E-Musik (doofes Label, ich weiss) vorkommt - und nicht nur Orgel und Klassik drin vorkommt, sondern es auch grooved, rockt, gospelt & worshipped .... Aber soviele "alte" Gesangbuchlieder von Paul Gerhard, H. Schütz, Tersteegen, Luther uuu. transportieren eine Tiefe, einen Trost und eine Lebenserfahrung - z.T aus schwersten Zeiten von Krieg & Not -, die mich berühren ... und viel gehaltvoller rüberkommen als manches, was sonst so aktuell & modern ankommt.
Das ist - bitte - keine Wertung und kein Urteil - sondern MEIN gewachsenes Empfinden und meine gewachsene Wertschätzung 🙂
L'Chaim