Best off
Hallo dies ist ein Thema, dass ich mal aus reiner Neugierde aufwerfe.
Welche drei biblischen Bücher (nicht Bibelstellen) sind eure Favoriten und warum?
Welche drei biblischen Bücher (nicht Bibelstellen) sind bei euch gar nicht beliebt und warum?
PS: ich werde meine Antwort in einem eigenen Beitrag liefern.
Meine Favoriten sind:
- 1. Buch Mose (Genesis), weil es so konzentriert viele Urgeschichten des AT enthält, von Adam und Eva bis Joseph.
- Hiob, weil es immer noch die beste biblische Stellungnahme zur Theodizee enthält.
- Evangelium nach Markus, weil es das älteste Evangelium ist und damit, so hoffe ich, am dichtesten dran.
Bücher, die ich reserviert sehe, auch wenn sie dazugehören:
- 3. Buch Mose (Leviticus), weil es jede Menge Vorschriften enthält, die für mich nicht relevant sind.
- Josua, weil es dort weithin um Völkermord im Namen Gottes geht. Da sträubt sich alles in mir.
- Offenbarung des Johannes. Es ist sehr phantasievoll und phantasieanregend, aber für voll nehmen kann ich das nicht. Ich frage mich gelegentlich, ob der Verfasser Drogen genommen hat.
Evangelium nach Markus, weil es das älteste Evangelium ist und damit, so hoffe ich, am dichtesten dran.
Das älteste Zeugnis muss nicht das genaueste sein.
Josua, weil es dort weithin um Völkermord im Namen Gottes geht. Da sträubt sich alles in mir.
Da würde sich mal eine genaue Auseinandersetzung damit lohnen was bei der Landnahme der Theologische und kosmologische Kontext war, dann ändert sich die Perspektive auf diese Episode.
3. Buch Mose (Leviticus), weil es jede Menge Vorschriften enthält, die für mich nicht relevant sind.
Sich sind viele Gesetze und Tempelvorschriften nicht mehr relevant. Aber gerade das Leviticus enthält einige Perlen die Helligkeitsgebote, möchte ich da besonders herausstreichen.
Evangelium nach Markus, weil es das älteste Evangelium ist und damit, so hoffe ich, am dichtesten dran.
Das älteste Zeugnis muss nicht das genaueste sein.
Muss nicht. An der Stelle sehe ich es aber durchaus als das "wichtigste" an, da ich der These folge, dass es für Lukas und Matthäus eine Quelle für ihre Evangelien war und es schon in den Anfangsjahren eine große Bedeutung hatte (oft abgeschrieben). Zu Zeiten, wo Zeitzeugen noch verfügbar waren.
Josua, weil es dort weithin um Völkermord im Namen Gottes geht. Da sträubt sich alles in mir.
Da würde sich mal eine genaue Auseinandersetzung damit lohnen was bei der Landnahme der Theologische und kosmologische Kontext war, dann ändert sich die Perspektive auf diese Episode.
Für mich nicht wirklich. Es bleibt eine Geschichte von Völkermord im Namen Gottes und ein Gottesbild mit dem ich zu kämpfen habe.
3. Buch Mose (Leviticus), weil es jede Menge Vorschriften enthält, die für mich nicht relevant sind.
Sich sind viele Gesetze und Tempelvorschriften nicht mehr relevant. Aber gerade das Leviticus enthält einige Perlen die Helligkeitsgebote, möchte ich da besonders herausstreichen.
Perlen findest du in jedem Buch. Wenn du danach gehst ist deine Frage irrelevant.
Perlen findest du in jedem Buch. Wenn du danach gehst ist deine Frage irrelevant.
Stimmt da hast du recht.
Für mich nicht wirklich. Es bleibt eine Geschichte von Völkermord im Namen Gottes und ein Gottesbild mit dem ich zu kämpfen habe.
Das kann ich nachvollziehen. Aber eben, wenn man die kosmologischen Zusammenhänge sieht und die differenzierte Art der Landnahme betrachtet ergibt sich da eine etwas andere Geschichte. Auch lohnt es sich zu sehen, das die "Vernichtung" des Feindes in zeitgenössischer Literatur ebenfalls sehr Radikal beschrieben werden. Immerhin werden einige Völker gleich mehrmals Komplett vernichtet ohne das ein Mann, Frau und Kind am Leben gelassen wurde. Also irgendwas passt da nicht.
Die kosmologischen Zusammenhänge sehe ich da eher als eine nette theologische Spielerei. Für meinen persönlichen Glauben hat das wenig Mehrwert.
Im Zusammenhang mit zeitgenössischen Aufzeichnungen ist es sicher nicht schlimmer als vieles andere und klar sind manches sicher auch Mehrfacherzählungen, da mündliche Tradition und später aufegschrieben.
Änder aber trotzdem nichts an dem geschilderten Gottesbild, dass Völker auslöscht und Menschen sterben lässt um seinem Heilsplan mit dem Volk Israel zu folgen. Ob da jetzt zehn Familien überlebt haben oder nicht spielt keine Rolle. Warum verstockt Gott Herzen? Warum sterben Menschen um ihn groß zu machen? Diese Fragen haben sich in der erzählten Zeit nicht gestellt. Das Bild eines gnädigen Gottes, war schon gegeben, wenn Menschenopfer abgelehnt wurden (etw. überspitzt, aber nicht ganz falsch). Religionsgeschichtlich super spannend. Für den persönlichen Glauben schwer zu verstehen und zu integrieren.
Die kosmologischen Zusammenhänge sehe ich da eher als eine nette theologische Spielerei. Für meinen persönlichen Glauben hat das wenig Mehrwert.
Ja, wenn man die kosmologischen Zusammenhänge als theologische Spielerei ansieht, dann hat es offensichtlich keinen Mehrwert für den persönlichen Glauben. Ich kann verstehen, dass diese Geschichten Mühe bereiten, ich habe deine Einstellung lange Zeit geteilt. Bis ich mich mit dem Thema auseinander Gesetz habe und gelernt habe, dass es hier nicht einfach beliebig Menschen die halt zur falschen Zeit am falschen Ort waren abgeschlachtet wurden, sondern. Die Städte und Völker, an denen der Bann vollzogen wurde, (was ja nicht alle, sondern nur einige Spezifische waren) haben alle Verbindungen zur Kosmologie und Religion andere Völker sowie spirituellen Wesen. Es gibt direkte Verbindungen zu babylonischen Götterkult, zu Marduck, Baal, Ashera, uvm. Welche offensichtlich sind, wenn man in der damaligen Kultur lebte heute aber nicht mehr wirklich greifbar sind. Es war die Antike Version des Bilderstrums der Reformatoren.
Eine kriegerische Landnahme hat stattgefunden, ob es im Ausmass dem biblischen Berichten entspricht, ist eher fragwürdig. Deshalb sind die theologischen Aussagen warum dieses Volk vernichtet werden soll um so wichtiger.
Warum verstockt Gott Herzen?
Das ist eine grundsätzliche Frage was hier Geschieht. Hat Gott das Herz des Pharaos verstockt oder hat Gottes handeln dazu geführt das sich Pharaos Herz verstockt hat. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Für mich ist da immer die Gegenüberstellung von Saul und David ein Beispiel, während David seine Schuld eingestanden hat und zu Gott zurückgekehrt ist, blieb Saul stur, das Gott ihn Schlussendlich verworfen hat, ist Sauls eigenes "Verdienst" und nicht etwas, das Gott gemacht hat, Gott gab Saul immer und immer wieder die Möglichkeit umzukehren und zu bereuen.
Warum sterben Menschen um ihn groß zu machen?
Die Frage ist für mich zu plakativ gestellt. da müsstest du schon spezifischer werden.
Ich hatte jetzt nicht vor, die Themen mit dir zu diskutieren. Denn für mich sind sie derzeit kein Problem und für jetzt bin ich fein damit, dass ich es eben nicht verstehe.
Und da mir für eine wirklich tiefere theologische Diskussion Zeit, Kraft und Kapazität fehlt, um sie nur "zum Spaß" (also im Sinne von, "Ich hab Freude daran die Diskussion zu führen, weil ich eben gerne theologische Diskussionen führe, sonst hätte ich keine Theologie studiert.") zu führen, würde ich das ganze gerne mal so stehen lassen. Für halbgare Antworten meinerseits ist mir deine Zeit, bzw. du zu schade.
@tojak Ich fand Deine Zusammenstellung und die Begründungen recht interessant.
(Speziell die Erklärung, warum Dir die Offenbarung des Johannes nicht 'passt'.
Mir 'passt' die Offenbarung auch nicht - der Hintergrund ist der, dass ich da ein bissel vorgeschädigt bin.
Bei uns wurde früher jeden Morgen ein Kapitel aus der Bibel vorgelesen -von 1.Mose bis zur Offenbarung- und irgendwo mag das zwar phantasieanregend sein, aber als Kind fand ich viele dieser Phantasien eher beängstigend als ermutigend. Von daher mag ich dieses Buch auch nicht.)
Und @arcangel - ich finde, man 'darf' diese Erklärungen dann auch einfach stehenlassen.
Wenn ich selber mich entscheiden müsste, wären die Evangelien weit vorne und die Bücher mit den Geschlechtsregistern am Ende des Rankings.
In den Psalmen finde ich Gutes - mit einigen Propheten kann ich nicht warmwerden.
@arcangel Dann will ich auch mal antworten. Danke für die Fragestellung.
Welche drei biblischen Bücher (nicht Bibelstellen) sind eure Favoriten und warum?
1) Evangelium des Johannes: Die gute Nachricht - sprachlich und inhaltlich ausdrucksstark
2) Psalmen: Ehrlich und oft ermutigend.
3) Immer wieder ein anderes: Je nachdem, wie es sich ergibt und wer mir z.B. Hintergründe erschließt.
Welche drei biblischen Bücher (nicht Bibelstellen) sind bei euch gar nicht beliebt und warum?
Es gibt keines. Siehe oben unter 3)
Schwere Frage. Vor allem, da sich die Antworten im Laufe der Jahre immer wieder geändert hat und ich von ausgehe, dass sie sich auch wieder ändert. Ich war z.B. mal ein großer Fan der Offenbarung, weil ich diesen Ausblick in die "Zukunft" so spannend fand. Heute stehe ich der Offenbarung eher gleichgültig gegenüber, wenn es um die Frage nach Favoriten geht. Aber auch Ester oder Exodus gehörten mal zu meinen Favoriten.
Ganz spontan:
Top 3:
- Hiob - sein Vesthalten und Ringen mit Gott finde ich einfach so nachvollziehbar
- Psalmen - Gebete, wenn beten nicht möglich ist
- Römerbrief - beste Zusammenfasung paulinischer Theologie und gute Gedanken zu Israel und die Völker
Flop:
- Numeri - was steht da eigentlich? (ok. ich weiß ungefähr die Antwort, aber irgendwie geht das Buch einfach unter)
- Philemonbrief - warum und wie kam der in den Kanon?
- Hebräerbrief - könnte auch einige der anderen Briefe hier stehen, aber mit dem Hebräer tu ich mich am schwersten von seiner Theologie her.
Hebräerbrief - könnte auch einige der anderen Briefe hier stehen, aber mit dem Hebräer tu ich mich am schwersten von seiner Theologie her.
Spannend, womit genau ringst du Theologisch genau.
Ringen ist ein starkes Wort. Ich tu mir mit der Christologie bzw. dem Jesus als Hohepriester schwer. Und ich mag auch andere Teil nicht sonderlich. Außerdem gefällt mir der Schreibstil nicht, was ein Grund ist, warum ich auch keine Lust habe mich intensiv damit zu beschäftigen.
Veröffentlicht von: @channuschkaFür mich nicht wirklich. Es bleibt eine Geschichte von Völkermord im Namen Gottes und ein Gottesbild mit dem ich zu kämpfen habe
Und wie gehst du mittlerweile damit um? Klammerst du es aus?
Ich klammere es nicht aus. Ich lasse es stehen als Teil der Geschichte.
Ich habe aufgegeben jeden Teil Gottes verstehen zu wollen. Denn ein Gott den ein Mensch begreifen kann, ist für mich auch irgendwie kein Gott mehr, sondern eben ein Menschen gemachtes irgendwas. So mal in zwei Sätze gefasst.
beliebt:
1. Ruth (ich bewundere diesen Mut von zu Hause weg zu gehen in ein völlig fremdes Land und ich mag diese Liebesgeschichte 😍)
2. Mose Exodus, ich wäre gerne bei diesen vielen Wundern während der Wüstenwanderung dabei gewesen 🙂🙃 (Manna, Wachteln, Feuersäule, durchs rote Meer gehen, Wasser aus dem Felsen).
3. Offenbarung, ein Buch was ich noch hundert mal mehr lesen könnte, weil ich es so geheimnisvoll finde, ich daran herum rätseln kann was das alles bedeuten könnte und weil es meine Sehnsucht nach der Ewigkeit bei Gott füttert.
Nicht so beliebt:
1. Hiob , zuviel komisches und langatmiges Geschwafel von den Freunden 😂
2. Römer, sicher wichtig, aber oft zu theologisch geschrieben, viele, viiiiel zu viele Dinge, die ich mir bis auf wenige Ausnahmen nicht alle merken kann. Ich hör lieber mal eine gute Predigt darüber 👀
3. Hesekiel, habe ich zwar mehr schätzen gelernt, ist aber halt auch so ein Klage-Prophet, wenn das Buch eine Farbe hätte, dann wäre es grau, wie trübes Wetter. Außerdem wiederholt er sich häufig, was mich manchmal nervt, besonders wenn er diese besonderen Wesen mit den Rädern beschreibt 👀