Die apokalyptischen Reiter
- Im Moment habe ich das Gefühl, das die letzten 3 apokalyptischen Reiter die Erde gerade Verwüsten.
Feuer, Krieg, Seuchen
Jedenfalls krass ist das alles schon. Alles auf einmal.
der 2. Reiter
Die rote Farbe des zweiten Pferdes (Offb 6,4)symbolisiert das Blut und den Tod durch Kriege, und das vom Reiter geführte lange Schwert symbolisiert mächtige Kriegswaffen und Gewalt. Die Weissagung von Kriegen ist ein verbreitetes Motiv apokalyptischer Texte.Für eine zeitgeschichtliche Deutung auf einen bestimmten Krieg oder auf ein Weltreich bietet der Text keine Anhaltspunkte.
der 3. Reiter
Die schwarze Farbe des dritten Pferdes (Offb 6,5 EU) symbolisiert Tod und Hunger. Sein Reiter trägt eine Waage als Symbol für Teuerung und Knappheit. Eine Stimme kündigt Inflation und Hunger an.
Der 4. Reiter
Das vierte, fahle Pferd (Offb 6,8 )bedeutet Furcht, Krankheit, Niedergang und Tod. Die Reihenfolge erfolgt gemäß der Angabe des Propheten Sacharja (Sach 1,8–10 bzw. Sach 6,1–8)
sehr interessant
Krieg ist leider eine Konstante: Liste von Kriegen – Wikipedia
Seuchen sind jetzt auch nicht Neues: Liste von Epidemien und Pandemien – Wikipedia
Das einzige wirklich neue ist der menschengemachte Klimawandel.
Wortklauberei. Was ist dein Ziel? Die Verantwortung relativieren? Eine Ausrede haben, dass das Klima sich ja eh ändern würde?
Es ist halt ein Unterschied, ob man bewusst mit 100 km/h gegen eine Mauer fährt oder ob das Auto mit 5 km/h dagegen rollt. Niemand würde dann auf die 5 km/h aufmerksam machen, sondern auf den Vollidioten, der Gas gegeben hat, obwohl er wusste, dass da eine Mauer steht.
"Die Verantwortung relativieren? Eine Ausrede haben, dass das Klima sich ja eh ändern würde? "
Unsinn. Aber rede mal mit Kritikern des Klimawandels. Die sagen Dir genau das - den hat es immer schon gegeben und ist noch nie vom Menschen gemacht worden.
In der Tat ist das so. Nur hat der Mensch den eben enorm beschleunigt. Nicht mehr und nicht weniger. Ohne den Menschen würde es vielleicht noch 20-200.000 Jahre dauern, was uns jetzt in 2 oder 3 Jahrzehnten blüht.
@queequeg Ich wage eine These…
Ohne den Menschen würde es vielleicht noch 20-200.000 Jahre dauern, was uns jetzt in 2 oder 3 Jahrzehnten blüht.
… vielleicht ist genau das ein Segen, wenn ich sehe, wozu (im Guten und leider eben auch im Schlechten) der Mensch generell fähig ist und was ihm im Ganzen eh nicht gelingen wird (und worum es auch nicht geht): Die Welt retten.
Und ja, ich bin dafür, dass wir (besser jede*r) unseren Beitrag leisten für eine klimafreundliche, umweltschonende, soziale, … Welt, auf die wir achten (schützen und bewahren) und in der wir alle einander respektieren (lieben).
Ja, retten müssen wir die Welt ja auch nicht. Dürfte uns auch kaum gelingen. Aber sie bewahren wären schon eher eine Option.
@queequeg zu bewahren - und genau da ist für mich entscheidend, dass wir (ich, du, alle) eben nur einen Beitrag leisten können und das ist genug (ausreichend), da wir eben gleichzeitig (aufgrund der Entwicklung?) vollumfänglich daran scheitern werden.
Dass das faktisch ausreichend ist, wage ich zu bezweifeln. Aber für mehr als das sind wir nicht verantwortlich.
@queequeg 1) Bin ich völlig bei dir. 2) Darauf kommt es (aus meiner Sicht) nicht an.
@queequeg 3) Verantwortung übernehmen bedeutet immer auch Konsequenzen tragen, aushalten und wenn möglich neue Gestaltungsräume finden.
Mein Trost: Was auch immer kommt, Gott hat es in der Hand. Und es ist eben nicht der Mensch, der sich selbst oder eben die Welt retten wird.
"Verantwortung übernehmen bedeutet immer auch Konsequenzen tragen, aushalten und wenn möglich neue Gestaltungsräume finden."
Ja, wie auch anders? Aber mitunter ist es schwierig.
Wir sind nicht verantwortlich dafür, dass in Indien und sonst wo Menschen unter unsäglichen Bedingungen Tee ernten oder in Südamerika Mango anbauen und dabei ihr Grundwasser abgraben.
Aber wir fördern das, ob wir wollen oder nicht, wenn wir diese Produkte konsumieren. Wir müssten, um uns verantwortlich zu zeigen, darauf verzichten.
Und wenn wir aus Verantwortlichkeit spanische Tomaten ablehnen, die von fast sklavisch behandelten Arbeitern aus afrikanischen Staaten geerntet werden und nur noch deutsche oder holländische nehmen?
Die gibt es nicht soviel und wenn die Afrikaner keine Tomaten mehr ernten können, wie sklavisch auch immer, kommen die dann nicht als Migranten nach Deutschland? Und wollen wir das?
Leider gibt es nicht für alles eine geradlinige Lösung.
Leider gibt es nicht für alles eine geradlinige Lösung.
Vielleicht ist Lösung auch der falsche Ansatz. Was „das Ganze“ ja noch komplizierter macht, ist - auch wenn ein „Teil des Wir“ sich (je nach Wissensstand) immer und immer ethisch und umweltfreundlich korrekter verhält - dass sich parallel die Strukturen stets weiter verändern und neue Ungerechtigkeiten entstehen. Wir leben in einer Vernetzung, in der die Konsequenzen des eignen Handelns alles in allem nicht abzusehen sind. Und wir leben in einer Welt, die von Macht- und Geldgier gesteuert wird. Das wird sich (wohl/ eher sehr sicher) nicht ändern.
Natürlich ist es dennoch richtig und wichtig, das eigne Verhalten zu überdenken, korrigieren, anzupassen.
@queequeg: Du erinnerst mich an einen Buchtitel - auch schon wieder ca 7 Jahre her…
Und ich bleibe dabei: Jede*r kann einen (seinen*ihren) Beitrag leisten. Das ist genug - wohlwissend, dass es (deine Wort: faktisch) nicht ausreichend sein wird.
"Natürlich ist es dennoch richtig und wichtig, das eigne Verhalten zu überdenken, korrigieren, anzupassen."
Natürlich - wie Du sagst.
"auch wenn ein „Teil des Wir“ sich (je nach Wissensstand) immer und immer ethisch und umweltfreundlich korrekter verhält - dass sich parallel die Strukturen stets weiter verändern und neue Ungerechtigkeiten entstehen"
Diesen Zusammenhang hat genauestens Eugen Drewermann in "Strukturen des Bösen" beschrieben. Der Mensch steht vor allen möglichen Problemen und sinnt sich ohne Gott mit eigenem Verstand Lösungen aus, die auch meist tatsächlich funktionieren. Nur - der Preis dafür ist, dass man nach der Lösung des Problems in noch größere Probleme gerät.
Beispiel Globalisierung, die für unsere Wirtschaft und wohl auch den Verbraucher gut war. Nur erleben wir jetzt die daraus resultierenden Abhängigkeiten.
Preisfrage: Wie sähe denn eine Lösung von Problemen mit Gott aus? Hätte der gottbezogene Mensch die Globalisierung nicht implementiert? Und was wäre an deren Stelle getreten?
Preisfrage: Wie sähe denn eine Lösung von Problemen mit Gott aus? Hätte der gottbezogene Mensch die Globalisierung nicht implementiert? Und was wäre an deren Stelle getreten?
Ich bin da sehr ernüchtert (und sehr individualistisch): Aushalten, weitersehen & weitergehen - unter Berücksichtigung meiner, des Nächsten und der Umwelt Bedürfnisse, so gut ich kann (und dazu bereit bin). Und ich ergänze: Aus Gnade und in Versöhnung leben - wissend, dass ich in allem Streben leider auch scheitere und mich daran festhaltend, dass wir alle einander stehen lassen, nicht untereinander richten und - da uns dies so schwer gelingt-, immer wieder Versöhnung schenken und erfahren dürfen.
Die gottbezogene Gesellschaft richtete sich nicht an Gewinn- und Machtstreben aus. Das werden wir nicht erleben; da brauche ich nicht spekulieren, wie es wäre, wenn es das nicht gäbe.
Innerhalb von einer Woche gleich 3 Katastrophen.
Griechenland Überschwemmung
Marokko Erdbeben mit 1000enden Toden
Libiyen Überschwemmung mit 1000enden Toden
Echt krass...............
Quasi tagtäglich was neues.
Lieber Meriadoc,
ja, manchmal kommts knüppeldicke - kein Wunder, wenn dann Weltuntergangspropheten Hochkonjunktur haben.
Und ich bin sicher, dass solche Meldungen an Häufigkeit und in ihren drastischen Folgen noch zunehmen werden.
Aber ich bin sicher, dass für den "Normalbürger" immer noch gilt, was schon Goethe schrieb:
"Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei, Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus, Und segnet Fried und Friedenszeiten.""Herr Nachbar, ja! so laß ich's auch geschehn: sie mögen sich die Köpfe spalten,
Mag alles durcheinander gehn; doch nur zu Hause bleib's beim alten."
Wirklich berührt es die viele Menschen (die meisten?) doch nur dann, wenn es sie selbst trifft oder wenn die Katastrophen zumindest vor der eigenen Haustür passieren.
Die alten Dichter und Denker, herrlich.
Lasst uns heute Saufen und Feiern, morgen sind wir tot.
Mir selber ist bewusst, mich kann es morgen auch treffen. Ich habe mir ein Tattoo zugelegt...Das mich erinnert....das morgen alles vorbei sein kann und heute ich Leben geniesse....und wer weiß schon was danach kommt.
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Ich lebe mittlerweile bewusster. Seit ich einiges hinter mir habe.