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Einer trage des anderen Last ?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo

Ehrlich gesagt habe ich damit so meine Probleme .
Da Nachfolge freiwillig ist , ist das genauso freiwillig .
Da wir ein Leib sein sollen bin ich in der Nachfolge dazu "verpflichtet" die Last derjenigen zu tragen , die Gott mir gibt .
Habe ich getan wie ich es bekommen habe .

Es hat sich aber rausgestellt das von der "Gegenseite" , also denjenigen deren Last ich getragen habe , dieser "Bund" nicht eingehalten wurde .
Dadurch kam ich etwas in Schräglage . Ich mußte ebenso die Last tragen die die anderen mir hätten abnehmen sollen .

Halten beide "Parteien" diesen Bund die Last des anderen zutragen bildet sich ein stabiler und handlungsfähiger Leib Christi , der in Einheit handelt . Passiert das nicht ist es nur Stückwerk eines Einzelnen .

Die Last des anderen zu tragen heißt auch , vor Gott für den anderen
zu stehen , so das Gott für den anderen das tuen kann was er will .

Da von der anderen Seite keine Resonanz da ist wird Gott wohl diesen Bund auflösen und "weitergehen" .

Bin gespannt was als nächstes kommt .

Gruß

Lebendiger

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14 Antworten
Suzanne62
Beiträge : 7662

"Einer trage des anderen Last" verstehe ich als Aufforderung zu solidarischem Einstehen füreinander, ohne das kein Gemeinwesen und keine Gesellschaft funktionieren kann.
Für mich bedeutet es, dass ich, wo ich Not sehe und die Möglichkeit dazu habe, helfe - ohne etwas dafür zurück zu erwarten, aber in der Hoffnung, ebenfalls Hilfe zu bekommen, wenn ich sie brauche.
Bisher ist das auch immer so eingetreten.

Veröffentlicht von: @lebendiger

Es hat sich aber rausgestellt das von der "Gegenseite" , also denjenigen deren Last ich getragen habe , dieser "Bund" nicht eingehalten wurde .

Nicht immer ist der Mensch, dem man hilft, zu einer "Gegenleistung" überhaupt in der Lage. Ich sehe auch nicht, dass es sich um ein Vertragsverhältnis handelt.
Andererseits: wenn du das Gefühl hast, dass du ausgenutzt wirst, ist Runterschlucken und so tun als sei alles bestens auf Dauer auch keine Lösung.

Veröffentlicht von: @lebendiger

Dadurch kam ich etwas in Schräglage . Ich mußte ebenso die Last tragen die die anderen mir hätten abnehmen sollen .

Wenn du das Gefühl hast, mehr tragen zu müssen als du eigentlich kannst oder ausgenutzt zu werden, dann würde ich das ansprechen.

Veröffentlicht von: @lebendiger

Die Last des anderen zu tragen heißt auch , vor Gott für den anderen
zu stehen , so das Gott für den anderen das tuen kann was er will .

Wenn Gott etwas tun will, ist dafür nicht auf die Kooperation von sterblichen, schwachen und sündigen Menschen angewiesen.

suzanne62 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Der Leib Christi...
Hallo

Erstmal danke für die vielen Antworten .

Ich möchte dazu nur folgendes Schlagwort bringen :

DER LEIB CHRISTI . Damit ist nicht der Körper von Jesus gemeint sondern :
1. Kor. 2 ; 27 Ihr seid der Leib Christi .

Ich habe mich damit noch nicht genauer befaßt aber ich glaube das "einer trage des anderen Last" da irgendwie reinpaßt .

Wer hat da eine Idee ?

Gruß

Lebendiger

Anonymous antworten
2 Antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Hi,

Ich denke das sagt aus das man sich vorrrangig, wo immer man konfrontiert wird, sich den Sorgen und Nöten der anderen annimmt. Wie in einer großen Familie (auch wenn das in weltlichen Familien oft nicht so ist).

Man soll einen Glaubensbruder bzw. Schwester nicht darben lassen! Oder man lässt diese nicht alleine bei Ihren Nöten. Einfach in Liebe sich verhalten, dann kommt das von alleine.

Ein Gegenseitiges Bündnis kann ich in der Schrift oder der Tradition nicht erkennen, gäbe auch kein Sinn. Wer soll das Überwachen, wer steuert das etc. Wir haben ein Bund mit Gott und sollen uns seiner Würdig verhalten.

Liebe Grüße

derneinsager antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 7662
Veröffentlicht von: @derneinsager

Man soll einen Glaubensbruder bzw. Schwester nicht darben lassen! Oder man lässt diese nicht alleine bei Ihren Nöten.

Das würde ich nicht auf Menschen, die meinen Glauben teilen, beschränken. Mensch ist Mensch, das sehen auch die kirchlichen Hilfswerke Caritas und Diakonie so, auch in den Bereichen, in denen ich mich bisher ehrenamtlich engagiert habe, hat die Religionszugehörigkeit der Hilfesuchenden nie eine Rolle gespielt.

Veröffentlicht von: @derneinsager

Einfach in Liebe sich verhalten

...und darauf hoffen und vertrauen, dass, wenn ich selber Hilfe brauche, sie auch bekommen werde.

suzanne62 antworten
Deborah71
Beiträge : 18270

Hier ist mal ein anderer Blickwinkel auf den Terminus "Lasten tragen".
Er beginnt mit dem Einbeziehen von Vers 1 des Kapitels...

https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/bibel-heute/galater-6-1-18/5222-1858?reset=1

Das Wort "Last" ist für den heutigen Sprachgebrauch nicht so einfach zu verstehen, zumal es in der Bibel auch unterschiedliche Inhalte hat.

Nach wie vor geht es um gegenseitige Unterstützung und um Aufhelfen in Gal 6.

deborah71 antworten


Vigil
 Vigil
Beiträge : 386

Es ist kein Bund, es gibt kein gegenseitig.
Last zu tragen ist einseitig: Einer trage des anderen Last." Einer!
Aus Liebe, aus Zuneigung, in zufälliger Begegnung...
Der Samariter trug die Last des Überfallenen. Und gut war es.

Ich bin nun seit fast 26 Jahren verheiratet. Viele Lasten tragen wir gemeinsam, abgesprochen, nicht abgesprochen und spontan erfasst und gehandelt fürs Gemeinsame.
Nicht aber erwartet. Eher als beglückend empfunden, wenn es denn so war.
Und manche Last trage ich alleine, wie auch meine Frau so manche trägt.
Wenn wir dann bitten um Hilfe, sind wir für einander da.
Wow! Das ist Liebe.

vigil antworten
1 Antwort
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12876
Veröffentlicht von: @vigil

Ich bin nun seit fast 26 Jahren verheiratet. Viele Lasten tragen wir gemeinsam, abgesprochen, nicht abgesprochen und spontan erfasst und gehandelt fürs Gemeinsame.
Nicht aber erwartet. Eher als beglückend empfunden, wenn es denn so war.
Und manche Last trage ich alleine, wie auch meine Frau so manche trägt.
Wenn wir dann bitten um Hilfe, sind wir für einander da.
Wow! Das ist Liebe.

dafür geb ich grün, das streift genau auch mein Gedankengut ... die Erwartungen ...

neubaugoere antworten
Loewentier
Beiträge : 352

Die Lasten scheinen nicht immer gerecht verteilt zu sein, ja. Aber ich verstehe es so, dass mein treuer Partner nur Gott selbst sein kann. Wenn ich mal wieder einseitig tragen muss, dann steht er bereit und trägt (wenn ich es ihm dann endlich gebe) diese Last für mich. Man kann auch sagen: Ich trage manchmal zu sehr die Last von anderen, aber er trägt nicht nur auch daran, sondern trägt mich selbst da durch.

LT

loewentier antworten


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