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Gedanken zu den Psalmen - Einleitung

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Uri.Kulm
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Psalm heisst Lobpreis oder Loblied. Aber oft liest man von Leiden und Verfolgung. Da kann die Seele sich nicht zum Lob erheben. Erst nach der Befreiung aus notvollen Lebenslagen erklingt das Lob. Dabei ist die Not manchmal auch selbstgemacht. Zur falschen Zeit, am falschen Ort oder das Bewusstsein von Sünde ist vorhanden. So bei den etwa 70 von David gedichteten Psalmen. Und denen der Söhne Korahs.

Die Psalmen sind von Israel für Israel geschrieben. Die Schreiber sind alttestamentlich Gläubige. Diese leben unter Gesetz, d. h. „tue dies und du wirst leben“. Der Christ lebt aber nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Ein anderer, der Herr Jesus, hat alles getan und das Gesetz erfüllt. Der Christ weiss und hat bekannt, dass Gott gerecht ist und den Sünder verurteilen muss. Denn Gott urteilt: „da ist keiner der Gott suche, keiner der Gutes tut, keiner der gerecht ist, alle haben gesündigt“. Wer ein Gesetz übertritt, ist aller Gebote schuldig geworden. Mithin braucht der Mensch Vergebung von Seiten Gottes. Der Mensch braucht das Werk Christi vom Kreuz auf Golgatha. Vergebung, Rechtfertigung, Befreiung von der Macht des Teufels und des „Sündigen-müssen“, dem Tod und ewigen Gericht, der Verdammnis. So sind die Ergebnisse eines schonungslosen Bekenntnisses der Schuld vor Gott und dem Glaubensgehorsam an das Werk Gottes durch den Sohn heute deutlich. Der Sünder findet Annahme und Aufnahme bei Gott, dem Vater, als geliebtes Kind. Das ist etwas völlig anderes als gesetzliche Selbsterlösungswerke. Niemand kann sich selbst erlösen.

Insofern als das die Psalmisten gesetzestreue Gläubige sind, können also die Psalmen nicht 1:1 auf das Glaubensleben von Christen angewandt werden. Da ist zum Beispiel der Ruf nach Vergeltung, nach Rache. Da ist zudem die Sicht auf Gottlose und Gesetzlose als Feinde. Aber der Christ liebt seine Feinde, betet für jene, die ihn verfolgen und beleidigen und erduldet alles.

Auch ist das Christentum in den Psalmen noch ein Geheimnis, dass die Schreiber nicht kannten. Im Hinblick auf zukünftige Dinge, also Prophetie, waren sich die Schreiber oft nicht im Klaren, was das zu bedeuten hat, wenn sie von den Leiden die auf Christus kommen sollten und den Herrlichkeiten danach vorab redeten. Das sind die messianischen Psalmworte, die einzig auf den Herrn Jesus vor ca. 2000 Jahren als in Israel erschienenen Messias hinweisen.

Aber auch Prophetie, die bis heute nicht in Erfüllung gegangen ist, findet sich in den Psalmen. Denn der Herr Jesus wurde nicht angenommen und wird wiederkommen und in Israel als der verherrlichte Messias und König in Jerusalem regieren 1000 Jahre. Zum Segen der Menschheit und Israels. Und zwar auf Grundsatz der Gnade im neuen Bund mit Israel und nicht aufgrund des Haltens des Gesetzes. Die Wiederherstellung eines Überrestes aus Israel erfolgt aufgrund der Anerkenntnis des Werkes Christi am Kreuz.

Es soll also dargestellt sein, dass das Christentum nicht ein erweitertes Judentum ist. Gesetz und Gnade sind unvereinbare Gegensätze. Und noch einmal, das Christentum findet man in den Psalmen nicht. Deshalb sind die Psalmen von Christen nur durch die Brille des neuen Testamentes lesbar.

Ca. 115 Psalmen werden im neuen Testament angeführt. Insbesondere solche Worte, die sich auf den Herrn Jesus als Messias beziehen. Da sind seine Leiden beschrieben, aber auch seine Herrlichkeiten. Das sind Worte, wo der Christ Gemeinschaft mit ihm und mit Gott über seinen Sohn findet und dankbar die Weisheit Gottes rühmt.

Erstaunlich die Abfassungszeit von ca. 800 Jahren mit den unterschiedlichsten Verfassern und die ganz offensichtlich durch den Heiligen Geist geleitete Zusammenstellung der 150 Psalmen in 5 Büchern. Im Wesentlichen handelt es sich um die prophetischen Empfindungen des Messias inmitten eines gläubigen Überrestes aus Israel zur Zeit Jesu und der kommenden Drangsalszeit und dem anschließenden 1000-jährigen Friedensreich Christi.

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Uri.Kulm
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Ein dreiteiliger Psalm
a) die Empfindungen der Leiden des Messias im Dienst und am Kreuz und des gläubigen Überrestes, in deren Mitte er ist, von Seiten der Menschen (nicht jedoch die sühnenden und stellvertretenden Leiden als Opfer) und das gebet um Befreiung und Rettung
b) der Ruf nach Rache
c) der Lobpreis nach der Rettung

Der Herr Jesus leidet um der Gerechtigkeit willen durch die Anfeindung und durch das Empfinden des allgemein ihn umgebenden Bösen. Er ist versunken im Schlamm der Sünde und die Flut der Bosheit lässt ihn fast verzweifeln.

Er aber dient Gott. Sein ganzes Sein ist die Ehre und Verherrlichung Gottes. Aber genau das wird ihm zum Vorwurf gemacht. Er solle die Ehre Gottes erstatten, die er nicht geraubt hatte. Und die Schmähungen Gottes waren auf ihn gefallen.

Ohne Ursache wurde er verfolgt. Für seine Liebe angefeindet Psalm 109. Und er war inmitten des Volkes Gottes verhöhnt, verspottet und verlassen von den eigenen Familienmitgliedern. Seine Brüder glaubten nicht an ihn.

Aber wendet sich an Gott. Sein ganzes Vertrauen auf Rettung kommt von ihm. Auch wenn er Gott anruft um Rache, so überlässt er alles ihm.

Letztlich wird er befreit und Gott für die Bewahrung und Rettung loben mit denen, die an ich glauben und ebenfalls wie er die Feindschaft damals wie zukünftig ertragen mussten.

Aus diesem Psalm wird mehrfach im NT zitiert:
- Vers 5 ohne Ursache gehasst Joh 15,25
- Vers 10a Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt Joh 2,17
- Vers 10b die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. Röm 15,3
- Vers 22 Und sie gaben in8 meine Speise Galle9, und in meinem Durst tränkten sie mich mit Essig. Mt 27,34.48; Mk 15,36; Lk 23,36; Joh 19,29.30
- Vers 23 Es werde zur Schlinge vor ihnen ihr Tisch, und ihnen, den Sorglosen, zum Fallstrick! Röm 11,9-10
- Vers 26 Verwüstet sei ihre Wohnung10, in ihren Zelten sei kein Bewohner! Apg 1,20

Auch Christen können und sind auch heute real in gleicher Weise um der Gerechtigkeit und ihres Bekenntnisses willen in Leiden. Römer 8,17; 1. Petrus 3,14 Durch Leiden geht es zur Herrlichkeit. Der Herr Jesus ist uns darin vorangegangen. 1. Petrus 3,18 Lasst uns für sie um Ausharren beten.

Erstaunlich wird allerdings, dass die Juden bis heute den unter ihnen ehemals weilenden Messias bis heute nicht anerkennen obwohl die Schriften eindeutig auf seine Verwerfung und anschließende Erhöhung hinweisen. Aber bald werden sie ihn sehen wie er ist, wenn er zum zweiten Mal auf die Erde kommt. Offb 1,7

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Uri.Kulm
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Das Thema dieses Psalms ist die erwartete wiederhergestellte Gemeinschaft mit Gott im Heiligtum Psalm 27,4; 42,5, die vormals genossen wurde (erstes Psalmbuch) und nach deren erneuten Genuss sich der Psalmist sehnt. Ganz nach dem Hauptthema des zweiten Buches: „der gläubige Überrest in die Wüste/auf die Berge geflohen (Psalm 63,1; Mt 24,16; Offb 12,14), vertrieben aus Jerusalem, fern vom Tempel, der Gegenwart des Herrn, in dem der Gräuel der Verwüstung, der Antichrist sein Unwesen treibt, die Liebe der Vielen erkaltet ist und sie einen Bund mit dem Gottlosen geschlossen haben und sein Zeichen an der Stirn tragen“, bleiben der Messias, der Gesalbte Gottes und mit ihm die Gläubigen im Vertrauen, Zuversicht auf die Durchhilfe Gottes, reichlich gefunden in Drangsalen und werden trotz der Notvollen Umstände gekräftigt. „Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt.“ „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht.“ „Die Freude im Herrn ist unsere Stärke.“ „Sich erhalten in der Macht seiner Stärke.“

Wohnung und wohnen bei Gott Psalm 23,6, mithin dann endlich zur Ruhe gekommen und glücklich zu sein in der Gegenwart Gottes, geht der Gläubige durch die Welt, die ihm gekreuzigt ist und er ihr, dem himmlischen Ziel, dem Haus des Vaters, entgegen. Die Schönheit des Heiligtums und die darin gesehene Herrlichkeit Gottes und seines Gesalbten lassen den Gläubigen das Tränental Psalm 23,4 schon jetzt zu einem Quellenort werden.

Der Herr Jesus hat die Entbehrung in einer ihn verachtenden Welt zutiefst empfunden: „die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels haben Nester, der Sohn des Menschen hat jedoch keinen Platz, wohin er sein Haupt legen kann“. Aber das Heiligtum, die Altäre und die Ehre Gottes sind seine Speise. Der Vater hat ihn nicht allein gelassen, weil er allezeit das ihm Wohlgefällige tat. Joh 8,29

Zwei Altäre sprechen im Vorausbild vom Herrn Jesus, dem Christus/Messias:
a) der eherne/kupferne Altar im Vorhof
spricht vom ein- für allemal geschehenen Opfer des Leibes und Blutes
- Schlachtopfer: Brandopfer zur Sühnung für Gott und Sündopfer für den Sünder
- Speisopfer als Vorausbild auf den vollkommenen Dienst des Herrn Jesus
b) der goldene Altar im Heiligtum
- Darstellung der Vorzüglichkeiten des Herrn Jesus vor Gott weisen auf Anbetung

Wir haben einen Altar des Friedens, von dem kein Recht haben zu essen, die der Hütte dienen. Hebr. 13,10

In allen Umständen ist Gott, ist JHWH/Jehova der Heerscharen (für Israel) reichlich gefunden und gegenwärtig als Licht/Wärme (Sonne) zum Schutz/Schild und Bewahrung.

Dreimal wird eine Glückseligpreisung ausgesprochen: die in Gemeinschaft mit Gott sind (wohnen), sind es die ihn von Herzen wiederlieben, sich von Bösem fern halten, den Herrn loben und völlig auf den Herrn vertrauen können. Und es ist der Herr Jesus Christus/Messias/Gesalbte auf den Gott blickt wenn er auf die Gläubigen sieht. Sie sind heilige und geliebte des Herrn/Gottes, des Vaters und werden weder als Sünder/im Fleisch noch als fleischlich, sondern als abgesondert zum Lob im Heiligtum gesehen. Und es gibt für uns wahrlich jeden Grund Gott für seine unausprechliche Gabe in Gnade, den Herrn Jesus, und mit ihm jede geistliche Segnung in den himmlischen Örtern und für die tägliche Bewahrung zu danken. Bald wird er uns aus allen Drangsalen des Erdenweges zu sich erhöhen und wir werden seine Herrlichkeit teilen.

Und noch ein Hinweis: sie (die gläubigen Israeliten) erscheinen vor Gott in Zion. Wir versäumen unser Zusammenkommen nicht Hebr 10,25, wo wir gemeinsam das Wort Gottes hören (Lehre der Apostel), Gemeinschaft in der Gegenwart des Herrn Jesus miteinander pflegen, uns im Gebet verneigen und seinen Tod im Brotbrechen/Abendmahl verkünden Apg 2,42. Also: kein „schönes Wochenende (Samstag)“, sondern einen schönen Wochenanfang: „bis Sonntag in der Kirche“ aus Bedürfnis in der verheißenen Gegenwart des Herrn zu sein Mt 18,20 (erste Tag der Woche, Tag des Herrn, der ihm allein gehörende Tag – verkaufsoffener Sonntag, Brötchenholerei, aus der Kirche in die Kneipe usw.: ade.

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Uri.Kulm
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Des „großen Königs Stadt“ Ps 48,3; Mt 5,35, Jerusalem, kommt vor den mit den Gedanken Gottes beschäftigten Betrachter. Und das nenne ich wahre Gemeinschaft mit Gott, wenn das was Gott wohlgefällt, was ihn interessiert, auch die Gedanken des Gläubigen bestimmt.

Gott hat die Stadt gegründet und gebaut. Es ist Zion, der heilige Berg, der Tempel, das Heiligtum und Allerheiligste mit der Bundeslade. Der Ort, von dem Gott gesagt hat „daselbst will ich mit meinem Volk zusammenkommen“. Und es sind die die Mauern, Tore, Zinnen und vor allem seine Bewohner, alle Gläubigen die darin geboren sind und deren Namen im Buche des Lebens verzeichnet sind, alles was diese Stadt in den Augen Gottes schön und wertvoll macht. Denn in Zion steht auch der Königspalast und darin der Messias, der Sohn des Menschen, unser Herr Jesus.

Mauern und Tore reden von Absonderung und Schutz. Von drinnen und draußen. Von in Sicherheit wohnen und zur Ruhe gekommen sein bei Gott. Die Tore mussten gebälkt, überdacht, eingesetzt, mit Riegeln versehen und bei Bedarf geschlossen sein. Siehe Nehemia 3 und 7.

Betrachtet wird das Jerusalem im Nahen Osten in einer zukünftigen Zeit: nach der großen Drangsal wird von dort Frieden durch den Friedenskönig zu allen Nationen ausgehen. Und ganz Israel, ein gläubiger Überrest, die verschollenen 12 Stämme, werden dort als wohnen Ps 147,2 Alle Nationen werden dorthin kommen und anbeten. Ägypten, Babylon, Philistäa und Tyrus, Äthopien. Frieden unter allen ehemaligen Feinden Israels. Ps 68,30

Aber welche Bedeutung für uns, für Christen? Unser Blick geht zum Himmel. Dort ist die Stadt welche Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist Hebr 11,10; Offb 21,14.19. Schon Abraham, der Vater aller Gläubigen, hielt Ausschau nach ihr und nicht nach dem Palästina, in dem er als abgesonderter Fremdling weilte. Aber auch er hatte an diesem Ort die Begegnung mit Gott, auf dem Berg Morija, wo er Isaak, im Bilde unseren Herrn Jesus, opferte. Und wo Jakob gelebt hatte. Gott liebt diese Stadt mehr als die Wohnungen Jakobs.

Das himmlische Jerusalem Hebr 12,22 ist unsere „freie“ Mutter Gal 4,26 und ist nicht in Knechtschaft wie das irdische Jerusalem, jetzt noch unter Gesetz. Das himmlische Jerusalem kommt herab von Gott wie eine für ihren Mann geschmückte Braut Offb 3,12; 21,2.10. Die goldenen Gassen, die Mauern und 12 Tore, der Strom des Segens, das Heiligtum und das Lamm in ihrer Mitte, die Herrlichkeit Gottes und der ihr verliehne Lichtglanz. All das begeistert den sehnsüchtig nach dem Ziel ausschauenden Christen.

Wir, die Gläubigen aus der Gnadenzeit, die Wiedergebornen Menschen Gottes, sind das neue Jerusalem! Die himmlische Braut Christi. Vor der Drangsal zum Herrn hin entrückt und mit ihm wiederkommend um auf der Erde 1000 Jahre zu herrschen und zu regieren. Und am Ende dann für ewig auf neuer Erde im neune Himmel in ständiger Anbetung zur Verherrlichung des Herrn Jesus und Gottes bei ihm zu sein.

Das belebt, das lässt uns im Glauben überwinden, das erfreut uns und schon jetzt jubeln und tanzen von Herzen alle Erlösten. Und mehr und mehr wächst das Verlangen vom Glauben zum Schauen zu kommen und schon heute den Herrn Jesus völliger zu erkennen. Joh 16,13.14; Eph 3,18.19; Phil 3,8-16 Jedenfalls freue ich mich, dass mein Name in den Himmeln angeschrieben ist und ich bald meinen Herrn schauen werde von Angesicht zu Angesicht. Lk 10,20; Hebr 12,23

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Uri.Kulm
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Vers 1 macht eine allgemeine Aussage über den Gerechten
Vers 2 spricht der Messias, der abhängige Mensch Jesus Christus als Knecht Gottes, über sein Vertrauen zum Herrn
Vers 3 – 13 Aufgrund dieses Vertrauens (Vers 9) werden durch den Geist Zusagen des HERRN für den Messias gemacht
Vers 14 – 16 spricht der HERR dem Gesalbten Rettung/Befreiung zu und Bewahrung bis er in Ewigkeit bei Gott ist

Wie hat Gott/Jehova ein Auge auf den letzten Adam, den zweiten Menschen, in der Zeit vor 2000 Jahren hier auf der Erde. Während der Herr Jesus nur das tut und sagt was der Vater ihm aufträgt zeigt er seine Liebe/Wonne daran dessen Wohlgefallen/Willen zu tun und ihn zu verherrlichen/ehren und als Vater den Menschen zu offenbaren. Joh 3,35; 5,29; 8,28; 10,17; 14,31; 17,6; 18,11 Welch ein Lohn wird ihm verheißen: er wird verherrlicht als Mensch von und bei Gott, dem Vater. Joh 6,38.39; 12,27 ; 13,31; 17,1-4 ; Apg 3,13ff; Röm 6,4

Der Teufel kennt die Bibel, die Verheißungen für den Messias und will den Menschen Jesus verführen, ihn anzubeten, in dem er diesen Psalm zitiert, Vers 11.12; siehe Mt 4,6; Lk 4,10-11. Und wie müssen wir wachsam sein, um nicht im Hochmut in die Fallstricke des Teufels zu fallen (z.B. wenn wir den Psalm 1:1 auf uns anwenden und meinen, über jegliche Gefahr erhaben zu sein, so nach dem Motto: Gott wird unsere Unachtsamkeit – zur falschen Zeit, am falschen Ort/Lust der Augen und des Fleisches/Vergnügungsstätten; in falscher Verbindung/Beruf/Ehe/Freunde usw. - schon zu unseren Gunsten wenden und wir könnten auf Gnade hin sündigen).

Sicherlich sind die Engel ausgesandt zum Dienste derer willen die die Seligkeit ererben sollen Hebr 1,14. Und in Frömmigkeit, Gottesfurcht, Gottvertrauen und Geheiligtsein unseren Weg in der Nachfolge Christi durch die Welt zu gehen, wird uns bewahren. Dabei Liebe zur Wahrheit zu haben und die Wahrheit festhalten in Liebe gibt uns Sicherheit, Gewissheit und Genuss der Gemeinschaft mit Gott. Aber auf den Herrn Jesus, den Messias, kann dieser Psalm uneingeschränkt angewandt werden. Wie ist er unser großes Vorbild 1. Petrus 1,11.12; 2,21; 3,18; 4,1

Und am Ende eines vollkommenen Dienstes in Verwerfung, Leiden, Schmerzen und Tod wird der Messias von Gott als Haupt über alles zum Herrscher erhoben und über seine Feinde wird ein gerechtes Gericht ausgeübt Vers 7.8; Ps 110,1 Auch wir werden zu ihm hin erhöht, nach einem Leben zur Ehre Gottes und des Herrn Jesus, alles mit ihm vom Himmel her sehen Vers 8. Und wie freuen wir uns schon jetzt mit ihm, wenn er dann endlich in der Welt die Ehre erhält, die ihm vor 2000 Jahren versagt blieb. Schon jetzt sehen wir ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt bei Gott im Himmel auf seines Vaters Thron und loben, preisen und anbeten ihn Hebr 2,9.

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Uri.Kulm
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Die ersten 12 Verse und Verse 24.25 sind ein Gebet aus Herzensnot. Der Gerechte ist einsam. Und wer war jemals so einsam wie der Herr Jesus? Keiner vor und nach ihm. Von den Menschen ausgestoßen auf das Kreuz erhöht ist der Himmel verschlossen, da auf ihm die Sünden liegen und Gott sich von ihm abwendet Psalm 22,1. Schwer lastet die Hand Gottes, das Schwert das wider ihn, den Genossen Gottes, erwachte Sach 13,9, dem HERRN gefiel es ihn zu zerschlagen, er hat ihn leiden lassen Jes 53.

Und im Garten Gethsemane steht die ganze schwere des Werkes von Golgatha vor seiner Seele und er bringt mit starkem Geschrei und zu werden: Jesus wurde nur 33 Jahre alt! Haben wir ein Empfinden für die Not unseres Heilandes die er um unseres Willen erduldet hat?

Aber er sieht auch die Notwendigkeit seines stellvertretenden Opfers Vers 19 für ein künftiges Geschlecht, dass erschaffen werden soll Joh 10,14-16. Und für ihn, den vollkommenen Diener und treuen Knecht, den Messias, unseren Herrn Jesus, gibt es nicht nur Befreiung aus der Not, sondern mehr noch: Erhöhung über alles und alle Welt wird sich ihm unterwerfen und die seinen werden ihm dienen in seinem 1000 jährigen Friedensreich nach der Drangsal.

Und dann wird aufgezeigt, dass der Messias JHWH, das er Jesus Christus ist: der Schöpfer- und der Heilandgott von Ewigkeit in Ewigkeit. Er ist immer derselbe, unveränderlich von Ewigkeit, der da ist, der da war und der da kommt 5. Mose 32,39; Neh. 9,6; Hebr 13,8; Offb 1,8. Und er hat Gemeinschaft/wohnen mit denen, deren Erlösung wegen er hier am Kreuz gelitten hat und gestorben ist. Gegenstand ewiger Anbetung der Seinen. Tränen seine Not vor den Vater. Siehe auch Psalm 88 Er fleht, nicht in der hälfte seiner Tage weggenommen

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Uri.Kulm
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Vers 1 wird im NT zitiert: Mt 22,44; Mk 12,36; Lk 20,42-43; Apg 2,34-35; Heb 1,13;

Vers 4 in Heb 5,6; Heb 7,17; Heb 7,21.

Zu Vers 1 siehe: „Als aber die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus und sprach: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids. Er spricht zu ihnen: Wie nennt David ihn denn im Geist Herr, wenn er sagt: „Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege unter deine Füße.“ Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, noch wagte jemand von dem Tag an, ihn ferner zu befragen.“ Mt 22,42 ff
Die Pharisäer hatten keine Antwort auf die Frage des Herrn Jesus. Und wir? Können wir die Frage beantworten? JHWH/Jehova/Gott spricht zum Herrn/adon adon Davids. Deutlich erkennen wir, dass David seinen verheißenen Sohn auf dem Thron, den Herr Jesus Christus, 1000 Jahre zuvor prophetisch als sein „Herr“ anerkennt. D.h. der Herr Jesus ist JHWH/Jehova und ihm wir als Mensch nach vollbrachtem Erlösungswerk am Kreuz und Tod/Grab/Auferstehung/Himmelfahrt der Platz höchster Ehre zuteil und Gott wird ihm seine Feinde zum Gericht übergeben. Alle werden sich vor ihm niederwerfen. Phil 2,6ff Und er wird ein gerechtes Gericht üben. Weil er auf dem Weg durch diese Welt in Abhängigkeit und Niedrigkeit aus dem „Bach“ getrunken hat. Nach einem Leben in der Welt der Sünde zur Ehre Gottes und unserem Heil ist er mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt über alles hoch erhoben bei Gott. Der ewige Sohn Gottes als verherrlichter Mensch im Himmel.

Und mehr noch: in Vers 4 wird der „Herr“ Jesus zur Rechten Gottes als Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks gesehen, d.h. er ist Priester und König zugleich, so wie Melchisek, König des Friedens/Wohlfahrt/Gerechtigkeit und Priester Gottes des Höchsten. 1. Mo 14,18; siehe Hebr 5,10; 6,20; 7,1.10.11.15.17.21 Als Priester in Ewigkeit ist er der Anführer der Anbetung Gottes heute schon im himmlischen Heiligtum sowohl, als auch zukünftig im Tempel in Jerusalem in der Mitte des gläubigen Überrestes aus Israel priesterlich dienen.

Und es gibt ein williges Eigentumsvolk des Messias Psalm 147,2, gesammelt aus allen Völkern. Ein Volk, dass mit ihm herrschen und regieren wird. Es kommt aus der Morgenröte. Wie Maleachi sagt: „Die Sonne der Gerechtigkeit wird aufgehen über Israel“. Heute ist Juda unwillig. Sie haben immer noch nicht erkannt, dass ihr Messias hier war. Aber bald wird die Erkenntnis reifen und seinetwegen werden wehklagen alle Stämme des Landes, wenn er kommt mit den Wolken und jedes Auge ihn sehen wird, auch die ihn durchstochen haben.

Was wir hier nicht finden, ist die Kirche/Gemeinde/Versammlung/ecclesia. „Siehe ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat“ Hebr 2,13; Jes 8,18 Das ist nirgens in den Psalmen zu finden. Für uns ist der Herr Jesus der glänzende, der Morgenstern, der schon jetzt in unseren Herzen aufgegangen ist. Der vor dem Sonnenaufgang erscheint. Offb 22,16 Wir freuen uns über seine Verherrlichung nach den Leiden und dienen ihm in Erwartung seines Kommens.

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