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Gedanken zu den Psalmen - Einleitung

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Uri.Kulm
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Psalm heisst Lobpreis oder Loblied. Aber oft liest man von Leiden und Verfolgung. Da kann die Seele sich nicht zum Lob erheben. Erst nach der Befreiung aus notvollen Lebenslagen erklingt das Lob. Dabei ist die Not manchmal auch selbstgemacht. Zur falschen Zeit, am falschen Ort oder das Bewusstsein von Sünde ist vorhanden. So bei den etwa 70 von David gedichteten Psalmen. Und denen der Söhne Korahs.

Die Psalmen sind von Israel für Israel geschrieben. Die Schreiber sind alttestamentlich Gläubige. Diese leben unter Gesetz, d. h. „tue dies und du wirst leben“. Der Christ lebt aber nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Ein anderer, der Herr Jesus, hat alles getan und das Gesetz erfüllt. Der Christ weiss und hat bekannt, dass Gott gerecht ist und den Sünder verurteilen muss. Denn Gott urteilt: „da ist keiner der Gott suche, keiner der Gutes tut, keiner der gerecht ist, alle haben gesündigt“. Wer ein Gesetz übertritt, ist aller Gebote schuldig geworden. Mithin braucht der Mensch Vergebung von Seiten Gottes. Der Mensch braucht das Werk Christi vom Kreuz auf Golgatha. Vergebung, Rechtfertigung, Befreiung von der Macht des Teufels und des „Sündigen-müssen“, dem Tod und ewigen Gericht, der Verdammnis. So sind die Ergebnisse eines schonungslosen Bekenntnisses der Schuld vor Gott und dem Glaubensgehorsam an das Werk Gottes durch den Sohn heute deutlich. Der Sünder findet Annahme und Aufnahme bei Gott, dem Vater, als geliebtes Kind. Das ist etwas völlig anderes als gesetzliche Selbsterlösungswerke. Niemand kann sich selbst erlösen.

Insofern als das die Psalmisten gesetzestreue Gläubige sind, können also die Psalmen nicht 1:1 auf das Glaubensleben von Christen angewandt werden. Da ist zum Beispiel der Ruf nach Vergeltung, nach Rache. Da ist zudem die Sicht auf Gottlose und Gesetzlose als Feinde. Aber der Christ liebt seine Feinde, betet für jene, die ihn verfolgen und beleidigen und erduldet alles.

Auch ist das Christentum in den Psalmen noch ein Geheimnis, dass die Schreiber nicht kannten. Im Hinblick auf zukünftige Dinge, also Prophetie, waren sich die Schreiber oft nicht im Klaren, was das zu bedeuten hat, wenn sie von den Leiden die auf Christus kommen sollten und den Herrlichkeiten danach vorab redeten. Das sind die messianischen Psalmworte, die einzig auf den Herrn Jesus vor ca. 2000 Jahren als in Israel erschienenen Messias hinweisen.

Aber auch Prophetie, die bis heute nicht in Erfüllung gegangen ist, findet sich in den Psalmen. Denn der Herr Jesus wurde nicht angenommen und wird wiederkommen und in Israel als der verherrlichte Messias und König in Jerusalem regieren 1000 Jahre. Zum Segen der Menschheit und Israels. Und zwar auf Grundsatz der Gnade im neuen Bund mit Israel und nicht aufgrund des Haltens des Gesetzes. Die Wiederherstellung eines Überrestes aus Israel erfolgt aufgrund der Anerkenntnis des Werkes Christi am Kreuz.

Es soll also dargestellt sein, dass das Christentum nicht ein erweitertes Judentum ist. Gesetz und Gnade sind unvereinbare Gegensätze. Und noch einmal, das Christentum findet man in den Psalmen nicht. Deshalb sind die Psalmen von Christen nur durch die Brille des neuen Testamentes lesbar.

Ca. 115 Psalmen werden im neuen Testament angeführt. Insbesondere solche Worte, die sich auf den Herrn Jesus als Messias beziehen. Da sind seine Leiden beschrieben, aber auch seine Herrlichkeiten. Das sind Worte, wo der Christ Gemeinschaft mit ihm und mit Gott über seinen Sohn findet und dankbar die Weisheit Gottes rühmt.

Erstaunlich die Abfassungszeit von ca. 800 Jahren mit den unterschiedlichsten Verfassern und die ganz offensichtlich durch den Heiligen Geist geleitete Zusammenstellung der 150 Psalmen in 5 Büchern. Im Wesentlichen handelt es sich um die prophetischen Empfindungen des Messias inmitten eines gläubigen Überrestes aus Israel zur Zeit Jesu und der kommenden Drangsalszeit und dem anschließenden 1000-jährigen Friedensreich Christi.

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Uri.Kulm
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Hier sieht der erlöste Jünger im Bild eines Schafes seinen guten Hirten Jesus Christus. Er beschreibt seine Zuneigung, seine Liebe und Fürsorge als Zeugnis vor anderen.

Aber er spricht auch den Hirten direkt mit „du“ an als einen, mit dem er vertrauten Umgang hat. In allen Lebenslagen ist er für sein Schaf da. Und am Ende wird er wohnen bei seinem Hirten, Heiland und Herrn in dessen Herrlichkeit. Wir werden allezeit in innigster Gemeinschaft bei dem Herrn sein.

In Johannes 10 macht der Herr Jesus Aussagen über sich und seine Schafe. Sicherheit, Gewissheit und Genuss sind nur in ihm gegeben. Sie sind in seiner Hand und der Hand des Vaters und können nie mehr verloren gehen. Sie gehören ihm für Zeit und Ewigkeit. Er kennt jeden persönlich mit Namen und er ist gekannt von den Seinen und sie folgen alleine ihm.

Und es sind nicht „nur“ die Schafe aus dem Schafhof Israel die er zu Gott bringt, sondern auch solche, die nie in einem Schafhof waren. Sie werden eine Herde sein und einen Hirten haben. Er ist die Tür der Schafe. Sie werden ein- und ausgehen und Weide finden.

Wie viele christliche Bekenner können diesen Psalm auswendig aufsagen? Aber ist er wirklich ihr Hirte, der für sie am Kreuz starb und nun ausschließlich ihr Leben bestimmt?

Weil ich Jesu Schäflein bin,
freu ich mich nur immerhin
über meinen guten Hirten,
der mich wohl weiß zu bewirten;
der mich liebet, der mich kennt
und bei meinem Namen nennt.

Unter seinem sanften Stab
geh ich aus und ein und hab
unaussprechlich süße Weide,
dass ich keinen Mangel leide;
Und so oft ich durstig bin,
führt er mich zum Brunnquell hin.

Sollt ich denn nicht fröhlich sein,
ich beglücktes Schäfelein?
Denn nach diesen schönen Tagen
werd ich endlich heimgetragen
in des Hirten Arm und Schoß.
Amen, ja, mein Glück ist groß!

uri-kulm antworten


Uri.Kulm
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Als Folge des gehorsam ausgeführten Erlösungswerkes für Israel (und uns) und zur Ehre Gottes ist der Messias zu Gott erhöht. Er, der Schöpfergott, der durch sein Wort in Machtvollkommenheit alles aus sich selbst, aus dem Nichterscheinenden, ins Dasein gerufen hat und erhält, war als Mensch in Niedrigkeit auf der Erde. Aber Gott hat seinen Messias zum König bestimmt. Psalm 2.

Wer kann aus sich selbst, aufgrund eigener Vollkommenheit oder gerechter Werke zu ihm kommen? Nur wer an Jesus Christus glaubt und weiß, dass er unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt wurde. Wir sind nicht wegen unserer gerechten Taten erlöst, sondern weil Gott uns aus Liebe zu sich erhob. Gott sieht uns in Christo als solche „unschuldiger Hände und reinen Herzens, der nicht zur Falschheit erhebt seine Seele und nicht schwört zum Trug. Der Segen empfängt vom HERRN, und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die sein Angesicht suchen – Jakob. (Sela.)“.

Aber das ist nicht unsere Beschreibung, sondern die des Messias! Und weil er so vollkommen gedient und Gott geehrt hat wird er König auf der Erde sein.

Der Herr Jesus ist nicht König der Christen. Er ist König Israels. Israel, die Israeliten, sollen ihn als König erwarten und Jerusalem die Tore öffnen. Er kommt wieder und wird herrschen und regieren 1000 Jahre in seinem Friedensreich. Dieses Reich ist jetzt nicht "mitten unter uns". Jesus Christus ist im Himmel. Und es ist kein Reich im Himmel, sondern wird auf der Erde sein.

Wir, die Seinen der Gnadenzeit, die er vorher zu sich ins Vaterhaus geholt hat, kommen mit ihm auf die Erde und werden mitregieren. Zum Segen Israels und der ganzen Erde.

Huldigung und Macht und Ehre
sei dem Lamm auf Gottes Thron,
Preis, Anbetung Ihm sich mehre,
dem erhöhten Menschensohn,

der zu Seines Vaters Rechten
siegreich thront im Heiligtum
über Fürstentümern, Mächten,
unvergänglich ist Sein Ruhm!

Aller Würden wert geachtet
und mit höchstem Ruhm bedacht
ist das Lamm, das einst geschlachtet,
zu empfangen Kraft und Macht.

Ihm muss alles bald sich beugen,
Himmel, Erde, nah und fern,
Seine Hoheit zu bezeugen,
Ihm zu huldigen, dem Herrn!

Wir auch rühmen den Erhöhten,
dessen Name nie vergeht,
fallen nieder, anzubeten
Seine heil'ge Majestät.

Bald wird dort, in reinen Sphären,
zu des Lammes Herrlichkeit
unvermindert kraftvoll währen
unser Lob, das Ihm geweiht!

uri-kulm antworten
Uri.Kulm
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Hier finden wir den Ausdruck eines glücklichen und seligen/eretteten Gläubigen, der nicht „nur“ einmalig Vergebung bei seiner Bekehrung empfangen hat, sondern der vor allem im Bewusstsein der vergebenden und dauerhaft zudeckenden Gnade als „Frommer“ lebt und auch, wenn er einmal in „Sünde“ gefallen ist, die wiederherstellende Gnade erfahren hat!

Wenn wir unsere Sünden offenlegen/aufdecken und in Aufrichtiger Scham/Reue bekennen, ist Gott gerecht, weil Jesus Christus, der Gerechte beim Vater die Sühnung für unsere Sünden ist, und Gott vergibt und zudeckt. 1. Johannes 1,9 „Eurer Sünden und Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.“ Jeremia 31,31-34; Hebräer 8,12; 10,17; Sünden hinter den Rücken geworfen, in die Tiefe des Meeres verbannt. Jesaja 38,17; Micha 7,19

Der wiedergeborene Christ, (es gibt viele, die sich „Christen“ nennen, aber kein Leben aus Gott haben 2. Timotheus 3,1 ff) in die Stellung eines geliebten Kindes Gottes gekommen 1. Johannes 3,1, geht nie mehr verloren und wird auch nie mehr von Gott als „Sünder“ gesehen, sondern Gott sieht auf den Sohn seiner Liebe und in ihm alle Gläubigen. Der Herr Jesus ist für ihn gestorben als der gute Hirte. Psalm 22; 23 Der Gläubige erfreut sich dankbar der Gnade seines Heils in Christo.

Jedoch kann er fleischlich sein oder auch in Sünde fallen oder schlimmer, die Reinigung der vorigen Sünden vergessen und in der Welt wie ein Weltmensch leben. Die alte Adamsnatur ist noch da und will ihren Anspruch unter Anreizung durch den Teufel geltend machen.

Jedoch kann in der Kraft des Heiligen Geistes unter Wirkung des Wortes Gottes das mit Christus gekreuzigte Fleisch im Tode gehalten werden. Täglich (und nicht nur einmalig zu besonders angesetzten „kirchlichen“ Ritualen) erinnert er sich an sein mit-Christus-gestorben-sein, das er in der Taufe bekannt hat. Der Christ „muss“ nicht mehr sündigen, wie vor der Bekehrung.

Aber wenn der Christ gesündigt hat, hat er dies im Licht des Wortes Gottes getan und verliert den Genuss der Gemeinschaft und ist betrübt. Der Geist Gottes und die Fürsprache Christi beim Vater werden bemüht sein, ein Erkennen und Bekennen der Zielverfehlung zu bewirken. Er bittet den Vater „Lass mich wiederkehren die Freude meines Heils!“ Psalm 51,14

Mit der Wiederherstellung geht eine Belehrung des Herrn einher, wie Bewahrung und Freude in der Gemeinschaft auf dem weiteren Weg erhalten bleiben können: Vers 8 und 9. Rettungsjubel und Güte/Gunst Gottes begleitet uns täglich. Und in Gemeinschaft mit gleichgesinnten Gläubigen kann von den guten Erfahrungen berichtet werden und andere aufgefordert werden selbst sich den Weg mit Gott in dieser Weise einzurichten.

Wenn ich hier unmittelbar eine allgemeine Anwendung des Psalms auf Christen und im Sündenbekenntnis und Glaubensgehorsam für alle Menschen gemacht habe, so bleibt dennoch wahr, dass auch dieser Psalm in erster Ansicht prophetisch von Israel für Israel geschrieben wurde. Es ist der „Gerechte“ der hier seine Gedanken zum Ausdruck bringt, der gläubige, gesetzestreue Israelit, der als Überrest in der Mitte eines gottlos gewordenen Volkes, die Gemeinschaft mit Gott sucht und Vergebung und Annahme und Aufnahme bei Gott kennt. Und der Gerechte ist Jesus Christus, der unter den Gläubigen den stellvertretenden Platz für ihre Sünden einnimmt und diese bekennt.

Der Herr Jesus tat keine Sünde, kannte diese nicht und in ihm war und ist keine Sünde. Er war, ist und bleibt der Sündlose, der Mann, der nicht sündigen konnte. Aber in dem er sich eins macht mit den Gläubigen kann er sie vor Gott als wahrer Fürsprecher vertreten als der, der für ihre Sünden gestorben ist und vollkommen vertritt. Danke, Herr Jesus!

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Uri.Kulm
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Die beiden letzten Psalmen des ersten Buches weisen einmal mehr, wie schon in den vorherig genannten Psalmen, auf den Messias hin. Es ist der Herr Jesus Christus, zum Einen in der Zeit vor 2000 Jahren, zum Anderen in der kommenden Zeit vor dem 1000jährigen Reich, in dem er als König und Hoherpriester auf der Erde in der Hauptstadt seines Reiches, Jerusalem, regieren und im dortigen Tempel dienen wird.

In den ersten 6 Versen von Psalm 40 wird vorausschauend der Beginn des Reiches und der Lobpreis Gottes über die Befreiung des Messias und die Rettung des gläubigen Überrestes Israels aus der Drangsal beschrieben. Der Messias und die Gläubigen, die mit ihm in Gemeinschaft sind, singen dann ein neues Lied. Auch wir werden neue Lieder im Himmel singen. Und auch solche Lieder, die wir schon auf der Erde zum Lob Gottes und des Herrn Jesus gesungen haben. Offenbarung 1,5; 5,9 Welch eine Freude für sie und für uns. Vers 17.

Aber in Vers 7 – 18 blickt der Messias auf den Anfang zurück. Seine Sendung durch Gott, den Vater, seine Bereit- und Freiwilligkeit sich senden zulassen und er zeigt was sein innerster Wunsch in seinem Herzen war: den Willen Gottes nach den Schriften zu tun, bis zum Äußersten, sein Leben zu lassen. „Meine Speise ist es, den Willen Gottes zu tun und sein Werk zu vollbringen“ Johannes 4,34. Und er ist sich bewusst, dass schon vordem in den Propheten, ja, vor Grundlegung der Welt, der Ratschluss Gottes bestand und aufgezeichnet war, ihn durch Leiden in seine Herrlichkeit einzuführen. 1. Petrus 1,19ff

Hebräer 10,5-7 zitiert dies Verse 5-7 des Psalmes. Hier im Psalm heißt es: du hast mir Ohren gegraben, d.h. ständig nach dem Willen Gottes zu fragen. Siehe Jesaja 50,4 In Hebräer wird der von Gott bereitete Leib erwähnt. In diesem Leib konnte er sterben, was ihm als Sohn Gottes, als Gott nicht möglich war. Er ist das Opfer für die Sünde und die Sünden und der Wohlgeruch des Brand- und Speisopfers im Vorausbild des AT 3. Mose 1-7. Gehorsam und Gerechtigkeit hat Gott gefordert und nicht fremde Opfer. Jesus Christus hat das einmalige Opfer seines Leibes und Blutes zur Verherrlichung Gottes und zu unserem Heil gebracht. Hebräer 10,10

Und auch Israel wird, wenn sie in den neuen Bund eintreten werden zu Beginn des 1000jährigen Reiches, aufgrund de Opfers Christi am Kreuz gerettet werden. In der großen Versammlung des dann aus allen Völkern zurückgeführten Israeliten wird der König und Hohepriester die Gerechtigkeit Gottes verkünden. Gott ist gerecht, wenn er den bußfertigen Sünder aufgrund des Opfers Christi rechtfertigt und die gottlose Welt verurteilt.

Aber noch sieht sich der Messias von seinem Volk verworfen und ungerechtfertigt angegriffen. Er sucht Zuflucht bei Gott. Er empfindet die ganze Not der Angriffe des und der Feinde(s). Das volle Lob Gottes wird erst in den letzten Psalmen besungen.

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Uri.Kulm
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Eine weitere der 25 Glückseligpreisungen in den Psalmen wird demjenigen zugesprochen, der Mitgefühl und Mitleiden mit dem leidenden Messias hat. (In der gesamten Bibel gibt es 100 Glückseligpreisungen, die wir im Wesentlichen auf uns selbst anwenden dürfen.)

In Vers 10 wird Judas Iskariot beschrieben. Der Herr Jesus hat ihm vertraut, nennt ihn noch bei der Gefangennahme Freund. Doch wie sehr hat der Herr Jesus, der in Lauterkeit des Herzens vor Gottes Angesicht Wandelnde, der allezeit das dem Vater wohlgefällig tat, und bei aller Feindschaft demütig und sanftmütig blieb, die Feindschaft der Juden vom Kleinsten bis zum Größten und die Verachtung der Römer empfunden. Die Leiden von Seiten der Menschen, körperlich, seelisch, geistig haben in zutiefst getroffen. Siehe auch Psalm 22, 69 u.a. Für seine Liebe feindeten sie ihn an. Er aber war stets im Gebet, Psalm 109,5 in Gemeinschaft mit dem Vater. Ohne Ursache gehasst (Psalm 7,5; 35,7.19; 38,20; 69,5; 109,3; 119,78.88.161; Klgl 3,52; Joh 15,25) blieb er dennoch Gott geweiht.

Können wir etwas mitempfinden wenn wir auf den Mann der Schmerzen und mit Leiden vertrauten blicken? Jesaja 53 Haben nicht wir und unsere Sünden ihm dieses Leiden eingebracht? Insbesondere dann auch die Leiden in den drei Stunden der Finsternis als Sündenträger unter der Hand Gottes? Wir werden ihn in Ewigkeit anbeten für seine Liebestat. Doch schon heute dürfen wir in Gemeinschaft uns jeden Sonntag bei seinem Gedächtnismahl mit seinen Leiden und seinem Tod beschäftigen. Und vor allem auch täglich ihm danken für unsere große Errettung. Willst nicht auch du in dieses Lob mit einstimmen wollen?

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Uri.Kulm
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Der Gläubige bewundert prophetisch den Messias in der Erfüllung des Ratschlusses Gottes von Grundlegung der Welt an:

1. der Sieger von Golgatha
- mit Macht und Autorität versehen übt er gerechtes Gericht an seinen Feinden vor der Aufrichtung seines Friedensreiches an Israel und allen Völkern Vers 4 – 7
- der Grund für seine Erhöhung ist in seinem Wandel vor ca. 2000 Jahren als abhängiger Mensch zu sehen, es war in Gnade und Wahrheit und in Liebe zur Gerechtigkeit, in Sanftmut und Hass auf Gottlosigkeit hier Vers 5.8
- es gibt zukünftige Genossen/Gefährten, damals die Jünger auf der Erde, jetzt die Erlösten der Gemeinde, und dann der gläubige Überrest aus Israel, der aus der Drangsal kommt, aber der Messias ist als Haupt über alles an die erste Stelle gesetzt, weil er wegen der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldet hat. Und hier wird prophetisch diese Freude als ein herrliches Ergebnis für sich selbst, aufgrund seines vollbrachten Werkes, die Gott ihm bei seinem zweiten Erscheinen auf der Erde geben wird, als der Gesalbte/Messias/Christus erwähnt.

2. der König
- der Herr Jesus ist König in Israel. Aber er ist nicht König der Christen. Für uns ist er Heiland und Herr. Unser Teil ist bei ihm im Himmel. Das Erbteil Israels ist auf der Erde. Wir werden mit im herrschen und regieren 1000 Jahre, denn er wird uns mit sich bringen nach dem er uns zuvor im Erscheinen für die Seinen zu sich entrückt hatte.
- Und er wird Gott genannt, der auf seinem Thron sitzt. Vers 7
- Seine Kleider sind Myrrhe = ehemalige Leiden, Aloe = Heilung, Kassia = Wohlgeruch

3. der Bräutigam
- Seine himmlische Braut, die Kirche/Gemeinde/Versammlng/ecclesia von Pfingsten bis zur Entrückung ist zu seiner Rechten, die Königin. Gold, ein Bild der Gerechtigkeit Gottes, kennzeichnet die zu Christus erhöhte Braut aus jedem Volk, Stamm, Sprache, Nation. Abgesondert von der natürlichen Herkunft ist sie nur für den Herrn Jesus da, damit er verherrlicht wird in denen die geglaubt haben 2. Thessalonicher 1,10; Johannes 17,4. Der Christus hat die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben Epheser 5,25. Sie ist die kostbare Perle di er als Kaufmann erworben hat, indem er alles verkauft um sie zu besitzen Matthäus 13. Und sie ist die Braut des Lammes Offenbarung 19,7b.8., Sie hat die Herrlichkeit Christi und Gottes Philipper 3,21; Offenbarung 21,11

- Der gläubige Überrest aus Israel sind die Königstöchter, Jungfrauen, Gefährtinnen des Bräutigams. Auch sie kennen die Freude des Heils im zukünftigen neuen Bund und die Gemeinschaft mit ihrem Messias. Sie sind die Geladenen zur Hochzeit des Lammes. Offenbarung 19,9; 21,2

Stimmen wir ebenfalls mit geübten Worten mit dem Psalmisten ein in den Lobgesang über seinen und unseren Herrn Jesus Christus. Wir huldigen ihm indem wir uns von Sünde und Welt unbefleckt erhalten und in Anbetung uns vor ihm schon jetzt verneigen. Um das zu sagen, was unsere Herzen erfüllt müssen wir nicht vorformulierte Liturgien rezitieren, sondern dürfen, so wie die Wahrheit die in dem Christus ist aus Gnade im Studium der Schrift erkennen durften in freien Worten das Lob reden, lesen und singen:

Indem wir die Vorzüglichkeiten seiner Person vor Gott erwägen können wir in Geist und Wahrheit den Vater anbeten. Er sucht solche als seine Anbeter. Johannes 4,23.24 Es ist der Geist Gottes, der uns in die ganze Wahrheit leitet und die Wohlannehmlichkeit der Person Christi vor uns stellt. Johannes 16,13.14

Er ist der Erstgeborene, der Sohn des Menschen im Himmel, der jeden Vorrang hat; er ist der Eingeborene, der Einzigartige, ewige Sohn Gottes, der des Vaters Herz und Wesen kundgemacht hat.

uri-kulm antworten
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