Benachrichtigungen
Alles löschen

Gegensatz Altes und Neues Testament

Seite 2 / 5

ylya7
 ylya7
Themenstarter
Beiträge : 1

Liebes Forum,

im Alten Testament ist sehr häufig die Rede von Eroberungen, ganze Volker werden ( im Auftrag Gottes !) vernichtet, Mord und Totschlag sind von Gott teilweise gefordert - Jesus spricht von Feindesliebe und Vergebung - ich kriege das nicht zusammen. 

Hat sich der Allmächtige denn im Lauf der Zeit verändert ?

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso das verheißene Land dem Volk Israel nur durch Kriege gegeben werden konnte. 

 

 

Antwort
106 Antworten
2 Antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1255
Veröffentlicht von: @ylya7

Liebes Forum,

im Alten Testament ist sehr häufig die Rede von Eroberungen, ganze Volker werden ( im Auftrag Gottes !) vernichtet, Mord und Totschlag sind von Gott teilweise gefordert - Jesus spricht von Feindesliebe und Vergebung - ich kriege das nicht zusammen. 

Hat sich der Allmächtige denn im Lauf der Zeit verändert ? 

Gott hat sich nicht verändert.

Das Handeln Gottes dagegen wohl, zumindest entnehme ich das der Bibel.

Erst schuf er Adam, dann, da er sah dass es nicht gut sei, dass Adam allein sei, nahm er Fleisch von ihm und schuf Chava.

Er platzierte ihn in den Garten Eden damit er dort einer Beschäftigung nachgehe. Adam und Chava taten dies nicht so, sondern folgten den Worten der Schlange, daraufhin wurden sie von dem Garten Eden vertrieben.

 

Und so weiter und so fort.

Weiteres Beispiel:

Die Sintflut, als er fast allem Menschen auf der Erde vernichtet.

 

Was ist nun mit Jesus?

Auch er spricht von Trennung, von Menschen, denen es gut ergehen wird, und Menschen, welchen es schlecht ergehen wird.

 

Wem wird es gut und wem schlecht ergehen? Ganz einfach, wer Jesus Worte hört und tut, dem verspricht (versprach) Jesus, dass es ihm zunächst schlecht und später gut ergehen wird.

 

Matthäus 5

11Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen.

Mathäus 7

24 Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; 

....

Die Stellen mit dem Töten von Völkern, Du kannst gern die Stellen anbringen. Ich kenne sie nicht alle auswendig, ich weiß eine Stelle da geht es um die Amalekiter. Dann geht es um die Völker in Kanaan, dem heutigen Israel.

 

Soweit ich vor kurzem lernte, hatten diese Völker viele verschiedene Götter. Das Volk Israel sollte sich nicht mit solchem Glauben vermischen, sondern nur einen Gott haben.

 

Auch in diesem Punkt kenne ich von Jesus keine andere Lehre.

Oder wo lehrte Jesus: geht zu anderen Völkern, und nehmt deren Götter an?

 

Ich kenne nur, dass die Jünger andere Völker lehren sollen, Jesus Gebote zu tun.

Wie sie das anstellen sollen, und dabei nicht die Lehren jener Völker annehmen sollen, dazu fehlt mir ein wenig die Textkenntnis.

 

Bezüglich Kanaa:

hier gibt es eine Liste der Götter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_Kanaan%C3%A4ischer_G%C3%B6tter

die englische Seite listet eine viel größere Anzahl auf:

[url] https://en.wikipedia.org/wiki/Canaanite_religion [/url]

https://en.wikipedia.org/wiki/Canaanite_religion

tf8 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 69
Veröffentlicht von: @ylya7

Liebes Forum,

im Alten Testament ist sehr häufig die Rede von Eroberungen, ganze Volker werden ( im Auftrag Gottes !) vernichtet, Mord und Totschlag sind von Gott teilweise gefordert - Jesus spricht von Feindesliebe und Vergebung - ich kriege das nicht zusammen. 

Hat sich der Allmächtige denn im Lauf der Zeit verändert ?

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso das verheißene Land dem Volk Israel nur durch Kriege gegeben werden konnte. 

 

 

Meine Theorie:

Krieg war damals viel normaler als heute. Es geht nicht darum, dass den Krieg gewonnen haben sondern warum, nämlich weil Gott mit ihnen war, das könnte heissen sie waren fitter, weil sie nicht von Sünde korumpiert waren, es herrschte grössere Einigkeit und mehr Zusammenhalt und/oder ähnliches. Es ging den Bibelschreibern also vllt darum diese Werte herauszustellen anstatt eine militärische Überlegenheit oder territoriale Gewinne zu zelebrieren oder gar die Vernichtung eines Feindes.

to be discussed

deleted_profile antworten
Turmfalke1
Beiträge : 3806

War falsch angehängt, deshalb wieder gelöscht.

turmfalke1 antworten


bepe0905
Beiträge : 1133
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Das würde bedeuten, dass Autoren der Bibel in der Bibel Gott für ihre Zwecke missbraucht hätten. Verstehe ich Dich richtig? In der Bibel ein Verstoß gegen das 2. Gebot?

Nein, kein Verstoß, kein Missbrauch des Namens Gottes. Ich denke, dass es für manche Schreiber biblischer Texte einfach logisch war, dass Gottes Wille dahinter stand, wenn andere Völker niedergemacht wurden. So, wie es sie auch in Naturkatastrophen, Dürreperioden, Zeichen am Himmel (z.B. Kometen, Planeten-Konstellationen), aber auch wundersamer Heilungen schlichtweg Gottes Wille oder Gottes Wirken zu erkennen glaubten, Gottes Strafen oder Gottes Belohnung. 
Aus Sicht der Schreiber berichteten sie in bester Absicht mit dem Wissen ihrer Zeit. 

bepe0905 antworten
15 Antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Dann wäre die Bibel ein Märchen- oder Fabelbuch, worin Menschen niedergeschrieben hätten, wie sie sich Gott vorstellen. Dann wäre es aber ebenso möglich, dass Gott entweder völlig anders ist oder es Ihn gar nicht gibt. Dann wären aber auch die Geschichten über Jesus, Seinen Kreuzestod und Seine Auferstehung einfach nur nette Geschichten, nicht mehr und nicht weniger. Kein Mensch könnte dann Wahrheit und Fiktion trennen.

Nein, ich bin der Überzeugung, die Bibel ist entweder ganz wahr oder ganz falsch, wobei ich ersteres glaube. Und wenn da geschrieben steht, dass Gott Mose gesagt hat, wie mit den umliegenden Völkern umzugehen sei, dann hat das Gott auch so gesagt und es ist keine nachträgliche Erfindung eines Autoren, um da irgendetwas rechtzufertigen.

Ebenso wie die Osterbotschaft wahr ist: "Jesus ist auferstanden! Das Grab ist leer!"

turmfalke1 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2227

@turmfalke1 

Nein, ich bin der Überzeugung, die Bibel ist entweder ganz wahr oder ganz falsch

Und worin fußt diese Überzeugung? Ganz oder Gar nicht. Schwarz oder Weiß. Eine nachvollziehbare Begründung habe ich für dieses Denken noch nie gehört außer die offensichtliche: Es macht die ganze Sache einfacher; man muss weniger Forschen, weniger Argumentieren und weniger kritisch Denken.

 

lhoovpee antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@turmfalke1 

Nein, ich bin der Überzeugung, die Bibel ist entweder ganz wahr oder ganz falsch, wobei ich ersteres glaube.

Also, wenn die Bibel "ganz falsch" wäre, dann gäbe es Ortschaften wie Betlehem und Jerusalem nicht... und wenn es diese Ortschaften gibt, dann muss die Bibel "ganz wahr" sein?

 

Oder wie meinst du das?

 

lucan-7 antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1133

@turmfalke1 
Lieber Turmfalke, 
aus gutem Grund, basierend auf meiner Lebenserfahrung und meinem bescheidenen theologischen Grundgerüst habe ich etwas gegen die "entweder-oder-Theologie", die da unterstellt, es sei entweder alles richtig oder alles falsch, entweder alles wahr oder alles erfunden, entweder alles Gottes Wort oder alles Menschenwerk. Eine solche Haltung ist auch keineswegs ein starkes Glaubenszeugnis, sondern sie offenbart meiner Ansicht nach in den vielen Fällen eher Unsicherheit und Zweifel und ist somit wohl der Wunsch nach einer möglichst klaren, einfachen Lösung. 

Aber im Leben ist es nun mal selten so, dass alles so eindeutig ist, wie wir es gern hätten. Meistens sind wir gezwungen, unseren (übrigens auch von Gott gegebenen) Geist anzustrengen, um richtig von falsch zu unterscheiden, das nebensächliche und erzählerische als schmückendes Beiwerk zu sehen, aber das Wesentliche zu erkennen. 

Wenn ich die Bibel mit Glauben UND Verstand lese, dann kann ich deiner scheinbaren Logik ("dann wäre die Bibel ein Märchen- oder Fabelbuch...") nicht folgen. Auch als gläubiger Christ sollte man akzeptieren, dass die Bibel zahlreiche Elemente enthält, die auch aus anderen Kulturkreisen und Religionen bekannt sind und teilweise bereits vor Abfassung der biblischen Fassung existierten. Und auch überzeugte Christen dürfen die Frage stellen, ob z.B. die Texte über Jona, Hiob oder Daniel wirklich Tatsachenberichte sind oder ob die Bücher über diese Männer nicht doch eher Fabeln oder Metaphern sind, also dem Leser Mut machende, aufbauende Literatur auf religiöser Basis. 

Ich denke, es ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Christentum und Islam, wenn die Moslems den Koran als "Original-Wort Allahs" sehen, das dem Mohamed in die Feder diktiert wurde und an dem kein Federstrich verändert werden darf - während wir Christen sagen dürfen, dass die Bibel eben NICHT Gottes Wort IST, wir darin aber Gottes Wort finden können. 

bepe0905 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@bepe0905 

während wir Christen sagen dürfen, dass die Bibel eben NICHT Gottes Wort IST

Hm, Jesus war da offenbar anderer Meinung, Jh 10,34.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@hkmwk 

Hm, Jesus war da offenbar anderer Meinung, Jh 10,34.

Jesus kannte die Bibel als solche überhaupt nicht, sondern nur einen Teil davon.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@lucan-7 

Aber der Teil, den Er kannte, war für Ihn unverbrüchlich. Und das weiten wir Chrísten auf das NT aus.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@hkmwk 

Aber der Teil, den Er kannte, war für Ihn unverbrüchlich. Und das weiten wir Chrísten auf das NT aus.

Dafür gibt es aber keine biblische Grundlage.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@lucan-7 

Ein wenig schon. Paulus zitiert in 1.Tm 5,18 einen Satz Jesu nach Lk 10,7 als aus der Heiligen Schrift, Petrus nennt neben allen Paulusbriefen auch andere heilige Schriften, d.h. mindestens diese Schriften sind biblisch dem NT gleichzusetzen.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@hkmwk 

Ein wenig schon. Paulus zitiert in 1.Tm 5,18 einen Satz Jesu nach Lk 10,7 als aus der Heiligen Schrift, Petrus nennt neben allen Paulusbriefen auch andere heilige Schriften, d.h. mindestens diese Schriften sind biblisch dem NT gleichzusetzen.

Ein Zitat macht noch keine "Heilige Schrift", zumal Paulus an anderer Stelle betont, lediglich seine eigene Meinung wiederzugeben.

Und welche Schriften genau Petrus bekannt waren (Und ob diese dann auch Eingang in die Bibel fanden) wissen wir auch nicht.

Das ist doch ziemlich dünn.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@lucan-7

Ein Zitat macht noch keine "Heilige Schrift"

Wenn jemand aus der Schrift zitiert, dann gehört das Werk, aus dem er zitiert, für ihn zur heiligen Schrift.

zumal Paulus an anderer Stelle betont, lediglich seine eigene Meinung wiederzugeben.

Das war ein ganz anderer Zusammenhang:

1.Kor 7,10 Nun zu den Verheirateten. Für sie habe ich eine Anweisung, die nicht von mir stammt, sondern die der Herr selbst gegeben hat […] 12 Für Verheiratete, deren Ehepartner nicht an Christus glauben, hat uns der Herr keine ausdrückliche Weisung hinterlassen. Ihnen sage ich Folgendes: …

Paulus gibt keine eigenen Vorschriften, sondern wenn er was fordert, darauf besteht, dazu ermahnt etc., dann begründet er das mit dem AT bzw. mit Jesus (und ggf. logischen Argumenten).

Und welche Schriften genau Petrus bekannt waren

Es geht um „alle” Paulusbriefe. Wahrscheinlich kannte Petrus die, die als Paulusbriefe gesammelt wurden und dann Eingang in das NT fanden. Und da Petrus offenbar in Rom Gemeindeliter war, hat er auf jeden Fall den Römerbrief gekannt.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@hkmwk 

Wenn jemand aus der Schrift zitiert, dann gehört das Werk, aus dem er zitiert, für ihn zur heiligen Schrift.

Es wird aus dem AT zitiert. Dass das von Jesus als "Heilige Schrift" betrachtet wurde bestreitet ja keiner. Es geht um das NT.

Es geht um „alle” Paulusbriefe. Wahrscheinlich kannte Petrus die, die als Paulusbriefe gesammelt wurden und dann Eingang in das NT fanden. Und da Petrus offenbar in Rom Gemeindeliter war, hat er auf jeden Fall den Römerbrief gekannt.

Das ist jetzt nur eine Behauptung deinerseits. Wir wissen weder, ob alle Paulusbriefe ins NT Eingang gefunden haben noch welche genau Petrus bekannt waren.

Und selbst falls du recht hättest wäre damit nur ein Teil des NT "abgesegnet"... die Echtheit des Petrusbriefes vorausgesetzt.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@lucan-7 

Es wird aus dem AT zitiert.

Paulus bringt zwei Schriftzitate:

18 Es heißt ja in der Schrift: »Binde einem Ochsen beim Dreschen keinen Maulkorb um!« Und: »Wer arbeitet, hat Anrecht auf einen Lohn.«

Das erste Zitat ist aus 5.Ms 25,4, das zweite aus Lk 10,7.

Wir wissen weder, ob alle Paulusbriefe ins NT Eingang gefunden haben

Das haben sie nicht.

die Echtheit des Petrusbriefes vorausgesetzt.

Du hast eine biblische Grundlage verlangt, die kann logischerweise nur aus dem NT kommen, und 2.Pt gehört zum NT, egal ob er von Petrus verfasst wurde oder nicht.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@hkmwk 

Du hast eine biblische Grundlage verlangt, die kann logischerweise nur aus dem NT kommen, und 2.Pt gehört zum NT, egal ob er von Petrus verfasst wurde oder nicht.

Die Verweise beziehen sich allenfalls auf Teile, aber nicht auf das NT an sich. Und weder Jesus noch irgendein Apostel hat gefordert, ein solches zusammenzustellen.

Im Gegensatz dazu gibt es wenig Zweifel über das Vorhandensein des AT zu Jesu Zeiten und der Wertschätzung, die dieser Schrift von ihm entgegengebracht wurde.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@lucan-7

Die Verweise beziehen sich allenfalls auf Teile

Hatte ich doch schon gesagt: Lukasevangelium und Paulusbriefe.

Und weder Jesus noch irgendein Apostel hat gefordert, ein solches zusammenzustellen.

Im AT hat auch niemand gefordert, ein AT zusammenzustellen.

hkmwk antworten
lhoovpee
Beiträge : 2227

@ylya7 Hier ein interessanter Artikel zum Krieg im AT: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/24120/

Vor allem die Kriegsdeutung finde ich lesenswert.

lhoovpee antworten


Wolfberg
Beiträge : 10

@ylya7 

Man sollte niemals die Tatsache aus den Blickwinkel nehmen, das die gesamte Bibel ausnahmslos immer auf die Situationen, Zusammenhänge und Ereignisse des jüdischen Volkes konnotiert. Das sog. Alte Testament den jüdischen Tanach manifestiert und das sog. Neue Testament auf den jüdischen Reformator Jeschu ´von Nazareth abstellt.
Die Juden, mithin auch Jesus beteten zum jüdischen Gott Elohim, der dann wohl auch der Gott der heutigen Christenheit repräsentieren muss.

wolfberg antworten
Turmfalke1
Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Und worin fußt diese Überzeugung? Ganz oder Gar nicht.

Ganz einfach. Weil Gott die Wahrheit IST - und zwar voll und ganz. Damit kann Sein Wort nicht die halbe Wahrheit sein.

turmfalke1 antworten


Turmfalke1
Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @bepe0905

Aber im Leben ist es nun mal selten so, dass alles so eindeutig ist, wie wir es gern hätten. Meistens sind wir gezwungen, unseren (übrigens auch von Gott gegebenen) Geist anzustrengen, um richtig von falsch zu unterscheiden, das nebensächliche und erzählerische als schmückendes Beiwerk zu sehen, aber das Wesentliche zu erkennen. 

OK, und der eine findet dieses, der andere jenes als Nebensache, und jeder hält wiederum andere Dinge für Hauptsächlich. Wer hat dann recht? Wie will man in diesem ganzen Wirrwarr dann überhaupt Gott noch erkennen, wie Er ist? Wenn ich erkennen will, DASS Gott ist, dann brauche ich nur in die Natur gehen. Aber wenn ich erkennen will, WIE Gott ist, dann gebrauche ich die Bibel dazu.

Auch ich gebrauche meinen Verstand; aber ich stelle meinen Verstand nicht über das Wort Gottes, denn das würde bedeuten, die Sonne mit einer Taschenlampe ausleuchten zu wollen. Da lasse ich mich lieber vom Licht der Sonne bescheinen.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Und auch überzeugte Christen dürfen die Frage stellen, ob z.B. die Texte über Jona, Hiob oder Daniel wirklich Tatsachenberichte sind oder ob die Bücher über diese Männer nicht doch eher Fabeln oder Metaphern sind, also dem Leser Mut machende, aufbauende Literatur auf religiöser Basis. 

Warum bist Du dann nicht gleich ganz konsequent und stellst Dich nicht auch der Frage, ob die Texte über Jesu, Seinen Tod und Auferstehung wirklich Tatsachenberichte sind oder nicht eher doch eine Methaphern, die den Lesern Mut machen soll? Wer weiß dann schon, ob Jesus überhaupt gelebt hat, ob Er die Bergpredigt gegeben, geschweige denn, ob Er von den Toten auferstanden ist?

Ich finde in der Bibel keine "Mut machende, aufbauende Literatur auf religiöser Basis". Ich finde in ihr das Leben.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Auch als gläubiger Christ sollte man akzeptieren, dass die Bibel zahlreiche Elemente enthält, die auch aus anderen Kulturkreisen und Religionen bekannt sind und teilweise bereits vor Abfassung der biblischen Fassung existierten.

Warum sollte das ein gläubiger Christ? Warum darf ein Christ nicht von der Wahrheit der Bibel überzeugt sein?

Veröffentlicht von: @bepe0905

während wir Christen sagen dürfen, dass die Bibel eben NICHT Gottes Wort IST, wir darin aber Gottes Wort finden können. 

Ich bin eher dankbar, dass ich noch sagen darf, dass die Bibel Gottes Wort IST und ich nicht mit meinem begrenzten Verstand herauspicken muss, was ich in der Bibel als Gottes Wort ansehe und was nicht. Der Unterschied, den du hier zum Islam konstruierst, trifft wohl eher auf das "moderne Christentum" zu; denn über Jahrhunderte galt im Christentum der Konsens, dass die Bibel Gottes Wort IST und nicht nur solches ENTHÄLT. Das ist wohl eher eine Erfindung der Neuzeit, mit der sich die christliche Gemeinde ihres festen Fundaments beraubt. Und ist dieses einmal verschwunden, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn auch der Rest krachend einstürzt.

Ich halte es da eher mit dem Dichter:

"Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn.
Mir ist nicht um tausend Welten,
aber um Dein Wort zu tun."

Es ist das Wort, für das Menschen gekämpft haben. Es ist das Wort, um deswillen Menschen als Märtyrer ihr Leben gelassen haben. Es ist das Wort, das aus der Ewigkeit kommt und in die Ewigkeit hineinführt. Es ist Gottes ewige Wahrheit.

turmfalke1 antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@turmfalke1 

Auch ich gebrauche meinen Verstand; aber ich stelle meinen Verstand nicht über das Wort Gottes, denn das würde bedeuten, die Sonne mit einer Taschenlampe ausleuchten zu wollen. Da lasse ich mich lieber vom Licht der Sonne bescheinen.

 

Das heisst, wenn eine biblische Aussage deinem Verstand nach unsinnig ist, dann würdest du sie trotzdem akzeptieren, weil du deinen Verstand nicht über die Bibel stellen willst?

Wie willst du denn dann beispielsweise Metaphern von historischen Aussagen unterscheiden? Deren Inhalt erarbeitest du dir doch mit dem "Verstand", oder nicht?

 

lucan-7 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2446

@turmfalke1 Es ist das Wort, für das Menschen gekämpft haben. Es ist das Wort, um deswillen Menschen als Märtyrer ihr Leben gelassen haben. Es ist das Wort, das aus der Ewigkeit kommt und in die Ewigkeit hineinführt. Es ist Gottes ewige Wahrheit.

Das stimmt. Aber wenn du hier die Bibel = das Wort setzt, ist das falsch. Denn es ist nicht die Bibel Gottes Wort, nicht für uns Christen. Der Christus ist Gottes Wort. Damit beginnt z.B. das Johannesevangelium. Da ist nicht die Rede von Schriftzeichen auf Pergament oder Papyrus, sondern vom lebendigen Wort Gottes, von Jesus, unserem Christus.

 

lubov antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

@lubov

Denn es ist nicht die Bibel Gottes Wort

Doch, auch die Bibel ist Gottes Wort. Zwar, in einem anderen Sinn als Jesus Gottes Wort ist, aber deshalb können wir nicht Jesus gegen die Bibel ausspielen.

hkmwk antworten
Seite 2 / 5
Teilen: