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Gegensatz Altes und Neues Testament

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ylya7
 ylya7
Themenstarter
Beiträge : 1

Liebes Forum,

im Alten Testament ist sehr häufig die Rede von Eroberungen, ganze Volker werden ( im Auftrag Gottes !) vernichtet, Mord und Totschlag sind von Gott teilweise gefordert - Jesus spricht von Feindesliebe und Vergebung - ich kriege das nicht zusammen. 

Hat sich der Allmächtige denn im Lauf der Zeit verändert ?

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso das verheißene Land dem Volk Israel nur durch Kriege gegeben werden konnte. 

 

 

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tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1276
Veröffentlicht von: @ylya7

Liebes Forum,

im Alten Testament ist sehr häufig die Rede von Eroberungen, ganze Volker werden ( im Auftrag Gottes !) vernichtet, Mord und Totschlag sind von Gott teilweise gefordert - Jesus spricht von Feindesliebe und Vergebung - ich kriege das nicht zusammen. 

Hat sich der Allmächtige denn im Lauf der Zeit verändert ? 

Gott hat sich nicht verändert.

Das Handeln Gottes dagegen wohl, zumindest entnehme ich das der Bibel.

Erst schuf er Adam, dann, da er sah dass es nicht gut sei, dass Adam allein sei, nahm er Fleisch von ihm und schuf Chava.

Er platzierte ihn in den Garten Eden damit er dort einer Beschäftigung nachgehe. Adam und Chava taten dies nicht so, sondern folgten den Worten der Schlange, daraufhin wurden sie von dem Garten Eden vertrieben.

 

Und so weiter und so fort.

Weiteres Beispiel:

Die Sintflut, als er fast allem Menschen auf der Erde vernichtet.

 

Was ist nun mit Jesus?

Auch er spricht von Trennung, von Menschen, denen es gut ergehen wird, und Menschen, welchen es schlecht ergehen wird.

 

Wem wird es gut und wem schlecht ergehen? Ganz einfach, wer Jesus Worte hört und tut, dem verspricht (versprach) Jesus, dass es ihm zunächst schlecht und später gut ergehen wird.

 

Matthäus 5

11Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen.

Mathäus 7

24 Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; 

....

Die Stellen mit dem Töten von Völkern, Du kannst gern die Stellen anbringen. Ich kenne sie nicht alle auswendig, ich weiß eine Stelle da geht es um die Amalekiter. Dann geht es um die Völker in Kanaan, dem heutigen Israel.

 

Soweit ich vor kurzem lernte, hatten diese Völker viele verschiedene Götter. Das Volk Israel sollte sich nicht mit solchem Glauben vermischen, sondern nur einen Gott haben.

 

Auch in diesem Punkt kenne ich von Jesus keine andere Lehre.

Oder wo lehrte Jesus: geht zu anderen Völkern, und nehmt deren Götter an?

 

Ich kenne nur, dass die Jünger andere Völker lehren sollen, Jesus Gebote zu tun.

Wie sie das anstellen sollen, und dabei nicht die Lehren jener Völker annehmen sollen, dazu fehlt mir ein wenig die Textkenntnis.

 

Bezüglich Kanaa:

hier gibt es eine Liste der Götter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_Kanaan%C3%A4ischer_G%C3%B6tter

die englische Seite listet eine viel größere Anzahl auf:

[url] https://en.wikipedia.org/wiki/Canaanite_religion [/url]

https://en.wikipedia.org/wiki/Canaanite_religion

tf8 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723
Veröffentlicht von: @ylya7

Liebes Forum,

im Alten Testament ist sehr häufig die Rede von Eroberungen, ganze Volker werden ( im Auftrag Gottes !) vernichtet, Mord und Totschlag sind von Gott teilweise gefordert - Jesus spricht von Feindesliebe und Vergebung - ich kriege das nicht zusammen. 

Hat sich der Allmächtige denn im Lauf der Zeit verändert ?

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso das verheißene Land dem Volk Israel nur durch Kriege gegeben werden konnte. 

 

 

Meine Theorie:

Krieg war damals viel normaler als heute. Es geht nicht darum, dass den Krieg gewonnen haben sondern warum, nämlich weil Gott mit ihnen war, das könnte heissen sie waren fitter, weil sie nicht von Sünde korumpiert waren, es herrschte grössere Einigkeit und mehr Zusammenhalt und/oder ähnliches. Es ging den Bibelschreibern also vllt darum diese Werte herauszustellen anstatt eine militärische Überlegenheit oder territoriale Gewinne zu zelebrieren oder gar die Vernichtung eines Feindes.

to be discussed

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Blackhole
Beiträge : 1052

@ylya7 Es waren brutale Zeiten.... die Menschen gingen grässlich miteinander um. Und zunächst fühlten sich die Israeliten nur beschützt, wenn sie das Gefühl hatten daß Gott ihnen zum Sieg über alle Nachbarn verhilft.
Es war ja so: Das Überleben eines Volkes hing meistens davon ab, wieviel Land es besaß. Also wieviel Land es beackern konnte oder als Viehweide nutzen konnte... nur die Phönizier hatten nicht viel Hinterland, waren stattdessen DIE Handelsmacht des Mittelmeeres. Keiner kam mehr an ihnen vorbei. Der Rest des Nahen Ostens versank in einer Spirale aus Gewalt und Rache.

Das AT spricht hauptsächlich von den schlimmen Zeiten damals, das NT dagegen von Gottes eigentlichem Plan mit den Menschen.

Was uns das AT heute noch sagt:
Wenn Gott die Menschen selbst in diesen brutalen, ja abartigen und völlig verrohten Zeiten begleitet hat, dann begleitet Er uns ganz sicher auch heute.

blackhole antworten


billy-shears
Beiträge : 1622
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wer von "Gottes Wort" spricht bekennt seinen Glauben - nicht weniger, aber eben auch nicht mehr als das. Es gib kein "Wort Gottes" und keine "Tat Gottes" außerhalb des Glaubens.

Jo. Und gerade bei solchen Texten wie vom TE beschrieben, tritt das besonders hervor.

billy-shears antworten
11 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@billy-shears 

Jo. Und gerade bei solchen Texten wie vom TE beschrieben, tritt das besonders hervor.

Sehe ich auch so. Es ist ja nicht schwer nach einem militärischem Sieg zu sagen: "Gott war mit uns!", woraus dann natürlich gleichzeitig folgt: "Gott hat das alles so gewollt, was wir getan haben, sonst hätten wir ja nicht gewonnen!"

Gleichzeitig geht nach einer militärischen Niederlage dann die Frage einher: "Gott war offensichtlich nicht mit uns - was haben wir wohl falsch gemacht?"

Und da werden sich dann auch jede Menge Leute finden, die dann sagen: "Wir wissen, was Gott von euch will... tut einfach, was wir sagen (Ein Zehntel eures Besitzes für den Tempel wäre mal ein guter Anfang...)!"

Historisch ist das alles nicht schwer zu erklären. Für gläubige Christen wird es dann allerdings schon komplizierter... denn irgendwo muss Gott da ja gewesen sein...

 

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5190

@lucan-7

Und da werden sich dann auch jede Menge Leute finden, die dann sagen: "Wir wissen, was Gott von euch will... tut einfach, was wir sagen (Ein Zehntel eures Besitzes für den Tempel wäre mal ein guter Anfang...)!"

Ich wüsste jetzt nicht, wo im AT ein Prophet so was sagt. Typischerweise haben die Propheten ja auf sozialer Gerechtigkeit bestanden.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@hkmwk 

Ich wüsste jetzt nicht, wo im AT ein Prophet so was sagt.

Na, irgendwer hat doch das Alles aufgeschrieben, was die Leute damals glaubten, das Gott alles gesagt hätte...

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5190

@lucan-7 

Nur dass mit dem Zehnten ist doch älter als irgendwelche militärischen Niederlagen, die zu Bußpredigten von Propheten führten …

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@hkmwk 

Nur dass mit dem Zehnten ist doch älter als irgendwelche militärischen Niederlagen, die zu Bußpredigten von Propheten führten …

Und das findest du verwunderlich...? 😉 

Es war ja auch nur ein Beispiel, wie so etwas läuft...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5190

@lucan-7

Es war ja auch nur ein Beispiel

… nur eben eins, das irgendwie anders ist - du hättest entweder den Krieg oder den Zehnten rausnehmen sollen.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@hkmwk 

… nur eben eins, das irgendwie anders ist - du hättest entweder den Krieg oder den Zehnten rausnehmen sollen.

Es ging darum, dass die Leute früher einfach behauptet haben, dieses oder jenes sei "Gottes Wille".

Auch wenn wir mal annehmen, dass die Menschen das damals aus gutem Glauben taten - und nicht etwa aus Geld- oder Machtgier, was ja auch nahe läge - dann taten sie es dennoch deshalb, weil sie bestimmte Ereignisse als "Gottes Willen" interpretierten.

Welche Aussage da jetzt als erstes oder zweites angenommen wurde spielt hier überhaupt keine Rolle.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5190

@lucan-7 

Es ging darum, dass die Leute früher einfach behauptet haben

Machen Leute auch heute noch. Wobei es nicht immer „einfach” ist. Einige Propheten im AT haben sich erst dagegen gesträubt, Prophet zu werden, als sie von Gott berufen wurde (bei den anderen wissen wir es nicht).

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@hkmwk 

Machen Leute auch heute noch.

Wie gesagt... das ist eine generelle Regel. Mehr als die Behauptung "Das ist von Gott!" ist nicht drin. Über Glaube und Behauptung kann es nicht hinaus gehen. Auch dann nicht, wenn die Leute, die die Behauptung aufstellen, tatsächlich ernsthaft überzeugt sind.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5190

@lucan-7 

Mehr als die Behauptung "Das ist von Gott!" ist nicht drin.

Für einen, der nicht an Gott glaubt kann es nicht mehr geben.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@hkmwk 

Für einen, der nicht an Gott glaubt kann es nicht mehr geben.

Für einen, der an Gott glaubt gibt es auch nicht mehr. Man glaubt es halt und behauptet, dass Gott irgendwas gemacht hat oder irgendwas will.

Du wirst mir kein anderes Beispiel nennen können als genau das.

 

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billy-shears
Beiträge : 1622
Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich habe dich doch gebeten, das so zu erläutern, dass klar wird, was du meinst. Tu's doch einfach mal.

Ich habe Dir erklärt wie es zu verstehen ist, ein drittes mal empfinde ich überflüssig. Bis dann.

billy-shears antworten
1 Antwort
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5190

@billy-shears

Ich habe Dir erklärt wie es zu verstehen ist

Du hast nur ein Wort gesagt: „wörtlich” (siehe Link unten). Und ich habe daraufhin gezeigt, was eine wörtliche Auslegung ergibt. Und schon wieder warst du nicht einverstanden.

ein drittes mal

Wie kommst du auf „drittes”? Du hast nur einmal was erläutert. Ansonsten höchstens gesagt, was dein Beitrag nicht ist (ohne auf die Bedeutung der darin enthaltenen Aussage näher einzugehen).

hkmwk antworten


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