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Glaubt ihr an die Apokryphen?

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Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 795

Gibt es noch mehr Geistliches, das niedergeschrieben wurde, woran ihr glaubt? 

Antwort
19 Antworten
Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 795
Veröffentlicht von: @neubaugoere

kennt ihr diesen lebendigen Gott gar nicht, der heute noch spricht und sich auch heute noch "bewegt"?

Ja. Das habe ich bei dir auch so emfunden. Und es macht mich immer wieder sehr traurig. Weil ich durch das, was ich von dir gelesen hab, keine Zweifel hab daran, dass du eine Beziehung mit Jesus hast. Und es tut mehr weh, wenn du mir das entgegen bringst, als wenn es jemand anderes tut. Trotzdem danke für deine Ehrlichkeit.

pumuckl97 antworten
3 Antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 795

PS: So einen ähnlichen Gedanken hatte ich übrigens heute auch bei dir. Dann hab ich an die Scharen von Engeln gedacht, wie sie dich beschützen und man die Kleinen von Jesus nicht verachten soll. Und ich hab Gott um Vergebung gebeten. 

pumuckl97 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15450

@pumuckl97 

Und ich hatte die Worte explizit und nur an Helmut geschrieben. Und so sind sie auch gemeint. Mit dir haben die gar nichts zu tun. Jedenfalls nicht von meiner Seite aus. - Es tut mir leid für dich, dass da was weh tut. Das soll so nicht sein. - Lieber Herr Jesus, würdest du bitte kommen und helfen? Du siehst Verletzungen bei uns, jetzt gerade in der Situation von Pumuckl. Ich möchte sie dir anbefehlen, dass sie in deiner Obhut ist und deine Hilfe empfangen kann, deine Heilung und Heiligung empfängt. Niemand außer dir kann in unsere Herzen sehen und so liebevoll wie du die Splitter (der Verletzung) ziehen. Weil du die richtige Medizin bist. Danke Herr, dass wir mit allen Sorgen, auch Alltagssorgen, auch speziellen Sorgen zu dir kommen können und dürfen. Danke Herr für deine Versorgung mit allem. Aber vor allem danke ich dir für deine übergroße Liebe zu uns allen und für dein Werk an Kreuz.

neubaugoere antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 795

@neubaugoere Es ging auch um ältere Nachrichten. Mag das aber lieber privat klären. Danke für dein Gebet.

pumuckl97 antworten


GoodFruit
Beiträge : 2706

@pumuckl97 Ich glaube an den Dreieinen Gott, dem Schöpfer von Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn und ich glaube an den Heiligen Geist, den er uns als Begleiter, als Tröster und als Fürsprecher (Anwalt) zur Seite gestellt hat, um auf den rechten Weg gewiesen zu werden und in einer Welt, die oft genug feindlich gegen die Nachfolger Christi ausgerichtet ist, überstehen zu können.

Schriften können mir helfen, mich richtig auf diesen Gott auszurichten, ihn kennenzulernen und ihn zu finden.

Wenn das passiert ist, dann übernimmt der Heilige Geist. Er ist mein Lehrer und weist mir den Weg. Er kann durch die Bibel zu mir reden, aber er ist nicht auf die Bibel beschränkt.

Der biblische Kanon ist ja über die Jahrhunderte erst entstanden.

Schau doch mal in den Wikipedia Artikel dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanon_(Bibel)

Da kannst Du verfolgen, wie unterschiedliche christliche Traditionen sich einen unterschiedlichen Kanon an biblischen Schriften zusammengestellt haben. Wir können sehen, dass die sechs kanonische Briefe (Hebräer, 2. Petrus, 2. und 3. Johannes, Jakobus, Judas) nicht so anerkannt waren. Die ersten Christen hatten also in Bezug auf diese Briefe so ihre Zweifel, ob diese authentisch waren. Diese Zweifel waren wohl weg, als das Christentum Staatsreligion wurde.

Die durch die von den römischen Kaisern Konstantin und Licinius im Jahr 313 erlassene Mailänder Vereinbarung leitete die Konstantinische Wende ein, die dahin führte, dass das Christentum 380 Staatsreligion wurde. Wenn man sich mal inhaltlich mit diesen Briefen auseinandersetzt, so kann man sich vorstellen, dass sie geeignet waren, problemlos regierbare Bürger zu schaffen. Bei aller Achtung der Förderung des Christentums durch regierende Mächte muss theologisch auch immer ein möglicher Einfluss erwartet und für den klaren Blick auf die geistliche Realität herausgerechnet werden.

Dann hast Du Schriften wie die Offenbarung des Petrus, die inhaltlich vielleicht nicht unbedingt hilfreich ist, Gott zu finden, ohne die wir aber viele mittelalterliche Gedanken und Kunstwerke mit biblischer Thematik nicht verstehen können, da sich die Schrift ausführlicher mit Vorstellungen von der Hölle beschäftigt.

Es kommt immer darauf an, wofür Du die Schriften brauchst.

Um in ein Verständnis für die heilsgeschichtliche Aufgabe Jesu und meine Rettung darin zu finden, sind für mich die alttestamentlichen Verheißungen auf den Messias und die Evangelien, in denen wir Jesus selber kennenlernen können, wichtig. Die Apostelgeschichte zeigt mir das Leben der ersten Christen und wie das Evangelium in Anwendung gelebt werden kann. Paulus gibt mir in seinen Briefen wichtige Hinweise darauf, wie ich die Verheißungen des Alten Testaments mit den in den Evangelien berichteten Geschehnissen zusammenbringen kann und hier sehe ich (neben der Evangelisationstätigkeit) die heilsgeschichtliche Hauptaufgabe des Paulus.

Ich muss Dir ehrlich sagen, dass für mein Leben als Christ so manches Buch unserer Zeit (z.B. von Richard Foster oder John Eldredge) für meine geistliche Entwicklung wichtiger war als der Brief des Jakobus. Die Briefe sind ja oft in sehr spezielle Situationen hineingeschrieben, die selten auf aktuelle Verhältnisse anwendbar sind. Andererseits will ich nun nicht sagen, dass man diese Briefe nicht lesen soll, denn der Heilige Geist kann sie Dir zu Kostbarkeiten machen. Das gilt aber im Grunde genommen auch für jede andere Schrift, denn Gott kann durch alles Mögliche mit Dir reden.

Ich finde es also wichtig, Schriften zu haben, die mir Ausgangspunkt und Anker für meine theologischen Vorstellungen und für die Art meiner Nachfolge sind. Das ist der Kern und ich glaube, ich habe deutlich gemacht, wo ich den sehe. Dann gibt es da noch viel drum herum, das sich im Laufe der Kirchengeschichte immer mal wieder verändert hat und es gibt darüber hinaus niedergeschriebene Erfahrungen und Erkenntnisse von Brüdern und Schwestern im Glauben, die sehr, sehr wertvoll sein können und wichtige Impulse geben können.

Letztendlich ist es aber wichtig, die Nachfolge zu leben, im Gebet mit dem Herrn unterwegs zu gehen, während wir den Alltag bestreiten - hindurch durch Phasen, wo wenig passiert, auch mal durch das Tal des Todesschattens (wie es in Psalm 23 (auch ein sehr wichtiger Text!) heißt), dann mal wieder eine Stufe empor auf der Treppe der Erkenntnis und neues Erleben mit dem Herrn, vielleicht auch mal schöne Zeiten, in denen ich handeln darf - dann aber auch wieder eine Zeit des sich durchtragen lassens. Die Schriften dürfen nicht unsere Beziehung zum Herrn ersetzen. Sie sind Startpunkt und sie sind Begleiter und vielleicht auch mal Korrektiv - aber die Schriften sind nie Selbstzweck, sondern höchstens Anlass und Begleitung um den Herrn zu begegnen und in seinem Gefolge die Zeit auf Erden zu bestehen.

goodfruit antworten
3 Antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 7485

@goodfruit 

dass die sechs kanonische Briefe (Hebräer, 2. Petrus, 2. und 3. Johannes, Jakobus, Judas) nicht so anerkannt waren.

Du meinst die katholischen(=allgemeinen) Briefe,

Die ersten Christen hatten also in Bezug auf diese Briefe so ihre Zweifel,

Echte Zweifel gabs nur bei Hebräer (weil der zwar in der Sammlung der Paulusbriefe war,aber nicht von Paulus stammt), und beim zweiten Petrusbrief (bei dem schon im Altertum vermutet wurde, dass er nicht von Petrus ist).

Die anderen Briefe waren nicht so bekannt - und die kurzen Briefe wurden von Manchen als zu unbedeutend angesehen,um in den Kanon zu kommen.

hkmwk antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2706

@hkmwk Hallo Helmut,

ich zitiere jetzt mal aus dem Wikipedia Artikel zum biblischen Kanon, den ich verlinkt hatte:

Origenes bespricht ca. 230 in seinen Kommentaren alle heute im NT enthaltenen Werke ausführlich, bezeichnet allerdings neben vier nicht in das NT aufgenommenen Werken (Barnabasbrief, Hirt des Hermas, Didache, Hebräerevangelium) auch sechs kanonische Briefe (Hebräer, 2. Petrus, 2. und 3. Johannes, Jakobus, Judas) als umstritten.

Da steht nicht unbedeutend - da steht "umstritten". Und so hatte ich das auch geschrieben.

Es ist da auch interessant zu erkunden, wer dieser Origines war und weshalb man ihn theologisch nicht ernster genommen hat. Er wurde von Kirchenfürsten regelrecht abserviert - obwohl er sicher ein guter Christ war und ich das, was ich inhaltlich von ihm dem Wikipedia Artikel entnehmen konnte, nicht für abwegig halte. Irgendwie scheint mir das meine Hypothese, um die machtpolitisch gewirkten theologischen Impulse bei der Bildung des Kanons zu unterstützen.

goodfruit antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 7485

@goodfruit 

Origines hat sehr viel Allegorie benutzt, war Allversöhnler, das sind schon mal negativ-Punkte, die mir sofort einfallen.

Meine Infos stammen nicht nur aus Wiki. Zur Kanonfrage habe ich das erste mal vor über 50 Jahren in einem Wälzer »6000 Jahre und ein Buch« gelesen, und seitdem ist mir das Thema auch mal ab und zu über den Weg gelaufen. Ich bleibe bei meinen Aussagen.

hkmwk antworten
Seite 2 / 2
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