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Ist Adam hilflos?

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GoodFruit
Themenstarter
Beiträge : 4219

Nun, Gott gibt ihm ja - nach aktuellen Bibelübersetzungen - eine Hilfe zur Seite: Eva. Ohne müsste man seinen Status wohl als "hilflos" bezeichnen.

Warum ich diesen Thread starte, ist der Umstand, dass es eine lange christliche Tradition gibt, die Frau als minderwertig im Vergleich zum Mann zu sehen - und dass grad Kräfte grad auch in den USA dabei sind, diesen Status Quo wieder anzustreben.

Die Ursache für das Bild der Frau als Gehilfin des Mannes hat auch mit Bibelübersetzungen zu tun, die da eine gewisse Richtung vorgeben.

Hier mal ein Beitrag, der sich mit dem Bild der Frau aus der Rippe Adams beschäftigt:

https://www.youtube.com/shorts/FN4pVp6lNJ0

Hier dasselbe: https://www.youtube.com/shorts/e2BcooMWo5g

Der korrekte Begriff für Rippe wäre "ala" - in Genesis 2, 22 steht aber "tsela", was nicht mit "Rippe" übersetzt werden kann, sondern mit "Seite".

https://www.csv-bibel.de/strongs/h6763

Hier in der Strongs Übersetzung finden wir auch "Rippe" - aber kein Hinweis, warum man das nicht wie in allen übrigen Fällen auch als "Seite", oder "Hälfte" übersetzen sollte. Adam war eine Schöpfung, die in zwei Hälften geteilt wurde - und hinterher haben wir Adam und Eva. Es ist also nicht biblisch, Eva als Anhängsel von Eva zu betrachten, sondern als gleicher Anteil desselben.

 

Die andere problematische Übersetzung ist die der "Gehilfin" in 1. Mose 2, 18. Und hier sind wir denn auch beim Threadtitel.

Dort steht der Begriff "eser":

https://www.csv-bibel.de/strongs/h5828

Bitte geht mal auf den Link und schaut, wie in anderen Bibelstellen der Begriff "eser" verwendet wird. Denkt man da an Hilfe im Sinne von "fleißige Hausfrau" oder eher an eine Hilfe von der Dimension von "Gottes Hilfe". Dazwischen sind Dimensionen!

https://www.youtube.com/shorts/fSqrqOW-oLo

Hier wird empfohlen, als Übersetzuung nicht "Hilfe" sondern "Verbündete" zu verwenden. Denn der Begriff enthält nicht die Hierarchie, die "Hilfe" oder "Gehilfin" suggerieren würde.

Ich finde es wichtig, sich diese Dinge bewusst zu machen, bevor versucht wird, die Welt der Christenheit in eine Zeit des Irrtums und der Wirrnis zurück zu katapultieren. 

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, Gott gibt ihm ja - nach aktuellen Bibelübersetzungen - eine Hilfe zur Seite: Eva. Ohne müsste man seinen Status wohl als "hilflos" bezeichnen.

Warum ich diesen Thread starte, ist der Umstand, dass es eine lange christliche Tradition gibt, die Frau als minderwertig im Vergleich zum Mann zu sehen - und dass grad Kräfte grad auch in den USA dabei sind, diesen Status Quo wieder anzustreben.

 

Die Bibel gibt ja auch wenigstens eine gute plausible Erklärung für den ewigen Geschlechterkampf.....

deleted_profile antworten
amateurlektor
(@amateurlektor)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 17
Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, Gott gibt ihm ja - nach aktuellen Bibelübersetzungen - eine Hilfe zur Seite: Eva. Ohne müsste man seinen Status wohl als "hilflos" bezeichnen.

Warum ich diesen Thread starte, ist der Umstand, dass es eine lange christliche Tradition gibt, die Frau als minderwertig im Vergleich zum Mann zu sehen - und dass grad Kräfte grad auch in den USA dabei sind, diesen Status Quo wieder anzustreben.

Die Ursache für das Bild der Frau als Gehilfin des Mannes hat auch mit Bibelübersetzungen zu tun, die da eine gewisse Richtung vorgeben.

Hier mal ein Beitrag, der sich mit dem Bild der Frau aus der Rippe Adams beschäftigt:

https://www.youtube.com/shorts/FN4pVp6lNJ0

Hier dasselbe: https://www.youtube.com/shorts/e2BcooMWo5g

Der korrekte Begriff für Rippe wäre "ala" - in Genesis 2, 22 steht aber "tsela", was nicht mit "Rippe" übersetzt werden kann, sondern mit "Seite".

https://www.csv-bibel.de/strongs/h6763

Hier in der Strongs Übersetzung finden wir auch "Rippe" - aber kein Hinweis, warum man das nicht wie in allen übrigen Fällen auch als "Seite", oder "Hälfte" übersetzen sollte. Adam war eine Schöpfung, die in zwei Hälften geteilt wurde - und hinterher haben wir Adam und Eva. Es ist also nicht biblisch, Eva als Anhängsel von Eva zu betrachten, sondern als gleicher Anteil desselben.

 

Die andere problematische Übersetzung ist die der "Gehilfin" in 1. Mose 2, 18. Und hier sind wir denn auch beim Threadtitel.

Dort steht der Begriff "eser":

https://www.csv-bibel.de/strongs/h5828

Bitte geht mal auf den Link und schaut, wie in anderen Bibelstellen der Begriff "eser" verwendet wird. Denkt man da an Hilfe im Sinne von "fleißige Hausfrau" oder eher an eine Hilfe von der Dimension von "Gottes Hilfe". Dazwischen sind Dimensionen!

https://www.youtube.com/shorts/fSqrqOW-oLo

Hier wird empfohlen, als Übersetzuung nicht "Hilfe" sondern "Verbündete" zu verwenden. Denn der Begriff enthält nicht die Hierarchie, die "Hilfe" oder "Gehilfin" suggerieren würde.

Ich finde es wichtig, sich diese Dinge bewusst zu machen, bevor versucht wird, die Welt der Christenheit in eine Zeit des Irrtums und der Wirrnis zurück zu katapultieren. 

Die Interpretation der Schrift hat tiefgreifende psychologische Auswirkungen darauf, wie wir menschliche Beziehungen und Identität verstehen.

Der hebräische Begriff "tsela" (צלע) wurde traditionell tatsächlich als "Rippe" übersetzt, aber kontextuelle und linguistische Analysen deuten darauf hin, dass "Seite" oder "Hälfte" genauer sein könnten. Diese Übersetzungsverschiebung ist bedeutsam, da sie unser Verständnis verändert - von der Frau als einem kleinen Stück, das vom Mann genommen wurde, hin zu einer gleichwertigen Hälfte der ursprünglichen menschlichen Schöpfung.

Ähnlich trägt der Begriff "ezer" (עזר) eine Konnotation von Stärke statt Unterordnung. In der gesamten Schrift beschreibt derselbe Begriff Gottes Beziehung zur Menschheit - was kaum auf Minderwertigkeit hindeutet! Wenn Gott eine "ezer kenegdo" (עזר כנגדו) bereitstellt, deutet die Phrase auf ein Gegenstück, eine entsprechende Stärke oder, wie vorgeschlagen, eine Verbündete hin.

Die psychologischen Auswirkungen dieser traditionellen Fehlübersetzungen waren tiefgreifend. Sie haben zu schädlichen Machtdynamiken und vermindertem Selbstwertgefühl bei Frauen in christlichen Gemeinschaften beigetragen. 

Der historische Kontext ist hier von großer Bedeutung. Viele Übersetzungen entstanden in Zeiten, in denen patriarchalische Strukturen unhinterfragte kulturelle Normen waren, was beeinflusste, wie Gelehrte diese Passagen verstanden und wiedergaben. Die heutige Wissenschaft profitiert von breiteren Perspektiven und linguistischen Erkenntnissen.

Diese genaueren Übersetzungen zurückzugewinnen bedeutet nicht, sich modernen Empfindlichkeiten anzupassen, sondern die ursprüngliche Bedeutung wiederzuerlangen, die die volle Würde und Gleichheit von Frauen und Männern als göttliche Ebenbilder bestätigt, geschaffen als komplementäre Verbündete statt hierarchischer Wesen.

amateurlektor antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @lucan-7

die lassen sich die unteren Rippen entfernen. Denkst du echt, die herausgeschnittene Rippe ist dem Rest des Körpers gleichwertig?

Gibts durchaus in der Natur. Z.B. bei Seesternen. Aus einem abgetrennten Arm kann ein neuer Seestern entstehen. Die nachgewachsenen Arme sind dann nur etwas kürzer als beim Original.

Niedlich, oder?

lg Tatokala

tatokala antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @deborah71

vielen kommt es still und leise auf den Punkt, aber es kommt. Vielen darf es bewusster sein.

Objektiv betrachtet lässt sich das nicht mehr von dem abgrenzen, was andere mit "Lebenserfahrung" titulieren...?

Von Derek Prince hatte ich mal ein Buch in der Hand... war nicht so meins. 

tatokala antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Zum Beitrag

Nein, Lebenserfahrung  ist auf der dreidimensionalen irdischen Ebene. Die Begegnung mit Gott kommt von einer überirdischen Ebene und bricht in die irdische Ebene ein. 

deborah71 antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @goodfruit

Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 

Gerade diese Passage überzeugt am wenigsten.

Durch ein simples Fruchtessen ist Gott in seiner Macht ernsthaft bedroht. Das spricht nicht gerade für ihn. Dann hat er ja ganz schön gepatzt bei seiner Schöpfung. 

Oder: er ist nicht ernsthaft bedroht. Er will nur die Absicht kritisieren. Man muss ja seine Macht demonstrieren.

Auch ganz schön kleinkariert. 

 

Irgendwie sehr menschlich.

 

lg Tatokala

tatokala antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Zum Beitrag

Der Punkt ist ein anderer. 

Jesus war noch nicht für die Sünde der Menschheit gestorben, daher würde der gefallene Zustand ewig dauern, wenn Adam gleich nach dem Sündenfall vom Baum des Lebens gegessen hätte. 

Der Baum des Lebens und der Baum von Gut und Böse, beide haben mit dem Kreuzesholz zu tun, das aus einem Baum gebildet worden war.

deborah71 antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @deborah71

würde der gefallene Zustand ewig dauern,

Ja und? Erstmal hat das Essen der Frucht für die Menschen primär nur das Problem des sich der-Nacktheit-schämens hervorgebracht. Alleine damit hätte man auch ewig weiterleben können. Gott hatte damit aber offensichtlich ein größeres Problem, als die Menschen selbst.

Der "gefallene Zustand" als größeres Problem begann erst danach, mit der Ausweisung aus dem Garten Eden und den damit einhergehenden Restriktionen. Erst unter diesen Bedingungen würde ewiges Leben zu etwas, was nicht erstrebenswert ist.

Holz wird generell aus Bäumen gemacht. Woher willst du jetzt den Zusammenhang zum Baum des Lebens wissen?

 

tatokala antworten
4 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Zum Beitrag

Ja und? Erstmal hat das Essen der Frucht für die Menschen primär nur das Problem des sich der-Nacktheit-schämens hervorgebracht.

Nur?  Hast du den Bruch der intakten Beziehung zu Gott und zum Nächsten überlesen? Angst und Scham ist eines der größten Probleme der Menschheit, dass sehr üble Verhaltensweisen hervorbringt.

Das Hauptgebot ist Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst.  (agape)

Ich sehe nicht, dass du zumindest Respekt oder Achtung Gott gegenüber lebst, wenn du ihn als "kleinkariert" bezeichnest, weil dir eine Bibelstelle nicht einleuchtet.

Ich sehe in den Medienberichten nicht, dass genügend Respekt vor dem Nächsten vorhanden ist in vielen Fällen, wenn Ehefrauen, Kinder, Lehrer, Schüler, unschuldige Passanten umgebracht werden, Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter brutal angegangen werden, während sie versuchen zu helfen und Leben zu retten.

 

deborah71 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@deborah71 Ich sehe nicht, dass du zumindest Respekt oder Achtung Gott gegenüber lebst, wenn du ihn als "kleinkariert" bezeichnest, weil dir eine Bibelstelle nicht einleuchtet. 

Mal wieder wird das eigene Gottesbild mit Gott selbst gleich gesetzt. Tatokala bezeichnet nicht Gott als kleinkariert, sondern nur eine entsprechende Lesart, oder eben die Bibelstelle selbst - kurz: ein bestimmtes Gotteskonzept. Respektvoll und achtungsvoll wären Gottesvorstellungen, denen gemäß sich Gott eben nicht kleinkariert verhält.

Wenn hier Respekt oder Achtung fehlen sollte, dann für Exegesen - also Meinungen! - denen gemäß Gott sich kleinkariert verhält. Und warum sollte man solche Exegesen/Meinungen achten oder respektieren?

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@deborah71 Mein Punkt war, sich darauf zu konzentrieren, was der Text hergibt. Nicht was man da hineinlesen kann. 

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Zum Beitrag

empfehle den Kontext zu lesen und dann die Entwicklung bis heute durchzudenken. 🙂

deborah71 antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @mariposa22

sexuelle Unterdrückung dazu führt, dass man sich nicht mehr als Mann oder als Frau wahr nimmt, sondern als irgendwas dazwischen.

Aber es gibt doch x Beispiele für prüde Gesellschaften... da kann von schwindender Polarität dabei keine Rede sein.

tatokala antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @kappa

Darf man schon Mal sagen.

Ja, manchmal erleichtert das.

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Seite 3 / 4
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