Ist es okay sich etwas zu wünschen?
1. Timotheus 6, 8 sagt „Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen.“ Daraus geht anscheinend hervor, dass es dann eine Sünde ist sich mehr zu wünschen bzw. mehr zu wollen und nicht mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Bedeutet das, dass man von nichts träumen darf? Ich würde so gerne viel reisen und die Welt sehen, in der Zukunft auswandern und ein schönes, ästhetisches Leben führen. Ist das auch eine Sünde? Ich habe das Gefühl ich verstehe es nicht ganz, denn ich bin davon ausgegangen, dass man auf jeden Fall zufrieden sein soll, aber auch etwas ändern darf.
Hallo,
also ich verstehe das so, dass wir tatsächlich genügsam sein sollen.
Was im Prinzip ja nicht schlimm ist…wir sollen ja keinen Mangel leiden, so ist das nicht gemeint, denke ich. Zu Nahrung und Kleidung darf auch gerne noch ein Dach über dem Kopf… 🙂
Ich würde an dieser Stelle sagen, je nachdem was der Geldbeutel hergibt, hat man eben ein luxuriöseres Dach oder eben nicht …ich glaube, dass das keine Rolle spielt. Auch wo man lebt, ist eigentlich nicht wirklich wichtig. Da, wo man sich halt niederlässt 🙂
Ich finde, unsere Leben sind alle sehr verschieden, niemand kann dir sagen, wie deines aussehen soll. Allerdings kann es sein, dass wenn du damit beschäftigt bist, dein Leben ästhetisch zu machen, du vielleicht das Leben verpasst, das Jesus eigentlich meint. Und wenn du reist, kann das ja auch was gutes sein- Jesus selbst ist herumgereist… aber eben nicht als Selbstzweck, sondern um seine Botschaft zu verbreiten.
Das „Herz auf dem rechten Fleck“ zu haben kann man sowohl als Sesshafter als auch als Nomade…
Guten Morgen ...
Zunächst zeigt Dein Posting und Deine Fragestellung, dass Du mit Deinem Christ-Sein sehr gewissenhaft und ernsthaft unterwegs bist.
Sicher gibt es Menschen, die die Besinnung auf Genügsamkeit, ein Sich-Bescheiden und Dankbarkeit nötig haben, weil es ihnen daran mangelt - so treffen uns ja immer individuell bestimmte Worte, die aber nicht pauschal und rund-um zu verwerten sind.
Aber ich denke, dass Gott von uns grundsätzlich nicht erwartet, ohne Träume & Wünsche zu sein.
Lust darauf, die Welt zu sehen - vielleicht woanders Heimat & Verörtung (und damit Erfüllung) zu finden - Sinn für Ästhetik & schöne Dinge --- Was soll daran verkehrt sein?
Träume, Wünsche, Ziele können ein Geschenk, ein Segen und ein Kompass sein - vielleicht erfüllen sie sich und es soll (von Gott her) so sein. Wenn nicht (oder anders oder später), dann gilt es damit umzugehen. Aber sie sich von vornherein zu verbieten, ist mMn nicht richtig.
L'Chaim
Ein einzeln herausgepickter Vers kann leicht in die Irre führen. Ich habe dir einen kleinen Zusammenhang herausgeholt:
1. Tim 6, 5......die meinen, Frömmigkeit diene dem Gewinn. 6 Ein großer Gewinn aber ist die Frömmigkeit zusammen mit Genügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. 8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen. 9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. 10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
Das Thema ist Geldgier.
Vers 5: wie oft wird falsch über das Geben gepredigt und der Prediger stopft sich die Taschen mit dem Geld gutgläubiger Menschen voll? oder das sogenannte Wohlstandsevangelium, das in diese Kategorie fällt. Das soll man nicht nachmachen. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht ehrlich erworbenes Vermögen besitzen kann, um damit nach Gottes Willen Gutes zu tun.
Die Frage ist: besitze ich Geld als einen Diener zum Guten oder besitzt die Gier nach Geld mich und verführt mich zum Raffen und Geiz, zu falscher Sicherheit?
1. Tim 6, 17 Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, zum Teilen bereit sind 19 und sich selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.
Wichtig sind die nächsten Verse. Diese liefern die Begründung für die Aufforderung.
Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
Es geht hier also um Geld und die damit einhergehenden Vergehen, die man begeht. Das Problem sind nicht Ziele, wie du sie nennst, sondern die Versuchungen, die mit Geld einher kommen. Und das hat sich ja bis heute scheinbar nicht verändert, wenn man sich die Superreichen anschaut.
Es spricht rein gar nichts gegen gute Lebenswünsche.
Das beschäftigt mich auch gerade. Ich wünsche mir ein E Auto, weil das alte mich nervt und mittlerweile komplett unwirtschaftlich ist. Ich hätte sogar zufällig Strom vom Dach, muss derzeit die Scheichs und Börsianer reichmachen. Das macht mich geradezu unglücklich...
Aber das billigste E Auto (was vernünftig wäre zum langen Betrieb) kommt aus China und würde über 20K kosten Darüber habe ich auch kein Frieden, bin bisher meistens mit billigen alten Kisten herum gefahren aber das geht bei E Autos nicht....
Bin innerlich zwiegespalten- das alte Ding genügsam aber teuer zu fahren oder was riskieren...
Dann bekomm ich ein schlechtes Gewissen wenn ich an die Menschen im Krieg da unten denke..die haben andere Sorgen....
Ich wünsche mir ein E Auto, weil das alte mich nervt und mittlerweile komplett unwirtschaftlich ist. Ich hätte sogar zufällig Strom vom Dach…
Bin innerlich zwiegespalten- das alte Ding genügsam aber teuer zu fahren oder was riskieren...
Dass du da noch eine Minute zögerst (wenn du die finanziellen Mittel hast) ist mir nicht verständlich.
Wenn du die 20K hortest und nicht einem Waisenhaus in Haiti zur Verfügung stellst (als Beispiel) macht es doch ökonomisch und ökologisch gar keinen Sinn, kein E-Auto zu holen. Was ist daran christlich?
Dann bekomm ich ein schlechtes Gewissen wenn ich an die Menschen im Krieg da unten denke..die haben andere Sorgen....
Nunja, weil für mich 23.500€ viel Geld sind (auch wenn's Prämie gibt). Ich habe in meinem Leben sehr selten soviel Geld ausgegeben und nur wenn es gar nicht anders ging.
Mein jetziges Auto, da bestelle ich Teile aus Litauen vom Verwerter um die Kosten niedrig zu halten, das ist keine 2000€ Wert.
Ich habe wohl für mich und meine Familie ein hohes Bedürfnis an Sicherheit.
Aber danke trotzdem, vielleicht hilft mir dein Beitrag die Situation neu zu bewerten. Vielleicht habe ich morgen die Freiheit nochmals aus den Händler zuzugehen.
Nunja, weil für mich 23.500€ viel Geld sind (auch wenn's Prämie gibt)
Das ist es für mich auch. Wären mit der Ausgabe alle meine Ersparnisse weg, würde ich auch zögern…trotz aller wirtschaftlichen Argumente.
Ich wünsche dir Gottes Segen für Deine Entscheidung!
Das ist es.
Ich habe die Wahl eine hohe Ausgabe zu machen - um horrenden Unterhaltskosten zu entgehen.
Mache ich das nicht, habe die Gefahr das die Inflation bei Autos alles auffrisst und nächstes Jahr Brauch ich eh ein neues.
HuHu, ca. 12.000. sind dann ca. 1000€ Mehrkosten im Jahr durch Sprit.
Es ist nur so das ich den Wagen kommendes Jahr eh verkaufen wollte. Er hat kaum Helferlein, fährt sich träge und teure Sachen stehen an. Ich will (morgen) noch einmal Tüv machen lassen danach nicht mehr.
Ich glaube ich habe gar kein Benefit ein Jahr zu warten wenn die Prämie weg ist und Inflation sowie mehr Nachfrage seitens der Käufer, die Preise höher werden lässt:(.
Aber danke der Nachfrage;).
Dazu kommt das es vermutlich in 2 Jahren nicht mehr möglich ist Autos ohne TÜV zu verkaufen....