Kommen Nicht-christen in die Hölle - für immer?
Hallo,
mich plagen seit gestern riesige Glaubenszweifel. Anlass ist die Erkenntnis dass alle meine Familie und Freude nicht an Jesus glauben, auch wenn sie von ihm gehört haben. Und somit laut Bibel in die gerichtet werden. Ich kenne die Bibel. Ich weiß es gibt keine Werksgerechtigkeit. Ich weiß nur aus Gnade sind wir gerettet. Ich weiß dass diese Gnade ein Geschenk ist. Und ich weiß dass wir sie auch annehmen müssen. Aber sagt die Bibel streng genommen, dass die Hölle für Nicht-Gläubige für immer ist?
Mich beklemmen Zweifel. Eine ewige Strafe weil man ein Geschenk nicht angenommen hat? Dann ist es doch kein Geschenk? Dann ist es eine Notwendigkeit zur Frieden. Es gibt nur ein richtig und falsch. Alle anderen machen einen Fehler. Sind sie alle verloren. Ich weiß keine verdiente Gnade...aber ein Mensch voller Nächstenliebe ohne Jesus. Und ein Verbrecher der eine Partnerschaft mit Jesus pflegt...der letztere wird errettet? Denn das ist das Ende der Kreuzigung. Der Verbrecher wird von Jesus erlöst. Nur durch sein Bekenntnis. Also sind meine Familie und Freunde alle verloren laut Bibel? Ist es nicht so?
Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird das so sein. Weil, was anderes habe ich im Wort nicht gelesen.
Hallo, Freund in Christus, ich spüre eine große Not bei Dir und möchte Dir von ganzem Herzen zurufen: Gott ist die bedingungslose Liebe, und die lässt niemanden verloren gehen. Dazu gibt es ein paar Gleichnisse in der Bibel, die Du sicher kennst. Gott wird die Menschen, die ihn (noch) nicht kennen, bis zum letzten Augenblick ziehen: durch Krankheit, Krisen etc. Selbst wenn das alles nicht hilft, wird er sich im Tod noch zu erkennen geben. Das wissen wir heute durch die vielen Nahtoderlebnisse. Erst wenn der Mensch die Liebe erkennt, und sich trotzdem dagegen entscheidet, schenkt Gott ihm den freien Willen als höchstes Geschenk seiner liebenden Achtung.
Wir machen uns die Hölle selber: wenn wir nicht glauben, ist es ungleich schwerer durchs Leben zu gehen. Jesus hat uns doch gelehrt, wie wir glücklich leben können.
Ich rate Dir, Deinen Freunden und Angehörigen mit Zuversicht und Liebe zu begegnen. Wenn sie Dich fragen, warum Du so bist, kannst Du ja antworten. Das ist nachhaltiger als zu "missionieren". Und bete im Stillen für sie! Gott lebt in unser aller Herz - auch im Herzen Derer, die scheinbar ungläubig sind. Dort werdet Ihr Euch treffen. Sei gesegnet in Deiner Liebe für Andere.
"Eine ewige Strafe weil man ein Geschenk nicht angenommen hat? Dann ist es doch kein Geschenk? Dann ist es eine Notwendigkeit zur Frieden. Es gibt nur ein richtig und falsch. Alle anderen machen einen Fehler. Sind sie alle verloren."
Diese Zweifel sind mir oft begegnet. Und genau so oft alle möglichen Erklärungen dafür, warum es so ist. Aber das ist nicht so ungewöhnlich. Wer etwas glaubt, egal was, der glaubt das eben und ist gegenüber rationalen Überprüfungen unempfindlich.
In der Regel begründen das christlich Gläubige mit der Vorgeschichte des Alten Testament. Nur gelten natürlich hier dessen Rahmenbedingungen ebenso. Und wenn hier bereits Unstimmigkeiten sind, kann das Folgende kaum besser werden. Hat es also keine "Ursünde" gegeben, sind auch alle daraus folgenden Erwägungen haltlos.
Wer etwas glaubt, egal was, der glaubt das eben und ist gegenüber rationalen Überprüfungen unempfindlich.
Da wär die Frage, was mit »glauben« gemeint ist. Um zu verdeutlichen, was mit »Glauben« im Sinn der Bibel gemeint ist,. meist einen Satz, den ein Fußballtrainer nach einem schon wieder verlorenem Spiel sagte, am Ende eines längeren Statement: Ich glaube an meine Mannschaft.
2.Ti 2,12 Darum muss ich auch dies alles erleiden. Aber ich stehe dazu; denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und bin überzeugt, dass er die Macht hat, bis zum Tag des Gerichts sicher zu bewahren, was er mir anvertraut hat.
@studierzimmer Bezieht sich die Frage auf Menschen, welche die Botschaft bewusst und unvoreingenommen vernommen, ihren Sinn verstanden sowie sich aus freiem Willen dagegen entschieden haben oder Menschen welche für die dies nicht gilt?
Veröffentlicht von: @lucan-7... aber da müsste ich mich auch ernsthaft fragen, ob ich wohl einem Gott folgen wollte, der so ist, wie manche Christen es erzählen...
Ich finde, du solltest das, was andere Christen so erzählen, zur Kenntnis nehmen, und wenn es dich überzeugt, sogar zu Herzen… 😀
Zum Thema gibt‘s zwei entgegengesetzte Extrem-Meinungen. Die einen mögen den Friede-Freude-Eierkuchen-Gott und glauben an eine Allversöhnung, die anderen sehen in jedem Widerfahrnis bereits die gerechte Strafe für ein Fehlverhalten und fürchten sich schon jetzt vor dem Gericht Gottes.
Beides erscheint mir nicht biblisch und in der jeweiligen Konsequenz unschlüssig. Von einem Katholiken habe ich einmal gehört: Wir glauben an die Hölle, aber wir beten darum, dass sie leer bleibt… 😀
Die im Titel formulierte Frage würde ich einfach mal mit "Ja" beantworten, auch wenn das heutzutage nicht sehr beliebt ist.