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Kommen Nicht-christen in die Hölle - für immer?

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Studierzimmer
Themenstarter
Beiträge : 227

Hallo,
mich plagen seit gestern riesige Glaubenszweifel. Anlass ist die Erkenntnis dass alle meine Familie und Freude nicht an Jesus glauben, auch wenn sie von ihm gehört haben. Und somit laut Bibel in die gerichtet werden. Ich kenne die Bibel. Ich weiß es gibt keine Werksgerechtigkeit. Ich weiß nur aus Gnade sind wir gerettet. Ich weiß dass diese Gnade ein Geschenk ist. Und ich weiß dass wir sie auch annehmen müssen. Aber sagt die Bibel streng genommen, dass die Hölle für Nicht-Gläubige für immer ist?
Mich beklemmen Zweifel. Eine ewige Strafe weil man ein Geschenk nicht angenommen hat? Dann ist es doch kein Geschenk? Dann ist es eine Notwendigkeit zur Frieden. Es gibt nur ein richtig und falsch. Alle anderen machen einen Fehler. Sind sie alle verloren. Ich weiß keine verdiente Gnade...aber ein Mensch voller Nächstenliebe ohne Jesus. Und ein Verbrecher der eine Partnerschaft mit Jesus pflegt...der letztere wird errettet? Denn das ist das Ende der Kreuzigung. Der Verbrecher wird von Jesus erlöst. Nur durch sein Bekenntnis. Also sind meine Familie und Freunde alle verloren laut Bibel? Ist es nicht so?

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921 Antworten
Tatokala
Beiträge : 4684
Veröffentlicht von: @hkmwk

Methodenmix,

Ja, wie kommt man eigentlich darauf? Dem wiki-Eintrag zufolge Historisch-kritische Methode (Theologie) – Wikipedia sehe ich keinen  Methodenmix. Für mich klingt die Grundlinie ziemlich klar definiert. 

tatokala antworten
1 Antwort
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10264

@tatokala 

  • Na schau dir die einzelnen Teile der HKM an:
  • Textkritik: ist i.d.R. saubere Arbeit, die Methode an sich ist ok.
  • Struktur des Textes: Kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem ob der Theologe von heutigen Erwartungen bezüglich der Struktur eines Textes ausgeht (also z.B. Doppelerzählungen automatisch als Indiz für mehrere Quellen ansieht) oder sich mit antiken Textstrukturen beschäftigt hat.
  • Quellenkritik und Redaktionsgeschichte - dazu hat schon vor langer Zeit C.S. Lewis einen Vortrag gehalten, der aufzeigt, dass so was meist Kaffeesatzleserei ist. Weil eben alle Quellen hypothetisch sind. Da wo das anders ist, hatte Lewis nichts gegen »die alte Lachmannsche Art« (Anspielung auf die Synoptische Frage).
  • Literarkritik: Kann unterschiedlich sein.
  • Formgeschichte: Beachtet nicht, dass Abweichungen von einer Form entweder darauf hindeuten, dass das Elemente sehr alt ist (hat die Angleichung an die Form des die Form bestimmenden Sitz im Leben¹ überstanden), oder dass es ziemlich jung ist (ist hinzugekommen nachdem der Text seinen Sitz im Leben verloren bzw. geändert hat). Entsprechend unzuverlässig sind die Datierungen, die auf Formkritik beruhen. Ist also ähnlich wie Quellenkritik meist Kaffesatzleserei.
  1. Anmerkung: »Sitz im Leben« ist in der Formgeschichte nicht das, was Theologen meist meinen, wenn sie den Ausdruck benutzen!

Die anderen genannten Methoden sind am Besten als Sammeln von Hintergrundinformationen zu betrachten, die zuweilen nützlich sein können. Also im Prinzip Methoden, die ich nicht kritisiere - außer wenn die Ergebnisse überschätzt bzw. unangebracht benutzt werden.

Das wären im Wesentlichen 5 Methoden, man könnte noch weitere aufzählen (z.B. rhetorische Kritik, war groß in Mode als meine Frau ihre theol. Dr-Arb. schrieb), aber ich denke es sollte klar sein, was ich mit »Methodenmix« meinte.

hkmwk antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

@studierzimmer 

 

Denn das ist das Ende der Kreuzigung.

Das Ende der Kreuzigung ist die Auferweckung. Der Anfang zum Leben 🙂 Und wer da wen erweckt....das hängt eben alles vom Vater ab.

"Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag." Johannes 6,44

Wir können Zeuge sein und wir können beten. Gott bedrängen im Gebet. Für unsere Lieben. 

Aber ZIEHEN, das kommt vom Vater.

Es braucht eine gewisse Gelassenheit um zu  erkennen, dass wir uns das Leben eben nicht verfügbar machen können. Wir können es nicht kontrollieren. Und das ist gut so. Jeder geht den Weg, der seiner eigenen Entwicklung enstpricht. Und Gott geht da sehr individuell mit jedem um. Du weißt nicht, was er noch alles für deine Familie vorgesehen hat 🙂 Bete für sie und glaube und vertraue. Gott kann sehr viel ändern und geht in dem Tempo, das für deine Familie richtig ist. ER kennt sie ja.

Wir wollen alles schnell. Aber das hat oft keinen Bestand. Gottes Mühlen mahlen langsam... aber du weißt: Gott kommt zu seinem Ziel. Vertrau ihm. Er kennt das richtige Tempo.

 

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Simba
 Simba
Beiträge : 389

@studierzimmer 

Hallo Studierzimmer. Ich möchte dir gerne zu deinen Sorgen schreiben.

Zunächst einmal: Werke sind sehr wohl wichtig. Jesus spricht unentwegt von dem, was man getan hat und dass man seine Nachfolger an den Werken der Liebe erkennen solle, und Jakobus schreibt deutlich davon, dass Glaube ohne Werke tot sei.

Was nun mit "Ungläubigen"? Ethik und Werke im Sinne Gottes (sprich: Liebesdienst am Mitmenschen) werden sehr wohl von ihm angesehen. Er übersieht sowas nicht und vergisst es nicht. Er wünscht ja Frieden und Nächstenliebe unter den Menschen.

Bei der Rede vom Weltgericht (Mt 25) spricht Jesus davon, dass

die einen nicht wussten, dass sie ihn geehrt haben,

die anderen nicht wussten, dass sie ihn verachtet haben. ("Wo sahen wir dich krank oder nackt oder im Gefängnis, usw.)

Das betrifft nicht "Christen & Nichtchristen", dieses Szenario, sondern die Menschen ansich: am Ende wird offenbar, wer in seinem Sinne gewirkt hat.

Zum Glauben: Glaube ist ein Geschenk des göttlichen Geistes. Es verstehen nicht alle. Manchen geht das nicht auf, manche wurden tief verletzt, manche haben wahrlich genug "Christentum" gehört und gesehen und sperren sich, manche drückt schwere Schuld, sodass sie innerlich keinen Zugang mehr zu Gott finden, manche sind derart weltverhaftet ("fleischlich" nennt die Bibel das), dass ihnen der Sinn dafür abgeht ...

Will sagen: die Herzensgründe sind ganz unterschiedlich. Gott sieht, laut der Bibel, das Herz eines Menschen an. Er kennt die Gründe und die Geschichte eines Menschen besser als wir und wird das schon angemessen beurteilen können.

Das Anliegen, alle Menschen zu sich zu rufen und sich aller zu erbarmen (denn wir sind seine Kinder) bleibt.

In der Offenbarung ist davon die Rede, dass ganze Völkerscharen einziehen in die himmlische Stadt, dass sie essen von den Blättern der Bäume, die am Fluss des Lebens wachsen, und es ihnen zur "Heilung" dient.

Ferner heißt es am Schluss: Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer da hört, der komme, und nehme das Wasser des Lebens umsonst.

Der Gedanke, hier in dieser Welt musst du dich (nachdem gehört) "entscheiden", sonst brennst du in der kommenden Welt auf ewig in der Hölle, ist, meines Erachtens, nicht biblisch. Was wäre das für ein Gott? Zeitlicher Irrtum und Verfehlung hier - ewige Folter dort? Ist mir nicht schlüssig und wird Gott nicht gerecht.

Es mag Menschen geben, die sich derart von allem Guten abgewendet haben, dass sie keine Rückkehr mehr finden, oder selbst, wenn sie ihn eines Tages sehen, sagen: "Ich will aber nicht mit dir sein!" Dann erlischt die Kerze, meiner Meinung nach. Dann ist es vorbei. Da spricht die Bibel aber nicht einfach per se von "Ungläubigen", sondern von "Mördern, Zauberern, Schändern, usw.", also Menschen, die grässliche Dinge getan haben.

Mag es geben. Das beurteilt Gott aber nicht einfach "kollektiv", sondern er schaut, wie gesagt, das Herz eines Menschen an.

Hab Vertrauen. Gott segne dich und deine Familie.

simba antworten


Studierzimmer
Themenstarter
Beiträge : 227
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das wirst du ja sicher an einem Beispiel erklären können.

Das ist genauso hier passiert (Jack-Blacks Beitrag). Im „Safe Place für Christen“ wie das Jesus Forum auf der Startseite schreibt. In dem Fürbitten als Angriffe gelten…

Und das ist deshalb mein letzter Beitrag hier im Forum. Löschung wurde vor mehreren Tagen per Email beantragt.

studierzimmer antworten
4 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@studierzimmer 

Das ist genauso hier passiert (Jack-Blacks Beitrag). Im „Safe Place für Christen“ wie das Jesus Forum auf der Startseite schreibt. Während Fürbitten als Angriffe stehen gelassen werden…

Da kann ich jetzt mangels Hintergrundkenntnissen nicht viel dazu sagen... klingt für mich, als hättest du da vielleicht etwas mehr Klärung verlangen sollen, um nicht verbittert das Forum zu verlassen - manche dieser Dinge basieren auf Missverständnissen oder falschen Erwartungen.

Würde mich freuen, wenn du weiter dabei bleibst... unabhängig davon wünsche ich dir alles Gute!

 

lucan-7 antworten
Studierzimmer
(@studierzimmer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 227

@lucan-7 ich habe es sehr deutlich gemacht. Und gemeldet. Frosch-Mod hat hier geantwortet.

Dir und allen die hier für mich da waren auch alles Gute! Gerade die Kontakte in privaten Nachrichten. Ich wünsche allen hier Gottes Segen! 

studierzimmer antworten
Studierzimmer
(@studierzimmer)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 227

Ein allerletzter Nachtrag noch: ich verzeihe Jack-Black. Und mein Herz ist voller Liebe. 

Nur wie in meinen Beiträgen erklärt habe, ist das Forum für mich nicht Safe Place für Christen. Das steht aber auf der Startseite! Es ist das Gegenteil, es ist Safe Place für Atheisten und ihre Ablehnung!
Darum hatte ich mich angemeldet. Und darum gehe ich in Frieden

studierzimmer antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@studierzimmer 

Nur wie in meinen Beiträgen erklärt habe, ist das Forum für mich nicht Safe Place für Christen. Das steht aber auf der Startseite! Es ist das Gegenteil, es ist Safe Place für Atheisten und ihre Ablehnung!

Da bist du wohl nicht der Erste, dem das aufstößt. Vielleicht wäre da ein wenig Klärung seitens der Betreiber nötig, weil "Save Space" hier falsche Erwartungen weckt - zum Beispiel jene, dass in einem Diskussionsforum christlichen Ansichten nicht widersprochen wird.

Das würde aber dem Sinn eines Forums, das allen Menschen offen steht, entgegenstehen. Das Problem ist wohl, dass bestimmte Ansichten häufig als Angriffe verstanden werden (Das sehe ich übrigens als generelles Problem unserer Zeit).

Aber persönliche Ansichten anderer Menschen existieren nun einmal, und man kann sich damit auseinandersetzen - oder man kann es ignorieren.

Ich werde hier ja auch regelmäßig mit der Ansicht konfrontiert, ich stünde unter dem Einfluss Satans... oder dass Wissenschaftler Verblendete sind, die die Wahrheit bewusst oder unbewusst leugnen, weil sie Angst vor dem Glauben haben.

Das wurmt mich auch... andererseits möchte ich aber auch wissen: Wie um alles in der Welt kommen die Leute bloß auf so etwas...?

Und das kann dann auch bereichernd sein...

lucan-7 antworten
Tatokala
Beiträge : 4684
Veröffentlicht von: @studierzimmer

Aber ob seine Vergebung auch Nicht-Christen gilt.

Bei den Katholiken gibt es ein Modell dafür, wie ich hier mir mal habe erklären lassen. Ich glaube, die "Menschen guten Willens" hat sie das genannt, wenn ich mich recht erinnere. 

Ich bin aber selbst nicht katholisch, kann deshalb dazu nicht so viel sagen, inwiefern das zum allgemeinen Konsens gehört.

 

tatokala antworten
4 Antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1653

@tatokala guten Morgen Tatokala,

Also ja da hast du wohl Recht. Ich bin katholisch aber erst seit ca.2 Jahren. Ich habe es aber auch mitbekommen, das hier eine etwas andere Ansicht herrscht. Auch in traditionellen/Konservativeren Kreisen ist das wohl so.

Es hat wohl damit zu tun, das ein Mensch es "solange er Heide" ist, es erst einmal nicht zu vertreten hat, wenn er das Evangelium nicht hörte bzw. er als Kind durch einen anderen Glauben vorgeimpft wurde. Im Vorbeigehen ist es kaum realistisch dann sofort Christ zu werden wenn man einmal das Wort "Christentum" vernimmt.

Das ist dann wieder bei Christen anders- denen ist ja viel viel mehr an Gnade und Gnadenmittel gegeben, was aber auch mehr Verantwortung bedeutet. 

Teilweise haben oder teilen sich andere Religionen gewisse Glaubensinhalte des Christentums, zum Beispiel die 10 Gebote. 

Für die Personen welche in der Kenntnis gewisser absoluten Wahrheiten oder Tugenden sind und diese mit einem willigen Herzen annehmen bzw. Sich nach dem Schöpfer ausstrecken oder einfach merken das Sie Sünder sind und grundsätzliche Buße tun, da kann man Hoffnung haben das diese in der Ewigkeit eine Möglichkeit bekommen Vergebung durch Christus zu erhalten.

Aber letztlich geht auch das nur über das Werk Christi. 

Ich hoffe (also ohne Gewähr) das richtig weiter gegeben zu haben.

Gewisse Bibelstellen könnte man als Relevant ansehen. Punktuell gab es schon im alten Testament Personen die zwar außerhalb des Judentums waren, aber doch zum Herrn eine gewisse Beziehung oder Verbindung hatten. Ich denke da an den Syrer? den Gott reinigte, an eine Prinzessin, an das Volk von Ninive und ich glaube sogar Nebukadnezar am Ende seines Lebens?

 

Im neuen Testament gibt es eine Stelle wo Paulus auf den heutigen Balkan gesendet wird, in der Vision spricht Gott sinngemäß: Er soll dort hin, Gott HAT DORT ein (großes) Volk (obwohl zu dem Zeitpunkt streng genommen noch gar kein Christentum dort war). 

Letztlich finde ich das auch fair, gerechter. 

Manche teilen ja die Vorstellung wer sich einmal für Jesus "entscheidet" der ist ohne Stress für immer Save und alle anderen haben grundsätzlich Pech gehabt. Das wäre dann zwar schön (aber nicht ganz biblisch) für die Erlesenen, aber der Rest hätte dann zum Teil gar keine Chance. 

Grüße Edd

 

 

kappa antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10264

@kappa 

Es hat wohl damit zu tun, das ein Mensch es "solange er Heide" ist, es erst einmal nicht zu vertreten hat, wenn er das Evangelium nicht hörte

Er geht ja nicht wegen seinem Unglauben verloren, sondern weil er gesündigt hat. Dass das auf jeden Menschen zutrifft, wird ja von Paulus lang und breit in Rö 1-3 erklärt.

Im neuen Testament gibt es eine Stelle wo Paulus auf den heutigen Balkan gesendet wird, in der Vision spricht Gott sinngemäß: Er soll dort hin, Gott HAT DORT ein (großes) Volk

Kurze technische Anmerkung: Es wäre besser, wenn du das Menü nützt, um etwas durch kursiv oder fett hervorzuheben. Großschreibung gilt als BRÜLLEN. Danke.

Zu deiner Aussage: Das ist auf dem Hintergrund zu lesen, dass Gott schon vor Grundlegung der Welt erwählt hat. D.h. Er weiß, wer sich bekehren wird.

Für die Personen welche in der Kenntnis gewisser absoluten Wahrheiten oder Tugenden sind und diese mit einem willigen Herzen annehmen bzw. Sich nach dem Schöpfer ausstrecken oder einfach merken das Sie Sünder sind und grundsätzliche Buße tun, da kann man Hoffnung haben das diese in der Ewigkeit eine Möglichkeit bekommen Vergebung durch Christus zu erhalten.

Das finde ich in dieser Stelle:

Rö 4,5 Wenn dagegen ein Mensch vor Gott keine Leistungen vorzuweisen hat, aber er vertraut auf den, der die Gottlosen annimmt, dann wird ihm sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.

Ich gehe davon aus, dass so ein Mensch, wenn er das Evangelium hört, es sofort annimmt. Gibt ja Anekdoten aus der Mission, wo Menschen das getan haben: »Was ihr sagt ist das, wonach ich schon immer gesucht habe« oder so ähnlich.

hkmwk antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1653

@hkmwk 

Guten Abend,

Sorry wegen dem Brüllen, das war so nicht beabsichtigt.

Also ich bin mir wie gesagt nicht zu 100 Prozent sicher das ich es korrekt wiedergebe. Das was ich schrieb halte ich für Plausibel und denke das so ähnlich auch die Lehre sein müsste. Bin mit aber nicht ganz sicher. Ich selbst bin ja Christ.

Aber mit dem Glauben ist es so eine Sache. Es ist nicht so arg realistisch wenn man 60 Jahre lang Beispielsweise "Moslemisch geimpft" wurde, man sofort auf den Christlichen Zug aufspringt. 

Ich kenne ehemalige Moslems. Aber es war eher ein Prozess wenn ich es richtig einschätze oder zum Teil auch weiß. 

Dann gibt es auch viele die hören das Evangelium ja gar nicht.

Wenn man jetzt sagt das die ja "nur wegen Ihrer Sünde" verdammt werden- ist es dann der Zufall gewesen, das sie nicht evangeliesiert wurden? Oder wer hat das bestimmt? Wenn es Gott nicht war - er will ja eigentlich alle retten- war es dann der Zufall?

Ich denke das ist zwar schön einfach als Lehre und es ist recht klar, wer dann überhaupt gerettet wird, aber ich finde es nicht ganz schlüssig und auch nicht fair. 

Der Glaube ist natürlich ein wichtiger Teil des ganzen. Der ist die Basis von einem bestehenden Leben mit Gott oder zur Buße zu kommen. Aber Glaube ohne Werke oder Taten ist doch nunmal Tot, und ich denke ein "enger und schmaler Weg" zu Gott bedeutet das man ganz real und spürbar zu kämpfen hat. Wenn jetzt ein Nicht-Christ mehr kämpft und sich müht als ein Christ, dann spricht für mich die Bibel in der Summe eigentlich nicht die Sprache das der Nichtchrist keine Chance hat und der Christ save ist. Ich glaube sogar Paulus beschreibt das als ein Beispiel .

 

Grüße Eddy 

 

kappa antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10264

@kappa 

Es ist nicht so arg realistisch wenn man 60 Jahre lang Beispielsweise "Moslemisch geimpft" wurde, man sofort auf den Christlichen Zug aufspringt.

Klar, nur wer auf Gottes Gnade vertraut statt auf immer mehr fromme Leistungen, bei dem gibt es keine (wirksame) »muslimische Impfung« (mehr?). Wobei das zuweilen schon auf Sufis zutrifft … aber es gibt auch den Sucher, der nur noch weg vom Islam will. Wär aber jetzt ein anderes Thema.

Ich denke das ist zwar schön einfach als Lehre und es ist recht klar, wer dann überhaupt gerettet wird

Wie gesagt - in Rö 14,5 erwähnt Paulus Leute, die gerettet werden, weil sie auf Gottes Gnade vertrauen, ohne von Jesus gehört zu haben. Abraham ist sein Standardbeispiel.

hkmwk antworten


Simba
 Simba
Beiträge : 389
Veröffentlicht von: @hkmwk

Man sollte sich das Bild, das da benutzt wird, vor Augen halten: Nach einem siegreichen Feldzug müssen die Besiegten niederknien und dem Sieger huldigen. Das heißt aber nicht, dass sie straflos ausgehen, nachdem sie sich in den Staub geworfen haben.

Hallo hkmwk,

von "straflos ausgehen" sprach ich ja auch nicht. Wie gesagt, diese Einsicht kann schmerzlich sein.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Wo steht das in der Bibel?

So deute ich diese Bildersprache der Bibel: das "Feuer, das ewig brennt", der "Wurm, der nicht stirbt" (nagendes, quälendes Gewissen über ein verirrtes und verfehltes Leben, etc.)

Es hat immer mit der Frage zutun, wie man diese Texte versteht.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Wieso wird dann gesagt, dass der Drache, das Tier und der falsche Prophet dort auf ewig gequält werden (Of 20,10)?

Wie gesagt, das ist hebräische Bildersprache. Schlussendlich, heißt es, werde der Tod und das Totenreich vernichtet, sodass kein Tod und keine Zerstörung mehr sind, sondern nur noch das Leben, das aus Gott ist, ganz regiert.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Vor allem erkennt man Seine Heiligkeit und seine eigene Sündhaftigkeit.

Hier sagst du das gleiche, wozu Du mich oben fragtest, wo das in der Bibel stehe ...

Veröffentlicht von: @hkmwk

vielleicht besteht die Hölle ja gerade darin, dass man Gottes Gegenwart ertragen muss, ohne sie ertragen zu können. Heißt es nicht, dass Gott alles in allen sein wird (1.Ko 15,28)?

Wie gesagt: es mag auch Menschen geben, die sich gänzlich abwenden und ausschlagen, selbst wenn sie Gott einst sehen und das keine Frage mehr von "Glaube" und Argumenten oder Vorurteilen ist.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Und in der Bibel lese ich, dass wir Menschen Kinder werden können:

Natürlich muss man das erkennen und glauben, sonst ist es uns ja nicht lebendig.

"Gottes Kinder" sind die Menschen erstmal alle, schlichtweg, weil Er uns geschaffen hat. Aber das muss bzw. soll ein Mensch natürlich erkennen und in dieser Beziehung zu Gott leben.

Wir kommen auf diese Welt und kennen zunächst den Lebensgeber nicht, und sollen ihn kennenlernen.

Und dies erzählt uns die Bibel und davon redete Jesus.

Ja, böse sind wir auch. Wir haben Gutes und Böses in uns, wir sind ambivalente Wesen. Deshalb rief uns Gottes Sohn, in dieser Beziehung zu Gott zu leben, von dem wir nämlich herkommen und zu dem wir gehören.

Jesus zeigte nicht vorrangig, dass wir "böse" sind; das erwähnt er ab und an. Er zeigte (durch sein ganzes Leben, Sprechen und Handeln) die Beziehung zu Gott, die wir auch haben können.

 

simba antworten
1 Antwort
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10264

@simba

Wie gesagt, das ist hebräische Bildersprache. Schlussendlich, heißt es, werde der Tod und das Totenreich vernichtet, sodass kein Tod und keine Zerstörung mehr sind, sondern nur noch das Leben, das aus Gott ist, ganz regiert.

Du lenkst ab. Es ging um den Drachen, das Tier und den falschen Propheten. Der Drache (Teufel) ist eine Person, und dass ewig quälen ein Bild für Vernichtung sein soll, leuchtet nicht ein. Ja, wenn da brenne stünde … da wäre wenigstens eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass deine Auslegung stimmt.
Wie gesagt: es mag auch Menschen geben, die sich gänzlich abwenden und ausschlagen

Also ob Menschen genauso ewig im Feuer gequält werden wie der Teufel (und das Tier und der falsche Prophet, die ja nicht nur für »Reiche« stehen, sondern auch für deren menschliche Führer), ist noch mal eine andere Frage, da stimme ich mit dir zwar nicht überein, aber dein Verständnis ist möglich, und das auszudiskutieren würde hier zu weit führen.

Hier gings erst mal um die Frage, ob von Qual oder Vernichtung die Rede ist. Die Bilder in der Bibel deuten alle auf Qual hin - obs der Feuersee ist, der Wurm oder die äußerste Finsternis - auch wenn klar ist, dass das nicht alles wörtlich gemeint sein kann (und vermutlich nichts wörtlich ist) - in diesen Bildern steckt Information, die wir nicht einfach weg-auslegen sollten.

"Gottes Kinder" sind die Menschen erstmal alle, schlichtweg, weil Er uns geschaffen hat.

Wo steht das in der Bibel? Also nicht, dass Gott uns geschaffen hat (das ist klar), sondern dass wir deshalb alle Seine Kinder sind. Wo liest du das?

Er zeigte (durch sein ganzes Leben, Sprechen und Handeln) die Beziehung zu Gott

Aber die können wir haben, obwohl wir Böse sind. Das ist doch das, was Paulus in Rö 1-6 erläutert.

hkmwk antworten
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