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Richtet nicht,damit ihr nicht gerichtet werden.

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

hallo, ich wende oft viel Energie auf, um über andere ein Urteil zu fällen, damit ich selbst besser da stehe, gelobt werde, was ich alles so drauf habe. Es drängt mich, Menschen zu werten, zu klassifizieren...

Doch Jesus sagt in Matthäus 7 Vers 1, ich soll nicht richten............

Darf ich jetzt nicht mehr andere Menschen kritisieren, denn das ist ja auch richten. Oder hier die Gelben Karten, ist das nicht auch richten..

Mir persönlich wäre es auch lieber, hier unsere Beiträge nicht mehr zu richten, Bewertungen abzugeben.

Vielleicht macht uns das freier.........................................................

Wie seht ihr das.

Frederick

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Das mit dem Richten ist eine ernste Sache.

Du sprichst Matth. 7 an, bei dem dazu angemahnt wird, erst einmal sich um seine eigenen Probleme und Sünden (Balken im Auge) zu kümmern, bevor man sich um die der anderen (Splitter im Auge) kümmert.

Das ganze steht ja im Zusammenhang mit unfangreichen Lehren Jesu, die er uns in der Bergpredigt mit auf den Weg gibt. Es ist gewissermaßen die Hausordnung des Himmelreiches, an die wir uns halten sollten.

Jesus hat ja dem Gesetz die macht der Verdamnis genommen, indem er es selbst durch sein Opfer am KReuz erfüllt hat. Das heißt, dass jemand der im Himmelreich lebt (also JEsus als seinenHerrn gemacht hat) auch nicht mehr gerichtet werden kann und frei sit vor dem Gesetz. Wenn jetzt die Menschen anfagnen, sich untereinander ihre Sünden vorzuhalten, dann entsteht ein Klima, wie wir das auch mit dem Gesetz hatten: das Gegockel, wer es am besten macht, die hochfrommen, die meinen die anderen Maßregeln zu müssen. Das alles hat im Himmelreich keinen Platz. Da geht Gott mit jedes seiner Kinder und es ist Sache zwischen Gott und seinen Kindern, mögliche Sünden in den Griff zu bekommen. Und wer weiß: vielleicht erlaubt Gott ja dem einen oder anderen Kind Dinge, die nach der Hausordnung der Israeliten vorboten gewsen wären - in einer spreziellen Situation ... Das geht uns nichts an - wir müssen uns um unser eigenes LEben und unseren eigenen Weg mit Gott kümmern. Sicher dürfen wir uns über alles mögliche mit anderen Geschwistern im Herrn austauschen - aber niemals richtend.

Matth. 6 macht das dramatisch deutlich:
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Das bringt die Dimension des Nicht-Richtens wenn uns selber Schaden zugefügt wurde mit hinein - also in´m Grunde genommen der verschärfte Fall, wo mancher gerne richten möchte. Aber auch hier gilt: Richten verboten - Vergebung ist angesagt. Es steht dabei unsere Seeligkeit auf dem Spiel!

Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist die, dass manche diese Zusammenhänge nutzen, um jede Kritik eine geistliche Dimeinsion zu geben und einem zu sagen, wie unmöglich man sich doch da verhalten hat. Wenn man wirklich gerichtet hat, dann haben sie recht - aber oft ist es ja so, dass man nur gesagt hat, dass man die eine oder andere Sache nicht mag oder problematisch findet. Da kann es dann sein, dass der Vorwurf des Richtens selber zum Richten wird.

Ich würde dann in die Metaebene gehen, und diesen Zusammenhang direkt so ansprechen - weg vom problematischen Kontext, der Gegenstand der Auseinandersetzung ist. Es könnte sein, dass derjenige dann merkt, dass er da ein Bibelwort als Schutzpanzer für alles mögliche missbraucht hat und es nur nutzt, um sich von allen sozialen Kontexten zu isolieren, Verantwortung abzulehnen und das Miteinander schwer zu machen. Aber wenn die PErson dann klipp und klar sagt, dass sie weiter hinter dem kritisierten Verhalten steht - dann müssen wir das wohl akzeptieren ... Sie nutzt die Freiheit des Christenmenschen, die auch uns so gut tut.

LG
Ecc

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Neubaugöre
Beiträge : 11889

Hey,

es gibt einen Unterschied zwischen "urteilen/beurteilen" und "richten".
Welcher ist dies? Was genau ist richten? Was genau ist urteilen?

neubaugoere antworten
Georg Heinrich
Beiträge : 258

Es gibt drei Machtbereiche:
- Deinen;
- den Deines Nächsten;
- und den Gottes.

Wann immer diese Grenzen überschritten werden gibt es Schmerz.
Es ist Demut, diese Machtbereiche zu respektieren.

Was immer Dein Nächster tut liegt in seinem Machtbereich. Er ist alleine dafür verantwortlich.
Du kannst - und musst - sein Verhalten für Dich bewerten und entscheiden, ob Du seinem Beispiel folgen willst oder nicht.

Wenn Du aber ein Urteil über ihn fällst, dann überschreitest Du die Grenze zu seinem - und Gottes - Machtbereich.

groesste-liebe antworten
3 Antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889
Veröffentlicht von: @groesste-liebe

Es gibt drei Machtbereiche:
- Deinen;
- den Deines Nächsten;
- und den Gottes.

Das ist wirklich ein interessanter Gedanke. Den nehme ich mal mit. *einpack* 😊

Veröffentlicht von: @groesste-liebe

Wenn Du aber ein Urteil über ihn fällst, dann überschreitest Du die Grenze zu seinem - und Gottes - Machtbereich.

Das hier sehe ich differenzierter. Wir alle urteilen, müssen sogar Situationen und Menschen beurteilen, wenn wir uns in ihnen bewegen. Wir Menschen sind mit unseren Psychen so gestrickt. Und es wird nicht Gottesferne sein, so gestrickt zu sein.

Das Richten ist doch noch was anderes als "sich ein Urteil bilden" (urteilen).

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

liebe Neubaugoere,

ja das sehe ich auch so. Natürlich muss ich mir als Mensch ein Urteil über einen anderen Menschen bilden. Doch meine Erkenntnis ist begrenzt, das ich mir auch mal ein falsches Urteil bilde.

Und vielleicht darf ich deshalb als Christ keinen Menschen verurteilen.

Weil Jesus letztendlich tiefer sieht wie ich.

Auch ich habe schon Nichtchristen verurteilt im Gespräch....

Doch vielleicht hätte ich mich da eher zurückhalten sollen..

liebe Grüße,

Frederick

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889

Hey,

ich denke, ich darf nicht "verharren" in dem Urteil und den anderen ein für allemal darin "dingfest" machen. Mein Herz muss offen bleiben dafür, dass es Veränderungen geben kann. Mein Herz darf ihn nicht binden, sondern muss loslassen. Nicht nur für mich, sondern eben auch für den anderen. Ich verstehe dies als ein "inneres Gericht", welches ich dann über den anderen sprechen würde. Und genau dieses "Gericht" bin nicht ich, obliegt nicht mir - es ist Gottes Sache.

Gruß

neubaugoere antworten


Deborah71
Beiträge : 16266

Es gibt drei Machtbereiche:
- Deinen;
- den Deines Nächsten;
- und den Gottes.

Die Anregung von groesste-liebe über die eigenen Autoritätsbereiche erinnert mich an eine Predigt von Hartl : Heimkommen
Da kommt die Frage auf, ob du in dir zu Hause bist, in deinem Autoritätsbereich und in deinem Segensempfangsbereich und -ganz wichtig - in deinem Ich bin geliebt und wertvoll-Bereich.

Deine Post von Gott kommt an deine Anschrift. Bist du dort, zu empfangen? oder bist du auf Wanderung beim Nächsten und kannst deine Segenspost nicht in Empfang nehmen? keiner in dir zu Hause?

Du wirst nicht größer, wenn du einen anderen klein machst... denn dann denkst du von dir selbst schon zu klein, wenn du einen anderen erniedrigen musst.

Wachse innerlich durch Segnen... denn du bist zum Segnen gesetzt von Gott... wertvoll...aufwertend... fördernd...

deborah71 antworten
5 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

liebe Deborah,

hilft es dann, wenn ich als Christ ruhiger werde, stiller werde,,,,,,,,,,,,,

denn Worte können sehr zerstören..

Wenn ich zuerst mit Gott über einen Menschen rede, bei Gott meinen Frust, meine Enttäuschung raus lasse, als direkt beim jeweiligen Menschen.

Wie komme ich zu einer inneren Ausgeglichenheit, wann ich reden,
wann ich schweigen soll...

Vielleicht sollte ich mich vorher von Gott "richten" lassen, bevor ich andere Menschen richte..........

liebe Grüße,

Frederick

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16266

Lieber Frederick,

Veröffentlicht von: @frederick1

Vielleicht sollte ich mich vorher von Gott "richten" lassen, bevor ich andere Menschen richte..........

und vor allen Dingen, das "Selbstgerichtet haben als Ungenügend" ans Kreuz geben und die Aufrichtung, die Gott dir angedeihen lassen will, annehmen.

Sei! Sei Du, wie Gott dich sieht und sprich es dir zu, segne dich damit.... sei dir ein Freund 😊

Aufgerichtet fällt es dir leichter, deine Ziele umzusetzen, die du genannt hast:
-erst mit Gott über eine Enttäuschung reden z.B. das gibt mehr innere Ruhe
- und danach ist die Entscheidung leichter, ist es noch notwendig mit dem anderen über die Enttäuschung zu reden, wann und wie.... oder ist es nicht mehr nötig

Veröffentlicht von: @frederick1

Wie komme ich zu einer inneren Ausgeglichenheit, wann ich reden,
wann ich schweigen soll...

Wenn du innerlich weißt, dass du reden darfst, um deine Grenzen aufzuzeigen, dann geht der Druck runter, es tun zu müssen oder aufgeregt zerstörerisch zu tun.

Sich erkennbar machen als Gegenüber mit den Angaben zu "das mag ich und das mag ich nicht", kann es einem anderen leichter machen, mit einem umzugehen. Und wer trotzdem drübertritt, da weißt du dann, dass du etwas deutlicher werden kannst.

Topfschlagen, also Raten lassen, was man mag und was nicht, was man sich wünscht und was nicht. führt zu mehr Enttäuschungen.

lg
Deborah

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

liebe Deborah,

mir hilft es ganz arg, wenn ich meine Schattenseiten, die jeder Mensch hat, annehmen kann, akzeptieren kann. Die Spannung aushalten, das auch ich nicht perfekt bin, meine Zunge, mein Reden manchmal schneller ist wie mein Verstand. Und immer wieder inneren Frieden mit Gott finden.

Natürlich, ich möchte es lernen bewusster zu reden, zu antworten....

weniger zu richten..........Wenn ich mich mehr annehmen und lieb

haben kann, kann ich auch mehr andere Menschen annehmen und

lieben, mehr versuchen zu verstehen. So wie Jesus das getan

hat, für die unterschiedlichsten Menschen die richtigen Worte

gefunden hat.............

viele liebe Grüße an dich..

Frederick

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16266

Lieber Frederick,

Gott hat dich brutto angenommen... und das darfst du auch...

und was du an deinem Denken und Verhalten geändert haben möchtest, da hilft er dir... er schaut dich immer als in Christus verborgen an und verurteilt dich nicht...

keiner von uns ist fehlerlos....
aber weil Jesus für alles gestorben ist, muss sich keiner bei einem Fehler eine Gefängniskugel ans Bein klemmen , sondern darf seine Vergebung und Hilfe annehmen und frei vorangehen

Gutes Gelingen wünsche ich dir..... und vergiss nicht, deine Königssohnkrone aufgerichtet zu tragen...

und knuddel mir noch den Hund ....

lg
Deborah

deborah71 antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1147
Veröffentlicht von: @deborah71

Du wirst nicht größer, wenn du einen anderen klein machst... denn dann denkst du von dir selbst schon zu klein, wenn du einen anderen erniedrigen musst.

... und das war der vielleicht beste Satz, den ich in diesem Thread lesen konnte. Nicht ganz neu, aber immer noch gut!
LiGrü
Dschordsch

bepe0905 antworten
billy-shears
Beiträge : 1513

Doch Jesus sagt in Matthäus 7 Vers 1, ich soll nicht richten............

Ein Grundtenor der Bergpredigt ist „Meint ja nicht, ihr müsstet selbst nicht umkehren!“
An anderer Stelle beschreibt es Jesus mit drastischeren Bildern, was er mMn auch in Mt 7 zu meinen scheint:

Lk 13,1 „Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte.
2 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben?
3 Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete; meint ihr, dass sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren?
5 Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“

Daher sagt Jesus auch in Mt 7,3 „Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?“
Und Paulus in Röm 2,3 „Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst?“

Zusammenfassend lässt sich sagen, niemand hat das Recht auf andere herabzuschauen.

Darf ich jetzt nicht mehr andere Menschen kritisieren, denn das ist ja auch richten.

Wie andere hier schon geschrieben haben, muss Kritik nicht herablassend sein. Auch ein Richter spricht ja Recht, und das sieht die Bibel durchaus positiv. Aber wenn Du schreibst:

ich wende oft viel Energie auf, um über andere ein Urteil zu fällen, damit ich selbst besser da stehe, gelobt werde, was ich alles so drauf habe. Es drängt mich, Menschen zu werten, zu klassifizieren...

...dann würde ich mich da fragen, ob ich wirklich so sein möchte. (Erstmal ganz unabhängig vom drohenden Urteil Gottes)

billy-shears antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

liebe billy - sheas,

wenn ich jetzt perfekt wäre, würde ich so reagieren, reden wie Jesus es tut...........

Warum hat Gott uns als Mensch nicht perfekt erschaffen.

So muss ich meine Fehler, mein falsches richten immer wieder versuchen anzunehmen, aus meinen Fehlern zu lernen.

Auch wenn ich dafür eine gelbe Karte bekomme.....................

liebe Grüße,

Frederick

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billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1513

wenn ich jetzt perfekt wäre

Darum geht es in dem Text nicht.

billy-shears antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

hallo,

mir persönlich ist das aber wichtig. Denn ich merke, ich kann es jetzt versuchen nicht zu richten, aber perfekt kann ich das nicht. Außer ich gebe mich scheinheilig, ich habe es drauf, andere nicht.

Ein wertschätzender Umgang mit mir selbst und anderen Menschen könnte mir da helfen. Auch wenn ich versage, Gott nimmt mich trotzdem immer wieder in Liebe an. Deshalb darf ich mich trotz meiner Schwächen und Fehler auch immer mehr annehmen.

liebe Grüße,

Frederick

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Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11889

Hey,

ich glaube, der Hinweis ist der: Schau nicht ständig auf Dich und Deine Fehlerhaftigkeit.
Sieh auf Gott, denn von dort kommt Hilfe.
Wenn Du nur auf Dich schaust, stehst auch immer Du im Mittelpunkt, wo Gott hingehört. Nimm seine Vergebung an. Er liebt Dich. Ob Du alles richtig machst oder versagst: Gott liebt Dich. Dich. Nicht, was Du tust oder lässt. Er liebt Dich.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten


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