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Soll ich meine Freiheit vom Bewusstsein anderer abhängig machen?

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holscha
Themenstarter
Beiträge : 190

Da wir grad die Volxbibel haben, schaute ich mir den Text, den ich grad lese (1. Korinther 10,29ff) darin an:

29 Für euch wäre das wahrscheinlich kein großes Ding, aber für andere schon, und darum geht es mir. Warum soll ich meine persönliche Freiheit einschränken, nur weil jemand gewissenstechnisch ein Problem damit hat? 30 Wenn ich Gott für ein Essen voll dankbar bin und es auch mit dieser Haltung genüsslich verspeise, wo liegt da das Problem für andere Leute? 31 Egal, bei welcher Frage, und egal, was ihr tut, wichtig ist nur, dass wir es tun, damit Gott dabei groß rauskommt. 32 Darum versucht so zu leben, dass die Menschen, egal ob Juden oder Christen, sich nie über euch ärgern müssen, ja? 33 Ich lebe auch nach diesem Motto. Ich versuche so zu leben, dass ich überall beliebt bin. Dabei geht es mir nicht darum, der coole Macker zu sein, ich will, dass möglichst viele Menschen durch Jesus Christus gerettet werden.

Der Vergleichstext mit der Elberfelder:

[1. Kor 10,28-33] Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist als Opfer dargebracht worden, so esst nicht, um dessentwillen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen, des Gewissens aber, sage ich, nicht deines eigenen, sondern desjenigen des anderen; denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt? Wenn ich mit Danksagung teilhabe, warum werde ich gelästert für das, wofür ich danksage? Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Seid ohne Anstoß, sowohl Juden als Griechen als auch der Versammlung Gottes; wie auch ich mich in allen Dingen allen gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der Vielen, damit sie errettet werden.

und noch der BigS

29Ich spreche jetzt nicht vom eigenen Bewusstsein, sondern von dem der anderen. Warum sollte ich meine Freiheit vom Bewusstsein anderer abhängig machen? 30Warum werde ich kritisiert etwas zu essen, wofür ich den Segen spreche im Bewusstsein, an Gottes Zuwendung Anteil zu haben? 31Ob ihr esst oder trinkt – was ihr auch immer tut –, tut alles zur °Ehre Gottes! 32Nehmt Rücksicht auf jüdische und griechische Menschen, einschließlich der °Gemeinde Gottes. 33Auch ich richte mich nach allen anderen und setze mich nicht für meine Interessen ein, sondern für die vieler anderer Menschen, damit sie °Heil erfahren.

Aus dieser stammt auch die Überschrift und ich muss gestehen, dass mich diese Übersetzung - in diesem Falle - am meisten überzeugt. Warum soll ich in meinem Handeln und Tun auf andere achten?

Die BigS übersetzt es (für mich) so das ich es verstehe

 

 

Antwort
33 Antworten
3 Antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

Soll ich meine Freiheit vom Bewusstsein anderer abhängig machen?

…fragst du. Mich würde noch interessieren, was dich gerade dazu bringt, dich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Vielleicht steckt  ein Problem dahinter, das wir nicht treffen, wenn wir nur etwas zum Bibeltext schreiben. Trotzdem schon mal meine Gedanken:

tut alles zur Ehre Gottes

Und

Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist als Opfer dargebracht worden, so esst nicht, um dessentwillen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen … desjenigen des anderen …

damit sie errettet werden.

Zusammen erinnert mich das an die Grundhaltung: Liebe Gott und deinen Nächsten. Ganz klar, dass sich die Frage aufdrängt: Wo bleibt denn die Liebe zu mir? Ich ehre doch Gott, bekomme ich jetzt mein Recht und kann meine Freiheit als Christ ausleben?

Mir ist es so, als würde uns Gott in dem Text ermutigen, in der Jüngerschaft dranzubleiben. Nicht derjenige, der mit Danksagung genießt, liegt falsch. Deswegen bitte kein schlechtes Gewissen für ein Kind Gottes. Es ist sein Recht. Aber als Mitarbeiter Gottes ist unser Lohn für unser tun das enge und vertraute Zusammenwirken mit Ihm, keine Abarbeitung von Pflichten, sondern wunderbare, herrliche Gemeinschaft.

Wir haben die Freude, nicht mehr unter dem Gesetz zu sein und zu tun, was uns beliebt. Die größere Freude ist, uns zu demütigen und an der Errettung unserer Nächsten teilzuhaben.

Seid ohne Anstoß, sowohl Juden als Griechen als auch der Versammlung Gottes;

Ich hätte an deiner Stelle noch eine Frage vorausgestellt, nämlich: Was ist Freiheit? Inwieweit hat sie mit Ausgenblicksgefühlen, mit Berufungen, mit meinem Anteil am Wohlergehen anderer oder z.B. mit meiner Stellung zu Gott zu tun?

tagesschimmer antworten
holscha
(@holscha)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 190

@tagesschimmer 

Mich würde noch interessieren, was dich gerade dazu bringt, dich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

Mein Bibelleseplan - das war eigentlich alles.

 

 

holscha antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@holscha Hm, es ist natürlich legitim, einen Thread auch nur einfach so aufzumachen. Wahrscheinlich erklärt sich so dein Interesse an Nebenthemen.

tagesschimmer antworten
GoodFruit
Beiträge : 2887

@holscha Du bist in Jesus Christus frei - frei von richtenden, verfluchenden Konsequenzen von Sünde. Das ist mit der Kern des Evangeliums und das gilt es auch zu predigen und wir dürfen das so auch leben. Für mich bedeutet dies, dass ich mich nicht von Fehlinterpretationen von Gesetzen oder gar von Richtgeist, der sich auf Gesetze gründet, von denen ich laut Apostelversammlung nach Apg 15 ausgenommen bin, beeindrucken lassen muss. Da nehmen sich Menschen Rechte, die sie nicht haben und sie wechseln die Seite - werden vom Bruder/ von der Schwester zum Diener Satans, des Anklägers. Ich halte es für wichtig, Mitchristen davor zu bewahren, denn dies ist so mit die heftigste Sünde, die man sich leisten kann - denn sie könnte geeignet sein, sich die Gnade Gottes zu verderben (siehe die Geschichte des Schalksknechts).

Auf der anderen Seite halte ich es für verantwortungsvoll, Richtgeist nicht zu provozieren. Ich muss die Grenzen des Erlaubten nicht demonstrativ ausleben, sondern es ist sicher dem Frieden dienlich, wenn ich mich in bestimmten Situationen zurückhalte und so Konflikte gar nicht erst entstehen lasse. Das können Geschwister im Glauben von mir erwarten. Aber wenn vermeintliche Sünde aufgedeckt wird, weil Christen sich nicht nur zu Richtern, sondern auch noch zur Gesinnungspolizei aufschwingen - also nachschnüffeln und nach Übertretungen suchen - dann wird das zu ihrem Problem und ich bin nicht für die Konsequenzen, die sie aus so einem Tun tragen werden, verantwortlich. Mit solchem Verhalten richtet sich letztendlich jeder selbst, indem er Maßstäbe definiert, an denen im jüngsten Gericht ihr eigenes Verhalten im jüngsten Gericht gemessen werden wird.

goodfruit antworten


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