Spr. 22:15 / Erziehung
Spr. 22:15 Haftet Narrheit am Herzen des Knaben, die Rute der Zucht entfernt sie davon.
Wie versteht ihr diesen Vers und wie wendet ihr ihn in der Kindererziehung an? Meine Frau ist der Meinung, dass ich ihn bei Ungehorsam der Kinder (also z.B. wenn sie etwas nicht tun, das sie gesagt hat) mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung (so, dass sich in jedem Fall die Situation entspannt hat, manchmal aber auch vom Kind vergessen sein mag) körperlich umsetzen sollte, mit einem Hinweis auf die Situation. Da ich hier stark zurückhaltend bin, bzw. auf unserer aller Unvollkommenheit verweise sowie andere Möglichkeiten, die auszuschöpfen wären (Vorbild sein, Konflikte zwischen den Kindern nicht weit kommen zu lassen, die Gnade und Güte Gottes betonen, die zur Umkehr führt), sagt sie ich sei ungehorsam Gottes Wort gegenüber und droht deswegen mit einem Ältesten der Gemeinde über meine Weigerung Spr. 22:15 umzusetzen zu sprechen und spekuliert, dass ich aufgrund meines Ungehorsams unter Gemeindezucht gestellt werden könnte. Sie befürchtet, dass mit dem Ausbleiben von Zucht der Kinder z.B. nach Spr. 23:13-14 unsere Kinder in der Hölle landen würden und schaden nehmen würden und ich es darum, wenn ich sie liebe, so umsetzen müsste. Ich befürchte, dass das eher zu blindem Gehorsam/ Furcht der Kinder führt und ihnen nicht unbedingt helfen würde, Vertrauen zum Herrn aufzubauen, freiwillig Gott gegenüber gehorsam zu sein und in Seine Nachfolge zu treten. Wie versteht ihr die Verse und was ist / war aus eurer Sicht hilfreich um eure Kinder in die Nachfolge Jesu zu rufen?
Veröffentlicht von: @deborah71Du kennst den Bereich der Tränenfürbitte?
Hallo deborah71,
nein, kenne ich nicht.
was ich mir darunter vorstelle: unter Trauer/Tränen (um eine bestimmte Situation) für eine bestimme Situation/Mensch beten.
Auch wenn ich das grundsätzlich gut finde, frage ich mich: wie soll ich trauern und weinen wegen etwas, wenn ich eigentlich wütend darüber bin?
Veröffentlicht von: @deborah713) Gehorsam aus Angst
Dazu fällt mir eine Bibelstelle ein (Math 10,28) in der Jesus sagt, man solle den fürchten, der die Seelen in der Hölle verderben vermag, also Gott. Also im gewissen Sinne, sollte man vor der Auslöschung? Verderbung? der eigenen Seele Angst haben.(berechtigterweise 😬)
Also etwas Angst/Furcht ist anscheinend durchaus angebracht in Bezug auf die Ewigkeit.
@drottinnergodur Ich befürchte, dass das eher zu blindem Gehorsam/ Furcht der Kinder führt und ihnen nicht unbedingt helfen würde, Vertrauen zum Herrn aufzubauen, freiwillig Gott gegenüber gehorsam zu sein und in Seine Nachfolge zu treten.
Ist doch egal, ob sie "freiwillig" Gott gegenüber gehorsam sind. Hauptsache, sie sind gehorsam und haben so das ewige Leben. Blinder Gehorsam wird von Gott belohnt, siehe Abraham, der blind gehorsam seinen Sohn Isaak zu opfern gewillt war.
Gott wird schon wissen, warum der von Dir zitierte Vers so in seinem Wort steht und Jahrhunderte lang entsprechend verstanden wurde. Willst Du IHM gehorsam sein oder dem Zeitgeist?
Veröffentlicht von: @jack-blackIst doch egal, ob sie "freiwillig" Gott gegenüber gehorsam sind. Hauptsache, sie sind gehorsam und haben so das ewige Leben. Blinder Gehorsam wird von Gott belohnt, siehe Abraham, der blind gehorsam seinen Sohn Isaak zu opfern gewillt war.
Gott wird schon wissen, warum der von Dir zitierte Vers so in seinem Wort steht und Jahrhunderte lang entsprechend verstanden wurde. Willst Du IHM gehorsam sein oder dem Zeitgeist?
*PENG!* 😉 ... Mal gucken, ob der danebenging *lach*
L'Chaim
Schau mal hier: Eine Einführung in das Buch der Sprüche, das nicht wie andere Bücher der Bibel gelesen werden sollte.
@drottinnergodur *informativ*
"Ähnlich wie die Psalmen ist das Buch der Sprüche in poetischer Form geschrieben. Viele Sprüche bestehen aus zwei Satzteilen, die entweder Vergleiche anstellen oder zwei Dinge einander gegenüberstellen. In der hebräischen Poesie kommt es dabei – anders als in der klassischen europäischen Dichtkunst – nicht so sehr auf Reim, Rhythmus oder Versmaß an. Eine Einteilung in Strophen – nach unserem traditionellen Verständnis – ist im Hebräischen ebenfalls unbekannt. Ein wesentliches Stilelement der orientalischen Dichtkunst ist hingegen der sogenannte poetische Parallelismus. Gemeint ist, dass eine Sachaussage neben eine andere gestellt wird, um sie zu verdeutlichen.
Dabei gibt es verschiedene Arten des Parallelismus. Die wichtigsten sind:
Der synonyme (gleichartige) Parallelismus, d.h. ein Gedanke wird mit unterschiedlichen Worten zweimal ausgedrückt. Der erste Teil des Satzes und der zweite sind in der Aussage mehr oder weniger identisch. Die Wiederholung verstärkt jedoch die Aussage. Ein Beispiel ist Sprüche 1,9: „Denn sie werden ein anmutiger Kranz für dein Haupt und ein Geschmeide für deinen Hals sein“. Ein weiteres Beispiel ist Sprüche 23,27: „Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die Fremde ein enger Brunnen“.
Der antithetische (gegensätzliche) Parallelismus, d.h. der Gedanke eines Satzes wird durch einen Gegensatz im Nachsatz betont. Zwei Aussagen stehen sich also inhaltlich gegenüber, um die eigentliche Aussage zu unterstreichen. Ein Beispiel ist Sprüche 10,1: „Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Sohn ist der Kummer seiner Mutter“. Ein weiteres Beispiel ist Sprüche 10,7: „Das Andenken an den Gerechten ist zum Segen, aber der Name der Gottlosen verwest“. Diese Art der Belehrung finden wir ausgeprägt in den Kapiteln 10 – 15.
Der synthetische (verbindende) Parallelismus, d.h. der Nachsatz ergänzt und erweitert die eigentliche und vorhergehende Aussage. Ein Beispiel ist Sprüche 3,6: „Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen deine Pfade“. Ein weiteres Beispiel ist Sprüche 16,7: „Wenn die Wege eines Mannes dem Herrn wohlgefallen, so lässt er sogar seine Feinde mit ihm in Frieden sein“.
Der parabolische (allegorische, symbolische oder bildhafte) Parallelismus, d.h. eine Aussage wird durch ein Symbol oder ein Bild näher erklärt. Diese Form vereinigt die Sachaussage mit einer Bildaussage. Ein Beispiel ist Sprüche 10,26: „Wie der Essig den Zähnen, und wie der Rauch den Augen, so ist der Faule denen, die ihn senden“. Ein weiteres Beispiel ist Sprüche 25,25: „Frisches Wasser auf eine lechzende Seele: So ist eine gute Nachricht aus fernem Land“.
Der repetierende (stufenartige oder mehrgliedrige) Parallelismus, d.h. verschiedene Satzaussagen werden hintereinander angeordnet, um die Aussage zu verstärken. Ein Beispiel ist Sprüche 30,15: „Der Blutegel hat zwei Töchter: Gib her, gib her! Drei sind es, die nicht satt werden, vier, die nicht sagen: Genug“! Ein weiteres Beispiel ist Sprüche 30,18.19: „Drei sind es, die zu wunderbar für mich sind, und vier, die ich nicht erkenne: der Weg des Adlers am Himmel, der Weg einer Schlange auf dem Felsen, der Weg eines Schiffes im Herzen des Meeres, und der Weg eines Mannes mit einer Jungfrau“.
Da die Weisheit in der Regel in einer sehr komprimierten Form dargestellt wird, kommen sehr viele Sprüche mit zwei Zeilen aus, wobei die zweite Zeile die erste weiter erklärt, vervollständigt und unterstreicht. Manche Verse bestehen jedoch aus drei Zeilen (z.B. Spr 1,27; 6,13; 27,22), andere sogar aus vier (z.B. Spr 30,9.14.15.17.19) und manche aus noch mehr Zeilen."
Quelle: https://www.bibelkommentare.de/kommentare/765/einfuehrung-in-das-buch-der-sprueche
Spr. 22:15 Haftet Narrheit am Herzen des Knaben, die Rute der Zucht entfernt sie davon.
Wie versteht ihr diesen Vers und wie wendet ihr ihn in der Kindererziehung an?
Garnicht. Seine Kinder zu verhauen ist der beste Weg im Alter alleine zu sein. Davon mal abgesehn, dass Gewalt gegen Kinder in Deutschland illegal ist. Eine fürchterlich grosse Motivation Christ zu werden oder zu bleiben ist es auch nicht, wenn man als Kind religiös induzierte Gewalterfahrungen macht.
Ist es noch die gleiche Frau wie 2019? Du erzählst echt schräge Sachen hier.