Benachrichtigungen
Alles löschen

Tod = der Sünde Sold?

Seite 3 / 5

AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 2297

Eine Frage bleibt für mich sehr ungeklärt - und ich hätte gerne Eure Gedanken dazu:

Alles Leben - nicht nur das menschliche, auch das tierische, pflanzliche & organische - ist endlich und vergänglich. Dies ist in der Schöpfung angelegt und ohne die Grundlage der Vergänglichkeit wäre neues Leben garnicht denkbar ... also Neues entsteht, wächst, gedeiht, vermehrt sich und wird ja erst (substantiell, räumlich, sich erneuernd) möglich durch das Vergehen, Sterben und Absterben von altem Leben. Jeder Jahreszeit-Zyklus "predigt" es uns 😉 - Kein Fühling ohne Absterben der Natur zuvor, kein erneutes Blühen ohne Vefall zuvor, auch keine Menschen- und Tierwelt in unendlicher Expansion.

Nun schreibt Paulus (Römer 6,23): "Der Tod ist der Sünde Sold" - d.h. nach meinem (Nicht-)Verstehen dieser Bibelstelle und wohl gängiger Auslegung: Der Lohn, die Frucht, das Ergebnis der Sünde ist die Endlichkeit, das Sterben und Vergehen des Lebens.

Hier haperts bei mir im Verstehen: Denn die ursprüngliche Schöpfung als Schöpfung an sich (in ihrer Struktur & ontologisch) ist ja ein Werden und Vergehen. Ob ich nun den menschlichen Sündenfall (Genesis) wörtlich mit einem Ur-Menschenpaar verbinde oder die Geschichte vom Sündenfall als Spiegel unseres "gefallenen" Daseins grund-sätzlich verstehe --- es macht für mich keinen Sinn, den ontologischen Kreislauf von Leben & Tod, Werden & Vergehen mit dem Sündenfall in Verbindung zu bringen ... Noch dazu eine Ur-Verfehlung in Verbindung zu bringen mit der Struktur der Schöpfung, die wir doch mit dem Lob des Schöpfers preisen, als gut ansehen und Gott dafür danken.

Durch das "Überspringen" dieses Dilemmas --- mit dem Verweis auf  Hoffnung eines "neuen Himmels & einer neuen Erde", die dem "Unterworfensein der ganzen Schöpfung unter die Vergänglichkeit" und dem "Seufzen der Kreatur" (auch Paulus) ein Ende macht ---, ist mir in der Frage nicht geholfen.

Was denkt Ihr?

L'Chaim

Antwort
182 Antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @maria

Was vorher war, können Naturwissenschaftler nicht sagen, also auch nicht, ob es vorher schon Leben gab.

Da wäre ich mir nicht so sicher, aber ich bin auch kein Naturwissenschaftler.

Was du zur Materie meinst, könnte man auf der philosophischen Ebene akzeptieren. Was nicht funktioniert, ist das hier:

durch den Sündenfall. Seitdem muss der Mensch den Acker mühsam bebauen.

 

Passt nicht zu einem naturwissenschaftlichen Weltbild: Erste Hinweise auf Ackerbau haben wir ca. im Vorderen Orient um 10000 v. Chr..

Die Zeit vorher hat der Mensch als Jäger und Sammler gelebt. Viele Jahrzehntausende. Dafür gibt es archäologische Nachweise ohne Ende. Und da brauch man noch nicht mal über Evolutionstheorie diskutieren.

lg Tatokala

tatokala antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @petzi77

Stets und schon schon immer war die Wahrheit eben nicht bei der "demokratischen" Mehrheit. Wenn es noch nie so war, so ist es nur logisch, das auch heute, im Jahr 2025, die biblische Wahrheit nicht bei der Mehrheit zu finden ist.

Also, man schaltet den Verstand aus und schlägt sich schonmal auf die Seite der Minderheit. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Klingt logisch.

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Petzi77
Beiträge : 27
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das stimmt wohl (Auch wenn die Bibel selbst auch durchaus Widersprüche enthält). Und das ist wohl auch der Grund, warum manche Christen dieser Idee folgen... weil es halt so schön einfach scheint.

Mit der Bibel mag man dann auch weniger Probleme haben. Mit der Realität aber um so mehr. Und das scheint mir auch nicht gerade erstrebenswert.

a) Widersprüche ... interessant ... das Argument bzw. Totschlagargument höre ich öfters.
Habe allerdings bisher keinen "Widerspruch" gefunden, der einer ehrlichen und rein biblischzentrierten Überprüfung (Stichwort: historisch-grammatische Methode) stand gehalten hat.

Nein, so "einfach" habe ich es mir nicht gemacht, wie du es hier suggerierst.
Die Urknall-Theorie und Evolutions-Theorie heissen nicht ohne Grund immer noch (und seit über 160 Jahren) Theorie. Den Sie sind nicht bewiesen.

So kommen wir zu der interessanten Pattsituation, dass es weder für den Urknall (Evolution) noch für die Schöpfung (Bibel) Beweise gibt ... in letzter Konsequenz. Beides muss "geglaubt" werden. Ist also eine Religion.

Und ich habe mich für einen liebenden Gott entschiedene, der uns alle bewusst gewollt und unglaublich komplex und wunderbar geschaffen hat (soweit zur Realität). Dessen Gesetz auf der Liebe gegründet ist.

Wer sich hingegen für den Urknall entscheidet, entscheidet sich halt dafür, dass alles durch puren Zufall "entstanden" ist. Dessen Gesetz auf dem "Recht des Stärkeren" gegründet ist.

... bei der Auswahl wähle ich lieber die Liebe, statt die Gewalt. Lieber Ordnung, statt Rebellion und Egoismus.

petzi77 antworten
2 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @petzi77

Die Urknall-Theorie und Evolutions-Theorie heissen nicht ohne Grund immer noch (und seit über 160 Jahren) Theorie. Den Sie sind nicht bewiesen.

So kommen wir zu der interessanten Pattsituation, dass es weder für den Urknall (Evolution) noch für die Schöpfung (Bibel) Beweise gibt ... in letzter Konsequenz. Beides muss "geglaubt" werden. Ist also eine Religion.

Genau an dem Punkt kam ich auch an. Beides ist Theorie. 

Und meine Schlussfolgerung ist ähnlich. 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@petzi77 

Widersprüche ... interessant ... das Argument bzw. Totschlagargument höre ich öfters.

Das ist kein "Totschlagargument", die sind einfach da.

 

"Und der Zorn des Herrn entbrannte abermals gegen Israel, und er reizte David gegen sie und sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda!" (2 Samuel 24)

"Und der Satan stellte sich gegen Israel und reizte David, dass er Israel zählen ließe." (1. Chronik 21)

 

Wer war's denn nun... Gott oder Satan?

 

"Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister und gebot ihnen, nichts mitzunehmen auf den Weg als allein einen Stab, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im Gürtel, wohl aber Schuhe an den Füßen." (Markus 6, 7-9)

" Er rief aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle Dämonen und dass sie Krankheiten heilen konnten und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken. Und er sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit auf den Weg nehmen, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Hemden haben." (Lukas 9, 1-3)

 

Mal mit, mal ohne Stab... was denn nun...?

 

"Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden." (Apostelgeschichte 9, 7)

" Die aber mit mir waren, sahen zwar das Licht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht." (Apostelgeschichte 22, 9)

 

Was denn nun... haben sie nun was gesehen oder nicht? Oder was gehört oder nicht?

 

Solche Stellen gibt es etliche.

 

Die Urknall-Theorie und Evolutions-Theorie heissen nicht ohne Grund immer noch (und seit über 160 Jahren) Theorie. Den Sie sind nicht bewiesen.

Dieser Irrtum wird wohl noch in hundert Jahren herumgeistern...

Deshalb auch noch einmal für dich: Ein wissenschaftliche "Theorie" ist die höchste Erkenntnisform, die in der Wissenschaft möglich ist. Denn "Beweise" gibt es nur in der Mathematik. Etwas kann nur dann eine wissenschaftliche "Theorie" genannt werden, wenn es belegbar, widerspruchsfrei und prinzipiell auch widerlegbar ist - das heißt, wenn sie falsch wäre, dann muss man das auch zeigen können.

Urknall und Evolution haben im übrigen auch nichts miteinander zu tun. Die Evolutionstheorie wurde bekanntlich von Charles Darwin entwickelt.

Die Urknalltheorie stammt hingegen von Lemaitre - und der war gläubiger katholischer Priester und Theologe. Aus diesem Grund wurde sie auch von den meisten Naturwissenschaftlern seiner Zeit abgelehnt - der Urknall hörte sich viel zu sehr nach der Bibel an, "Gott sprach - und zack, war das Universum plötzlich da.

Die Naturwissenschaftler mussten jedoch einsehen, dass Lemaitre recht hatte. Und das ist auch das Absurde an der ganzen Sache... da hat ein gläubiger Christ eine Theorie entwickelt, die die Bibel bestätigt - und die Christen erklären das Ganze zum atheistischen Versuch einer Widerlegung, nur weil die Naturwissenschaft dem Theologen recht geben musste.

Nicht ohne Ironie, das Ganze.

 

So kommen wir zu der interessanten Pattsituation, dass es weder für den Urknall (Evolution) noch für die Schöpfung (Bibel) Beweise gibt ... in letzter Konsequenz.

Nicht "in letzter Konsequenz". Für Urknall und Evolution gibt es in sich widerspruchslose Belege... für die Schöpfung gibt es nichts dergleichen.

 

Und ich habe mich für einen liebenden Gott entschiedene, der uns alle bewusst gewollt und unglaublich komplex und wunderbar geschaffen hat (soweit zur Realität). Dessen Gesetz auf der Liebe gegründet ist.

Dagegen ist ja auch nichts zu sagen.

 

Wer sich hingegen für den Urknall entscheidet, entscheidet sich halt dafür, dass alles durch puren Zufall "entstanden" ist. Dessen Gesetz auf dem "Recht des Stärkeren" gegründet ist.

Nein, nicht durch "Zufall"... sondern nach klaren Gesetzmäßigkeiten und Regeln.

 

 

lucan-7 antworten


Petzi77
Beiträge : 27
Veröffentlicht von: @tatokala

Also, man schaltet den Verstand aus und schlägt sich schonmal auf die Seite der Minderheit. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Klingt logisch.

 

lg Tatokala

Sonderbare Schlussfolgerung machst du da.

Henoch, Noah, Abram, Josef, Mose, Samuel, Elia, Jesus, Paulus, Jan Hus, Zwingli, Luther, ... - alle von mir genannten Personen waren bibelfeste Menschen. Haben Lebensalter damit verbracht die Bibel zu studieren und über das Leben - das reale Leben - nachzusinnen und es bestmöglich zu meistern.

Wie also kommst du zu dem Schluss, als bibeltreuer Christ schalte man den Verstand aus?
Die historische Realität zeigt wohl eher auf, das gerade diese Menschen ihren Verstand bis an seine Grenzen ausgereizt haben ... mitnichten also wird hier der Verstand "ausgeschaltet"!

Vielmehr wird der Verstand durch Bibelstudium aktiviert, motiviert, geschult, traniert und in bisher umbekannte Bereiche ausgeweitet.

petzi77 antworten
Petzi77
Beiträge : 27
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nicht "in letzter Konsequenz". Für Urknall und Evolution gibt es in sich widerspruchslose Belege... für die Schöpfung gibt es nichts dergleichen.

So, es gibt Beweise vom Urknall ... gibt es schon Zeitreise?

So, es gibt "widerspruchslose Beweise" für die Evolution? 

  • Wo sind dann die Bindeglieder zwischen den Arten - keine da?
  • Warum führt die Erosion in den vergangenen Zeitaltern aussschlieslich zu glatten Erdschichten, und heute sieht Erosion ganz anders aus. Gab es keine Berge/Hügel & Co über Millionen von Jahre? Wo sind die Grand Canone und Schluchten der Urzeit? Wo die Berge und Vulcane?
  • Warum gibt es versteinerte Bäume die aufrechtstehend durch hundertausende Jahre von "Erdgeschichte" gehen?
  • Warum gibt es versteinerte Fußspuren von Dinos und Menschen nebeneinander, obwohl die sich angeblich nie begegnen konnten - ausser durch Zeitreise?
  • Warum werden im "millionenalter" Kohle Bauteile von Maschinen aus massiven Metalllegierungen gefunden?
  • ...

Sorry, aber deine "widerspruchslosen Beweise" haben sich gerade auf nimmer wiedersehen verabschiedet. Die obige Liste ist nur ein Auszug an "plantengroßen" Löchern in der heiss geliebten Evolutionstheorie! Wir können ja bereits in unseren eigen Körper "plantengoße" Löcher beobachten - Stichworte: Blutgerinnung, Schmerzentstehung, Sehen, uvm.

petzi77 antworten
1 Antwort
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@petzi77 Klingt nach dem hier:

Hans-Joachim Zillmer – Wikipedia

tatokala antworten


Petzi77
Beiträge : 27
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nein, nicht durch "Zufall"... sondern nach klaren Gesetzmäßigkeiten und Regeln.

Mir wurde in Rechtskunde gelehrt: Gesetze und Regeln exestieren nicht im luftleeren Raum. Ein Gesetz ist ein von denkenden Wesen aufgestelltes Regelwerk. Wird dies nicht verteidigt /umgesetzt wird, ist es aber letztlich "geduldiges Papier". Es ist defacto nicht existent.

Nun, und wer hat diese Gesetzmäßigkeiten und Regeln aufgestellt? Und noch wichtiger: wer sorgt deiner Meinung nach dafür, das diese Gesetzmäßigkeiten und Regeln auch Bestand und Gültigkeit haben?

Ich finde es interessant, dass Evolutionisten einerseits glauben, das die Naturgesetz dieser Logik-Grundregel nicht unterliegen. Und anderseits glauben dies sei logisch.

Ich komme mal wieder zum Schluss: Es braucht tatsächlich viel mehr Glaube für die Evolution, als für den Glauben an die Bibel.

petzi77 antworten
Seite 3 / 5
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?