Tod = der Sünde Sold?
Eine Frage bleibt für mich sehr ungeklärt - und ich hätte gerne Eure Gedanken dazu:
Alles Leben - nicht nur das menschliche, auch das tierische, pflanzliche & organische - ist endlich und vergänglich. Dies ist in der Schöpfung angelegt und ohne die Grundlage der Vergänglichkeit wäre neues Leben garnicht denkbar ... also Neues entsteht, wächst, gedeiht, vermehrt sich und wird ja erst (substantiell, räumlich, sich erneuernd) möglich durch das Vergehen, Sterben und Absterben von altem Leben. Jeder Jahreszeit-Zyklus "predigt" es uns 😉 - Kein Fühling ohne Absterben der Natur zuvor, kein erneutes Blühen ohne Vefall zuvor, auch keine Menschen- und Tierwelt in unendlicher Expansion.
Nun schreibt Paulus (Römer 6,23): "Der Tod ist der Sünde Sold" - d.h. nach meinem (Nicht-)Verstehen dieser Bibelstelle und wohl gängiger Auslegung: Der Lohn, die Frucht, das Ergebnis der Sünde ist die Endlichkeit, das Sterben und Vergehen des Lebens.
Hier haperts bei mir im Verstehen: Denn die ursprüngliche Schöpfung als Schöpfung an sich (in ihrer Struktur & ontologisch) ist ja ein Werden und Vergehen. Ob ich nun den menschlichen Sündenfall (Genesis) wörtlich mit einem Ur-Menschenpaar verbinde oder die Geschichte vom Sündenfall als Spiegel unseres "gefallenen" Daseins grund-sätzlich verstehe --- es macht für mich keinen Sinn, den ontologischen Kreislauf von Leben & Tod, Werden & Vergehen mit dem Sündenfall in Verbindung zu bringen ... Noch dazu eine Ur-Verfehlung in Verbindung zu bringen mit der Struktur der Schöpfung, die wir doch mit dem Lob des Schöpfers preisen, als gut ansehen und Gott dafür danken.
Durch das "Überspringen" dieses Dilemmas --- mit dem Verweis auf Hoffnung eines "neuen Himmels & einer neuen Erde", die dem "Unterworfensein der ganzen Schöpfung unter die Vergänglichkeit" und dem "Seufzen der Kreatur" (auch Paulus) ein Ende macht ---, ist mir in der Frage nicht geholfen.
Was denkt Ihr?
L'Chaim
Veröffentlicht von: @lucan-7Dieser Irrtum wird wohl noch in hundert Jahren herumgeistern...
Deshalb auch noch einmal für dich: Ein wissenschaftliche "Theorie" ist die höchste Erkenntnisform, die in der Wissenschaft möglich ist. Denn "Beweise" gibt es nur in der Mathematik. Etwas kann nur dann eine wissenschaftliche "Theorie" genannt werden, wenn es belegbar, widerspruchsfrei und prinzipiell auch widerlegbar ist - das heißt, wenn sie falsch wäre, dann muss man das auch zeigen können.
Na, dann sollten wir die Schulbücher schnell umschreiben. Da wird nämlich behauptet das die Schwerkraft ein Naturgesetz ist, keine Theorie. Und die erklärt lediglich, warum etwas nach unten fällt, nicht die Entstehung allen Lebens auf diese Planeten.
Und wie oben geschreiben, der Evolution wird sehr wohl widersprochen. Auch von Wissenschaftlern. Da hilft auch nicht die Wiederholung, es sei nicht so.
Veröffentlicht von: @lucan-7"Und der Zorn des Herrn entbrannte abermals gegen Israel, und er reizte David gegen sie und sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda!" (2 Samuel 24)
"Und der Satan stellte sich gegen Israel und reizte David, dass er Israel zählen ließe." (1. Chronik 21)
Wer war's denn nun... Gott oder Satan?
Exemplarich zu deinen Beispielen an "Widersprüchen":
Umbestritten ist die orientalische Kultur und Denkweise grundverschieden zu der unseren, griechisch geprägten Denkweise. Und hier liegt ein Verständnissfehler von uns Europäern vor. Denn im hebräisches Denken ist alles,was du verhindern könntest, und es dennoch zulässt so, als ob du es selbst getan hast. In der von dir angeführten Bibelstelle wird dieser hebräische Denkweise Rechnung getragen. Denn ...
... Gott hätte David davon abhalten können, diese Volkszählung durchzuführen. Hat er aber nicht. Daher schreibt der hebräische Autor folgerichtig seiner hebräischen Denkweise in 2. Sam. "Gott ... reizte David".
Zudem gibt der Ausdruck "Zorn des Herrn" einen weiteren Hinweis. Den der Begriff "Zorn Gottes" steht in der Bibel dafür, dass Gott sich von einem Menschen / Volk zurückzieht. Folge: Gott schützt nicht länger vor den Einflüsterungen und Taten des Menschenmörder, genannt Satan (hierzu einfach alle Texte in der Bibel mit "Zorn Gottes" vergleichen).
In 1. Chronik hingegen wird die Geschichte in anderem Kontext - der Königschronik - berichtet und der eigentliche Täter namentlich genannt.
Aber zur Klarstellung1: Ja es gibt Stellen in der Bibel, wo Sachinfos sich unterscheiden. z.B. die von dir erwähnte: Sind die Jünger mit oder ohne Stab losgezogen. Und? Ist das wirklich wichtig? Es ändert nichts an der Tatsache, das sie losgegangen sind. Und auch die gemachten Erfahrungen auf dieser Reise wurde wohl kaum davon beeinflusst, ob alle eine Holzstab dabei hatten, oder nur einige. Daher ...
- ... dies hat an keiner Stelle Einfluss auf die geistliche Botschaft der Bibel
- ... ist unerheblich für die geschichtliche Relavanz der berichteten Ereignisse - diese sind dennoch passiert nur halt ist uns heute nicht bekannt, ob alle einen Stab hatten.
Klarstellung2: Wer an der Bibel zweifeln will, hat schon immer genug Gründe gefunden dies tun zu "dürfen". Wer aber der Bibel mit ehrlichen Herzen und Fragen begegnet, der wird mehr als genug Gründe finden, Ihr zu glauben.
Ich versuche die Bibel mit einem spirtituellem Verständnis zu lesen.
Darin bin ich noch ungeübt.
Ich habe zuvor immer versucht sie mit einem analytischen, wissenschaftlichem Denken zu lesen.
Insgesamt finde ich es faszinierend , auf wie viele Arten der Mensch die Bibel, die heiligen Schriften, lesen kann.
Wenn ich etwas nicht verstehe, bleibt mir als gläubiger Christ immer die Möglichkeit Gott direkt zu fragen.
Ihn um verstehen und Verständnis zu bitten, bei Fragen die sich mir stellen.
Mir mein Unverständnis zu nehmen und darum zu bitten , seine Worte verstehen zu können.
Was den Sündenfall betrifft, so denke ich , der Teufel/Satan , Gottes Widersacher hat die Menschen verführt.
So steht es in der Bibel.
Satan will Gottes Werke sabotieren. Er will die Zerstörung von Gottes Werken und wirken.
Der Mensch , das Leben auf Erden ist zeitlich begrenzt.
Diese zeitliche Begrenzung gibt es für Gott nicht. Er ist immerwährend lebendig.
Die Auseinandersetzung des Menschen mit Gut und Böse, ist durch seine zeitliche Begrenzung,
durch die Tatsache, dass das Leben in der irdischen und fleischlichen (materiellen) Welt begrenzt ist,
von entscheidender Bedeutung.
Denn in dieser turbulenten Zeit seines Erdendaseins muß er sehr wichtige Entscheidungen,
die über seinen Tod hinaus gehen, treffen.
- Bekennt er sich zu Gott ?
Also zum Vater, zu Jesus und dem heiligen Geist ?
Will versuchen nach Gottes Geboten und dem Evangelium zu leben ?
Den Sinn , der in und hinter den Geboten und dem Evangelium steht zu verstehen ?
In der Bibel steht,der Mensch soll immer hinterfragen.
Hinterfragen schon deshalb, da der Teufel listig und hinterlistig ist.
Wie schon im Sündenfall beschrieben.
Eva ist auf die Listigkeit von Gottes Widersacher hinein gefallen. Satan auf den Leim gegangen.
Sie konnte die Konsequenzen die sich daraus ergaben nicht erahnen und nicht überblicken.
Ihr fehlte das Verständnis und die Weitsicht. Ebenso Adam, der sich auch verführen ließ.
Das kann jederzeit jedem gläubigen Menschen passieren.
Das ist die Herausforderung zu erkennen, erkennen zu lernen.
- Oder erliegt er Satan ?
Erkennt der Mensch Gott nicht , bekennt er sich nicht zu Gott,
kann er dann ein Verständnis dafür erlangen, welches im hilft , nicht auf die List, auf Lug und Betrug,
die Stiftung von Verwirrung und Zweifeln, von Ängsten und anderen Dingen,
die den Menschen von Gott fern halten können, des Teufels- Gottes Widersacher, herein zu fallen ?
Jesus, der fleischgewordene Gott, starb am Kreuz um seine Schöpfung, seine Kinder ,
retten zu können. Er kam auf die Erde, dazu mußte er "zu Fleisch", zu Materie werden.
Denn Gottes Heimat ist wohl auf der spirituellen Ebene, auf der geistigen Ebene,
die der Mensch in und mit seinem Körper nicht sehen kann.
Ich sehe es als großen Liebesbeweis, dass Gott es auf sich nahm zu seinen Kinder in menschlicher Gestalt,
als Kind Gottes zu kommen. Als Sohn Gottes, Gottessohn.
Dafür hatte er Maria gewählt. Um als Jesus auf die Welt zu kommen mußte er ja in Fleisch geboren werden.
Warum kam Gott durch Jesu Gestalt auf die Erden ?
Warum starb Jesus am Kreuz ?
Ich denke durch die Beantwortung der Fragen kann sich auf die Frage im EP beantworten.
Jesus /Gott/der heilige Geist ist das ewige Leben, der lebendige Gott.
Der Mensch lebt nicht ewig, er kann nur entscheiden ob er nach seinem Tod zu Gott gehören will
oder in Satans Hände. Diese Entscheidung fällt der Mensch in seinem kurzen Erdendasein.
Dabei wird er sündigen, denn der Mensch ist nicht perfekt.
Und es eistiert eben nicht nur Gott, sondern auch der Teufel, der Satan , der aus seiner Bosheit heraus
Gottes Schöpfung von ihm trennen und vernichten will.
Dem Menschen den Weg versperren zu Gott zurück zu kehren.
Gott will keines seiner Kinder verlieren.
Er will freiwillig geliebt werden.Um seiner Willen.
Nicht weil dem Menschen keine Wahl bleibt oder er seine Kinder zwingen müßte ihn zu lieben
oder nachfolgen zu müssen.
Er weiß welche Nöte der Mensch ausstehen muss, in seiner irdischen Existenz.
Welche Tricks und Versuchungen der Teufel bereit hält.
Gott kann nur seine Hand reichen und freut sich über jedes Kind, jeden Teil seiner Schöpfung,
die seine Hand nimmt, an ihm festhält , sich zu ihm bekennt.
Gerade auch in Zeiten, wenn der Widersacher Alles dafür tut, um dieses Band zu trennen
und zu vernichten. Die Verbindung zu Gott zu stören bis zu zerstören.
Gott ist immerdar, er ist immer da.
Auch wenn der Widersacher auf Erden wütet und seine Schöpfung unter Satan leidet.
Und die Menschen fragen :
Gott , warum hast Du das zu gelassen ?
Gott , wo bist Du in der Not ?
" Wenn es Gott gäbe, gäbe es nichts Böses auf Erden"
Wie viel Böses auf Erden gechieht liegt in der Hand der Menschen selbst.
Sie müssen entscheiden ob sie Gott oder Satan folgen wollen.
Jeder Mensch für sich, jede Generation, jedes neue Leben erneut.
Wenn der Mensch Gottes Existenz leugnet, hat der Teufel sein Ziel erreicht.
Warum glauben Menschen daran, dass es den Teufel/Satan gibt
aber nicht an Gott und seine Worte, das Evangelium und seine Gebote ?
@awhler Für mich stellt sich die Frage deshalb nicht, weil ich die "Schöpfungsgeschichte" nicht für einen Tatsachenbericht halte. Damit sind eine ganze Reihe von Fragen - auch Deine - verdunstet.
Ich denke, dass "Werden und Sterben" von Anfang an die Eigenheit des Lebens war und ist und sein wird.
Veröffentlicht von: @queequeg@awhler Für mich stellt sich die Frage deshalb nicht, weil ich die "Schöpfungsgeschichte" nicht für einen Tatsachenbericht halte. Damit sind eine ganze Reihe von Fragen - auch Deine - verdunstet.
Ich denke, dass "Werden und Sterben" von Anfang an die Eigenheit des Lebens war und ist und sein wird.
Wir sind uns da ja einig ... Die biblische Schöpfungsgeschichte (genau genommen sind es ja zwei Erzählungen) ist natürlich kein "Tatsachenbericht". Wer meint, das glauben zu sollen/zu müssen, soll es tun. Aber es ist literarisch, traditions- und redaktionsgeschichtlich ein Glaubenszeugnis, das seinen "Sitz im Leben" damals wie heute nicht findet, wenn man sie als Tatsachenbericht nimmt ...
Alle, die sie als Geschehen wörtlich nehmen (Gott wandelt im Garten, die Schlange spricht, eine Frucht hat magische Wirkung, Gott macht mit der Rippe des Mannes einen chirurgischen Eingriff etc.) bewegen sich schon sehr in einer realitätsfernen Blase, obwohl sie doch gerade die Wirklichkeitsdarstellung behaupten möchten.
Aber, wie schon geagt: Auch als zeit-kontextuelle Glaubensrzählung vermittelt sie ja bis heute Wahrheitseinsichten und konkurriert eben nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über evolutionäre Entwicklungen.
Dass das "Werden und Vergehen" ontologisch wesensmäßig für Welt & Dasein ist, denke ich eben auch - Neues Leben hat die Vorausseztzung das vorheriges Leben endet (zyklisch halt - von der Natur, den Jahreszeiten bis hin zur Generationenfolge menschlicher Erdbevölkerung).
L'Chaim
@awhler Wobei es ja gerade 'Werden und Vergehen' in der Ewigkeit nicht mehr geben soll.
Und ich muss gestehen, dass meine Vorstellungskraft so begrenzt ist, dass ich mir weder ein ewiges 'ewiges Leben' noch ein nicht-ewiges 'ewiges Leben' in allen Dimensionen wirklich vorstellen kann.
Allein schon der Gedanke, dass Menschen aus allen Zeiten sich dort treffen, überfordert mein Denken.
Von daher bin ich gespannt, wie Gott das dann wohl hinkriegt.
Ja, so ist es.
Und ich bin da recht tiefen-entspannt, weil wir uns mit all Vor-stellungen u.U.selbst im Wege sind und sie uns den Vor-hang nicht öffnen können ...
Ich weiß auch garnicht, ob das Festhalten am "Ich" und "Wir" (das uns raum-zeitlich und dies-seitig gegeben ist) tatsächlich ein Sprungbrett für gesteigerte Ewigkeits-Erwartungen sein soll ... 😉
L'Chaim
Dass das "Werden und Vergehen" ontologisch wesensmäßig für Welt & Dasein ist, denke ich eben auch - Neues Leben hat die Vorausseztzung das vorheriges Leben endet.
Wie es im Natürlichen sich zeigt, so muss auch das unerlöste Leben enden und von oben neu geboren werden. Allerdings gibt es einen Unterschied zum natürlichen Vorbild. Die christliche Wiedergeburt wiederholt sich nicht zyklisch, denn Jesus ist ein für allemal für unsere Schuld am Kreuz gestorben.
Veröffentlicht von: @deborah71Die christliche Wiedergeburt wiederholt sich nicht zyklisch, denn Jesus ist ein für allemal für unsere Schuld am Kreuz gestorben.
Amen! Und Hallelujah! Preis dem Herrn!
Ich fokussiere mal - mit der Bitte um Antwort - auf folgende Frage:
Hat Gott alles Leben sterblich oder unsterblich geschaffen???
Darauf reduzieren sich letztendlich alle Gedankengänge hier.
L'Chaim
Da ist gleich mal zwischen geschaffen und eingehaucht unterscheiden.
Der Mensch besteht aus Erde und eingehauchtem Geist. Der Geist geht wieder zu Gott, der Körper wird wieder zur Erde. Nicht umsonst bezeugt die Schrift, dass Gläubige einen neuen unverweslichen Körper bekommen werden mit anderen Eigenschaften und nicht korrumpiert von der Sünde.
An etlichen Stellen der Schrift sind die Hinweise darauf platziert. 🙂
Verstehe ich. Dennoch die Frage: Adam wurde doch "unsterblich" geschaffen und war das doch auch bis zum Sündenfall. Oder nicht?
Sorry ... Ich wiederhole meine Frage im Blick auf ALLES LEBEN (Flora, Fauna, Mensch & Tier, die Zyklen der Natur, das ganze Universum) ... und bitte echt um eine präzise Antwort, die sich nicht nur auf das Human-Existentielle (die Unterscheidung von "geschaffen und eingehaucht") bezieht.
Hat Gott alles Leben sterblich oder unsterblich geschaffen???
L'Chaim
Meine Meinung - sterblich.
Wenn Adam vor dem Sündenfall Mensch war, war er auch sterblich, weil alle einzelnen Komponenten des Menschen - von seinen Harren, über die Haut, bis hin zu den einzelnen Organen - ein Energie verbrauchendes System sind, das dem Verschleiß unterliegt.
Ein von vorneherein unsterbliches Wesen würde anders "aufgebaut" sein und kaum als Mensch identifiziert werden.
Auf das Wort alles hin, gibt es keine alles-Antwort, da sich Mensch und Tier in einem wesentlichen Punkt unterscheiden: dem eingehauchten Lebensatem Gottes Nishmat chayyim.
Wie definierst du Leben?
In dem Moment, in dem du sagst "Ich bin ...AHWler" verwendest du die Aussage des eingehauchten Lebensatems des ICH BIN.
Puhhh ...
Ich denke, meine Antwort ist einfach ist. verstehen, deine Antwort ist es nicht bzw. nicht wirklich eine Antwort. ...
Ich versuchs trotzdem:
1. Eine "alles-Antwort" gibt Gott ja selber: Genesis 1,31 "und Gott sah an ALLES, was er gemacht hatte, und siehe es war sehr gut!" Alles bezieht sich also auf die komplette Schöpfung (Mikro- und Makro-Kosmos).
2. Woher haben "Tiere", die Du vom Menschen unterscheidest ihr Dasein, wenn es nicht auch von Gott gegebenes und eingehauchtes Leben ist, dass sie "sein und atmen" lässt? Sind Tiere (bei deiner Unterscheidung mit Nishmat chayyim) - auch schon vor dem Sündenfall des Menschen und im Gegensatz zu ihm - von Anfang an "sterbliche Wesen" auf diesem Planeten?
3. Wie ich Leben definiere? Nun, in meiner Fragestellung definiere ich es als die ontologische und faktische Gegebenheit allen Lebens auf dieser Welt und auch als kosmisches Faktum. Und wenn diese ontologische Gegebenheit all-umfassend "endlich" ist, beharre ich auf der Frage, ob Gottes Schöpfung wesensmäßig und von Anbeginn an endlich oder unendlich ist?
L'Chaim
"Ich denke, meine Frage ist einfach zu verstehen, deine Antwort ist es nicht ..." sollte es heißen 😉
1. Eine "alles-Antwort" gibt Gott ja selber: Genesis 1,31 "und Gott sah an ALLES, was er gemacht hatte, und siehe es war sehr gut!" Alles bezieht sich also auf die komplette Schöpfung (Mikro- und Makro-Kosmos).
Es war sehr gut, aber da steht nichts davon, dass es unsterblich ist. Die Welt wird am Ende vergehen.
zu 2. 1. Mose 1, 20 bis 25 bei den verschiedenen Arten von Tieren spricht er von Leben, aber nicht von nishmat chayyim. Das ist dem Menschen vorbehalten als Repräsentant Gottes.
daraus leitet sich 3 ab: Gott ist nicht tot und der eingehauchte Geist im Menschen verlässt die menschliche Hülle beim Sterben.
Ok, die Vergänglichkeit der Welt ist also von Anfang an in der Schöpfung angelegt.
So auch der Mensch - als Teil der Welt - in seiner irdischen Existenz.
WOHIN aber geht dann WAS post-mortal, wenn Du schreibst: " ... der eingehauchte Geist im Menschen verlässt die menschliche Hülle beim Sterben"? ...
Wenn es der "eingehauchte Geist Gottes" ist, geht er wohl - und nicht der Mensch selbst - zurück zu Gott, ist das von Dir gemeint?
Wenn der "eingehauchte Geist IM Menschn" aber nicht der Mensch selbst ist, was ist dann der gewesene Mensch, das vorherige Ich?
Das macht ja neugierig bzgl. weiterer Präzision.
L'Chaim
Ich denke ja schon manchmal kompliziert. 😉
Wenn der "eingehauchte Geist IM Menschn" aber nicht der Mensch selbst ist, was ist dann der gewesene Mensch, das vorherige Ich?
..und der Mensch wurde eine lebendige Seele, ein Ich. Das, was das Ich geworden ist, soll zurück zu Gott und nach Möglichkeit errettet. Dazu ist Jesus gekommen und ans Kreuz gegangen. Ansonsten geht es unerettet zurück und erfährt eine Konsequenz der bleibenden Trennung.
In der Schöpfungspoesie sind Lebensgeheimnisse enthalten, die durch Offenbarung erkannt werden können. Es ist nicht nur ein schöner Text, ein Lob Gottes, eine Ausgangslage für Philosophien.....
Veröffentlicht von: @deborah71Das, was das Ich geworden ist, soll zurück zu Gott und nach Möglichkeit errettet. Dazu ist Jesus gekommen und ans Kreuz gegangen. Ansonsten geht es unerettet zurück und erfährt eine Konsequenz der bleibenden Trennung.
Im Blick auf das Menschengeschlecht (seit Anbeginn der Menschwerdung) werden dann Milliarden menschlicher Wesen sagen: "Sch***** (sorry) - da sollen wir also priviligiert gewesen sein dadurch, dass wir 'ins Dasein' geworfen werden (Heidegger) mit dem eingehauchten Lebensatem Gottes Nishmat chayyim ... und im Unterschied zum Rest der Schöpfung, die eh auf Vergänglichkeit angelegt war, sind wir nun unerrrettet und in bleibender Trennung von diesem Gott? ... Nie hätten wir das angebotene Heil in Christus zurückgewiesen, wie sollten wir so wahnsinnig sein? ... Wir haben es nur nicht gewusst, nicht gehört, nicht vermittelt bekommen, nicht kapiert, miss- oder nur halbverstanden (usw usw..)"
Das wäre wohl die Konsequenz der evangelikal vertretenen Heils(?)-Lehre.
Auch ich glaube zutiefst, dass Gott in Christus "die Welt mit sich versöhnt hat" - Ja und Amen dazu! - aber dass diese von Gott geschaffende Tatsache (!) den größten Teil der Menschen zu Lebzeiten (als Einladung, es zu verstehen und anzunehmen) tatsächlich nicht erreicht hat, ist ein Fakt am Ende der Weltgeschichte.
Ich kann also das von Gott in Christus vollbrachte Heil nicht wieder relatvieren oder abhängig machen von den begrenzten, lebensmäßig gegebenen oder nicht gegebenen Möglichkeiten der Menschen.
L'Chaim
Wie klar verkündest du das Evangelium als ordinierter Mitarbeiter der unierten Kirche? Philosophische Gedanken haben nicht unbedingt die Kraft jemanden zu retten.
Das versteh ich jetzt überhaupt nicht.
Ich verkündige (und habe fast 40 Jahre lang) ganz klar, mit Herz und Liebe das Evangelium der Liebe Gottes in Christus und die Einladung zum Glauben, zur Annahme und zur Nachfolge gepredigt und verkündigt.
Meine Ausführungen sind ja überaupt kein Widerspruch dazu.
Warum sollte ich das nicht getan haben?
L'Chaim
Hab ich irgenein Post von dir überlesen, wo du hier jemandem das Evangelium nahebracht hast?
Gerade das Thema, dass der Sünde Sold der Tod ist, der Freikauf aber das Leben durch Christus, wäre sehr geeignet dazu.
Sorry, mit dieser Art der Reaktion bin ich aus unserem Dialog jetzt raus.
Das ist schon ziemlich frech und unangemessen, wenn ich mich in Deine "Schablonen" hier nicht richtig einfüge ... Sehr schade und auch respektlos.
L'Chaim
Wieso fragst Du mich das? 😉
Aber Du möchtest es mir sicher sagen, was es damit auf sich hat ...
L'Chaim
Hab ich mir gedacht, dass du rückfragst.
Die Frage resultiert 1. aus deiner ärgerlichen Wortwahl. speziell das Wort "frech". Das hat so den Geruch von 'du Göre'. 2. aus den Gewohnheiten anderer, ihr Geburtsjahr an den Nick zu hängen und das ist bei mir nicht der Fall. Hat schon öfter zu Mißverständnissen geführt.
@deborah71 Und was hat es dann für eine Bewandtnis mit der '71'?
Frech ist für mich ein Wort, dass m/w und altersunabhängig eine Rückmeldung ist für unangemessenes und respektloses Verhalten.
Dein Posting vom 12.8. fällt für mich genau in diese Kategorie - zumal ich zuvor deine Frage so beantwortet habe, dass zumindest eine Akzeptanz (!) angemessen gewesen wäre. Die hätte nämlich - bei allem Dissenz - zumindest Respekt ausgedrückt.
L'Chaim
Ich kenne nur dein Auftreten hier. Und das beinhaltete das Ziehen in buddhistische Praktiken wie Zen. Das hat mich doch sehr befremdet. Da ist etwas nicht kongruent. Also frage ich nach. Wenn dir das nicht gefällt, dann ist das so.
Erstens: Was ist mein "Auftreten hier"? - Ich verstehe "jesus.de" nicht so, dass das Forum bedeutet: "Von liberalen und kritischen Beiträgen bitten wir Abstand zu nehmen!", oder?
Zweitens: Gerade weil Du es "nur" kennst (mein "Auftreten hier"), solltest Du vorsichtig sein in der Frage, mit wem Du es letztendlich zu tun hast.
Drittens: Wenn Du "befremdet" bist bei dem (Reizwort) "ZEN", dann hast Du die Möglichkeit, Dich weiter zu informieren darüber, wie der christliche Glaube auch im Blick auf Mystik, Kontemplation und Meditation anders gewichtet und erfahren werden kann als Du es einordnest ... Wohlgemerkt: Ich habe nie erwartet oder postuliert oder gefordert, dass dies ein Weg und eine Erfahrung für alle ist - aber da sind wir wieder bei der Frage nach Respekt, ggf. Zurückhaltung im Urteil vor dem, was Dir fremd ist.
Viertens: Du fragst eben nicht nur "nach" - sondern Dir dienen meine Antworten, Fragen & Überlegungen dazu, mich einordnen und zurechtweisen zu wollen - was ich definitiv nicht akzeptiere.
Fünftens: "Wenn Dir das nicht gefällt, dann ist das so" ist ein bezeichnender Schlussatz in Deinem Posting, in dem Du nicht ansatzweise bei Dir bleibst in einer vielleicht auch mal offeneren und selbstkritischeren Haltung und Reflexion.
L'Chaim
Ja, das kennst Du wohl auch, das Kopfschütteln ... wenn es nur dabei bleibt, ohne weitere Rückfragen, Erläuterungen oder Erklärungen, dann ist ein "Kopfschütteln" nicht gut. Ich denke aber, dass ich es nie bei dieser Reaktion und Geste belassen habe, oder?
Sonst noch inhaltlich ein bisschen eingehender, wäre schön.
L'Chaim
Zu erstens.... du kannst glauben, was du willst und schreiben im gesetzen Forenrahmen. Dass andere einiges anders sehen als du und das äußern, steht ihnen auch frei.
Zu zweitens.... soll das eine Drohung sein? eine Machtkarte?
Zu drittens..... ich bin aus der östlichen Nummer raus mit genügend Information aus einer Zeit, als sich New Age missionarisch ausbreiten wollte.
Zu viertens.... wenn dir biblisch begründete Aussagen als Zurechtweisung erscheinen, dann frage ich, wie liest du die Bibel? nur philosophisch? nur Theorie?
Zu fünftens..... genau, es war ein Schlußsatz, denn ich habe keine Lust mich mit dir zu streiten.
Segen dir
Veröffentlicht von: @deborah71
Zu zweitens.... soll das eine Drohung sein? eine Machtkarte?
So ich setzt hier auch einen Schlusspunkt im Dialogstrang.
Aber das noch: Ich rede davon, dass Du mich ja nicht (genug) kennst und deshalb bitte nicht so ein- und zuordnen ordnen sollst... und Du fragst im Ernst, ob das "eine Drohung" (!) sei, "eine Machtkarte"?????
Da bleibt mir echt die Spucke weg.
L'Chaim
Die biblische Schöpfungsgeschichte (genau genommen sind es ja zwei Erzählungen) ist natürlich kein "Tatsachenbericht".
Wer sagt das?
es ist literarisch, traditions- und redaktionsgeschichtlich ein Glaubenszeugnis, das seinen "Sitz im Leben" damals wie heute nicht findet, wenn man sie als Tatsachenbericht nimmt ...
Wer sagt das?
Alle, die sie als Geschehen wörtlich nehmen (Gott wandelt im Garten, die Schlange spricht, eine Frucht hat magische Wirkung, Gott macht mit der Rippe des Mannes einen chirurgischen Eingriff etc.) bewegen sich schon sehr in einer realitätsfernen Blase, obwohl sie doch gerade die Wirklichkeitsdarstellung behaupten möchten.
Wer sagt das? Und ... die Frucht hat magische Wirkung?
Also gelle, mein lieber Herr Pfarrer ....
Wer das sagt?
Die bibelwissenschaftliche und forschungs-gegebene Einsicht, wenn man sie denn wahrhaben und zur Kenntnis nehmen will.
Aber die ist ja böse und ungläubig und strikt zurückzuweisen - so dass ich hier selbst in Frage gestellt werde mit meinen Inputs und es wohl wenig Zweck hat, mal ne Tür zu öffnen 😉
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlermanche theologischen Diskussionen & Divergenzen (auch hier auf jesus.de) tatsächlich zu einem großen Teil eher psychologischer Natur sind.
Auf jeden Fall. Deswegen gehe ich solchen Diskussionen eher aus dem Weg. Auch weil ich schon von früher Kindheit an Predigten gehört habe, bin da irgendwie gesättigt von.
lg Tatokala
Veröffentlicht von: @tatokalaVeröffentlicht von: @awhlermanche theologischen Diskussionen & Divergenzen (auch hier auf jesus.de) tatsächlich zu einem großen Teil eher psychologischer Natur sind.
Auf jeden Fall. Deswegen gehe ich solchen Diskussionen eher aus dem Weg. Auch weil ich schon von früher Kindheit an Predigten gehört habe, bin da irgendwie gesättigt von.
Ich hab grad gestern einen Artikel über einen sehr alten Mann gelesen - da wurde geschrieben, dass seine Eltern in der 'Bekennenden Kirche' waren und dass ihn das vom Glauben weggetrieben hat.
Daraus entstand dann ein Gespräch mit meiner Mama darüber, dass man Kinder heute nicht mehr so zum Glauben 'treiben' kann wie man das früher getan hat. Und im Hinterkopf ist immer noch dieses 'Und lehrt eure Kinder das EINE ...' und die Verse '... mit Furcht und Zittern ...'.
Diskutieren tu ich allerdings gern - vielleicht grad, weil 'früher' so vieles nicht infrage gestellt werden durfte. 🤔
@chai Ich war gerade über die Losung auf einen Bibelvers gestolpert, der mich ansprach - aber aus einer ganz bestimmten, persönlichen Lebenserfahrung heraus. Als Jugendliche hätte ich das nicht so empfunden, da hätte der Vers als solches auf mich einfach nur apodiktisch und langweilig gewirkt. Kann man dann auch nicht verlangen.
Veröffentlicht von: @adjutantedie Frucht hat magische Wirkung
hat sie schon, denn danach ist ja eine Veränderung mit Adam und Eva passiert... müsstest du wissen.
lg Tatokala
Welche Frucht? Es gab keinen Apfel oder was auch immer. Das ist reingerutscht, weil in der lateinischen Übersetzung malus beides bedeuten kann: böse oder Apfel. Dann wurde das in der bildlichen Kunst aufgegriffen und seitdem geistert der Apfel durch die Jahrhunderte.
Jesus greift das zu einer Gelegenheit auf... nicht, was zum Mund hineingeht, verunreinigt, sondern was aus dem Herzen herauskommt (die Sünde)
Welche Frucht?
Genesis 3,6 & 7
Von einem Apfel steht da in der Tat nix ... und der Akzent liegt intentional auf der Handlung, dem ungehorsamen Greifen-Pflücken-Essen.
Trotzdem unterscheidet die Erzählung ja zwischen DIESEM und DEN ANDEREN Bäumen und davon, dass gerade die Früchte des EINEN Baumes eine WIRKUNG haben werden.
L'Chaim
Von einem Apfel steht da in der Tat nix ... und der Akzent liegt intentional auf der Handlung, dem ungehorsamen Greifen-Pflücken-Essen.
Genau, der Akzent liegt auf Ungehorsam (Hochmut des Lebens) und das Einfallstor Augen ist genannt, Sehen, Betrachten, Haben wollen, Tun.
Trotzdem unterscheidet die Erzählung ja zwischen DIESEM und DEN ANDEREN Bäumen und davon, dass gerade die Früchte des EINEN Baumes eine WIRKUNG haben werden.
Nimmst du jetzt den Baum wörtlich aus der Schöpfungspoesie?
Der Baum ist symbolisch für einen Menschen ( Hinweis im NT : ich sehe die Menschen umhergehen, als sähe ich Bäume Mk 8,24) und dann geht es um den inneren Doppeltrieb jetzer rah (der böse Trieb) und jetzer tov (der gute Trieb), Kräfte im Menschen, die eine Entscheidungsfähigkeit bedeuten und seine Charakterfrucht entwickeln helfen.
Veröffentlicht von: @deborah71Schöpfungspoesie
Dass Du dieses Wort benutzt für die Charakterisierung der Genesis-Erzählung gefällt mir! 🙂
L'Chaim
Poesie, nicht Fantasie. 😉
Der Text muss also entschlüsselt werden und wenn man sich für eine Ebene des 4-fachen Schriftsinnes entscheidet, dann ist es herausfordernd, konsequent in der Ebene zu bleiben.
Veröffentlicht von: @deborah71Poesie, nicht Fantasie. 😉
Einverstanden insofern, als dass "Fantasie" an der Wirklichkeit vorbeigeht bzw. über sie hinausgeht und nicht in ihr wurzelt - im Sinne von "erfunden".
Allerdings verstehe ich "Schöpfungspoesie" (hier Genesis 1-3) auch als eine Sprach- und Darstellungsweise, die einerseits Wahrheit(en) vermittelt und (im Unterschied zur Fantasie) nicht einfach erfunden, "ausgedacht" und realitätsfern ist, sondern "Wirklichkeit" zur Sprache bringt, wiederspiegelt und darstellt.
Jedoch nicht auf der Ebene eines "realen Geschehens" zu verstehen ist, d.h. dass man es (vereinfacht ausgedrückt) filmen, fotografieren und akustisch hätte auffangen können.
Bedenkenswert finde ich noch, dass Luther dem vierfachen Schriftsinn (den die katholische Kirche und Theologie bejaht) eher kritisch bis ablehnend gegenüberstand, weil diese Art der Hermeneutik leicht zu willkürlichen "Hinein-Interpretationen" führen kann ... Ob ich Luther da uneingeschränkt recht geben kann, weiß ich allerdings nicht, da ich ja selbst dafür plädiere und es für elementar halte, die Bild- und Symbolsprache der Bibel zu erkennen.
L'Chaim
Allerdings verstehe ich "Schöpfungspoesie" (hier Genesis 1-3) auch als eine Sprach- und Darstellungsweise, die einerseits Wahrheit(en) vermittelt und (im Unterschied zur Fantasie) nicht einfach erfunden, "ausgedacht" und realitätsfern ist, sondern "Wirklichkeit" zur Sprache bringt, wiederspiegelt und darstellt.
Sehr schön ausgedrückt.
Denn es ist ja möglich 1. Mose 1 in einer Reihenfolge einer Entwicklung zu sehen. Da werden Lebensgrundlagen gelegt, die den folgenden Lebewesen Leben überhaupt ermöglichen, ohne den Anspruch einer naturwissenschaftlichen Aussage zu erheben, da es Lob Gottes ist und Beauftragung des Menschen.
Im Hebräischen gibt es dem 4-fachen Schriftsinn entsprechend das PaRDeS-System.
Wenn man poetische Sprache wörtlich nimmt, dann schaut die Fehlinterpretation schon um die Ecke und das Verstehen bleibt auf der Strecke. Mein Beispiel dafür ist aus dem Englischen "Es regnet Katzen und Hunde." wenn wir meinen, "es schüttet wie aus Eimern". Beides Bilder, die wörtlich genommen, deutliche Irritationen bei Anderssprachigen auslösen.
Solange man aus dem persönlich Angesprochensein keine dogmatische Lehre macht, ist die Gefahr von Hineininterpretieren und über die Allgemeinheit stülpen gering, denke ich.
ist symbolisch für einen Menschen
Der Vers im NT hat mit der Schöpfungsgeschichte überhaupt nichts zu tun. Gibt es einen weiteren Hintergrund, hier einen Zusammenhang zu konstruieren?
Es geht einmal um die Gesamtaussage der Schrift und dazu werden Begriffe, die wie Samen angelegt sind, zunehmend erklärt und entfaltet.
@deborah71 Nein, es geht hier speziell um die Schöpfungsgeschichte.
dazu werden Begriffe, die wie Samen angelegt sind, zunehmend erklärt und entfaltet.
Damit nicht jeder erklärt, wie es ihm in den Kram passt, könnte man z.B. so nah wie möglich am Wortlaut des Textes bleiben, um ihn zu untersuchen.
jep, und dann in die Sprache gehen. 1. Mose 1 spricht von Samen, die sich dann entfalten.
@deborah71 Da geht es um Pflanzen, nicht um Textinterpretation.
Es ist beides in der Schrift vorhanden. Die Pflanzen, die Wassertiere, die Vögel, die Wild- und Haustiere...alles dasselbe Muster. Das eine ist ein Vorbild für das andere.
Du gehst vom deutschen Text aus, nehme ich an. Der hebräische Text im AT ist da spezifischer.
@deborah71 Möglich. Du hast aber noch nicht die Frage beantwortet, wie man jetzt darauf kommt, die Textstelle von Mk mit dem Baum der Schöpfungsgeschichte zu verbinden. Warum sollte man den Baum als symbolisch für einen Menschen betrachten? Gibt es eine Tradition, in der das so gehandhabt wird? "Es passt halt eben so" wäre mir ein wenig zu dünn als Begründung.
Es steht einiges über Bäume in Bezug zu Menschen in der Bibel, z.B.
Quelle: 1) mein Hebräischlehrer
Quelle 2)Biblische Bilder und Symbole, Arend Remmers hat etliche Symboliken aus der Schrift zusammengetragen >
Nebukadnezar wird mit einem Baum verglichen. Die zusätzliche Erwähnung der Größe bedeutet Macht;Das Volk der Assyrer: Hes 31, 3 Siehe, Assur war ein Zedernbaum auf dem Libanon, mit schönen Ästen und dichtem Laub und sehr hoch, sodass sein Wipfel in die Wolken ragte.
der Baum in Psalm 1, 1 Wie glücklich ist der, / der keinen Umgang mit Gottlosigkeiten hat, / der sich an Sündern kein Beispiel nimmt / und nicht mit Spöttern zusammensitzt,
2 sondern Gefallen hat an der Weisung Jahwes[1] / und über sein Gesetz Tag und Nacht sinnt!
3 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, / der seine Frucht zu seiner Zeit bringt / und dessen Laub niemals verwelkt
Der Baum des Lebens = Christus
Es zieht sich durch die Schrift. Ebenso gibt es etliche negative Bäume.
Der Bibleserver macht es übrigens einfach, mit den entsprechenden Stichworten alle Baum, Bäume, Bäumen, Zedern, Eichen, Terebinthen-Stellen listen zu lassen und nachzulesen, Gemeinsamkeiten zu finden und Unterscheidungen.
Ich lese hier die ganze Zeit mit und muss sagen, mir ist diese Art von 'Schriftforschung' fremd.
Da werden Aussagen zusammengemixt und Zusammenhänge hergestellt, die für mich auf den ersten (und auch auf den zweiten und dritten) Blick nicht existieren.
Bäume haben in so ziemlich allen Kulturen eine symbolische Bedeutung. Z.B. im Sinne von Lebensbaum oder Verbindung von Himmel und Erde. Deshalb wurde Bäume auch z.B. Göttern gewidmet (siehe Donar-Eiche). Auch Verbindung zu Essen hat ein Baum eine große Bedeutung als Tabu, also dass man seine Früchte nicht essen darf oder auch rituell essen muss.
@chai Da bin ich deiner Meinung. Irgendwie habe ich mich gescheut, mich klar diesbezüglich auszudrücken.
Ich kann das zwar nach der Erklärung etwas besser nachvollziehen. Ich halte die Herangehensweise aber nicht so für jeden brauchbar, was die Praxis angeht.
Kann ich mir vorstellen.
Symbolische Bilder braucht man bei biblischer und seelsorgerlicher Traumdeutung, in der prophetischen Fürbitte, bei poetischen Texten, bei prophetischen Texten wie die Offenbarung in Verbindung mit Sacharja.
Da bin ich einigermaßen zuhause und ausgebildet.
Ja, etwas hatte mich damals schon berührt ... die Zedern im Libanon ... Zedern ziehen sich als Bild auch durch die Schrift ... was mir im Gedächtnis ist, ist, dass sie tiefe Pfahlwurzeln haben, um nicht bei jedem Windstoß umgeknickt zu werden. - Dieses Bild, dass - wenn ich es recht in Erinnerung habe - auch wir so sein werden/sollen, hat sich mir eingeprägt ... tief verwurzelt im Wort Gottes, dann wird auch uns nicht jeder "Windstoß" umwerfen.
Muss ich gleich noch mal nach den Zedern forschen ...
Dabei fällt mir ein, dass ich die Palmen vergessen habe bei der Stichwortaufzählung.