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Tod = der Sünde Sold?

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AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 2297

Eine Frage bleibt für mich sehr ungeklärt - und ich hätte gerne Eure Gedanken dazu:

Alles Leben - nicht nur das menschliche, auch das tierische, pflanzliche & organische - ist endlich und vergänglich. Dies ist in der Schöpfung angelegt und ohne die Grundlage der Vergänglichkeit wäre neues Leben garnicht denkbar ... also Neues entsteht, wächst, gedeiht, vermehrt sich und wird ja erst (substantiell, räumlich, sich erneuernd) möglich durch das Vergehen, Sterben und Absterben von altem Leben. Jeder Jahreszeit-Zyklus "predigt" es uns 😉 - Kein Fühling ohne Absterben der Natur zuvor, kein erneutes Blühen ohne Vefall zuvor, auch keine Menschen- und Tierwelt in unendlicher Expansion.

Nun schreibt Paulus (Römer 6,23): "Der Tod ist der Sünde Sold" - d.h. nach meinem (Nicht-)Verstehen dieser Bibelstelle und wohl gängiger Auslegung: Der Lohn, die Frucht, das Ergebnis der Sünde ist die Endlichkeit, das Sterben und Vergehen des Lebens.

Hier haperts bei mir im Verstehen: Denn die ursprüngliche Schöpfung als Schöpfung an sich (in ihrer Struktur & ontologisch) ist ja ein Werden und Vergehen. Ob ich nun den menschlichen Sündenfall (Genesis) wörtlich mit einem Ur-Menschenpaar verbinde oder die Geschichte vom Sündenfall als Spiegel unseres "gefallenen" Daseins grund-sätzlich verstehe --- es macht für mich keinen Sinn, den ontologischen Kreislauf von Leben & Tod, Werden & Vergehen mit dem Sündenfall in Verbindung zu bringen ... Noch dazu eine Ur-Verfehlung in Verbindung zu bringen mit der Struktur der Schöpfung, die wir doch mit dem Lob des Schöpfers preisen, als gut ansehen und Gott dafür danken.

Durch das "Überspringen" dieses Dilemmas --- mit dem Verweis auf  Hoffnung eines "neuen Himmels & einer neuen Erde", die dem "Unterworfensein der ganzen Schöpfung unter die Vergänglichkeit" und dem "Seufzen der Kreatur" (auch Paulus) ein Ende macht ---, ist mir in der Frage nicht geholfen.

Was denkt Ihr?

L'Chaim

Antwort
182 Antworten
BrunoSchulz
Beiträge : 19

@awhler 

EIgentlich ganzklar. Gott agte schon Moses, dass wer Ihn sehen will,muss vorher sterben,bzw Du bist sterblich, weilDu gesündigst hast wie auch Paulus schreibt. Wir steben nicht um neues, anderes Leben zu ermöglichen,sondern um nun Gott zu sehen in unserer eigenen Auferstehung in Gottes Herrlichkeit.

Möglich gemacht wurde das durch die Liebe Gottes wie Johannes in 3:16 beschreibt - die Tilgung unserer Schuld durch Jesus Christus. Seine Auferstehung. Seine Liebe.

Was wirklich wichtig ist, ist den Menschen zu helfen, ihren verlorenen Glauben wiederzufinden. Glaube ist die Liebe die Papst Benedikt im Sterben zusammenfasste mit: HERR ICH LIEBE DICH.
 
Es gibt ein beunruhigendes Maß an neuer Unwissenheit über den Glauben als Ganzes. Damit einher geht natürlich eine gewisse „Entfremdung der zwischenmenschlichen Zuneigung“ nicht nur zwischen Mann und Frau, mit der heutigen Phobie vor der echten Ehe und Bevorzugung von Lebenspartnern statt Ehe, um frei zu sein sich jederzeit zu trennen. 
 
Wir erleben derzeit eine echte, sehr konkrete Entfremdung der Zuneigung unter den Menschen. Ich meine: Nicken sich die Leute auf der Straße und überall lächelnd zu, oder schauen sie weg? Was machst Du und was ich? Machen wirs auch so, oder haben wir Liebe, Zuneigung zum Mitmenschen wo gerade heute das Modewort "Empathie" en vouge ist. Haben wir sie, oder haben wir sie nicht?
 
In der Kirche geben wir uns ein Zeichen des Friedens, schütteln uns die Hände und umarmen vielleicht sogar unsere Nachbarn hinter und vor uns auf der Bank, aber sobald wir gegangen sind, sind wir uns alle wieder fremd
 Kurz gesagt: Liebe wird auf „Liebe machen“ reduziert – obwohl niemand jemals Liebe „machen“ kann, da Liebe etwas Höheres ist als alles, was man machen, hervorbringen oder tun kann. Diese Art des „Liebe machens“ ist bloße Befriedigung wie wir sie in Genesis 19,5 sehen.
 
Wahre Liebe ist etwas Göttliches. Ohne einen zumindest „sicheren“ Bezug zu Gott absolut unmöglich. Ein Göttliches, das sogar einem Fremden auf der Straße ein Lächeln entlockt – weil es die Idee ist: „Wir sehen uns wieder, wenn wir bei Gott sind“.Dabei müssen aber Beide dieser Kurzbegegnung von diesem “Bei Gott Sein“ vollkommenüberzeugt sein - den Beidesind eines Tages tatsächlich bei Gott.  
In 1. Johannes 4.7 hören wir über die zum Leben absolut unerlässliche Liebe untereinander. Wer die Menschwerdung Jesu Christi leugnet ist nicht von Gott schreibt Johannes in seinem ersten Brief und wer nicht aus Gott ist, hat nun mal die Liebe nicht.
Johannes warnt hier vor falschen Propheten die nicht wissen, was die Liebe Gottes vermag und eigene Theorien ausgeben wonach die Welt aus sie selbst heraus entstand - Leben und der Mensch selbst aus Evolution und wie Stephen Hawking verkündete; „dazu kein Gott nötig ist". Somit wäre Johannes 3,16 FakeNews. Welch unendlicher Stumpfsinn!
 
Das am weitesten verbreitete Buch der Weltist die Bibel. Sie gibt Antwort zu jedem Problem der Welt dem, dem es gegeben ist zu verstehen. Über die Liebe zu Gott und die Menschen sagt die Bibel sehr viel.  Siehe1 zB. in Epheser 4/32? oder Römer 8,38 und Korinther 16/14? 
Viele sagen “ok, schönund gut - aber man muss das halt glauben KÖNNEN und Glaube ist nicht Wissen“.
 
Falsch! UND NUR RICHTIG, WENN ES EINEM NICHT GEGEBEN IST ZU GLAUBEN.
Dies Urteilzog man sich allerdings selbst zu, wenn man Gottes Flock verließund meint ohne Gott auszukommen. Dann, ja, dann wird einemnicht gegeben glauben und verstehen zu dürfen.
 
Was Christus sagt, ist das über alle Vernunft höhere Wort Gottes.  Höher als alle Vernunft wie Paulus Phil4:7 lehrtund ja, derGlaube ist jenseits empirisch nachweisender Vernunft angesiedelt. Begreifen wirdGlaube der, dem es gegeben ist zu glauben wie Jesus sagte u.A. in Lukas 8:10 oder Mat 13:11 unanhängig von Bildungswegen.
Je intensiver man diese Zugehörigkeit zum Sein Gottes verinnerlicht, desto mehr wird Hoffnung zu echtem Glauben. Wie ein kleiner Bach wird ein Rinnsal größer, breiter und stärker und schließlich zu einem Meer der Liebe zu Gott.
 
Es ist diese Liebe zu Gott, die unweigerlich dazu führt, auch Menschen im Allgemeinen und Einzelne zu lieben; sie führt schließlich zur Liebe zwischen Mann und Frau und deren Kinder. Aber ebenso der Liebe zu Fremden wie Bekannten, Freunden - und zu Gott. 
Ja, ich wiederhole mich, die Bibel wiederholt sich, denn man kann sich nicht oft genug an unsere Verbundenheit mit und in Gottes liebevoller Gegenwart erinnern, die uns einläd und stark einfordert „in Gott“ zuleben. Mit Gott und in Gott zu leben, was erheblichen Einfluss auf unsere Liebe zu Anderen - unseren Nächsten hat.
 
Es bleibt die Frage: „Wie kann ich diese LIEBE ZU GOTT begreifen, die Paulus meint und die LIEBE ZU MEINEM NÄCHSTEN hervorbringt?“ 
Nun, es ist ganz einfach.
Jedes Kind kann das! 
Finde zunächst einfach Beweise für die Göttlichkeit des historischen Jesus. Sobald wir dies verstanden haben und es nicht nur glauben oder akzeptieren, sondern tatsächlich WISSEN, dass es WAHR ist, wird wie Christus sagt "euch der Rest gegeben werden“. Einfach gegeben, wenn wir im Gebet Jesus Christus bitten, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist, Jesus den Pantokrator, der in Matthäus 7:7 versprochen hat, dass Er uns geben wird. 
Zugegeben:Historische Beweise zu Jesus Christus sind rar. Doch Beweise von Zeitzeugen Jesu, der Jünger, als auch direkter Eingebung Gottes an Paulus im Damaskusereignis, sprechen eine überwältigend starkeund klare Sprache.
 
Dumm wäre anzunehmen die Frohbotschaft der Bibelund das Wort Gottes, das Paulus "Das Wort vom Kreuz" nannte, sei eine Drohbotschaft und wäre morbide.
Ja,  Gott sagte Moses, dass wer Ihn sieht, vorher sterben muss! Das ist eine Folge der Erbsünde; der ererbten Neigung zur Sünde. Paulus brachte dies Geheimnis aber auf den Punkt im zweiten Brief an die  Korinther Kapitel 5 oder 1 Kor 6, dass. „Den Leib verlassen, bedeutet Gott sehen!“. 
 
Ich halten diesen Satz: „Den Leib verlassen, bedeuted Gott sehen“ als einen der Wichtigsten in der Heiligen Schrift.
 
Natürlich bleiben Dokumente wie das „Testimonium Flavianum“ oder die frühchristlichen Bibelkommentare Origanos eine Frage des Glaubens und der eigenen Entscheidung, die jedem freisteht. 
Hat man aber Jesus Christus den Pantokrator und entfernt sich nicht aus dieses Guten Hirten Herde, wird Jesus helfen wie er so vielen Heiligen geholfen hat, den Samen des Glaubens zu einem Fels des Glaubens werdenzulassen, der viele weitere Samen des Glaubens in Anderen hervorbringt. Matthäus 7,7: „Bittet, und es wird euch gegeben werden.“
 Du solltest jedoch bedenken, dass alles, worum du bittest, mit Gottes Plan für uns übereinstimmen muss. Wir wissen es nicht wirklich – im Himmel werden wir erfahren, ob wir richtig lagen. Aber wir haben recht, wenn wir auf das „Wort vom Kreuz!“ hören, wie Paulus es in 1. Korinther 18 nannte. Hör einfach, was Jesus sagte, als er „im Fleisch“ unter uns war, so wie du und ich, unter uns, etwa in den Jahren 1 bis 33 n. Chr.: „Wer bittet, dem wird gegeben!“ 
 
Wenn du dann auchnoch Matthäus 6 gefunden hast, weißt du alles, was du für den Anfang wissen musst. Dort sagte Christus – und hier kopiere ich direkt aus der Bibel: „Wenn du aber betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dann wird dein Vater, der das Verborgene sieht, dich belohnen.“ 
 
Randbemerkung: 
Verwandt ist das Wort in Prediger 10,20: Spatzen zwitschern von den Dächern was verborgen war wie auch Lukas in 8,17 schrieb. 
 
Anders mit Gebeten: 
Jesus Christus selbst wies die Gläubigen an, in der Privatsphäre zu beten, symbolisiert durch den „Raum“ und die „verschlossene Tür“ beten zu ihrem Vater, der unsichtbar ist. Jesus versichert, dass Gott im Verborgenen sieht. Vieles davon wird für immer die Privatsphäre zwischen Gott und jedem Einzelnen bleiben. Dein Vater bleibt für uns im Verborgenen, unsichtbar, denn der Glaube ist die absolute Voraussetzung, um bei Gott bleiben zu können, sobald wir Gott tatsächlich sehen. 
 
Wir - in diesem Fall absolut JEDER, werden Gott definitiv sehen nachdem wir gestorben sind: Gottes Wort an Moses: „Wer Mich sieht, muss sterben“ in Exodus 33,20 steht Seite an Seite mit Paulus‘ Mahnung in 2Kor 5,7-8: „Denn wir leben im Glauben und nicht im Schauen.“ Darum wissen wir, dass das Verlassen des Körpers bedeutet, zu Hause beim Herrn im Himmel.
 
Es gibt kein Kunstwerk, kein Bild, keine Vorstellung davon, wie groß dies sein wird – siehe 1Kor 2,9: Was kein Auge gesehen, kein Ohr gehört und in keines Menschen Herz gedacht ist“ – was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. 
Dies ist eine sehr klare Darstellung von Tatsachen, die aus persönlicher Erfahrung, eine ebenso klare Entscheidung erfordert, nämlich ein klares Ja oder Nein zum Glauben an das, was gesagt ist. Wir haben nicht nur gehört, sondern auch gesehen und sehen immer noch. Paulus wird noch deutlicher, in einer Erklärung der Selbstverständlichkeit des Glaubens in Römer 1,20, wo wir so viel in der Natur, Gottes Schöpfung, sehen und erforschen und wunderbare Dinge studieren, die kein Mensch jemals erschaffen kann,dennAllesin der Schöpfung ist unfassbar groß. Nehmen zum Beispiel einen winzigen einzelnen Grashalm:
 
 Kein Mensch wird jemals in der Lage sein, ein solches Wunder eines lebendigen Grashalms zu vollbringen, obwohl wir von Gras leben, dem Grassamen das zu Brot wird. Wir essen das Fleisch von Nutztieren, die von Gras leben. Darin ist die Gegenwart Gottes deutlich zu sehen sagt Paulus. Jeden Tag sieht Jeder Dinge, die kein Mensch jemals vollbringen könnte. Und deshalb sagt Paulus, dass Menschen ohne Glauben keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung für ihren Unglauben haben. 
 
Was sollte eine Predigt mehr sagen, um dem Publikum echten Glauben zu vermitteln? Nur wenn wir die erste wahre Liebe in denen erkennen und anerkennen, die wahre Liebe gefunden haben – die Liebe, die Paulus in 1. Kor 13,13 als Größtes plakatiert: „Nun bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe. Aber die größte davon ist die Liebe.“ 
Esist nun mal so, dass nur wenn man Gott liebt, man auch wirklich die Fähigkeit erlangt, seinen Nächsten tatsächlich und nicht nur in leeren Gesten zu lieben, wie Jesus Christus es in Matthäus 22,39 verlangt hat. 
Eine Tatsache, die sichtbar und spürbar ist und die Welt lebenswert macht – diese Welt, die Gottes Warteraum für uns ist, um ihn zu sehen. 
 
Euer 
Bruno

 

 

 

brunoschulz antworten


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