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Wie beliebig ist die Bibel auslegbar?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 17284

Es gibt ja bekanntermaßen ein recht breites Spektrum möglicher Bibelauslegungen.
Das reicht von einer möglichst "wörtlichen" Auslegung, in der jede Silbe praktisch von Gott selbst dort hineingelegt wurde, bis zu einer menschlich-inspirierten Interpretation, bei der auch Fehler und Schwächen der Autoren zugelassen werden.

Aber selbst wenn man sich hier einig wäre gäbe es ja immer noch ganz unterschiedliche Auslegungen und Deutungen einzelner Aussagen. Und nicht genug damit, es gibt auch ganz unterschiedliche Gewichtungen verschiedener Passagen, die mal als mehr, mal weniger bedeutsam betrachtet werden.

Streift man dann durch die Geschichte des Christentums scheint mit der Bibel so ziemlich alles begründbar: Feindesliebe genau so wie Kriegstreiberei, Nächstenliebe wie Verfolgung, Vergebung genau wie Prinzipientreue bis zur Gnadenlosigkeit.

Manche Dinge, die im Namen Jesu begangen wurden, gingen sicherlich so weit dass heute Christen wie Nichtchristen sich darin weitgehend einig sind, dass dies - nach allem was wir wissen - sicher nicht in seinem Sinne war.
Dennoch bleibt immer noch ein weites Spektrum, in dem man sich hier bewegen kann, beginnend schon bei der Frage wie mit der Bibel eigentlich umzugehen sei.

Mir als - mittlwerweile - Aussenstehendem erscheint es im Grunde so, dass jeder Gläubige seine eigenen Wünsche und Vorstellungen in die Bibel hineininterpretiert, sich eine entsprechende Gemeinde sucht und dort dann eben als Christ teilnimmt.

Geht es dann um heutige gesellschaftliche Fragen werden dann die Unterschiede besnders deutlich... gibt es bezüglich der Ablehnung von Abtreibung immerhin noch weitgehende Einigkeit sieht das bei der Verhütung schon wieder ganz anders aus... wie überhaupt alle Fragen, die irgendwie mit Sexualität zusammenhängen. Wer mit wem wann, nicht mehr oder wieder rummachen darf war schon immer eine der zentralen kirchlichen Fragen wie es scheint...
Eher in den Hintergrund treten dazu im Vergleich andere Fragen, wie dem Umgang mit der Todesstrafe, dem Dienst an der Waffe und ähnliches.

Eine echte moralische Orientierung scheinen Christen, zumindest in ihrer Gesamtheit, schon längst nicht mehr geben zu können.
Was auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt wie wenig Einigkeit es auch bezüglich zentraler theologischer Fragestellungen gibt... ob die Hölle existiert wird genau so unterschiedlich gesehen wie die Frage der Vergebung, Umgang mit Andersgläubigen oder eben, wie erwähnt, sämtliche Fragen zur menschlichen Sexualität.

Wie nehmt ihr das wahr... vor allem im Umgang mit Christen, die aus einem ganz anderen Umfeld stammen?
Ist die Auslegung letztlich wurscht, hauptsache alle glauben irgendwie an Jesus...?

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178 Antworten
luxlucetintenebris
Beiträge : 635

Hallo Lucan

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wie nehmt ihr das wahr... vor allem im Umgang mit Christen, die aus einem ganz anderen Umfeld stammen?
Ist die Auslegung letztlich wurscht, hauptsache alle glauben irgendwie an Jesus...?

Würden alle Christen Jesus Christus glauben, was er im Auftrag dessen, der ihn gesandt hat so alles -unter erkennbar lebensbedrohlichen Umständen- gelehrt und gewirkt hat, dann gäbe es aus meiner Sicht wohl längst eine Einigkeit im Geist(Denken), was GOTT mit dessen geistlich erstgezeugten Sohn in Tat und Wahrheit erreichen wollte. Seine Jünger erkannten dies und lehrten deshalb überall was sie selber von Jesus über Gott und die Welt lernten und hielten dazu an, sich von aller Bosheit zu bekehren, Apg 3.26 Licht in den Herrn zu werden um künftig nurmehr zu GUTEN Werken geschickt werden zu können. (wozu ja 2. Tim 3.16 richtig gelesen und das dementsprechend Geschriebene getreulich umgesetzt wird ja führt, führen sollte) auf dass der Mensch GOTTES VOLLKOMMEN sei zu allem GUTEN Werk geschickt. = 2. Tim 3.17.

Lediglich AN Jesus glauben und täglich irgendwelche Stellen in der Bibel lesen, ohne sich in seinem Sinne zu verändern ist offenbar für einige Mitchristen genügend. Wenn sie damit glücklich sind es ihnen hilft die Herausforderungen des Alltags "bessser" bewältigen zu können ist es sicher okay, solange sie nicht andern aufdoktrinieren, es genau so wie sie machen zu müssen, sonst könnten sie nicht errettet werden.

Es kommt dann natürlich darauf an beim Bibellesen, was für eine der vielen auf verschiedene Weise wiedergegebenen Texte man für sein Bibelstudium auswählt.

Eine Auslegung bestimmerte, häufig benutzten biblischen Aussagen finde ich oft unnötig, sie sprechen für sich selbst. Nicht selten werden sie manchmal dermassen umgekrempelt, damit man meint sich wieder zurücklehnen zu können, und es Gott zu überlassen, jemanden zu verändern., statt sich aufzumachen und mit Hilfe Jesus Lehren selber Licht zu werden, eine neue Kreatur in Christus zu werden.

Mir ist aufgefallen, dass viele Mitchristen sich sehr stark mit dem Bibelstudium beschäftigen. Ist sicher ihr gutes Recht, doch finde ich es schon wichtig, auf die Wegweisungen Jesus Christus darin zu vetrauen, sich anzueignen. Er zeigte in den Evangelien den WEG, er war der WEG. Wer ihn mit ihm geht, stösst in der Bibel plötzlich auf solche biblische Wahrheiten, die zwar schon immer drin waren, aber nicht wahrgenommen wurden. Jesus auf Weihnachten und Ostern zu bechränken finde ich nicht hilfreich für ein Leben mit und in IHM.

Die Gemeinden die ich vor Jahren besuchte, waren aus meiner Sicht zu stark mit AT-Gesetzlichkeiten und viel zuwenig mit den Lehren Jesus, der ja jene zu seinen Brüdern und Schwestern zählt, die den Willen des Vaters im Himmel tun, den Jesus ja aus meiner Sicht klar und unmissverständlich lehrte, für den er 3 Jahre lang litt..verfolgt wurde ..und so wie ich meine, vermutlich auch die letzten 1700 Jahre nicht gerade glücklich über die Entwicklung des einstigen Urchristentum noch in seinem Sinne ist.

Mir ist aufgefallen, dass viele Bibelleser den Auslegungen von einigen markanten Bibelstellen mehr Glauben schenken als die Bibelstelle es eigentlich verdient hätte, also einst klar und deutlich geschrieben stand.

Jeder Mensch muss ja mal selber über sein Erdenleben Rechenschaft ablegen, so ist es auch jedem selber überlassen, wie oft er Bibel liest..die Zeit dafür wird ja meines Wissens nicht angerechnet....

lg lulute

luxlucetintenebris antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo Lucan

Sehr gut beobachtet und konzentriert aufgeschrieben !!
Danke für Deine neutrale Darstellung des Christentums .
Gruß

Sterbender

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Anonymous
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Beiträge : 0

Hallo Lucan-7

Die Bibel ist die Grundlage sehr vieler unterschiedlicher Religionsgemeinschaften . Einer sagte mir mal , das es die am meisten gesplittete Religionsgemeinschaft der Welt ist .
Für mich ist die Kernfrage , ob sich "hinter" der Bibel ein Gott , ich will schon sagen versteckt , der erfahrbar ist . Der seine klaren Ecken und Kanten hat . Wie wir auch .
Wessen Aufgabe es ist IHN zu erkunden weil er ja scheinbar nicht greifbar ist und daher so viele Interpretationsmöglichkeiten ermöglicht .
Die Bibel fordert auf nach der WAHRHEIT zu suchen .
Jesus gab die Anleitung ( für die , die ihm nachfolgen wollen , es ist kein Befehl ! ) : Nehmet auf Euch mein Joch und lernet von mir ( wie das mit Gott funktioniert ) .
Die Alternative ist , sich einen anderen Lehrmeister zu suchen z. B. sich selbst . Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten , je nach Geschmack .
Ob das , was Jesus einen lehren will einem gefällt . Er ist meines Wissens nicht gekommen um uns zu gefallen .
Gruß

Sterbender

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16 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @sterbender

Für mich ist die Kernfrage , ob sich "hinter" der Bibel ein Gott , ich will schon sagen versteckt , der erfahrbar ist . Der seine klaren Ecken und Kanten hat . Wie wir auch .

Will ich gar nicht völlig ausschliessen. Aber dann wäre die Bibel nur ein Hinweis von vielen auf so einen Gott. Eben weil sie nicht wirklich eindeutig ist.

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Lucan-7

In den Leben der meisten besteht ja auch gar kein Interesse an einem Gott . Gedanken darüber - kein Problem . Aber Gott "soll" mir gefälligst mein Leben lassen so wie ich es habe .
Wofür auch ? Man hat ein Leben das einem im großen und ganzen gefällt . Wofür also einen Gott ?
Gruß

Sterbender

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @sterbender

Aber Gott "soll" mir gefälligst mein Leben lassen so wie ich es habe .

Das tut er doch ganz offensichtlich. Mir hat bislang noch niemand, der sich selbst als "Gott" bezeichnet irgendwie in mein Leben hineingeredet.

Das waren immer nur andere Menschen. Und einige von denen haben irgendetwas behauptet, was Gott von mir angeblich will. Sonderlich überzeugend waren sie allerdings wie ich finde.

Veröffentlicht von: @sterbender

Wofür auch ? Man hat ein Leben das einem im großen und ganzen gefällt . Wofür also einen Gott ?

Kommt sehr drauf an was man unter einem "Gott" versteht. Für einige scheint das zumindest recht praktisch zu sein.

Nachtrag vom 13.01.2019 1608
"sonderlich überzeugend waren sie allerdings NICHT" soll es natürlich heissen...

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Lucan-7

Manchmal beneide ich andere um das Leben , das sie "ohne" Gott führen . Sie können das tuen was sie wollen , haben ein gutes Leben
mit Geld und Talenten , eine Familie etc.
Ich bin zwar nicht arm . Aber wenn ich bedenke was ich alles bei dem was ich als Nachfolge angesehen aufgegeben habe bleibt nicht mehr viel übrig was ich vorzeigen könnte .
Es gibt nichts , was nicht Vor- und Nachteile hätte . Mit oder ohne Gott .
Bei meiner Großtaufe habe ich gesagt , das ich von Menschen nicht die Geborgenheit erhalte , wie die die ich von Gott bekomme.
Außerdem will er nicht meine Werke sondern mich - was immer das auch praktisch bedeutet ( ich weis es jetzt ) .
Ich werde mich hüten jemand zu bekehren . Derjenige wird dann mir nachfolgen . Wenn der hl. Geist einen zur Umkehr führen ( darf ) ist das was ganz anderes .
Gottes Segen

Sterbender

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

Jesus führt in die Freiheit

Veröffentlicht von: @sterbender

Manchmal beneide ich andere um das Leben , das sie "ohne" Gott führen . Sie können das tuen was sie wollen , haben ein gutes Leben
mit Geld und Talenten , eine Familie etc.

Diese Aussage erscheint mir seltsam. Ich habe Jesu Nachfolge immer ganz anders verstanden: Dass wir frei werden, der Mensch sein zu können, der wir eigentlich sind.

Denn viele Menschen haben ein großes Problem mit ihren Trieben und Begierden, von denen sie beherrscht und gesteuert werden. Fleischliche Lust, Geldgier, Eitelkeit... diese Dinge halten uns gefangen, denn sie zu befriedigen führt nicht zu Zufriedenheit.

Nun bin ich, anders als manche extremen Christen, nicht der Ansicht dass Lust oder Ehrgeiz vollkommen zu verdammen sind... sie sind ein Teil von uns, aber wir sollten uns davon nicht beherrschen lassen. Sondern stattdessen dem Geist folgen. Darauf kommt es an.

Aber eben nicht in einer verklemmten Art und Weise, in der wir uns ständig selbst verdammen und kasteien... sondern so, dass wir zu einem gesunden und harmonischem Ganzen finden.
Denn: Wer sich selbst nicht liebt, der vermag auch keine Nächstenliebe zu geben.

Ich sehe es als Nicht-Christ also anscheinend etwas positiver als du... sollte das nicht eigentlich umgekehrt sein, oder habe ich nur einfach keine Ahnung?

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Lucan-7

Du schreibst : " Sondern stattdessen dem Geist folge ."
Irgendwie versucht Du als Nichtchrist Dich mehr an der Bibel zu orientieren als mancher Christ . Vielleicht ist für Dich die Bibel doch anziehender - oder ist es vielleicht Gott der dahinter steht ?!
Mir geht es nicht darum meine Glauben an den Mann zu bringen sondern das dadurch andere selbst "mit Gott laufen lernen."
Der Widerspruch der Freiheit . Deswegen sind Kriege geführt worden .
Der Streitpunkt ist die Freiheit im Geist und die Freiheit im Fleisch .
Wenn Du dem Geist folgst ( oder ist der Geist Dein Verstand ? ) müßtest Du eigentlich den Unterschied erkennen können .
Gruß

Sterbender

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

Heiliger Geist und Freiheit

Veröffentlicht von: @sterbender

Du schreibst : " Sondern stattdessen dem Geist folge ."
Irgendwie versucht Du als Nichtchrist Dich mehr an der Bibel zu orientieren als mancher Christ .

Das würde ich so sicher nicht sagen. Es gibt aber einige Dinge aus der Bibel, die ich mir von früher mitgenommen habe und an denen ich mich immer noch orientiere.

Veröffentlicht von: @sterbender

Der Widerspruch der Freiheit . Deswegen sind Kriege geführt worden .
Der Streitpunkt ist die Freiheit im Geist und die Freiheit im Fleisch .
Wenn Du dem Geist folgst ( oder ist der Geist Dein Verstand ? ) müßtest Du eigentlich den Unterschied erkennen können .

Was ich hier mit "Geist" meine ist schon etwas mehr als nur der Verstand. Es hat zwar auch mit Verstand und Logik zu tun, aber auch mit unserem inneren moralischen Kompass. Und ich glaube daran, dass jeder Mensch einen solchen "inneren Kompass" hat.

Leider nehmen wir Menschen diesen Kompass meist nicht wahr... alles wird übertönt von unseren Trieben, unseren Verletzungen. Von Hass, Enttäuschung, Begierden. Und davon lassen wir uns dann leiten. Und davon, also vom "Fleisch", werden wir immer wieder enttäuscht, weil es unsere innere Leere nicht füllen kann.

Für mich ist dieser innere Kompass gleichbedeutend mit dem "Heiligen Geist", und damit gleichbedeutend mit einem Teil Gottes in jedem von uns. Denn wir sind ja nicht nur Materie, sondern auch Geist. Und um die Freiheit dieses Geistes geht es, denke ich. Das ist das, woran wir uns orientieren sollten.

Viele Christen sehen das vollkommen anders. Die betrachten den Heiligen Geist als eine Art exclusiver Auszeichnung von Gott, der allein Christen vorbehalten ist. So eine Art Mitgliedsausweis. Jeder, der an Christus glaubt und damit einen Vertrag abschließt, bekommt einen zugeschickt, als Zeichen dafür, auserwählt zu sein.

Mir leuchtet diese Vorstellung nicht ein. Ich denke, das, was hier gemeint ist, ist jedem Menschen zugänglich und hat nichts mit Religion zu tun. Ich betrachte das auch ziemlich nüchtern und nicht wirklich religiös... aber jedem halt so wie er's braucht...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Lucan-7

Wenn Du Dir sicher bist , das Du die Wahrheit kennst . Gratulation .
Und keine Mutmaßung , die sich im Laufe der Zeit ändert je nach Bedingungen . Wenn Du damit zufrieden bist - woran ich leichte Zweifel habe - sorry .
Gruß

Sterbender

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @sterbender

Wenn Du Dir sicher bist , das Du die Wahrheit kennst . Gratulation .
Und keine Mutmaßung , die sich im Laufe der Zeit ändert je nach Bedingungen . Wenn Du damit zufrieden bist - woran ich leichte Zweifel habe - sorry .

Jede Erkenntnis ist prinzipiell vorläufig... bis sie durch eine Bessere ersetzt wird.

lucan-7 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 7662
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich sehe es als Nicht-Christ also anscheinend etwas positiver als du... sollte das nicht eigentlich umgekehrt sein, oder habe ich nur einfach keine Ahnung?

Dass du "keine Ahnung" hast, glaube ich nicht, aus zwei Gründen:
erstens hast du sehr gut dargelegt, worauf es ankommt - wenn ich dich da noch mal zitieren darf.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Nun bin ich, anders als manche extremen Christen, nicht der Ansicht dass Lust oder Ehrgeiz vollkommen zu verdammen sind... sie sind ein Teil von uns, aber wir sollten uns davon nicht beherrschen lassen. Sondern stattdessen dem Geist folgen. Darauf kommt es an.

Zweitens meine ich mich - aus einem früheren Thread zu erinnern, dass du mal Christ warst. Das, finde ich, kommt in manchen deiner Beiträge, wie auch in diesem, durch: dass du offensichtlich etwas mitbekommen und verstanden hast von dem, worauf es ankommt.

suzanne62 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @suzanne62

Dass du "keine Ahnung" hast, glaube ich nicht

Kommt wohl immer drauf an, wen man fragt 😉

Veröffentlicht von: @suzanne62

Zweitens meine ich mich - aus einem früheren Thread zu erinnern, dass du mal Christ warst.

Ich war mal ziemlich lange auf der Suche... aber ich denke nicht, dass ich wirklich Christ gewesen bin. Ich war zwar nahe dran und habe damals auch viel gebetet... aber ich hätte beispielsweise dem Glaubensbekenntnis nicht voll zustimmen können. Und das ist ja irgendwie der Punkt, der einen "echten" Christen ausmacht.

lucan-7 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 7662
Veröffentlicht von: @sterbender

Manchmal beneide ich andere um das Leben , das sie "ohne" Gott führen . Sie können das tuen was sie wollen , haben ein gutes Leben
mit Geld und Talenten , eine Familie etc.

Wenn ein Leben als Christ so schlecht ist, dass du diejenigen, die es nicht sind, beneidest - warum bist du dann Christ? Und warum sollte irgendjemand, der seine fünf Sinne beisammen hat, es dann deiner Meinung nach werden?
Am wenigsten verstehe ich den Teil mit der Familie - ist doch auch für Christen nicht verboten, eine zu haben.

Veröffentlicht von: @sterbender

wenn ich bedenke was ich alles bei dem was ich als Nachfolge angesehen aufgegeben habe bleibt nicht mehr viel übrig was ich vorzeigen könnte .

Klingt erschreckend. Und abschreckend. Wenn ich nicht schon Christin wäre (und die meiste Zeit bin ich es gerne), würde ich bei deinem Beitrag denken, dass man das besser bleiben lässt....

suzanne62 antworten
didimus
(@didimus)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 571
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn ich nicht schon Christin wäre (und die meiste Zeit bin ich es gerne), würde ich bei deinem Beitrag denken, dass man das besser bleiben lässt....

Naja, ganz so falsch ist das nicht. Wir haben halt gerade Glück, zur rechten Zeit und am rechten Ort zu leben.

Aber was war mit den ersten Christen? Stephanus - gesteinigt. Petrus - gekreuzigt. Jakobus - enhauptet. Paulus - gesteinigt, ausgepeitscht, verfolgt, enthauptet. Und so weiter.

Die haben alle für ein Leben als Christ Dinge aufgegeben, die angenehm waren und schlussendlich sogar ihr Leben.

Und ähnliches passiert zB im Iran heute noch. Oder in Nord Korea. Oder China.

Nur meine ich, dass sie das selbst als wertvoll angesehen hätten. Als "Siegespreis", wie Paulus schreibt.

didimus antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 7662
Veröffentlicht von: @didimus

Wir haben halt gerade Glück, zur rechten Zeit und am rechten Ort zu leben.

Das ist richtig, und es ist alles andere als selbstverständlich. Daher ist es mir wichtig, mich für Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit einzusetzen, solange dafür noch schlichte Zivilcourage reicht und kein Heldenmut nötig ist.

Veröffentlicht von: @didimus

Die haben alle für ein Leben als Christ Dinge aufgegeben, die angenehm waren und schlussendlich sogar ihr Leben.
Und ähnliches passiert zB im Iran heute noch. Oder in Nord Korea. Oder China.

Ehrlich gesagt: ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde.
Genau. In dem Beitrag von Sterbender klang das eher so, als wäre Christsein etwas ziemlich Trostloses.

Veröffentlicht von: @didimus

Nur meine ich, dass sie das selbst als wertvoll angesehen hätten. Als "Siegespreis", wie Paulus schreibt.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Suzanne62

Wer will schon gerne ein Sklave sein . Paulus hat sich jedenfalls so bezeichnet .
Interessant in dieser Hinsicht ist das , was Jesus für "Bedingungen" stellt , wenn ich ihm folgen will .
Er sagt . Wer mir folgen will tue das so und so .
Du kannst ja mal ein Bibelstudium machen .
Gruß

Sterbender

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 7662
Veröffentlicht von: @sterbender

Du kannst ja mal ein Bibelstudium machen .

Danke für den Tipp - da ich in unserer Gemeinde regelmäßig Dienst als Lektorin mache, lese ich auch die Bibel.
Nur komme ich bei der Lektüre der Bibel zu weniger deprimierenden Schlussfolgerungen.

Veröffentlicht von: @sterbender

Er sagt . Wer mir folgen will tue das so und so .

Jesus hat gar nicht von allen seinen Zuhörern verlangt, dass sie mit ihm im Land herumziehen. Die weitaus meisten sind, wenn er seine Reden beendet hatte, wieder in ihren eigenen Alltag, ihr eigenes Leben zurückgekehrt. Vielleicht haben ja einige von ihnen versucht, das Gehörte in ihrem Leben umzusetzen.
Du kannst ja selber auch mal ein "Bibelstudium" machen. Im besten Fall stellst du dabei fest, dass Lebensfreude und das Entfalten der eigenen Talente Gott keine Unehre machen und nicht verboten sind.

suzanne62 antworten


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