Hallo in die Runde!
Hallo ihr Lieben!
Ich bin neu hier, weil ich einen "geschützten Raum" suche und hoffe, ihn hier zu finden 🙂.
Ich bin Naturwissenschaftlerin, Mitte 40, verheiratet und habe 2 Kinder.
Ich bin katholisch aufgewachsen, hatte auch eine etwas religiösere Phase als Teenie, aber als ich zum Studieren von daheim ausgezogen bin, hatte sich das erledigt mit Kirche.
Ich habe immer an einen Gott geglaubt, aber nicht an den Gott der Bibel. Eher an einen Schöpfergott im Hintergrund, der Ursprung von allem. Der die Naturgesetze erschaffen hat, der den Funken des Lebens gezündet hat, der aber ansonsten im Hintergrund bleibt und sich nicht groß um seine Schöpfung kümmert. Es war kein personaler Gott. Ich habe nicht an Jesus geglaubt, geschweige denn an den heiligen Geist.
Vor ein paar Jahren kam dann der heilige Geist ganz unvermittelt über mich. Und seit dem - seit meiner Bekehrung - hat sich einfach alles geändert.
Ich hatte ein tolles Leben (jetzt ist es noch toller 😉), ich habe Ihn nicht vermisst und ich habe Ihn auch nicht gesucht. Deswegen weiß ich, dass das alles nicht nur Einbildung war.
Ich bin leidenschaftlich katholisch. Ich teile das katholische Eucharistieverständnis und die eucharistische Anbetung ist ein ganz wichtiger Teil meiner Spiritualität. Ich liebe das Sinnliche des Katholizismus. Ich liebe den Weihrauch, die Kerzen, ich liebe altkirchliche Riten, Psalmodie, das Stundengebet, die Kontemplation... mir geht das Herz dabei auf. Das alles hilft mir, Gott ganz nah zu sein und gleichzeitig meine Gotteserfahrungen in Bahnen zu lenken, so dass sie mich nicht zu sehr überwältigen.
Ich mag auch Lobpreis wahnsinnig gern, ein Nightfever würde ich um nichts in der Welt verpassen.
Ich bin eher konservativ und evangelikal. Die Bibel als Märchenbuch mit lediglich symbolischer Bedeutung zu betrachten, finde ich total absurd. Ich bin da eher ein Johannes-Hartl-Katholik 😉.
Mit Maria- und Heiligenverehrung kann ich persönlich nichts anfangen, aber wenn es anderen Menschen hilft, in Gottes Gegenwart zu kommen, ist das fein.
Auf die verschiedenen Konfessionen habe ich eine ganz eigene Sicht. Ich finde, sie eröffnen viele verschiedene Zugänge zu Gott. So wie mir das Katholische hilft, Ihm zu begegnen, kann es für andere Menschen etwas ganz anderes sein, das sie anderswo finden. Ich bin da völlig undogmatisch und betrachte meinen Weg zu Gott als einen unter vielen anderen auch. Das Wichtigste für mich ist, Christ zu sein, den dreifaltigen Gott zu bekennen und ihn anzubeten. Das Allerwichtigste.
Was ich mir wünsche:
Ich suche ein Forum, in dem ich mich mit anderen Christen austauschen kann. Ich möchte dabei als Christ nicht permanent von Atheisten beleidigt werden. Ich möchte auch nicht permanent Beleidigungen gegen Gott lesen müssen. Ich möchte aber genausowenig, dass mich andere Katholiken angreifen und mir den rechten Glauben absprechen, weil ich "erweckt" wurde, ihnen zu charismatisch und evangelikal bin und eine persönliche Beziehung zu Gott für mich oberste Priorität hat.
Tja. Sowas suche ich. Mal sehen, ob ich sowas ähnliches hier finde 😁.
Viele Grüße!
@suse Hallo Suse, herzlich willkommen! Ich bin ebenfalls katholisch. In erster Linie bin ich aber Christ. Die Konfession ist mir aber nicht so wichtig. Deshalb engagiere ich mich auch in der Ökumene. In jungen Jahren war ich im evangelischen Jugendkreis und später einige Jahre in einem freikirchtlichen Hauskreis.
Veröffentlicht von: @suseIch suche ein Forum, in dem ich mich mit anderen Christen austauschen kann. Ich möchte dabei als Christ nicht permanent von Atheisten beleidigt werden.
Ja, kenne ich. Ich habe von der Atheistenszene auch die Schnauze voll.
Sowas intolerantes, hetzendes, bewusst verletzendes, ausgrenzendes und diffamierendes habe ich nirgends anderst erlebt, auch nicht unter Muslimen.
Darf man fragen, welche Fachrichtung Naturwissenschaftlerin genau du bist?
Bei uns in der altkatholischen Kirche spielt Marienverehrung keine Rolle, aber mir ist sie inzwischen wichtig geworden, denn ich kenne das lateinamerikanische Marienbild, wo sie praktisch eine mächtige Nebengottheit geworden ist. Der Gegenentwurf zu dem stets unterwürfigen ewig leidenden demütig-stillen Weiblein der mitteleuropäischen Tradition.
Veröffentlicht von: @hopsingHallo Suse, herzlich willkommen!
Dankeschön 🙂.
Veröffentlicht von: @hopsingIn erster Linie bin ich aber Christ.
Ja, so sehe ich das auch 🙂.
Veröffentlicht von: @blackholeDarf man fragen, welche Fachrichtung Naturwissenschaftlerin genau du bist?
Ich bin Molekularbiologin und arbeite in der Entwicklung eines Pharmaunternehmens.
Veröffentlicht von: @blackholeBei uns in der altkatholischen Kirche spielt Marienverehrung keine Rolle, aber mir ist sie inzwischen wichtig geworden, denn ich kenne das lateinamerikanische Marienbild, wo sie praktisch eine mächtige Nebengottheit geworden ist.
Mit "Nebengottheit" hab ich erst Recht meine Probleme 😅.
Veröffentlicht von: @blackholeDer Gegenentwurf zu dem stets unterwürfigen ewig leidenden demütig-stillen Weiblein der mitteleuropäischen Tradition.
Dann müsste dir der Hymnus Akathistos gefallen, kennst du den?
Ein altkirchliches Marienlob und die älteste bekannte Mariendichtung, in den Ostkirchen immer noch sehr bekannt. Wir haben ihn schon gesungen. Wirklich unfassbar schön, sehr meditativ, geht fast ne dreiviertel Stunde.
Lies dir mal bei Wiki den Text durch (unter "Gebetsablauf"). Es werden vorallem gegen später wahnsinnig starke Bilder entwickelt.
"Sei gegrüßt, zu Grunde gehen lässt du die Verführer.
Sei gegrüßt, zertreten hast du den betrogenen Betrüger;
Sei gegrüßt, die vergötterten Abgötter hast du entthront.
Sei gegrüßt, du Meer, das verschlungen die Welt der Pharaonen;
Sei gegrüßt, du Fels, daran getrunken, die nach Leben dürsten.
Sei gegrüßt, Flammenzeichen, welches die Umnachteten geführt"
Auch schön:
"Sei gegrüßt, wie vor dem Donnergroll entsetzen sich die Feinde." 😁
Dieser Hymnus malt auch ein ganz anderes Bild von Maria als das aktuell-westeuropäische 😉.
@suse Gefällt mir sehr, was Sie geschrieben haben. Ich bin zur katholischen Kirche konvertiert, aber doch noch so lutherisch geprägt, daß die Heiligenverehrung, wenn sie nicht wörtlich genommen wird, eher hintenan steht - wobei ich inzwischen recht gern den Rosenkranz bete. Viel Glück bei Ihrer Suche. Ich war schon mal einige Jahre bei jesus.de, und ich muß sagen - damals war die Gefahr, von Atheisten beleidigt zu werden, auch nicht größer als die, von Leuten, die ich mal als Besserchristen bezeichnen möchte, angegangen zu werden.