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Evangelische Landeskirche - Gleichstellung und queerfreundliche Praxis

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Tojak
 Tojak
Themenstarter
Beiträge : 577

Gerade habe ich diesen Beitrag auf evangelisch.de gelesen.

https://www.evangelisch.de/inhalte/250009/27-11-2025/hannoversche-landeskirche-bessere-gleichstellung-und-queerfreundliche-praxis

Die hannoversche Landeskirche will demnach ihrem neuen Gleichstellungsgesetz Menschen in all ihrer geschlechtlichen Vielfalt ansprechen. Neben Frauen und Männern benennt es transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen. Usw. usw..

So etwas löst bei mir mittlerweile regelmäßig einen Austrittsimpuls aus. 

Damit ich nicht missverstanden werde: Ich habe jahrzehntelang in Berlin gelebt, lebe inzwischen in einer westdeutschen Großstadt. Queer-Personen gehören für mich seit Langem zur gesellschaftlichen Vielfalt, in meinem Bekanntenkreis gibt es eine Reihe davon, man akzeptiert sich als unterschiedlich, ansonsten läuft alles normal.

Und ich verabscheue Hetze gegen diesen Personenkreis wie z. B. von einem Bremer Pastor namens Latzel.

Aber die evangelische Kirche scheint LGBTI+ zu einem ihrer Interessenschwerpunkte erhoben zu haben, und das ist mir inzwischen und schon seit einiger Zeit zu viel geworden. Ich bin übersättigt davon. 

Klar, wenn mir das nicht passt, kann ich ja gehen und die Kirche wechseln.

Was haltet ihr davon? Wie nehmt ihr das von innen (EKD) oder von außen (andere Kirchen) wahr? 

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106 Antworten
neubaugoere
Beiträge : 18344

@tojak 

Veröffentlicht von: @tojak

Ich habe jahrzehntelang in Berlin gelebt

*rüberwinkt* 🙂

"Geschlechtergerechtigkeit in allen Arbeitsbereichen der Landeskirche" fördern und Diskriminierung und Queerfeindlichkeit entgegentreten. Ja. Gut. Über das "Wie" lässt sich streiten ...

Kommt bei mir nicht anders als der Staat rüber ... macht auch ein Gesetz nach dem anderen, ohne dass sich irgendwas Großartiges ändert. Ach doch. Es fördert Bürokratie. 😀 *kleinerScherz*

Jesus will, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Er lebt als die Liebe durch seinen Heiligen Geist unter uns. Wir sollen ihm nacheifern/nachfolgen ... Menschen lieben ... Wen? Ja, alle. Auch hier lässt sich über das "Wie" streiten ...

Um als Kirche alle anzusprechen, braucht es kein großes Brimborium aus meiner Sicht. Einfach nur Liebe. Standhaftigkeit. Mut etc., schlicht die Dinge, die es immer schon brauchte ... seit über 2000 Jahren schon. 

🤷‍♀️

neubaugoere antworten
2 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577
@neubaugoere

Kommt bei mir nicht anders als der Staat rüber ... macht auch ein Gesetz nach dem anderen, ohne dass sich irgendwas Großartiges ändert. Ach doch. Es fördert Bürokratie. 😀 *kleinerScherz*

Das ist leider nicht nur ein Scherz. Man einen Beauftragten, der sich zunächst einmal eine Datenbasis schaffen muss für das, wozu er beauftragt ist. Das geht über Abfragen bei Gemeinden, die dort irgendjemand beantworten muss. Aus den Daten und ihrer Interpretation wird sich normalerweise nicht ergeben, dass das Problem kleiner ist als vermutet, denn sonst hätte der Beauftragte über kurz oder lang keinen Job mehr.

Dann werden Mitarbeiter zu Schulungen eingeladen, die Gemeinden werden damit beauftragt, Konzepte zu entwickeln, wie die gewünschte Gleichstellung zu verwirklichen ist, und aufgefordert, regelmäßig über die Fortschritte in dieser Hinsicht zu berichten. Großer Druck wird nicht ausgeübt, es geht auch nicht wirklich weiter, aber die unerledigte Arbeit kommt immer wieder auf die Tagesordnung und macht ein schlechtes Gewissen.

Weil kein anderer da ist, trifft das oft ehrenamtliche Mitarbeiter und unter denen diejenigen, die so gutmütig sind, sich alles aufhalsen zu lassen.

Und zur gleichen Zeiten werden Gemeinden zusammengelegt, Pfarrer und Presbyterien müssen sich um Gebäudemanagement und Kirchenentwidmungen kümmern, sind einen Großteil ihrer Zeit mit Mangelverwaltung beschäftigt und laufen Gefahr, einen Burnout zu erleiden.

Mit deiner Parallele zu staatlichen Strukturen liegst du in mancher Hinsicht schon ganz richtig.

🙂 Tojak

tojak antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3336

@tojak Arbeitsbeschaffung. 
Es bestätigt meinen Gedanken, dass 'die Kirche' im Prinzip auch funktioniert wie ein Amt.

chai antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 5153

@tojak Ich bin nicht Teil dieser  Landeskirche. Ich mag dieses  Landeskirchenbashing in Internetforen nicht, die oft von Leuten geführt werden die aus persönlicher Erfahrung mit ihren Vorstellungen nicht übereingestimmt haben und ausgetreten sind. Du scheinst ja Mitglied einer Landeskirche zu sein.  Jede Landeskirche kann das für sich entscheiden. Ich erinnere mich  mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft und deren Gleichstellung in der Pfalz sind dort die Landeskirchlichen Gemeinschaften ausgetreten. Baden hat sich entschieden keine Gottesdienste für diese Leute zu machen. Bei der Ehe für Alle ist die Entscheidung knapp anders ausgefallen und mit der Einschränkung Pfarrer und Pfarrerinnen nicht zu Trauungen gleichgeschlechtlicher Paare zu zwingen.

Die Kirche in Hannover wird das auch als Mehrheitsentscheidung entschieden zu haben. Die Evangelischen Kirche sind eben demokratisch verfasst und nicht alle Entscheidungen treffen die Meinung aller.

 

jigal antworten
1 Antwort
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577
Veröffentlicht von: @jigal

Die Kirche in Hannover wird das auch als Mehrheitsentscheidung entschieden zu haben. Die Evangelischen Kirche sind eben demokratisch verfasst und nicht alle Entscheidungen treffen die Meinung aller.

 

Schon klar.

tojak antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 1169

@tojak 

Ich habe den Artikel gelesen und frage mich, was daran falsch oder unangemessen ist?

L'Chaim

awhler antworten
8 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577

@awhler 

Die Priorisierung des Themas.

tojak antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1169

@tojak 

Ich denke nicht, dass die Landeskirche(n) diese Frage so priosieren, als wäre es mittlerweile das Wichtigste - wer das vielfältige Engagement, die vielen Themenfelder und die ganze Bandbreite der Aktivitäten der Volks- und Landeskirchen, der Synoden und Kirchenleitungen und Gemeinden  im Blick hat, wird es summa summarum etwas gelassener (und zugleich als durchaus angemessen und dringlich) einordnen, denke ich.

L'Chaim

awhler antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5153

@awhler Ja ich denke auch die Ortsgemeinde hat ganz andere Probleme.  Da müssen die Probleme im Kindergarten gelöst werden. An den Gebäuden etwas gemacht werden. Wenn da jetzt jemand Seelsorge sucht ist das auch egal, wie sich diese Person sieht.

jigal antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577

@jigal 

Ich stimme zu. Mir ist es sogar so egal, dass ich es nicht auf die Nase gebunden haben möchte. Ausnahme: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

tojak antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577

@awhler 

Ich denke auch nicht, dass die Landeskirchen diese Frage als das Wichtigste priorisieren. Aus meiner Sicht priorisieren sie sie aber zu hoch. Nach meinem ebenso subjektiven und unmaßgeblichen Eindruck.

tojak antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5153

@tojak Es gibt sicher viele Leute dort die sagen, sie finden es auch nicht gut wenn man  0,1 % der Menschheit so hervorhebt.   Es scheint mir jetzt aber nicht so zu sein als wenn man queer ist der pefekte Arbeitsplatz die Kanzel einer evangelischen Kirche zu sein scheint.

jigal antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577

@jigal 

Auch für einen überwiegenden Teil der nicht-queeren Menschen ist die Kanzel einer evangelischen Kirche nicht der perfekte Arbeitsplatz. 🙂 

tojak antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5153

@tojak Ja sicher, aber es betrifft mich nicht. Meine Pfarrerin ist heterosexuell.

Plakate in Gymnasien, bis du queer,  werde Seelsorgeperson sind unwahrscheinlich.

Ein Freund von mit hat eine homosexuelle Pfarrerin und sagt. Was sie im Bett macht ist ihre Sache. Die Predigten sind gut und wenn im Ort was los ist findet man sie dort auch. Also die Zeiten wo so was nur im Pfarrhaus der Großstadt und der damit verbundenen Anonymität möglich war sind ja vorbei.

Ich weiß nicht was das für die zitierte Landekirche bedeutet.  Ich weiß ja gar nicht was queer überhaupt ist, sind das die, die nicht wissen was sie sind?

Früher hat man das ja nach ner durchzechten Nacht gesagt, oder wenn einer verprügelt wurde. Er weiß nicht mehr ob er Männlein oder Weiblein ist.

jigal antworten


Lucan-7
Beiträge : 27009

@tojak 

Aber die evangelische Kirche scheint LGBTI+ zu einem ihrer Interessenschwerpunkte erhoben zu haben, und das ist mir inzwischen und schon seit einiger Zeit zu viel geworden. Ich bin übersättigt davon.

Das kann ich teilweise nachvollziehen. Denn eigentlich sollte es ja gar nicht darum gehen, LGBTQ+ Themen in den Vordergrund zu stellen oder diese Leute besonders zu berücksichtigen, sondern sie einfach nur als gleichwertig zu respektieren. Die wollen halt ihr Leben leben wie andere Leute auch, das sollte in einer freien Gesellschaft kein Problem sein, also fertig, muss man nicht weiter drüber reden.

Leider wird LGBTQ, was ja eigentlich ein ganz privates Thema sein sollte, das niemanden sonst etwas angeht, regelmäßig politisiert. Und obwohl das Thema gar nicht in die Politik gehört, weil Homosexualität oder Transidentität nichts damit zu tun hat, ob man nun links oder konservativ ist oder welcher Religion man angehört, wird das Thema immer wieder aufgegriffen, weil es so schön emotional ist und man damit Aufmerksamkeit generieren kann. Und man kann damit politische Identifikation schaffen, was zwar völliger Quatsch ist, aber leider trotzdem überall auf der Welt gemacht wird.

Und so wird man regelrecht gezwungen, zu dem Thema Stellung zu beziehen, auch wenn es einen gar nicht interessiert. Weil es inzwischen ein Indikator dafür ist, wie frei ein Land für seine Bewohner tatsächlich ist.

Mir wäre es auch lieber, man hätte sich in der Politik für ein anderes Thema entschieden. Wo man politisch steht sollte sich etwa an wirtschaftlichen Fragen, der Umwelt- oder der Aussenpolitik festmachen - nicht daran, wie man zur Sexualität einer Minderheit steht. Ich meine, was soll der Quatsch?

 

Aber leider... es ist halt ein Indikator, und man kommt deshalb kaum herum. Weil es eben auch ein politisches Signal ist, ob man das jetzt will oder nicht...

 

lucan-7 antworten
55 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577
Veröffentlicht von: @lucan-7

Leider wird LGBTQ, was ja eigentlich ein ganz privates Thema sein sollte, das niemanden sonst etwas angeht, regelmäßig politisiert. Und obwohl das Thema gar nicht in die Politik gehört, weil Homosexualität oder Transidentität nichts damit zu tun hat, ob man nun links oder konservativ ist oder welcher Religion man angehört, wird das Thema immer wieder aufgegriffen, weil es so schön emotional ist und man damit Aufmerksamkeit generieren kann. Und man kann damit politische Identifikation schaffen, was zwar völliger Quatsch ist, aber leider trotzdem überall auf der Welt gemacht wird.

Und so wird man regelrecht gezwungen, zu dem Thema Stellung zu beziehen, auch wenn es einen gar nicht interessiert. Weil es inzwischen ein Indikator dafür ist, wie frei ein Land für seine Bewohner tatsächlich ist.

Mir wäre es auch lieber, man hätte sich in der Politik für ein anderes Thema entschieden. Wo man politisch steht sollte sich etwa an wirtschaftlichen Fragen, der Umwelt- oder der Aussenpolitik festmachen - nicht daran, wie man zur Sexualität einer Minderheit steht. Ich meine, was soll der Quatsch?

 Aber leider... es ist halt ein Indikator, und man kommt deshalb kaum herum. Weil es eben auch ein politisches Signal ist, ob man das jetzt will oder nicht...

 

Ja es ist ein aufmerksamkeitsheischendes Thema. Früher hat schon Homosexualität als Aufreger gereicht, heute braucht man stärkere Mittel, zurzeit konkret Transsexualität, als Bürgerschreck. Und die kann auch nicht einfach eine Neigung sein und bleiben, sondern wird als Identität definiert.

Es geht um Interessenvertretung von Gruppen, und da Politik für mich in erster Linie Interessenvertretung ist, ist das für mich politisch.

Man kommt vielleicht nicht darum herum, aber man kann andere Dinge für wichtiger halten und mit seiner Aufmerksamkeit bewusst umgehen.

 

tojak antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@tojak 

Früher hat schon Homosexualität als Aufreger gereicht, heute braucht man stärkere Mittel, zurzeit konkret Transsexualität, als Bürgerschreck. Und die kann auch nicht einfach eine Neigung sein und bleiben, sondern wird als Identität definiert.

Transsexualität ist ja auch ein irreführender Begriff, weil es ja um Identität geht und nicht um Sexualität. Deshalb ja "Transidentität".

Und das Thema ist schon lange durch. Die Sache wurde ja nun wirklich untersucht und erforscht, es gibt da verschiedene Nuancen, gelegentlich gibt es auch Irrtümer. Aber das ist ein medizinisches Phänomen, da geht es um die Betroffenen und die Fachleute, die ihnen helfen können.

 

Es geht um Interessenvertretung von Gruppen, und da Politik für mich in erster Linie Interessenvertretung ist, ist das für mich politisch.

Sicher, das auch. Genau so wie es auch um die Interessen von Lehrern oder Rentnern geht. In diesem Fall geht es um Papiere und Kostenübernahmen und welchen Namen eine Behörde in ein Dokument eintragen soll. Darüber kann man diskutieren und Fachausschüsse sollen sich damit befassen, eine Empfehlung abgeben, und dann ist das auch irgendwann durch.

Aber dann haben plötzlich Rechtspopulisten das Thema für sich entdeckt und festgestellt, dass sich so eine andersartige Minderheit doch ganz vorzüglich für Hass und Hetze anbietet. Natürlich alles im Namen der Kinder, versteht sich.

Und plötzlich müssen sich dann Menschen rechtfertigen und erklären, dass sie die Ausgrenzung, den Hass, den Verlust der Familie, die Selbstmordversuche, den Jobverlust, die abschätzigen Blicke, Hormonbehandlungen und radikale Operationen allein zu dem Zweck auf sich genommen haben, sich heimlich in Damentoiletten schleichen zu können, um dort Frauen zu belästigen... ja klar, das wird's wohl sein, dafür macht man so was...

Und dank dieser Anfeindungen und Horrorgeschichten, die immer wieder in neuen Varianten verbreitet werden muss sich die Gesellschaft und die Politik tatsächlich immer wieder damit befassen.

Und je mehr die Leute von dem Thema genervt sind, desto mehr können die Rechtspopulisten ihren Erfolg feiern, weil sie ja genau das beabsichtigt haben... so können sie ungestört weiter ihre Hetze unters Volk bringen.

Und ja, das nervt mich auch... sehr sogar. 

Aber es sind nicht die Leute, die sich für die Freiheit einsetzen - sondern jene, die immer wieder Öl ins Feuer giessen und diese Aktionen immer wieder notwendig machen.

 

lucan-7 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577
Veröffentlicht von: @lucan-7

@tojak 

Transsexualität ist ja auch ein irreführender Begriff, weil es ja um Identität geht und nicht um Sexualität. Deshalb ja "Transidentität".

Stimmt! Der Hinweis ist wichtig. "Transgender" oder "Transidentität" wäre richtig. Das ist inhaltlich etwas ganz anderes. 

Da bin ich selbst auf etwas hereingefallen, das ich immer kritisiere, die vermischte Verwendung von biologischem ("sex") und sozialem ("gender") Geschlecht.

Das Selbstbestimmungsgesetz geht meiner Meinung nach zu weit hinsichtlich der Geschlechtseintragung im Personenstandsregister und im Pass. Hier hat gedanklich genau diese Ersetzung des unveränderlichen biologischen Geschlechts durch das Gender stattgefunden.

Der rechtsextreme Rollback, der seit einiger Zeit in Europa und Amerika stattfindet, ist indiskutabel und gefährlich. Ich weiß, dass hier unter LGBTIQ-Menschen Ängste (auch für Leib und Leben) bestehen, die zum Teil durchaus konkrete Hintergründe haben. Hier ist Solidarität und Schutz für diese gefährdete Personengruppe notwendig.

 

tojak antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@tojak 

Das Selbstbestimmungsgesetz geht meiner Meinung nach zu weit hinsichtlich der Geschlechtseintragung im Personenstandsregister und im Pass. Hier hat gedanklich genau diese Ersetzung des unveränderlichen biologischen Geschlechts durch das Gender stattgefunden.

Ich denke, hier wurde zu einseitig die Sicht der Betroffenen berücksichtigt, für die das Gesetz natürlich optimal ist - aber es wurde halt nicht bedacht, was sich damit auch für Unsinn anstellen lässt. Auch wenn das am Ende nur sehr wenige Leute sind, die das Gesetz für andere Zwecke missbrauchen.

Das ist halt so ähnlich wie beim Bürgergeld. Das ist ja auch eine gute Sache für Menschen, die in Not geraten - bietet dann aber auch Möglichkeiten für andere Leute, die versuchen das Ganze zu missbrauchen und abzukassieren. Und da muss man dann halt auch sehen, dass die Sache so formuliert wird, dass möglichst nur die Leute profitieren, für die das Gesetz auch gedacht ist.

 

Der rechtsextreme Rollback, der seit einiger Zeit in Europa und Amerika stattfindet, ist indiskutabel und gefährlich. 

Das steht in der Tat Rassismus und Antisemitismus in nichts nach... mit den gleichen tödlichen Folgen.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Und dank dieser Anfeindungen und Horrorgeschichten, die immer wieder in neuen Varianten verbreitet werden muss sich die Gesellschaft und die Politik tatsächlich immer wieder damit befassen.

Manche Horrorgeschichten sind längst wahr geworden. Zum Beispiel dass vorbestrafte Pädophile, verkleidet als Dragqueens, Kindern Bücher vorlesen. Das ganze auch noch mit Steuermitteln gefördert.

Genau solche Entwicklungen sind der Grund, weshalb immer mehr Lesben und Schwule (LGB) nicht mehr in einem Atemzug mit TQ genannt werden möchten. Auch "klassische" Transmenschen wie eine Valerie Wilms kritisieren die aktuelle Entwicklung.

Ein sehr lesenswerter Artikel erschien gerade in Cicero:
https://www.cicero.de/kultur/padophilie-und-politik-lgbtq-trans-parka

Ein Zitat daraus:

So erklärt eine der bekanntesten Feministinnen Großbritanniens, Julie Bindel, „dass ‚Minor Attracted Persons‘ (MAPs), ein beschönigender Begriff für Pädophile, von Queer-Aktivisten in die immer größer werdende Regenbogenflagge aufgenommen wurden“. Und sie stellt klar: „Als Lesbe möchte ich nicht mit ‚Minor Attracted Persons‘ in einen Topf geworfen werden, die natürlich die neueste Ergänzung dieser Regenbogenkoalition sind und ‚Kinderschänder‘ bedeuten.“ Ebenso gründeten sich vor einiger Zeit in den USA die Gays against Groomers, eine Organisation von „Schwulen, Lesben und anderen Mitgliedern der Gemeinschaft, die sich gegen die Sexualisierung, Indoktrinierung und Verstümmelung von Kindern unter dem Deckmantel radikalen ‚LGBTQIA+-Aktivismus einsetzen“. Sie ergänzen: „Wir wollen nichts mit einer Regenbogenfahne zu tun haben. Die Fahne wurde von regelrechten Pädophilen gekapert.“

Zu den Pädophilen werden im Artikel Beispiele angeführt, die zeigen, dass es hier nicht nur um ein paar wenige Einzelfälle geht.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Manche Horrorgeschichten sind längst wahr geworden. Zum Beispiel dass vorbestrafte Pädophile, verkleidet als Dragqueens, Kindern Bücher vorlesen. Das ganze auch noch mit Steuermitteln gefördert.

Du schreibst hier in Mehrzahl... mir ist da nur ein Fall bekannt.

Aber wie du ganz richtig schreibst: "Als Dragqueen verkleidet...". Denn es geht hier um einen Pädophilen. Genau so wie es auch Fälle von pädophilen Politikern, pädophilen Kindergärtnern, Bauarbeitern, Lehrern oder Ärzten gibt.

Würde man deshalb aber Politiker, Kindergärtner, Bauarbeiter, Lehrer oder Ärzte unter Generalverdacht stellen...? Wohl kaum. 

Warum soll man das jetzt aber mit Dragqueens tun? Gibt es da einen direkten Zusammenhang zwischen "Pädophilie" und "Dragqueen"? Das hättest du vermutlich gern...

Denn es gibt wohl eine Menge Leute, die einen solchen Zusammenhang gerne herstellen wollen... weil es halt so schön passt, wenn man schon Vorurteile hat, nicht wahr?

Es gibt übrigens auch pädophile Juden. So rein statistisch gesehen, weil es nun einmal leider in jeder Gesellschaft auch Pädophile gibt. Und das heisst, wir müssen jetzt auch gegen Juden... oder lassen wir das jetzt lieber...?

Genau.

 

Ein sehr lesenswerter Artikel erschien gerade in Cicero:
https://www.cicero.de/kultur/padophilie-und-politik-lgbtq-trans-parka

Ein Artikel, der von einer "Trans-Ideologie" spricht und für die "Meinungsfreiheit"gegenüber der LGBTQ+ Bewegung eintritt, um denen unterstellen zu dürfen, dass sie auch Pädophile mit einschließen wollen... ja, klar doch. Mehr rechtspopulistische Propaganda geht wohl nicht.

Gelegentlich gibt es tatsächlich Pädophile, die versuchen ihre Neigungen irgendwie politisch zu rechtfertigen, wie es ja auch bei den Grünen Anfang der 80er der Fall war.

Sobald das jedoch irgendwie öffentlich werden sollte würde durch alle Medien ein derartiger Shitstorm rauschen, dass die Verantwortlichen gar nicht so schnell laufen können wie sie die Sache einholen würde...

Was du hier propagierst ist eine typische Hetze, die versucht Homosexualität und Transidentität irgendwie mit Pädophilie in Verbindung zu bringen, weil man damit den rechten Hass besser verkaufen kann.

Etwas mehr sachliche Information wäre da angemessen.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Solange Dragqueens in Clubs vor Erwachsenen auftreten, habe ich damit kein Problem. Das gibt es schon seit Jahrzehnten. War nie mein Ding, aber wem sowas gefällt, bitte.

Aber kannst du mir mal sagen, weshalb die jetzt dauernd Kindern was vorlesen müssen? Wer denkt sich sowas aus und wozu soll das gut sein? Kinder lernen dadurch keinen transidenten Menschen kennen, mit dem sie sich identifizieren können, falls das die Absicht sein sollte. Sie sehen einen Mann, der die Karikatur einer Frau verkörpert und zwar auf eine sehr sexualisierte Weise.

Ich weiß nicht, was du von Jan Böhmermann hältst, aber er argumentiert genau so wie du:

Jan Böhmermann kritisierte in der Kochshow dann die seiner Meinung nach stattfindende „Re-Politisierung“ von Drag-Lesungen durch rechtspopulistische Politiker und Medien. Travestie-Duos wie etwa Mary & Gordy seien doch in den Achtzigern und Neunzigern populär und auch im TV zu sehen gewesen, nun ereigne sich einen Art „Rollback“. „Jurassica Parka“ stimmte ihm uneingeschränkt zu: „Natürlich lesen Dragqueens keine Kinderbücher vor, weil sie Kinder geil finden.“ Er sei selbst bald zu einer solchen Lesung eingeladen und bereits sehr gespannt.

Dann führte O. noch aus: „Ich habe mit Kindern nicht so viele Berührungspunkte, ich bin ein sehr homosexueller Mann.“

Quelle

Jurassica Parka alias Mario O., der sich als vorbestrafter Pädophiler entpuppte, argumentierte genau so. Als Homosexueller habe er doch mit Kindern nichts am Hut. Sowas würden sich nur Rechtspopulisten ausdenken. Aber klar doch.

Im Cicero-Artikel werden Pädophile bzw. Kinderschänder in den Führungsriegen von Organisationen genannt, die speziell Kinder oder Jugendliche addressieren. Also ich finde das alarmierend. Besonders dass man da oft nicht so genau hinschaut, denn LGBTQ+ sind ja von Haus aus die Guten, weil Opfer.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Aber kannst du mir mal sagen, weshalb die jetzt dauernd Kindern was vorlesen müssen?

"Dauernd"? Ja klar, hier im Ort an den Schulen und Kindergärten geben sich die Dragqueens die Klinke in die Hand, jeden Tag aufs neue... die Regierung hat beschlossen, den Lehrermange jetzt durch Dragqueens zu kompensieren, gibt ja jetzt genügend, nachdem so viele Kinder frühsexualisiert wurden... die Straßen sind ja voll davon...

Ach, nein... du meinst vermutlich die zwei, drei Fälle, die durch die Medien gingen? Das ist jetzt also eine dauerhafte Einrichtung...?

 

Kinder lernen dadurch keinen transidenten Menschen kennen, mit dem sie sich identifizieren können, falls das die Absicht sein sollte.

Nein, das tun sie in der Tat nicht. Weil Dragqueens in der Regel nicht transident sind (Es gibt allerdings auch weibliche Dragqueens... also echte Frauen, die sich wie Dragqueens kleiden, nicht  transident). Und es geht auch nicht um Identifikation... wenn jemand als Fee oder Clown verkleidet etwas vorliest, dann müssen sich die Kinder ja auch nicht damit identifizieren, oder?

 

Sie sehen einen Mann, der die Karikatur einer Frau verkörpert und zwar auf eine sehr sexualisierte Weise.

Die "sexualisierte Weise" spielt sich in erster Linie in den Köpfen der Zuschauer ab, und das sagt mehr über die Zuschauer aus, als über Dragqueens... so lange die da nicht explizit über Sex reden (Und warum sollten sie das tun? Sie lesen etwas vor!) spielt sich in den Köpfen der Kinder nur das ab, was Kinder halt so denken... die schmutzigen Phantasien stammen von Erwachsenen, die da alles mögliche hineininterpretieren, auf das Kinder überhaupt nicht kommen würden.

 

Jurassica Parka alias Mario O., der sich als vorbestrafter Pädophiler entpuppte, argumentierte genau so. Als Homosexueller habe er doch mit Kindern nichts am Hut. Sowas würden sich nur Rechtspopulisten ausdenken. Aber klar doch.

Ein Pädophiler lügt über seine Pädophilie... wer hätte das wohl gedacht...?

Und was hat das jetzt mit Dragqueens zu tun, abgesehen von deinen Vorurteilen?

 

Im Cicero-Artikel werden Pädophile bzw. Kinderschänder in den Führungsriegen von Organisationen genannt, die speziell Kinder oder Jugendliche addressieren. Also ich finde das alarmierend.

Dann haben die ja hoffentlich auch Anzeige erstattet, damit Polizei und Justiz ihre Arbeit machen können, richtig? Denn sonst würden die sich ja mitschuldig machen.

Es sei denn, sie wollen einfach mal ein bißchen Hetze betreiben, und am Ende ist da gar nichts dran... tja...

Wieviele Anzeigen gab es da schon?

Oder ist das alles mal wieder eine große Verschwörung?

 

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Ach, nein... du meinst vermutlich die zwei, drei Fälle, die durch die Medien gingen? Das ist jetzt also eine dauerhafte Einrichtung...?

Die "Drag Story Hours" finden seit 10 Jahren statt, hauptsächlich in den USA und England und seit ein paar Jahren auch in Deutschland. Scheint also eine dauerhafte Einrichtung zu sein.

Und es geht auch nicht um Identifikation...

Sondern?

Die "sexualisierte Weise" spielt sich in erster Linie in den Köpfen der Zuschauer ab, und das sagt mehr über die Zuschauer aus, als über Dragqueens...

Ja, Kinder wissen vermutlich noch nicht, was "Big Clit" bedeuten soll. Da hast du recht.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Die "Drag Story Hours" finden seit 10 Jahren statt, hauptsächlich in den USA und England und seit ein paar Jahren auch in Deutschland. Scheint also eine dauerhafte Einrichtung zu sein.

Hier und da, ja. Ich sehe hier jedenfalls keine Dragqueens an den Schulen. Und ich kenne eine Menge Schulen.

 

Sondern?

Es geht um Dragqueens, die vorlesen. 

 

Ja, Kinder wissen vermutlich noch nicht, was "Big Clit" bedeuten soll. Da hast du recht.

Wenn jemand Kinder mit solchen Begriffen konfrontiert, dann sollte man ihn aus solchen Veranstaltungen ausschließen. Gibt ja Grenzen, die man setzen kann.

Als Dragqueen muss man nicht vulgär sein. Falls doch, dann sind Kinder das falsche Publikum.

 

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Ich sehe hier jedenfalls keine Dragqueens an den Schulen.

Diese Lesungen finden nicht nur an Schulen statt, sondern in Stadtbibliotheken und Kultureinrichtungen oder als Kinderprogramm beim Drag-Sommerfest in Berlin.

Es geht um Dragqueens, die vorlesen.

Und meine Frage war, wozu das gut sein soll.

Wenn jemand Kinder mit solchen Begriffen konfrontiert, dann sollte man ihn aus solchen Veranstaltungen ausschließen. Gibt ja Grenzen, die man setzen kann.

Als Dragqueen muss man nicht vulgär sein. Falls doch, dann sind Kinder das falsche Publikum.

Ich gehe nicht davon aus, dass Dragking "Eric Big Clit" oder Dragqueen "Tessa Testicle" Kindern etwas über Klitoris und Hoden erzählen. Leute, die unter solchen Namen bekannt sind, sollte man meines Erachtens aber nicht auf Kinder loslassen.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Diese Lesungen finden nicht nur an Schulen statt, sondern in Stadtbibliotheken und Kultureinrichtungen oder als Kinderprogramm beim Drag-Sommerfest in Berlin.

Ja und? Was willst du jetzt damit sagen?

Und meine Frage war, wozu das gut sein soll.

Wozu soll es gut sein, dass ein grell geschminkter Mann (Clown) vor Kindern ein total absurdes Verhalten zeigt? Lernen die Kinder dadurch irgendwas?

Manches ist einfach nur Unterhaltung - und nicht mehr!

Ich gehe nicht davon aus, dass Dragking "Eric Big Clit" oder Dragqueen "Tessa Testicle" Kindern etwas über Klitoris und Hoden erzählen. Leute, die unter solchen Namen bekannt sind, sollte man meines Erachtens aber nicht auf Kinder loslassen.

Da stimme ich zu. Keine Ahnung, wer da dergleichen veranlasst hat oder ob die Künstler unter diesen Namen vor den Kindern aufgetreten sind... aber da gibt es natürlich Grenzen, keine Frage.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Ja und? Was willst du jetzt damit sagen?

Was wolltest du mir denn damit sagen: "Ich sehe hier jedenfalls keine Dragqueens an den Schulen."?

Manches ist einfach nur Unterhaltung - und nicht mehr!

Aber klar doch.

aber da gibt es natürlich Grenzen, keine Frage.

Die immer wieder überschritten werden.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Was wolltest du mir denn damit sagen: "Ich sehe hier jedenfalls keine Dragqueens an den Schulen."?

Dass deutsche Schulen nicht von Dragqueens überrant werden. Oder was immer du da auch befürchten magst. Das sind Einzelfälle.

Die immer wieder überschritten werden.

Wenn keiner protestiert scheint sich auch keiner dran zu stören. Wenn aber Eltern dagegen protestieren, dann sollte das Konzept überdacht werden.

Also genau so wie bei anderen Veranstaltungen auch. Wo ist da jetzt das Problem?

 

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3336
Veröffentlicht von: @lucan-7

@miss-piggy 

Was wolltest du mir denn damit sagen: "Ich sehe hier jedenfalls keine Dragqueens an den Schulen."?

Dass deutsche Schulen nicht von Dragqueens überrannt werden. Oder was immer du da auch befürchten magst. Das sind Einzelfälle.

Nun ja - auch Einzelfälle sind Fälle. 

Die immer wieder überschritten werden.

Wenn keiner protestiert scheint sich auch keiner dran zu stören.
Wenn aber Eltern dagegen protestieren, dann sollte das Konzept überdacht werden. 

Erstens kriegen Eltern nicht immer alles mit; zweitens stören sich vielleicht nicht alle Eltern daran. 
Drittens protestieren Eltern auch nicht immer, wenn sie was stört, weil sie nicht ständig als Querulanten gelten wollen.
Und viertens haben sie vielleicht grad an diesem Punkt Bedenken, was zu sagen, weil das halt ein Thema ist, wo man schnell in der rechten Ecke steht. Da meldet man dann eher sein Kind krank.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@chai 

Und viertens haben sie vielleicht grad an diesem Punkt Bedenken, was zu sagen, weil das halt ein Thema ist, wo man schnell in der rechten Ecke steht. Da meldet man dann eher sein Kind krank.

Ja, immer diese Jammerei, dass man ja gar nichts rechtsradikales mehr sagen darf, ohne gleich als rechtsradikal zu gelten...

Ich habe doch geschrieben, dass ich bei bestimmten Worten auch der Meinung bin, dass das vor Kindern zu weit geht. Und wenn eine Dragqueen sich einen anzüglichen Künstlernamen gibt, dann soll sie entweder unter einem anderen Namen auftreten oder die Darstellung ist dann eben nicht für Kinder geeignet. Man muss ja nicht jeden Mist im Namen der Kunstfreiheit durchziehen.

Das kann auch jeder ganz sachlich so mitteilen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass man dafür gleich "in die rechte Ecke" gestellt wird.

Es sei denn, man zieht hier völlig vom Leder gegen die "Perversen", die die Kinder "frühsexualisieren" wollen und haut mit rechtspopulistischen Kampfbegriffen um sich... DANN darf man sich aber auch nicht wundern, in welcher Ecke man da landet!

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@lucan-7 Es geht um die sachliche Aussage, dass ich das auch nicht wollte, dass meine Kinder (kommt ja auch aufs Alter drauf an) mit diesen Themen konfrontiert werden. 

(Und nebenbei - meine Kinder sind aus dem Alter raus. Irgendwie bin ich froh drum, dass die Elternabendzeit vorbei ist.)

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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@chai 

Es geht um die sachliche Aussage, dass ich das auch nicht wollte, dass meine Kinder (kommt ja auch aufs Alter drauf an) mit diesen Themen konfrontiert werden. 

Allein das ist schon keine sachliche Aussage mehr, wenn man verallgemeinert von "diesen Themen" spricht, ohne dabei genau zu unterscheiden, was man denn nun eigentlich meint.

Drag Queens haben mit LGBTQ nur dann etwas zu tun, wenn sie selbst homosexuell oder transident sind - was allerdings recht häufig der Fall ist, deshalb sieht man sie ja auch oft in diesem Zusammenhang.

Aber streng genommen ist es eine Kunstform, die auch für sich alleine stehen kann, ausserhalb von LGBTQ. Das wird nur von vielen nicht so wahrgenommen.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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@lucan-7 

Was du hier propagierst ist eine typische Hetze, die versucht Homosexualität und Transidentität irgendwie mit Pädophilie in Verbindung zu bringen

Das Gegenteil ist der Fall.

Ich solidarisiere mich hier mit Homosexuellen und Transmenschen, die sich gegen die Öffnung des Regenbogens für "Minor Attracted Persons" zur Wehr setzen.

Und die sich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor übereilten medizinischen Eingriffen ohne ausreichende Beratung und Bedenkzeit aussprechen.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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@miss-piggy 

Das Gegenteil ist der Fall.

Ich solidarisiere mich hier mit Homosexuellen und Transmenschen, die sich gegen die Öffnung des Regenbogens für "Minor Attracted Persons" zur Wehr setzen.

Und die sich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor übereilten medizinischen Eingriffen ohne ausreichende Beratung und Bedenkzeit aussprechen.

Das IST Hetze.

Denn es geht hier um die Verbindung von LGBTQ zu Pädophilie. Das ist es, was beim Leser hängenbleiben soll. 

Und transidente Menschen setzen sich selbstverständlich dafür ein, dass auch Jugendliche eine entsprechende Behandlung bekommen können - das ist ja schließlich das, was ihnen selbst am Besten hilft.

Dass man dabei genau acht geben muss, ob wirklich eine Transidentität vorliegt ist natürlich selbstverständlich.

Aber du beschreibst hier Personen, die sich als Feigenblatt für rechtsradikale Propaganda zur Verfügung stellen, indem sie bereitwillig den Kinderschutz gegen die persönliche Freiheit ausspielen, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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@lucan-7 

Denn es geht hier um die Verbindung von LGBTQ zu Pädophilie. Das ist es, was beim Leser hängenbleiben soll.

Mir geht es darum: Man konnte bereits in den 90ern als homosexueller Mensch sein Leben so leben, wie man wollte. Es war größenteils akzeptiert, man musste sich nicht verstecken, auch im Beruf nicht. Im Grunde war alles erreicht. Transmenschen gab es auch schon und sogar Regenbogen-Familien. Das war alles kein großes Ding mehr.

Und dann hat man die Sache überdreht. Es wurde penetrant und es geht mittlerweile vielen nur noch auf die Nerven, dass alles queer sein muss, egal ob im Fußball oder sonstwo. Queer ist sowieso eine undefinierbare Kategorie, die alles und nichts bedeuten kann und mit der "herkömmliche" Homosexuelle nicht viel anfangen können.

Und das Transthema ist leider komplett gekippt. Ich denke es gibt immer noch viele Transmenschen, die einfach ihr Leben in Ruhe leben wollen. Aber es gibt jetzt auch die Problematik, dass Frauen sich benachteiligt oder nicht mehr sicher fühlen und das liegt nicht an "klassischen" Transfrauen wie Valerie Wilms. Sondern eher an diesen autogynophilen Männern.

miss-piggy antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@miss-piggy Ich hab den Eindruck, Du hast Dich intensiv mit dem Thema beschäftigt. 

Und so aus dem Bauch raus stimme ich Dir einfach mal zu. 
Im Prinzip ist es die Überbetonung dieses Themas, das den Menschen auf den Wecker geht. 
Und es scheint mir auch so, dass zwar ständig von 'queer' die Rede ist, aber keiner so genau weiß, was das ist. Außer eben, dass es nicht 'einfach' heterosexuell ist. 

chai antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
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@chai 

Ja, diese Themen beschäftigen mich schon lange. Ich glaube, dass es durchaus Lobbygruppen gibt, die langfristige Strategien verfolgen und von denen manche (!) nichts Gutes im Schilde führen. Von diesen muss man sich klar distanzieren.

Man muss nur mal versuchen sich vorzustellen, wie Pädophile vorgehen würden, um an Kinder ranzukommen und um irgendwann sogar eine Straffreiheit für ihre perversen Taten zu erwirken.

Anscheinend sind viele Menschen, auch Politiker, viel zu naiv, um sich das vorstellen zu können. Und natürlich will keiner gegen Vielfalt und Toleranz sein und in die rechte Ecke gestellt werden.

Aktuell wird z.B. diskutiert, ob die "sexuelle Identität" ins Grundgesetz aufgenommen werden soll. Je nachdem, wie das ausgelegt wird, könnten sich auch Pädophile irgendwann darauf berufen. Damit stellen wir uns selbst ein Bein.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@miss-piggy 

Ja, diese Themen beschäftigen mich schon lange. Ich glaube, dass es durchaus Lobbygruppen gibt, die langfristige Strategien verfolgen und von denen manche (!) nichts Gutes im Schilde führen. Von diesen muss man sich klar distanzieren.

Man muss nur mal versuchen sich vorzustellen, wie Pädophile vorgehen würden, um an Kinder ranzukommen und um irgendwann sogar eine Straffreiheit für ihre perversen Taten zu erwirken.

Und wie siehst du die Chancen dafür, dass sich so etwas in der Bevölkerung etablieren könnte?

Wer auch immer heutzutage als pädophil erkannt wird ist weg vom Fenster. Das wird nirgendwo akzeptiert. Kein Betrieb stellt Pädophile ein, niemand möchte neben Pädophilen wohnen. Die einzige Chance die so ein Mensch hat, ist wegzuziehen und hoffen, einen Ort zu finden an dem er nicht erkannt wird.

Deswegen habe ich dir ja gesagt, dass es sich hier um eine Strategie der Rechtspopulisten handelt, LGBTQ in diese Nähe zu rücken und den Leuten Angst zu machen, dass deren Aktivisten sich eines Tages auch für Pädophile stark machen könnten.

Das ist aber eine Unterstellung, die aus politischen Gründen vorangetrieben wird, nicht weil sich das in der Realität wieder finden würde. Das ist ein Spiel  mit der Angst. Und dass das funktioniert sieht man ja an deinen Aussagen.

Du schreibst, du hast dich damit "schon lange" beschäftigt. Aber vermutlich nicht intensiv genug, wenn du diese Strategien nicht durchschaust.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
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@lucan-7 

Und wie siehst du die Chancen dafür, dass sich so etwas in der Bevölkerung etablieren könnte?

Es tut nicht viel zur Sache, wie das gemeine Volk das sieht. Auch andere Dinge werden gegen den Mehrheitswillen durchgesetzt (z.B. Ausstieg aus der Atomkraft). Wenn Pädophile sich auf Art 3 GG berufen können, wonach ihre sexuelle Identität nicht zu Benachteiligung führen darf, könnten sich daraus Probleme ergeben.

Es ist auch nicht so, dass Pädophile nicht bereits versuchen würden, sich an den Regenbogen anzudocken und sich als eine von vielen bunten Identitäten darzustellen. Siehe dieses Beispiel.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@miss-piggy 

Wenn Pädophile sich auf Art 3 GG berufen können, wonach ihre sexuelle Identität nicht zu Benachteiligung führen darf, könnten sich daraus Probleme ergeben.

Und du meinst ernsthaft, dass das Kindeswohl in Deutschland gegenüber den sexuellen Bedürfnissen irgendwelcher Perverser zurückgestellt werden wird?

Darf ich fragen, in welcher Welt du lebst?

Muss ich mir da Sorgen machen...?

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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@lucan-7 Wenn das Thema selbst in der Regenbogen-Community besprochen wird, scheint es ja kein vollkommen aus der Luft gegriffenes Problem zu sein.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chai 

Wenn das Thema selbst in der Regenbogen-Community besprochen wird, scheint es ja kein vollkommen aus der Luft gegriffenes Problem zu sein.

Wie viele Leute besprechen das denn da...?

Ich habe den Eindruck, man hat da ein paar Quotenmenschen ausgegraben, um ein bestimmtes Narrativ behaupten zu können... aber ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer.

Soll heissen: Nur weil ein paar LGBTQ-Leute irgendwas behaupten, bedeutet das noch nicht, dass es tatsächlich ein relevantes Thema wäre!

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@lucan-7 Übertrage diese Aussage doch einfach mal auf diverse Religionsgemeinschaften - Christen oder Muslime zum Beispiel. 
Da setzt sich die Gemeinschaft intern selber mit fragwürdigen Gruppen auseinander, die den Ruf der Gemeinschaft schädigen können und die sie nicht unter ihrem Dachverband haben will und dann kommt einer von außen und sagt, das wäre doch gar kein Problem ...

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chai 

Übertrage diese Aussage doch einfach mal auf diverse Religionsgemeinschaften - Christen oder Muslime zum Beispiel. 
Da setzt sich die Gemeinschaft intern selber mit fragwürdigen Gruppen auseinander, die den Ruf der Gemeinschaft schädigen können und die sie nicht unter ihrem Dachverband haben will und dann kommt einer von außen und sagt, das wäre doch gar kein Problem ...

Verstehe ich nicht. Es ging doch um die Unterstellung, dass sich die LGBTQ Bewegung auch für das Recht auf Pädophilie einsetzen könnte.

Wenn jetzt in der katholischen Kirche intern von einigen Priestern darüber gesprochen würde, dass der Missbrauch von Jugendlichen doch eigentlich gar nicht so schlimm ist... denkst du ernsthaft, die könnten das intern in der Kirche durchsetzen, damit anschliessend an die Öffentlichkeit gehen und das Ganze dann noch gesetzlich verankern?

Denn genau das wurde hier ja behauptet.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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Veröffentlicht von: @lucan-7

@chai 

Übertrage diese Aussage doch einfach mal auf diverse Religionsgemeinschaften - Christen oder Muslime zum Beispiel. 
Da setzt sich die Gemeinschaft intern selber mit fragwürdigen Gruppen auseinander, die den Ruf der Gemeinschaft schädigen können und die sie nicht unter ihrem Dachverband haben will und dann kommt einer von außen und sagt, das wäre doch gar kein Problem ...

Verstehe ich nicht. Es ging doch um die Unterstellung, dass sich die LGBTQ Bewegung auch für das Recht auf Pädophilie einsetzen könnte.

Wenn jetzt in der katholischen Kirche intern von einigen Priestern darüber gesprochen würde, dass der Missbrauch von Jugendlichen doch eigentlich gar nicht so schlimm ist... denkst du ernsthaft, die könnten das intern in der Kirche durchsetzen, damit anschliessend an die Öffentlichkeit gehen und das Ganze dann noch gesetzlich verankern?

Denn genau das wurde hier ja behauptet.

Es muss ja nicht um Pädophilie gehen. Ich meinte generell, dass irgendeine religiöse Gruppe mit zweifelhaften Ansichten versucht, unter dem großen Dachverband unterzukommen. Dann würde diese Gruppe sich möglicherweise auch wehren, dass ihr Logo dafür missbraucht wird.
Und genau das geschieht im von @Miss-Piggy verlinkten Artikel. 
Der Dachverband von LGBT wehrt sich dagegen, dass da irgendwann noch ein P steht.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chai 

Ich meinte generell, dass irgendeine religiöse Gruppe mit zweifelhaften Ansichten versucht, unter dem großen Dachverband unterzukommen. Dann würde diese Gruppe sich möglicherweise auch wehren, dass ihr Logo dafür missbraucht wird.
Und genau das geschieht im von @Miss-Piggy verlinkten Artikel. 
Der Dachverband von LGBT wehrt sich dagegen, dass da irgendwann noch ein P steht.

Zum einen: Es gibt keinen "Dachverband LGBT". Es gibt eine Vielzahl einzelner Verbände und Gruppierungen, die sich auf LGBTQ+ berufen.

Zum Anderen: Wenn es stimmt, was in dem Artikel steht, dann haben ein paar Leute, die nicht angemeldet waren, eine "Pädophilenflagge" geschwenkt und entsprechende Forderungen gestellt - die eindeutig abgelehnt wurden.

Mir erscheint das höchst zweifelhaft. Wenn da wirklich eine solche Flagge (Von der ich noch nie gehört habe) geschwenkt wurde, dann wurde sie jedenfalls von niemandem als solche erkannt. Wäre sie erkannt worden, dann hätten die "Aktivisten" höchstwahrscheinlich ziemlich schnell Prügel bezogen. Auch auf dem CSD, der ja eigentlich für Toleranz steht.

Eine Gefahr, dass LGBTQ-Aktivisten, sofern sie eine relevante Gruppierung darstellen, tatsächlich Pädophile in ihren Reihen tolerieren würden sehe ich jedenfalls nicht - ganz im Gegenteil hat man sich klar distanziert.

Dass da noch einmal Leute mit einer entsprechenden Flagge auftauchen, die sie als Pädophilen-Aktivisten kennzeichnen, halte ich auch für ausgeschlossen... da dürfte es eine Menge Leute geben, die beim nächsten Mal vorbereitet sind und denen einen sehr unfreundlichen Empfang bereiten würden. 

Mir erscheint der ganze Bericht ohnehin ein wenig suspekt, ich habe das jetzt aber auch nicht weiter nachgeprüft.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3336

@lucan-7 Ich steig mal hier aus - intensiver mag ich mich nicht da reinknien. 

Nach meiner Einschätzung hat sich @Miss-Piggy so intensiv mit der Materie beschäftigt, dass ich sie als glaubwürdig ansehen kann.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chai 

Nach meiner Einschätzung hat sich @Miss-Piggy so intensiv mit der Materie beschäftigt, dass ich sie als glaubwürdig ansehen kann.

Wenn sie auf die "glaubwürdig" wirkt, dann wohl nur deshalb, weil du ihrem Weltbild (oder besser: ihren Ängsten) zustimmen kannst - aber ganz sicher nicht, weil sie sich damit intensiv beschäftigt hätte, denn das hat sie offensichtlich nicht gründlich genug.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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Veröffentlicht von: @lucan-7

@chai 

Nach meiner Einschätzung hat sich @Miss-Piggy so intensiv mit der Materie beschäftigt, dass ich sie als glaubwürdig ansehen kann.

Wenn sie auf die "glaubwürdig" wirkt, dann wohl nur deshalb, weil du ihrem Weltbild (oder besser: ihren Ängsten) zustimmen kannst - aber ganz sicher nicht, weil sie sich damit intensiv beschäftigt hätte, denn das hat sie offensichtlich nicht gründlich genug.

Oder sie kam halt zu einem anderen Ergebnis. 

Aber wie gesagt - hier im Forum gibt's noch anderes zu lesen und zu bedenken und hier vor Ort gibt's noch anderes zu tun.

chai antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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@lucan-7 

Ich lebe in einer Welt, in der es solche Szenen tatsächlich bereits gibt: Ein Erwachsener legt vor Kindern einen Striptease hin, mitten am Tag, in aller Öffentlichkeit. Ein extremes Beispiel, das aber in echt geschehen ist. Sowas könnte ich mir nicht mal ausdenken.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@miss-piggy 

Ich lebe in einer Welt, in der es solche Szenen tatsächlich bereits gibt: Ein Erwachsener legt vor Kindern einen Striptease hin, mitten am Tag, in aller Öffentlichkeit. Ein extremes Beispiel, das aber in echt geschehen ist. Sowas könnte ich mir nicht mal ausdenken.

Ich würde sagen, das ist eher noch harmlos im Vergleich zu dem, was Erwachsene Kindern überall auf der Welt an Grausamkeiten antun.

Aber die LGBTQ Bewegung hat nicht die Absicht, diese Grausamkeiten zu normalisieren. Denn die eigene Freiheit endet in zivilisierten, wertegeleiteten Gesellschaften bekanntlich immer dort, wo anderen Menschen Schaden zugefügt wird. 

lucan-7 antworten
der_alte
(@der_alte)
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@chai also die KI von Google fasst es so zusammen: "In der Wissenschaft, insbesondere in den Sozial- und Geisteswissenschaften, dient "queer" als analytischer Sammelbegriff für sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, die von der Heteronormativität abweichen. Es wird in der Queertheorie verwendet, um traditionelle Normen zu hinterfragen und zu untersuchen, wie Geschlecht und Sexualität sozial konstruiert werden. In den Naturwissenschaften gibt es keine biologische oder medizinische Definition dieses sozialwissenschaftlichen Begriffs."

der_alte antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@der_alte Also eine recht schwammige Aussage.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Mir geht es darum: Man konnte bereits in den 90ern als homosexueller Mensch sein Leben so leben, wie man wollte. Es war größenteils akzeptiert, man musste sich nicht verstecken, auch im Beruf nicht. Im Grunde war alles erreicht. Transmenschen gab es auch schon und sogar Regenbogen-Familien. Das war alles kein großes Ding mehr.

Mehr oder weniger, ja... es war für die Betroffenen nicht alles Freud und Sonnenschein, und einiges war noch zu klären - aber man hätte es in der Tat dann auch irgendwann dabei belassen können.

 

Und dann hat man die Sache überdreht. Es wurde penetrant und es geht mittlerweile vielen nur noch auf die Nerven, dass alles queer sein muss, egal ob im Fußball oder sonstwo. Queer ist sowieso eine undefinierbare Kategorie, die alles und nichts bedeuten kann und mit der "herkömmliche" Homosexuelle nicht viel anfangen können.

Es ist sicher richtig, dass "Queerness" irgendwann sichtbarer wurde. Was auch erst mal nicht schlimm ist, denn wenn man sich nicht mehr in dunklen Kellern verstecken muss - dann ist man halt sichtbar!

Gleichzeitig gab es aber noch etwas Anderes, und das muss man eben zusammen betrachten: die Feindseligkeiten nahmen zu. Rechtspopulisten begannen damit, LGBTQ als Feindbild zu etablieren und gegen Betroffene zu hetzen.

Das wiederum führte dazu, dass andere Organisationen sich dazu genötigt sahen, Stellung zu beziehen und sich der Hetze entgegen zu stellen. So wurde LGBTQ auch für solche Organisationen ein Thema, die damit eigentlich gar nichts direkt zu tun haben. Aber es ging eben darum, ein Zeichen zu setzen.

Den Rechtspopulisten kam das gerade recht. Denn dann kam es erst zu dem von dir beschriebenen Effekt, dass LGBTQ plötzlich überall  zum Thema wurde. Und dass Menschen anfingen, davon genervt zu werden. Und die Rechten legten immer mehr Öl ins Feuer, hetzten immer weiter, um die Diskussion am brennen zu halten. Denn sie wollten sich ja als die "Normalen" präsentieren, während ihre Gegner, die sich solidarisch erklärten, zu den "Perversen" gehörten.

Erst im Gesamtzusammenhang erkennt man das Schema... mir scheint, du siehst die Sache etwas einseitig.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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@lucan-7 

mir scheint, du siehst die Sache etwas einseitig.

Ich teile die Befürchtung, dass die Stimmung gegen Homosexuelle und Transmenschen kippen könnte. Auch gegen andere Minderheiten.

Wenn man Leuten ständig die einzig richtige, korrekte Meinung eintrichtern will, geht das irgendwann nach hinten los.

Ich kann mich an eine Zeit erinnern, wo man Unterschiede überwinden wollte. Durch den Wokeismus sind wir jetzt an dem Punkt, dass Unterschiede wieder extrem betont werden und Menschen gegeneinander aufgehetzt werden.

Aus meiner Sicht tragen diejenigen, die sich für die moralisch Guten halten, stark dazu bei. Wenn nur noch eine Meinung gilt und alles andere Nazi ist, dann gibt es keine Verständigung mehr.

miss-piggy antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1342

@miss-piggy 

Dazu kommt noch ein anderes, in linken Kreisen wohl eher selten öffentlich  erwähntes, aber durchaus zunehmendes Problem. Und zwar durch die Veränderung in der Bevölkerung durch eine gestiegene Anzahl von Migranten. Menschen mit einer Moral, in die „queer“, trans oder schwul noch schwerer passen als in traditionelle fundamentalistisch-christliche Gemeinden. Aber auch die Umgehendsweise mit dieser Problematik wird sich unterscheiden. 

McDonalds D wurde gerade von einer brasilianischen Transfrau verklagt, nachdem man dieser Person aufgrund der Beschwerde einer muslimischen Mitarbeiterom gekündigt hatte. Diese wollte/konnte aufgrund ihres Glaubens die Umkleide nicht mit einem Mann (hatte noch sichtbar männliches Geschlechtsteil) teilen. Ich weiß gar nicht, wie’s ausgegangen ist.

Ich mag mir nicht vorstellen, was passiert, wenn ein kleiner muslimischer Junge in der Kita Bilderbücher entdeckt, in denen Jungs Prinzessin sind oder gleichgeschlechtliche Elternpaare als relative häufig und normal dargestellt werden und der Junge deswegen zuhause beginnt, Prinzessin zu spielen. Ob man dann selbst nur klagt, oder zu gewaltvollen Maßnahmen greift.

Übrigens sehen auch viele russisch geprägte Menschen dieses Thema sehr ablehnend und betrachten es als  Verfall des Westens.

In der Vergangenheit haben Pädophile, Knaben liebende schwule Männer schon mal den Versuch gemacht, im Zuge der s. „Revolution“, ihre Vorliebe zu etablieren/normalisieren. Kentler hat theoretisch den Weg dazu geebnet und man hat sich bis heute weder von linker noch evangelischer Seite laut und deutlich von ihm distanziert.  Er wird für vieles immer noch zu sehr geschätzt, aber Odenwald konnte vor allem auch wegen ihm geschehen. Und wenn ich überlege, dass er empfohlen hatte, minderjährige Straßenjungs bei Pädophilen unterzubringen, wird mir schlecht.

Und auch, wenn jetzt ein paar Grünen Freunde anführt werden, die Grünen hätten sich doch ausreichend mit Cohn-Bendit, Kinderläden und einigen sehr fragwürdigen Mitgliedern ihrer Anfangszeit auseinandergesetzt, ist mein Eindruck eher, dass es eher gezwungen und halbherzig war.

Und ich weiß nicht, ob man dem nachgegangen ist, wieviel Leid vielleicht daraus  entstanden ist?

 

ga2 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@ga2 

Dazu kommt noch ein anderes, in linken Kreisen wohl eher selten öffentlich erwähntes, aber durchaus zunehmendes Problem. Und zwar durch die Veränderung in der Bevölkerung durch eine gestiegene Anzahl von Migranten.

Da sagst du was. Man denke nur an den Berliner Grundschul(!)-Lehrer, der von seinen Schülern jahrelang wegen seiner Homosexualität gemobbt wurde. An der Schule haben 95% der Kinder einen Migrationshintergrund, viele davon einen muslimischen.

McDonalds D wurde gerade von einer brasilianischen Transfrau verklagt, nachdem man dieser Person aufgrund der Beschwerde einer muslimischen Mitarbeiterom gekündigt hatte. Diese wollte/konnte aufgrund ihres Glaubens die Umkleide nicht mit einem Mann (hatte noch sichtbar männliches Geschlechtsteil) teilen. Ich weiß gar nicht, wie’s ausgegangen ist.

Stimmt, das habe ich mitbekommen. Hatte aber vergessen, dass es eine muslimische Mitarbeiterin war, die sich beschwert hat. Es ging so aus: Die Transfrau hat 16.500 € Abfindung bekommen.

Kentler hat theoretisch den Weg dazu geebnet

Kentler war wohl auch der Lehrmeister von Uwe Sielert, auf den wiederum das sexualpädagogische Konzept zurückgeht, das jetzt in vielen Kitas Einzug findet und das u.a. diese "Körpererkundungsräume" beinhaltet.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@ga2 

Dazu kommt noch ein anderes, in linken Kreisen wohl eher selten öffentlich erwähntes, aber durchaus zunehmendes Problem. Und zwar durch die Veränderung in der Bevölkerung durch eine gestiegene Anzahl von Migranten. Menschen mit einer Moral, in die „queer“, trans oder schwul noch schwerer passen als in traditionelle fundamentalistisch-christliche Gemeinden.

Da können die LGBTQ+ Leute ja froh sein, dass sie solche Mitstreiter wie dich an ihrer Seite wissen, die selbstverständlich für ihre Rechte einstehen!

...und natürlich nie die Gelegenheit nutzen würden, neben kritischen Bemerkungen gegenüber LGBTQ noch ein paar Seitenhiebe gegen Migranten zu verteilen um da irgendwen gegeneinander auszuspielen... ein Schelm, wer da Böses denken mag...!

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Ich teile die Befürchtung, dass die Stimmung gegen Homosexuelle und Transmenschen kippen könnte. Auch gegen andere Minderheiten.

Wenn man Leuten ständig die einzig richtige, korrekte Meinung eintrichtern will, geht das irgendwann nach hinten los.

Hm.

Du meinst also, wenn Kirchen und andere Organisationen jetzt tagein, tagaus propagieren würden: "Wir setzen uns für Familien von Mann und Frau mit Kindern ein!" - dann würden die Leute davon irgendwann so genervt sein, dass die Sache "nach hinten" losgeht und die Menschen anfangen werden, Männer und Frauen, die Kinder haben zu hassen und gegen sie zu hetzen?

Wohl kaum!

Es ist eben NICHT die ständige Wiederholung oder das Thema selbst, das zu Hass führt. Es ist die ständige Äusserung dieses Hasses, der Verachtung und die Hetze, die das eigentliche Problem darstellt.

Und du versuchst jetzt eine Täter-Opfer Umkehr, indem du nicht die dafür verantwortlich machst, die gegen die Betroffenen Hetze verbreiten - sondern jene, die sich im positiven Sinne dafür einsetzen.

Auf welche Seite du dich damit stellst ist damit ja wohl ziemlich klar.

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3336
Veröffentlicht von: @lucan-7

@miss-piggy 

Ich teile die Befürchtung, dass die Stimmung gegen Homosexuelle und Transmenschen kippen könnte. Auch gegen andere Minderheiten.

Wenn man Leuten ständig die einzig richtige, korrekte Meinung eintrichtern will, geht das irgendwann nach hinten los.

Hm.

Du meinst also, wenn Kirchen und andere Organisationen jetzt tagein, tagaus propagieren würden: "Wir setzen uns für Familien von Mann und Frau mit Kindern ein!" - dann würden die Leute davon irgendwann so genervt sein, dass die Sache "nach hinten" losgeht und die Menschen anfangen werden, Männer und Frauen, die Kinder haben zu hassen und gegen sie zu hetzen?

Vielleicht sollte einfach insgesamt weniger propagiert werden? 
Ich kenne jetzt nicht allzuviele gleichgeschlechtliche Pärchen, aber denen, die ich kenne, geht's auch auf den Wecker, dass diesem Thema so viel Interesse geschenkt wird.
Da leben dann halt Frau X und Frau Y oder Herr A und Herr B zusammen und es wirkt recht 'normal'.

Es ist eben NICHT die ständige Wiederholung oder das Thema selbst, das zu Hass führt. Es ist die ständige Äusserung dieses Hasses, der Verachtung und die Hetze, die das eigentliche Problem darstellt.

Nicht Hass, aber Genervtheit. 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@chai 

Vielleicht sollte einfach insgesamt weniger propagiert werden? 
Ich kenne jetzt nicht allzuviele gleichgeschlechtliche Pärchen, aber denen, die ich kenne, geht's auch auf den Wecker, dass diesem Thema so viel Interesse geschenkt wird.

Die Frage ist aber doch, warum denn da soviel propagiert wird.

Dass Aktivisten über die Sache reden, die ihnen am Herzen liegt ist ja erst mal verständlich. Die Frage ist, warum das dann in allen Zeitungen stehen muss. Und das tut es wohl, weil das Thema Aufmerksamkeit bekommt.

Und dass das so ist, sieht man ja hier am Thread... wie viele, die hier jetzt mitdiskutieren, sind denn selbst davon betroffen? Warum ist das Thema so interessant, dass es immer wieder aufgegriffen wird? Wenn es doch angeblich so nervt?

 

Nicht Hass, aber Genervtheit.

Vom einen zum anderen ist es nicht weit... es gibt in diesem Zusammenhang auch sehr viel Hass und Hetze. Eben deshalb, weil auch die Aufmerksamkeit gegeben ist. Deshalb wird das Thema ja auch von Rechtspopulisten genutzt und immer wieder hochgekocht.

 

 

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Warum ist das Thema so interessant, dass es immer wieder aufgegriffen wird? Wenn es doch angeblich so nervt?

Lies dir doch den Eingangspost von Tojak nochmal durch und den verlinkten Artikel. Das Thema wird nicht aufgegriffen, weil es so viele Menschen brennend interessiert, sondern sie werden damit zwangsbeglückt.

Es wird ein Gleichstellungsgesetz beschlossen, es werden Gleichstellungsbeauftragte installiert. Es wird moniert, dass diese Posten von ein paar wenigen Kirchenkreisen gar nicht besetzt werden – was erlauben?! Es wird eine Arbeitshilfe an alle Gemeinden verschickt, u.a. mit Vorschlägen zur Gottesdienstgestaltung. Haben die Gemeinden danach gefragt? Keine Ahnung. Mir scheint eher, dass das von der Leitung beschlossen wurde und von den einzelnen Gemeinden jetzt halt umgesetzt werden soll.

wie viele, die hier jetzt mitdiskutieren, sind denn selbst davon betroffen?

Wie viele in der Kirchenleitung sind denn selbst davon betroffen? Es würde mich nicht wundern, wenn es kein Einziger wäre.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@miss-piggy 

Lies dir doch den Eingangspost von Tojak nochmal durch und den verlinkten Artikel. Das Thema wird nicht aufgegriffen, weil es so viele Menschen brennend interessiert, sondern sie werden damit zwangsbeglückt.

Und was denkst du, warum das so ist?

Weil die Kirchen neuerdings in der Mehrheit von LGBTQ-Aktivisten besucht werden, und man sich deshalb an die neue Kundschaft anpasst...?

Oder nicht eher doch deshalb, um ein Zeichen gegen die Hetze von Rechtspopulisten zu setzen, die immer wieder Menschen diskreditieren, die "anders" sind, und deshalb Menschen, die sich für individuelle Freiheit einsetzen, zu solchen Reaktionen zwingen...?

...oder meinst du, ein paar linksgrünversiffte Dragqueens haben die Verantwortlichen indoktriniert und diktieren den Verantwortlichen jetzt ihre Weltsicht...?

Was glaubst du denn, was die Gründe sind...?

 

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2114

@lucan-7 

Was glaubst du denn, was die Gründe sind...?

Woher soll ich das wissen? Ich kann mich in deren Denke nicht hineinversetzen. Wenn ich andere für ein Thema gewinnen wöllte, würde ich mit ihnen ins Gespräch kommen und ihnen nicht etwas von oben diktieren.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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@miss-piggy 

Woher soll ich das wissen? Ich kann mich in deren Denke nicht hineinversetzen.

Und genau darin sehe ich ein Problem. Denn wenn man die Gründe nicht versteht, neigt man schnell dazu alles mögliche zu unterstellen... einschliesslich irgfendeiner fiesen Agenda. Was weiss man denn schon...?

Ich merke jedenfalls, dass es hier immer wieder ein grundsätzliches Missverständnis gibt. Viele Menschen glauben, die LGBTQ+ Bewegung hätte es sich zum Ziel gesetzt, dass alle Menschen LGTBQ+ ganz toll finden müssen und es erstrebenswert sein sollte, dazu zu gehören. Was natürlich Quatsch ist, weil sich das niemand selbst aussucht... entweder man empfindet so, oder halt nicht.

Man darf das Ganze auch pervers, abstoßend und ekelhaft finden. Wenn das so ist... na ja, was will man machen? Mir gefällt ja auch nicht alles, und ganz ehrlich - wenn ich sehe, wie sich zwei Männer küssen, dann ist mir das eher unangenehm. Und ein großer Fan von DragQueens bin ich auch nicht.

Es geht nicht darum, ob man es gut oder schlecht findet - es geht um Toleranz und Respekt. Man akzeptiert und respektiert, dass es Menschen gibt, die in mancher Hinsicht halt etwas anders drauf sind. Und man unterstellt ihnen deshalb keine Bösartigkeiten oder macht ihnen das Leben zur Hölle.

Und man respektiert, dass diese Leute auch für ihre Anliegen kämpfen dürfen... und dass sich viele Menschen, die selber gar nicht dazugehören, mit ihnen solidarisch erklären.

Weil das heute leider immer noch nötig ist...

 

lucan-7 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577
Veröffentlicht von: @lucan-7

Oder nicht eher doch deshalb, um ein Zeichen gegen die Hetze von Rechtspopulisten zu setzen, die immer wieder Menschen diskreditieren, die "anders" sind, und deshalb Menschen, die sich für individuelle Freiheit einsetzen, zu solchen Reaktionen zwingen...?

 

Also, weil Rechtspopulisten ein sensibles Thema ganz unsensibel für ihre Zwecke instrumentalisieren, muss man bei diesem Thema umso mehr differenzieren und sich solidarisieren. Ist das in etwa deine Argumentationslinie?

Aus meiner Sicht hat der aktuelle Rechtspopulismus in Europa mehrere wichtige Treiber:

- anscheinend unkontrollierte Einwanderung (korrespondierend in D seit 2015),

- zunehmender Argwohn gegen einen pädagogischen Politikansatz urbaner Eliten, die die Menschen "draußen im Land" "mitnehmen" wollen zu Orten, wo die evtl. überhaupt nicht hinwollen,

- eine Flut von Gesetzen und Vorschriften aus Berlin und Brüssel, die den Bürgern selbst nicht viel zutraut, Symbolpolitik an die Stelle echter Maßnahmen setzt und zunehmend kontraproduktiv wirkt.

Finanziell spielt natürlich Russland eine wichtige Rolle, weil der Rechtspopulismus in Ländern der EU die Gesellschaften der einzelnen Länder ebenso wie die EU selbst spaltet. Und inzwischen zahlt D selbst, z. B. mit Hilfe der Wahlkampfkostenerstattung für diese Propaganda.

Wenn man hier auf ein kleines Thema, das die Rechtspopulisten dankbar mitgenommen haben, groß einsteigt, verdribbelt man sich.

 

tojak antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@tojak 

Also, weil Rechtspopulisten ein sensibles Thema ganz unsensibel für ihre Zwecke instrumentalisieren, muss man bei diesem Thema umso mehr differenzieren und sich solidarisieren. Ist das in etwa deine Argumentationslinie?

So in etwa. Wobei ich zwar ein paar wenige Leute aus der LGBTQ Szene kenne,mit denen ich mich auch gerne solidarisiere... aber an sich habe ich mit diesen Leuten ja nichts zu tun.

Mir geht es hier mehr um ein Prinzip, nämlich die Einschränkung der Freiheit und der Versuch der Rechtspopulisten durch die Verbreitung von Lügen die Deutungshoheit über bestimmte Themen zu erlangen. Und das muss verhindert werden, weil es das Ende der Freiheit einläutet.

Leider werden die Behauptungen oft geglaubt, weil sie in die Weltanschauung vieler Leute passen... das ist ja das, was "Populismus" ausmacht. Und deshalb muss man da Aufklärung betreiben, immer wieder.

 

zunehmender Argwohn gegen einen pädagogischen Politikansatz urbaner Eliten, die die Menschen "draußen im Land" "mitnehmen" wollen zu Orten, wo die evtl. überhaupt nicht hinwollen

Das wird oft so empfunden und ist auch manchmal berechtigt, weil es auf linker Seite tatsächlich oft eine gewisse Arroganz gibt, alles besser zu wissen und jeden zu verachten, der Anderes denkt.

Andererseits verkennen viele Leute, dass wir Dinge ändern müssen, wenn wir uns unseren Lebensstil bewahren wollen. Und das führt zu der absurden Situationen, dass eine Partei wie die Grünen mit ihrem Parteiprogramm eher dazu beitragen, unseren Wohlstand durch eine gezielte Anpassung und moderne Technologie zu erhalten als die CDU, die an veralteten Konzepten festhält und damit den Niedergang der Wirtschaft besiegelt.

Und nein, ich sage nicht dass alles toll ist, was die Grünen so behaupten... die Aussage von Habek, dass die Zukunft auch im Wasserstoff liegt war totaler Quatsch. Aber die Grundtendenz ist richtig - im Gegensatz zu dem, was Merz jetzt veranstaltet, der ja nun gar keine Ideen hat, außer die Vergangenheit so lange wie möglich bewahren zu wollen... und dafür auch noch Schulden zu machen...

 

Wenn man hier auf ein kleines Thema, das die Rechtspopulisten dankbar mitgenommen haben, groß einsteigt, verdribbelt man sich.

Das Thema mag klein erscheinen... von Transidentität ist ja nur eine kleine Minderheit betroffen, im Grunde sollte das kein großes Thema sein.

Groß ist aber der Anspruch der Rechtspopulisten, über die Realität bestimmen zu wollen, und ein rein medizinisches Thema zu einer "Ideologie" zu erklären.

Das ist es, was wir in einer freien und faktenbasierten Welt nicht zulassen dürfen... da heisst es dann tatsächlich: "Wehret den Anfängen!"

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 9482

@lucan-7 (zum Beitrag)

Du schreibst hier in Mehrzahl... mir ist da nur ein Fall bekannt.

Wenn du dich auf Dragqueens beschränkst: Ja. Aber wenn es grundsätzlich um Pädophile in LBTQ+ geht: Im Link von Piggy wurden außerdem noch vier weitere Fälle genannt.

Sobald das jedoch irgendwie öffentlich werden sollte würde durch alle Medien ein derartiger Shitstorm rauschen

Hat es also 5 Shitstorms gegeben, bei den 5 Einzelfällen?

Etwas mehr sachliche Information wäre da angemessen.

Der Artikel ist unsachlich. Aber ist da wirklich alles falsch, was da gesagt wird?

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@hkmwk 

Wenn du dich auf Dragqueens beschränkst: Ja. Aber wenn es grundsätzlich um Pädophile in LBTQ+ geht: Im Link von Piggy wurden außerdem noch vier weitere Fälle genannt.

Was soll daran verwunderlich sein? Es fühlen sich eine Menge Leute dieser Szene zugehörig. Nicht alle davon sind gute Menschen, da gibt es auch Mörder, Pädophile und andere Kriminelle. So wie auch bei Juden oder sonstwas für Menschen in der Welt.

 

Der Artikel ist unsachlich. Aber ist da wirklich alles falsch, was da gesagt wird?

Es ist nie "alles falsch", was Populisten behaupten. Das wäre ja auch zu auffällig. Es werden aber Vorfälle auf eine bestimmte Weise interpretiert, um ein Narrativ in die Köpfe der Menschen zu bekommen - in diesem Fall ein vermeintlicher Zusammenhang zwischen LGBTQ und Pädophilie.

Würde man Pädophilie allein für sich betrachten und schauen, was das denn für Leute sind, würde sich ein gänzlich anderes Bild ergeben - dann würde man sehen, dass dergleichen quer durch die ganze Gesellschaft vorkommt (Wenn man den entsprechenden Berichten glauben kann), in gebildeten wie ungebildeten Kreisen, bei arm und reich... und eben auch hetero- wie homosexuellen Leuten.

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1316

Ich kann es nachvollziehen, es ist ständig Präsent und warm werde ich nicht damit. Ich muss zugeben, das ich mit diesen X- Pseudodefinitionen auch nichts anfangen kann. Das alles basiert auf dem Subjektiven und nicht mess- oder überprüfbaren Eindruck von Individuen.

Wenn ich morgens aufsteh, "fühle" ich mich auch in etwa so Fit wie -vermutlich- ein Rentner, total fertig, ohne zu übertreiben. Ändert nur nichts daran das ich es nicht bin und ich keine Rente bekomme.

Was anderes ist,  das jemand auf dasselbe Geschlecht steht oder sich angezogen fühlt - das ist klar.  

Wenn ein körperlicher Mann sagt er fühlt sich als oder wie eine körperliche Frau dann hinkt das einfach daran, das er nicht seine Seele in den Körper einer Frau übertragen kann und wissen kann wie es ist eine Frau zu sein.

Meine Mittelalterliche, ungebildete und Diskriminierende, aber offene Meinung zu dem Thema.

 

kappa antworten
2 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 577

@kappa 

So mittelalterlich finde ich das gar nicht. Dass das biologische Geschlecht im Chromosomensatz (als XX bzw. XY) codiert ist, ist Ergebnis moderner Wissenschaft. Weder unterschiedlich ausgeprägte Hormonausschüttung ändern daran etwas, noch extrem seltene Sonderkonstellationen, noch Fehler bei der traditionellen Geschlechtsbestimmung anhand primärer Geschlechtsmerkmale. Auch die Entwicklung, neben das biologische Geschlecht (engl. "sex") das soziale Geschlecht (engl. "gender") zu stellen und das soziale Geschlecht als das maßgebliche zu definieren, wird sich meiner Meinung nach auf die Dauer nicht durchsetzen.

Dafür sorgt die Natur per Evolution, und insofern kann ich da entspannt bleiben.

Ich habe auch schon Diskussionen dazu geführt, auch mit mir nahestehenden Personen, die das Thema Trans anders sehen. Es ist etwas komplett anderes, das im persönlichen Gespräch zu tun, als sich da im Internet mit nur dieser Dimension zu streiten. Deswegen ziehe ich das persönliche Gespräch dazu auch vor.

tojak antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27009

@kappa 

Wenn ein körperlicher Mann sagt er fühlt sich als oder wie eine körperliche Frau dann hinkt das einfach daran, das er nicht seine Seele in den Körper einer Frau übertragen kann und wissen kann wie es ist eine Frau zu sein.

Meine Mittelalterliche, ungebildete und Diskriminierende, aber offene Meinung zu dem Thema.

"Er" fühlt sich ja gerade NICHT körperlich wie eine Frau, sondern seelisch. Das ist das Dilemma, dass der Körper nicht passt. Würdest du morgens im Körper des gegenteiligen Geschlechts aufwachen würdest du ja vermutlich auch sagen: "Das passt nicht!".

Und es wundert mich, dass gerade viele Christen, die doch so gerne über die "Seele" und die "nichtmaterielle Welt" sprechen die Identität eines Menschen allein an materiellen, äusserlich-biologischen Merkmalen festnageln wollen..

lucan-7 antworten


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