Evangelische Landeskirche - Gleichstellung und queerfreundliche Praxis
Gerade habe ich diesen Beitrag auf evangelisch.de gelesen.
Die hannoversche Landeskirche will demnach ihrem neuen Gleichstellungsgesetz Menschen in all ihrer geschlechtlichen Vielfalt ansprechen. Neben Frauen und Männern benennt es transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen. Usw. usw..
So etwas löst bei mir mittlerweile regelmäßig einen Austrittsimpuls aus.
Damit ich nicht missverstanden werde: Ich habe jahrzehntelang in Berlin gelebt, lebe inzwischen in einer westdeutschen Großstadt. Queer-Personen gehören für mich seit Langem zur gesellschaftlichen Vielfalt, in meinem Bekanntenkreis gibt es eine Reihe davon, man akzeptiert sich als unterschiedlich, ansonsten läuft alles normal.
Und ich verabscheue Hetze gegen diesen Personenkreis wie z. B. von einem Bremer Pastor namens Latzel.
Aber die evangelische Kirche scheint LGBTI+ zu einem ihrer Interessenschwerpunkte erhoben zu haben, und das ist mir inzwischen und schon seit einiger Zeit zu viel geworden. Ich bin übersättigt davon.
Klar, wenn mir das nicht passt, kann ich ja gehen und die Kirche wechseln.
Was haltet ihr davon? Wie nehmt ihr das von innen (EKD) oder von außen (andere Kirchen) wahr?
Was haltet ihr davon?
Ich finde es sehr gut. Denn fast alle anderen Kirchen sähen lieber Feindschaft, statt Nächstenliebe, wenn es um dieses Thema geht. Seit dem aufkommen der Afd leben Queere Menschen wieder verstärkt mit der Angst, nur wegen ihrer selbst, angegriffen zu werden (wenn ich mich richtig erinnere hat sich die Zahl der Angriffe von 2010 zu heute verzehnfacht). Da sollten Kirchen ein Safe Space sein, wo sie eben sie selbst sein können ohne Anfeindungen.
Leider gibt es eine großen Unterschied zwischen der EKD und vielen ihrer Gemeinden. Dort werden queere Menschen oft nicht Willkommen geheißen oder nur mit Zähneknirschen.
Und ich verabscheue Hetze gegen diesen Personenkreis wie z. B. von einem Bremer Pastor namens Latzel.
Der hat (nachdem seine Kirche mehrfach von LBTQ-Aktivisten beschmiert wurde) sich in kleinem Kreis unfreundlich geäußert, und als das an die Öffentlichkeit geleakt wurde, sich sofort dafür entschuldigt. Und klar gemacht, dass er nicht jede LBTQ-Person gemeint hat.
Klar, seine Reaktion, also die Äußerungen, waren kein Beispiel für christliche Liebe zu den Feinden, sondern ein schlimmes Beispiel, wie man es nicht machen soll. Aber mir kam eher das als Hetze vor, was dann über ihn gesagt wurde, statt das ganze Bild zu betrachten.
Ein mit Latzels Einverständnis auf Youtube veröffentlichtes Eheseminar sehe ich nicht als Äußerung im kleinen Kreis an, und was er dort gesagt, ist mehr als nur eine unfreundliche Äußerung. Es hat eine Verurteilung wegen Volksverhetzung nach sich gezogen.
Und in diesem Jahr wurde noch vom NDR berichtet, dass er eine Disziplinarmaßnahme in Form einer Gehaltskürzung von seiner Kirche bekommen hat.
Ein mit Latzels Einverständnis auf Youtube veröffentlichtes Eheseminar
Da habe ich anderes gelesen - dass es ohne sein Wissen veröffentlicht wurde.
Es hat eine Verurteilung wegen Volksverhetzung nach sich gezogen.
Und in der nächsten Instanz einen Freispruch. Dann ging die Staatsanwaltschaft in Berufung …
Am Ende hat er darin eingewilligt, Geld zu zahlen, und das Verfahren wurde eingestellt, er ist also nicht vorbestraft.
Stand in idea, steht in Wikipedia - du hast offenbar die falschen Quellen.
Veröffentlicht von: @hkmwk
Stand in idea, steht in Wikipedia - du hast offenbar die falschen Quellen.
Den NDR halte ich für eine seriöse Quelle. Idea (klar evangelikale Tendenz) kommt da nicht ran.
Und wenn du schon Wikipedia erwähnst, zitiere ich mal aus dem Artikel über Latzel (Stand heute):
"Auf einem „Eheseminar“ seiner Gemeinde im Oktober 2019 sagte Latzel: „Überall laufen diese Verbrecher rum von diesem Christopher Street Day, feiern ihre Partys“.[11] Laut Bibel sei gelebte Homosexualität genauso wie Ehebruch ein „todeswürdiges Verbrechen“, auch wenn man deshalb niemanden umbringen müsse. Ferner sprach er von einer „teuflischen“ Homolobby und von „Genderdreck“. Früher hätten unverheiratete Paare keine Wohnung mieten können. Heute könne man schon froh sein, wenn ein Mieter „nicht mit seinem Schaf oder mit ’nem anderen Mann“ ankomme.[12]"
Die darin zitierten Quellen sind der Weser-Kurier und der Tagesspiegel.
So etwas ist für mich verabscheuungswürdige Hetze. Der Hinweis auf die ablehnende Haltung biblischer Autoren zur Homosexualität geht prinzipiell in Ordnung, aber auch das kann man neutraler tun. Der Rest ist an mehreren Stellen Hetze. Unabhängig von der Person, die es sagt.
Wenn Latzel es gesagt hat, war das Urteil in Ordnung. Wenn man es ihm nicht nachweisen konnte, hätte er freigesprochen werden müssen, aber warum hat er dann die Geldbuße gegen Verfahrenseinstellung akzeptiert. Wenn er es nicht gesagt hat, nehme ich den Vorwurf gegen ihn persönlich zurück. An meiner Beurteilung der Aussagen selber ändert das nichts.
Den NDR halte ich für eine seriöse Quelle
Klar, der hat über das Urteil in erster Instanz seriös berichtet - jedenfalls sehe ich keinen Grund, daran zu zweifeln. Nur warum weißt du nicht, wie es weiter ging?
zitiere ich mal aus dem Artikel über Latzel (Stand heute):
Das kann ich auch:
Latzel gab zu den Vorwürfen eine Erklärung ab.[28] Darin behauptete er, mit dem Wort „Verbrecher“ habe er nur jene „militanten Aggressoren“ gemeint, die ihn und seine Gemeinde immer wieder attackiert und diffamiert hätten. Das habe er bei seinem Vortrag in freier Rede zwar nicht ausdrücklich so gesagt, aber den Zuhörern sei dieser Bezug klar gewesen. Als Beispiele für die Aggressionen nannte er Morddrohungen, Sprühparolen wie „God is gay“ und eine „gottesdienstliche Störung“ durch sich küssende Homo-Paare
Wie ich schon sagte: Das waren keine vertretbaren Äußerungen, und Latzel hat sich dafür entschuldigt.
aber warum hat er dann die Geldbuße gegen Verfahrenseinstellung akzeptiert
Weil er nach mehreren (wenn ich mich nicht irre: über drei) Jahren keine Lust darauf hatte, dass der Rechtsstreit sich noch weitere Jahre hinzieht.
Der NDR-Bericht ist vom 21.05.2025, laut Datumsangabe in der verlinkten Quelle.
Eine andere mögliche Erklärung ist, dass Latzel die Geldbuße und Verfahrenseinstellung akzeptiert hat, weil er so mit einem blauen Auge, sprich ohne den Status "vorbestraft" aus der Sache rauskommt. Das werden wir hier nicht klären können.
Über die Verwerflichkeit der zitierten Aussagen sind wir uns aber wohl einig, so, wie ich dich verstanden habe.
Der NDR-Bericht ist vom 21.05.2025, laut Datumsangabe in der verlinkten Quelle.
Ach so. Stimmt, der Link, der von der Verurteilung sprach, war nicht vom NDR. Also wenn du den NDR-Bericht genau gelesen hättest, dann wäre dir aufgefallen, dass Latzel letztendlich nicht verurteilt wurde, also dass du dir den ersten Link hättest sparen können.
Über die Verwerflichkeit der zitierten Aussagen sind wir uns aber wohl einig
Mir gings um die Klarstellung, dass Latzel kein Hetzer ist. Er hat sich, wie gesagt, für die Äußerungen entschuldigt. Und hätte sie nach eigene Aussagen auch nie in der Öffentlichkeit so geäußert.
Veröffentlicht von: @lhoovpeeEine Eheseminar würde ich als öffentlich bezeichnen. Das war kein Treffen zu Hause mit Freunden.
Wobei ich schon davon ausgehe, dass, wer sich zu einem Eheseminar in der XY-Gemeinde anmeldet, so ungefähr eine Ahnung hat, wie diese XY-Gemeinde tickt.
Selbstverständlich macht es einen Unterschied, in welchem Kontext und zu wem man redet.
So spricht man im Dialekt viel derber als im Hochdeutschen, unter Mitgläubigen angebunden an das Deutsch der vertrauten Bibelübersetzung, im eigenen Fach in der eigenen Fachsprache ohne Erläuterung und auch gerne pointiert/ 'kalt', mit Ausländern in vereinfachter Sprache,...
Diese Ansprachen sind so unterschiedlich, dass es bei Überschwappen in andere Zuhörerschaften fremd wirkt und als Heuchelei interpretiert wird. Tatsächlich hat sich nur nachträglich der Kontext geändert.
@johnnyd Ja, so meinte ich das.
Während ich z.B. meiner Tochter erzähle, dass mir dieser Dödel in seinem fetten Auto grad die Vorfahrt genommen hat, würde ich das in großer Runde (oder hier gar schriftlich) natürlich nicht so formulieren.
Und es stimmt natürlich auch, dass (zumindest einige) fromme Gruppen ihre eigene Sprache habe - das versuche ich weitestgehend zu vermeiden, weil ich es wichtig finde, so vom Glauben zu reden, dass es auch von 'Außenstehenden' verstanden werden kann und nicht zu abgehoben wirkt.
Und bei einem Fachmann (z.B. Mediziner) ist es wichtig, dass er zwar seine Fachausdrücke kennt, aber einem Laien gegenüber doch auch in 'verständlich' reden kann.
Problematisch ist der, der den Kontext bewusst ausblendet und andere dann paradoxerweise auch noch der Heuchelei bezichtigt. Wer Sprache beurteilt, muss den Kontext mitdenken. Sprache steht im Kontext ihrer konkreten Verwendung.
Ach, sry, im Kontext eines Eheseminars darf man also ruhig von "Genderdreck" reden und CSD Teilnehmer als Verbrecher bezeichnen. Wie konnte ich das bloß übersehen. Das macht voll Sinn. Danke das du mir die Augen geöffnet hast. /s
Das ist eine Sprache die ich in der Kneipe von Besoffenen Menschen um Mitternacht erwarte. Nicht von einem Leiter eines Eheseminars.
Dürfen tut man das sowieso. Klar darf man vereinfachende Begriffe gebrauchen, die nicht die Zustimmung aller Fachleute finden.
Der ursprüngliche Kontext hatte das offensichtlich richtig verstanden.
Diejenigen, die ihren Pfarrer kennen, stehen bis heute fest zu ihm - das allein überzeugt mich weit mehr als das Gehabe derjenigen, die Gesagtes überhöhen, versuchen emotional zu überwältigen und einen Menschen über Jahre vernichten wollen.
Wenn jemand etwas falsch gemacht hat, dann lässt sich das völlig ohne emotionale Überhöhung, Unterstellungen und Sarkasmus, völlig ohne Verfolgungs- und Vernichtungseifer eruieren und erledigen.
Dürfen tut man das sowieso. Klar darf man vereinfachende Begriffe gebrauchen, die nicht die Zustimmung aller Fachleute finden.
Herabwürdigende Beleidigungen sind neuerdings also "vereinfachende Begriffe, die nicht die Zustimmung aller Fachleute finden."
Erinnere dich daran, wenn jemand dich einmal als "Dreck" bezeichnen sollte. Oder als "Verbrecher".
Der ursprüngliche Kontext hatte das offensichtlich richtig verstanden.
Davon gehe ich allerdings aus. Sie haben es genau so verstanden, wie es gemeint gewesen ist.
Wenn in einer Gemeinde Beleidigungen "kontextabhängig erlaubt" sind und verteidigt und relativiert werden, können die das gerne so machen. Ich werde es dennoch kritisieren und als unprofessionell und unangebracht bezeichnen.
Wenn jemand etwas falsch gemacht hat, dann lässt sich das völlig ohne emotionale Überhöhung, Unterstellungen und Sarkasmus, völlig ohne Verfolgungs- und Vernichtungseifer eruieren und erledigen.
Ich weiß nicht mehr der wie vielte Thread das jetzt ist, wo du und Helmut diese Beleidigungen von Latzel relativiert. Da fällt mir nur noch Sarkasmus zu ein.
Ach, sry, im Kontext eines Eheseminars darf man also ruhig von "Genderdreck" reden und CSD Teilnehmer als Verbrecher bezeichnen
Als Verbrecher wurden die Leute beschrieben, die die Kirche beschmiert, Morddrohungen ausgesprochen etc. haben.
Das war der Kontext, den man auch beachten sollte.
Veröffentlicht von: @hkmwkAch, sry, im Kontext eines Eheseminars darf man also ruhig von "Genderdreck" reden und CSD Teilnehmer als Verbrecher bezeichnen
Als Verbrecher wurden die Leute beschrieben, die die Kirche beschmiert, Morddrohungen ausgesprochen etc. haben.
Das war der Kontext, den man auch beachten sollte.
Das ist die Geschichte, wie auch ich sie kenne.
Und in diesem Kontext kann ich das auch nachvollziehen.
Diese Ansprachen sind so unterschiedlich, dass es bei Überschwappen in andere Zuhörerschaften fremd wirkt und als Heuchelei interpretiert wird.
Und wenn man als alteingesessener Zuhörer dieses Praktizieren einer Ansprache, die woanders als peinlich empfunden werden würde, eben gerade doof findet, was dann?
Ich sehe da den Unterschied zwischen einer spontanen Äußerung im kleinen Kreis, und dem, was man wohlüberlegt an die Öffentlichkeit gibt.
Hast du noch nie was gesagt, von dem du froh bist, dass es nie in der Zeitung zitiert wurde (unabhängig davon, wie wahrscheinlich das ist, dass du zitiert würdest)?
Wenn man es ihm nicht nachweisen konnte, hätte er freigesprochen werden müssen
Leider funktioniert das so nur in der Theorie, in der Praxis wird höchst selten freigesprochen. Man will dem Angeklagten noch einen reinwürgen und die Kosten soll er auch nicht von der Staatskasse erstattet verlangen können.
warum hat er dann die Geldbuße gegen Verfahrenseinstellung akzeptiert.
Um das Verfahren zu beenden. Ein jahrelanges Verfahren (hier sind es sogar mehrere) belastet enorm. Es zehrt an den Nerven, kostet enorm Zeit und Geld des Betroffenen und seines gesamten Umfelds.
Die Einstellung funktioniert auch nicht einseitig, sondern einvernehmlich mit Staatsanwaltschaft und Gericht. Und auch nur in Fällen, in denen potentiell ohnehin nicht viel dabei herumkommen würde.
Veröffentlicht von: @johnnydwarum hat er dann die Geldbuße gegen Verfahrenseinstellung akzeptiert.
Um das Verfahren zu beenden. Ein jahrelanges Verfahren (hier sind es sogar mehrere) belastet enorm. Es zehrt an den Nerven, kostet enorm Zeit und Geld des Betroffenen und seines gesamten Umfelds.
Am Ende bleibt Latzel auf einer Geldbuße und einer vorübergehenden Gehaltskürzung, die von seinem Arbeitgeber veranlasst wurde, sitzen. Für einen Märtyrerstatus wird das wohl selbst unter Berücksichtigung der von dir geschilderten Belastungen nicht reichen.
Korrekturen am Tag des Gerichts (vgl. 2. Kor 5,10 et al.) vorbehalten.
Oh, sweet summer child.
Das reicht für mehrere Märtyrerstatus. Die Einstufung als wegen des Glaubens zu Unrecht Verfolger beginnt bereits bei der Einleitung solcher Verfahren. Angesichts des medialen Prangers, der Cancel Culture und dem letztendlich dürftigen Ausgang durchaus zu Recht.
Beide Verfahrensbeendigungen sind am unteren Maß des Möglichen, damit der eine Ruhe gibt und der andere sich nicht mit Freispruch und Kostenerstattung blamiert. So ist nun mal die Logik solcher Verfahren.
Ist das gerecht? Nein, natürlich nicht. Das ist dreckig. Aber man kann von der "Vergangenheitsbewältigung" ablassen und sich wieder auf die Zukunft konzentrieren.
@tojak wir haben bei uns in der altkatholischen Gemeinde mehrere schwule Paare, die auch voll akzeptiert sind (warum kein lesbisches weiß ich nicht, an uns liegt es nicht. Vielleicht, weil es generell weniger Lesben als Schwule gibt), und auch häufig eine Transfrau zu Gast. Früher war noch eine Transfrau Mitglied, aber die ist weggezogen.
Ich selbst gehöre als Transvestit auch bißchen zum LGBT-Spektrum. Ich bin Transvestit, nicht transsexuell. D.h. ich mag Männerkleidung einfach lieber und spiele gern die Männerrolle, aber ich bin kein Mann im falschen Körper. So wie beispielsweise Katharina Thalbach. Auch Marlene Dietrich war ein bisschen Transvestit.
Aber ich kann verstehen, dass man irgendwann von dem Thema übersättigt ist. Es ist langsam ein bisschen viel, und andere Themen scheinen unterzugehen.
Unser Verhältnis zu Muslimen wäre auch wichtig. Es gab schon Brandanschläge auf Moscheen: Wie positionieren wir Christen uns dazu?
Oder das internationale Finanzsystem: Was halten wir Christen davon, dass dubiose Ratingagenturen ganze Länder finanziell ruinieren können?
Und ja, auch Familien haben heutzutage Anliegen. Eltern fühlen sich mit Recht oft gesellschaftlich im Stich gelassen, Jugendliche sowieso. Insbesondere Mütter machen gefühlt alles falsch.
Ehrlich gesagt, das sage ich als Transvestit: Bißchen entspannter mit der eigenen Identität umgehen lernen täte der LGBT-Community gut. Einfach akzeptieren können, bißchen anders zu sein.
Ich habe auch noch ADHS. Aus der Sicht muss ich das sowieso. Man stelle sich vor, wenn ich mit meinem ADHS der Mainstream sein will! 🤣
Zur Hannoverschen Kirche kann ich nichts sagen - in der badischen Landeskirche hab ich zu dem Thema schon lange nichts mehr gehört; zumindest nichts was in den Gemeinden irgendeine Relevanz hätte. Die sind aber gerade auch alle mit Umstrukturierung und Immobilien beschäftigt - und Stellenabbau.
Ich hab ja das Gefühl nach dem es jahrelang nur um Umwelt und Naturschutz ging, kam halt jetzt dieses Thema, das aber irgendwie auch schon wieder am Abklingen ist.
Vielleicht sollte sich die Kirche aber mal mit so wichtigen Themen, wie Inklusion beschäftigen oder Umgang mit psychischen Erkrankungen... oder eben dem Sozialstaat... klar für das Soziale gibt es die Diakonie und die will nicht das die Kirche....
Am Ende ist es doch alles vor allem eins: Politik...Kirchenpolitik. Es geht um die Stimmung und darum wer gerade am lautesten schreit.