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Taufe von Kleinkindern und Babys

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kerygma
Themenstarter
Beiträge : 670

Da es häufiger Diskussionen um die Babytaufe gibt, wollte ich dazu mal ein Thema aufmachen. Interessant ist für mich, dass in der Bibel immer wieder steht, dass sich ganze Häuser taufen ließen oder noch konkreter in der Apostelgeschichte in Kapitel 16,32-33:

"Und sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus das Wort des Herrn. Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen."

Es gibt Argumente gegen die Babytaufe, die häufig vorgebracht werden, hier einige Gedanken dazu.

Der häufige Einwand ist, dass Säuglinge nicht glauben können. Wer sagt das überhaupt? Wenn in der Schrift die Rede davon ist, dass alle zum Glauben kommen, ganze Häuser, ganze Städte, dann ist es erstmal eine schriftwidrige Behauptung, dass Babys nicht zum Glauben kommen können. Denn die Schrift behauptet das Gegenteil.

Häufig wird davon ausgegangen, dass die Taufe auf den Namen Jesu eigentlich nur eine Johannestaufe zur Umkehr ist. Die Taufe Jesu unterscheidet sich allerdings von der Johannestaufe. Viele bekehren sich, aber wäre die Taufe nur ein Ausdruck der Bekehrung, hätte es keine neue Taufe gebraucht.

Die Idee, dass Säuglinge nicht glauben können, setzt eine Grundannahme voraus: dass Glaube kein Geschenk ist, sondern eine persönliche Leistung. Der Mensch möchte gerne an seiner Gerechtigkeit festhalten, an seinen Leistungen, an seinen Werken: "Schaut her, ICH habe mich bekehrt, ICH bin zum Glauben gekommen." 

Wer den Glauben als Geschenk sieht, hat keinen Grund anzunehmen, dass ein Baby nicht zum Glauben kommen kann. Denn es ist Gottes Angelegenheit, wem er den Glauben schenkt. Natürlich kann ein Baby seinen Glauben nicht artikulieren, nicht reflektieren, es hat kein theologisches System im Kopf, aber wenn Jesus darauf hinweist "Werdet wie die Kinder" (Mt 18,3), zeigt es, dass Kinder in einer natürlichen Nähe zum Herrn leben.

In der Behauptung, Babys könnten den Glauben nicht geschenkt bekommen, wird a) der Schrift widersprochen, b) Gottes Souveränität infrage gestellt und c) die eigene Gerechtigkeit betont, die im Glauben ein Werk der Bekehrung aus eigener Leistung verteidigen will.

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194 Antworten
kerygma
Themenstarter
Beiträge : 670

Ist er doch gekommen, um alle zu retten, alle, die durch ihn für Gott wiedergeboren werden, die Säuglinge und die Kleinen, die Kinder, die Jünglinge und die Greise.

https://bkv.unifr.ch/de/works/cpg-1306/versions/gegen-die-haresien-bkv/divisions/325

 

kerygma antworten
8 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@kerygma 

Warum lässt Irenäus die Erwachsenen aus? Zwischen Jünglinge und Greise klafft eine Lücke. 

deborah71 antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @deborah71

@kerygma 

Warum lässt Irenäus die Erwachsenen aus? Zwischen Jünglinge und Greise klafft eine Lücke. 

Im nächsten Satz steht: „So durchlebte er jedes Lebensalter“

Offensichtlich war es ein Beispiel, das aber gut geeignet ist um aufzuzeigen, dass die Wiedergeburt auch Säuglinge beinhaltet, um die es hier ging.

kerygma antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@kerygma 

Das Beispiel sind seine Gedanken und nachlässig aufgebaut. 

Jesus wurde auch nicht als Säugling getauft, sondern als Erwachsener. 

Es wirkt alles wie mit der Kneifzange herbeigezogen. Es entsteht kein innerer Friede. Daher überzeugt es mich nicht. 

 

An wen richtet sich eigentlich die Schrift des Irenäus?  da spricht er von Marcionismus als Zielpersonen in den weiteren Seiten, dann wird es ungenau mit der Zeit Jesu Wirkens und 40-50 Jahren der Reife Jesu gegenüber den Pharisäern bzgl Ehe Abraham ward, bin Ich. 

 

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4751

@deborah71 Eine bewusste Aufzählung der Schwachen der Gesellschaft?

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@tatokala 

Jünglinge in der Blüte ihrer Kraft wären Schwache?    Erinnert mich an die Worträtsel: welches Wort passt nicht in die Reihe. 

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4751

@deborah71 Blüte der Kraft steht da auch nicht.

Das wäre dann die Frage, welches Alter der Begriff abdeckt. 

Glaube, so eine ähnliche Diskussion gab es schon mal.

 

 

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@tatokala 

Da steht Jüngling....  ganz recht...  siehst du Jünglinge als schwach an?  Guck dich mal um..... die sind voller Lebenskaft und oft auch voller Flausen 🤣 🤣 🤣 

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4751

@deborah71 Jüngling kann gerade so in der Pubertät sein. Das ist noch nicht der Höhepunkt der Kraft.

Jüngling ist wahrscheinlich noch unverheiratet. Und geheiratet wurde früh. Soviel Zeit bleibt da nicht.

Ist aber spekulativ.

 

lg Tatokala

tatokala antworten


kerygma
Themenstarter
Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @deborah71

Es wirkt alles wie mit der Kneifzange herbeigezogen. Es entsteht kein innerer Friede. Daher überzeugt es mich nicht. 

Ok, wie ich schonmal hier sagte: wenn historische Wahrheit nicht überzeugt, dann brauchen wir über Religion gar nicht mehr reden. Dann kann man sich Morgen eine Bhagavad Gita bei Amazon kaufen und sagen „Da ist jetzt die Wahrheit.“ 🤷🏼‍♂️

kerygma antworten
3 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@kerygma 

Zum Beitrag

Warum sollte ich über Religion reden?  Ich rede lieber über die Beziehung mit Jesus. 

deborah71 antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 670

@deborah71 Du meinst dieses Jesus, der Dir als Idee eingefallen ist ? Der christliche Gott offenbart sich in der Geschichte, die christliche Offenbarung ist nahezu ummantelt von geschichtlicher Wahrheit. Deswegen wurde Gott Mensch und ging in die geschichtliche Wahrheit ein, durch die wir von ihm wissen. Dazu gehört aber auch das gesamte Spektrum geschichtlicher Offenbarung, durch die Gott sein Heilswerk zeigt, wie z.b. Taufen, die geschichtlich bewiesen an Säuglingen vorgenommen wurden. Mit einer Position, die geschichtliche Wahrheit leugnet, kann der Jesus, über den Du sprechen willst, auch der Weisheitslehrer sein, über den manche Buddhisten sprechen, der Isa aus dem Koran oder der Jesus der Gnostiker. Es kann nicht der Jesus sein, durch den wir aus historischer Wahrheit wissen, wenn Du historische Wahrheit ablehnst.

kerygma antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@kerygma 

Zum Beitrag

Du meinst dieses Jesus, der Dir als Idee eingefallen ist ?

als Idee eingefallen? nu mach mal halblang....   du willst mir doch nicht etwa mein Christsein absprechen? 

Nein, du brauchst mich nicht zu bekehren. Jesus hat mich zu sich gezogen durch eine persönliche Begegnung am 23. September 1985, als ich im Johannesevangelium von seiner Kreuzigung las. 

deborah71 antworten
Deborah71
Beiträge : 29559

@kerygma 

Zum Eingangsbeitrag

Der Mensch möchte gerne an seiner Gerechtigkeit festhalten, an seinen Leistungen, an seinen Werken: "Schaut her, ICH habe mich bekehrt, ICH bin zum Glauben gekommen." 

Das klingt ziemlich verurteilend. Mt 7,1 ff

In meinen über 40 Jahren des Lebens mit Jesus ist mir so ein Rühmen noch nicht begegnet. 

Der Heilige Geist überführt von Unglauben (Joh 16) und berührt die Herzen, führt zur Umkehr und zum Umdenken. 

deborah71 antworten
2 Antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 670

@deborah71 Das ist tatsächlich die Implikation. Wer seines religiöses Stolzes wegen verlangt, dass Babys nicht getauft werden sollen, verurteilt sie, weil er sie gedanklich bereits zum Gericht trägt. Das ergibt sich aus der Heilsnotwendigkeit der Taufe.

kerygma antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29559

@kerygma 

Zum Beitrag

Da Jesus selbst sagt, dass den Kindern das Himmelreich gehört, ist deine Schlußfolgerung nicht zwingend für Säuglinge und Kleinkinder zutreffend. 

Glaube und Taufe sind notwendig, da ist die Schrift glasklar. Wenn du Säuglinge taufen willst und denkst, das ist schon alles, dann vergiß nicht die Bestätigung beim Eintritt in die Religionsmündigkeit bei Firmung oder Konfirmation. 

 

deborah71 antworten


kerygma
Themenstarter
Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @deborah71

als Idee eingefallen? nu mach mal halblang....   du willst mir doch nicht etwa mein Christsein absprechen? 

Wo habe ich Dir das Christsein abgesprochen? Aber die Frage ist doch, woher wir etwas haben. Wenn es keine geschichtliche Offenbarung gibt, liegt Dir auch kein Buch vor, das von Christus berichtet. Die Bibel ist verschriftlichte Tradition und wurde über die Geschichte bewahrt und vermittelt. In der Apostelgeschichte finden wir Belege der ersten 100 Jahre nach Christus, wie sich das Christentum entwickelte. Ebenfalls sind die Apostelbriefe Zeugnisse über Konflikte und Lösungen er frühen Gemeinden.

Die Menschen schauen in die Apostelgeschichte um zu sehen, wie sich das Christentum entwickelt hat, aber die Zeugnisse im Jahr 200 nach Christus beispielsweise werden dann nicht mehr akzeptiert, während man aber die kanonisierte Bibel von 380 nach Christus wieder akzeptiert, aber alles, was danach kam, hat dann wieder keine historische Aussage. Das ist aus meiner Sicht keine Herangehensweise: Einfach ein Geschichtsbuch aufzuschlagen, mir punktuelle Situationen herauszugreifen, sie in einen eigenen Sinnzusammenhang zu setzen und dann zu behaupten, das wäre jetzt das authentische Christentum, was aber 2000 Jahre gewachsen ist, das hätte keine Bedeutung.

Das ist ahistorisch. Weißt Du, wie muslimische Apologeten das Christentum delegitimieren wollen? Sie sagen nicht einfach "Tote stehen nicht auf", das wäre sogar ein valider wissenschaftlicher Punkt. Sie leugnen den Tod Jesu am Kreuz. Das bedeutet, sie leugnen historische Wahrheit und konstruieren quasi auch eine eigene christliche Tradition, das machen die Bahai übrigens genauso. Mittlerweile ist es im Christentum genauso: Menschen, die sich als Christen verstehen, leugne nicht nur historische Wahrheit, sie greifen sie sogar aktiv in Diskussionen an. 

Christliche Offenbarung basiert auf geschichtlicher Wirklichkeit. Geschichtliche Wirklichkeit stellt eine Kontinuität dar. Zu dieser geschichtlichen Wirklichkeit gehört genauso die Säuglingstaufe wie auch die in geschichtlicher Kontinuität entstandene Bibel.

Veröffentlicht von: @deborah71

Jesus hat mich zu sich gezogen durch eine persönliche Begegnung am 23. September 1985, als ich im Johannesevangelium von seiner Kreuzigung las. 

Das Johannesevangelium wurde ungefähr im 1. JH nach Christus geschrieben. Das akzeptierst Du, aber die 100 Jahre später gewachsenen und bis heute vollzogenen Säuglingstaufen akzeptierst Du nicht? Als frühester Zeuge für die Säuglingstaufen gilt ja der schon erwähnte Irenäus. Der war ein Schüler von Polykarb, der Schüler des Apostel Johannes war. Wenn auf der Linie schon die Unwahrheit gesagt wurde, wie kann dann das Johannesevangelium authentisch sein?

 

kerygma antworten
kerygma
Themenstarter
Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @deborah71

Da Jesus selbst sagt, dass den Kindern das Himmelreich gehört, ist deine Schlußfolgerung nicht zwingend für Säuglinge und Kleinkinder zutreffend. 

Jesus will Säuglinge nicht retten?

kerygma antworten


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