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Taufe von Kleinkindern und Babys

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kerygma
Themenstarter
Beiträge : 739

Da es häufiger Diskussionen um die Babytaufe gibt, wollte ich dazu mal ein Thema aufmachen. Interessant ist für mich, dass in der Bibel immer wieder steht, dass sich ganze Häuser taufen ließen oder noch konkreter in der Apostelgeschichte in Kapitel 16,32-33:

"Und sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus das Wort des Herrn. Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen."

Es gibt Argumente gegen die Babytaufe, die häufig vorgebracht werden, hier einige Gedanken dazu.

Der häufige Einwand ist, dass Säuglinge nicht glauben können. Wer sagt das überhaupt? Wenn in der Schrift die Rede davon ist, dass alle zum Glauben kommen, ganze Häuser, ganze Städte, dann ist es erstmal eine schriftwidrige Behauptung, dass Babys nicht zum Glauben kommen können. Denn die Schrift behauptet das Gegenteil.

Häufig wird davon ausgegangen, dass die Taufe auf den Namen Jesu eigentlich nur eine Johannestaufe zur Umkehr ist. Die Taufe Jesu unterscheidet sich allerdings von der Johannestaufe. Viele bekehren sich, aber wäre die Taufe nur ein Ausdruck der Bekehrung, hätte es keine neue Taufe gebraucht.

Die Idee, dass Säuglinge nicht glauben können, setzt eine Grundannahme voraus: dass Glaube kein Geschenk ist, sondern eine persönliche Leistung. Der Mensch möchte gerne an seiner Gerechtigkeit festhalten, an seinen Leistungen, an seinen Werken: "Schaut her, ICH habe mich bekehrt, ICH bin zum Glauben gekommen." 

Wer den Glauben als Geschenk sieht, hat keinen Grund anzunehmen, dass ein Baby nicht zum Glauben kommen kann. Denn es ist Gottes Angelegenheit, wem er den Glauben schenkt. Natürlich kann ein Baby seinen Glauben nicht artikulieren, nicht reflektieren, es hat kein theologisches System im Kopf, aber wenn Jesus darauf hinweist "Werdet wie die Kinder" (Mt 18,3), zeigt es, dass Kinder in einer natürlichen Nähe zum Herrn leben.

In der Behauptung, Babys könnten den Glauben nicht geschenkt bekommen, wird a) der Schrift widersprochen, b) Gottes Souveränität infrage gestellt und c) die eigene Gerechtigkeit betont, die im Glauben ein Werk der Bekehrung aus eigener Leistung verteidigen will.

Antwort
374 Antworten
Channuschka
Beiträge : 5521

Wenn man schon die Kindetaufe theologisch vertritt, dann sollte man aber auch darauf hinweisen, dass zumindest in der evangelischen Tradition, aber ich meine auch in der katholischen, auf die Taufe, die Lehre folgt (Eltern und Paten verpflichten sich dazu in der Tauffrage) und in der Konfirmation (Firmung) dann die Antwort des Mensche auf die Taufe, in dem er/sie nach erfolgtem Unterricht, seinen Glauben und seine Taufe vor der Gemeinde bestätigt. Taufe ohne Konfirmation, Gottes Handeln ohne die menschliche Antwort, ist nur die halbe Lehre/Tradition.

channuschka antworten


kerygma
Themenstarter
Beiträge : 739
Veröffentlicht von: @ember

nur die zu taufen die gläubig geworden sind?

Die Bibelausgabe, wo das stehen soll, würde mich interessieren. Zumal ja dann offensichtlich niemand lesen kann, nicht einmal die Leute, die die Bibel übersetzt haben 😎 

kerygma antworten
kerygma
Themenstarter
Beiträge : 739
Veröffentlicht von: @hesed

dann bin ich verloren😅

Wahrscheinlich wie die meisten 🙂

kerygma antworten


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