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Warum ausgerechnet Freikirche / Freie Gemeinde oder lieber Volkskirche

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

ich würde gerne von Euch mal wissen, weshalb man in einer Freikirche / Freie Gemeinde geht oder gar bevorzugt oder eine kath./ evang. Kirche.

Also erst mal meine Geschichte.

Ich war in der EKD, oder eben evangelisch. Aber kein Kirchgänger und wenn, dann gezwungen. Dann Konfirmation und dadurch auch Jungschar. Aber irgendwie doch an Gott glaubend aber nicht an die Kirche.

ich kam da nicht weiter, also vergaß ich das alles mal.

Jahre vergehen!

War im Krankenhaus und hatte eine Sinnkrise / Lebenskrise. Beschäftigte mich mit einem esoterischen Buch. Unterhielt mich mit einer Lernschwester und die erz. mir von ihrem Glauben an Jesus und was er getan hat. Ich wurde erst mal abweisend und dann neugierig. Als ich KH verlies, lud sie mich zu ihrer Gemeinde ein. Ich hörte andere Musik, die Predigten gingen tiefer und berührten mich.

Ein paar Monate sagte ich, in meiner Wohnung, zu Jesus, er möge dich bitte in mein Leben kommen und mir leben schenken.

Das tat er dann auch und ich werde nie vergessen was da abgelaufen ist. Mein ganzes altes Leben rauschte vor meinen Augen vorbei. Ich wusste, ich bin neu geworden. Lies mich dann Taufen.

Ich bin in der Gemeinde, weil ich Menschen dort anders erlebt habe. Veränderte Menschen und auch nicht ganz veränderte. Die Anbetung und die Predigten berühren mein Herz immer wieder. Ich habe ein Heim gefunden.

Vor 2 Jahren bin ich komplett aus der EKD ausgetreten.

Und nun Du 😊

Max

Antwort
572 Antworten
Deborah71
Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @meriadoc

Und nun Du 😊

Als Baby bin ich evangelisch getauft worden und dann mit 10 Jahren auf katholisch getauft worden, damit ich zur Erstkommunion gehen konnte.
Meine Mutter hatte mich nach dem Tod meines evangelischen Vaters in die kath. Kirche umgemeldet.
Mit 11 Jahren bin ich dann gefirmt worden.

Bibellesen kannte ich gar nicht bis zu meinem 33. Lebensjahr, inzwischen verheiratet, als eine Kollegin zu Jesus gefunden hatte und freiweg davon erzählte.
Beim Lesen des Johannesevangeliums sprach mich Jesus bei der Ostergeschichte an in Kapitel 19,18ff.
Auf der Suche nach Verständnis, wer da in mein Leben gekommen war und wem ich mein Leben anvertraut hatte, las ich weiter in der Bibel und ging dann einige Zeit in einen lebendigen CVJM-Hauskreis.

Dort wurde ich nach einiger Zeit eingeladen, in der reformierten Kirche den Kindergottesdienst mitzugestalten. Aus der freien Mitarbeit wurde dann eine Mitgliedschaft.... also aus der RKK ausgetreten und in die ref. Kirche eingetreten.
Die ganze Zeit lief der CVJM-Hauskreis parallel.
Dann kam das Taufthema auf den Tisch. Ein halbes Jahr hatte der ref. Pastor Bedenkzeit ausgebeten, damit ich mir sicher würde. Das versprochene Gespräch hat nie stattgefunden...er hatte keine Zeit.
Ich habe mich dann zur Taufe entschlossen und ein freievangelischer Pastor taufte mich.
Damit konnte ich zwar noch in der ref. Kirche mitarbeiten, durfte aber kein Mitglied mehr sein und nicht über Taufe reden.
Das war für mich keine Option. Der CVJM-Hauskreis blieb meine Gemeinschaft.
Dort kamen viele Kurgäste und brachten viel Input mit.
In der Folge erlebte ich die Geistestaufe und brauchte nun eine Gemeinschaft, die mir Umgang und Lehre vermitteln konnte.
Es folgten etliche Jahre in einer charismatischen Gemeinde mit Kontakten zu Pfingstlern und Baptisten und verschiedene Schulungen.
Die Entfernung zur Gemeinde, die immer eine zwei-Tagesreise erforderlich machte, und dann ein Leiterwechsel leiteten das Verlassen dieser Gemeinde ein.

deborah71 antworten
84 Antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Wenn ich richtig mitgezählt habe, wurdest du viermal getauft.
Mein Respekt - aber mir würde das zu weit gehen.

ungehorsam antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

drei mal 😀

deborah71 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Auch das wäre mir zwei mal zu viel.

ungehorsam antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Das Leben ist meist bunter, als man vorher denkt. 😉

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Auch das wäre mir zwei mal zu viel.

Ich vermute es waren nur zwei taufen, denn in der katholischen, wie in der evangelischen Kirche darf es nur eine taufe geben. Sie wird auch dann anerkannt, wenn in einer Not irgendjemand getauft hat. Früher waren Hebammen auf eine taufe eingestellt und sie taten es.
Wenn beim Wechsel von der eine Kirche zur anderen nochmal getauft wurde, kann ich mir das nur durch eine Panne erklären. Das auf eine bewusste Wiedertaufe so reagiert wird, ist nachvollziehbar. Es besteht, wenn man Mitglied ist, sogar die Gefahr, dass man nach der Widertaufe aus der Kirche ausgeschlossen wird.

orangsaya antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Du liegst mit deinen Vermutungen daneben. Ich hoffe, du möchtest meine Lebensgeschichte nicht umschreiben, oder?

Frag mal Panki ab wann erst eine evangelische Taufe in der kath Kirche anerkannt wurde und wie der Ausdruck genau heißt, wenn ein Pfarrer sich nicht sicher ist, ob ein Kind nach kath. Ritus gültig getauft ist und er eine optionale Taufe zur Absicherung vornimmt.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Es besteht, wenn man Mitglied ist, sogar die Gefahr, dass man nach der Wiedertaufe aus der Kirche ausgeschlossen wird.

Es besteht keine Gefahr, sondern das ist geltendes Kirchenrecht.

Nachtrag vom 19.11.2019 1019
Die gegenseitige Anerkennung der Taufe gibt es diesen Artikeln nach erst seit 2007.

https://www.tag-des-herrn.de/content/wird-die-evangelische-taufe-anerkannt

https://www.ekd.de/pm86_2007_wechselseitige_taufanerkennung.htm

Mein Erleben ist aber vor 57 Jahren geschehen.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Du darfst Pankratius "Panki" nennen?
:
😨
😀

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Bis jetzt hat er es mir nicht verboten 😊

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @deborah71

Frag mal Panki ab wann erst eine evangelische Taufe in der kath Kirche anerkannt wurde und wie der Ausdruck genau heißt, wenn ein Pfarrer sich nicht sicher ist, ob ein Kind nach kath. Ritus gültig getauft ist und er eine optionale Taufe zur Absicherung vornimmt.

Man nennt das eine Taufe "sub conditionem".
Wenn jemand aus einer anderen christlichen Kirche oder Gemeinschaft in die katholische Kirche übertritt, wird jede Taufe anerkannt, die im Namen des dreieinigen Gottes vollzogen wurde.
Das war schon in den 70ern so - aber bei dir liegt das ja noch länger zurück.
Wenn der Priester, bei dem man um Aufnahme bittet, nicht sicher ist, ob es sich um eine solche Taufe handelt, dann tauft er noch einmal und die katholische Taufe ist dann die gültige Taufe unter der Bedingung (="sub conditionem"), dass die noch nicht empfangen wurde.
Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich.

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Ja danke, das war der Ausdruck, der mir fehlte.

Da meine evangelische Taufe im Stammbuch eingetragen worden war damals 1952, kann es sich 1962 nicht um eine Taufe sub conditionem gehandelt haben.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Also war die erneute Taufe völlig überflüssig...

Nachtrag vom 19.11.2019 1100
Mit "erneute Taufe" meinte ich die katholische

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Aus heutiger Sicht auf jeden Fall und auch, wenn man die Lehre vertritt, dass es nur eine Taufe gibt und diese in der Babytaufe verortet.

Damals war die gegenseitige Taufanerkennung noch nicht geregelt.

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Also war die erneute Taufe völlig überflüssig...

Es war nicht nur überflüssig, sondern sie durfte aus katholischer Sicht nicht nochmal gemacht werden, denn die Taufe ist ein Sakrament. Das heißt die Taufe ist nicht durch den Ritus vollzogen, sondern das Wirken Gottes, ist entscheidend.
Natürlich ist durch einen Priester am Taufbecken, mit Weihwasser aus Sicht der Kirche optimal,aber das Wirken Gottes steht im Mittelpunkt. Sogar wenn das Kind im Mutterleib ist und irgendjemand Wasser im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes tauft, wird und wurde so eine Taufe anerkannt. Die Taufe gehört zu den Sakramenten die einmalig sind und nicht wiederholt werden dürfen! Ähnlich, wie die Ehe, es ist halt aus Sicht der Kirche nicht nur ein Versprechen vor Gott, sondern Gott hat gewirkt. Da kann der Mensch nichts ausrichten.

orangsaya antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @deborah71

Da meine evangelische Taufe im Stammbuch eingetragen worden war damals 1952, kann es sich 1962 nicht um eine Taufe sub conditionem gehandelt haben.

Wer weiß, was der Priester dachte oder befürchtete ...

Wir haben es tatsächlich vor 4 Jahren erlebt, dass ein stolzer Opa uns ein Video von der "Taufe" seiner Enkelin in der ev. Landeskirche zeigte. - Die steht auch im Stammbuch, ist aber keine gültige Taufe, weil der Pfarrer schlichtweg auf die Taufformel verzichtet hat. Er hat das Mädchen "auf den Namen XY" getauft, aber nicht "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Damit handelt es sich, zumindest nach dem Verständnis der evangelischen und katholischen Kirche, nicht um eine gültige Taufe.

Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas möglich ist, aber wir haben es dokumentiert gesehen.

pinia antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Danke für deinen Bericht. Er hilft mir dabei die Vergangenheit besser einzuordnen. 😊

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @pinia

Er hat das Mädchen "auf den Namen XY" getauft, aber nicht "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Damit handelt es sich, zumindest nach dem Verständnis der evangelischen und katholischen Kirche, nicht um eine gültige Taufe.

Darüber habe ich nochmal nachgedacht. Demnach ist es also so, dass ein simpler Formfehler die Gnade Gottes Gottes blockieren oder ungültig machen kann nach kirchlichem Verständnis.

Hast du es dem Opa denn gesagt, dass die Taufe kirchenrechtlich ungültig ist dadurch?

Wenn so etwas vorkommt, dann kann sich ja keiner sicher sein, ob er als Baby kirchenrechtlich gültig getauft ist. Denn die Eltern und Taufpaten achten wohl eher nicht auf Formfehler bei so emotionalem Ereignis.

Und was sagt Gott dazu?

deborah71 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339

Zum Glück............
......................liebe Deborah, ist Gott weder an Formeln, noch an Dokumente, noch an Mehrfachtaufen gebunden mit Seiner Zusage, dass du von IHM unendlich geliebt und angenommen bist !!!

irrwisch antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Ein dickes, fettes Amen!!!

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Amen 😊

deborah71 antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @deborah71

Darüber habe ich nochmal nachgedacht. Demnach ist es also so, dass ein simpler Formfehler die Gnade Gottes Gottes blockieren oder ungültig machen kann nach kirchlichem Verständnis.

Ich halte es nicht für einen simplen Formfehler, ob jemand auf seinen eigenen Namen oder in seinem eigenen Namen, oder auf den Namen des dreieinigen Gottes, d.h. im Auftrag und in der Vollmacht des dreieinigen Gottes getauft wird. Erstes ist ein rein menschlicher Akt, letztes Handeln Gottes.

Die Frage, ob jemand im Namen des dreieinigen Gottes gültig getauft wurde, stellt sich z.B. bei der Taufe der Zeugen Jehovas oder bei der Christengemeinschaft. Beide gelten nicht als christliche Taufen, weil sie nicht auf den dreieinigen Gott geschehen.

Die Gnade Gottes gilt allen Menschen, egal ob getauft oder nicht, weil Gott allen Menschen um Jesu Willen gnädig sein kann. Allerdings verzichten viele Menschen auf diese Gnade - entweder, weil sie nichts davon wissen, oder weil sie sie nicht zu brauchen meinen.
Die Taufe ist nach rk und lutherischem Verständnis (und wie ich die Bibel verstehe) eben viel mehr als der Zuspruch der Gnade Gottes, sie ist das "mit Christus begraben in den Tod und mit ihm auferstehen" - also die geistliche Neugeburt, die nur Gott machen kann. Und an der Stelle wollen wir bei den Worten bleiben, die Jesus uns gegeben hat für die Taufe. Ähnliches gilt beim Abendmahl.

Wenn man sich nicht an Wort und Element hält, die unser Herr uns gegeben hat, kann man auf so einen Akt völlig verzichten, weil es dann absolut beliebig wird: ob Wasser oder Cola oder Sand oder vielleicht Farbbeutel, ob im Namen des dreieinigen Gottes, im eigenen Namen, auf das Spaghettimonster, Joda oder Vishnu ... - wenn der Betreffende denkt, er sei getauft worden, dann ist er das wohl. - Das kann's ja auch nicht sein, oder?

Veröffentlicht von: @deborah71

Wenn so etwas vorkommt, dann kann sich ja keiner sicher sein, ob er als Baby kirchenrechtlich gültig getauft ist. Denn die Eltern und Taufpaten achten wohl eher nicht auf Formfehler bei so emotionalem Ereignis.

Ich hoffe doch, dass Eltern, die ihr Kind nicht nur taufen lassen "weil's im Dorf/der Familie halt so üblich ist", darauf achten, und dass Pastoren sich der Bedeutung der Taufe so gewiss sind, dass ihnen kein "Formfehler" unterläuft. Üblicherweise haben Pastoren/Pfarrer dazu eine Agende, es werden ja auch die Bibelworte zur Taufe verlesen, sodass sie den Formulierungen folgen können.

Ich habe als Tante tatsächlich nach der Taufe meines Neffen den Pfarrer angesprochen, weil er im Vorfeld der Taufe gesagt hat, die Taufe bedeute, dass Jesus der Freund des Täuflings sein will. - Da hab ich dann nachgefragt. ... Weil jedoch in der Taufe Gott handelt, kommt es nicht auf den Glauben und das Taufverständnis des Taufenden an. Gott hat meinen Neffen zu seinem Kind gemacht.

pinia antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @pinia

Ich halte es nicht für einen simplen Formfehler, ob jemand auf seinen eigenen Namen oder in seinem eigenen Namen, oder auf den Namen des dreieinigen Gottes, d.h. im Auftrag und in der Vollmacht des dreieinigen Gottes getauft wird. Erstes ist ein rein menschlicher Akt, letztes Handeln Gottes.

Wenn es sich um eine evangelische oder katholische Taufe gehandelt hat in deinem Beispiel, dann ist der ordinierte Pastor/Pfarrer von dieser Kirche grundsätzlich bevollmächtigt in Gottes Namen den Ritus auszuführen, sollte man meinen und diese Taufe dann im Namen des dreieinigen Gottes vollziehen, ob er es nun ausdrücklich sagt oder nicht.

Übrigens hat Paulus sich bei den wenigen berichteten durch ihn ausgeführten Taufen nicht an die Dreieinigkeitsformel gehalten, sondern auf Jesus getauft.

Dazu sagen Theologen, dass Mt 28,19 erst später zur Schrift hinzugefügt wurde.
Woran soll man sich nun halten?

Ich halte mich an Jesus und da bin ich gut aufgehoben 😊

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Die steht auch im Stammbuch, ist aber keine gültige Taufe, weil der Pfarrer schlichtweg auf die Taufformel verzichtet hat. Er hat das Mädchen "auf den Namen XY" getauft, aber nicht "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Damit handelt es sich, zumindest nach dem Verständnis der evangelischen und katholischen Kirche, nicht um eine gültige Taufe.

In der Tat gehört dazu im Namen des Vaters, des Sohnes und im Heiligen Geist. Sonst ist es kein Sakrament. Hier ist ein Videobeweis. Die katholische Kirche nimmt, wenn es um Sakramente geht, es sehr genau. Auch, wenn es keine evangelische Kirche ist, sondern z. B. eine orthodoxe Kirche. Das Sakrament wird angenommen, weil Gott es ist der wirkt.
Mit der Ehe ist es ähnlich. Das ist in der katholischen Kirche auch ein Sakrament. Wird die Ehe nicht bis der Tod euch scheidet geschlossen, kann die Ehe annulliert werden.

orangsaya antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Doppelt gemoppelt
Demzufolge messen Katholiken mit zweierlei Maß. Sie sind sich nicht sicher, ob eine Taufe gültig ist oder nicht und taufen vorsichtshalber nochmal. Wenn Freikirchen der Meinung sind, dass eine Taufe nicht gültig ist und nochmal taufen, wird das Wiedertaufe genannt.

Sowas nennt sich Doppelmoral.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @herbstrose

nicht sicher, ob eine Taufe gültig

Zwischen *nicht sicher sein ob eine Taufe gültig ist* und völliger Nichtanerkennung einer Taufe sehe ich schon einen signifikanten Unterschied und keine "Doppelmoral"

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Letztendlich entscheidet hier in beiden Fällen ein Gemeindeleiter auf Ungültigkeit. Der eine aus Unsicherheit, der andere aufgrund seiner theologischen Erkenntnis. Ich sehe da keinen Unterschied. In beiden Fällen wird der Getaufte zum Christen zweiter Klasse degradiert.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Es findet in beiden Fällen eine menschliche Entscheidung statt. Da geb ich Dir recht

Ansonsten sehe ich immer noch einen Unterschied zwischen

einer *Unsicherheit* und der rigerosen Negierung einer stattgehabten Taufe

Allerdings habe ich und daher rührt ein grosser Teil meiner inneren Distanz zu sog. Freikirchen (der Begriff ist unpäzise, ich weiss) weil ich nur bei dort verorteten Gemeinden bisher ein zum Christ

Veröffentlicht von: @herbstrose

zweiter Klasse degradiert

sein, ob dieser Negierung erlebt habe.

In der RKK zB niemals. Auch nicht in den Zeiten, wo man mich zum Übertritt ermuntern wollte.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Es gibt keinen Unterschied, denn das Ergebnis ist dasselbe. Der Getaufte muß sich taufen lassen.

tristesse antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Demzufolge messen Katholiken mit zweierlei Maß. Sie sind sich nicht sicher, ob eine Taufe gültig ist oder nicht und taufen vorsichtshalber nochmal. Wenn Freikirchen der Meinung sind, dass eine Taufe nicht gültig ist und nochmal taufen, wird das Wiedertaufe genannt.

Sowas nennt sich Doppelmoral.

Mir ist schleierhaft wie du hier auf doppelte Moral kommst. Wurde ein Kind nicht richtig getauft, dann ist es auch nicht getauft. Dann ist es es keine zweite Taufe, sondern die erste. Das wird nicht willkürlich entschieden, sondern kann zur Klärung ein längeres Verfahren sein. Das nicht wieder getauft wird ist in der Kirche wichtig. Deshalb ist, - im Zweifel taufen wir mal eben nochmal, nicht die Praxis.

orangsaya antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

"Wurde ein Kind nicht richtig getauft" sagt eigentlich alles.

herbstrose antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Du liegst mit deinen Vermutungen daneben. Ich hoffe, du möchtest meine Lebensgeschichte nicht umschreiben, oder?

Deine Lebensgeschichte brauche ich hierfür nicht. Ob es eine verzehrte Kindheitserinnerung ist, oder tatsächlich der so war, spielt hier keine Rolle.
Angenommen der katholische Pfarrer hat dich Wiedergetauft, dann ist diese Taufe ungültig. Es sei denn, du wurdest nicht im Namen des christlichen Gottes getauft. Das ist ein einmaliger und unumkehrbar Akt Gottes.
So alt kannst du gar nicht sein, dass deine evangelische Taufe nicht anerkannt wurde. Es gibt Vereinbarungen die älter sind die Magdeburger Erklärung. So wurde vorher vereinbart, dass das Wasser drei Mal über den Kopf Rollen muss. Wie auch immer, es geht nicht darum, deine Vita anzuzweifeln, sondern darum, dass die Kirche grundsätzlich eine christliche Taufe anerkennt und eine Wiedertaufe nicht zulässt.

orangsaya antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Wenn ich jetzt den Bericht von Pinia und deinen Bericht zusammensetze, dann besteht die Möglichkeit, dass beide Taufen ungültig sein können.
Ich kann mich also auf keine der beiden definitiv verlassen.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Es gibt Vereinbarungen die älter sind die Magdeburger Erklärung.

Über dreimaliges Wasser ..ok...aber über gegenseitige Anerkennung sind sich heute noch nicht mal alle einig.
Ich hatte da vorhin ein interessantes Dokument der Mennoniten gefunden.
http://www.mennlex.de/doku.php?id=inhalt-b2-alphabetisch

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

zu lang für einen Nachtrag
Ich habe deine Worte mal sacken lassen.... für mich bedeuten sie, zusammen mit dem Hinweis von Pinia, dass ich mich getrost von beiden landeskirchlichen Taufen verabschieden kann und sie in die Hände Jesu geben. Alle haben es gut gemeint... aber wie das so ist mit dem Gutmeinen... Satz mit X.
Ich bin meiner Mutter dankbar für Psalm 23,1 und dem darin enthaltenen Segen... und damit kann ich diese Vergangenheit abschließen.
Über deine Infragestellung bzgl verzerrter Kindheitserinnerung sehe ich großzügig hinweg.
Mich würde nur noch interessieren, wie alt ich denn sein müsste deiner Ansicht nach, dass es noch keine gegenseitige Anerkennung gegeben hätte, wenn sie erst 2007 zwischen Evangelisch und Katholisch beschlossen wurde. 😉

deborah71 antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968

Kann man sich selbst enttaufen?
Mir fällt auf, dass es bei eurer Taufdiskussion nur um Meinungen von Menschen geht. Spielt Gott bei der Taufe überhaupt eine Rolle?
Das Wiederholen einer Taufe bei jedem Gemeindewechsel lässt sich sicher jeweils gut begründen. Jede Konfession hat da schon seine Antworten parat.

Kann man sich selbst enttaufen?

Liebe deborah, deine Gewissensprobleme sagen mir, dass das nicht so ohne weiteres geht.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @opastefan

Spielt Gott bei der Taufe überhaupt

Nach ev. und katholischem Verständniss wirkt Gott IN der Taufe
in beiden Kirchen ist die Taufe von Jesus selbst gespendetes Sakrament.

So wie ich es immer erfahren/erlebt hab in meinen Zeiten in freikirchlichen Gemeinschaften, wird die taufe ehr als Gehorsamschritt gegenüber Gott gesehen. (Ich lass mich da aber gerne korrigieren falls ich mich irre)

Das hiesse jetzt für mich

Gottes Wirken im Sakrament der Taufe ist unumkehrbar auch wenn der Täufling sich später von Gott abwendet.

Einen Gehorsamsschritt kann ich zurücknehmen.. würde ich behaupten

(

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Deshalb bin ich so froh, dass meine Zugehörigkeit zum Leib Christi nicht von der Art meiner Taufe abhängt sondern einzig von meinem Glauben an Jesus Christus.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Die Frage war doch

*kann ich mich selbst enttaufen*

oder irre ich mich.

insofer erkenn ich jetzt leider nicht den Zusammenhang bzw. worauf Du hinaus willst.

Nachtrag vom 20.11.2019 1302
Andererseits.. muss ich getauft sein, um Teil des Leib Christi zu sein.
Der Mörder am Kreuz, der Christus als Herrn bekannte, war es ja offensichtlich nicht

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @opastefan

Mir fällt auf, dass es bei eurer Taufdiskussion nur um Meinungen von Menschen geht. Spielt Gott bei der Taufe überhaupt eine Rolle?

Das frage ich mich langsam auch, wenn ich hier so lese, wie Kirchenregularien über eine Gültigkeit oder Nichtgültigkeit entscheiden.

Veröffentlicht von: @opastefan

Kann man sich selbst enttaufen?

Wo sich herausstellt, dass die Wahrscheinlichkeit einer ungültigen Taufe sehr hoch bis gegeben ist, dann stellt sich diese Frage nicht.

Ich hatte kein Gewissensproblem, sondern man versucht mir ein schlechtes Gewissen-Problem zu machen. Aber das muss ich ja nicht annehmen.

Gemäß Bibel bin ich mit Umkehr, Glaube, Taufe und Geistestaufe gültig getauft und durch nachfolgende Zeichen von Gott bestätigt.

Ist nur spannend hier zu lesen, wie sich die Kirchenregularien über die Zeiten verändert haben und sich gegenseitig aushebeln.

lg
Deborah

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Wenn ich jetzt den Bericht von Pinia und deinen Bericht zusammensetze, dann besteht die Möglichkeit, dass beide Taufen ungültig sein können.
Ich kann mich also auf keine der beiden definitiv verlassen.

Das einzige was, so, wie es sich anhört, irgendwas schief gelaufen ist. Was?, keine Ahnung. Das beide Taufen ungültig sind denke ich kaum. Entweder hat der evangelische Pfarrer etwas falsch gemacht, oder der katholische Pfarrer. Beide glaube ich kaum. Dann käme noch die dritte Taufe in Betracht. Die katholische Kirche ist ja der Taufe durch untertaufen. Nicht verschlossen. In Italien gibt es alte Kirchen mit einem Becken. Der Bedarf ist nur nicht groß, weil die meisten Erwachsen bereits getauft sind. Wurde jemand in einer orientalischen Kirche getauft, oder im Jordan, dann ist es selbstverständlich gültig, sofern es korrekt war.

Über dreimaliges Wasser ..ok...aber über gegenseitige Anerkennung sind sich heute noch nicht mal alle einig.
Ich hatte da vorhin ein interessantes Dokument der Mennoniten gefunden.

Die Seite ist mir nicht über den Weg gelaufen. Danke, kann ich bestimmt mal gebrauchen. Drei Mal über den Kopf, war eine alte Vereinbarung. Das gab der katholischen Kirche mehr Sicherheit. Drei Mal Wasser Rollen dedeutet , im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Da wird nicht einfach gesprengelt, oder nass gespritzt .., wie es oft behauptet wird.
Aber schon vorher wurde ein Sakramenten als Sakrament anerkannt. Mit der Übereinkunft wie die Taufe ablaufen soll und später mit der Magdeburger Vereinbarung ist nur mehr Sicherheit da.

orangsaya antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Du kannst es drehen und wenden, wie du willst.... da ist Murks gemacht worden damals.
Und je mehr Erklärungen du anbringst, umso deutlicher wird für mich der Murks.

Das Kind ist in den Brunnen gefallen damals .... und Jesus hat es rausgeholt. ✝❤

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Du kannst es drehen und wenden, wie du willst.... da ist Murks gemacht worden damals.
Und je mehr Erklärungen du anbringst, umso deutlicher wird für mich der Murks.

Ich drehe da gar nichts. So ist in der Geschichte etwas falsch gelaufen. Von dem, wie es sich anhört vermute ich, der katholische Pfarrer hätte nicht nochmal taufen dürfen. Vielleicht ist es ein Fehler, dem ein Pfarrer passieren kann. Weiter helfen könnten vielleicht die Kirchenbücher. Ich habe zwar Kirchenbücher aus dem Jahrhundert davor gelesen, aber eine Menge Anmerkungen. Oder frage einfach mal beim Bistum an, warum du zwei mal getauft wurdest.

orangsaya antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @orangsaya

So ist in der Geschichte etwas falsch gelaufen.

Das weiß ich doch.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Vielleicht ist es ein Fehler, dem ein Pfarrer passieren kann.

Natürlich sind auch Pfarrer nicht unfehlbar. Scheint immer noch schwer verdauliche Kost für dich zu sein, dass 1962 die Welt anders geregelt war als nach 2007.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Oder frage einfach mal beim Bistum an, warum du zwei mal getauft wurdest.

Warum sollte ich? Es war so... abgelegte Geschichte.

Ich wundere mich nur, warum du so an diesem alten Knochen nagst.

Wo ich aber noch nachfragen wollte. Du erwähntest als Beweggrund für die Regelungen den Punkt Sicherheit.
Welche Sicherheit gegen welche Angst?

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Hallo orangsaya,

Veröffentlicht von: @orangsaya

Deine Lebensgeschichte brauche ich hierfür nicht. Ob es eine verzehrte Kindheitserinnerung ist, oder tatsächlich der so war, spielt hier keine Rolle.

Natürlich spielt es eine Rolle.
Du hast ja im Prinzip Deborah unterstellt, ihre Geschichte nicht korrekt wiederzugeben. Wenn sie das so erlebt hat, dann stimmt das auch und dann musst Du auch nicht versuchen, das mit "veze(h)rrter Kindheitserinnerung" in Frage zu stellen. Sowas vergisst man nicht.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Angenommen der katholische Pfarrer hat dich Wiedergetauft, dann ist diese Taufe ungültig.

Was soll das "angenommen" denn heißen? Dass sie hier im Grunde Quatsch erzählt?

Veröffentlicht von: @orangsaya

Wie auch immer, es geht nicht darum, deine Vita anzuzweifeln,

Dann sei bitte so gut und tu es auch nicht.

tristesse antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @tristesse
Veröffentlicht von: @tristesse

Angenommen der katholische Pfarrer hat dich Wiedergetauft, dann ist diese Taufe ungültig.

Was soll das "angenommen" denn heißen? Dass sie hier im Grunde Quatsch erzählt?

Ich verstehe es so, dass es dann eine Wiedertaufe durch den katholischen Pfarrer wäre, wenn die erste, evangelische Taufe gültig gewesen wäre.

pinia antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057
Veröffentlicht von: @pinia

Ich verstehe es so, dass es dann eine Wiedertaufe durch den katholischen Pfarrer wäre, wenn die erste, evangelische Taufe gültig gewesen wäre.

Leider kann das nur Orangsaya beantworten, wie er das gemeint hat.

tristesse antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @deborah71

drei mal 😀

Genau genommen ist ja nur die Taufe eine echte Taufe im Sinne des biblischen Verständnisses (vgl. Röm 6) gewesen, die nach Deiner persönlichen Entscheidung für Jesus erfolgte.

Bewegende Geschichte durch die Denominationen, aber offensichtlich hat Gott Dein suchendes Herz gesehen und sich finden lassen. Teil der Gemeinde Jesu zu sein, ist wichtiger als irgendeine Denomination.

So bist Du hier immer eine Userin, die wertvolle und hilfreiche Beiträge postet. Danke dafür und Gottes Segen.

LG.
Clay

clay antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @clay

Genau genommen ist ja nur die Taufe eine echte Taufe im Sinne des biblischen Verständnisses (vgl. Röm 6) gewesen, die nach Deiner persönlichen Entscheidung für Jesus erfolgte.

Und das ist die Wesentliche... mein Taufvers dazu ist aus Psalm 16
Ps 16, 11 Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.

Dort bin ich zu Hause...

...und damit bin ich auch überall dort zu Hause, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind.

Veröffentlicht von: @clay

Bewegende Geschichte durch die Denominationen, aber offensichtlich hat Gott Dein suchendes Herz gesehen und sich finden lassen. Teil der Gemeinde Jesu zu sein, ist wichtiger als irgendeine Denomination.

Ja, Gott sieht das Herz an....

Veröffentlicht von: @clay

So bist Du hier immer eine Userin, die wertvolle und hilfreiche Beiträge postet. Danke dafür und Gottes Segen.

Danke, dass du mir ein so gutes Zeugnis ausstellst 😊

lg
Deborah

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @clay

Genau genommen ist ja nur die Taufe eine echte Taufe im Sinne des biblischen Verständnisses (vgl. Röm 6) gewesen

Sagt wer?
Mir wurde - übrigens in einer Gemeinde wo im Zuge eines Taufseminars alle überzeugt werden sollten sich (noch mal oder halt bei entsprechender Überzeugung "endlich richtig glaubens-") taufen zu lassen gesagt, also vermittelt während des Seminars, dass die Römerstelle sich gar nicht auf die Wassertaufe bezieht.
Verwirrt ob meiner damals neu gewonnenen und einige Zeit lang für richtig angesehenen Ansicht die Babytaufe dürfe ich als null und nichtig ansehen und mich daher taufen lassen (da ich endlich "richtig zur Gemeinde gehören" wollte), habe ich das dann angesprochen, also nachgefragt.

Diese Ansicht passt aber zu den anderen Bibelstellen, wo der Schächer am Kreuz ungetauft die Zusagen von Jesus erhält mit IHM im Paradies zu sein, und auch zu anderen Stellen in der Apostelgeschichte, wo die Inhalte der Taufen zu unterschiedlichen Zeiten und tw. in anderer Reihenfolge geschahen.
Echte Taufe wäre danach dann aber nicht die "zur richtigen Zeit mit der richtigen eigenen persönlichen Einstellung geschehenen" Wassertaufe, sondern die im Heiligen Geist.
Die nicht zeitlich mit der Wassertaufe zusammen fällt.
Eigentlich nie, denn wer bekommt den Heiligen Geist verwehrt, wenn er Jesus Sein Leben anvertraut. Da wartet Gott doch mit Seinem Heiligen Geist nicht, bis die oder irgendeine Gemeinde bereit ist den Gläubigen zu (Wasser-) taufen?

Dann kommen die kuriosesten Lebensläufe heraus.
"Ich bin noch nicht richtig getauft, nun aber"-
"Ich muss unbedingt glauben, dass meine Babytaufe nicht gilt vor Gott (na los Herz, glaube es endlich"), damit ich überzeugt glaubensgetauft werden kann und endlich richtig Christ bin und den Heiligen Geist habe".
usw.

Damit meine ich nicht hier geschilderte persönliche Geschichten, was das eigene Leben und Taufen angeht - bitte nicht missverstehen.
Doch ich habe schon viel Leid erlebt und gesehen bzw. miterlebt oder gehört, was diese unterschiedlichen Taufpraxen angeht und den Druck, der manchmal in Gemeinden auf Gläubige ausgeübt wird.
"Du darfst kein zweites Mal getauft werden, wenn Du nicht 100 Prozent überzeugt bist, dass keiner jemals getauft ist, der an seiner Babytaufe oder anderweitiger ungläubiger (oder "nicht richtig geglaubter") Taufe fest hält, denn dann ist es eine Wiedertaufe und die ist verflucht".
"Quatsch, niemand ist verflucht, es gibt keine verbotene Wiedertaufe selbst wenn der Taufanwärter nicht alle Babytaufen verdammt".
"Nur der kann getauft werden, der es WIRKLICH richtig erfasst hat".
Eine sagte mir mal, sie lasse sich doch nicht taufen, sie sei noch nicht gut genug für Jesus.
Inzwischen war sie daher bei Katholiken gelandet.
Sie war sehr erstaunt und meinte "das hätte mir ja mal jemand sagen können", als ich ihr sagte, dass sie nicht "gut genug für Jesus sein müsse" vorher (was für eine Vorstellung"), sondern dass Jesus alles für sie getan hat und sie sich mit ihrer Taufe halt dazu bekennt.
Der Glaube an Jesus sollte (in der Gemeinde mit dem Taufseminar übrigens ...) das Entscheidende sein, nicht die "Voraussetzungen gut genug zu sein".

Wieviele Taufen kommen sonst unter Umständen eines Gläubigen dabei heraus?

Anonymous antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1328

Mir fällt wiederholt auf, dass Du mit persönlichen (negativen) Erlebnissen und mit (negativen) Erfahrungen in Gemeinden argumentierst. Die habe ich auch, aber das ist doch nicht wichtig. Entscheidend ist doch, was ich bei der Beschäftigung mit der Bibel zum Thema Taufe von Gott persönlich offenbart bekomme. Wenn Er mir sagt, dass ich mich nochmals taufen lassen sollte, dann ist doch nicht wichtig, was irgendwelche Leute oder Gemeinden dazu sagen. Dann bin ich einfach Gott gehorsam. Und wenn Gott mir dazu nichts sagt, dann ist es (noch) nicht dran.

Und Wassertaufe und Geistestaufe sind zwei Paar Stiefel. Bei Jesus fiel die Bußtaufe (nicht 'unsere') mit der Geistestaufe zusammen, muss aber nicht. Jesus nannte die Geistestaufe 'Kraft aus der Höhe'. Bereits im Alten Testament hatten alle Menschen, die Gott dienten, die Geistestaufe (Salbung): Propheten, Priester, Könige, Anbetungsmusiker im Tempel, sogar die Handwerker, die an der Stiftshütte gearbeitet haben.

In der Apostelgeschichte sehen wir diesen Ablauf:
1. Verkündigung des Evangeliums durch die Apostel u.a.
2. Bei Annahme des Evangeliums:
a) Neugeburt (Wiedergeburt durch den Heiligen Geist),
b) Wassertaufe
c) Geistestaufe
d) Anschluss an die Gemeinde
Die Geistestaufe befähigt uns zum Dienst für Gott, wozu wir alle berufen sind, indem sie uns (übernatürliche) Kraft, Vollmacht und Autorität verleiht. Der Empfang von Geistesgaben geht damit einher.
Neugeburt = Geist Gottes in uns, aus Ihm geboren;
Geistestaufe = Geist Gottes auf uns, befähigt zum Dienst;
das ist zweierlei.

Veröffentlicht von: @karibu20

Diese Ansicht passt aber zu den anderen Bibelstellen, wo der Schächer am Kreuz ungetauft die Zusagen von Jesus erhält mit IHM im Paradies zu sein, und auch zu anderen Stellen in der Apostelgeschichte, wo die Inhalte der Taufen zu unterschiedlichen Zeiten und tw. in anderer Reihenfolge geschahen.
Echte Taufe wäre danach dann aber nicht die "zur richtigen Zeit mit der richtigen eigenen persönlichen Einstellung geschehenen" Wassertaufe, sondern die im Heiligen Geist. Die nicht zeitlich mit der Wassertaufe zusammen fällt. Eigentlich nie, denn wer bekommt den Heiligen Geist verwehrt, wenn er Jesus Sein Leben anvertraut. Da wartet Gott doch mit Seinem Heiligen Geist nicht, bis die oder irgendeine Gemeinde bereit ist den Gläubigen zu (Wasser-) taufen?

Die Bibelstelle mit dem Schächer zeigt, dass die Wassertaufe nicht heilsnotwendig ist, was aber nicht heißt, dass sie unwichtig wäre. Der Schächer erhielt auch keine Geistestaufe mehr, weil er Gott nicht mehr dienen konnte. Wohl aber wurde er von neuem geboren, denn sonst wäre er nicht mit Jesus ins 'Paradies' gegangen.

Bitte nenne mir neutestamentliche Bibelstellen, wo die Reihenfolge von Neugeburt, Wasser- und Geistestaufe nicht in dieser Abfolge verliefen. Ich weiß im Moment nur die eine Stelle, wo die Geistestaufe durch unzureichende Belehrung erst zeitverzögert erfolgte (vgl. Apg 19,1-7)

LG.
Clay

clay antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

wiederholt? wo denn noch?

Ich habe nicht mit "negativen Erfahrungen argumentiert" - das könntest Du anderen sonst ja auch vorwerfen, gell - was ich erlebt habe im RL (und es wird IMMER gesagt, man solle bei sich bleiben, wie man's macht).
Es ist nun mal mein Leben, schön dass Du es so negativ siehst, ich habe mir das nicht so ausgesucht.

So, Rest nun wieder gelöscht, besser so.

Schönen Tag noch.

Liebe Grüße
Karibu

Veröffentlicht von: @clay

Wenn Er mir sagt, dass ich mich nochmals taufen lassen sollte, dann ist doch nicht wichtig, was irgendwelche Leute oder Gemeinden dazu sagen.

Jo jo, wenn Du davon 100%ig überzeugt bist und dann jemanden findest, der Dich auch wirklich tauft, samt Deinen Überzeugungen, dann kannste Dich doch freuen,

Anonymous antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @karibu20

Es ist nun mal mein Leben, schön dass Du es so negativ siehst, ich habe mir das nicht so ausgesucht.

Liebe Karibu, ich nehme Deine Aussage nur zum Anlass, um generell etwas dazu zu schreiben, was ich nicht explizit auf Dich angewendet verstanden wissen will.

Keiner von uns hat ein Leben, das nur negativ verläuft, aber unsere Persönlichkeitsstruktur verleitet uns oft dazu, es einseitig zu sehen, entweder fokussiere ich mich auf das Negative in meinem Leben oder auf das Positive, selten sehe ich es ausgewogen. Es wechselt auch je nach meiner momentaner Lage und Stimmung.
Wenn ich auf das Negative sehe, äußere ich mich i.d.R. auch negativ; sehe ich das Positive, äußere ich mich anders. Das geschieht oft nicht einmal bewusst. Das ist kein Vorwurf, sondern lediglich eine Feststellung. Mir geht es auch so; ich bin auch nicht immer gut drauf.

Alter Spruch meiner Mutter: 'Danken schützt vor wanken; loben zieht nach oben.'
Wenn ich nur das Negative sehe, fange ich an, Gott für all das Gute in meinem Leben zu danken - und das ist eine Menge, wenn ich bei meiner Geburt anfange ...
Ich lege mir eine CD mit Anbetungsliedern zuhause oder im Auto auf und bete meinen wunderbaren Vater im Himmel an, der uns so unermesslich und unendlich liebt, und meine Sicht der Dinge und meine Stimmung wandeln sich.

Manchmal hat meine Sichtweise auch etwas mit meiner Prägung und mit dem zu tun, was ich erlebt habe. So trug ich seelische Verletzungen mit mir rum, die angetippt wurden, wenn bestimmte Aussagen gemacht wurden oder in bestimmten Situationen, usw. Seit ich vergeben habe, sind die Verletzungen geheilt.

Und wir lesen und hören auf einem gewissen Hintergrund, der bei jedem unterschiedlich ist, so dass wir uns gelegentlich missverstehen und dann erklären müssen, wie wir es meinen. Aber auch danach finden wir nicht immer Verständnis. Dann muss man es einfach mal so stehen lassen. Wir sind eben alle Individuen, Originale Gottes, aber liebenswert und wertvoll.

LG.
Clay

clay antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @clay

Entscheidend ist doch, was ich bei der Beschäftigung mit der Bibel zum Thema Taufe von Gott persönlich offenbart bekomme. Wenn Er mir sagt, dass ich mich nochmals taufen lassen sollte, dann ist doch nicht wichtig, was irgendwelche Leute oder Gemeinden dazu sagen. Dann bin ich einfach Gott gehorsam. Und wenn Gott mir dazu nichts sagt, dann ist es (noch) nicht dran.

An der Stelle finde ich es sehr interessant, dass Gott scheinbar unterschiedlichen Menschen zu derselben Bibelstelle (z.B. Röm.6) Unterschiedliches sagt.
Mich hat er damals beim Vorbereiten einer Predigt "umgedreht", sodass ich mit schlotternden Knien und Angst vor den Konsequenzen nicht anders konnte, als von der Taufwiedergeburt zu reden.

pinia antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895

pssssssst 😊
das tut er (Gott), damit seine Menschen ihn nicht in Schubladen stecken können ... *grins* ... obwohl ... *nachdenk* ... er wäre ja dann auch "vom Fach" 😀 😀 😀

okay, ICH fand den gut 😀

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @pinia

Mich hat er damals beim Vorbereiten einer Predigt "umgedreht", sodass ich mit schlotternden Knien und Angst vor den Konsequenzen nicht anders konnte, als von der Taufwiedergeburt zu reden.

Vorbereiten einer Predigt?
Okay, anderes Thema ...

Was die "Taufwiedergeburt" angeht (wobei ich in der Bibel nicht finde, dass der der es tut dann verdammt ist oder so, also "schlotternde Knie und Angst" können da nicht von Gott sein), so ist mein Gedanke dazu halt oft, wenn jemand meint die Säuglingstaufe war ja "keine richtige" bzw. "gar keine Taufe", weil der Täufling nicht denken und sich entscheiden konnte vorher,
dass GOTT aber dabei gewesen ist.
Und - wovon zumindest ich aufgrund des Zeitraumes wo es geschah und dem Pastor der damals tätig war ausgehe - wenn es auf den Namen des dreieinigen Gottes geschehen ist - warum sollte es dann vor Gott ungültig sein? Nur weil der Mensch da noch nicht denken konnte (aller Wahrscheinlichkeit nach ...)?
Das können manche Behinderte Menschen oder später verunglückte und dann geistig Beeinträchtigte oft ihr ganzes Leben lang nicht.
Dürfen die alle in den entsprechenden (Frei-) Kirchen dann nie getauft werden? Weil sie sich nie entscheiden können?
Und dann wird für Jesus entschiedenen Kindern unter 12 Jahren gesagt "Du noch nicht, Du bist noch zu klein".
usw.
Ich bin auf "keiner Seite", bin da eher heute freier in meinen Gedanken (auch wenn immer wieder welche meinen, es stehe DOCH genau im NT), aber eben WEIL es für beide Seiten gute Argumente und Bibelstellen gibt.
Und wie gesagt, ich sehe in der Bibel auch keinen Hinweis auf eine "verfluchende" Wiedertaufe.
Ich kenne die Bibelstelle wo es heißt "Eine Taufe, ein Glaube, usw."-
doch meines Erachtens gibt das keinen Rückschluß auf Verdammung eines "Wiedergetauften" her, der nach seinem eigenen Empfinden nur einmal getauft worden ist.
Sich gegenseitig stehen lassen (schrieb einer von seiner Gemeinde in der er heute ist) halte ich heute nicht mehr für unentschlossene Schwäche (früher dachte ich, es muss in dieser Frage klare Antwort in der Bibel geben, "Schwarz-Weiß" halt), sondern für in Gottes Sinne gehandhabte Vorgehensweise.
Halte ich dafür, wie gesagt, ich mache kein Dogma aus irgendeiner Tauflehre.

Dass Gott da, wie Du auch schreibst, mit den Menschen unterschiedliche Wege geht, das konnte ich mir in Bezug auf die Taufe nicht vorstellen sehe es aber heute genau so.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @karibu20

Vorbereiten einer Predigt?
Okay, anderes Thema ...

In demselben Jahr hat Gott mir auch gezeigt, dass ich als Frau nicht vor gemischten Versammlungen predigen soll (Stichwort lehren, Autorität ausüben über Männer). - Hab ich dann auch meinem Arbeitgeber so gesagt ...

Veröffentlicht von: @karibu20

also "schlotternde Knie und Angst" können da nicht von Gott sein

Das war nicht die Angst vor Gott, sondern weil ich in meinem Dienstvertrag damals unterschrieben hatte, dass ich die Taufwiedergeburt nicht lehren darf, und weil ich nicht wusste, wie die Gemeinde auf diese Predigt reagieren würde. Aber ich konnte an dem Tag nicht anders, ich musste das genau so sagen. Gott hat mich damals erinnert an ein Pauluswort: Ich rede nicht um Menschen zu gefallen. - Also war ich gehorsam.

Und ich bin heute noch sehr dankbar für diese beiden und zwei weitere Erkenntnisse, weil ich bei allen Anfragen/Konfrontationen später mit Gewissheit sagen konnte, dass ich das lutherische Verständnis nicht habe "wegen meines lutherischen Freundes" oder gar ihm zuliebe, sondern weil GOTT mich in dem Jahr, bevor ich den Mann kennen lernte, so geführt/gelehrt hat.

pinia antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Danke für die Erlebnisse von Dir.
Dann habe ich Dich vielleicht falsch verstanden?
Hast Du die Taufwiedergeburt trotz Verbot gepredigt, oder nicht?
Den Teil habe ich glaube ich falsch gelesen?

Du nimmst das sehr genau und fragst da nach Gottes Wegen, das finde ich wunderbar.

Veröffentlicht von: @pinia

dass ich das lutherische Verständnis nicht habe "wegen meines lutherischen Freundes" oder gar ihm zuliebe, sondern weil GOTT mich in dem Jahr, bevor ich den Mann kennen lernte, so geführt/gelehrt hat.

Das lutherische Verständnis?
Meinst Du damit das der Kirchendogmen (wurde mir jedenfalls hier so gesagt ...) entsprechende über die Taufe?
Oder die direkte Lutherlehre, die da was die Taufe angeht nicht wirklich die eigentliche Errettung alleine durch die Wassertaufe ergibt?
Bist Du heute in einer evangelischen Gemeinde?
Oder in einer Anderen?

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Und dann wird für Jesus entschiedenen Kindern unter 12 Jahren gesagt "Du noch nicht, Du bist noch zu klein".
usw.

Wer sagt das?

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Das kommt häufiger vor.
In einer Brüdergemeinde habe ich selber mitbekommen, als ein 8 oder 9-jähriger Junge nicht getauft werden durfte.
Die Mutter erzählte uns im Hauskreis davon.
Ein Beispiel erzählte sie, was schon sehr anrührte und nicht gerade von fehlendem Bewusstsein oder Glauben sprach:
Der Junge war sehr krank und die Mutter hatte ihm zur Erleichterung Medikamente gegeben.
Als sie ihn dann später fragte und er sagte, dass es ihm schon besser gehe, da sagte sie erleichtert: (ungefähr) "Wie schön, dann hat Dir die Tablette ja geholfen".
Und er sagte zu ihr: (auch ungefähr) "Aber Mama, Du weißt doch, dass es nicht die Tablette war, sondern der Herr Jesus (oder Gott)."

Wie gesagt, das war ein Beispiel von ihm.
Wieso ihm trotz seines starken Glaubens die Taufe verweigert wurde?
Soweit ich es richtig verstanden und übermittelt bekommen habe, war es wie gesagt weil er zu jung war den Verantwortlichen in der Gemeinde!

Anders gesagt, damit es dann auch "wirklich richtig und entschieden" passieren würde und bei einer einmaligen Taufe bleiben würde.
Das ist halt die andere Seite, auf der sie vom Pferd fallen oder gefallen sind, dachte ich.
Ein anderer, der auch mal in dieser Gemeinde war und umzugsmäßig in eine andere aber damals noch ähnliche ging, sagte zu mir:
"wenn meine Kinder getauft werden wollen, dann dürfen sie das auch dann würde ich sie halt selber taufen".

(In Freikirchen zumindest manchen Brüdergemeinden war oder ist das nicht an bestimmte Amtsträger gebunden, ich glaube weil Paulus in ihren Augen auch kein Amtsträger im heute kirchlichen Sinne war, als er den Kämmerer taufte).

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193
Veröffentlicht von: @karibu20

Das kommt häufiger vor.
In einer Brüdergemeinde habe ich selber mitbekommen, als ein 8 oder 9-jähriger Junge nicht getauft werden durfte.

Nun ja, ein Beispiel würde ich jetzt nicht als "öfter" bezeichnen.

Allerdings gibt es hierzulande eine Gesetzgebung, die die Religionsmündigkeit auf 14 Jahre festlegt. "Du bist noch zu klein" ist das falsche Argument und zugleich eine Zurückweisung/Ablehnung des Kindes.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Die Gesetzgebung ist aber keine Gängelung und Bindung für die Freikirchen.
Und außerdem gilt da oft das als biblisch angesehene Alter von 12 Jahren.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Nicht alle Freikirchen handhaben das so, wie du das hier schreibst.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Freikirchen ist ein heutzutage unheimlich breit gefächerter Begriff, wobei er auch sehr unterschiedlich genutzt wird.
Und ich habe nie behauptet, für alle zu sprechen, ich kann nur beschreiben, was ich selber erlebt, von Bekannten gehört oder gelesen habe.
Wenn ich das tue, wird mir vorgeworfen, zu wenig zu kennen um mit zu reden, ich auf die Dogmen zu sprechen komme, wird gesagt das tun nicht alle.

Weiß ich alles. Ist aber trotzdem so, ich bin ein Mensch und kann nicht an allen Orten gleichzeitig sein, und nur angeben was ich kenne.
Und außerdem muss ja eh jeder in der Gemeinde bzw. in den Orten die für ihn erreichbar sind vom Lebensraum her agieren und agieren können, da nützt es sowieso nichts, dass andere es anders machen oder so.
Ich kenne keine Brüdergemeinden hier in S-H (und da kennt oder kannte man schon einige weil es öfter im Jahr gemeinsame Konferenzen und auch so Kontakt untereinander gab), die es anders handhaben, ist halt so.
Was also hätte es der Mutter genutzt, dass andere gaaanz weit weg ihr Kind getauft hätten? Aus ihrer Heimatgemeinde wäre sie wahrscheinlich rausgeflogen oder schief angesehen worden?
Und außerdem ändert das nichts an den Tauflehren und den Aussagen in der Bibel dazu an sich.

LG
Karibu

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Dann wäre es für das nächste Mal besser "einige Freikirchen" zu schreiben statt "Freikirchen".

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Sag' mal, haben wir's jetzt, ja?

Nun ist aber mal gut.

Ich habe geschrieben "ist es oft so".
Wenig oder oft, kannste nu' auch wieder drauf rumreiten.
Hühott ....

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Ich weiß nicht, was "wir" jetzt haben.

herbstrose antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @pinia

sodass ich mit schlotternden Knien und Angst vor den Konsequenzen nicht anders konnte, als von der Taufwiedergeburt zu reden.

Warum musstest du "schlotternde Knie und Angst vor Konsequenzen" haben beim Reden über deine ureigensten religiösen Erfahrungen und Einsichten?
Wo sind denn Leute so drauf, dass man solche Ängste haben muss?

suzanne62 antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @suzanne62

Warum musstest du "schlotternde Knie und Angst vor Konsequenzen" haben beim Reden über deine ureigensten religiösen Erfahrungen und Einsichten?
Wo sind denn Leute so drauf, dass man solche Ängste haben muss?

Es ist ein Unterschied ob man "ureigenste religiöse Erfahrungen" erzählt, oder in einer Predigt Gottes Wort lehrt. Da steht man doch in gewisser Autorität vor Menschen und redet im Auftrag Gottes.

Der zweite Grund war, dass ich beim Dienstantritt hatte unterschreiben müssen, dass ich die Taufwiedergeburt nicht lehre - das Thema war eines unter anderen, das in unserem Verband laut Dienstordnung (und vllt. aufgrund entsprechender Erfahrungen in der Vergangenheit?) ausdrücklich ausgeschlossen wurde. ''

Und der dritte Grund liegt/lag vermutlich in mir: Einfach die Unsicherheit etwas sagen zu müssen, was die Gemeinde vorher so nicht gelehrt worden war, und ein Harmoniebedürfnis. - Natürlich kann/darf bzw. muss man sogar Gegenwind erwarten, kritische Rückfragen, wenn eine Gemeinde aktiv eine Predigt hört und dort Dinge gesagt werden, die der sonst üblichen Lehre widersprechen. Die Gemeinde soll die Predigt prüfend hören und den Prediger ggfs darauf ansprechen. - Davor hatte ich tatsächlich Angst, auch weil ich zwei sehr emotionale Personen der Gemeinde näher kannte ...
Ansonsten war das eigentlich sogar meine "Lieblings"Gemeinde im Bezirk.

pinia antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @pinia

Es ist ein Unterschied ob man "ureigenste religiöse Erfahrungen" erzählt, oder in einer Predigt Gottes Wort lehrt.

Da hast du natürlich vollkommen recht - ich hatte nicht auf dem Schirm, dass du im kirchlichen Dienst in der Verkündigung gearbeitet hast.

Veröffentlicht von: @pinia

Der zweite Grund war, dass ich beim Dienstantritt hatte unterschreiben müssen, dass ich die Taufwiedergeburt nicht lehre - das Thema war eines unter anderen, das in unserem Verband laut Dienstordnung (und vllt. aufgrund entsprechender Erfahrungen in der Vergangenheit?) ausdrücklich ausgeschlossen wurde. ''

Das war dann wirklich mutig - das hätte sich nicht jeder getraut.

Veröffentlicht von: @pinia

Natürlich kann/darf bzw. muss man sogar Gegenwind erwarten, kritische Rückfragen, wenn eine Gemeinde aktiv eine Predigt hört und dort Dinge gesagt werden, die der sonst üblichen Lehre widersprechen.

Dass du da dennoch deinem Gewissen gefolgt bist, das verdient großen Respekt.

suzanne62 antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @pinia

Mich hat er damals beim Vorbereiten einer Predigt "umgedreht", sodass ich mit schlotternden Knien und Angst vor den Konsequenzen nicht anders konnte, als von der Taufwiedergeburt zu reden.

Zu dieser Ansicht kann man kommen, wenn man erstens die Säuglingstaufe überhaupt als Taufe versteht und zweitens andere Bibelstellen außer acht lässt.
Die Praxis in der Zeit der Apostel war, dass jemand nach der Annahme des Evangeliums sofort getauft wurde, Wiedergeburt und Taufe fielen zusammen. Deshalb formuliert es Paulus in Römer 6 so.
Wenn man andere Bibelstellen hinzuzieht, kann man nicht zu der Ansicht einer Wiedergeburt durch die Taufe kommen:

1. Der Schächer wurde nicht getauft, aber Jesus sagte ihm zu, dass er mit Ihm im 'Paradies' sein würde

2. Der Glaube ist entscheidend für die Wiedergeburt, nicht die Taufe:
Mar 16,16: "Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden."
Im zweiten Satz fehlt "... und nicht getauft ist"

3. In Apg 19 kamen 12 Männer, die als Jünger bezeichnet werden, demnach wiedergeboren waren, aber sie hatten nur die Bußtaufe. Paulus taufte sie auf den Namen Jesu und taufte sie im Geist durch Handauflegung.

Wir sehen hier m.E., dass noch einmal getauft wurde, wenn die erste Taufe nicht der Bedeutung der Taufe im Namen Jesu entsprach.
Auch wurde der, der das Evangelium nicht annahm, somit nicht wiedergeboren war, nicht getauft.
Ein Säugling kann das Evangelium nicht annehmen, braucht aber auch noch keine Wiedergeburt. Erst wenn ein Mensch willentlich wider besseres Wissen sündigt, ist er erlösungsbedürftig. Paulus schreibt, dass wir das alle getan haben und tun und somit alle das Evangelium annehmen müssen, um errettet zu werden.

LG.
Clay

clay antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
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Beiträge : 1375

Ich denke wir sollten das Taufthema hier beenden - und stehen lassen, dass es unterschiedliche biblisch begründete und begründbare Sichtweisen gibt, und keiner von uns sich vom anderen überzeugen lässt.

Wir werden die Frage nicht lösen können und sollten sie einfach stehen lassen. - Ich wehre mich jedenfalls dagegen, dass du mir unterstellst ich würde den gesamtbiblischen Kontext ausblenden.

Ich sehe zwei Wege, die Gott mit Menschen geht:
der eine ist die Wiedergeburt in der Taufe - das geistliche Baby wird ernährt und wächst Stück für Stück im Glauben bis "zur vollen Mannesreife Christi" - hier schenkt Gott den Glauben durch Wasser und Wort
der andere sind Menschen, die gottlos aufgewachsen sind, und denen Gott durch die Verkündigung/sein Wort den Glauben schenkt, und wo die Taufe später folgt, nach dem Wort von Petrus, Apg. 2 jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes.

pinia antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Amen!

ungehorsam antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057
Veröffentlicht von: @pinia

Ich sehe zwei Wege, die Gott mit Menschen geht: der eine ist die Wiedergeburt in der Taufe - das geistliche Baby wird ernährt und wächst Stück für Stück im Glauben bis "zur vollen Mannesreife Christi" - hier schenkt Gott den Glauben durch Wasser und Wort

Ich hake noch mal kurz ein, denn genau damit hab ich ein Problem:
nicht jedes getaufte Kind geht diesen Weg mit Gott. Die Eltern lassen es taufen, womöglich aus Tradition und das Kind wächst abseits von Gott und der Kirche völlig gottlos auf. Vielleicht noch den Konfirmantenunterricht, den es über sich ergehen lässt, weil am Ende die Geschenke winken und dann taucht man wieder ab, bis es ans Heiraten geht. Wenn man dann nicht schon ausgetreten ist.

Was ist mit diesen Kindern und der "vollen Mannesreife Christi"? Was ist wenn Gott keinen Glauben schenkt?

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Ich erlaube mir noch mal zu antworten (und solange kein Mod einschreitet und wir "vernünftig" miteinander umgehen sehe ich auch keinen Grund die mehrere Jahre alte Gesprächssperre noch einhalten zu müssen?), denn ich finde das so interessant was Du schreibst und nachdenkenswert, zumal ich da ja selber sehr betroffen von war und bin.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich hake noch mal kurz ein, denn genau damit hab ich ein Problem:
nicht jedes getaufte Kind geht diesen Weg mit Gott. Die Eltern lassen es taufen, womöglich aus Tradition und das Kind wächst abseits von Gott und der Kirche völlig gottlos auf.

Du hast Recht, finde ich. Ja.
Das bedeutet doch aber nicht automatisch - auch wenn wir als gläubige Eltern anders gehandelt haben in unserem Leben mit unseren Kindern (wegen den "unterschiedlichen Tauflehren" und der Unsicherheit, die da oft erzeugt wird) - dass, weil manche oder auch viele Eltern es in ungläubiger Haltung und nur aus Tradition heraus gemacht haben, dass es grundsätzlich verkehrt ist, es zu tun.
Mein Gedanke, wie gesagt haben wir anders gehandelt, aber verstehen kann ich es nach wie vor dass gläubige Eltern da anders handeln, und das ja auch bewusst nach eigenen Überlegungen und nicht nur aus Gemeindegewohnheit heraus (was ja bei gläubigen Eltern in entsprechenden Gemeinden auch so sein kann).

Veröffentlicht von: @tristesse

Was ist mit diesen Kindern und der "vollen Mannesreife Christi"? Was ist wenn Gott keinen Glauben schenkt?

Finde ich persönlich nicht so bedenklich, ist dann eben so.
Andersherum finde ich die Schwierigkeit, nicht "richtig geglaubt" zu haben da ungläubig aufgewachsen, und daher seine Babytaufe in Frage gestellt zu sehen - und dann womöglich zwischen zwei Stühlen zu sitzen da sowohl die "verdammende unerlaubte Wiedertaufe" wie auch die "ungültige da ungläubig geschehene Säuglinsgtaufe" in vehementer (angstmachender?) Weise an einen herangetragen werden.
Hier argumentiere ich nicht allgemein, sondern beschreibe gerade mein ureigenstes Erleben in meinem Glaubensleben innerhalb verschiedener Gemeinde(forme)n.

Daher haben wir halt unsere Kinder nicht taufen lassen.
Weniger aus eigener Überzeugung (ein überzeugter Glaubensgetaufter und eine Babygetaufte, und wir konnten uns so stehen lassen ...), als wegen der Bredouille und Not in die wir unsere Kinder nicht gebracht sehen wollten.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Pinia
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(@pinia)
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Veröffentlicht von: @tristesse

Die Eltern lassen es taufen, womöglich aus Tradition und das Kind wächst abseits von Gott und der Kirche völlig gottlos auf.

Veröffentlicht von: @tristesse

Was ist mit diesen Kindern und der "vollen Mannesreife Christi"? Was ist wenn Gott keinen Glauben schenkt?

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Gott dem Kind in der Taufe den Glauben schenkt, es ein geistlich Neugeborener ist, aber ... wenn dieser geistlich Neugeborene nicht geistlich ernährt wird, dann ergeht es ihm wie einem biologisch Neugeborenen, das nicht oder nur mangelhaft ernährt wird: es verkümmert und stirbt.

Wer Kinder nur aus Tradition tauft, oder Kinder tauft, deren Eltern schon im Taufgespräch sagen, dass sie keinen Wert auf christliche Erziehung legen oder wo im Gespräch deutlich wird, dass sie selbst nicht glauben, der macht sich m.E. schuldig, weil er Eltern und Kinder in einer falschen Sicherheit wiegt. In unserer Kirche werden z.B. nur Kinder getauft, deren christliche Erziehung (zumindest zum Zeitpunkt der Taufe) gewährleistet ist (wobei man nie weiß, wie sich Eltern/Situationen entwickeln).

pinia antworten
Clay
 Clay
(@clay)
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Veröffentlicht von: @pinia

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Gott dem Kind in der Taufe den Glauben schenkt, es ein geistlich Neugeborener ist,

Ein Säugling muss nicht von neuem geboren werden, denn er geht nach Jesu Aussage nicht verloren, weil er noch keine Sündenerkenntnis hat und noch nicht willentlich gesündigt hat. Warum also sollte die Säuglingstaufe notwendig sein?

Veröffentlicht von: @pinia

aber ... wenn dieser geistlich Neugeborene nicht geistlich ernährt wird, dann ergeht es ihm wie einem biologisch Neugeborenen, das nicht oder nur mangelhaft ernährt wird: es verkümmert und stirbt.

Wie kann ewiges Leben sterben?
Gott ist ewig und ein aus dem Geist Gottes geborenes Leben ist ewig.
Gott kann nicht sterben, ein aus Gottes Geist Geborener kann auch nicht sterben.

LG.
Clay

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Pinia
 Pinia
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Veröffentlicht von: @clay

Ein Säugling muss nicht von neuem geboren werden, denn er geht nach Jesu Aussage nicht verloren, weil er noch keine Sündenerkenntnis hat und noch nicht willentlich gesündigt hat.

Du erlaubst, dass ich anderer Meinung bin?
Jeder (auf natürliche Weise gezeugte) Mensch ist seit Adam in der Trennung von Gott, d.h. als Sünder geboren - und braucht deshalb auch die Erlösung, die Abwaschung der Sünde und die geistliche Neugeburt.

1.Kor.15,21 - durch Adam sterben alle (Tod als "Lohn" der Sünde)
Röm 5:12 Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. - oder sind Säuglinge keine Menschen?
Joh.3 - was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch - und kann nicht in den Himmel kommen - sagt Jesus.
Mal ganz abgesehen von Ps.51,7 - "als Sünder bin ich geboren"

Aber wie schon an anderer Stelle erwähnt: Wir beide werden in dieser Frage nicht zu einander kommen, dazu stehen unsere jeweiligen Verständnisse der Bibel sich zu weit entgegen.
Ich halte mich an das, was ich nach schlichtem Verständnis in der Zusammenschau der Heiligen Schrift entnehmen kann und bleibe bei dem, wovon mich Gottes Geist überzeugt hat.

Veröffentlicht von: @clay

Wie kann ewiges Leben sterben?

Das geistliche Leben / der Glaube kann sterben, wenn es nicht ernährt wird oder wenn ein Mensch sich bewusst abwendet.
Ich hatte ganz bewusst die Analogie zum Judesein im AT genannt: Gott macht es durch die Propheten deutlich, dass Menschen, die zwar durch die Beschneidung in seinen Bund aufgenommen wurden, nicht mehr zu Gottes Volk gezählt werden, weil sie sich nicht als solche verhalten, sich anderen Göttern zugewandt haben. Ähnlich ist es bei Menschen, die zwar durch die Taufe in Gottes Bund aufgenommen wurden, aber nie in diesem Bund leben. Es gibt keinen "Tauf-Seligkeits-Automatismus" bzw. keine Heils-Sicherheit, nur Heils-Gewissheit um Jesu willen. Nicht umsonst mahnen die Apostel die Gemeinden zum Dranbleiben.

pinia antworten
Anonymous
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Bedeutet das, dass Du glaubst, dass alle ungetauften (oft nur wenige Stunden oder Tage alten) oder sogar ungetauften aber ja noch nicht "glaubensfähigen" Babys verloren gehen?

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Pinia
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Veröffentlicht von: @karibu20

Bedeutet das, dass Du glaubst, dass alle ungetauften (oft nur wenige Stunden oder Tage alten) oder sogar ungetauften aber ja noch nicht "glaubensfähigen" Babys verloren gehen?

Was Gott mit ungetauften, früh verstorbenen Kindern macht, überlasse ich ihm, denn Leben und Tod liegen in seiner Hand. - Ich halte mich an das, was ich in der Bibel lese und möchte nicht mit Mutmaßungen über das hinausgehen, was Gott uns in seinem Wort gesagt hat.
Glaubende Eltern würde ich auf jeden Fall dazu ermutigen, die Taufe nicht ohne Not aufzuschieben.

Nachtrag vom 27.11.2019 0823
Um deine Frage zu beantworten: Ja, ich glaube, dass diese Kinder als Sünder, d.h. in der Trennung von Gott gestorben sind. Wobei - in der Regel sollte eine Nottaufe möglich sein, sodass kaum ein Kind ungetauft sterben muss.
Allerdings halte ich nichts von einem Taufen nach dem Gießkannenprinzip oder als quasi magisches Ritual. - Und die Gefahr besteht durchaus.

pinia antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @pinia

Ich halte mich an das, was ich in der Bibel lese und möchte nicht mit Mutmaßungen über das hinausgehen, was Gott uns in seinem Wort gesagt hat.

In der Bibel lese ich, dass die Taufe nicht heilsrelevant ist, dass sogar der Schächer am Kreuz sofort in dem Moment in dem ER sich zu Jesus bekannte gerettet wurde.

Du scheinst die Taufe für heilsrelevant ist, was Du wohl sagen würdest wenn Dein Kind während der Geburt stirbt, ohne dass es schnell noch getauft werden kann.

Nein, das steht nicht in der Bibel was Du behauptest.

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Pinia
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Veröffentlicht von: @karibu20

Nein, das steht nicht in der Bibel was Du behauptest.

Der Schächer ist hier nicht das Thema, sondern die Frage nach den Kindern. Dazu habe ich dir Bibelstellen genannt, auf die sich meine Überzeugung gründet.

Veröffentlicht von: @karibu20

was Du wohl sagen würdest wenn Dein Kind während der Geburt stirbt, ohne dass es schnell noch getauft werden kann.

Ehrlich gesagt mag ich mir das gar nicht vorstellen und war sehr dankbar dafür, dass wir unsere Kinder nach 4 Wochen bei guter Gesundheit taufen konnten.
Würde der Fall eintreten, z.B. bei einem Kind von Freunden, würde ich mich eines eindeutigen Urteils enthalten - und das verstorbene Kind der Gnade des Gottes anbefehlen, der entschieden hat es zu diesem frühen Zeitpunkt zu sich zu nehmen. Mich persönlich würde die Ungewissheit tatsächlich quälen - ich könnte höchstens hoffen, dass Gott anders handelt als er in seinem Wort gesagt hat, aber Gewissheit hätte ich nicht.

Ich kenne Eltern, die ihre Kinder sehr früh hergeben mussten, und für alle war es ein großer Trost, dass die jeweiligen Kinder getauft waren.

pinia antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @pinia

Der Schächer ist hier nicht das Thema, sondern die Frage nach den Kindern.

Das Thema ist Taufe und ihre Heilsbedeutung, da trenne ich die biblischen Aussagen nicht nach Deinen Vorgaben, sondern sehe es mir im Zusammenhang an.

Veröffentlicht von: @pinia

Dazu habe ich dir Bibelstellen genannt, auf die sich meine Überzeugung gründet.

Nun, die war sehr abgekürzt und gibt nicht Deine Auslegung her:

"Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.
Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. 13 Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet. 14 Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte. 15 Aber nicht verhält sich's mit der Gnadengabe wie mit der Sünde. Denn wenn durch die Sünde des Einen die Vielen gestorben sind, um wie viel mehr ist Gottes Gnade und Gabe den Vielen überreich zuteilgeworden in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus. 16 Und nicht verhält es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den einen Sünder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her zur Verdammnis geführt, die Gnade aber hilft aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. 17 Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus. 18 Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. 19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten. 20 Das Gesetz aber ist hinzugekommen, auf dass die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden, 21 damit, wie die Sünde geherrscht hat durch den Tod, so auch die Gnade herrsche durch die"
Römer 5
Und dann war da noch "lasset die Kinder zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich" und "wer nicht glaubet wie dieses Kind".
Da spricht ER nicht davon, dass sie Seinem Reich versperrt sind wenn ER sie vorzeitig zu sich holt, also irdisch gesehen sterben lässt.

Veröffentlicht von: @pinia

Ehrlich gesagt mag ich mir das gar nicht vorstellen und war sehr dankbar dafür, dass wir unsere Kinder nach 4 Wochen bei guter Gesundheit taufen konnten.

Na, das ist doch sehr schön für Dich, und nun meinst Du den Eltern, die ihre Kinder vorzeitig oder schon im Mutterleib verloren haben, das ewige Seelenheil für ihre Kinder absprechen zu können?
Von Herzen "NEIN".

Äh, damit entziehe ich mich dem Strang hier.

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OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968

Liebe Pinia,
in dieser Frage bin ich ganz bei dir. Danke für deine ruhige aber bestimmte Haltung.

Ich hab das hier auch schon mehrmals geschrieben. Wenn Jesus sagt: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich" glaube ich seinem Wort. Wie Gott das mit Menschen macht, die hier auf der Erde nie etwas von ihm gehört haben und kleinen Kindern, weiß ich nicht. Eins weiß ich sicher aus seinen Wort: An Jesus kommt niemand vorbei, ob vor dem irdischen Tod oder danach. So werden auch diese Menschen Gelegenheit haben, sich zu Jesus zu bekennen.

Wir haben unsere Tochter mit 9 Monaten durch plötzlichen Kindstod verloren und waren so froh, dass sie zwei Monate vorher getauft wurde. Das hat uns sehr geholfen bei der Bewältigung. Doch habe ich keinen Zweifel an der Aussage, dass wir Menschen von Geburt an Sünder sind.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @pinia

Du erlaubst, dass ich anderer Meinung bin?

Wieso auch nicht?

Veröffentlicht von: @pinia

Jeder (auf natürliche Weise gezeugte) Mensch ist seit Adam in der Trennung von Gott, d.h. als Sünder geboren

Das widerspricht den von mir angeführten Bibellstellen in dem Thread, wo es um die Erbsünde geht. Nach meiner Meinung darf die Auslegung 1 Bibelstelle nicht anderen Bibelstellen widersprechen, da sich Gott nach meiner Auffassung nicht widerspricht.

Veröffentlicht von: @pinia

und braucht deshalb auch die Erlösung, die Abwaschung der Sünde und die geistliche Neugeburt.

Auch der Mensch, der nicht die Sünde Adams 'geerbt' hat und sich für die Sünde entschieden hat, braucht die Erlösung. Paulus schreibt, dass alle Menschen gesündigt haben und nicht, dass sie die Sünde geerbt hätten:

Veröffentlicht von: @pinia

Röm 5:12 Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben

Die Sünde kam in die Welt, nicht in den Menschen. Durch die Sünde Adams kam die Erkenntnis des Bösen in die Welt. Vorher kannten er und Eva nur das Gute. Ab diesem Zeitpunkt hatte der Mensch die Entscheidungsmöglichkeit, das Gute oder das Böse zu tun. Paulus schreibt, dass sich alle Menschen für das Böse entschieden haben.

Veröffentlicht von: @pinia

1.Kor.15,21 - durch Adam sterben alle (Tod als "Lohn" der Sünde)

Meinst Du den 'ersten Tod' oder den 'zweiten Tod'?
Klar, hätte Adam nicht gesündigt, wüssten wir Menschen nicht, was böse ist und täten es deshalb auch nicht. Gott sagte zu Adam: "Wenn ihr davon esst, werdet ihr sterben ..." Die Schlange sagte: "Mitnichten werdet ihr sterben ..." Wer hatte recht? Beide. Adam und Eva starben nicht unmittelbar den physischen Tod ('erster Tod'). Der folgte erst viel, viel später. Aber sie wurden sofort von Gott getrennt ('zweiter Tod')und damit sterblich, weil Gott das Leben ist. Die ewige Trennung von Gott ist das, was Gott mit 'Tod' meint (vgl. Off 20,6; 20,14; 21,8).

Veröffentlicht von: @pinia

Ich halte mich an das, was ich nach schlichtem Verständnis in der Zusammenschau der Heiligen Schrift entnehmen kann und bleibe bei dem, wovon mich Gottes Geist überzeugt hat.

Und Du meinst damit, ich nicht?
Meine Erfahrung mit dem Heiligen Geist ist die, dass Er nur in dem Maße mein Denken und mein Herz verändert, wie ich es zulasse. Solange ich an den Lehren festgehalten habe, die mich meine Lehrer gelehrt hatten, passierte nicht viel. Erst als ich begann, diese zu hinterfragen und in der Bibel zu forschen, was sie denn tatsächlich sagt, fielen mir so viele Ungereimtheiten und Widersprüche auf, dass ich vielfach zu neuen Erkenntnissen gekommen bin. Wir haben alle durch unsere Lehrer ein Prägung bekommen, die es uns nicht leicht macht, das zu lesen, was wirklich dasteht, denn sobald wir etwas lesen kommt uns auch die Auslegung dazu in den Sinn, die man uns vermittelt hat. In der Auslegung können wir aber alle irren. Deswegen finde ich den Austausch so gut, weil man durch die anderen Ansichten am ehesten die Prägung loswerden kann, wenn man denn wirklich auf der Suche nach der Wahrheit ist. Wir sollen schon unsere Ansichten aus Überzeugung vertreten, allerdings ertappe ich mich immer mal wieder dabei, dass ich meine Sicht der Dinge bestätigt haben will und nicht offen für andere Sichtweisen bin.

Veröffentlicht von: @pinia

Ich hatte ganz bewusst die Analogie zum Judesein im AT genannt: Gott macht es durch die Propheten deutlich, dass Menschen, die zwar durch die Beschneidung in seinen Bund aufgenommen wurden, nicht mehr zu Gottes Volk gezählt werden, weil sie sich nicht als solche verhalten, sich anderen Göttern zugewandt haben. Ähnlich ist es bei Menschen, die zwar durch die Taufe in Gottes Bund aufgenommen wurden, aber nie in diesem Bund leben. Es gibt keinen "Tauf-Seligkeits-Automatismus" bzw. keine Heils-Sicherheit, nur Heils-Gewissheit um Jesu willen. Nicht umsonst mahnen die Apostel die Gemeinden zum Dranbleiben.

Das ist überhaupt nicht vergleichbar. Die Juden im 'Alten Bund' waren nicht durch den Geist Gottes von neuem geboren und hatten kein ewiges Leben. Sie bekamen von Gott Vergebung ihrer Sünden, wenn sie Ihre Sünden bereuten und bekannten und die dafür vorgeschriebenen Opfer darbrachten. Aber sie hatten den Geist Gottes nicht in sich, denn sie waren nicht durch den Geist von neuem geboren. Sie mussten Propheten fragen, wenn sie Gottes Willen wissen wollten, weil sie nicht wie wir freien Zugang zu Gott hatten.
Nur bei den Propheten, Priestern, Königen, Anbetungsmusikern im Tempel und Handwerkern an der Stiftshütte war der Geist Gottes auf ihnen als Zurüstung für ihre Aufgaben, so wie auch durch die Geistestaufe auf von neuem durch den Geist geborenen Christen. Wer aus dem Geist Gottes geboren ist, hat ewiges Leben, das deshalb ewig ist, weil es nicht mehr - durch was auch immer - zeitlich begrenzt ist.

Die Aufforderung,, dranzubleiben trotz Verfolgung, hatte den Hintergrund, dass die ersten Christen und wir heute Frucht bringen sollen für Gott und einmal nicht mit leeren Händen vor Ihm stehen (vgl. 1Ko 3,15). Da geht es nicht um errettet oder verloren.

LG.
Clay

clay antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Veröffentlicht von: @deborah71

In der Folge erlebte ich die Geistestaufe und brauchte nun eine Gemeinschaft, die mir Umgang und Lehre vermitteln konnte.

Wie meinst du das?

Veröffentlicht von: @deborah71

Die Entfernung zur Gemeinde, die immer eine zwei-Tagesreise erforderlich machte, und dann ein Leiterwechsel leiteten das Verlassen dieser Gemeinde ein.

Und wie ging deine Geschichte weiter? Wenn ich fragen darf.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @abelabels
Veröffentlicht von: @abelabels

In der Folge erlebte ich die Geistestaufe und brauchte nun eine Gemeinschaft, die mir Umgang und Lehre vermitteln konnte.

Veröffentlicht von: @abelabels

Wie meinst du das?

Wie man richtig mit den Geistesgaben umgeht... wie man Weissagung, Erkenntnis, Prophetie unterscheidet, wie man Eindrücke angemessen in Worte fasst, wenn sie zur Weitergabe bestimmt sind, wie man prüft usw....

Veröffentlicht von: @abelabels

Und wie ging deine Geschichte weiter? Wenn ich fragen darf.

Ruhiger und noch mehr auf Gott konzentriert in der Fürbitte für drei bestimmte Länder.

deborah71 antworten


Ungehorsam
Beiträge : 3336

Evangelische Landeskirche
Ich bin ein Kind der DDR und wurde in die sächsische Landeskirche hineingetauft. So lange ich denken kann, ging ich zum Kindergottesdienst und zur Christenlehre, später auch zur Jungen Gemeinde. Für mich war klar, daß ich nicht an der Jugendweihe teilnehme. Das war in den Achtzigern, als es in der DDR anfing zu rumoren. So kam ich in Kontakt zu Umweltgruppen und Bürgerrechtlern. Ich hörte das erste Mal von der Berliner Umweltbibliothek. Bei den zwei Kirchentagen, die in Rostock stattfanden, nahm ich auch teil. Dabei erlebte ich Pfarrer Gauck und Helmut Schmidt, wie er von der Kanzel der vollbesetzten Marienkirche sprach.
Als Kind und auch als Erwachsener zog ich mehrmals um und lernte so auch andere Landeskirchen im Osten wie im Westen kennen. Aber damit nicht genug, ich saß auch schon in der Messe und im Lobpreisgottesdienst. Aber Kirche war für mich in einer neuen Umgebung immer ein Stück Heimat.

Als junger Mann glaubte ich mich berufen für die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit und besuchte eine Ausbildungsstätte. Dort genoß ich eine sehr gute, theologisch durchaus anspruchsvolle Ausbildung. Ich erlebte aber auch, wie Mitschüler mit pietistischer Prägung ihren Glauben verloren. Daß ich nun doch nicht in diesem Beruf arbeite, ist aber eine andere Geschichte.
Nun lebe ich schon längere Zeit im Bereich der Landeskirche Hannover in einer ländlichen Diaspora-Gemeinde, weil die Mehrheit der Christen katholisch ist. Seit eineinhalb Jahren arbeite ich im Kirchenvorstand mit und versuche, das Gemeindeleben lebendig zu halten.
Vor kurzem haben wir im benachbarten Kirchenkreis eine Gemeinde entdeckt, die Gospelgottesdienste veranstaltet, und gelegentlich fahren wir mal dort hin. Das spricht vor allem meine Frau an, während sie sich für die Gottesdienste in unserer Ortsgemeinde nicht begeistern kann.

ungehorsam antworten
8 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Ich erlebte aber auch, wie Mitschüler mit pietistischer Prägung ihren Glauben ve
Wieso das?

Anonymous antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Die historisch-kritische Methode wird wohl den größten Anteil daran haben.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Dort genoß ich eine sehr gute, theologisch durchaus anspruchsvolle Ausbildung. Ich erlebte aber auch, wie Mitschüler mit pietistischer Prägung ihren Glauben verloren.

Woran lag das? Ein Freund von mir studierte vor etwas über dreißig Jahren Theologie. Er stand dem Pietismus nahe. Er lebte in einer weg, mit anderen, die in diese Richtung gingen. Auch wurden sie außerhalb der WG noch betreut. Offensichtlich wurde die Gefahr gesehen, dass ein Theologiestudium einen vom Glauben abbringen könnte. Heute ist er Pfarrer. Sonst habe ich nichts, außer deinem Beitrag, mitbekommen. Da ist mir das wieder eingefallen. Vielleicht hatte es bei deinen Kollegen einen anderen Hintergrund. Gibt es soetwas öfter?

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Gibt es soetwas öfter?

Das kann ich nicht einschätzen.

Bei so einem Studium wird schon an den Grundfesten der bisherigen Überzeugungen gerüttelt. Es wird ja alles in Frage gestellt, was vorher absolute Gewißheit war. Wer unvorbereitet mit der historisch-kritischen Methode konfrontiert wird, braucht schon einen sehr starken Glauben. Wer damit nicht klarkommt, lehnt entweder die HKM ab oder verliert seinen Glauben. Im schimmsten Fall wird man zum Zyniker.

Wir erleben es doch täglich in den theologischen Threads, wie sich evangelikal/pietistisch geprägte User gemäßigteren gegenüberstehen.
Oder, etwas salopp ausgedrückt, Buchstabe trifft Geist.

ungehorsam antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Du meinst jetzt: die historisch-kritische Methode repräsentiert den Buchstaben und die evangelikal/pietistisch geprägten User den Geist?

banji antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Andersrum.

ungehorsam antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Das ist merkwürdig. Ich erlebe Verfechter der historisch-kritischen Methode als sehr viel verbissener und buchstabenhöriger, als Pietisten oder Evangelikale.

Aber das kann natürlich regional sehr unterschiedlich sein.

banji antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @orangsaya

Gibt es soetwas öfter?

In meiner Jugendkreiszeit, auch vor etwa 30 Jahren, hat eine Jugendkreis-Kollegin Theologie studiert und immer wieder gesagt, dass wir für sie beten sollen, damit sie im Studium den Glauben nicht verliert. Ähnliches habe ich später von einer Liebenzeller Schwester gehört, unserer AT-Dozentin, die in ihrem Theologiestudium an der Uni ähnliche Erfahrungen gemacht hat, auch mit Kommilitonen. Sie erzählte selbst, wie schwer sie es in Prüfungen und Hausarbeiten hatte, weil sie "bibeltreu" war.

Die Gefahr besteht schon, wenn entmythologisiert wird, die Auferstehung auf ein rein geistliches Ereignis umgedeutet wird und was der "Universitäts-Theologien" mehr ist ... - das war meines Wissens auch Grund für die Gründung von Studien-Begleithäusern wie das Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen.

Nachtrag vom 23.12.2019 0955
gerade fällt mir noch ein Jugendfreund meines Mannes ein, auch aus pietistischem Hause, der Theologie studierte und dabei seinen Glauben verlor.

pinia antworten
lhoovpee
Beiträge : 2240

Ich bin in einer Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde aufgewachsen.
Heute besuche ich unregelmäßig eine evangelisch-reformierte Kirche. Ich bin allerdings noch kein Mitglied.

Mir ist an einer Gemeinde wichtig, dass ich mit meinem Glauben akzeptiert werden, auch wenn dieser nicht immer "Gemeindekonform" sein sollte. Das erlebte ich den Freikirchen, die ich in den letzten Jahrzehnten besucht habe, nicht. Zudem stehe ich theologisch mittlerweile der EKD näher als den meisten Freikirchen.

lhoovpee antworten
2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Gemeinde konform

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Mir ist an einer Gemeinde wichtig, dass ich mit meinem Glauben akzeptiert werden, auch wenn dieser nicht immer "Gemeindekonform" sein sollte.

Wie meinst du das ? Interessiert mich sehr.

Anonymous antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240
Veröffentlicht von: @abelabels

Wie meinst du das ? Interessiert mich sehr.

Nun, ich bin Theologisch eher "liberal" eingestellt. Das bedeutet für mich, dass ich bei vielen Fragen keine eindeutige Antwort gebe, sondern auch mehrere Alternativen aufzeige. Das kam in der EFG nicht so gut an, da ich damit ja angebliche Irrlehren tolerieren würde. Beispiel: In der Gemeinde hatten viele Angst vor zu viel "charismatischen" Einfluss und wollte daher bestimmte Anbetungsformen verhindern. Obgleich ich vielen charismatischen Lehren auch kritisch gegenüberstehen, sollte eine Gemeinde aber auch jene Formen zulassen.

Aber auch bestimmte Aussagen, die ich vertrete sollte eine Gemeinde akzeptieren. Konkrete Beispiele:
- Die Bibel ist nicht unfehlbar (kam in der EFG nicht so gut an 😀)
- Gott redet nicht jeden Tag zu uns Menschen (wobei hier eher das Problem der Definition von "reden" ist)
- Der Teufel ist für mich keine Person.

Ich habe aber kein Problem damit mit Menschen Gottesdienst zu feiern, die die Bibel für unfehlbar halten, die meinen ständig Gottes reden zu hören, oder die den Teufel als eingenmächtige Person ansehen.

Mir ist eher wichtig, wie man miteinander trotz Differenzen umgeht.

lhoovpee antworten


Stefantweeetys
Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @meriadoc

ich würde gerne von Euch mal wissen, weshalb man in einer Freikirche / Freie Gemeinde geht oder gar bevorzugt oder eine kath./ evang. Kirche.

Als Kind war ich katholisch, kannte aber fast nichts zum Thema Religion. Später mit 20 habe ich mich intensiver damit beschäftigt und fand den offiziellen Glauben der röm Kath Kirche nicht passend. Dann gab es etliche Skandale mit Vertuschung von sexuellem Missbrauch in der Kirche vor Ort mit meinem alten Pfarrer und Geldverschwendung, ich bin ausgetreten.

Dann war ich viele Jahre in einer Freikirche und war dort glücklicher.

stefantweeetys antworten
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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Sex mit Kindern, weiß ich nicht. Aber Sex mit ziemlich jungen Jugendlichen habe ich in einer auch mitbekommen. Er war Laienprediger und fuhr jeden Sonntag zu abgelegen Gemeinden. Hatte in seiner Ortsgemeinde ein hohes Ansehen. Vielleicht waren auch jüngere drunter. Er war nämlich Kinderkrankenpfleger. Gewusst, oder geahnt haben es einige. Ich habe erst Jahre später einen konkreten Vorfall mitgeteilt bekommen. Es ist eine schlimme Situation. Man ahnt etwas, es ist förmlich in der Luft, aber niemand will einem Menschen, der sonst ein hohes Ansehen hat, zu nahe treten.

orangsaya antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @orangsaya

Man ahnt etwas, es ist förmlich in der Luft, aber niemand will einem Menschen, der sonst ein hohes Ansehen hat, zu nahe treten.

Wie das in meiner alten Gemeinde zugegangen ist, kann ich nicht genau sagen. Es gab einen Bildzeitungsartikel dazu, aber den habe ich nicht gelesen.
Ich weiß nur zwei Sachen: Eine Nachbarin die sehr sehr aktiv in der Kirche war hat das ins Rollen gebracht und die Kath. Kirche hat den Pfarrer noch bis zum letzten Moment geschützt und gedeckt. In den 90ern hätte das nicht mehr sein müssen, aber er war sonst auch hoch angesehen. Aber so ist es eben mit den hoch angesehenen: Ob Thebaz oder Prinz Andrew, Epstein, Weinstein, Trum und andere. Hohes Ansehen ist seit den letzten paar Jahren eher eine Gefahr für Selbstüberschätzung, die Presse verzeiht selten etwas, es sei denn die Presse gehört dem Angeklagten oder so 😀.

stefantweeetys antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Sexueller Missbrauch an Kindern, ist etwas, wo ein Täter zum Opfer gemacht wird. Ob im Spielmannszug, da habe ich es erlebt. Pädagogen im Heim, oder im Dorf. Die Opfer werden als Nestbeschmutzer, Lügner, wichtig Macher usw. Hingestellt. Wenn du mit anderen hier im Forum, oder mit sonstigen darüber sprichst. Hört man es geht gar nicht, was mit dem Täter gemacht werden muss, was man machen würde. Doch die praktische Wirklichkeit sieht anders aus. Da scheint es Mechanismen zu geben, die man selbst zu dem heiklen Thema nicht vermutet.
Das ist schlimm, denn meistens sind es Serientăter.
Vielleicht erinnert sich jemand an den Mann mit der Maske. Das war ein Sozialarbeiter aus Hamburg. Ich habe eine Doku gesehen. Es gab Hinweise, dass das Umfeld es mindestens ahnen musste. Da viel es mir wie Schuppen von den Augen. Als ich Zivildienst machte, war jemand, da haben es die Kollegen klar ausgesprochen. Doch niemand wurde tätig. Ich hoffe, dass ich daraus gelernt habe.

Hohes Ansehen ist seit den letzten paar Jahren eher eine Gefahr für Selbstüberschätzung, die Presse verzeiht selten etwas, es sei denn die Presse gehört dem Angeklagten oder so

Die Presse ja. Aber in Schulen, Vereinen, usw. wird sich wohl nichts geändert haben.

orangsaya antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426

Mich hat es am meisten gestört hat ist was die heilige römisch katholische Kirche damit gemacht hat. Sie hat den Täter geschützt. Erst die Bildzeitung musste darüber berichten und dann hat man den Täter in den Ruhestand befördert.
Ein übliches verschieben in eine andere Gemeinde war nicht mehr möglich.

Was aus den Kindern geworden ist, war der heiligen Kirche egal.... auch die Frau die das alles ins Rollen gebracht hat, ist sehr jung gestorben. Ob das mit dem zusammen hängt, weiß ich nicht, aber es ist bekannt wie schwer das für sie war. Die kath Gemeinde war ihre Heimat und ihr Leben.
Menschen sind Menschen, manche gut mache schlecht... aber das sich eine Instanz die sich heilig nennt über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg auf die falsche Seite stellt oder gestellt hat ist....

stefantweeetys antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Sie hat den Täter geschützt. Erst die Bildzeitung musste darüber berichten und dann hat man den Täter in den Ruhestand befördert.
Ein übliches verschieben in eine andere Gemeinde war nicht mehr möglich.

Den Vorwurfhat die Kirche so auch verdient und ich denke für viele schmerzlich. Denn so ein handeln ist letztlich gegen die eigene Moral.

orangsaya antworten
Clay
 Clay
Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @meriadoc

ich würde gerne von Euch mal wissen, weshalb man in einer Freikirche / Freie Gemeinde geht oder gar bevorzugt oder eine kath./ evang. Kirche.

Die Frage ist, in welcher Gemeinde Gott Dich haben will, damit Du Dich dort mit den Gaben, die Gott Dir gegeben hat, einbringst.

LG.
Clay

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Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895

das
bekräftige ich mal, ich fühl mich oft so einsam mit dieser, auch meiner Sichtweise.

Veröffentlicht von: @clay

Die Frage ist, in welcher Gemeinde Gott Dich haben will, damit Du Dich dort mit den Gaben, die Gott Dir gegeben hat, einbringst.

ein lautes Amen dazu

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Gaben und Gemeinde...

Veröffentlicht von: @clay

Die Frage ist, in welcher Gemeinde Gott Dich haben will, damit Du Dich dort mit den Gaben, die Gott Dir gegeben hat, einbringst

Wie meinst du das?

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Clay
 Clay
(@clay)
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Veröffentlicht von: @abelabels

Wie meinst du das?

Wir sind als Kinder Gottes berufen, Ihm zu dienen, d.h. die 'vorbereiteten Werke' zu tun (vgl. Eph 2,10). Dazu hat Er uns durch die Geistestaufe die Kraft, Vollmacht und Autorität des Heiligen Geistes gegeben und die dazu erforderlichen Geistesgaben (vgl. 1Ko 12).
Als unser HERR bestimmt Gott, wann, wo und wie wir Ihm dienen, folglich richtet sich auch unsere Gemeindezugehörigkeit danach.

LG.
Clay

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Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @clay

Als unser HERR bestimmt Gott, wann, wo und wie wir Ihm dienen, folglich richtet sich auch unsere Gemeindezugehörigkeit danach.

Wenn man davon ausgeht, dass Gott darauf besteht, das Leben eines jeden Gläubigen minuziös bis ins letzte Detail zu verplanen und dem Menschen keinen Spielraum mehr für seine eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünsche zu lassen, dann ist es nur logisch und konsequent, das so zu sehen.
Bliebe die spannende Frage, wie man bei seinen "Eindrücken" sortiert bekommt, was denn nun wirklich "Gottes Stimme" und was doch eher eigene Wünsche sind - denn - wenn ich das richtig sehe - haben Gläubige, die das so sehen wie du doch eine panische Angst vor dem "Eigenen". Das müssen sie aber letztlich mit sich selber ausmachen.
Wenn man - so wie wahrscheinlich die meisten, die katholisch oder evangelisch sozialisiert wurde - davon ausgeht, dass es genügt, die 10 Gebote zu befolgen, gestaltet sich das Ganze wesentlich entspannter.
Denn auch wenn es nicht immer einfach ist, sie zu befolgen, so lassen sie einem doch genügend Spielraum, das Leben nach eigenen Ideen und Wünschen zu gestalten, einschließlich, sich die Gemeinde zu suchen, in der man sich am ehesten zugehörig fühlt.
Nicht alles Eigene ist unbedingt schlecht.

suzanne62 antworten
Clay
 Clay
(@clay)
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Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn man davon ausgeht, dass Gott darauf besteht, das Leben eines jeden Gläubigen minuziös bis ins letzte Detail zu verplanen und dem Menschen keinen Spielraum mehr für seine eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünsche zu lassen, dann ist es nur logisch und konsequent, das so zu sehen.

Ich erinnere mich nicht, geschrieben zu haben, dass mein Vater im Himmel so mit mir umginge. Zum einen kennt Er meine Wünsche und Ideen, vll. sind sie sogar von Ihm, doch Er kannte sie bereits, bevor ich auf der Welt war. Gott sieht vom Ende her, so dass Er unsere Entscheidungen bereits kennt, bevor wie sie treffen, und sie sind in seinem Plan enthalten.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Bliebe die spannende Frage, wie man bei seinen "Eindrücken" sortiert bekommt, was denn nun wirklich "Gottes Stimme" und was doch eher eigene Wünsche sind - denn - wenn ich das richtig sehe - haben Gläubige, die das so sehen wie du doch eine panische Angst vor dem "Eigenen". Das müssen sie aber letztlich mit sich selber ausmachen.

Seit ich meinen Herrn versprochen habe, Ihm täglich im Gehorsam und aus Liebe zur Verfügung zu stehen, bin ich äußerst entspannt, denn Er überfordert mich nicht, Er führt die Situationen herbei, Er gibt mir die richtigen Gedanken und Worte ... und Er trägt die Verantwortung. Ich trage lediglich die Verantwortung dafür, dass ich das, was Er mir aufträgt, so gut mache, wie ich es kann, aber was daraus wird, ist nicht mehr meine Verantwortung. Es liegt mir fern, 'panische Angst' zu haben, weil ich mich geführt weiß.
Du findest das alles in der Bibel, wo u.a. Paulus schreibt, dass wir von neuem geboren wurden, um unserem Herrn zu dienen; die von Ihm für mich 'vorbereiteten Werke' zu tun, usw. bis hin zum 'Missionsbefehl.

Es tut mir leid, dass Du das nicht kennst, denn das ist die Bestimmung unseres neuen Lebens. Mit evangelisch oder katholisch hat das aber gar nichts zu tun, denn ich kenne sowohl evangelische wie katholische Christen, die auf diese Weise ihrem Vater im Himmel im Alltag zur Verfügung stehen, während sie ihrem 'normalen' Beruf nachgehen. Andererseits kenne ich auch in den verschiedensten Freikirchen Christen, die ihrem Herrn nicht zur Verfügung stehen, u.a. weil es ihnen nie gelehrt wurde.

Hinzu kommt, dass Gott Zusagen daran knüpft, dass wir Ihm dienen, z.B. Zusagen der Heilung, der Versorgung, usw. (vgl. 2Mo 23,25; Mat 6,33; usw.) Es kann Mangel in unserem Leben allein schon dadurch sein, weil wir Ihm nicht zur Verfügung stehen, um Ihm zu dienen. Das sollte aber nicht unser Motiv sein; es ist aber die Folge unseres Gehorsams.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Nicht alles Eigene ist unbedingt schlecht.

Habe ich auch nicht geschrieben.

LG.
Clay

clay antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @clay

Es tut mir leid, dass Du das nicht kennst,

Das muss es nicht. Ich kenne es nicht und vermisse es nicht. Ich komme mit der Art, wie ich meinen Glauben lebe, gut klar.

Veröffentlicht von: @clay

denn das ist die Bestimmung unseres neuen Lebens.

Das ist das, was du aus der Bibel herausliest.

Veröffentlicht von: @clay

Andererseits kenne ich auch in den verschiedensten Freikirchen Christen, die ihrem Herrn nicht zur Verfügung stehen,

Woher willst du das wissen?

suzanne62 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @clay

Es tut mir leid, dass Du das nicht kennst,

Das muss es nicht. Ich kenne es nicht und vermisse es nicht. Ich komme mit der Art, wie ich meinen Glauben lebe, gut klar.

Veröffentlicht von: @clay

denn das ist die Bestimmung unseres neuen Lebens.

Das ist das, was du aus der Bibel herausliest.

Veröffentlicht von: @clay

Andererseits kenne ich auch in den verschiedensten Freikirchen Christen, die ihrem Herrn nicht zur Verfügung stehen,

Woher willst du das wissen?

suzanne62 antworten
Clay
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(@clay)
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Veröffentlicht von: @suzanne62

Woher willst du das wissen?

Man sieht es in ihrem Leben; sie sagen es mir; u.a.

clay antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @clay

sie sagen es mir; u.a.

Wirklich? Du kennst Christen, die dir klar sagen: "Ich will nicht tun, was Gott will"?
Oder Christen, die einen Lebensstil pflegen, mit dem sie gegen Gottes Gebote offen verstoßen?
Oder ist es ehr so, dass sie einfach deinen Vorstellungen wie ein Christenleben auszusehen hat nicht entsprechen?

suzanne62 antworten
Clay
 Clay
(@clay)
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Veröffentlicht von: @suzanne62

Wirklich? Du kennst Christen, die dir klar sagen: "Ich will nicht tun, was Gott will"?

Ja, sie sagen mir unmissverständlich, dass sie mit Gott und Kirche nichts am Hut haben oder damit nichts zu tun haben wollen, obwohl sie als Säuglinge getauft wurden. Durch die Taufe sind sie nach kirchlichem Verständnis 'Christen'. Sie weigern sich, Gottesdienste zu besuchen, sie lesen nicht die Bibel, usw. Sie handeln nicht nach Gottes Willen und Plan, er interessiert sie gar nicht. Ich bin sicher, solche 'Christen' kennst Du genauso wie ich.

clay antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @clay

Ich bin sicher, solche 'Christen' kennst Du genauso wie ich.

Nein, denn sie bezeichnen sich in der Regel nicht als Christen trotz ihrer Taufe und ihres Verbleibs in der Kirche.
Letzteres kann ja Gründe haben, die mit dem, was man glaubt, nichts zu tun haben, z.B. weil man bei einem kirchlichen Träger angestellt ist oder weil man die Kinder in eine konfessionelle Kita oder Schule schicken möchte.

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Ich sehe, du kennst meine Schwiegermutter nicht. 😌

deborah71 antworten


Miss.Piggy
Beiträge : 1627

Eine sehr schöne Thread-Idee! Es ist echt interessant, den Werdegang der anderen zu lesen, da gewinnt man ganz neue Einblicke. 😎 😊

Ich bin katholisch aufgewachsen. Meine Familie würde ich als Kultur- oder Traditionschristen bezeichnen. Wir haben zu Hause nicht über den Glauben gesprochen, aber wir haben das volle Programm mitgemacht: Jeden Sonntag in die Messe, Beichte, Erstkommunion, Firmung. Es war mir meistens eine lästige Pflicht, angesprochen hat es mich nicht besonders.

Als Jugendliche war ich in meine Reli-Lehrerin verliebt. Sie hat mir ein positives Gottesbild vermittelt, indem sie Gott immer als jemanden dargestellt hat, der auf der Seite der Unterdrückten, Schwachen und Ausgegrenzten ist. Das hat mich sehr angesprochen!

Mit 25 hatte ich eine kurze Beziehung mit einer Frau, die katholisch war, aber auf ihre eigene Art. Mit ihr bin ich mal zu einem Emmaustreffen gegangen. Das ist eine katholische Gruppe, die sich um Randgruppen kümmert (Straffällige, Drogenabhängige…). Davon war ich ebenfalls sehr angetan, da war eine schöne Atmosphäre, alle waren sehr herzlich und sie haben füreinander gebetet, das kannte ich vorher so noch nicht.

Ein paar Tage nach dieser Emmausbegegnung, es war um Ostern rum, hat mich eine Frau an der S-Bahn angesprochen und in ihre Freikirche eingeladen. Dort kam ich zum Glauben und blieb 8 Jahre dabei. Habe dann gewechselt, weil diese Gemeinde ziemlich sektenhaft war, Druck ausgeübt hat, sich als „die einzig wahre Gemeinde“ gesehen hat und außerdem ein Taufverständnis hat, das ich nicht mehr teile.

Ich habe mir dann verschiedene Gemeinden angeschaut, auch charismatische und auch eine englisch-sprachige internationale Gemeinde. Da ich aber mit dem hörenden Gebet und solchen Dingen nicht so viel anfangen kann, sondern mir die Lehre als Schwerpunkt wichtig ist, habe ich mir eine Brüdergemeinde gesucht. Dort habe ich mich gleich wohlgefühlt, weil es sehr familiär und heimelig ist, und fühle mich nach wie vor gut aufgehoben. Habe aber auch übergemeindliche Beziehungen, das ist mir wichtig.

miss-piggy antworten
246 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @miss-piggy

Sie hat mir ein positives Gottesbild vermittelt, indem sie Gott immer als jemanden dargestellt hat, der auf der Seite der Unterdrückten, Schwachen und Ausgegrenzten ist. Das hat mich sehr angesprochen!

Das ist mir im Reli-Unterricht und später in der KHG auch vermittelt worden.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Mit ihr bin ich mal zu einem Emmaustreffen gegangen. Das ist eine katholische Gruppe, die sich um Randgruppen kümmert (Straffällige, Drogenabhängige…). Davon war ich ebenfalls sehr angetan, da war eine schöne Atmosphäre,

Die Gemeinschaft "Emmaus" habe ich auch kennengelernt und das, was ich dort erlebt habe, prägt mein Glaubensleben bis heute.
Das ist für mich ein ganz wesentlicher Teil davon, dass ich einen Teil meiner Zeit mich für Menschen, die Hilfe brauchen, einsetze.
Ab und zu habe ich mal Anwandlungen, in die sehr viel liberalere altkatholische Kirche übertreten zu wollen, mit den derzeitigen "Chefs" - Papst Franziskus und Kardinal Woelki als Erzbischof von Köln - ist das aber nicht mehr so.
Auch wenn ich es nicht so sehe, dass unsere Kirche die alleinseligmachende sein soll, so kann ich doch in ihr meinen Glauben so leben wie ich es für richtig halte und sehe derzeit keinen Grund für einen Wechsel.
Ökumenische und interreligiöse Kontakte sind mir aber auch wichtig - es ist immer gut, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

suzanne62 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
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Na sowas, dann haben wir da eine ähnliche positive Erfahrung gemacht. Wobei, bei mir war das nur eine kurze Begegnung mit dieser Emmausgemeinschaft.

Ich sehe auch keinen Grund für einen Wechsel, habe aber festgestellt, dass nach meinem Wechsel (von der ersten Freikirche zur jetzigen) dieser Gedanke schneller mal aufkommt. Dieses Hintertürchen ist jetzt einfach eher da als wenn ich in der Gemeinde geblieben wäre, in der ich zum Glauben kam.

Ich habe den Wechsel aber nie bereut, keine Sekunde. Man sollte sich sowas aber gut überlegen.

miss-piggy antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Sekten und hörendes Gebet

Veröffentlicht von: @miss-piggy

ei. Habe dann gewechselt, weil diese Gemeinde ziemlich sektenhaft war,

Wie meinst du das?

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Da ich aber mit dem hörenden Gebet und solchen Dingen nicht so viel anfangen kann

Was heisst "hörendes Gebet"?

Anonymous antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
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Veröffentlicht von: @abelabels

Wie meinst du das?

Mit sektenhaft meine ich z.B., dass Druck ausgeübt wurde, wie man zu leben hat. Es wurde erwartet, dass man auf der Straße missioniert, dass man Freunde und Bekannte zu Gemeinde-Events einlädt, dass man viel Geld spendet und den Betrag möglichst jedes Jahr noch steigert. Es ging sehr stark um Zahlen: Wie viele Besucher hatten wir dieses Mal? etc.

Außerdem haben sie, wie schon geschrieben, andere Christen nicht als Christen anerkannt, weil die angeblich nicht hingegeben genug leben, nur fromm wären, aber keine echten "Jünger Jesu" und außerdem nicht "richtig getauft".

Veröffentlicht von: @abelabels

Was heisst "hörendes Gebet"?

Ich habe es so erlebt, dass man die Augen schließt und Eindrücke für eine bestimmte Person bekommt (oder auch für sich selbst). Man teilt danach der Person mit, was man "gesehen" hat. Das können Bilder sein oder Worte. Der Gedanke ist, dass Gott durch solche Eindrücke mit uns kommuniziert und direkt in unser Leben hineinspricht.

Ich fand es interessant, es war aber nicht so ganz mein Ding. Ich kann diese Art des Gebets nirgendwo in der Bibel finden und allein deswegen frage ich mich, weshalb wir heute auf diese Weise beten sollen. Und mir ist es zu subjektiv. Ich mag es lieber Schwarz auf Weiß. Bei der Bibel kann ich mir sicher sein, dass es Gottes Wort ist. Bei diesen Eindrücken wusste ich nie so genau, woher sie kommen, ob das einfach nur eigene Gedanken sind oder göttliche Gedanken.

miss-piggy antworten
Anonymous
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Unseriöse Handlungen

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich habe es so erlebt, dass man die Augen schließt und Eindrücke für eine bestimmte Person bekommt (oder auch für sich selbst). Man teilt danach der Person mit, was man "gesehen" hat. Das können Bilder sein oder Worte. Der Gedanke ist, dass Gott durch solche Eindrücke mit uns kommuniziert und direkt in unser Leben hineinspricht.

Ehrlich muss ich sagen, dass mir alle Haare zur Berge stehen, wenn ich so was lese. Für mich gleitet dieses ab in Okkultismus und hat so gar nichts mit dem zutun, was ich in den Gemeindepraktiken im Neuem Testament finde.

Man kann mit sowas wirklichen Missbrauch betreiben und Leute, die psychisch labil sind, in einer gerfährlichen Achterbahn der Gefühle bringen.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Schriebst du nicht, dass du Eindrücke/Prophetien in der Seelsorge und an die Gemeinde weitergibst? Woher..... ?

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
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Das stimmt, aber vorher gehe ich zur Gemeindeleitung und frage das und vorher bete ich selber darüber, ob ich das darf, bzw. prüfe, ob das mit GOTTES WORT überein stimmt.

Ich würde niemals so in einem Menschen hinein reden.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
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angemessener Umgang

Veröffentlicht von: @abelabels

Ich würde niemals so in einem Menschen hinein reden.

Das wird auch normalerweise so nicht gemacht. Nicht nur der jenige, der von Gott hört, prüft, sondern auch der, dem ein Eindruck angeboten wird, ist in der Pflicht zu prüfen.

Von Gott her hören so pauschal in Richtung okkult zu verurteilen, wie du es in deinem Post gemacht hast, ist nicht angemessen. Denn damit hast du dein Hören selbst unter dieses Urteil gestellt.

Temperament gehört unter die Regie der Besonnenheit, einer Frucht des Heiligen Geistes.
Denn wer sich schnell entrüstet, ent-rüstet sich der geistlichen Waffenrüstung und verliert unter Umständen den Gürtel der Wahrheit über den Gefühlen.

Um Gott zu hören, ist es klar, dass man von Reden auf Hören umstellt in sich.... Seine Stimme ist meist leise... Hörendes Gebet heißt einfach... mal den Sabbel halten und Gott zu Wort kommen lassen.
Das ist nichts Geheimnisvolles. Schon Samuel wurde angewiesen, auf die Ansprache Gottes zu beten: Rede, HErr, dein Knecht hört.

Und Jesus sagte ganz klar: Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen Mir.

deborah71 antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @deborah71

Von Gott her hören so pauschal in Richtung okkult zu verurteilen, wie du es in deinem Post gemacht hast, ist nicht angemessen. Denn damit hast du dein Hören selbst unter dieses Urteil gestellt.

So wollte ich das nicht gesagt haben. Ich habe das hörende Gebet so erlebt, wie ich es beschrieb...und das war spuki.

Menschen die sich in Meditation zusammen setzen und wo man plötzlich irgendwas ausplaudert....Gefühle, Bilder, usw....total emotionale Sachen oder vom Unterbewusstsein.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Veröffentlicht von: @abelabels

So wollte ich das nicht gesagt haben. Ich habe das hörende Gebet so erlebt, wie ich es beschrieb...und das war spuki.

Wenn es dir keiner erklärt hat, dann kannst du dir natürlich alles mögliche vorstellen. Besser ist, nachzufragen und sich das erklären zu lassen.

Veröffentlicht von: @abelabels

Menschen die sich in Meditation zusammen setzen und wo man plötzlich irgendwas ausplaudert....Gefühle, Bilder, usw....total emotionale Sachen oder vom Unterbewusstsein.

Hörendes Gebet ist keine Meditation mit Innenausrichtung auf die eigene Seele, sondern mit der Ausrichtung auf Gott und der Erwartung, dass ER weiß, was an Input benötigt wird für Ermutigung, Ermahnung, Trost oder Heilungsförderndes.

Es mag für dich so ausgesehen haben, wie eine Meditation, da man ja still werden muss, um hören zu können.....es geht aber um Hören von Gott durch seinen Heiligen Geist.

Den Heiligen Geist bekommt man vom Vater durch Christus, beide Gott.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
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Ich hab immer noch keine Antwort auf meine Frage, welcher Geist dir Prophetien eingibt. Ich erweitere das um die Frage, wie Gott denn zu dir spricht, wenn du Eindrücke weiter gibst?

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Also noch mal....
GOTT manifestiert sich u. a. in seinem Geist. Also HEILIGER GEIST.
Er ist dann aber immer noch GOTT. Das sind kein unabhängigen Personen.

GOTT selber gibt mir z B durch seinen GEIST die Prophetien ein. Manchmal warte ich ab, ob GOTT dieses durch naturale Zeichen noch mal bestätigt.

Es ist in Bildern, Worte oft.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
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Drum prüfet alles und das Gute (!) behaltet. 😌

Ich konnte anfangs mit Begriffen wie dem "Hörenden Gebet" nichts anfangen. Bis mir jemand erklärte, was das nun sein sollte. Dann stellte ich fest, dass ich gar kein anderes Beten kenne als auf Gott zu hören.

Wo ist denn Dein Problem in dieser Sache genau?

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Gehetserhörung und hörendes Gebet
Also es gibt die Gebetserhörung. Die kann auf verschiedene Weise stattfinden....

Das hörende Gebet verstehe ich so...Man setzt sich im Kreis. Irgendjemand spricht ein kurzes Gebet, danach sitzen alle da und jeder gibt weiter, was ihm sein Unterbewusstsein bzw. Gefühle geben und danken dann, dass sie GOTTES WORT. Das ist aber meiner Erachtens sehr gerfährlich, weil Gefühle und Emotionen meistens NICHT das WORT GOTTES sind.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

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Auf welche Art und Weise jeder Gott hört, ist doch individuell.
Es geht beim hörenden Gebet nicht um Äußerlichkeiten. An genau diesen hängst Du Dich aber auf, soweit ich das erkenne.

Hörendes Gebet heißt nichts anderes als Beten und Hören, was Gott dazu sagt. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Du hörst auch, was Gott sagt.
Betest Du nicht "hörend"?

😊

Meine Erfahrung ist, dass unser Gott lebt. Und er redet heute genauso wie vor 2000 Jahren. Er ist doch mitten unter uns und teilt sich mit. Auf eben verschiedene Weisen.

Und jeder von uns hat den "Auftrag", zu prüfen, und das Gute zu behalten. Das Gute ist das, was dich näher zu Gott bringt, was dich tröstet (Der Heilige Geist ist als wunderbarer Tröster bekannt), was dich aufbaut, ermutigt. Und das sage nicht ich, das sagt die Bibel.

Und ob Du mir nun direkt gegenüber sitzt oder ich neben Dir und Dir die Hand auflege und Gott frage, ob er mir etwas über Dich oder für Dich mitteilen möchte ... wenn er sich mitteilen möchte, tut er das. Ganz unabhängig davon, ob Menschen nun im Kreis sitzen, sich gegenüber oder ihren Namen tanzen. Nicht alles, was aus meinem Munde kommt und kommen wird, ist ein Wort Gottes. Deshalb muss auch immer alles geprüft werden.

Nachtrag vom 25.11.2019 1518
by the way lege ich nicht jedem ungefragt die Hände auf, falls Du gerade an die Decke springen möchtest. 😉 😀 das ist ein Deal zwischen Gott und mir, jedem Gebetsempfänger die Hände aufzulegen; in meinem Leben hat das die Bedeutung von Gehorsam. Was es für Dich bedeutet, kann wieder anders sein.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Du hast recht in dem was du sagst.

Aber ja....es geht mir um die Praxis....Ich habe hörendes Gebet so erlebt, dass sich ein Gemeindebeauftragter oder eine Person sich mit Leuten in einem Sitzkreis setzt und dann sagt, so nun schließen wir die Augen und werden ganz ruhig....Und danach fragte diese Person dann, ob jemand irgendwelche Bilder empfangen hat oder was anderes.

Das macht man in spirituellen Zirkeln auch so!

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @abelabels

Das macht man in spirituellen Zirkeln auch so!

In spiritistischen Zirkeln macht man das so. Spiritualität ist etwas ganz anderes.....so, das wars für erste mit dem Klugschiss.😇😉

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
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Ja und?

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Was und???

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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Ich versteh nicht wo dein Problem ist.

tristesse antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895
Veröffentlicht von: @abelabels

Das macht man in spirituellen Zirkeln auch so!

Die machen aber auch alles nach, diese Zirkel ... 😉 😀

neubaugoere antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Oder die Zirkel machen allen den Zirkeln nach

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Da in meinem neuen Thread noch keine Antwort kam, habe ich mal versucht das was hier geschrieben wird zusammen zu kriegen und habe auch gegoogelt.

Was ich dabei gelesen habe ist, dass es erstens wohl auch wie manches Andere aus der Richtung der Charismatisch-pfingstlerischen Bewegung kommt, und zweitens dass es auch mit gewissen Atemübungen verknüpft und gelehrt wird.

Aber ich habe keine Ahnung, ob das nun immer so ist, oder ob es da Unterschiede gibt.
Hörendes Beten ist an sich doch eine selbstverständliche Wunschhaltung in der Jesus-Nachfolge.
Was mich dabei irritiert, ist dieses Überbetonen und das scheinbare "so Gott, nu' mach mal bitte".
Dieser Automatismus, der oft in so verschiedenen Bereichen wie "angeschaltet und angepeitscht" funktionieren muss, ist mir nicht geheuer da ich ihn für unbiblisch und selbstherrlich halte.

Wie gesagt, das "normale hörende Beten" ist doch Bestandteil eines jeden Christenmenschen.

Diese Überbetonung, dieses "Zusammenkommen um es zu praktizieren und von Gott Antworten füreinander zu bekommen" erinnert mich eher an ungute Dinge wie gesagt, genau wie das damit verbundene "Ein - und Ausatmen" bei gewissen "hörenden Gebets-Übungen".

Anonymous antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Hören oder Feeling?
Ich denke, dass aber dieses alles oft in einem Zusammenhang mit einem charismatischen Gefühl abgeht. Auch die Lobpreislieder sind oft manipulierend, weil man GOTT nicht lobt, sondern immer wieder positive Sätze wiederholt.
Dann kommt oft auch eine Predigt, die man genauso in einem Managerseminar halten kann.
Und dann die Handauflegung zusammen mit Bildern und möglichst noch hypnoseartig dabei umfallen.

Ich will niemanden zu nahe treten. Jedoch habe ich echt meine Bedenken hierbei.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
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Beiträge : 11895
Veröffentlicht von: @abelabels

Auch die Lobpreislieder sind oft manipulierend, weil man GOTT nicht lobt, sondern immer wieder positive Sätze wiederholt.

Hast Du mal eins, zwei Beispiele?

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Gott ist immer noch Gott.
Gott ist immer noch
Gott ist immer
Gott ist
Gott
Gott ist
Gott ist immer
Gott ist immer noch
Gott ist immer noch Gott
kann man beliebig oft wiederholen
und nein, habe ich nicht in einer charismatischen Gemeinde gesungen (die haben ein total schönes Lied "Gott ist gut ... allezeit, und sein Licht scheint hell in der Dunkelheit" gesungen, das ist soo schön und eingängig und der Text einfach wunderbar!).
Gott ist immer noch Gott habe ich mal öfter in der Brüdergemeinde wo ich einige Jahre war gesungen, aber mit sehr großem Erstaunen ehrlich gesagt - weil es für mich .., na ja
Ich habe selbst mit meinen Kindern andere Lieder gesungen.
"Gottes Liebe ist so wunderbar" usw.

Das oben zitierte Lied finde ich am Nichtsaussagendsten und Eigenartgisten, das ich kenne.
Ja, ich weiß, da kann man auch noch etwas rausziehen wenn man unbedingt möchte, aber nicht so wie es gesungen wird (just for fun?) und das könnte man dann auch anders aussagen.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Sei bitte so nett und nenne ein paar dieser manipulierenden Lobpreislieder und verlinke ein oder zwei der Managerpredigten, die du hier erwähnst. Ich kann mir da nicht so recht etwas drunter vorstellen. Ich bewege mich ja in diesen Kreisen und hab keine Ahnung wovon du hier sprichst....

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Was ist ein charismatisches Gefühl?

deborah71 antworten
Ahischa
(@ahischa)
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Beiträge : 423

Beeinflussungsinstrumente.....

Veröffentlicht von: @abelabels

Auch die Lobpreislieder sind oft manipulierend,

Absolut..............
Wiederholungstechnik ist das fundamentalste Beeinflussungsinstrument. Sie hat einen Verstärkereffekt. Wortmanipulationen, suggestive Wirkung von bildhafter Sprache. Sprachbilder sind sehr eindringlich und werden im Langzeitgedächtnis verankert. Fragwürdig ist diese Form der bildhaften Überzeugungsmagie in religiösen Einsatz.

Wir Menschen sind bedürfnisgesteuert und eben das wird angesprochen. Das Spektakuläre geht vor das Wesentliche, das Sensationelle vor das Bedeutsame. Die quantitative Zutextung mit mangelnder qualitativer Information verhindert den Zuhörer, klar zu denken und Zusammenhänge zu erkennen. Informieren hat nicht nur etwas damit zu tun, Wissen zu vermitteln, sondern Informieren hat auch etwas zu tun mit in-formare - etwas formen.

Setze Musik ein, die mantramäßig widerholend, immer schneller, immer lauter, immer emotionaler auf die Menschen einhämmert. Menschen, die anfangs noch auf ihren Stühlen sitzen, werden nach einiger Zeit im Rhythmus der Musik ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die spannende Frage ist doch, was passiert im Gehirn von Menschen, die sich dem hingeben? Die Aktivität im Frontallappen während der exzessiven Lobpreismusik hörte praktisch auf, was auf eine Reduktion der Selbstkontrolle hinweist, während die Aktivität im Parietallappen zunimmt (umgekehrt wie bei Meditation). Menschen verlieren ihre Selbstkontrolle und das hat m. E. nichts mit einem geistgewirkten Zustand zu tun, sondern mit Ekstase und Zustand der größt möglichen Manipulation. Menschen, die ihre Selbstkontrolle verlieren, redigieren.

Ich bezweifle sehr stark, dass es sich im Kontext solcher äußeren Umstände, um ein Wirken Gottes handelt, sondern viel mehr um einen emotionalen Zustand, der unabhängig von Inhalten eintreten kann, wenn man sich nur der rechten Mittel bedient. Die in diesem Kontext abgebotenen "Prophetien" sind eine große Spielwiese für weitere Manipulationen, die in ein geistliches Mäntelchen gepackt werden. Da frage ich mich vielmehr, was ist das für ein Gott, der immer wieder über Dritte redet, anstatt den direkten Kontakt für seinen Geprächspartner zu suchen. Will Gott zu Menschen reden, dann tut er das direkt, jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Lieben Gruß
Ahischa

ahischa antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

endlich auf dem Punkt gebracht / Wenn Gemeinden zu Sekten werden
Danke und Danke...

Und dann ist die Frage, was die Folge dieses Ganzen ist. Es kommt dazu, dass die Menschen sich verändern. Einige schlüpfen in einer Rolle und denken, sie sind Jesus ähnlich und schweben durch das Leben. Aber um dieses Gefühl aufrecht zu erhalten brauchen sie immer wieder sog. Lobpreis Gottesdienste....Es ist quasi der Joint.

Lobpreis im Sinne GOTTES ist das was zB in den Psalmen drin steht.
Calvin hat damals zunächst gar nicht mehr zugelassen, dass man in den Gemeinden singt. Später wurden die Psalme eingeführt.
Es gibt viele Liedtexte, die sehr wohl dem Lobpreis entsprechen, wie es GOTT will. Denn beim Lobpreis geht es nicht um Eigenindoktrination oder Gruppendynamik. Sondern darum, dass der Mensch MÜNDIG in seinem Glauben bestärkt wird.

Diese Gemeinden, welche sowas praktizieren sind gefährlich für

a) Labile Menschen ---- Diese Menschen sind psychisch anfällig und meistens wird zum Schluss der gesundheitliche Zustand dieser Menschen total zerstört nämlich dann wenn Sie:

b) Abweichler ---- Diese Leute werden geächtet und diskriminiert. Grade Jugendliche, die mit diesen Stielen zu tun haben haben es mit ihren indoktrinierten Elten schwer. Oft gleiten diese Jugendliche dann in Szenen ab, die ihnen ebenfalls vermeintlichen Halt geben...Hier werden meist dann krasse andere Wertmassstäbe gesetzt....Drogen etc.

c) Nichtchristen ----- Denn diese Leute erfahren Manipulation und dieser ist nicht glauben.

Fakt ist ja, dass viele Charismatiker sich nur einen Teil der Bibel vornehmen und Teile verradikalisieren.

Ähnlich tun es ja auch Sekten und andere Sondergemeinschaften.

Die Folgen des Ausstiegs aus solchen Kreisen sind oft dann genauso schlimm wie der Ausstieg von Zeugen Jehovas und andere Sekten und Kulte.....

Ich will keinem Charismatiker den Glauben absprechen. Jedoch sind die Fakten die ich hier und Du nennst auch bei Sektenberatungsstellen bekannt.

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Ahischa
(@ahischa)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 423

Und dann ist die Frage, was die Folge dieses Ganzen ist. Es kommt dazu, dass die Menschen sich verändern. Einige schlüpfen in einer Rolle und denken, sie sind Jesus ähnlich und schweben durch das Leben. Aber um dieses Gefühl aufrecht zu erhalten brauchen sie immer wieder sog. Lobpreis Gottesdienste....Es ist quasi der Joint.

Na, wir Menschen sind sehr unterschiedlich und das auch zwangläufig dann in unserer Bedürftigkeit. Grundsätzlich ist es ein legitimes Anliegen, in der eigenen individuellen Bedürftigkeit auch einen Raum zu finden, sein zu dürfen und da ist es gut, dass es in der christl. Landschaft möglich ist, seinen Platz zu finden.

In den Pfingstgemeinden finden sich sehr viele Menschen, die eine emotionale Persönlichkeitstruktur mitbringen. Nachvollziehbar, dass sie darin auch abgeholt werden wollen. Problematisch wird es da, wo die emotionale Ebene so im Mittelpunkt steht, dass alles andere aus dem Fokus verschwindet. Gott kann dann sehr schnell zur „Droge“ werden, nämlich da, wo man „süchtig“ nach den Gefühlen wird, die man mit ihm verbindet. Man hechtet von einer Veranstaltung zur Nächsten. Eine wahre Gefühlsexplosion, der ein eintöniger, deprimierender Alltag folgt. Das Stimmungstief, dem sich nur mit der nächsten Veranstaltung Herr werden lässt. Solche Veranstaltungen versetzen die Menschen, die ja mit großen Erwartungen kommen, in Ekstase. In diesem Zustand werden körpereigene Glückshormone ausgeschüttet, die die Stimmung deutlich anheben. Das sind Endorphine, Dopamin und Serotonin. Dopamin in Verbindung mit Noradrenalin löst in uns freudige Erwartungen schöner Umstände in der Fantasie, Vergnügen, Antrieb, Aufmerksamkeit, Lust, Freude, Begeisterung und Glücksgefühle aus und hält sie aufrecht. Dabei wirkt Dopamin wie ein Scheinwerfer, der unsere Aufmerksamkeit auf alles denkbar Angenehme, Erfreuliche und Vergnügliche lenkt und uns vorwärts, hin zur Erreichung unserer Ziele treibt. Weiß man um diese Mechanismen, kann man sie entsprechend bedienen. Man kann dieses Wissen allerdings auch für eine realistische Einschätzung nutzen und darin ehrlich zu sein. Das hilft zu unterscheiden, was wirklich geistl. und was menschlich ist.

Es gibt viele Liedtexte, die sehr wohl dem Lobpreis entsprechen, wie es GOTT will. Denn beim Lobpreis geht es nicht um Eigenindoktrination oder Gruppendynamik. Sondern darum, dass der Mensch MÜNDIG in seinem Glauben bestärkt wird.

Lobpreis ist für mich, die Anbetung Gottes, die ihn im Fokus hat und nicht den Zweck der eigenen Stimulation.

a) Labile Menschen ---- Diese Menschen sind psychisch anfällig und meistens wird zum Schluss der gesundheitliche Zustand dieser Menschen total zerstört nämlich dann wenn Sie:

Das ist idT ein großes Problem. Der dafür anfällige Mensch sucht Harmonie, Wegweisung, Sicherheit, die Stärkung durch das Kollektiv und findet genau das bei starken Persönlichkeiten. Da ist es natürlich angenehm, sich an einer Persönlichkeit, oder Gemeinde zu orientieren, die den Willen Gottes (offenbar) genau kennt und übermitteln kann. Somit docken die richtigen Persönlichkeiten aneinander an. Die Identifizierung mit solchen Systemen und Menschen, die als allmächtig und vollkommen erlebt wird, weißt entwicklungspsychologische notwendige Idealisierung der Bezugspersonen des Kindesalters auf. Das Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit, Versorgung haben auch der erwachsene Mensch, doch dieser hat idR im Zuge der seelischen Reifung die Entidealisierung und damit Lösung der unmittelbaren Bezugspersonen, vollzogen. Der dafür anfällige Mensch erfährt die Regression in eine eher kindliche Form der Auslebung dieser Bedürfnisse nach Sicherheit, Autorität, Identifikation, Perfektion, Simplizität. Er sucht die Stillung dieser Bedürfnisse außerhalb seiner selbst, hat wenig Vertrauen in seine inneren Werte. Die Externaliserung dessen macht seine äußeren Werte allerdings sehr zerbrechlich, denn sie können jederzeit entzogen werden. Genau darin wird er anfällig für die Manipulation machtmissbrauchender Systeme und Menschen.

Abweichler ---- Diese Leute werden geächtet und diskriminiert. Grade Jugendliche, die mit diesen Stielen zu tun haben haben es mit ihren indoktrinierten Elten schwer. Oft gleiten diese Jugendliche dann in Szenen ab, die ihnen ebenfalls vermeintlichen Halt geben...Hier werden meist dann krasse andere Wertmassstäbe gesetzt
Die Folgen des Ausstiegs aus solchen Kreisen sind oft dann genauso schlimm wie der Ausstieg von Zeugen Jehovas und andere Sekten und Kulte.....

Die Ächtung betrifft nicht nur Jugendliche, die sich abnabeln wollen. Es trifft auch die Gemeindeglieder, die sich nicht eindeutig einer der beiden Pole innerhalb der Gemeinde zuordnen. Kind bleiben und untertan sein ist die unausgesprochene Botschaft solcher Gemeinden. Durch den Moralismus wird ein menschliches Verhalten mit psychologischem Druck konditioniert, welches Schuldgefühle produziert. Moralisierende Mechanismen stellen Forderungen, die bei Erfüllung belohnt werden, bei Nichterfüllung mit indirekter, meist sehr raffinierte Bestrafung geahndet werden. Das Raffinierte daran ist, dass es im Betroffenen selbst durch das erzeugte Schuldgefühl passiert. Dabei ist es letztlich nur noch eine Frage der Dosierung. Erzeuge genügend Schuldgefühle, die ab und an auch wieder Entlastung erfahren müssen und das Band wird immer stärker. Für den Betroffenen eine zwiespältige Situation. Er wird an Menschen gebunden, die die Macht in den Händen halten, ihn zu verwerfen, oder aufzurichten. Ist der Ausstieg aus einem solchen System auch noch, mit Schuld, Abfall mit ewiger Verdammnis belegt braucht es eine ungeheure innerseelische Leistung, um diesen Schritt zu wagen. Was den Ausstieg noch schwieriger macht, ist, dass solche Gemeindeglieder oftmals außerhalb ihrer Gemeinde kein tragendes soziales Netz haben und dann in ein tiefes Loch fallen, in dem sie genau das spüren, was ihnen an Verdammnis angedroht wurde. Es ist ein sehr langer und einsamer Weg, aber ein heilender…………

Ich will keinem Charismatiker den Glauben absprechen. Jedoch sind die Fakten die ich hier und Du nennst auch bei Sektenberatungsstellen bekannt.

Nein, das wäre auch nicht zielführend und das ist auch keinesfalls zu generalisieren. Überall, wo Menschen zusammenfinden, bilden sich Hierarchien und diese sind nun mal anfällig für Missbrauch und das unabhängig davon, ob das Pfingstler, Brüder, Katholiken usw. sind. Wichtig ist doch, sich der Mechanismen bewusst zu werden und ein waches Auge darauf zu haben, nicht in den Fanatismus abzugleiten.

Lieben Gruß
Ahischa

ahischa antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

gut wiederzuerkennen...
.. was der damalige neue Leiter für eine Struktur in die Gemeinde einführte.

Er hat dann jeden, der sein Spiel durchschaute und sich das nicht gefallen liess, rausgemobbt und anschließend vor der versammelten Gemeinde erklärt, dass der/diejenige vom Glauben abgefallen und in die Welt zurückgegangen sei.

Als er die Leitung übernommen hatte, verschwanden sofort die Bücher und Cassetten über Geistlichen Mißbrauch aus dem frei zugänglichen Gemeinderegal.

Die Predigten wurden zunehmend von Nebensticheleien durchzogen.
Grenzen wurden massiv übertreten und selbständiges Entscheiden sanktioniert.
"Ich sage dir, wer du nicht bist. Ich sage dir, wer du nach meiner Erlaubnis sein darfst. Ich sage dir, was du fühlen darfst. Ich sage dir, was du glauben darfst. Wenn du MIR gehorchen kannst, dann kannst du auch Gott gehorchen. Wenn du mich verlässt, dann verlässt du Jesus und fällst vom Glauben ab. Kritik ist nicht erlaubt, denn dann tastest du den Gesalbten Gottes an. " und noch so einiges mehr. Minderwert samt Größenwahn... blitzschnelle Wechsel wie bei Jeykill und Hyde.

Inge Tempelmann wurde schon als gutes Aussteigerbuch genannt. Ken Blue und Jeff van Vonderen finde ich auch als gute Ergänzungen dazu.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Inge Tempelmann wurde schon als gutes Aussteigerbuch genannt. Ken Blue und Jeff
Inge Tempelmann wurde schon als gutes Aussteigerbuch genannt. Ken Blue und Jeff van Vonderen finde ich auch als gute Ergänzungen dazu

Ich halte es für sinnvoll, wenn jede/r der in der Gemeinde ist, diese Büchere einmal liest. Das Buch "Geistlicher Missbrauch" von Tempelmann hat vor 10 Jahren meine Sichtweise auf Gemeinde verändert.....

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @ahischa

Der dafür anfällige Mensch erfährt die Regression in eine eher kindliche Form der Auslebung dieser Bedürfnisse nach Sicherheit, Autorität, Identifikation, Perfektion, Simplizität. Er sucht die Stillung dieser Bedürfnisse außerhalb seiner selbst, hat wenig Vertrauen in seine inneren Werte.

Dagegen ist, wenn der betreffende Mensch damit bei sich bleibt, zunächst mal nichts einzuwenden. Jeder muss einen Weg finden, um mit dem Driss in seinem Leben fertig zu werden - und wenn jemand diesen Weg für sich wählt - warum nicht.
Mich stört es jedoch gewaltig, wenn man dies - natürlich immer mit passenden Bibelzitaten, versteht sich - allen anderen, die für sich andere Wege gefunden haben, versucht ebenfalls aufzunötigen ("Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder.....").

Veröffentlicht von: @ahischa

Die Ächtung betrifft nicht nur Jugendliche, die sich abnabeln wollen. Es trifft auch die Gemeindeglieder, die sich nicht eindeutig einer der beiden Pole innerhalb der Gemeinde zuordnen. Kind bleiben und untertan sein ist die unausgesprochene Botschaft solcher Gemeinden.

Das ist auch eine sehr klar und deutlich ausgesprochene Botschaft mancher Community-Mitglieder.

Veröffentlicht von: @ahischa

Durch den Moralismus wird ein menschliches Verhalten mit psychologischem Druck konditioniert, welches Schuldgefühle produziert.

Das empfinde ich hin und wieder auch so, bin mir aber nicht sicher, ob das den Betreffenden bewusst und von ihnen so gewollt ist.

Veröffentlicht von: @ahischa

Überall, wo Menschen zusammenfinden, bilden sich Hierarchien und diese sind nun mal anfällig für Missbrauch und das unabhängig davon, ob das Pfingstler, Brüder, Katholiken usw. sind. Wichtig ist doch, sich der Mechanismen bewusst zu werden und ein waches Auge darauf zu haben, nicht in den Fanatismus abzugleiten.

Das nehme ich doch mal als ein hilfreiches "Wort zum Sonntag" für mich mit.
Ganz herzlichen Dank für deine sehr informativen und aufschlussreichen Beiträge nicht nur in diesem Thread.

suzanne62 antworten
Ahischa
(@ahischa)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 423
Veröffentlicht von: @suzanne62

Dagegen ist, wenn der betreffende Mensch damit bei sich bleibt, zunächst mal nichts einzuwenden.

Das ist ja meist nicht der Fall. Im Gegenteil. Da man die Versicherung im Kollektiv dafür benötigt, muss das auch an andere herangetragen werden.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Jeder muss einen Weg finden, um mit dem Driss in seinem Leben fertig zu werden - und wenn jemand diesen Weg für sich wählt - warum nicht.

Du hast schon recht, dass jeder seinen Weg finden muss. Ich persönlich empfinde es allerdings nicht als hilfreich, Menschen zu infantilisieren und in diesem Modus fest zu halten. Zumal ich der Auffassung bin, dass solche Prozesse, die für die Entwicklung eines Menschen punktuell durchaus dran sind, in ein anderes Setting gehören, als einen öffentlichen Gottesdienst, bzw. den gemeindlichen Umgang.

Lieben Gruß
Ahischa

ahischa antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @ahischa

Ich persönlich empfinde es allerdings nicht als hilfreich, Menschen zu infantilisieren und in diesem Modus fest zu halten.

Ich auch nicht, deshalb konnte ich ja dauerhaft mit dieser Richtung nichts anfangen. Und ich reagiere ungemein allergisch, wenn jemand mich in diese Richtung drängen will - "wenn ihr nicht werdet wie die Kinder..."
Der Gott, an den ich glaube, hat nichts gegen erwachsene Gläubige, die ihr Leben im Rahmen der Gebote selbstbestimmt auf die Reihe kriegen.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Es ist ein sehr langer und einsamer Weg, aber ein heilender…………
Ja da hast du recht. Ich habe diesen langen Weg durch die Wüste hinter mir und musste diesen Missbrauch gleich mehrfach von dominierenden Christen und auch Leitern erleben. Ich habe 5 Jahre gebraucht um mich zu erholen. Heute bin ich allergisch, wenn man mit Charismen falsch umgeht.

Viele Leute benutzen ihre Begabungen so, wie ein Kind welches mit dem Auto auf die Autobahn fährt...Es kommt zum Crash und unschuldige werden darin verwickelt.

Grade wenn ich einige charismatische Gemeinden erlebe, wenn die sich nach langer ""Lobpreismusik"" in Ektase gebracht haben, was dann passiert. Und viele Pastoren und sog. Bischhöfe oder sog. """Apostel""" wissen wie das funktioniert.

In Afrika und auch in der dritten Welt haben diese Leiter viel Kohl und bauen Tempelpaläste.....

Ich weiss, dass die Erweckungsveranstaltungen so funktionieren, dass es immer üppig zu essen gibt oder das man die Busfahrt zu den Großveranstaltungen bezahlt...

Und die Spender in Deutschland denken dann "Oh Halleluja Erweckung"

Das ist in meinen Augen wirklich geistlicher Missbrauch

Nochmal ich sage NICHT, dass alle Chraismatiker so sind....Es gibt viele Pfingstgemeinden und freie charismatische Gemeinden, die meinen es sehr ernst mit Jesus und der Nachfolge.

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Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @ahischa

Wiederholungstechnik ist das fundamentalste Beeinflussungsinstrument. Sie hat einen Verstärkereffekt.

Ja, das ist sicher so. Ich kann jedoch daran nichts erkennen, das per se schlecht ist.
Viele der Gesänge aus Taize bestehen ja nur aus ein oder zwei Zeilen, die immer wieder gesungen werden ("Laudate omnes gentes, laudate dominum", "Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet, wachet und betet", "Misericordias domini in aeternam cantabo").
Ich setze mich dem bewusst und gewollt aus.
Ich merke, wie ich zur Ruhe komme, das "Gedankenkarrussell" zum Stillstand kommt und ich mich innerlich auf Gott ausrichten kann.

Veröffentlicht von: @ahischa

Setze Musik ein, die mantramäßig widerholend,

Ich höre oft auch meditative Musik, die aus anderen Kulturen und Religionen kommt, darunter auch Mantras, aber das, was du hier beschreibst, habe ich dort nicht vorgefunden:

Veröffentlicht von: @ahischa

immer schneller, immer lauter, immer emotionaler auf die Menschen einhämmert. Menschen, die anfangs noch auf ihren Stühlen sitzen, werden nach einiger Zeit im Rhythmus der Musik ihren Emotionen freien Lauf lassen.

Ich kenne das allerdings aus dem charismatischen Lobpreis und habe das selbst in meinen "gesündesten" Zeiten als überaus anstrengend empfunden. Wenn man sich gerade in einer depressiven Phase befindet, ist es schlicht nicht machbar.

Veröffentlicht von: @ahischa

Menschen verlieren ihre Selbstkontrolle und das hat m. E. nichts mit einem geistgewirkten Zustand zu tun, sondern mit Ekstase und Zustand der größt möglichen Manipulation.

Hier sehe ich auch ein Risiko.

Veröffentlicht von: @ahischa

Die in diesem Kontext abgebotenen "Prophetien" sind eine große Spielwiese für weitere Manipulationen, die in ein geistliches Mäntelchen gepackt werden.

Und hier erst recht. Dies, zusammen mit einem ausgeprägten Glauben an Teufel und Dämonen bis hin zu der Annahme, dass psychische Krankheiten das Ergebnis von deren fiesen Machenschaften seien hat mich veranlasst, mich von dieser Glaubensrichtung zurückzuziehen und ihr bis heute aus dem Weg zu gehen.
Wobei ich fairerweise noch anmerken möchte, dass dies nicht in allen pfingstlich-charismatischen Gemeinden und Gruppen so geglaubt und praktiziert wird.

suzanne62 antworten
Ahischa
(@ahischa)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 423
Veröffentlicht von: @suzanne62

Viele der Gesänge aus Taize bestehen ja nur aus ein oder zwei Zeilen, die immer wieder gesungen werden ("Laudate omnes gentes, laudate dominum", "Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet, wachet und betet", "Misericordias domini in aeternam cantabo").

Das ist richtig. Allerdings liegen zwischen den Gesängen aus Taize und dem charismatischen Lobpreis Welten........... Ich liebe die Taizegesänge sehr und wenn ich ins Kloster gehe, spielt diese Musik immer auch eine Rolle. Im Unterschied zur Lobpreismusik kommt man hier jedoch in die Stille, in eine Form der Andacht und Besinnlichkeit. Die Wirkung ist eine völlig andere, als das Aufputschen durch immer lautere, einhämmendere Musik.

Lieben Gruß
Ahischa

ahischa antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Im Mai war ich auf einer Konferenz in einer großen Halle.

Die Musik war wesentlich zu laut eingestellt und sie konnten den Soundcheck nicht mehr ändern auf unsere Beschwerde durch etliche Besucher hin.
Die Helfer sind aber gerannt und haben diese weichen Ohrstöpsel geholt und an jeden, der wollte verteilt.
Niemand musste sich dem Lärm ungeschützt aussetzen.

Der Musikteil hielt sich in Grenzen.... und dann wurde es ruhiger... und aus dem Publikum heraus entstand ein getragenes Anbetungslied ganz ohne Musik und Gottes Gegenwart wurde für mich spürbar.

Lobpreis habe ich per Definiton so kennengelernt: Gott loben für das was er getan hat.
Anbetung: Gott loben für der, der er ist.

Anbetung ist naturgemäß getragener bis hin in völlige Stille in seiner Gegenwart.

deborah71 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895

Hey,

ich hatte damit auch mal meine Schwierigkeiten, aber eher, weil ich von einer anderen Seite kam. Ich kannte "Beten" nicht anders als zu hören (und mich vor Gott von den be-schwer-enden Dingen zu befreien). Ich habe bei meiner "Suche" jedoch eines gelernt: Es gibt Menschen, die aus anderen Häusern kommen und die eine andere Herangehensweise haben an Dinge, an Menschen ... und für sie ist es hilfreich, um z.B. mit der Übernatürlichkeit Gottes in Berührung zu gelangen. Das betrifft sicher nicht jeden, aber kann eben eine Hilfe sein. Deshalb habe ich meinen Frieden damit, auch wenn ich es für mich selbst und im weiteren privaten Rahmen anders halte.

Veröffentlicht von: @karibu20

Diese Überbetonung, dieses "Zusammenkommen um es zu praktizieren und von Gott Antworten füreinander zu bekommen" erinnert mich eher an ungute Dinge wie gesagt, genau wie das damit verbundene "Ein - und Ausatmen" bei gewissen "hörenden Gebets-Übungen".

Darf ich hier nochmal nachfragen, ob Du allein den Namen "hörendes Gebet" als "Überbetonung" empfindest?
Bei uns in der Gemeinde gibt es im Anschluss an den Gottesdienst immer Gebet, ich halte das für selbstverständlich. Und dann gab es einen Zeitpunkt, an welchem wir das "hörende Gebet" anboten. Es war für uns EIN Weg, Menschen mit der Übernatürlichkeit in Berührung zu bringen, das "hörende Gebet" einzuführen. Wie gesagt, es kann helfen, einigen. Ganz sicher wird beides irgendwann nahtlos ineinander übergehen und die Menschen meiner Gemeinde werden es als ebenso normal empfinden und erleben, Gott zu hören im Gebet (oder auch anders). Dann kann das sicherlich wegfallen, es mit einem gesonderten Namen sozusagen zu versehen.

Und ja, ich dachte einmal ähnlich wie Du. Dann war ich auf einem Seminar und lernte eben, von einer anderen Seite zu schauen. Auch erhielt ich ganz viel Zuspruch von Gott (nicht über andere, sondern direkt), der mich bestärkte und mir dieses "Unwohlgefühl" nahm. Ich tauchte mehr ein in seine Gegenwart. Seine Kraft ist Hammer und ich merke an den Dingen, die ich höre, sehe und weitergebe (oder auch nicht), dass Gott mit jedem seiner Kinder anders umgeht, weil ihm jedes einzelne wichtig ist. Er geht auf jeden in seiner jeweiligen Art zu und das ist so liebevoll wie nur irgendwas. Da fehlen mir oft die Worte, so berührend ist das.

Gott möchte alle Menschen mitnehmen - diese Tatsache verschwindet oft aus unserem (Kinder Gottes) Blickfeld. Gott lässt ein Schaf nicht zurück. Er geht und holt es. Und kein Schaf ist wie ein anderes.

Auf diesem Seminar lernte ich es als "völlig normal" anzusehen, Gott zu befragen in direkten Situationen, in Gesprächen, im Gebet. Warum auch nicht? Sollte der liebende Vater dies als "unpassend" empfinden, der da sagt, er sei alle Tage für uns da? Wir können und dürfen Gott in allem fragen, wir können und dürfen zu Gott mit allem kommen, was uns bewegt. Und Gott entscheidet, wie er darauf reagiert. Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen: Er reagiert.

In einer Situation im Seminar war ich auch irritiert, weil das als "Übung" angesehen wurde und ich mir dachte, mei, das ist doch göttlich, wie sollte ich sowas denn "üben" ... und der liebende Vater führte mich da behutsam hinein. Ich sollte jemandem die Hände auflegen und um etwas für ihn bitten, dieser wiederum legte zeitgleich mir die Hände auf und "hörte". - Ich kam mir so doof vor. Und gehetzt, gestresst. Und dachte nur: joa, Gott, es ist Dein Reich. Tue, was Du willst. Ich lass mich nicht hetzen oder beirren. Führe mich Deine Wege. - Ich "erhielt" so direkt (in den nächsten Sekunden) nichts für diesen Mann. Er hatte jedoch einen Eindruck über mich, sprach mich darauf an und betete dann dafür. Als er wegging, erschien mir vor meinen inneren Augen Lineale, Millimeterpapier, Dreiecke und solche "mathematischen Dinge". Ich war verwundert. Dann begab ich mich auf die Suche nach Menschen, die diesen Mann näher kannten und fragte sie. Während der Befragung ging mir auf, was diese Dinge zu bedeuten hatten: Was tue ich mit Lineal, Dreieck, Zirkel, Millimeterpapier und so? Ich kam darauf, dass er ein sehr Genauer war, ein "Korrekter" ... und genau dies wurde mir dann von Menschen aus seiner Umgebung bestätigt. Ich hatte nichts für ihn erhalten, sondern Gott offenbarte mir etwas über ihn, um meine Berührungsangst zu verlieren und eben ganz offen und frei zu Gott kommen zu können und zu fragen.

Vielleicht hilft das ein wenig, einmal eine andere Sichtweise einzunehmen und möglicherweise sogar zu verstehen.

LG, die G😇ere

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

spiritistische Gebets Praktiken zur Gebetserhörung???
Es tut mir leid, wenn ich das nun so sage. Aber all das was du mir hier schreibst, ähnelt wirklich den Spiritismus MEINER Meinung nach.
Wieso muss man solche Übungen machen?
Mein Opa sass immer mit gefaltenten Händen am Küchentisch und betete und rief dann einfach jemanden an, wenn er einen Eindruck hatte. So praktiziere ich das auch heute.....

Viele Leute, die sowas nicht kennen würden sich erschrecken glaube ich.
Für meine esoterisch glaubenden Freunde würde das ein gefundenes Fressen sein um da gleich mit zu machen.

Sie haben auch ihre Zirkel in dem sie hellsehen.

Tut mir leid, ich will dich echt nicht beleidigen.
Es soll auch subjektiv sein, was ich hier schreibe.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895

Ich vermute, Dir ist im Moment nicht ganz wohl bei diesen Dingen, wenn Du das liest?

Veröffentlicht von: @abelabels

Mein Opa sass immer mit gefaltenten Händen am Küchentisch und betete und rief dann einfach jemanden an, wenn er einen Eindruck hatte. So praktiziere ich das auch heute.....

Genau. Denn Opa wusste, wenn er den Himmel anruft, wird dieser antworten. 😊 Und wenn er keinen Eindruck hatte, war es auch gut. - Nichts anderes tue ich im Gebet. Nur dass ich nicht immer allein zu Hause sitze, sondern mit anderen gemeinsam bete. Es liegt sehr viel Kraft Gottes im gemeinsamen Gebet, das Gott uns auch ans Herz gelegt hat.

Veröffentlicht von: @abelabels

Tut mir leid, ich will dich echt nicht beleidigen.
Es soll auch subjektiv sein, was ich hier schreibe.

Alles gut.
Wenn Du lieber das Gespräch abbrechen möchtest, weil es Dir zu viel wird, Dir zu unwohl, dann sag es einfach. Fühl Dich frei dazu. 😊

die G😇ere 😌

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

woher kommt die Praxis des Händefaltens?
Findet sie sich in der Bibel?

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Wie meinst du das?

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

genau so, wie es da steht 😊

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Ich glaube, dass das, was Du hier am Anfang nennst und in einem anderen Deiner Beiträge beschreibst, "einfach" nur das allgemeine christliche Füreinanderbeten und (du schreibst wenn Du gebeten wirst) gemeinsames Beten praktizierst.
Auch wenn ich beim Hände auflegen an die Bibelstelle "legt niemand zu schnell die Hände auf" denken muss, so hast Du geschrieben, es nur auf Bitten von Anderen mit deren ausdrücklichen Genehmigung (bei Christen?) zu tun.
Das, was mir bei "Hörendes Gebet" die Alarmglocken schrillen lässt, das ist ein feststehendes Programm mit diesem feststehenden Begriff, das unter bestimmten Atemübungen geschehen "muss" damit es funktioniert, ein selbstinitiertes auf rein eigenes Wünschen hin zelebriertes magisches inbrünstiges aber auch Beschwörungsmäßig wirkendes (Singsang?-) Ritual.

Wie ich schon schrieb anderswo, jeder Christ ist doch bestrebt hörend zu Beten, das ist erstmal ja "nur" eine Geisteshaltung dem Glaubenden Jesus (Gott) gegenüber.

Aber es gibt da tatsächlich wie gesagt dieses beschriebene Ritual, aber Manche scheinen den Begriff "einfach nur" so auch für anderes Tun zu verwenden.
So ganz hinter bin ich da noch nicht gekommen.

Was Du da gelernt zu haben meinst, das erschließt sich mir nun nicht genau, also was da wie gelehrt wurde oder nicht.
Das jedenfalls:

Veröffentlicht von: @neubaugoere

r hatte jedoch einen Eindruck über mich, sprach mich darauf an und betete dann dafür. Als er wegging, erschien mir vor meinen inneren Augen Lineale, Millimeterpapier, Dreiecke und solche "mathematischen Dinge". Ich war verwundert. Dann begab ich mich auf die Suche nach Menschen, die diesen Mann näher kannten und fragte sie. Während der Befragung ging mir auf, was diese Dinge zu bedeuten hatten: Was tue ich mit Lineal, Dreieck, Zirkel, Millimeterpapier und so? Ich kam darauf, dass er ein sehr Genauer war, ein "Korrekter" ... und genau dies wurde mir dann von Menschen aus seiner Umgebung bestätigt. Ich hatte nichts für ihn erhalten, sondern Gott offenbarte mir etwas über ihn, um meine Berührungsangst zu verlieren und eben ganz offen und frei zu Gott kommen zu können und zu fragen.

Das ist mir nicht angenehm in meinen Gedanken und Gefühlen, das erinnert mich zu sehr an magische Zirkel, systemische Familienaufstellungen (Finger weg wer damit je etwas zu haben zu müssen meint!!!) und andere okkulte Machenschaften.
Die Warnung, nichts dem Belzebub zuzuschreiben was der Heilige Geist bewirkt hat, liegt da genau so in den Ohren wie das
"Denn der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann".
Da kann sich nur jeder selber ganz genau im Gebet vor Gott mit aller Ehrlichkeit prüfen und sehen, auf welchem Weg er ist.
Das kann ich nicht beurteilen.
Nur meine unterschiedlichen Empfindungen mitteilen, die "funktionieren" aber nur im direkten Kontakt mit den Dingen (soll eine Gabe der "Geisterunterscheidung" sein wurde mir mal nahegelegt).

So im Geschriebenen kann ich nur mitteilen, was es für Gedanken bei mir auslöst aufgrund von Zusammenhängen der Worte mit anderen (leider sehr unguten) Dingen die in unserer Welt geschehen.

Anders gesagt: DASS Etwas funktioniert, heißt (leider?) nicht, dass es auch immer vom richtigen Geist her kommt.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895
Veröffentlicht von: @karibu20

Das, was mir bei "Hörendes Gebet" die Alarmglocken schrillen lässt, das ist ein feststehendes Programm mit diesem feststehenden Begriff, das unter bestimmten Atemübungen geschehen "muss" damit es funktioniert, ein selbstinitiertes auf rein eigenes Wünschen hin zelebriertes magisches inbrünstiges aber auch Beschwörungsmäßig wirkendes (Singsang?-) Ritual.

🤨

Das ist gelinde gesagt: Blödsinn.
Ich beschrieb, was hörendes Gebet ist. Punkt.

Du erinnerst Dich vielleicht gern an die Dinge, denen Du begegnet bist, die nicht so gut waren. Das kannst Du für Dich gerne weiter so handhaben. Ich übe mich derweil im: (...) das Gute behaltet, was mein Senf dazu wäre.

Veröffentlicht von: @karibu20

Was Du da gelernt zu haben meinst, das erschließt sich mir nun nicht genau, also was da wie gelehrt wurde oder nicht.
Das jedenfalls:

Es geht auch nicht darum, was genau gelehrt wurde, sondern um mein Erlebnis und das, wie Gott zu mir spricht. Punkt. Ich frage mich langsam, ob Du nicht immer gerne mehr draus machen möchtest, damit Du dann drauf rumreiten kannst, bin mir aber noch nicht sicher.

Freundlichen Gruß

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Das ist gelinde gesagt: Blödsinn.
Ich beschrieb, was hörendes Gebet ist. Punkt.

Wenn jemand so reagiert, wirkt das auf mich schon gar nicht wie Jesu Freundlichkeit, sondern sehr sehr hart und wirsch.
Ich habe Dir nichts getan, ich habe die offizielle Beschreibung vom "hörenden Gebet" gemeint.
Das kannst Du für Dich als Begriff nehmen und völlig neu mit Inhalt füllen und neu definieren.

Aber es ist klar, wie ich ja auch schon andeutete, dass das was Du hörendes Gebet nennst etwas Anderes meint als das Programm.
Es steht übrigens im Internet, was "hörendes Gebet" ist.
Dass Du unglücklicher Weise denselben Begriff benutzt hast oder die anderen es halt getan haben, ist nicht meine Schuld.

Darum habe ich hier versucht, das auseinander zu halten und für mich zu klären.
Aber ich bin da raus, diese Art Gesprächskultur die Du da nun raus haust ist nicht mein Ding.
Punkt.

..

Anonymous antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 784

Also ganz ehrlich: Wenn Du etwas von "magischen Beschwörungsritualen, okkulten Handlungsweisen usw. schreibst, als Antwort auf Neubaugoeres Beitrag, dann wundert es mich nicht, wenn Du zur Antwort "Blödsinn" bekommst.

Das, was Du schreibst wirkt extrem provozierend.

Nachtrag vom 26.11.2019 2046
...und was für Atemübungen meinst Du???

feliciah antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

verschiedene Quellen... ich hab mal gesucht...
Alexander Seibel, da finde ich einiges, was hier an negativem Tenor angeklungen ist:

https://www.alexanderseibel.de/atemuebungen_und_hoerendes_gebet.htm

~~~~~~~~~~~~~~~~~~

https://www.aps-kongress.de/kongress-downloads.html
Aktuelle pdf aus dem APS-Downloadangebot zu 2019 findet sich unter dem Titel Hörendes Gebet, Autor Elke Hieckmann.

Frau Hieckmann bezieht sich auf die Arbeit von Ehepaar Schmidt.
Darin ist nichts davon zu finden, was Alexander Seibel zusammengestellt hat.

Beide Quellen unterscheiden sich sehr deutlich. Lohnt sich zu lesen.

deborah71 antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 784

Danke Deborah,

da gucke ich demnächst nochmal rein.

Dee Alexander Seibel scheint ja jemand zu sein, der gerne mit erfundenen Behauptungen daherkommt.

LG
Feliciah

feliciah antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Ob er mit Erfindungen hausieren geht, kann ich nicht sagen.

Etwas zu prüfen und auf bestimmte Unstimmigkeiten hinzuweisen, Licht in eine Angelegenheit zu bringen, kann man auf verschiedene Art ausführen... verdammend oder wegweisend.

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282
Veröffentlicht von: @karibu20

Es steht übrigens im Internet, was "hörendes Gebet" ist.

Da dort Verschiedenes steht, würde ich gerne einen zielgerichteten link zu deiner bevorzugten Quelle erfahren.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Hallo,
Natürlich ist hörendes Gebet biblisch.

Wie meinst du denn haben sonst die Propheten, Apostel und Nachfolger Jesu von Gott Eindrücke bekommen und weiter gegeben?

Ich praktiziere das eigentlich täglich und es ist wirklich großartig, wie konkret Gott spricht.

Es ist im Prinip wie beten, nur dass man anstatt zu reden, einfach mal still ist und Gott reden lässt.

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627

Auch hallo 😊

Ich wollte eigentlich keine Diskussion zu dem Thema lostreten, sondern nur beschreiben, weshalb ich nicht so viel damit anfangen kann und weshalb ich gemeindemäßig da gelandet bin, wo ich jetzt bin.

Ich habe keine schlimmen Erfahrungen mit charismatischen Gemeinden gemacht, eher positive unterm Strich.

Meine jetzige Gemeinde entspricht aber eher meinem persönlichen Bibelverständnis und vielleicht auch meiner Persönlichkeit.

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Hi,
Du hast geschrieben, hörendes Gebet sei nicht in der Bibel zu finde und das stimmt so einfach nicht. Dem hab ich widersprochen.

Über seine positiven Erfahrungen mit charismatischem Gemeinden freue ich mich natürlich 😊

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627
Veröffentlicht von: @tristesse

Du hast geschrieben, hörendes Gebet sei nicht in der Bibel zu finde und das stimmt so einfach nicht. Dem hab ich widersprochen.

Du darfst gern widersprechen, ich bleibe aber dabei, dass ich diese Gebetspraxis, die vor 20 Jahren von Manfred und Ursula Schmidt in Deutschland eingeführt wurde (vielleicht parallel auch noch von anderen), so in der Bibel nicht finde. Und auch keine Anweisung, dass wir auf diese Weise beten sollen, indem wir die Augen schließen und Bilder empfangen.

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Wie meinst du denn, haben die Propheten damals Bilder empfangen?
Zettel vom Himmel?
😊
Vieles, was heute in der Gemeinde Gang und Gäbe ist, steht nicht in der Bibel. Zum Beispiel der in den Landeskirchen festgelegte Gottesdienstablauf, Fürbittengebete (es gibt ja nur das Vaterunser in der Bibel), Kirchensteuer, etc etc etc. Hast du damit auch ein Problem oder beschränkt du das nur auf die Sachen, die du nicht verstehen kannst?

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627
Veröffentlicht von: @tristesse

Wie meinst du denn, haben die Propheten damals Bilder empfangen?

Einfach so, Gott hat sie ihnen gegeben. Manche haben seine Stimme gehört, andere hatten Träume oder Erscheinungen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie in einer Gruppe zusammensaßen, die Augen geschlossen haben und auf Bilder gewartet haben, die sie dann erst noch auslegen mussten. Wenn Gott zu ihnen gesprochen hat, war es für sie ganz eindeutig, was er gesagt hat.

Und, wie gesagt, wenn das die Art zu beten wäre, die für Christen völlig normal ist und schon immer so praktiziert wurde, glaube ich schon, dass sie irgendwo im NT beschrieben wäre.

Veröffentlicht von: @tristesse

Vieles, was heute in der Gemeinde Gang und Gäbe ist, steht nicht in der Bibel.

Stimmt, Gott lässt uns in vielen Bereichen die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie wir es handhaben wollen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Fürbittengebete

Doch, dazu gibt es viele Bibelstellen. Ich nenne nur mal eine: Eph 6,18-20

Veröffentlicht von: @tristesse

Hast du damit auch ein Problem oder beschränkt du das nur auf die Sachen, die du nicht verstehen kannst?

Finde ich jetzt nicht so nett von dir, dass du meinst, ich könne es nicht verstehen. Ich habe es wie gesagt selbst erlebt, ich kenne auch das Buch von den Schmidts, ich finde es wirklich nicht schwer zu verstehen. Nur komme ich halt für mich zu einer anderen Sicht. Was ist daran so schlimm?

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Nichts daran ist schlimm.
Ich finde es einfach nur ärgerlich, wenn etwas als nicht biblisch bezeichnet wird, wenn es dennoch biblisch ist 😊
Und damit beende ich den Austausch.

tristesse antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895

*räusper*, falls ich mal was dazu sagen dürfte ...

Also ich bin jemand, die tatsächlich Bilder und Visionen hat. Ich bin ebenso jemand, die glaubt und erlebt, dass ich Gott zu jederzeit zu jedem Thema ansprechen darf und kann. Und Gott ist derjenige, der dann entscheidet, ob er meine Frage gleich beantwortet oder später und wie er sie beantwortet.

Und um das mal praktisch werden zu lassen: Wenn mich jemand bittet, für ihn zu beten und vielleicht auch mal zu "hören", dann lege ich ihm die Hände auf mit seinem Einverständnis, schließe natürlich meine Augen im Gebet, weil ich mich dann einfach besser auf Gott konzentrieren kann, und frage bei Gott an, ob er mir für diese Person etwas geben möchte. Wie gesagt, Gott entscheidet, ob er antwortet, wann und wie. Meist (nicht immer) empfange ich Bilder oder seltener Visionen, die erhalte ich eher direkt für meine Gemeinde. Diese Bilder und Visionen sind immer Mut machend, aufbauend oder richtungsweisend. Manchmal auch - eher für die Gemeinde oder für mich selbst - Erklärungen zum Hier und Jetzt, weil meine Frage immer ist: Herr, was geht hier vor?

Beispiel: Meine allererste Übung (Gott "übt" ja auch mit Jeremia) bestand darin, dass ich ein Bild empfing von einem Menschen, der sich hinter einem Felsen an einer Küste aufhielt, davor kauerte und geschützt war vor dem - wie sagt man - "heranbrausenden" Wasser, das gegen den Felsen peitschte. Ich fragte nach, aber da kam nichts mehr. Ich wusste also nicht, was ich damit machen sollte. Mein Mentor lehrte mich, das Bild "in den Raum zu stellen", was ich auch tat. In diesem Moment brach eine Frau in Tränen aus, die im Gebetskreis sass und erklärte uns hinterher, dass dies die Antwort Gottes auf ihre ganz persönliche Frage war.

Mein Wunsch für diese Zeilen ist, dass Dir oder jemand anderem der Blick auf "im Gebet von Gott Empfangenes" bereichert wird oder geöffnet.

Lieben Gruß
von der G😇ere

neubaugoere antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627

Klar darfst du was sagen. 😊

Danke für dein Beispiel, aber es ist wie gesagt nicht so, dass ich mir unter dem hörenden Gebet nichts vorstellen kann. Sondern es ist aus den genannten Gründen einfach nicht "mein Ding".

miss-piggy antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Danke für dein Beispiel, aber es ist wie gesagt nicht so, dass ich mir unter dem hörenden Gebet nichts vorstellen kann. Sondern es ist aus den genannten Gründen einfach nicht "mein Ding".

Na das ist doch in Ordnung. Ich hoffe zeitgleich, dass Du es anderen "ihr Ding" sein lässt, und nicht grundsätzlich ablehnst. Ich ordne Dich jedenfalls so ein, dass Du da ganz offen bist.

neubaugoere antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Na das ist doch in Ordnung. Ich hoffe zeitgleich, dass Du es anderen "ihr Ding" sein lässt, und nicht grundsätzlich ablehnst. Ich ordne Dich jedenfalls so ein, dass Du da ganz offen bist.

Ich habe nicht den Drang, anderen reinzureden, wie sie es handhaben sollen. Das geht mir bei vielen anderen Themen auch so.

miss-piggy antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Vergleich mit Spiritismus

Veröffentlicht von: @neubaugoere

dann lege ich ihm die Hände auf mit seinem Einverständnis,

Es gibt Handauflegung. Jedoch muss das nicht immer sein. Ich praktiziere das fast gar nicht, weil dieses in okkulten Kreisen auch vor kommt.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

oder seltener Visionen, die erhalte ich eher direkt für meine Gemeinde. Diese Bilder und Visionen sind immer Mut machend, aufbauend oder richtungsweisend. Manchmal auch - eher für die Gemeinde oder für mich selbst - Erklärungen zum Hier und J

Aber Prophetie war oft nicht motivierend in der Bibel sondern klar ermahnend....

Ehrlich ich bekomme so einbisschen Gänsehaut, wenn ich diesen Beitrag von dir lese.

Aber wie gesagt, ist das MEINE Meinung und andere können da gerne anders drüber denken und fühlen.

Ich wollte dir nicht nahe treten.

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11895
Veröffentlicht von: @abelabels

Es gibt Handauflegung. Jedoch muss das nicht immer sein. Ich praktiziere das fast gar nicht, weil dieses in okkulten Kreisen auch vor kommt.

Siehst Du. So unterschiedlich können wir sein. Wenn derjenige das nicht mag, dass ich ihm die Hände auflege, tue ich das natürlich nicht. - Ich habe für mich ganz persönlich mit Gott eine Abmachung, dass ich die Hände auflege. Ich frage aber immer vorher nach.

Veröffentlicht von: @abelabels

Aber Prophetie war oft nicht motivierend in der Bibel sondern klar ermahnend....

Die prophetische Gabe, nicht das Amt des Propheten, wie wir es aus dem Alten Testament kennen, sondern das, was Paulus ansprach. Ich glaube tristesse sprach es irgendwo an, sicher nicht nur sie, dass von uns Kindern Gottes jeder Gott hören können sollte, denn es steht geschrieben, dass seine Schafe seine Stimme hören. Und es ist die Wahrheit. Prophetisch reden können könnte jeder von uns. Und die Bibel sagt auch klar, was das Ziel dessen ist: Erbauung, Ermutigung. Gott baut sein Reich damit.

Veröffentlicht von: @abelabels

Ehrlich ich bekomme so einbisschen Gänsehaut, wenn ich diesen Beitrag von dir lese.

Ist es Dir möglich einzugrenzen, wovon genau Du Gänsehaut bekommst?

Veröffentlicht von: @abelabels

Ich wollte dir nicht nahe treten.

Alles gut. Gottes Kinder sind sooo unterschiedlich ... 😊

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16282

Ermahnung vs Ermahnung

Veröffentlicht von: @abelabels

Aber Prophetie war oft nicht motivierend in der Bibel sondern klar ermahnend....

Ermahnung und Ermahnung sind zwei Paar Stiefel. 😉

Ermahnung, die ein Verdammnisgefühl auslöst und alles nur düster malt, ist keine Ermahnung, sondern wirkt eher wie manipulierend und kontrollierend.

Es gibt einen älteren Thread zum Thema Ermahnen - Pficht oder Kür? von Groffin eröffnet. Ich halte ihn für nachlesenswert.

https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?tx_scmforum_pi1 [post_uid]=12563152

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

von Gang und Gebe trennen

Veröffentlicht von: @tristesse

Vieles, was heute in der Gemeinde Gang und Gäbe ist, steht nicht in der Bibel

Und deswegen sollten wir wieder zurück zu dem Ursprung, anstatt an irgendwas Neuerfundenen festzuhalten. Ich finde doch ganz gut, was in Apostelgeschichtee 2,38 folgende zB steht.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Vor allem sollten wir uns bei Allem, was wir tun, an Gott und Seinem Wort orientieren.
Wir dürfen Alles in Anspruch nehmen, was ER uns schenkt und verheißt.

Aber wir sollten es nicht in unguter vom Menschen (allein?) ausgehender Weise wie einen Automatismus oder "Gott zwingen wollender Weise"
tun.
Vieles ist da in manchen Kreisen scheinbar zu sehr Menschen- und Menschenwillen-orientiert.
Scheinbar.

Die innere (Gebets-) Haltung und - Einstellung, die ist sicher sehr wichtig dabei.
Praktiken, die mit Singsang-artigem "Beschwörungsformelsprechen" in magischer Weise vorgetragen werden, und das womöglich noch mit bestimmten Atemübungen, finde ich in den Büchern mit den Warnungen vor okkulten Praktiken, die falsche Dämonen einladen, nicht in den christlichen auf der Bibel gegründeten Verheißungen und Anleitungen bzw. den biblischen Anweisungen selber.

Vorsicht ist da meiner Meinung nach mehr als angebracht.

Wie gesagt, soweit es da um eine bestimmte Form eines "Programmes" geht.

Anonymous antworten