Fifa WM im Katar - ...
 
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Fifa WM im Katar - wo stehen wir?

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 17978

Hallo Community.

in den letzten Monaten wurde hier und da schon über die umstrittene Fussball WM in Katar diskutiert. Nun geht es bald los. In 10 Tagen ist Anpfiff. Wie geht es Euch beim Gedanken an die bisherigen Opfer (man geht davon aus, dass rund 15 000 Menschen in den Vorbereitungen der WM zu Tode kamen), der religiösten Ausrichtung, der klimatechnischen Faktoren, des Hypes um die WM?

Schaut Ihr die Spiele oder boykottiert Ihr bewußt dieses Ereignis? Ich wünsche uns eine respektvolle Diskussion 🙂 

Trissi

Ein paar Links zum informieren:

https://www.spiegel.de/kultur/wm-in-katar-wer-fussball-liebt-darf-ueber-die-toten-nicht-schweigen-a-dc3d98b6-40b3-4dc7-9d82-69a6b07f6600

https://www.focus.de/sport/fussball/wm-2022/gastbeitrag-von-veronika-ertl-katar-verspricht-erste-co2-neutrale-wm-doch-wie-realistisch-ist-das_id_167484726.html

https://www.bundestag.de/resource/blob/894468/064cc205bdc6f151f8fb0a2242284ad1/Stellungnahme-Mirzo-data.pdf

 

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419 Antworten
1 Antwort
Kaffeepott
(@kaffeepott)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 40
Veröffentlicht von: @tristesse

Hallo Community.

in den letzten Monaten wurde hier und da schon über die umstrittene Fussball WM in Katar diskutiert. Nun geht es bald los. In 10 Tagen ist Anpfiff. Wie geht es Euch beim Gedanken an die bisherigen Opfer (man geht davon aus, dass rund 15 000 Menschen in den Vorbereitungen der WM zu Tode kamen), der religiösten Ausrichtung, der klimatechnischen Faktoren, des Hypes um die WM?

Schaut Ihr die Spiele oder boykottiert Ihr bewußt dieses Ereignis? Ich wünsche uns eine respektvolle Diskussion 🙂 

Trissi

Opfer: Ja, fürchterlich. Aber wenn wir ehrlich sind: entweder wir geben internationale Sportereignisse nur noch an westliche Demokratien und laden damit den Rest der Welt aus oder wir werden diese Probleme in irgendeiner Form immer wieder haben. 

Religiöse Ausrichtung: ist mir bei einem Gastgeberland bei internationalen Sportereignissen egal, solange sie das nicht den SportlerInnen oder Gästen aufdrücken. 

Klima: ja....die Welt fragt sich: Warum???

Hype: habe ich nicht mitbekommen....eher das Gegenteil?

Im Endeffekt ist es so oder so albern die WM in einem nicht Fußball-begeisterten Land abzuhalten.

Boykott: jein....normalerweise interessiert mich WM schon, aber bei den Bedingungen ist mir die Lust vergangen. Boykott würde ich es nicht nennen, weil ein Boykott für mich involviert, dass ich damit irgendwas erreichen kann oder es wenigstens gemerkt wird. Ob ich Fußball gucke oder nicht, merkt kein Mensch.

Aber ich gucke es mir nicht an....zugegebenermaßen ist das auch wieder heuchlerisch, weil ich die Olympischen Spiele in China auch geguckt habe. 

Ein richtiger Boykott wäre gewesen, wenn wir nicht angetreten wären. 

 

 

 

kaffeepott antworten
AntonioA
Beiträge : 331

Eigentlich müsste diese WM von allen in diesem Land boykottiert werden.

Vom DFB, von den Medien, von uns als Bürgern/Konsumenten.

Wird es aber nicht.

Hätte angesichts des Elends das in Brasilien herrscht, dort 2014 eine WM stattfinden dürfen?

Oder eine WM in Russland? Eine Olympiade in China?

Überdenken wir bei allem was wir machen, welche Konsequenzen es Andernorten auf Menschen hat?

Wohl kaum oder ehr selten.

 

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Team hat entschieden Teilzunehmen. Gut dann ist das so.

ARD/ZDF übertragen, also wird es auch Menschen geben, die es sich angucken.

Gut finde ich, das es kein  "Rudelgucken" gibt.

Wie hälte es also Antonio....

Eigentlich  will ich mir nix ansehen. Aber verändere ich etwas mit meinem singulären "Boykott". Wohl kaum.

Sollten also Freunde anrufen 

" Hey, wir gucken gleich Spanien vs Deutschland."

würd ich wohl zu ihnen fahren und es ansehen.

Sollte es zu einer Interessanten Begegnung kommen, zB. Deutschland vs. Brasilien, Portugal vs. Spanien, dito.

 

Frage in die Runde...

 

Wird es hier, wie ich es aus anderen Comunitys kenne, eine 

WM Tipprunde 

geben oder wird aus den, von Dir genannten Gründen, das ehr abgelehnt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

antonioa antworten
4 Antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4575

@antonioa Zum Thema Tipprunde: Ich werde hier diesmal keine einrichten, aus oben genannten Gründen, und werde mich auch an keiner beteiligen.

belu antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1258

@belu 

Konsequent wäre, auch in Zukunft auf jegliche Tipprunde - egal von welcher Topliga - zu verzichten, zumindest solange so vieles schief läuft im Top-Fussball.

 

tamaro antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1258

Die bevorstehende sehr umstrittene WM-Endrunde in Katar ist ja im Grunde genommen nur ein Symptom einer unguten Entwicklung des Fussballs über die letzten zwei bis drei Jahrzehnte. Als Beginn dieser Entwicklung würde ich mal die Einführung der Champions League 1992 setzen, was nun im Endeffekt diese WM 2022 in Katar erst ermöglicht hat, da seither so viel Geld aus Nahost in den europäischen Fussball geflossen ist.

 

tamaro antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4575

@tamaro Natürlich könnte man sagen, dass man nun jeden Profifussball boykottiert, weil das System an sich kaputt ist. 

Ich denke aber schon, dass es nicht illegitim ist, bei den extremsten Auswüchsen des Systems anzufangen, und die WM in Katar ist da definitiv weit oben auf der Liste.

belu antworten


SteRo
 SteRo
Beiträge : 180
Veröffentlicht von: @tristesse

Schaut Ihr die Spiele oder boykottiert Ihr bewußt dieses Ereignis?

@tristesse

Ehrlich gesagt finde ich so einen Boykott durch nicht-schauen albern. Auch finde ich die Fragestellung recht aufgeblasen vor dem Hintergrund, dass deutsche Unternehmen sehr gute Geschäfte mit menschenverachtenden Systemen machen, dadurch Deutsche in Lohn und Brot stehen, der deutsche Wohlstand gefördert wird, Steuern erwirtschaftet werden, die der Allgemeinheit zugute kommen etc etc

stero antworten
4 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

@stero 

Veröffentlicht von: @stero

Hintergrund, dass deutsche Unternehmen sehr gute Geschäfte mit menschenverachtenden Systemen machen, dadurch Deutsche in Lohn und Brot stehen, der deutsche Wohlstand gefördert wird, Steuern erwirtschaftet werden, die der Allgemeinheit zugute kommen etc etc

wie zum Beispiel? Ich frage, weil ich mich nicht auskenne.

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16987

@stero 

Auch finde ich die Fragestellung recht aufgeblasen vor dem Hintergrund, dass deutsche Unternehmen sehr gute Geschäfte mit menschenverachtenden Systemen machen, dadurch Deutsche in Lohn und Brot stehen, der deutsche Wohlstand gefördert wird, Steuern erwirtschaftet werden, die der Allgemeinheit zugute kommen etc etc

 
Und weil das jetzt eine Tatsache ist sollte das auch in Zukunft nicht hinterfragt werden... oder was genau möchtest du damit sagen?
 
Ich will keinen Wohlstand, für den Menschen sterben müssen... lieber verzichte ich!
 

 

 

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1258

@lucan-7 

 

Ich will keinen Wohlstand, für den Menschen sterben müssen... lieber verzichte ich!

Wohin willst du denn auswandern?

 

tamaro antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@stero 

Auch finde ich die Fragestellung recht aufgeblasen

So "aufgeblasen" kann die Fragestellung ja nicht sein, wenn Du Dich dann doch zu einer Antwort durchgerungen hast.

Ehrlich gesagt finde ich so einen Boykott durch nicht-schauen albern.

Danke für Deine Ehrlichkeit. Weiter muss ich das ja nicht kommentieren hier 😉 

tristesse antworten
Lucan-7
Beiträge : 16987

@tristesse 

Schaut Ihr die Spiele oder boykottiert Ihr bewußt dieses Ereignis?

Klarer Boykott. Was natürlich nicht viel bedeutet, weil ich eh kein Fussballfan bin, aber Weltmeisterschaften habe ich mir doch meistens angeschaut.

Und es ist natürlich gut, dass die Verhältnisse in Ländern wie Katar jetzt verstärkt ins Licht gerückt werden und wir uns Gedanken darüber machen, auch was Geschäftsbeziehungen allgemein betrifft. Dass es hier nie ein "ganz oder gar nicht" geben wird, also keinen Totalboykott, ist klar. Aber es ist gut und richtig, dass das Thema debattiert wird, ähnlich wie die Verhältnisse im Iran und anderen Ländern.

man geht davon aus, dass rund 15 000 Menschen in den Vorbereitungen der WM zu Tode kamen

Nein, das ist so nicht richtig. Die Todeszahlen beziehen sich auf ausländische Arbeitnehmer insgesamt in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren. Die nachgewiesene Zahl der Todesfälle auf Baustellen der WM liegt erheblich niedriger.

Was mich hier auch sehr stört ist das Fehlen jeglicher Vergleiche. Die absolute Zahl an Todesfällen ist zweifellos sehr hoch, und natürlich hat das sehr viel mit fehlender Sicherheit und dem menschenverachtenden System dort zu tun.

Aber es fehlt der Vergleich zu anderen Ländern. Wieviele Arbeiter, prozentual gesehen, sterben denn in Ländern wie China, Saudi Arabien, Südafrika, Brasilien, Italien, Deutschland jedes Jahr? Also, genau gesagt: Wo steht Katar da im Vergleich?

Diese Zahlen fehlen mir. Stattdessen wird versucht, eine möglichst hohe Zahl zu nennen, ohne sie in irgendeinen Zusammenhang zu setzen. Und das ist irreführend - so etwas ist Propaganda, kein Berichterstattung.

Und das finde ich ärgerlich, weil es unnötig ist... die Menschenrechtslage dort ist unbestritten schlecht, da muss man nichts aufbauschen.

 

 

 

lucan-7 antworten
7 Antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2399

@lucan-7 Kann jedes Wort von Dir unterschreiben.

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@lucan-7 

Nein, das ist so nicht richtig. Die Todeszahlen beziehen sich auf ausländische Arbeitnehmer insgesamt in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren. Die nachgewiesene Zahl der Todesfälle auf Baustellen der WM liegt erheblich niedriger.

Danke für die Korrektur, da ist die Berichterstattung anscheinend sehr plakativ, um einen größeren Effekt zu erzielen. Grundsätzlich finde ich es aber dennoch gut, wenn man auf diese Zustände im Land hinweist, denn sie stehen ja für die Moral des Systems, was gerade jetzt kritisiert wird. Menschenleben scheinen dort nicht sehr viel Wert zu sein, solang es nicht die eigenen Staatsbürger sind. Aber selbst die sind ja nicht geschützt, wenn man sich anschaut, was dort alles nicht möglich ist.

tristesse antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 69

@lucan-7 Hm... Was wäre wenn Deutschland diese WM tatsächlich gewinnt und keiner hat's gesehen? Das wäre etwas, was ich nur allzu gerne erleben würde...

mr-k antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 406

@mr-k 

Ich glaube, die Mannschaft geht da eh mit einem flauen Gefühl dahin. Weltmeister wird Italien 🙂

 

M. 

meriadoc antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 26

@meriadoc Scherzkeks!

mikefrommuc antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4575

@meriadoc Wenn jemand Weltmeister werden soll, der gar nicht dabei ist, bin ich für Irland 😀

belu antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 406

@belu 

Oder Island 🙂

 

meriadoc antworten


Suzanne62
Beiträge : 7631

@tristesse Wenn unsere Nationalmannschaft so spielt wie bei der EM, dann hat es sich nach der Vorrunde sowieso erledigt.....wenn sie aber eine gute Leistung abliefern und sehr weit kommen und man sich womöglich Hoffnung auf den Pott machen kann - ja, dann werde ich mir das nicht entgehen lassen.

Dem Emir von Qatar ist es doch wurscht, ob wir die Glotze einschalten oder nicht. Das ändert im Nachhinein doch nichts mehr an der Art und Weise der Vergabe oder daran, dass diejenigen, die die Stadien gebaut haben, wie Dreck behandelt wurden....und unsere Nationalspieler sind doch an dem Schlammassel nicht schuld.

 

suzanne62 antworten
54 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16987

@suzanne62 

Dem Emir von Qatar ist es doch wurscht, ob wir die Glotze einschalten oder nicht. Das ändert im Nachhinein doch nichts mehr an der Art und Weise der Vergabe oder daran, dass diejenigen, die die Stadien gebaut haben, wie Dreck behandelt wurden....und unsere Nationalspieler sind doch an dem Schlammassel nicht schuld.

Das sehe ich anders.

Wenn beim Endspiel dieser WM trotz deutscher Beteiligung die Einschaltquoten erheblich (!) unter denen der letzten Male liegen, dann schrillen bei den Verantwortlichen sämtliche Alarmglocken. Denn das wäre ein deutliches Zeichen dafür, dass die Annäherung an menschenverachtende Regime mit wirtschaftlichen Einbussen verbunden sind. Es würde dafür sorgen, dass die jetzige Politik überdacht würde - und zeigen, dass die Propaganda von Diktaturen nicht mehr unbegrenzt verfängt.

Das funktioniert aber nur dann, wenn wirklich so viele Leute wie möglich sich diesem menschenverachtenden Schauspiel versagen - statt die Botschaft auszusenden "Mir doch egal, Hauptsache ich hab' meinen Spaß und es ändert sich ja doch nichts".

Denn das würde uns tatsächlich zu den treudoofen Schafen machen, für die das korrupte Sportsystem uns offenbar hält.

Ich werde da auf keinen Fall mitmachen.

 

 

 

 

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2399

@lucan-7 Man kann da ja auch noch einen kleinen Schritt weitergehen, indem man die Produkte der größten FIFA-Unternehmenspartner (Sponsoren) meidet. Mir passt es da gut, dass Coca-Cola, McDoof und die Budweiser-Company mit dazu gehören, da es einen Zusatzanreiz gibt, auf bessere Ernährung zu achten... 🙂 Ausser mit adidas hab ich als Kunde mit den anderen hier aufgelisteten Unternehmen eher wenig zu tun, es mir aber eh schon länger zur Regel gemacht, bei Sportbekleidung möglichst auf unbekannte Marken auszuweichen...

jack-black antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3337

@jack-black 

Wobei du hier die vier Unternehmen nennst, die sich wenigstens auf die Anfrage der Menschenrechtsorganisationen gemeldet haben und zumindest auf dem Papier einen Entschädigungsfond bereit sind zu unterstützen. (Quelle ist der oben bei jack verlinkte Artikel)

Die anderen 10 (Visa, Hyundai-Kia, Wanda Group, Qatar Energy, Qatar Airways, Vivo, Hisense, Mengniu, Crypto, Byju's) haben nicht mal geantwortet. Und mit visa, Hyndai-Kia, vivo und Hisense sind da durch aus noch einige Unternehmen dabei, die uns im Alltag doch all zu oft begegnen und bei denen mancheiner sicher genug Geld liegen lässt. Wenn auch vielleicht nicht ganz so oft wie bei Cola, Maces oder budweiser. Das liegt allerdings an den Produkten.

Ich für mich kann sagen, dass ich von allen 14 Unternehmen außer Coca-Cola und McDonalds keines der Unternehmen im letzten Jahr unterstützt habe (und das auch nur so ein oder zwei mal). Ein Boykott würde mir da jetzt nicht schwer fallen. Wobei ich die Produkte von adidas ja doch ganz gut finde.

channuschka antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16987

@jack-black 

Man kann da ja auch noch einen kleinen Schritt weitergehen, indem man die Produkte der größten FIFA-Unternehmenspartner (Sponsoren) meidet. Mir passt es da gut, dass Coca-Cola, McDoof und die Budweiser-Company mit dazu gehören, da es einen Zusatzanreiz gibt, auf bessere Ernährung zu achten..

Danke für den Hinweis... Budweiser gönne ich mir gelegentlich, ab jetzt wohl nicht mehr. Mit dem Rest haben wir schon lange nichts am Hut, von versteckten Notwendigkeiten abgesehen. Wird vermieden wo es geht.

 

lucan-7 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4575

@lucan-7 

Budweiser gönne ich mir gelegentlich, ab jetzt wohl nicht mehr.

Dann müsstest du aber auch konsequenterweise auf die anderen Biere des Konzerns verzichten. Das sind ziemlich viele...

belu antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16987

@belu 

Dann müsstest du aber auch konsequenterweise auf die anderen Biere des Konzerns verzichten. Das sind ziemlich viele...

Budweiser, Becks, Hasseröder... den Rest kenne ich nicht, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen.

Klingt machbar 😉

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3337

@lucan-7 O.T. für das "Thema abonnieren"-Häkchen.

Wer will ein Bier mit dem Namen "St. Pauli Girl" trinken? Ich finde den Namen schon so..... da kann das Bier doch kaum noch schmecken.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@channuschka 

Wer will ein Bier mit dem Namen "St. Pauli Girl" trinken? Ich finde den Namen schon so..... da kann das Bier doch kaum noch schmecken.

Vermutlich besoffene St. Pauli Fans 😆 

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jack-black 

Danke für die Ergänzung, das finde ich einen interessanten Gedanken. Wobei ich mit den Brands tatsächlich wenig Probleme hab, weil ich die eh nicht bzw. nur selten konsumiere.

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@lucan-7  Die Einschaltquoten, wie werden die denn ermittelt. Früher war das über spezielle Ferbedienungen von ausgewählten Leuten. Ich glaube kaum, dass einer der Leser hier zu diesen Leute gehört.

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal

Warum nicht? 

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@tristesse was heisst warum nicht,  die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal 

Warum ist die Wahrscheinlichkeit gering? Weißt Du, an wen diese Fernbedienungen vergeben werden?

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@tristesse  die Diskussion ist mir zu blöd. Ich habe das einmal in einer Doku gesehen. Das sind keine Million Teilnehmer.

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal

Tut mir leid, dass es dir zu blöd ist, wenn man auf deine Aussagen hin nachfragen muß.

Falls das, was du irgendwann mal in einer Doku gesehen hast, tatsächlich stimmt, dann sind 1 Million von 80 nicht wenig. Wie diejenigen zur WM stehen kam ja bestimmt nicht in der Doku vor. Also finde ich deine Behauptungen ungenau. Ja, das ist blöd für dich, aber so ist es eben.

Und wenn von der Million, die 80 Millionen repräsentieren sagen wir mal 30% die WM boykottieren wird das mit Sicherheit zur Kenntnis genommen. Denn die 30% stehen immerhin für 24 Mio. Zuschauer. 

tristesse antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4575

@tristesse Laut Wikipedia sind es 5000 Haushalte, die ein entsprechendes Gerät haben. Da hat Jigal durchaus Recht, die Wahrscheinlichkeit, dass hier eine Person aus diesen 5000 Haushalten im Forum unterwegs ist, ist rein statistisch gering.

Ich kenne eine Familie, die so ein Gerät eine Zeit lang hatte. Bei denen hat es sich dahingehend ausgewirkt, dass sie bewusster und gezielter ausgewählt haben, was sie gucken (und was nicht). Man könnte also hoffen, dass unter den 5000 Haushalten welche sind, die das ähnlich handhaben und deswegen die WM nicht gucken.

belu antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@belu 

Danke Belu.

5000 Haushalte ist nun eine andere Zahl als "keine Million".

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16987

@jigal 

Die Einschaltquoten, wie werden die denn ermittelt. Früher war das über spezielle Ferbedienungen von ausgewählten Leuten. Ich glaube kaum, dass einer der Leser hier zu diesen Leute gehört.

Diese Erfassung dient ja in erster Linie dazu, Preise für Werbeeinnahmen festzulegen. Ich vermute aber stark, dass auch andere Zahlen erfasst werden, etwa wie oft Streamingangebote abgerufen werden.

Klar kann man sich sagen: "ich stelle hier meinen Fernseher mit Antenne hin, das merkt dann keiner wenn ich die WM schaue..." für mich geht es hier aber ums Prinzip und eine gewisse Vorbildfunktion.

 

lucan-7 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@lucan-7 Ich hatte jetzt den Eindruck nach der Weltspiegel Doku nicht ein Gefühl wie bei Nordkorea. Selbst auf die Frage nach dem Alkoholkonsum kam die Antwort in Qatar gibt es Alkohol. Und besoffene Briten auf der Straße will man überall nicht sehen.

jigal antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16987

@jigal 

Ich hatte jetzt den Eindruck nach der Weltspiegel Doku nicht ein Gefühl wie bei Nordkorea. Selbst auf die Frage nach dem Alkoholkonsum kam die Antwort in Qatar gibt es Alkohol. Und besoffene Briten auf der Straße will man überall nicht sehen.

Ich halte allerdings nicht viel davon, Nordkorea zum Maß der Dinge zu machen und jedes Land für OK zu erklären, das nicht ganz so schlimm ist...

 

 

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal 

Ändert ja nichts daran dass dieses Land keine Demokratie ist. 

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@tristesse    Ja das Parlament in Qatar hat nicht die Macht des Bundestages. Man hatte aber auch kein Problem mit einer Olympiade in China oder Russland.

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal

Noch mal:

Nur weil woanders die Vergabe von  ebenfalls Turnieren problematisch war rechtfertigt das die Vergabe an Katar nicht! Stattdessen könnte man sich ja mal freuen, dass endlich ein paar mehr als vorher reagieren. So verändert man eher was als zu sagen "Das war schon immer so, dann nehmen wir es beim nächsten mal wieder hin" 

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@tristesse   Es ist nicht die erste WM die in der Kritik steht und natürlich darf es keine Unfälle beim Bau geben. Südafrika war in der Kritik Stadien zu bauen, die hinterher nicht mehr genützt werden. Brasilien mit Eintrittspreisen, die für Brasilianer sehr teuer waren.

Ich könnte jetzt meinen Eindruck zu den Kritikern schreiben. Die Tatsache im Bekanntkreis sind Leute mit Kindern die Bilder sammeln wie die Generation vorher auch schon. Es gibt keine Pannini Bilder mehr, aber Bilder von REWE und natürlich kaufen die Omas jetzt eher bei REWE und verlangen die Bilder.

Ich lass mich jetzt nicht hinstellen, als wäre ich der Meinung Qatar wäre der vorbildliche Staat im Nahen Osten.  Der Film in der ARD zeigt nur, so einseitig kann man es nicht sehen.

jigal antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3337

@jigal Mir geht es auch weniger darum Katar zu strafen, sondern gegenüber der FIFA ein Zeichen zu setzen, dass sie mit dieser Vergabe eine weitere Linie überschritten haben und das alleine für Geld. Im vergleich zu Südafrika oder Brasilien ist Katar keine Nation, wo der fußball geliebt wird. Hier geht es allein um Prestige und Geld.

Und wie weiter oben schon geschrieben - ja man hätte seit der Vergabe die WMs boykottieren können. Nur glaube ich eben nicht, dass die FIFA das dann tatsächlich mit der WM-Vergabe an Katar verbunden hätte.

Übrigens hat Katar was an seinen Arbeiterrechten geändert. Zwar mit viel Spielraum nach oben, aber immerhin. Die FIFA weigert sich noch immer für die Familien der verstorbenen Arbeiter eine Verantwortung zu übernehmen und in einen Fond einzuzahlen. Die vier westlichen großen Sponsoren wären dabei oder machen da schon was. Die FIFA schaltet auf stur.

Wie verblendet die FIFA ist, zeigt auch die Bitte Infantinos während der WM eine Feuerpause in der Ukraine zu machen. Da geht es doch nicht darum, dass dort Friede einkehrt, sondern alleine darum, dass sich alles um die WM (=FIFA) drehen kann.

Es ist die Hoffnung, dass dieser Verein versteht, dass er nicht der NAbel der wElt ist, der walten und schalten kann, wie er will, sondern dass da noch fans sind, die das durchaus kritisch sehen und Veränderung fordern.

Und niedrige Zuschauerzahlen und Einschaltquoten im Westen sind vielleicht Dinge, die die Herren verstehen.

channuschka antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@channuschka   also ich erinnere mich an einen Herrn Blatter und da ging es auch um Geld,  das Problem gab es auch schon bei einigen Olympiaden und Qatar möchte die WM da es als kleines Land die Aufmerksamkeit braucht.  Ich denke aber die Werbeeinahmen für die FIFA sind noch wichtiger. Da hieß es ja irgendwann man muss FIFA Fussball WM sagen.

Na und die Frage mangelder Beliebtheit im Land hat man bei der WM in den USA auch gesagt.

Ich glaube nicht an geringe Einschaltquoten, es wurde gar über Public Viewing nachgedacht und wenn die Spiele abends stattfinden passt das für Europa und den Nahen Osten.

Qatar dürfte die gleiche Zeitzone wie Israel haben eine Stunde für uns vor, also Moskauer Zeit.

 

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal 

Ich glaube nicht an geringe Einschaltquoten, es wurde gar über Public Viewing nachgedacht und wenn die Spiele abends stattfinden passt das für Europa und den Nahen Osten.

Nun ja, auch wenn wir bei Jesus.de sind, sind wir dennoch nicht in einer Kirche, wo es um "Glauben" geht, sondern darum was tatsächlich passiert 😉 

 

Ja, es wurde über Public Viewing nachgedacht, aber wo findet es denn tatsächlich statt? Hier in meiner Stadt mit einer dritte Million Einwohner gibt es keins. Und ich weiß von vielen Städten in der Region, die da gleichziehen.

Hast Du da andere Informationen?

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@tristesse nachgedacht wurde?  Ich habe nicht gesagt, dass es Public Viewing gibt.

Laut meiner Hauszeitung lag es nicht an Qatar, sondern schlicht an der Jahreszeit im Winter sich zwei Stunden vor eine Leinwand stellen und Bier trinken schien nicht attraktiv genug, da ginge man eher in Sportbars usw.

 

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal

Ja gut, wenn das deine Hauszeitung sagt, muss es ja stimmen. 

Ich höre täglich im WDR und Lokalradio dass es sehr wohl Initiativen gibt, wo sich Wirte ganz bewusst gegen das Übertragen der Spiele positionieren und zwar nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Heute morgen noch hab ich im wdr2 ein Interview mit einer Inhaberin eines Sportbekleidungsartikelgeschäftes gehört, die aus den bekannten Gründen keine Fanartikel bestellt hat. 

Ich sag ja nicht, dass alle aus Protest so reagieren, aber du kannst halt nicht alle Boykotte wegdiskutieren. Es gibt tatsächlich nicht wenig Leute denen das eben nicht scheissegal ist und das kannst du auch mal zur Kenntnis nehmen. 

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2996

@tristesse Warum bist du so auf Krawall gebürstet, ich habe nie behauptet dass allen Leuten das ganz egal ist, es gab schon immer Kritik, gerade gestern kam wieder eine Doku zur Kritik an der Nachnutzung, Kritik zur Arbeitssicherheit gibt es seit Jahren. Aus einem Stadion wird jetzt ein Hotel  also die ehem. VIP Lounge wird anscheinend, muss ich schreiben, sonst schreibt Tristesse wieder, Jigal behauptet da was, Schlafzimmer mit Blick aufs Spielfeld. Eigentlich wäre die WM ja schon rum, im Herbst/Winter gibt es normalerweise keine Fußball WM. Qatar hat auf die Kritik  Stadien mit Klimatisierung in der sommerlichen Wüstenhitze reagiert.  Es tut sich was.  Die Doku sprach von Greenwashing wenn in Europa Zertifikate für Windenergie gekauft werden.  Es gibt nur Luxushotels, ja es sind kurze Wege, aber die 250 DFB-Fans logieren in Dubai, fliegen also zu den Spielen. Und nein ich weiss nicht mehr welcher Sender es war, ZDF Info, ZDF Neo, Phoenix alles möglich und ich such das auch nicht raus.

 

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal 

Ich lass mich jetzt nicht hinstellen, als wäre ich der Meinung Qatar wäre der vorbildliche Staat im Nahen Osten. Der Film in der ARD zeigt nur, so einseitig kann man es nicht sehen.

Was mich stört ist die Herabsetzung der Boykotte, nach dem Motto "Bei den letzten Turnieren habt ihr auch nicht boykottiert, warum also 2022?" Mit so einem Argument zerstört man jegliche Motivation es heute besser zu machen als gestern.

Ja, ich gebe zu, ich hab mir als Jugendliche damals in Brasilien keine Gedanken über irgendwelche Unregelmässigkeiten gemacht. Bei Russland war ich dann schon ne Stufe weiter und heute stehe ich protestierend vor den Zuständen in Katar. Und nur weil ich damals bei Brasilien nicht aufgestanden bin, lass ich mir meinen Protest heute vor der WM nicht klein reden.

Ich weiß nicht, ob es Dir auffällt, aber das was Du machst ist schon eine Art Relativierung. Jedenfalls empfinde ich das so.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Veröffentlicht von: @jigal

@tristesse    Ja das Parlament in Qatar hat nicht die Macht des Bundestages. Man hatte aber auch kein Problem mit einer Olympiade in China oder Russland.

So ist es. Deshalb verstehe ich auch gerade nicht, weshalb man meint, wegen Katar solch einen Aufriss machen zu müssen....sowieso komme ich langsam nicht mehr so richtig mit, wer denn nun gerade die "Guten" und wer die "Bösen" sind.

Ist ja noch nicht lange her, dass der Bundeswirtschafts- und Klimaminister einen artigen Diener vor dem Emir von Katar gemacht hat, damit der uns sein "gutes" Gas verkauft.....weil russisches Gas ja nun mal böse ist.

Jetzt soll also Gas kaufen von Katar in Ordnung sein, aber Fußball-WM gucken ist pfui?

Ich glaube, ich werde echt zu alt für solche Diskussionen. 

suzanne62 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
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@suzanne62  Scheint so,  wie sagten die Indianer in den Filmen als man noch Winnetou anschauen durfte.  Weisser Mann spricht mit gespaltener Zunge.

 

jigal antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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@jigal 🙂 Ja, da hast du wohl recht.....den "weißen Mann" dissen ist ja derzeit noch in Ordnung....aber Winntou gucken wohl nicht mehr von wegen kultureller Aneignung...wie gesagt, ich komme da langsam nicht mehr mit.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
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@suzanne62 

Liebe Suzanne, ich bin überzeugt, Du kommst bisher bei allem sehr gut mit 😉 

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
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@jigal 

Ich hab es nicht verstanden. Erkläre mir doch bitte mal, wer hier was warum mit "gespaltener Zunge" spricht.

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
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Beiträge : 2996

@tristesse Das Land ist gut wenn die Bude warm wird und wegen des Fussballs wird hier jetzt diskutiert.

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@jigal

Ich bin generell kein Fan von Whataboutism. Aber ich finde es gut, wenn man aktiv wird, wenn man Unrecht sieht.

Alles bekommt man nicht gleichzeitig hin, aber wenn man dann bei einer Sache schweigt, nur weil man bei einer anderen noch nichts ausrichten kann ist das verkehrt. 

tristesse antworten
Channuschka
(@channuschka)
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@suzanne62 Es geht nicht nur um die Menschenrechte in Katar. Mir geht es mehr darum der FIFA vielleicht zu zeigen, dass es den Fans nicht um Fußball um jeden Preis geht, sondern mit so einer Veranstaltung auch eine Verantwortung jenseits des Wachstums im eigenen Portmone mit sich bringt.

Deshalb seh ich den Gashandel mit Katar ganz anders als diese WM. Auch wenn ich freilich sehr dafür bin unabhäniger von Gas zu werden und uns breiter aufzustellen. Denn sonst sind wir nur wieder in einer Abhängikeit und dass das doof ist...naja ich bin nicht sicher ob Olaf Scholz das verstanden hat....

channuschka antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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@channuschka Olaf Scholz hat sicherlich verstanden, dass man allein mit erneuerbaren Energien (so wünschenswert deren zügiger Ausbau ist) die Energieversorgung eines Industrielandes wie Deutschland nicht absichern kann.

Aber das wäre noch mal eine andere Diskussion.

Wer jetzt durch seinen Boykott ein Zeichen setzen möchte, mag das tun.

Ich glaube jedoch nicht, dass das der FIFA in irgendeiner Weise wehtun wird. Die hat ja schon kassiert.

suzanne62 antworten
Channuschka
(@channuschka)
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@suzanne62 Äh.... ich meine ob Olaf Scholz das mit der Abhänigkeit verstanden hat.... und damit meinte ich weniger die Öl-Deals als andere Aussagen. Und auch nicht nur den Kanzler.

Aber das wäre tatsächlich eine andere Diskussion.

Übrigens denk ich durchaus, dass die FIFA sowas intressiert. Denn sie verdient ja wahrscheinlich auch an den Trikotverkäufen und anderen Fan-Artikeln mit.

Und ob Budweiser als wichtiger Sponsor mit Katar so glücklich ist, wage ich inzwischen zu bezweifeln.

Zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel wird Alkohol in den Stadien doch verboten. In Brasilien hat die FIFA so viel Druck gemacht, dass für die WM eine Ausnahme gemacht wurde. Katar hat es zugesagt und jetzt (außer für VIP-Lougen) zurückgenommen. (Quelle: sportschau.de) Budweiser wir nicht begeistert sein. Vielleicht haben dadurch ja Saudi-Arabien und Co trotz Geld weniger Chancen auf eine WM.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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@suzanne62 

So ist es. Deshalb verstehe ich auch gerade nicht, weshalb man meint, wegen Katar solch einen Aufriss machen zu müssen....sowieso komme ich langsam nicht mehr so richtig mit, wer denn nun gerade die "Guten" und wer die "Bösen" sind.

Das ist ziemlich einfach und ich versteh nicht, warum Du einen Protest gegen Ausbeutung, Sklaverei und Klimazerstörung als "Aufriss" bezeichnest. Das kommt sogar mein Patenkind mit und das ist gerade mal 7 Jahre alt.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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@tristesse Das, was du durch den Boykott bekämpfen willst, ist in Bezug auf die WM längst passiert und nicht mehr zu ändern. Deshalb sehe ich darin keinen Sinn.

Und ich frage mich wirklich, was du erreichen willst, wenn du ganz normale gesetzestreue Bürger, die einem ganz normalen Freizeitvergnügen -bezahlt mit unseren GEZ-Gebühren, man muss dafür nicht ins Darknet gehen - beleidigst. Denn jemandem zu unterstellen, es sei seine Schuld "dass Unrecht überhaupt geschehen kann" ist eine Beleidigung und hat mit einem sachlichen höflichen Austausch von Argumenten nichts mehr zu tun.

Hast du im RL die Erfahrung gemacht, dass jemand, den du so angehst, dann in deinem Sinne reagiert und sagt "na gut, wenn du das so siehst, dann gucke ich mir natürlich kein Spiel an"?

 

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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@suzanne62 

Denn jemandem zu unterstellen, es sei seine Schuld "dass Unrecht überhaupt geschehen kann" ist eine Beleidigung und hat mit einem sachlichen höflichen Austausch von Argumenten nichts mehr zu tun.

Es tut mir leid, dass Du Dich beleidigt fühlst, das war nicht meine Absicht. Natürlich steht es Dir frei, die Mod (Channu) darüber zu informieren. 

Ansonsten bin ich mit dem Thema jetzt an der Stelle am Ende, denn erstens ist alles gesagt und zweitens hast Du ja gestern schon verkündet raus zu sein. Das respektiere ich natürlich. 

 

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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@suzanne62 

Moin.

Dem Emir von Qatar ist es doch wurscht, ob wir die Glotze einschalten oder nicht. Das ändert im Nachhinein doch nichts mehr an der Art und Weise der Vergabe oder daran, dass diejenigen, die die Stadien gebaut haben, wie Dreck behandelt wurden....und unsere Nationalspieler sind doch an dem Schlammassel nicht schuld.

Ich hab Verständnis für die Haltung, es geht ja darum, dass man Spaß hat und sich nicht davon abhalten lassen möchte. Das ist eine weit verbreitete Meinung, mit der es sich schön leben lässt. Warum sollte man auch im eigenen Status Quo zurückstecken, wenn scheinbar keiner was davon hat? Darüber sprachen wir ja auch schon im Ukraine Thread, wo Du keinen Zweifel offen gelassen hast.

Meiner Meinung nach ist dieser Lifestyle mitunter daran Schuld, dass Unrecht in dieser Welt geschehen kann. Natürlich tragen die Verantwortlichen Hauptschuld, aber wenn man dann "bekümmert" die Hände in den Schoß legt und sagt "Ich kleines Licht kann ja eh nichts ändern", dann passiert auch nichts und der Hauptverantwortliche macht weiter. Meines Erachtesns ist diese Haltung ein leicht  zu durchschauender Versuch, nichts an seinem bequemen Leben für andere opfern und einschränken zu müssen. Und wenn man dann noch auf die vielen andren Unrechte in der Welt hinweist, gegen die auch nichts getan wird, fühlt man sich dann in seiner Haltung bestätigt und das Leben kann sorglos weiter gehen.

Wie gesagt, versteh ich, bin ja selbst ziemlich fussballbegeistert und für mich ist es ein großes Opfer, den Fernseher auszuschalten. Aber wer weiß, vielleicht kann ich ja doch durch seinen Boykott etwas wett machen, vielleicht nicht allein, aber als Gemeinschaft. So wie z.B. damals bei den Montagsdemonstrationen in Leipzig, wo ein paar Leute aufgestanden sind und sich nicht abgefunden haben. Sie sind u.a. auch der Grund für das vereinte Deutschland heute. Und das kann man historisch überall beobachten, dass einzelne sehr wohl einen Unterschied machen konnten.

 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tristesse 

Natürlich tragen die Verantwortlichen Hauptschuld, aber wenn man dann "bekümmert" die Hände in den Schoß legt und sagt "Ich kleines Licht kann ja eh nichts ändern", dann passiert auch nichts und der Hauptverantwortliche macht weiter.

Ganz genau. Was hier passiert ist nichts anderes als eine Wahl. Auch bei einer Wahl zählt die einzelne Stimme kaum etwas - viele Stimmen können aber sehr wohl etwas ändern.

Wenn ein einzelner Mensch die WM boykottiert, dann ändert das nicht viel. Wenn das aber sehr viele tun und die WM in einem fussballbegeistertem Land wie Deutschland in diesem Jahr auf deutlich weniger Interesse stößt - dann wäre das ein deutliches Zeichen!

Das ist vor allem deshalb wichtig, weil jetzt genau hingeschaut wird. Die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen ist da. Und deshalb bringt so ein Boykott auch tatsächlich etwas.

 

 

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@lucan-7 

 

Auch bei einer Wahl zählt die einzelne Stimme kaum etwas - viele Stimmen können aber sehr wohl etwas ändern.

Ja ich weiss, das critical mass-Denken ist gerade sehr zeitgemäss.

 

dann wäre das ein deutliches Zeichen!

Es kommt immer darauf an, wie dieses Zeichen interpretiert wird. Der Emir von Katar wird es womöglich als Ablehnung/Feindseligkeit gegenüber seinem Land verstehen.

 

Die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen ist da.

Von welchen Verantwortlichen genau (Namen?)

 

Und deshalb bringt so ein Boykott auch tatsächlich etwas.

Was genau soll er bringen und wie willst du die Effektivität des Boykotts überprüfen?

 

Meiner Meinung nach würde es nicht bloss eine Rolle spielen, wie viele Leute (also die Masse) die Spiele boykottieren resp. dazu aufrufen - sondern wer. Namhafte Spieler, welche einen Teilnahmeverzicht bekanntgeben, ganze Teams, frühere Fussballstars (die nichts mehr zu verlieren hätten), Filmstars oder andere angesehene Botschafter wie Roger Federer zum Beispiel, der auch einen Wohnsitz in Dubai hat (immerhin in der Nähe) oder grosse TV-Stationen könnten diesen von dir unbenannten Verantwortlichen eine wesentlich stärkere Botschaft vermitteln.

Gerade die Elite von Katar hat doch vermutlich sowieso kein Verständnis für Belange und Proteste des Fussvolkes, also werden die sowas eher nur als Ärgernis wahrnehmen. Finanziellen Schaden werden sie durch einen "erfolgreichen" Boykott wohl auch nicht erleiden, da die Millionen schon längst hin und her geschoben wurden.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Ja ich weiss, das critical mass-Denken ist gerade sehr zeitgemäss.

"Zeitgemäß"? Dahinter stecken klare Gesetzmäßigkeiten, wie eine Gesellschaft funktioniert.

Es kommt immer darauf an, wie dieses Zeichen interpretiert wird. Der Emir von Katar wird es womöglich als Ablehnung/Feindseligkeit gegenüber seinem Land verstehen.

Hast du dir mal überlegt, weshalb Katar denn unbedingt die Weltmeisterschaft im eigenen Land haben wollte? Die haben weder eine relevante Profimannschaft noch hatten sie genügend Stadien.

Es ging einfach darum, sich in der Welt positiv darzustellen. Und zwar nicht dadurch, dass man sich tatsächlich in ein Land verwandelt, das die Menschenrechte achtet - sondern indem man viel Geld ausgibt und eine große Show abliefert, die in der Welt positiv besetzt ist. Und es liegt jetzt an uns, ob das funktioniert.

Nach außen hin kann der Emir rumnörgeln wie er will... bei einem Reinfall hätte er trotzdem genau verstanden, dass sein Plan nicht funktioniert hat.

Aber in Wahrheit gilt das Signal ja auch gar nicht dem Emir - es gilt der FIFA. Würde die WM zum Flop werden (Und dafür können nur Leute wie wir sorgen!), dann wäre das ein deutliches Zeichen, dass sie bei der Vergabe der WM künftig vorsichtiger sein sollten. Denn sonst war's das irgendwann mit den vielen Millionen...

Von welchen Verantwortlichen genau (Namen?)

Die FIFA als Ganzes. Also alle, die irgendwie an der Vergabe dort beteiligt sind.

Was genau soll er bringen und wie willst du die Effektivität des Boykotts überprüfen?

An der Reaktion und dem künftigen Verhalten der FIFA.

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@lucan-7 

 

"Zeitgemäß"? Dahinter stecken klare Gesetzmäßigkeiten, wie eine Gesellschaft funktioniert.

Natürlich, aber diese Gesetzmässigkeiten werden von einem Teil der Gesellschaft gerade auf den gängigen Social Media-Plattformen mit dem Schlagwort "critical mass" gepusht - das ist das Zeitgemässe daran.

 

Hast du dir mal überlegt, weshalb Katar denn unbedingt die Weltmeisterschaft im eigenen Land haben wollte? Die haben weder eine relevante Profimannschaft noch hatten sie genügend Stadien.

😆

Du Lucan...

Ich befasse mich nun seit gut zwei Jahrzehnten intensiv mit dem Profifussball und du behandelst mich wie einen Fussball-Analphabeten... 🙄  Was soll man dazu sagen?!  🙂 

Die von dir genannten Punkte sind ja gerade der Hauptgrund, weshalb ich seit 12 Jahren vehement gegen eine Austragung der Fussball-WM in Katar bin/war.

 

 Und es liegt jetzt an uns, ob das funktioniert.

 

Wer ist "uns"? Das Fussvolk?

Mir leuchtet einfach nicht ein, warum die gesellschaftsrelevanten Personen (Stars, Botschafter, Fussballspieler etc.) kaum etwas zu dem ganzen Desaster sagen - ganz im Gegenteil - als teilnehmende Fussballprofi sogar noch abkassieren... Aber ich als kleiner Wurm soll aus "Protest" nicht mal an einer Tipprunde teilnehmen dürfen... 🤔  

---

Du musst sehen, dass das Fussball-Business eine globale Angelegenheit ist. Ausserhalb von Europa wird es kaum Gesellschaftsgruppen geben, die bei einem Boykott mitmachen und insgesamt macht der europäische Markt bei einer WM nur einen relativ kleinen Anteil des weltweiten Marktes aus. Deshalb hat der Boykott-Aufruf in ein paar mittel, -westeuropäischen Staaten nur eine sehr geringe Relevanz.

Kommen noch die Unterschiede innerhalb von Europa hinzu: die englischen Zuschauer werden wohl kaum boykottieren, weil die nach meiner Wahrnehmung einfach nicht so funktionieren. In Frankreich hat es verschiedene Städte (darunter Paris), die einen Boykott angekündigt haben... Aber wie der dann aussehen soll, entzieht sich meiner Kenntnis. 

In der Schweiz haben wir Vevey (wo sich der Sitz von Nestlé befindet), die einen Boykott ausgesprochen haben, wobei ich mir denke, dass es einfach keine Public Viewings geben wird (was sowieso fast nirgends der Fall sein wird). Übertragungen in Restaurants sind wohl selbst dort nicht verboten, da diese nicht bewilligungspflichtig sind.

Zu alledem kommt noch dazu, dass die Fans (Zuschauer) im Fussball auf diesem Level nur zu einem sehr kleinen Teil zum generierten Umsatz beitragen. Das grosse Geld wird mittels TV-Rechten und Sponsorengeldern erwirtschaftet... und die Millionen aus diesen Geschäften wurden längst an ihre Empfänger verteilt. Wirtschaftlich schädigen wird man diese WM-Endrunde mittels TV-Boykott also auch kaum noch können.

... und ob es eine Fussball-Party gibt oder nicht werden Typen wie Infantino oder dem Emir von Katar herzlich egal sein. Denen wird der Anblick von ein paar bezahlten feiernden Fans wohl genügen, um sich in ihrer Wahrnehmung bestätigt zu sehen, dass die WM in Katar der Renner ist.

 

Die FIFA als Ganzes. Also alle, die irgendwie an der Vergabe dort beteiligt sind.

Einverstanden... Aber wie erreicht man die nun am besten? Den Unmut der Fans ist denen ja schon längstens bekannt, sonst hätte Blatter nicht nach ein bis zwei Jahren nach dem Zuschlag an Katar bekräftigen müssen, dass die WM-Endrunde 2022 auf jeden Fall dort stattfinden wird. 

Die FIFA-Funktionäre leben zwar irgendwie wie in einem Parallel-Universum, aber ganz ohne kognitive Wahrnehmung und Funktion sind sie wohl trotzdem nicht ausgestattet.

 

An der Reaktion und dem künftigen Verhalten der FIFA.

Na gut, da warten wir nun schon seit Jahrzehnten drauf.

Zur Lektüre kann ich übrigens den folgenden Artikel empfehlen:

https://www.watson.ch/sport/review/203011258-warum-die-netflix-doku-ueber-die-fifa-so-gut-ist

 

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Ich befasse mich nun seit gut zwei Jahrzehnten intensiv mit dem Profifussball und du behandelst mich wie einen Fussball-Analphabeten... 🙄  Was soll man dazu sagen?! 

Ich sage dazu nur: "Woher soll ich das wissen?"

Fussball interessiert mich nicht, also habe ich Threads, in denen du deine Fussballbegeisterung zum Ausdruck brachtest, vermutlich nicht verfolgt.

Mir leuchtet einfach nicht ein, warum die gesellschaftsrelevanten Personen (Stars, Botschafter, Fussballspieler etc.) kaum etwas zu dem ganzen Desaster sagen - ganz im Gegenteil - als teilnehmende Fussballprofi sogar noch abkassieren... Aber ich als kleiner Wurm soll aus "Protest" nicht mal an einer Tipprunde teilnehmen dürfen...

Vielleicht deshalb, weil das ganze Geld und die Aufmerksamkeit, welche diese "gesellschaftsrelevanten Personen" bekommen, nicht einfach vom Himmel fällt, sondern von solchen "kleinen Würmern" wie uns stammt?

Du musst sehen, dass das Fussball-Business eine globale Angelegenheit ist. Ausserhalb von Europa wird es kaum Gesellschaftsgruppen geben, die bei einem Boykott mitmachen und insgesamt macht der europäische Markt bei einer WM nur einen relativ kleinen Anteil des weltweiten Marktes aus.

Ja, diese Argumentation kenne ich schon von den Klimaschutz-Verweigerern... "Wir sind doch gar nicht so bedeutend, wir können da gar nichts machen, die anderen sind viel größer..."

Hier geht es aber zunächst mal darum, entweder das Richtige zu tun - oder das Falsche. Und das scheint mir hier eindeutig zu sein.

Einverstanden... Aber wie erreicht man die nun am besten? Den Unmut der Fans ist denen ja schon längstens bekannt, sonst hätte Blatter nicht nach ein bis zwei Jahren nach dem Zuschlag an Katar bekräftigen müssen, dass die WM-Endrunde 2022 auf jeden Fall dort stattfinden wird.

Geld. Man erreicht sie über Geld.

Geld von Sponsoren... das nicht mehr bezahlt wird, wenn es schlecht fürs Marketing ist.

Das weniger bezahlt wird, wenn die WM weniger Aufmerksamkeit bekommt.

Und das funktioniert nur über einen Boykott.

Na gut, da warten wir nun schon seit Jahrzehnten drauf.

Wenn es nicht funktioniert kann ich zumindest guten Gewissens sagen: An mir hat's nicht gelegen...

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@lucan-7 

 

Ja, diese Argumentation kenne ich schon von den Klimaschutz-Verweigerern... "Wir sind doch gar nicht so bedeutend, wir können da gar nichts machen, die anderen sind viel größer..."

Ich finde nicht, dass man das vergleichen kann. Beim Klimaschutz geht es schlicht und einfach um den Ausstoss von Treibhausgasen, den man verhindert oder eben nicht. Es sind also messbare Mengen an Substanzen, die in die Atmosphäre gelangen oder nicht - und es geht darum den Ausstoss dieser Treibhausgase zu reduzieren, egal von wem und wo, jeder Beitrag zählt.

---

Ein TV-Boykott einer Fussball-WM, wie soll der gemessen werden? Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, weshalb viele Leute die kommende WM nicht schauen werden: ungewohnte Jahreszeit, Schüler/Studenten haben Semester (kein Urlaub), für viele Arbeitende gehört die Zeit vor Weihnachten zu den intensivsten des ganzen Jahres, Islamgegner und sowieso gegen alles-Gegner schauen vielleicht auch nicht. Wie soll da ermittelt werden, wer nun aus Protest den TV nicht einschaltet und wer schlicht keine Zeit/Musse dafür hat oder weil er deswegen nicht schaut, weil er immer gegen alles ist?

Kommt noch dazu wie dieser Boykott von den Kataris gewertet würde: Ich denke sie würden dies auf Feindseligkeit gegenüber ihnen verstehen. Denn normalerweise sind wir immer fussballbegeistert, aber ausgerechnet dann nicht, wenn die WM in Katar stattfindet. Stimmungsmache durch Medien und Politiker würden sie wohl als Ursache nennen.

 

Geld von Sponsoren... das nicht mehr bezahlt wird, wenn es schlecht fürs Marketing ist.

Das Problem ist: Springt der eine Sponsor ab, steht schon der nächste in der Schlange. Die Fussball-WM bleibt bis auf Weiteres der weltweit am meisten beachtete Sportanlass, deshalb bleibt er auch für unzählige Firmen attraktiv. Völlig unverständlich finde ich eigentlich, dass Ethik für diese Firmen keine Rolle zu spielen scheint.

 

Und das funktioniert nur über einen Boykott.

Na ja, ich habe gestern dazu einige Artikel gelesen und da sagen "Fachleute" sehr unterschiedliches. Darunter war sogar ein WOZ-Artikel, eine Schweizer Zeitung, die sehr links ausgerichtet ist, die es unter dem Strich einem selbst überlässt, ob man schauen will oder nicht. Fand ich gut.

Meine Meinung bleibt die: Ich kann nicht als kleiner Wurm alle katastrophalen Entscheidungen von Verantwortungsträgern wieder gut machen, indem ich auf die Teilnahme an einer Tipprunde verzichte. Irgendwo muss auch ich die weisse Fahne schwingen und mich damit abfinden, dass in dieser Welt so vieles schief läuft, was ich nicht wieder gerade biegen kann - und auch nicht mit einer vermeintlich grossen Gruppe, die sich grösser darstellt als sie effektiv ist. 

Sonst bleibt mir unter dem Strich wirklich nur noch schlafen/arbeiten ... und selbst da stosse ich noch CO2 aus.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Beim Klimaschutz geht es schlicht und einfach um den Ausstoss von Treibhausgasen, den man verhindert oder eben nicht. Es sind also messbare Mengen an Substanzen, die in die Atmosphäre gelangen oder nicht - und es geht darum den Ausstoss dieser Treibhausgase zu reduzieren, egal von wem und wo, jeder Beitrag zählt.

Was heißt "Jeder Beitrag zählt"?. Denkst du, das Klima wird gerettet, wenn du morgen zu Fuss zum Bäcker gehst und einmal aufs Duschen verzichtest?

Wohl kaum. Wenn das aber sehr, sehr viele Leute tun... dann zählt es sehr wohl!

Ein TV-Boykott einer Fussball-WM, wie soll der gemessen werden?

Einschaltquoten.

Kommt noch dazu wie dieser Boykott von den Kataris gewertet würde: Ich denke sie würden dies auf Feindseligkeit gegenüber ihnen verstehen.

Zu recht. Weil wir es nicht mögen, wie sie Menschen behandeln.

Das Problem ist: Springt der eine Sponsor ab, steht schon der nächste in der Schlange.

Ja klar... weil es den Sponsoren egal ist, ob sie etwas verkaufen, hauptsache sie können ein faschistisches Regime unterstützen... ach nee... warte mal - denen geht es auch ums Geld?

Schlechte Publicity ist schlecht für's Geschäft?

Man trennt sich von Leuten wie Kanye West, wenn er untragbar wird?

Warum wohl?

Keiner will ein faschistisches Regime sponsoren, wenn das schlecht fürs Geschäft ist. Das geht aber nur dann, wenn es TATSÄCHLICH schlecht fürs Geschäft ist - und das hängt von Leuten wie uns ab!

Darunter war sogar ein WOZ-Artikel, eine Schweizer Zeitung, die sehr links ausgerichtet ist, die es unter dem Strich einem selbst überlässt, ob man schauen will oder nicht. Fand ich gut.

Na ja. Für mich ist aufgeben keine Option.

 

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
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@tamaro

Die Internationalität und die dadurchgegebene unterschiedliche Wahrnehmung ist tatsächlich eine Sache, die auch bei einem Boykott europäischer Zuschauer, die Wahrnehmung verzerren können. Und dass es da unterschiede gibt, sieht man ja schon daran, welche Unternehmen auf die Anfrage der Menschenrechtsorganisationen geantwortet haben und sich an einem Entschädigungsfond beteiligen würden - nämlich die deutschen und amerikanischen Unternehmen, die auf dem europäischen Markt angewiesen sind und die deshalb auf die "ethischen Bedürfnisse ihrer Kunden" zu gehen. Okay - bei den chinesischen und Katarischen Unternehmen wäre es irgendwie auch komisch gekommen.

Solange der Markt hier noch halbwegs wichtig für die Sponsoren ist, hat so eine mediale Diskussion hier also noch einen gewissen Erfolg. Wenn wir irgedwann unbedeutetend werden sollten, müssen wir uns was anderes überlegen.

Übrigens hab ich kürzlich gelesen, dass selbst die Kataris über einen Entschädigungsfond nachdenken - die nehmen die Boykottaufrufe also durchaus wahr. Und es soll sich tatsächlich auch schon was geändert haben, was die Rechte von ausländischen Arbeitern in Katar angeht in den letzten Jahren. Die internationale Aufregung ist also nicht ganz folgenlos.

Um allerdings bei der FIFA was zu verändern bräuchte es glaub ich eine Reform des ganzen Vereins.... Aber vielleicht fällt ihnen ja was auf, wenn die Einschaltquoten in Europa und Amerika niedriger ausfallen. und wenn dafür nur der Zeitpunkt ausschlaggebend ist. Hängt ja auch mit dem austragungsort zusammen.

channuschka antworten
Channuschka
(@channuschka)
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@tamaro Die Promis kann ich aber nicht beeinflussen. Ich kann nur für mich entscheiden. Nicht für dich und nicht für Frau Merkel. Ich hätte übrigens eine Nicht-Teilnahme der DFB-Elf sehr gut gefunden. aber auch das leigt nicht in meinem Einflussbereich und nur da kann ich wirken.

channuschka antworten
Tamaro
 Tamaro
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@tristesse 

 

Ich boykottiere diese Fussball-WM zwar nicht, werde mir aber trotzdem kaum Spiele anschauen. Wahrscheinlich - wenn überhaupt - nur gerade die Gruppenspiele „meiner“ Nati, denn weiter kommen wir diesmal höchstwahrscheinlich sowieso nicht. Ein Spiel gegen Brasilien an einer WM-Endrunde bleibt aus Schweizer Sicht nun mal etwas ganz Besonderes, das ich womöglich nicht mehr so oft erleben werde. Auch Kamerun finde ich einen spannenden Gegner und Serbien hat wegen der Doppeladler-Affäre und der Niederlage vor vier Jahren noch eine Rechnung gegen uns offen. Das wird eine sehr emotionale Angelegenheit werden, ganz speziell für Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Für Breel Embolo übrigens jene gegen „Kammruun“.

Für mich findet diese Fussball-WM in der komplett falschen Jahreszeit statt. Im Advent und auch schon davor habe ich ein ganz anderes Programm und andere Themen, die für mich im Vordergrund stehen als im TV Fussball zu schauen. Unsere Bundesratswahlen vom 7. Dezember interessieren mich auch wesentlich mehr. In den letzten Jahren habe ich sowieso nicht mehr oft Fussball am TV geschaut. Mich faszinieren Zahlen, Statistiken und Games im Zusammenhang mit diesem Sport. Aber Fussball schaue ich mir lieber live an – als Event im Stadion resp. dem Fussballplatz von Vereinen in Schweizer Amateurligen – als am Fernsehen. Ich bevorzuge eher Ski Alpin, Leichtathletik, Tennis, Mountainbike oder sogar Orientierungslaufen und Schwingen am TV, da vergeht die Zeit für mich wie im Fluge und ich schlafe nicht schon nach fünf Minuten ein.

Mal schauen, vielleicht werde ich im Rahmen der WM an jenen Games teilnehmen, welche die FIFA anbietet und an der einen Tipprunde, zu der ich eingeladen bin. Es geht für mich dabei eher darum, mich interaktiv über den Turnier-Verlauf zu informieren. Ich müsste mich damit aber langsam mal beeilen, sonst verpasse ich die Deadline, was aber absolut kein Drama wäre – im Gegenteil, eine richtige Fussball-Pause wäre mir auch sehr willkommen.

Diesmal spüre ich hier in der Schweiz kaum etwas von einem WM-Hype. Da war bei anderen Austragungen wesentlich mehr los und mindestens einen Monat vor Beginn schienen alle bereits im WM- und Panini-Bilder-Sammel-Fieber zu stecken. Ich denke, es ist eine WM-Endrunde, die ausser ein paar wenigen Funktionären und Scheichs kaum jemand so haben wollte und vermutlich wird der Grossteil der Fussballwelt (damit meine ich v.a. die Fans) aufatmen, wenn das Ganze wieder vorbei ist. Für mich fühlt es sich eher an wie eine Bürde, die ich gar nicht so hätte haben wollen und danach auch möglichst schnell wieder vergessen möchte. Aber ob die nächste Austragung in Nordamerika mit einer völlig unsinnigen Aufstockung auf 48 Teams wesentlich besser sein wird, wage ich mal zu bezweifeln... und wer wird in vier Jahren wohl US-Präsident sein?

Da die TV-Übertragungsrechte längst eingekauft und bezahlt sind (dasselbe gilt übrigens für sämtliche Sponsoren-Beiträge), bringt ein TV-Boykott mE nichts, ausser dass die übertragenden TV-Stationen abgestraft werden und ihrerseits weniger Werbeeinnahmen generieren können resp. einen zu hohen Preis für die Übertragungsrechte bezahlt hätten. Zudem bleibt das generelle Interesse am Fussball ja trotzdem weiterhin bestehen und Nahost-Staaten werden weiterhin massig Milliarden in diesen Sport reinbuttern, denn darum geht es bei dieser WM-Endrunde ja im Grunde genommen: Ein Dankeschön an die Scheichs für ihr Fussball-Interesse und ihre Öl-Milliarden. Da hätte eine mögliche kleine Delle bei der Nachfrage (in ein paar europäischen Ländern) - bei diesem einen WM-Turnier - kaum einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesamtsituation.

 

tamaro antworten
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Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1258

 

Mal schauen, vielleicht werde ich im Rahmen der WM an jenen Games teilnehmen, welche die FIFA anbietet und an der einen Tipprunde, zu der ich eingeladen bin.

Dankeschön, dass mich noch niemand zu bekehren versuchte. 🙂 

 

tamaro antworten
tristesse
(@tristesse)
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@tamaro 

Darunter war sogar ein WOZ-Artikel, eine Schweizer Zeitung, die sehr links ausgerichtet ist, die es unter dem Strich einem selbst überlässt, ob man schauen will oder nicht. Fand ich gut

Was eine links gerichtete Schweizer Zeitung kann, können wir hier bei Jesus.de schon allemal.

tristesse antworten


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