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Liebe und/ ohne Eigennutz

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Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 1126

Das Wesen der Liebe ist nicht ihr Nutzen.

Von maggie.x angeregt, starte ich diesen Thread. Danke für den Impuls! ❤ Den Anfang nahm das Thema hier bzw schon bereits davor - im 2. Februar-Frauen-Café: https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/2.-februar-cafe-fuer-frauen.html .

- Wie rein ist (unsere) Liebe?
- Klingt Nutzen berechnender als es tatsächlich ist?
- Gott liebt uns. Und Er hat davon welchen Nutzen?

Ja, ich stimme dem (auf gewisse Weise) zu, das Wesen der Liebe ist nicht ihr Nutzen. Nur je länger ich darüber nachdenke, umso weniger sehe ich Liebe ohne Nutzen. Warum hat es beinahe etwas Verwerfliches oder Beschneidendes Liebe ihren Nutzen zuzugestehen und eben doch zumindest als Teil ihres Wesens zu sehen?

Wie geht es euch mit der Liebe und ihrem Nutzen? Beißt sich da bei euch auch etwas? Nur ... beißt sich irgendwie nicht auch etwas, wenn wahre Liebe nur noch uneigennützig sein darf?

LG Seidenlaubenvogel

Antwort
16 Antworten
Irrwisch
Beiträge : 3406

Spontana Assoziation
Gegenteil von nutzen ist nutzlos?!

irrwisch antworten
2 Antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392

selbstlos?

schneeflloeckchen antworten
RalfsImbissbude
(@ralfsimbissbude)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 732
Veröffentlicht von: @irrwisch

Gegenteil von nutzen ist nutzlos?!

Eher schaden.

ralfsimbissbude antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie geht es euch mit der Liebe und ihrem Nutzen? Beißt sich da bei euch auch etwas? Nur ... beißt sich irgendwie nicht auch etwas, wenn wahre Liebe nur noch uneigennützig sein darf?

Ich denke, dass Liebe, auch wenn ich hinterher einen Nutzen daraus erhalte (z.B. indem die Liebe erwiedert wird) gut ist.

Das Problem mit dem Eigennutz ist, denke ich, folgendes:
Es gibt Menschen, die nicht aufrichtig sind. Vieles (vielleicht sogar alles) was sie tun, tun sie mit Hintergedanken. Sie handeln manipulativ in einer Weise, damit ihre Nächsten das Tun, was letztendlich Ihnen dient. Da kann es auch sein, dass ich Liebe aus solch einer Intuition empfange.

Solche Liebe ist wertlos. Sie ist letztendlich ein Betrug und die Menschen, die in dieser Weise lieben bzw. vorgeben zu lieben sind letztendlich eine Art Trickbetrüger. Das würde ich unter eigennütziger Liebe verstehen.

Wenn ich aber Menschen Liebe oder wenn ich auch Gott liebe aus einem reinen Herzen, weil ich sie einfach gerne habe, weil ich ihnen von Herzen das Beste für sie wünsche, weil sie vielleicht auch mein Herz berühren - dann ist das eine Liebe die gut ist und die nicht dadurch schlecht wird, wenn ich danach in der Folge selber Liebe empfange und dadurch dann meinerseits einen Nutzen habe.

Gott liebt uns und er liebt uns zuerst. Natürlich freut sich Gott, wenn wir ihn zurücklieben (und dafür sind wir ja im Grunde genommen gemacht!). Aber Gott liebt Dich nicht nur, weil Du ihn daraufhin vielleicht auch lieben wirst. Gottes Liebe zwingt Dich nicht, Gott zu lieben. Du bist da frei. Aber natürlich ist es viel leichter zu lieben, wenn eine liebevolle Offenheit eine liebevolle Beziehung schon vorbereitet hat.

Viele Grüße
Ecc

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1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Wenn ich aber Menschen Liebe oder wenn ich auch Gott liebe aus einem reinen Herzen, weil ich sie einfach gerne habe, weil ich ihnen von Herzen das Beste für sie wünsche, weil sie vielleicht auch mein Herz berühren - dann ist das eine Liebe die gut ist und die nicht dadurch schlecht wird, wenn ich danach in der Folge selber Liebe empfange und dadurch dann meinerseits einen Nutzen habe.

Das sehe ich auch so.

Es ist oft so, dass sich wie nebenbei ein "Nutzen" mit einstellt. Obwohl es dem betreffenden Menschen gar nicht um den Nutzen ging.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Gott liebt uns und er liebt uns zuerst. Natürlich freut sich Gott, wenn wir ihn zurücklieben (und dafür sind wir ja im Grunde genommen gemacht!). Aber Gott liebt Dich nicht nur, weil Du ihn daraufhin vielleicht auch lieben wirst.

Schön formuliert, finde ich.

Anonymous antworten
BenniP
 BenniP
Beiträge : 16

Geben und Nehmen
Ein weiteren Aspekt den ich interessant finde: Liebe ist nicht nur gebend, sondern auch nehmend.

C.S. Lewis ("Was man Liebe nennt") bringt das Beispiel von einem Ehepaar, bei dem ein Partner nach der Hochzeit plötzlich querschnittsgelähmt ist. Oft denken wir bei Liebe nur an den Partner, der den anderen geduldig pflegt; genauso ist es aber auch Liebe von dem anderen Partner, diese Hilfe anzunehmen - weil er sie braucht.

Er geht am Ende des Buches sogar so weit, dass er sagt: Auch Gottes Liebe ist nicht nur Gebend, sondern auch Nehmend. Er ist immer für uns da - aber er fordert auch unsere Anbetung. Er hat uns die Fähigkeit gegeben, ihm etwas zu geben - und an dem Punkt bricht er ab und sagt, "aber über dieses Mysterium sollte jemand Besseres als ich ein Buch schreiben".

bennip antworten


Lucan-7
Beiträge : 17287

Berechnende Liebe
Nur mal so als Idee: Ich bin nicht sicher, ob "Nutzen" in diesem Zusammenhang wirklich sinnvoll ist... denn natürlich ist die Liebe immer "nützlich"... und sei es nur für das gute Gefühl, welches man dadurch bekommt etwas Gutes zu tun und zu fühlen. Was ja sicher nichts Falsches ist.

Ich würde die kritische Unterscheidung eher bei "berechnender Liebe" ziehen - also bei Liebe, die aufgrund einer bestimmten Erwartung gegeben wird. Das heisst, es geht in Wahrheit um etwas ganz Bestimmtes, das man aufgrund der Liebe, die man gibt, bekommen will.

Natürlich bekommt man auch bei "selbstloser Liebe" oft etwas zurück, was ja gut und richtig ist... entscheidend ist aber, was ich in den Mittelpunkt stelle: Lege ich den Fokus darauf, zu lieben... oder etwas zu bekommen?

Wer einen Partner liebt, weil es der Partner wert ist, der liebt aufrichtig.
Wer einen Partner liebt, weil er sich davon eine bestimmte Gegenleistung erhofft, der liebt berechnend.

Was natürlich auch auf die Liebe zu Gott zutrifft... wer Gott nur deshalb liebt, um ins Paradies zu kommen, der liebt auch hier berechnend, weil die Gegenleistung im Mittelpunkt steht.

lucan-7 antworten
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