Nachlass verwalten
als kinderloser Single "muss" ja irgendwas mit meinem Nachlass passieren...
nicht das ich viel Geld hätte, aber Möbel halt und so.
wem könnte ich das "vererben"?
Es sollte ja auch irgndwo hinterlegt sein... Wo am besten?
Ein Testament anlegen ...gezielt für wem.
Wenn keine Geschwister und Kinder....dann an Gemeinde oder Tierschutz.
Bei mir macht das meine Nichte. Vorsorgevollmacht hat sie. Konto auflösen usw. Über den Rest spreche ich noch mit ihr.
Gebrauchtes Zeug ist de facto nicht mehr viel wert, weil der Markt damit zu voll ist. Es gibt viele, die gebrauchte Möbel los werden und sie oft sogar verschenken. Und es gibt viel weniger Leute, die gebrauchte Möbel suchen.
Ehrlich gesagt: Nach mir die Sintflut. Wenn ich tot bin, sollen irgendwelche Erben mit dem Zeug einfach machen, was sie wollen.
Eine Bekannte von mir macht das beruflich, dass sie Erben ausfindig macht. Wenn keine Kinder oder Geschwister da sind, dann erben eben weiter entfernte Verwandte.
Ehrlich gesagt: Nach mir die Sintflut. Wenn ich tot bin, sollen irgendwelche Erben mit dem Zeug einfach machen, was sie wollen.
Ich finde, es zeigt Verantwortungsbewusstsein, wenn man die Verwendung seines "Zeugs" oder "Krams" rechtzeitig regelt.
Wir wollen doch keinen Platz für eine "Ex-und-hopp-Mentalität" schaffen, oder?
und jenachdem müssen die erst mal gefunden werden (entfernte Verwandte)...
und wenn man sich mit denen nicht so gut verstanden hat ist das auch noch so eine Sache.
@schreiberin
Es lohnt sich auf jeden Fall, einen "Letzten Willen" zu hinterlassen.
Das kann ganz formlos sein, handschriftlich und ohne notarielle Beglaubigung oder Hinterlegung beim Amtsgericht.
Gerade dann, wenn nicht viel zu vererben ist, kann ein solches kleines Dokument wenigstens für Klarheit sorgen und Streit in der Familie bzw. den Hinterbliebenen (z.B. auch Freunden) vermeiden helfen.
Denn vielleicht wünscht sich mancher eine Erinnerung, ein Andenken, ein Bild oder ein kleines Möbelstück.
Vielleicht hast du sogar konkrete Vorstellungen, wer sich über irgendwas freuen würde?
In diesem Fall empfehle ich, diese potenziellen Erben einfach mal darauf anzusprechen, ob es Erinnerungsstücke in deinem Hausstand gibt, die sie gerne aufheben würden (oder es schade fänden, wenn diese entsorgt würden).
Unter Berücksichtigung dieser Antworten kannst du dann deinen "Letzten Willen" aufschreiben, ihn ggf. sogar mehrfach kopieren und vorab an die Begünstigten schicken. Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass dies (in dieser Form) keine rechtlich bindende Anweisung ist, an die sich die Erben zu halten haben.
Zu guter Letzt sollte man nicht vergessen, dass die eigene Wohnung irgendwann geräumt werden muss - und das ist immer ein ziemlicher Aufwand (auch wenn nicht so viel da rumsteht). Also ist ein kleines "Dankeschön-Abschiedsgeschenk" für Leute, die sich dieser Arbeit annehmen, nicht falsch.
Sofern jedoch größere Geldbeträge, Kunstgegenstände, vielleicht ein PKW oder ein Schrebergarten zu vererben sind, ist ein richtiges Testament sinnvoll. Und sollten gar Immobilien, Fondanteile oder Aktien zu vererben sein, dann ist ein beim Anwalt verfasstes und beim Nachlassgericht hinterlegtes Testament quasi Pflicht, wenn man keine zerstrittenen Erben hinterlassen möchte und verhindern will, dass der Nachlass in den dann folgenden Erbstreitigkeiten verpulvert wird.
Veröffentlicht von: @bepe0905alte Olympia-Schreibmaschine
Hm...kann doch nicht mit Interesse dienen! 😕
(Dachte nur so an Füller und Bleistifte... 😎. Dummerweise gerade die Dinge, die keinen Platz wegnehmen und man deswegen auch nicht loswerden muss..🤠)
Veröffentlicht von: @schreiberinwer sagt denn das ich so lange warte und nicht jetzt schon einiges klären möchte?
das ist eine vernünftige Einstellung!
Es ist schön, wenn man etwas zu vererben hat - aber problematisch, wenn man in erster Linie ungelöste Probleme vererbt, um die sich dann die Hinterlassenen kümmern müssen.
Wenn man die Möglichkeit hat, etwas bereits "mit warmen Händen" zu vererben, dann sollte man es tun.
Nicht nur, weil man Klarheit schafft, sondern auch, weil es oft sogar steuerlich vorteilhaft sein kann.
Danke fürs Eröffnen des Themas.
Ich frage mich manchmal, warum überhaupt noch Dinge produziert werden, wenn es so immens viel gutes Gebrauchtes gibt. Mir fällt es manchmal schwer, überhaupt noch etwas neu zu kaufen, weil bestimmt noch jemand im Umfeld Geschirr, Elektrogeräte, Möbel... übrig hat. Meistens frage ich länger rum, ehe ich etwas kaufe. Es ist eben immer das Ding mit der Mode. Vieles ist gut, aber nicht mehr zeitgemäß für Jüngere. Und die Jüngeren wissen auch schon nicht mehr wohin mit ihren vielen Sachen. Ich versuche auch Sozialkaufhaus, Diakonie-Möbelbox,... Fällt es dir denn (relativ) leicht, dich von deinen Dingen zu trennen?
leider tu ich mich schwer mich von Dingen zu trennen.
da hast du Recht - es gibt so viel gutes gebraucht. Kaufe auch nicht alles neu...
Was würde dir denn das Trennen von Dingen erleichtern?
Der Gedanke, nichts mitnehmen zu können, ist schonmal hilfreich. In einem Pflegeheim hat man mitunter nur 1 kl. Schrank für die Kleidung und ein Nachttisch-Kästchen, 1 Wand für Bilder (wenn man das Zimmer teilt). Das ist schon sehr wenig. Aber gibt es noch andere Gedanken, die das Loslassen leichter machen?
Man könnte die Dinge fürs spätere Erinnern fotografieren - hat dann aber noch mehr Fotos...
Oder man könnte vorm Aussortieren/Wegwerfen Gott nochmal danken für die Dinge...
Noch eine Idee?
Gute Frage...
das mit dem Zimmer teilen wollen die ja mehr und mehr abschaffen...
Vielleicht sollte ich mir mal ein Zimmer vorher ansehen.
Ja, ich kann das nur empfehlen, z.B. zu einem Tag der offenen Tür.
Ich frage mich manchmal, warum überhaupt noch Dinge produziert werden,
Das frage ich mich auch immer wieder. Gerade bei dekoartikeln, Geschirr... Vielfach bräuchte man nur umverteilen. Eigentlich müsste da mal ein Umdenken erfolgen, denn wie soll das in Zukunft werden?
lg Tatokala
@tatokala Zumal eben viele Dinge gar nicht hierzulande produziert werden.
Grad bei den angesprochenen Dekoartikeln kommt doch vieles aus 'Billiglohnländern', wo man vermutlich nicht viel von Bürgergeld gehört hat.
@chai Dekoartikel ist ja eher so ein Frauen Ding. Da weckt die Werbung bei mir keinen Bedarf. Die Bilder an meiner Wand hängen so seit über 20 Jahren. Ich hänge keine Deko an die Fenster. Künstlicher Reif am Fenster ist auch unnötig. Im Büro hat die Kollegin vorher gefragt. Dann war irgendwann klar. Mir ist es egal, wenn sie meint was dranhängen zu müssen, kann sie das tun. Mir reicht schon so Dekoartikel im Treppenhaus. Da kann man keine Fenster mehr aufmachen, ohne was wegzustellen. Da hatte eine eben ein Haus und viel Zeug. Dem Hausfrieden zu liebe sage ich da nichts.
@tatokala das mag in sozialistischen Ländern so sein, Werbung ist ja auch eine Bedarfsweckung.
Wenn ich nicht weiß, dass es Fernseher gibt auf denen ich youtube und anderes streamen kann, dann habe ich gar keinen Bedarf an einem Smart TV. Viele Senioren brauchen das nicht, bei anderen wurde der Bedarf geweckt.
@jigal Mir gehts hier aber nicht darum feststellen, wie Kapitalismus funktioniert. Das weiß man.
Mir geht es darum, auf die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit hinzuweisen. So schwer zu verstehen?
@tatokala Ja Nachhaltigkeit gibt es weniger.
Wobei ich die heutige wenige Nachhaltigkeit schon frech finde, wenn mir letzte Woche der Verkäufer sagte es wäre normal wenn ein Fernseher heute nach 3 bis 5 Jahren kaputt sei.
das haben aber andere auch festgestellt, wie oft sie Fernseher austauschen müssen.
Welche anderen? Und was hatten die für Geräte. Ich warte jetzt länger als die 3 bis 5 Jahre, dass das blöde Teil endlich kaputt geht. 😭
Wir reden hier auch nicht von Röhrenfernsehern
Davon gehe ich aus. Es gibt aber auch bei den aktuellen Geräten unterschiedliche Technologien, die unterschiedlich lange Lebensdauer haben.
Ich bezog mich eher auf die Preisklassen der Geräte. Aussagen, wie die des Verkäufers halte ich für reine Schutzbehauptungen, damit sie sich nicht mit verärgerten Kunden rumschlagen müssen, wennd die Geräte frühzeitig aufgeben.
@derelch 😀
Falls es um Platz für 'nen Neuen geht, böte sich noch die Kleinanzeigen-Ecke bei Ebay an, dem Impuls, beim Kaputtgehen nachzuhelfen zu widerstehen...
Falls es um Platz für 'nen Neuen geht, böte sich noch die Kleinanzeigen-Ecke bei Ebay an, dem Impuls, beim Kaputtgehen nachzuhelfen zu widerstehen
Der Aufwand bei Privatverkäufen steht der Nutzen in keiner Relation zum Ertrag. Wenn ich für 20 Euro 10 Emails schreiben muss und 3 Stunden Aufwand habe, mache ich lieber was anderes.
Brauchst du irgendwas? Ich habs sicher und wills schon lange verkaufen. 😆
Der Aufwand bei Privatverkäufen steht der Nutzen in keiner Relation zum Ertrag. Wenn ich für 20 Euro 10 Emails schreiben muss und 3 Stunden Aufwand habe, mache ich lieber was anderes.
Das ist zwar sachlich richtig, aber trotzdem nutze ich gern Ebay oder Facebook, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind und Aufwand und Ertrag zumindest auf den ersten Blick in keinem vernünftigen Verhältnis stehen.
Denn wenn irgendjemand die Sachen gebrauchen kann und sich über ein günstiges Angebot freut, dann hat der Aufwand auch seinen Sinn und es ist allemal besser, als die Mülldeponie zu füllen. Außerdem lernt man dadurch von Zeit zu Zeit interessante und nette Leute kennen.
@derelch Ich warte seit langem darauf, daß die Energiesparlampe in meiner Nachttischlampe endlich kaputt geht. Mit schätzungsweise zehn bis fünfzehn Jahren müsste sie kurz davor sein. 🤣
Eigentlich.
Ich warte seit langem darauf, daß die Energiesparlampe in meiner Nachttischlampe endlich kaputt geht. Mit schätzungsweise zehn bis fünfzehn Jahren müsste sie kurz davor sein.
Dieses Teufelszeug hab ich tatsächlich auch in funktionierendem Zustand entsorgt. 😎
Dinge werden produziert, damit Leute Arbeit haben und dafür bezahlt werden. Es können ja nicht alle von Bürgergeld leben.
Ich nehme an, dass du den Spruch kennst:
Von dem Geld, das wir nicht haben kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen,
um Leuten zu imponieren*), die wir nicht leiden können.
alternativ auch:
*) gefallen, beeindrucken, ärgern,
@bepe0905 Ein gewisser Prozentsatz meint mit Dingen andere beeindrucken zu können, das sind dann auch mal Leute die das Geld dazu nicht haben.
Das gibt es hier seltener. Wir sind hier an der Grenze zu Württemberg.
Die Mode am Daimler die Bezeichnung weg zu lassen, dafür auch noch zu zahlen, hat sicher schwäbische Wurzeln. Der Nachbar kann ruhig denken ich habe einen 200er und ich freue mich still am 260er.
viele "benutzen" schon gar nicht mehr so viel Deko etc. um nicht so viel sauber machen zu müssen...
weniger ist mehr.
möchte auch langsam reduzieren aus Platz gründen...und wer weiß - wenn man in ein Seniorenheim oder so ziehen muss, da kann man sowieso nicht alles mitnehmen...
Veröffentlicht von: @schreiberinmöchte auch langsam reduzieren aus Platz gründen...und wer weiß - wenn man in ein Seniorenheim oder so ziehen muss, da kann man sowieso nicht alles mitnehmen...
Ein guter Gedanke. Ich entdecke das bei meinen älteren Freundinnen und auch bei meinen Eltern, es gibt irgendwann einen Zeitpunkt, der nicht definiert ist, bei dem alle anfangen, Zeug auszusortieren ... aus ganz verschiedenen Gründen. Einer ist - wie du ja auch an dir feststellst -, um nicht so viel zu haben, weil in einem wie-auch-immer-gearteten Heim nicht so viel Platz ist.
Mein eigener Gedanke ist: wenn ich mal sterbe, kann ich das eh nicht mitnehmen. 😉 Ich bin auch grad auf nem Minimalismusweg unterwegs ... nur das Notwendigste. Beispiel: Ich muss kein 12-Mann-Geschirr-Service haben, wenn ich nie mehr als 2-3 Leute zu Besuch habe. Ich brauch keine 12 Stühle, wenn ... ich brauch auch keine 12-20 Plastikdosen zum was-aufheben, wenn das so gut wie nie vorkommt. Dann kann ich auch Porzellanschüsseln nehmen oder mal ein gesäubertes Einmachglas.
Meine Eltern haben viel Gedöns und mich graut davor, wenn mein Bruder und ich das auflösen müssen. Gedöns - weil das von uns keiner haben will. Aber ich kenne die Geschichten dahinter (Erinnerungen), was es für mich nicht einfacher macht, gerade auch, weil ich ja die Hälfte meines Lebens damit aufgewachsen bin. Aber sie haben schon einiges aussortiert ...
Ein bisschen Deko ist ja nicht schlimm, ganze Schränke voll ist schon schlimmer. 😀 😉 Aber was ist schon Deko? Sind Bilder an der Wand zur Erinnerung auch Deko? Für den einen vielleicht, für den anderen wieder nicht. Sind Kerzenständer eigentlich Deko? 😉 *scherzt*
Haste schon mal in Heimen geschaut, wie viel du zur Verfügung hättest? Wenn nicht, mach das mal.
ja, von diesen Minimalismusweg habe ich auch schon öfters gehört...
meine eine Freundin versucht das auch schon länger zu praktizieren.
Habe selber mal in einer Senioreneinrichtung gearbeitet - in einem Einzelzimmer ist das wohl nicht viel was man mitbringen kann je nachdem...müsste mich hier mal umschauen
Verstehe. Ja, also nur das Nötigste. Jeden Tag kannst du über die Dinge, die du unmittelbar in der Hand hältst, nachdenken, ob du genau das unbedingt brauchst. <-- ist ein Anfang
Haste schon mal in Heimen geschaut, wie viel du zur Verfügung hättest? Wenn nicht, mach das mal.
Apropos "Heime": viele Alten- und Pflegeheime freuen sich über Blumenvasen (aller Art und Größe).
Denn wenn Besucher kommen bringen sie oft Blumen mit - und dann beginnt im Altenheim die verzweifelte Suche nach einer Vase.
Also, wer entrümpeln will: fragt mal im nächsten Pflegeheim nach...
@neubaugoere
Ja, echt! Bei meiner Mutter, meiner Schwiegermutter, meinem Schwager und den Schwiegereltern meiner Tochter erlebten wir, dass die Heime dankbar waren für Blumenvasen (aller Größen).
Das erstaunt mich wie es mich überrascht. 😉
Ich dachte immer, wenn die Leute in die Heime ziehen, nehmen die eben Vasen mit ... Wie gesagt, Danke für den Tipp, ich frag da mal nach. 🙂
"Die Müllkippen von heute sind die Rohstoffquellen von morgen." (Zitat eines Lehrers im letzten Jahrhundert)
Ich wünschte auch, dass beide Seiten - Hersteller und Konsumenten - gemeinsam ihren Teil zum Umdenken beitragen. Ansätze sind definitiv da. Vermutlich rechnet es sich (noch) nicht zw. fehlt das gemeinsame Ziel dabei.
Was das Aussortieren beim Nachlass betrifft, könnte ein Minimal-Ziel sein, die alten Dinge der passenden Rohstoff-Verwertung (Wertstoffhof) zuzuführen. So schade und so schmerzlich das auch ist.
Veröffentlicht von: @seltenhierWas das Aussortieren beim Nachlass betrifft, könnte ein Minimal-Ziel sein, die alten Dinge der passenden Rohstoff-Verwertung (Wertstoffhof) zuzuführen. So schade und so schmerzlich das auch ist.
Wobei das ja erst akut wird, wenn die Dinge entsorgt werden.
Solange jemand (in diesem Fall die schreiberin) noch in seinen Sachen wohnt und diese nutzt, ist das ja noch kein Thema.
Ich denke, das Minimal-Ziel kann bereits fürs Reduzieren gelten. Sie schreibt ja, dass sie reduzieren will. Kommt natürlich auf die Menge an.