Rassismus im Karneval?
Was haltet ihr davon?
Wer an Karneval als Geisha, Indianer oder Scheich geht, spielt mit Stereotypen. Aber ist das schon rassistisch? Die Plakatkampagne „Ich bin kein Kostüm“ will Diskriminierung bekämpfen, schadet aber dem Anliegen. .... Zu sehen ist Unsägliches. Menschen, die sich verkleiden – als Indianer, Geisha oder Schlimmeres
Karneval ist rassistisch und diskriminierend. Christen machen dabei nicht mit. Epheser 4,9; 5,4 ; 1. Petrus 4,3-5 u.a.
Und sexistisch. 2. Petrus 2,14.
Traurig, das unsere Kinder schon in der Kita verpimpert werden. Der größte Kinderkarnevalunzucht am Niederrhein jährlich in Duisburg-Hamborn. Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht.
Veröffentlicht von: @uri-kulmKinderkarnevalunzucht
Kannst Du den Begriff mal erläutern?
Bei aller Kritik am Karnevalstreiben, aber was Kinderfasching oder -karneval mit Unzucht zu tun hat mußt Du mir mal erklären.
Veröffentlicht von: @uri-kulmTraurig, das unsere Kinder schon in der Kita verpimpert werden
Kinder verkleiden sich nun mal gern.
Und b.t.w.: nicht jeder Erwachsene gibt sich im Karneval die Kante und/oder springt mit irgendwem in die Kiste.
Veröffentlicht von: @uri-kulmKarneval ist rassistisch und diskriminierend. Christen machen dabei nicht mit.
Karneval ist auch kein christliches Fest. Auch kein katholisches Fest, wie einige meinen. Eine christliche Bedeutung fängt erst mit Aschermittwoch an und die anschließende Fastenzeit. In Ostwestfalen waren früher die katholischen Kirchen zu Karneval ganztägig geöffnet. Dort haben die prüden Katholiken, für die sündigen Rheinländer gebetet. Was du mit den Bibelstellen sagen willst, kann ich nicht nachvollziehen. Es wird zu Karneval ja kein Götze verehrt. Die aufgezeigten, Beispiele, wie Fressen und Saufen, waren und sind teils heute noch als Todsünden im Handel. Doch ich denke, solche Festlegungen, waren nicht der Sinn des Inhalts.
Ich selbst kann mit Karneval nicht viel anfangen. Außer, dass ich Rosenmontag ein paar Berliner esse, gibt, es nichts besonderes. Mit Kindern bin ich zum Rosenmontagszug in Dortmund gegangen. Ich denke allerdings, dass ich da nichts schlimmes gemacht habe. 😊
Veröffentlicht von: @orangsayaWer an Karneval als Geisha, Indianer oder Scheich geht, spielt mit Stereotypen. Aber ist das schon rassistisch?
Es kommt darauf an, wie diese Stereotypen bewertet werden.
Wer im Karneval mit vermeintlich jüdischen Stereotypen spielt, muß sich Kritik gefallen lassen, denn diese stehen in Deutschland in aller Regel in antisemitischer Tradition.
Wer sich im Karneval dagegen als Indianer verkleidet, will damit vermutlich keine negative Aussage über Indianer treffen, sondern bewegt sich mehr oder weniger im Umkreis von Karl May. In Amerika könnte die Bewertung eines solchen Kostüms aber ganz anders aussehen.
Veröffentlicht von: @mrorleanderWer im Karneval mit vermeintlich jüdischen Stereotypen spielt, muß sich Kritik gefallen lassen,
Das erleben grad die Veranstalter des Umzuges im belgischen Aalst.
Da intervenierte jetzt wohl sogar die UNESCO
Veröffentlicht von: @scyllaDas erleben grad die Veranstalter des Umzuges im belgischen Aalst.
Na ja, die anfängliche Meldung in den deutschen Medien, dass die Gruppe sich mit Baseballschläger bewaffnet hatten und diese im Wagen versteckt waren, habe ich in den belgischen Medien nicht gefunden. Die Stadt Aalst wehrt sich mittlerweile gegen die Vorwürfe, sie seinen antisemitisch. Ebenso die die Gruppe Vismooil‘n weist die Vorwürfe des Antisemitismus zurück. Die Köpfe mit der dicken Nase, ist darauf zurückzuführen, dass diese Köpfe vor Jahren schon mal verwendet wurden. Der belgische Politiker, sieht die Köpfe zwar nicht unkritisch, aber erkennt darin keinen Antisemitismus. Bevor Freilich in Belgien Politiker wurde, war der Chefredakteur der "Joods Actueel". Freilich hat freilich Recht, wenn er sagt, dass diese Darstellung mit dem Geld. Beleidigend und verletzen war. Das sehe ich auch so.
Bei der Diskussion in Deutschland, darf man nicht übersehen, dass Belgien ein anderes Bewusstsein und ein anderes Selbstverständnis hat. Belgien versteht sich durch die Besetzung selbst, als Opfer des Nationalsozialismus und kann sich an den Antisemitismus, den es während der Besatzung in Belgien auch gab nicht erinnern. Die Belgier waren damals auch eher Antibolschewisten als Antisemiten. In katholischen Familien teils durch katholische Instituten organisiert, wurden jüdische Kinder versteckt und vor der Vernichtung bewahrt. Nicht nur belgische Kinder, mit denen ist wegen der flämischen Muttersprache unauffällig war. Auch deutsche Kinder wurden so gerettet. Paul Spiegel gehört wohl zu den bekanntesten Personen, die so geschützt wurden, in Deutschland. Es ist nachvollziehbar, dass in Belgien, anders als in Deutschland, wo das größte Verbrechen beschlossen und geplant wurde, eine andere Aufarbeitung hat.
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass Problem sind nicht die Köpfe und ihre Darstellung, sondern der Inhalt indem Juden etwas vorgeworfen wird, was so nicht wahr ist. Ob Judsüß, die Protokolle der zionistischen Weisen. das sind alles Hetznachrichten die zu Gewalt gegen Juden führten und dies auch zum Ziel hatte. Hier könnte man mit weiten Beispielen ein paar hundert Jahre zurückgehen.
Veröffentlicht von: @scyllaDa intervenierte jetzt wohl sogar die UNESCO
Ich glaube, dass die Belgier aus einer inneren Selbstverständlichkeit das Problem ganz von einleine lösen können. Was vielleicht sinnvoll wäre, wenn die Vereine einen Kodex erarbeiten würden, was geht und was nicht.
Veröffentlicht von: @mrorleanderEs kommt darauf an, wie diese Stereotypen bewertet werden.
Wer im Karneval mit vermeintlich jüdischen Stereotypen spielt, muß sich Kritik gefallen lassen, denn diese stehen in Deutschland in aller Regel in antisemitischer Tradition.
Ich denke, wenn jemand sich unbedarft als Jude verkleiden würde und zur Erkennung der Figur bekannt Klischees benutzt und dies vom feierten Umfeld nur als Gaudi ansehen würde, dann wäre eine Menge Antisemitismus überwunden. Doch es ist leider nicht so und nicht nur beim Karneval. Beim Fußball konnte man es jüngst sehen. Ein israelischer Spieler vom FC Ingolstadt, bekam eine rote Karte und schon wurde jemand auffällig und lief brüllend mit dreckigen Parolen durch die Stadt. Es wurde, wenn man es milde beurteilen will, sich einer Geschmacklosigkeit bedient, um Cohen eins reinzuwürgen.
Veröffentlicht von: @mrorleanderWer sich im Karneval dagegen als Indianer verkleidet, will damit vermutlich keine negative Aussage über Indianer treffen, sondern bewegt sich mehr oder weniger im Umkreis von Karl May. In Amerika könnte die Bewertung eines solchen Kostüms aber ganz anders aussehen.
Bei Karl May, der ein Klassiker ist, geht es auch nicht um die "primitiven Indianer, sondern um eine Freundschaft, zwischen einem Weißen und einem Indianer, die so dick wie Blut ist. Ja und um eine Liebesgeschichte zwischen Old Shatterhand und Nscho-tschi die eigentlich heiraten wollten. Durch ihren Tod wurde das Vorhaben beendet. Mag sein, dass dies Leitbilder die wir durch diese fiktive Geschichte haben und diese realitätsfern sind, aber sie sind weder abwerten noch rassistisch, denn man konnte ja bei der Romanze zwischen Shatterhand und Nscho-tschi emotional mitgehen. Meine Frau hat mir gesagt, als Nscho-tschi im Film erschossen wurde, hat sie als Kind einige Tage noch geweint. Es tat ihr so leid, dass die Beziehung zerstört wurde. Nein, ich kann so einen Vorwurf nicht nachvollziehen.
Wie die Amerikaner damit umgehen kann ich nicht sagen, aber unsere Haltung zu den Amerikanern, ist nicht nur in den Fragen der Indianer mit Stereotypen behaftet. Es ist nicht lange her, da hatte irgendjemand gesagt, Trump will uns behandelt, wie die Amerikaner die Indianer. Ohne Zweifel, es gab Ereignisse, die zu verurteilen waren. Es fing ja im Unabhängigkeitskrieg an. Mitten in diesem Krieg, entstand noch eine Art Bürgerkrieg mit den Indianern und hatte seine weitere Entwicklung. Doch, wenn man genau hinschaut, waren die Reservate eine Friedenslösung, die für die damalige Zeit fortschrittlich war. Die Indianer in ihren Reservaten haben bis heute Autonomierechte. Das betrifft die Steuern, Kriminalität mit eigenen Urteilen zu bekämpfen usw. Ein Indianer ist auch nicht dazu verdonnert, in Reservaten zu leben, er kann dort nur gesonderte Rechte wahrnehmen. Er kann auch wo er will, als ganz normaler US-Bürger leben. Deswegen ist ein anderer Teil der Indianer im amerikanischen Volk aufgegangen. Cameron Diaz, Marlon Brando , Tommy Lee Jones, Johnny Depp, Tori Amos, Cher, Kevin Costner, usw. haben in ihrer Liste der Vorfahren auch Indianer. Bei Chuck Norris ist es wohl am bekanntesten. Er ist Texaner, amerikanischer Patriot, war politisch für die Republikaner aktiv usw. Wie die Amerikaner damit umgehen, weiß ich nicht. In Dortmund haben in den Achtzigern US-Indianer, in der Fußgängerzone Musik gemacht und von der Verkleidung her, bedienten sie sich dem, was wir meinen als Stereotypen auszumachen. Vielleicht ist unser Bild zu stark von den klassischen Western geprägt und trifft nicht die Wirklichkeit. Ich kannte auch einen Juden, dessen Vater Indianer war. Das würde als Beispiel auch passen, wenn er nicht Kolumbianer wäre-.. 😉
Veröffentlicht von: @orangsayaIch denke, wenn jemand sich unbedarft als Jude verkleiden würde und zur Erkennung der Figur bekannt Klischees benutzt
In Aalst war da nichts unbedarft. Es wurd ganz bewusst mit dem Klischee des raffgierigen, hakennasigen Klischeejuden, der Schuld ist an den preissteigerungen, gespielt.
https://brf.be/national/1259738/
Die UNESCO ist wohl deshalb mit im Boot, weil der Zug imaterielles UNESCO Weltkulturerbe ist
Veröffentlicht von: @orangsaya"primitiven Indianer, sondern um eine Freundschaft, zwischen einem Weißen und einem Indianer, die so dick wie Blut ist. Ja und um eine Liebesgeschichte zwischen Old Shatterhand und Nscho-tschi die eigentlich heiraten wollten.
Die Popularität der Indianerkultur hier in deutschen Landen war/ist glaub ich kein Zufall.
Romantisierte Naturverbundenheit, die Zergliederung in Stämme. Ich glaub da gab´s viel emotionale Nähe bei Deutschen zu den amerikansichen Urweinwohnern.
Das Bild der Indianer vom "edlen Wilden" wurde ja schon viel Früher vor May, zB durch Johann Gottfried Seume (in Deutschland) populär.
Veröffentlicht von: @orangsayaIn Dortmund haben in den Achtzigern US-Indianer, in der Fußgängerzone Musik gemacht
Seit längerem tingeln Inka oder Maya durch die Citys.
Veröffentlicht von: @orangsayaIch denke, wenn jemand sich unbedarft als Jude verkleiden würde und zur Erkennung der Figur bekannt Klischees benutzt und dies vom feierten Umfeld nur als Gaudi ansehen würde, dann wäre eine Menge Antisemitismus überwunden.
Welche bekannten Klischees wären das denn, um einen Juden darzustellen?
Veröffentlicht von: @lavoisineWelche bekannten Klischees wären das denn, um einen Juden darzustellen?
Ein "hebräsicher Hirte" Kostüm im "Life of Brian" Stil. Vieleicht noch mit einer Steinschleuder ergänzt.
https://www.misterkostum.com/hebraeischer-hirte-kostum-fur-herren.html
Aber wer sich aufregen und "kuturelle Aneignung" rufen will, wird sicher auch hier etwas finden
Das ist ein bekanntes Klischee eines Juden?
Der Film "Life of Brian" ist recht bekann... soll sogar "Kultstatus" haben
"Ist hier Weibsvolk zugegen"
"J*h*v*" "J*h*v*"
"Volksfront von Judaea vs Judaeische Volksfront"
Sind, soweit ich weiss, selbst heute noch "running Gags"
und selbst einen Louis de Funes Rabbi Jacob
gibt es als Kostüm bei amazon.
Amazon hat sogar einiges an Kostümen zu bieten und keines transportiert das Zerrbild des "hakenasigen, raffgiereigen "Geld" Juden " wie in Belgien neulich
https://www.amazon.de/Rabbi-Kost%C3%BCm/s?k=Rabbi+Kost%C3%BCm
Nachtrag vom 13.03.2019 0802
https://www.amazon.de/Sancto-Widmann-s-r-l-Mask-Rabbi/dp/B0099PR8L6/ref=sr_1_27?keywords=Rabbi+Kost%C3%BCm&qid=1552463453&s=gateway&sr=8-27
Das wäre imo dann doch ein grenzüberschreitendes
Ok, also Rabbi oder hebräischer Hirte ist dann Jude. Mit dem Priester/Pastor oder Jesus Kostüm verkleidet man sich dann als Christ, glaube ich. Oder eben die Sexy Nonne?
Das waren zwar jetzt
viele Worte aneinandergereiht. Aber was hast Du gesagt?
Ich frage mich gerade, wie die bekannten Klischees über Christen aussehen. Priester, Pastor, Nonne Kostüm?
Veröffentlicht von: @lavoisineIch frage mich gerade, wie die bekannten Klischees über Christen aussehen. Priester, Pastor, Nonne Kostüm?
Was wären denn deine Klisches als Nichtchristin über Christen?
In welche Verkleidung würdest Du sie denn packen? Zb. auf einer Purim Party nächsten Mittwoch/Donnerstag?
Veröffentlicht von: @scyllaWas wären denn deine Klisches als Nichtchristin über Christen? In welche Verkleidung würdest Du sie denn packen? Zb. auf einer Purim Party nächsten Mittwoch/Donnerstag?
Ich hätte die Frage gerne von jemandem beantwortet bekommen, der bekannte Klischees über Juden benennen kann.
Ich kann keine bekannten Klischees über Christen benennen. Da ist ja alles drin von Jesus Kostüm, über die verschiedenen Geistlichen oder Kreuzritter und den KKK mit dessen Kreuzen.
Aber würde ich damit eine "Christin" abbilden? Ich denke nicht.
Man geht also nicht als "Jude", sondern als Rabbiner oder hebräischer Hirte aus einem Monty Pyton Film.
Ganz abgesehen davon, dass es auch säkulare Juden gibt.
Mich würde noch interessieren, wie Du als Christ bekannte Klischees über Christen benennen würdest. Bei Juden konntest Du es ja.
Veröffentlicht von: @lavoisineDa ist ja alles drin von Jesus Kostüm, über die verschiedenen Geistlichen oder Kreuzritter und den KKK mit dessen Kreuzen.
Dafür das Du keine benennen kannst, kennst du ja doch ne Menge.
Veröffentlicht von: @lavoisineGanz abgesehen davon, dass es auch säkulare Juden gibt.
Es gibt auch Menschen, die nominell Mitglied in einer christlichen Kirche sind ohne an die konkreten Inhalte christlichen Glaubens zu glauben.
Veröffentlicht von: @lavoisineMan geht also nicht als "Jude", sondern als Rabbiner
Eine Person die sich als Rabbi verkleidet stellt eine jüdische Person da. Ausser es gibt,das wäre mir unbekannt, auch nichtjüdische Rabbiner.
Ein hebräischer Hirte im Stil von LoB ist, im historischen Kontext betrachtet, ein Jude.
Aber letzendlich geht es darum garnicht
Wer sich verkleidet möchte aus der Haut, in der er Alltags steckt raus. Jemand, etwas anderes sein. Das ist legal und legitim.
Da gibt es ja nicht nur Karneval, sondern ähnliche Feste pflegen auch andere Kulturen.
Ob diese Verkleidung nun einem Klischeebild oder Phantasie entspringt ist egal.
Es ist dann ( für mich ) immer noch ein (der wichtigste) Unterschied, ob ich ein rassistisches Zerrbild einer totalitären Ideologie nutze, wie in Belgien oder ob ich mich von einem populären, harmlosen Film inspirieren lasse.
Veröffentlicht von: @lavoisinewie Du als Christ bekannte Klischees über Christen benennen würdest.
Du hast doch einige (klassische) genannt.
Veröffentlicht von: @scyllaoder ob ich mich von einem populären, harmlosen Film inspirieren lasse.
LoB ist nach Meinung vieler Christen ganz schlimme Blasphemie und damit nicht harmlos *mahnenden Finger heb*
Veröffentlicht von: @alescha*mahnenden Finger heb*
Weibsvolk sollte in diesem Zusammenhang keine mahnenden Finger heben. 😉
Kann es sein daß Weibsvolk anwesend ist? - Nein.... nein.... *Stimme tieferleg*
😀
Veröffentlicht von: @aleschaLoB ist nach Meinung vieler Christen ganz schlimme Blasphemie und damit nicht harmlos *mahnenden Finger heb*
Die würden dann aber auch nicht als hebräischer Hirte auf eine Karnevals Party gehen. Die würde auf so was garnicht gehen.
Du weisst doch :" Das Bein das sich zum Tanz bewegt .. usw " 😉
Mir fällt jetzt noch ein Protestantenwitz aus dem Film Rob Roy ein, aber der ist nicht ganz jugendfrei....
Veröffentlicht von: @aleschaMir fällt jetzt noch ein Protestantenwitz aus dem Film Rob Roy ein, aber der ist nicht ganz jugendfrei....
Da ich ihn auf die Schnelle nicht gefunden hab, gerne als PN 😀
Moin.
Veröffentlicht von: @scyllaVeröffentlicht von: @scyllaMir fällt jetzt noch ein Protestantenwitz aus dem Film Rob Roy ein, aber der ist nicht ganz jugendfrei....
Da ich ihn auf die Schnelle nicht gefunden hab, gerne als PN 😀
An mich bitte auch, danke. 😉
Veröffentlicht von: @scyllaDafür das Du keine benennen kannst, kennst du ja doch ne Menge.
Was ich genannt habe, waren keine Klischees über Christen.
Veröffentlicht von: @scyllaEs gibt auch Menschen, die nominell Mitglied in einer christlichen Kirche sind ohne an die konkreten Inhalte christlichen Glaubens zu glauben.
Das ist im Judentum etwas anderes.
Veröffentlicht von: @scyllaEin hebräischer Hirte im Stil von LoB ist, im historischen Kontext betrachtet, ein Jude.
Das ist einfach ein hebräischer Hirte und kein bekanntes Klischee über Juden.
Nachtrag vom 13.03.2019 1459
Das bedeutet: Wenn ich als Nonne gehe, gehe ich als Nonne und nenne die Verkleidung nicht "Ich bin eine Christin". Es gibt schließlich genug Christen, die mit Nonnen nichts zu tun haben.
Veröffentlicht von: @lavoisineIch frage mich gerade, wie die bekannten Klischees über Christen aussehen. Priester, Pastor, Nonne Kostüm?
Eine damalige Schulkameradin von mir ging mal mit ihrer besten Freundin in echter Nonnentracht (ausrangierte Exemplare aus einem Kloster), allerdings hatten sie die Teile seitlich bis zur Hüfte hochgeschlitzt und trugen dazu Netzstrümpfe und High Heels.
Weiß nicht, ob das zählt?
Ja, das macht eine Freundin von mir auch manchmal und sie sieht darin umwerfend aus. Eine als Nonne verkleidete Person, kleidet sich nicht in den bekannten Klischees über Christen. Sie verkleidet sich als Nonne. Wenn das Outfit sexy gestaltet ist, ist es ein Spiel mit Gegensätzen.
Ich fand "bekannte Klischees über Juden" erklärungsbedürftig. Aber der Urheber dieser Aussage sagt ja nichts mehr dazu.
Veröffentlicht von: @mrorleanderwill damit vermutlich keine negative Aussage über Indianer treffen, sondern bewegt sich mehr oder weniger im Umkreis von Karl May.
Die romantisierende Lieber von uns Deutschen begann ja schon wesentlich früher.
Da sei an Johann Gottfried Seume erinnert und seine Reiseberichte als Zwangsrekrutierter Soldat in Amerika
Im Kern, mal von Winnetou als Pueblo Mescalero abgesehn, orientiert sich ja unser indianerbild
(stolze Krieger und Jäger zu Pferd, ziehn mit ihrem Stamm durch die Weite der Prärie und leben in Tipi Dörfern die heute hier und morgen dort stehen)
an die plains bzw Prärie Indianern
Kiowa, Comanchen, teilweise Apachen, Blackfoot Indianer usw.
Diese Nomadenkultur ist aber erst entstanden nachdem die Europäer sich in Amerika niedergelassen haben. Bzw. wurde durch deren Niederlassung das Entstehen erst möglich.
Warum ?
Die Europäer brachten das wichtigste Transportmittel dieser Nomadenkultur ins Land. Das Perd.
Das Perd ermöglichte es ihnen, die Weiten der prärie abseits der flussläufe an denen man siedelte zu erschliessen. Vorher gabs nur Hunde als Transportmittel.
Kann man also von einer "kulturellen Aneigung" sprechen, wenn wir (bzw unsere Vorfahren) die Geburtshelfer eines Teils diese Kultur waren?
Veröffentlicht von: @scyllaKann man also von einer "kulturellen Aneigung" sprechen, wenn wir (bzw unsere Vorfahren) die Geburtshelfer eines Teils diese Kultur waren?
Vermutlich schon. Eine zufällige und absichtslose 'Geburtshilfe' wirkt als Gegenargument doch etwas schwach auf der Brust, oder?
Ich kann mit dem Begriff der kulturellen Aneignung nicht viel anfangen, kann es aber nachvollziehen, daß es eine Indianerverkleidung in den USA als taktlos bzw. geschichtsvergessen wahrgenommen werden kann.
Veröffentlicht von: @mrorleanderEine zufällige und absichtslose 'Geburtshilfe' wirkt als Gegenargument doch etwas schwach auf der Brust, oder?
Ich fand es war ein interessantes Nebendetail
Veröffentlicht von: @mrorleanderdaß es eine Indianerverkleidung in den USA als taktlos bzw. geschichtsvergessen wahrgenommen werden kann.
Da liegt die Sache imo etwas anders
Währen das deutsche Indianerbild ( Seume und May geprägt) ehr romantisierend und idealisierend positivistisch ist, ist bzw war das us-amerikanische durchweg über anderthalb Jahhunderte rassistisch geprägt.
Etwas das sich zB in Kunst, Literatur, Film bis in die 50er-60 Jahre letzten Jahrhunderts ausdrückte.
US Western der 20iger bis 50er bedienten sich durchweg einer Bildsprache (mordende Wilde, die weisse Siedler brutal abschlachteten und ihre Frauen vergewaltigen), die man durchaus in der Nähe von NS-Propagandafilmen verorten kann.
Insofern kann ich es da schon verstehen das es in den USA aufstösst, wenn da jemand auf einer Halloween Party als Kiowa Häuptling oder Pochahontas ankommt.
Veröffentlicht von: @scyllaIch fand es war ein interessantes Nebendetail
Und die deutschen Züge waren Geburtshelfer des Staates Israel.
Veröffentlicht von: @bluefalcon... heutzutage, mit dem Dieselauto nach Hamburg zu fahren um dort in einem veganen Restaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel zu bestellen...
In diesem Fall würden die Grünen sogar die Wiedereinführung der Todesstrafe in Erwägung ziehen.
😀 😀 😀
Interessanter Kommentar
Moin.
Der mdr hat einen recht kritischen Kommentar zum Thema "der alte weiße Mann" gebracht. Den Aufruf zu mehr Gelassenheit finde ich gut, und den Kritikpunkt teile ich zwar nicht völlig, finde ihn aber bedenkenswert: Die, die so reden, tun, was sie anderen vorwerfen. Sie argumentieren letztlich möglicher weise populistisch. Was denkt ihr?
Grß und Segen
lubov
P.S.: Irgendwie klappt der Direktlink nicht, ich arbeite dran und liefere, wenn möglich, nach. In der Liste das heutige Datum, 18:36 Uhr.
Er hat's nicht kapiert
Veröffentlicht von: @lubovWas denkt ihr?
Wieder einer, der es nicht kapiert hat...
Die Rede von den "alten weissen Männern" ist kein Vorwurf, es ist eine Feststellung historischer Tatsachen. Sie hat auch nichts mit "Rassismus" zu tun, sie ist vielmehr die Erklärung für den Rassismus, den wir in allen Teilen der Welt vorfinden.
Es geht auch nicht darum, die "alten weissen Männer" anzugreifen, sie zu bestrafen, zu entmachten oder sonstwas... es geht zunächst mal einfach darum, sich die Tatsache bewusst zu machen, dass diese Welt, wie wir sie heute haben, auf weisse Männer und ihre Ethnie zugeschnitten ist. Es geht darum zu verstehen, wie die Welt ist und wie sie funktioniert.
Ich persönlich glaube nicht, dass die Welt in irgendeiner Weise anders wäre, wenn eine andere ethische Gruppe ihre Chance auf vergleichbare Weise genutzt hätte.
Dann hätten eben schwarze Frauen die Industrialisiation vorangetrieben, zwei Weltkriege geführt, und weisse Männer wären weltweit gezwungen, schlechtbezahlte, primitive Arbeiten auszuführen, während schwarze Frauen die nächste Marsmission planen.
Es geht darum zu verstehen, dass Menschen generell dazu neigen, die Welt in Ethien aufzuteilen, und dazu, ihrer eigenen Ethnie dabei nach Möglichkeit einen Vorteil zu schaffen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben - und dass diese Bevorzugung der eigenen Ethnie die Welt prägt.
Und wir müssen uns fragen, ob eine derartig durch eine einzige Ethnie geprägte Welt das ist, was wir haben wollen... oder ob eine bewusst akzeptierte und geförderte Vielfalt nicht letztlich für alle Menschen vorteilhaft wäre.
Um das zu erkennen muss man aber erst einmal sehen wie die Welt jetzt ist- und warum sie so ist.
Der Kommentator hat das nicht kapiert - schade drum. Den Populisten wird's gefallen.
Genau das waren auch meine Gedanken, als ich den Kommentar eben gehört habe.
Dann muss ich ja nicht nochmal schreiben, was Du gerade formuliert hast (vor allem den letzten Satz).
Veröffentlicht von: @lucan-7Und wir müssen uns fragen, ob eine derartig durch eine einzige Ethnie geprägte Welt das ist, was wir haben wollen... oder ob eine bewusst akzeptierte und geförderte Vielfalt nicht letztlich für alle Menschen vorteilhaft wäre.
Dazu muss man eben auch andere Ethnien respektieren können. Gerade sogenannte "Linke" können das ja eher nicht. Die kommen dann mit Menschenrechten, Frauenrechten und ähnlichem und wollen der Welt ihre Weltanschauung nahebringen. Oder es sollen manche Ethnien gar zwangsmissioniert werden, koste es was es wolle...
Bemerkenswert. Nach einem 1:49 Minuten langen "interessanten Kommentar" zu einer sehr komplexen Situation, folgt nun ein 5 Zeiler darüber, was sogenannte "Linke" so wollen 😀
Eigentlich sind es eher Linke, die gerade das, was Du da sagst, nicht tun wollen. Wobei ich als Linke ja der Meinung bin, dass ich Frauen unterstütze, die keine Lust auf die Burka haben, nur weil irgendwelche Männer ihnen das vorschreiben.
Ich kann also Emanzipation unterstützen und mich gegen fortschrittsfeindliche Systeme mit gesellschaftlichen Alleingültigkeitsanspruch engagieren, ohne, dass ich anderen irgendwelche Rechte aufzwingen muss, die sie gar nicht haben wollen.
In vielen Teilen der Welt wurden einfach ganze Menschengruppen vom gesellschaftlichen Diskurs ausgeschlossen. Frauen fehlen nahezu vollständig in der europäischen Ideengeschichte und das nicht, weil sie es so wollten - falls Du jetzt wieder mit deiner Geschichte aus deinem Betrieb kommst - sondern weil sie ausgeschlossen wurden. Und auf anderen Kontinenten in anderen Kulturen ist es ähnlich.
Wer etwas Neues will, der muss zuhören, was andere zu sagen haben, um neue Denkräume zu eröffnen. Man kann natürlich zum so und so vielten Mal die ganzen alten Männer lesen und weiter im eigenen Saft der Antike und Aufklärung schmoren. Oder aber man kann weiter denken in dem man denen zuhört, die bisher ausgeschlossen wurden.
Da sind es ja eher Konservative, die das nicht wollen. Und die sind eben deswegen konservativ, weil sie es sich in ihren Privilegien gemütlich eingerichtet haben.
Befreiungstheologen nehme ich da mal heraus.
Veröffentlicht von: @lavoisineWobei ich als Linke ja der Meinung bin, dass ich Frauen unterstütze, die keine Lust auf die Burka haben, nur weil irgendwelche Männer ihnen das vorschreiben.
Offensichtlich haben eine ganze Menge Frauen Lust auf Burka und Mehrehe. Das kann also nicht so schlimm sein. Sonst wären die letzten Jahre nicht so viele ganz freiwillig in entsprechende Regionen gereist.
Veröffentlicht von: @lavoisineIch kann also Emanzipation unterstützen und mich gegen fortschrittsfeindliche Systeme mit gesellschaftlichen Alleingültigkeitsanspruch engagieren, ohne, dass ich anderen irgendwelche Rechte aufzwingen muss, die sie gar nicht haben wollen.
Ich sehe da einen Widerspruch.
Engagement von außen bewirkt außerdem genau das Gegenteil.
Veröffentlicht von: @lavoisineIn vielen Teilen der Welt wurden einfach ganze Menschengruppen vom gesellschaftlichen Diskurs ausgeschlossen. Frauen fehlen nahezu vollständig in der europäischen Ideengeschichte und das nicht, weil sie es so wollten - falls Du jetzt wieder mit deiner Geschichte aus deinem Betrieb kommst - sondern weil sie ausgeschlossen wurden. Und auf anderen Kontinenten in anderen Kulturen ist es ähnlich.
Frauen sind und waren in Europa nirgends ausgeschlossen und übten immer ihren Einfluss aus. Letztlich haben sie ja auch durch die Kindererziehung einen viel größeren Einfluss auf eine Gesellschaft als ihn Männer jemals haben könnten.
Veröffentlicht von: @lavoisineOder aber man kann weiter denken in dem man denen zuhört, die bisher ausgeschlossen wurden.
Niemand war ausgeschlossen.
Veröffentlicht von: @lavoisineBefreiungstheologen nehme ich da mal heraus.
Ach, sind die nicht priviligiert?
Veröffentlicht von: @lavoisineUnd die sind eben deswegen konservativ, weil sie es sich in ihren Privilegien gemütlich eingerichtet haben.
Bist du etwa auch konservativ? Ich gehe mal davon aus, dass du dich in deinen Privilegien ebenfalls gemütlich eingerichtet hast.
Veröffentlicht von: @qdspielerOffensichtlich haben eine ganze Menge Frauen Lust auf Burka und Mehrehe. Das kann also nicht so schlimm sein.
Vor allem die, die ausgepeitscht oder getötet werden, wenn sie diese nicht tragen.
Veröffentlicht von: @qdspielerIch sehe da einen Widerspruch.
Engagement von außen bewirkt außerdem genau das Gegenteil.
Das nennt sich Networking und Kooperation.
Veröffentlicht von: @qdspielerFrauen sind und waren in Europa nirgends ausgeschlossen und übten immer ihren Einfluss aus.
Ohje.
Veröffentlicht von: @qdspielerNiemand war ausgeschlossen.
Ernsthaft? 😀
Veröffentlicht von: @qdspielerBist du etwa auch konservativ? Ich gehe mal davon aus, dass du dich in deinen Privilegien ebenfalls gemütlich eingerichtet hast.
Nein, ich habe mich nicht gemütlich eingerichtet.
Veröffentlicht von: @lavoisineVor allem die, die ausgepeitscht oder getötet werden, wenn sie diese nicht tragen.
Wieviele sind denn das?
Veröffentlicht von: @lavoisineErnsthaft? 😀
Starke Frauen hatten in der Weltgeschichte keine Probleme ganz nach oben zu kommen. Unabhängig von irgendwelchen Gesetzen, die letztlich niemanden hindern können.
Veröffentlicht von: @lavoisineNein, ich habe mich nicht gemütlich eingerichtet.
Das denkt natürlich jeder von sich.
Veröffentlicht von: @qdspielerGerade sogenannte "Linke" können das ja eher nicht. Die kommen dann mit Menschenrechten, Frauenrechten und ähnlichem und wollen der Welt ihre Weltanschauung nahebringen.
Es gibt in diesem Sinne ebensowenig "Linke" wie "Rechte".
Unter "rechts" wird ja irgendwo alles von "gemäßigt konservativ" bis "nationalsozialistisch" betrachtet, was komplett unsinnig ist.
Und bei "links" ist es nicht anders... da ist alles von "aufgeschlossen liberal" bis hin zur Stalinistischen Diktatur vertreten.
Was dem jeweiligen Gegner natürlich den Vorteil bietet, immer dann von den Extremen auszugehen wenn es gerade keine anderen Argumente gibt.
Ich weiss also nicht, wen du mit "sogenannten Linken" meinst. Vermutlich Leute, die anders denken als du... aber geht das auch genauer? Oder sind diese Leute mit "Anders" bereits hinreichend definiert?
Schade, dass du nicht auf die Zwangsmissionierung eingegangen bist. Das hätte mich in dem Zusammenhang wirklich brennend interessiert. Insbesondere ob es dir nur drum geht gut klingende Statements unabhängig von deiner eigenen Meinung abzugeben, oder ob sich dahinter tatsächlich eine eigene Meinung verbirgt.
Veröffentlicht von: @qdspielerSchade, dass du nicht auf die Zwangsmissionierung eingegangen bist.
Wie soll ich auf etwas eingehen, wenn ich keine Ahnung habe wovon du sprichst? Wer sind diese geheimnisvollen "Linken"? Wer soll da "missioniert" werden?
Veröffentlicht von: @lucan-7Die Rede von den "alten weissen Männern" ist kein Vorwurf, es ist eine Feststellung historischer Tatsachen. Sie hat auch nichts mit "Rassismus" zu tun, sie ist vielmehr die Erklärung für den Rassismus, den wir in allen Teilen der Welt vorfinden.
Ich kenn das mit "alter weißer Mann" allerdings durchaus z. B. auch wenn es darum geht, ob Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidat überhaupt in Frage kommt oder ob es inakzeptabel sei, dass er sich als alter weißer Mann da bewirbt, weil dringend Zeit sei für Frauen und farbige Leute und er da doch gefälligst den Anstand haben solle in den Hintergrund zu treten.
Die oberflächlichste Art die ich kenne, neulinks zu sein: gucke einem einzelnen Menschen auf die Haut und in die Hose und dann entscheide aufgrund dessen, welche Jobs sich für ihn geziemen und auf welche er sich gefälligst nicht zu bewerben habe. Nicht Qualifikation, nicht Berufserfahrung, nicht Persönlichkeit, nicht Glaubwürdigkeit, und erst recht nicht das politische Programm. Okay, kann man machen - Hautfarbe, Mumu oder Pullermann, Rest ist egal und fertig ist das Urteil und das ganz offen und ausdrücklich. Dann braucht man aber nicht hergehen und im gleichen Atemzug behaupten man sei antisexistisch und antirassistisch. Weil das für jeden Dreijährigen der nicht im Wachkoma liegt, sofort erkennbar selbstwidersprüchlich ist.
Beispiel hier, in der taz (die übernehmen gern jede Schwachsinnsmode aus den USA)
http://taz.de/Kommentar-Kandidatur-Bernie-Sanders/!5572968/
Hier ein Beispiel aus den USA (Newsweek, auf Englisch):
https://www.newsweek.com/bernie-sanders-asked-whether-america-needs-another-white-man-president-1351408
Hier ein englisches Beispiel (Independent):
"Während Sanders bei vielen Demokraten beliebt bleibt, fragen sich einige in der Partei, ob deren Kandidat diesmal ein weißer Mann in den 70ern sein sollte."
("While Sanders remains popular among many Democrats, some in the party are questioning whether their champion this time around should be a septuagenarian white man.")
https://www.independent.co.ug/bernie-sanders-from-gadfly-to-serious-white-house-contender/
Also, in Deutschland sind wir noch nicht soweit, aber dieser linksrassistische Unfug schwappt aus den USA rüber und ich will nicht wissen, wieweit sich das hierzulande noch ausbreiten wird im linken Lager. Wenn es ganz schlecht läuft, dann so lange bis das linke Lager komplett hinüber ist und das wirklich keine Sau mehr wählt.
Veröffentlicht von: @ralfsimbissbudeIch kenn das mit "alter weißer Mann" allerdings durchaus z. B. auch wenn es darum geht, ob Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidat überhaupt in Frage kommt oder ob es inakzeptabel sei, dass er sich als alter weißer Mann da bewirbt, weil dringend Zeit sei für Frauen und farbige Leute und er da doch gefälligst den Anstand haben solle in den Hintergrund zu treten.
Bei Politikern wäre ich da generell vorsichtig, ob derartige Vorwürfe tatsächlich so gemeint sind... oder ob die betreffenden Leute nicht einfach die Gelegenheit nutzen, weil der Kandidat, den sie selbst bevorzugen, entweder nicht-männlich und/oder nicht-weiß ist.
Oder vielleicht mögen sie Sanders generell nicht und holen deshalb dieses Argument aus der Mottenkiste.
Denn der Vorteil dieser Argumentation ist ja, dass man sich selbst als weltoffen und gut hinstellt und Sanders selbst dabei keinerlei persönlichen Vorwürfe macht.
Ich halte eine solche Argumentation daher generell für verlogen, wenn sie gegen Einzelpersonen eingesetzt wird.
Auch ein interessanter Kommentar
"Wir alten weißen Männer haben unsere Ausbildung gemacht und unsere Laufbahn begonnen vor dreißig Jahren oder mehr, und damals war das für niemanden einfacher als für uns. Als ich Junge war, wurde mir mehr zugetraut als den Mädchen, und mehr als den, wie man damals sagte, »Ausländern« sowieso.
In der Astronomie-AG begrüßte die Lehrerin die beiden einzigen Mädchen mit den Worten, es ginge hier aber nicht um Sternzeichen, und ob sie sich verirrt hätten. Sie kamen dann auch nicht wieder. Auf der Journalistenschule sagte der Filmkritiker einer Münchner Zeitung warnend vor der Textübung, es tät’ ihm Leid, aber er hätte noch nie »ein Mädel gesehen, das eine gute Filmkritik schreiben kann«. Den Musiklehrer, der den polnischen Mitschüler »Polacke« nannte, entschuldigte der Direktor routiniert mit dessen Kriegserfahrungen. Die Beispiele sind in alle Richtungen endlos.
Nie hat damals jemand zu mir etwas Negatives gesagt oder mich schlecht behandelt, weil ich weiß und männlich war. Selbst, als ich mein Praktikum bei der taz nicht bekam, weil sie wegen der Quote nur Frauen nahmen, scherzte der Redakteur, ich könnte mich höchstens »für 20.000 Mark umoperieren« lassen, und es täte ihm leid. Ich wurde von Mann zu Mann getröstet. Das war 1988. Wer mich alt nennt, sagt, dass ich aus einer Zeit komme, in der Männer es noch leichter hatten als heute, und ich finde diesen Hinweis wichtig."
Ein typischer Zirkelschluss, mit dem sich der Schreiberling gegen jedwede Kritik im Voraus verwahrt. So macht man es sich natürlich ganz einfach...
Selbstverständlich gibt es immer wieder Diskriminierungen in verschiedene Richtungen, jeweils in Zusammenhang mit der politischen Großwetterlage. Das zeigt doch alleine schon die Kichengeschichte: Christen waren anfangs eine verfolgte Minderheit, im 4. Jahrhundert wurde das Christentum plötzlich Staatsreligion im römischen Reich und die offizielle Kirche hat selbst angefangen, Andersdenkende zu verfolgen. Später kamen konfessionelle Konflikte hinzu. In manchen Länden mussten die Untertanen mehrfach hin und her konvertieren, um keine Nachteile einzustecken. Wenn ich könnte, würde ich mich übrigens auch mal gerne mit Herrn Talleyrand über seine mehrfachen politischen Häutungen unterhalten...
Auch Rassismus ist im übrigen kein rein westliches oder weißes Phänomen. Indianer nannten unsereins "Bleichgesichter" und sogar in der Bibel lässt sich nachlesen, dass zur Zeit der Könige Saul und David die benachbarten Philister "die Unbeschnittenen" genannt wurden. Im Zweiten Weltkrieg haben neben den Deutschen auch die Japaner rassistisch motivierte Verbrechen begangen. Wenn man ganz pingelig ist könnte man sogar "the Germans" oder "les Allemands" als abwertend empfinden, da wir uns selbst ja auch weder als Germanen (das waren bestenfalls unsere Vorfahren) noch als Alemannen (das war einer von vielen Volksstämmen, die sich im heutigen Deutschland niedergelassen haben) bezeichnen. Natürlich tut man das in Deutschland nicht, weil wir im Englischen bzw. Französischen eben so heißen und wir unseren Nachbarn soweit glauben, dass sie es nicht rassistisch meinen. Ein Stück weit ist Rassismus eben das, was der mit einer Bezeichnung angesprochene empfindet - oder eben nicht.
Das Christen nicht die besseren, neuen Menschen werden, wie die Bibel sagt, sondern auch nicht besser sind als alle andere, ist schon lange klar.
Das gleiche gilt für alle anderen Menschengruppen. Ich rede hier auch nicht von Frauen oder Schwarzen als die besseren Menschen.
Allerdings manifestiert sich Rassismus nicht in der Bezeichnung "Bleichgesicht", "Schwarzer" oder "Unbeschnittene". Rassismus manifestiert sich in der Kategorisierung nach äußerlichen Merkmalen und einer Theorie über angeborene Eigenschaften und angeborene Geringwertigkeiten.
Strukturell vergleichbares gab es auch in östlichen Ländern. Aber eine Ebene, wie sie die europäischen Rassentheorien waren, wurden dort nicht erreicht. Was man dort vorfand, war Rassismus ohne Rassen, da er kulturell begründet wurde. Wenn man das mit europäischen Ideen vergleichen will, würde man beim Proto-Rassismus der Antike und christlicher Denker landen.
Aber wie schon häufig gesagt, geht es nicht darum, den alten weißen Mann anzuprangern, weil er alt und weiß und ein Mann ist, sondern es geht darum Strukturen sichtbar zu machen.
Die Unterdrückung von Frauen gab es auch auf fast allen Kontinenten. Von daher richtet sich die Kritik in erster Linie gegen patriarchialische Strukturen in denen Männer bestimmten, was für ein Verhaltensspielraum Frauen zugestanden wird.
Und auch wenn man in anderen Kulturen proto-rassistische Konzepte findet, so hat kaum etwas anderes die letzten 500 Jahre geprägt, wie die Ideen und die Taten weißer Männer. Basierend auf einer Ideengeschichte, die ebenfalls durch weiße Männer unter Ausschluss der Frauen gestaltet wurde.
Es waren nicht die Chinesen, nicht die Japaner und auch nicht die Indianer Nord- oder Südamerikas, die sämtliche Kontinente dieses Planeten überrannt und die Menschen dort massengemordet, unterdrückt und versklavt haben.
Auch das liegt nicht allein an der Hautfarbe, sondern hat viele andere Gründe, wie in etwa die Besonderheit der geographischen Lagen, Klima usw.
Und anstatt diese Strukturen jetzt immer weiter zu verfolgen und von unterdrückten Minderheiten auf unterdrückende Mehrheit zu wechseln, könnte man ja mal anfangen daraus auszubrechen in dem man neue Räume denkt.
Dazu gehört aber auch, sich der Privilegien, die man genießt, erst einmal bewusst zu werden, und auch zu verstehen, warum man sie genießt.
Dafür ist es nämlich uninteressant, ob Christen vor dem 4. Jahrhundert n.Ch. auch mal verfolgt wurden. Die Frage in einem christlichen Forum könnte auch sein, wieso hier einige Christen trotz des Doppelgebotes der Liebe und der Gleichheit aller Menschen im Leib Christi so ein Problem damit haben Minderheiten zu respektieren und lieber dumpfe Kalauer raushauen.
Veröffentlicht von: @lavoisineAllerdings manifestiert sich Rassismus nicht in der Bezeichnung "Bleichgesicht", "Schwarzer" oder "Unbeschnittene". Rassismus manifestiert sich in der Kategorisierung nach äußerlichen Merkmalen und einer Theorie über angeborene Eigenschaften und angeborene Geringwertigkeiten.
Veröffentlicht von: @lavoisineEs waren nicht die Chinesen, nicht die Japaner und auch nicht die Indianer Nord- oder Südamerikas, die sämtliche Kontinente dieses Planeten überrannt und die Menschen dort massengemordet, unterdrückt und versklavt haben.
Das ist so ein Schmarrn, Verzeihung. Die Kaukasier wurden vertrieben aus ihren angestammten Heimaten oder versklavt, wenn sie blieben. Welche Ideologie impft dir ein, dass an allem Elend der Welt der weiße Mann schuld ist?
Es gibt Bilder von blonden Eunuchen in türkischen Harems, die Großreiche der Perser, der Meder, der Ägypter, die Chinesen lagen Jahrhundert untereinander im Krieg, die Japaner gingen nicht besonders freundlich mit den Chinesen um, die Janitscharen... die Liste könnte man endlos weiterführen. Nimm doch endlich mal deine Scheuklappen ab. Das ist intellektuell so einseitig... ich hatte gehofft das gehört endlich der Vergangenheit an. Aber wir müssen noch viel tun um diese geistigen Einbahnstraßen endlich in Fahrradwege umzuwandeln.... oder so ähnlich.
Das liest sich wie ein Bento Artikel oder irgendwas aus Buzzfeed. Gruselig.
Nachtrag vom 15.03.2019 0150
https://www.youtube.com/watch?v=Di4KDehaYJw
Veröffentlicht von: @solokzidenzWelche Ideologie impft dir ein, dass an allem Elend der Welt der weiße Mann schuld ist?
Welche Ideologie lässt Dich lesen, dass ich den weißen Mann für "das Elend der Welt" verantwortlich mache.
Veröffentlicht von: @lavoisineEs waren nicht die Chinesen, nicht die Japaner und auch nicht die Indianer Nord- oder Südamerikas, die sämtliche Kontinente dieses Planeten überrannt und die Menschen dort massengemordet, unterdrückt und versklavt haben.
Die Japaner haben den europäischen Imperialismus nebst Herrenmenschenmentalität und Kolonien schon im 19. Jahrhundert für sich entdeckt. Das mündete schon im japanisch-russischen Krieg in dem die Japaner gegen eine europäische Macht gewannen.
Die Chinesen hatten in ihrer langen Geschichte auch Phasen des Imperialismus.
In Südamerika existierten auch große Reiche die sich gegenseitig erobert haben (bis die Spanier sie dann nahmen).
Der Ausgangspunkt der Europäer war halt weltweit ziemlich einmalig. Während sich Chinesen und Südamerikaner weit ausdehnen konnten und lange Phasen der Domination einer einzigen Nation vorkamen in der sie sich nicht großartig gegen Konkurrenten wehren musste, waren in Europa geographisch recht kleine Reiche permanent gegenseitig in Stellung. Das sorgte für einen Innovationsdruck bei dem niemand hinterher sein wollte. Die Dänen wollten größere Schiffe als die Friesen. Die Engländer mehr als die Spanier. Die Kanonen mussten treffsicherer werden, Schlösser und Burgen mussten besser gebaut unt repräsentativer werden (was zum Mäzenentum führte und die europäische Kultur zur Erblühung führte.)
Ach ja die gute alte anekdotische Evidenz. Was mir Jungs heutzutage berichten, also nicht vor 30 Jahren, wie sie ihre Lehrerinnen behandeln...
"Komm mal runter von deinen Privilegien..."
"Typisch Macho..."
"Nimm dir ein Beispiel an den Mädchen"
Glaubst Du tatsächlich, dass es keine Diskriminierung von Frauen gab?
Kommt drauf was du damit meinst.
Ich finde den Kommentar gut obwohl er vom MDR kommt.
Ich werde nachher vielleicht mit einer gemütlichen (!) Strickarbeit beginnen, bin aber noch unschlüssig, ob ich 2 Einzelnadeln oder eine Rundstricknadel nehmen soll. Welche fändest Du in diesem Fall sinnvoller?
