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Suizid - Philosophie

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Brunofragtjesu
Themenstarter
Beiträge : 28

Ich will es möglichst konkret machen. Es geht um die Motivlage zum Suizid: Selbstverachtung (eine Form von Herablassung auf sich, durchbleibender Stolz (isher) Anti - (gesunder)Stolz). Was bringt den gesunden Stolz zurück, den Lebensmut (ohne make belief)? Überlegung ist auch folgende: Die Geschichte des christlichen Gesetzes und der Tal Mud haben eine Bilanz des rechtlichen Verbots von Suizid UND den Motivlagen vom Suizid. Ähnlich wie bei Homosexualität: Gibt es irgendeine tiefere Weisheit "das man das Königreich nicht erben wird", also sich quasi selbst täuscht? Weil ich höre dauernd wie Pastoren immer vorschieben: "Wir wollen nicht über das ewige Schicksal einer Person richten", wobei eindeutig ist, dass es rechtlich verboten ist(in manchen Traditionen). Wenn Suizid so schlimm ist wie Homosexualität, müsste es doch genauso klar mit "Gottesfurch predigen", belegt sein (wenn nicht, ist es sowas wie gähnen, was einfach so mysteriös ist, dass wir es nicht erklären können. Oder ist es wie ein "den Glauben Verraten" durch "Unfähigkeit zu lernen", "Heuchlerei", "Über - Sicherheit der Errettung"?). Aber anscheindend wird es nicht nur entschuldigt, sondern in der modernen Welt sogar auf schwere Krankheit zurückgeführt (externalisiert), obwohl es hunderte von Suizide in der Geschichte gab, bevor wir in ein Sozialstaat, Einsamkeit, Langeweile durch Unterhaltungs - Überfluss und Feel Good Society, hatten, die politisch, militärisch, althruistisch oder einfach natürlich motiviert waren (Hungersnot, Tyrannei, Asketentum).  Soll heißen: Ist Suizidaler mit dem Motiv der Selbstverachtung oder jeder anderen sehr "ungezwungenen" Motivlage, frei den eigenen Tod zu inszenieren, weil Suizid so mysteriös ist wie das Phänomen gähnen, oder wollen Menschen sich eigentlich wegen ihren schrecklichen Entscheidungen, die sie in tiefe Leiden geführt haben manchmal mehr schlecht als recht, mutiger, manischer oder leichter, aber bestimmt und immer noch Normalo seiend, umbringen, um Schaden egoistisch für sich zu begrenzen in einem extrem schädlichen Moment? Warum will niemand die schreckliche Realität des Suizids aussprechen und wir sagen nur fundamentalistisch: "Ich kann es nicht aushalten." "Stimmen treiben mich dazu." "Ich kann einfach nicht mehr." "Es hat alles keinen Sinn." Auf der anderen Seite: "Wir wissen nicht, wie sehr des Suizidalen Inneres leidet." Führt nicht die Verantwortungs -  Absprechung des Suizidalen, zu mehr Verwirrung und Unsicherheit (selbst erfüllende Prophetie der "schweren Erkrankung")? Gleichzeitig sollen als primäre Maßnahme zur Prävention dann, wie für ein Tier im Zoo, einfach rein strukturell und von der Perspektive der Konstruktion, Materialien und Möglichkeiten eingeschränkt werden (statt vertrauensvoll - echtes beibringen positiver Autorität von Suizidalem und Umfeld, investierend Qualität in mentaler und professions Förderung KOMBINIERT mit Motivation und Anspornung des Suizidalen zu kämpfen gegen das "objektiv" Böse Todessehen). Es ist eine große Ethikbox mit eigentlich drei Fragen: 1. Wo steht Suizid als Kategorie in Sünde, und was ist der Schwergrad, wenn wir so etwas wissen können? 2. Wie klar denkt ihr können wir in der gesetzlichen Verankerung und Verbot gehen (komplett "Glauben verleugnen" vs. "Krümmelkacka, Gott entscheidet/richtet") 3. Wie viel Verantwortung trägt jmd. dessen Motive sich zu großen Teilen sich auf eignen "Normalo-Willen" zurückführen lassen bzw. ist ein Suizid jemals eine soveräne Entscheidung des Menschen?

Antwort
18 Antworten
Magdalena71
Beiträge : 15

@brunofragtjesus

Ich tue mir ehrlich gesagt auch etwas schwer zu verstehen, was Deine Frage oder Dein Anliegen ist. Was bei mir ankommt ist aber, dass Du versuchst, das Thema Selbstmord zu verstehen und warum es Sünde ist. Dein letzter Beitrag erweckt bei mir den Eindruck, dass Du in eine ganz deprimierende Weltsicht abgedriftet bist. 

Du weißt aber schon, dass die gute Nachricht von Jesus vor allem eine emotionale ist? Eine Nachricht von der Liebe. 

Ich verstehe es so: Sünde ist nicht deshalb eine Sünde, weil irgendwann mal jemand aufgeschrieben hat, dass man das nicht tun soll. Das könnte ja dann auch Fake sein. Sünde ist alles, was Dich von Gott entfernt. Sünde ist alles, was Dir nicht gut tut. Und Sünde macht Gott nicht wütend, sondern traurig.

Darum ist auch Selbstmord Sünde. Indem jemand sich tötet, sagt er zu Gott: "Ich glaube nicht, dass du bei mir bist. Ich glaube nicht, dass Du mein Leben noch besser machen wirst. Ich glaube nicht, dass Du mir helfen wirst, meine Krankheit / Einsamkeit / Armut / Schmerzen / Gefangenschaft zu ertragen. Ich glaube nicht, dass Du die Leere in mir mit Liebe füllen wirst." Das heißt, jemand wirft alle Geschenke weg, die Gott noch für ihn bereit hielt! 

Ich glaube, darum ist in christlichen Staaten die Todesstrafe auch abgeschafft worden. Denn solange ein Verbrecher noch lebt, besteht immer noch die Chance, dass er zu Gott findet und seine Seele gerettet wird. Es gibt zahlreiche Geschichten von Schwerverbrechern, die im Gefängnis zu Gott gefunden haben. Diese Chance will man selbst dem schlimmsten Verbrecher nicht vorenthalten. 

In dem Buch "Gespräche mit Gott" steht etwas Schönes drin. Sinngemäß so: Sünden, das sind nicht Dinge, die wir gerne tun möchten, aber Gott verbietet sie uns. Sünden sind die Dinge, die wir nicht mehr tun wollen, wenn wir von Gottes Liebe erfüllt sind. 

Das heißt praktisch: Der Ausweg aus suizidalen Gedanken führt nicht über den Verstand, nicht über Regeln oder die Suche nach der richtigen Weltsicht und Einstellung. Der Ausweg führt über das Gefühl, von Gott geliebt zu werden. Einfach hinsitzen und beten: "Lieber Gott, ich weiß, dass Du mich liebst und mein Leben verbessern willst. Dann tue es heute. Ich bin bereit dafür, Deine Geschenke anzunehmen. Erfülle mich mit Deiner Liebe."

magdalena71 antworten


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