Umfrage: Abtreibung...
 
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Umfrage: Abtreibung ist richtig/ falsch?

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Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 903

Hallo liebe alle,

bei meiner Umfrage geht es mir nicht, um besondere Fälle, wie nach einer Vergewaltigung. Meine Frage stelle ich generell. Und spannend finde ich auch, ob sich hier männliche und weibliche Sicht unterscheidet. Daher werde ich 4 "Zweige" setzen - bitte einen auswählen und bei Zustimmung mit "empfehle ich / ja" reagieren.

Ich weiß, es ist ein heikles Thema. Freue mich wenn ihr auf "Abstrafen" per Smiley verzichtet. Wir leben in einem Land mit Meinungsfreiheit, also sollte es kein Problem sein, wenn verschiedene Meinungen nebeneinander stehen - so hoffe ich.

Lieben Gruß in die Runde von Seidenlaubenvogel

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64 Antworten
Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 903

Abtreibung - schwieriges Thema - dafür / dagegen - festlegen nicht möglich (w)
Auf Anregung von BeLu. 😊

seidenlaubenvogel antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

damit der Strang nicht leer bleibt sortiere ich mich mal hier rein, allerdings hab ich Leute mit grob meiner Begründung schon bei den Ablehnern *und* Befürwortern gefunden.

Ich möchte gern in einem Land oder noch besser in einer Welt leben, in dem/der keine Abtreibungen stattfinden.

Aber ich möchte auch ganz klar in einem Land leben, in denen Frauen freien (also, Beratung finde ich super, das meine ich nicht) Zugang zu einem würdigen und gesundheitlich sicheren Schwangerschaftsabbruch haben.

Ich könnte mich glaub nicht zurückhalten, wirklich schlecht von jemandem zu denken, der Abtreibung regelmäßig und bewusst als Verhütungsmethode verwendet.
Aber ich verstehe nicht, wie Menschen vor sich rechtfertigen können, dass z.B. Kinder gezwungen werden, nach Vergewaltigung dann auch noch das entstandene Kind auszutragen um dann bloß nicht abgetrieben zu haben (und damit das Leben der viel zu jungen Mutter leichtfertig aufs Spiel setzen. Bei Geburten ist Leben und Tod immer nah beieinander, wenn der Körper noch nichtmal ausgewachsen ist, nur eben geschlechtsreif, ist das nicht besser). (und ja, da habe ich den ein oder anderen konkreten Fall aus den letzten Jahren im Kopf.)

Das sind jetzt meines Erachtens extrem offensichtliche Fälle; wenn man da nicht beim einen klar nein und beim anderen klar ja sagt, ist man meines Erachtens ideologisch völlig verblendet (sorry).

Dazwischen gibt es viele Graustufen und wer wäre ich zu sagen, da ist es jetzt aber schlimm genug um Abtreibung zu rechtfertigen und da nicht? Nach zwei kompletten Schwangerschaften inklusive Entbindung bin ich auf jeden Fall nicht mehr so schnell mit "ja, man kann es ja wenigstens austragen und dann zur Adoption freigeben wenn man sich das Behalten später nicht vorstellen/leisten/... kann." Ja, das kann man. Aber das darf man nicht müssen. Und dann ist die Frage, wie es bei im Wesentlichen nicht überlebensfähigen Babys ist, die trotzdem nicht von selbst frühzeitig abgehen. Wer bin ich jemandem zu sagen, dass er jetzt diese Schwangerschaft durchstehen muss, (was immer mit schwingt: damit sein Leben aufs Spiel setzen), mindestens ein Jahr von der Familienplanung zu verlieren um dann maximal zehn Tage beim Todeskampf zuzuschauen und von diesem Menschen, den man ja lieb gewinnt, dann wieder Abschied nehmen zu müssen. Wer bin ich, jemanden da zu verurteilen, wenn sie (und er) sich da frühzeitig dagegen entscheiden, wenn dieser Ausgang eindeutig ist?

Menschen sollten meines Erachtens sehr gut aufgeklärt werden und leicht Zugang zu Verhütungsmitteln haben. Männer sollten beigebracht bekommen, wie man mit Frauen anständig umgeht (und dann auch anständig handeln). Menschen sollten Hilfen bekommen während der Schwangerschaft und dann auch später mit Kind. Alleinerziehende sollten nicht schräg angeschaut werden und auch sonst sollte das als Lebenskonzept durchgängig möglich sein. Und Behinderte sollten mehr Teil des normalen Lebens sein, damit breiter bekannt ist, dass zum Beispiel "Downsyndrom" überhaupt keine eindeutige Aussage ist, das ist ein riesiges Spektrum.

Da sind wir in Deutschland an vielen Stellen auf einem guten Weg (an manchen auch nicht... ) und ich denke, das kann die Zahl der Frauen, die eine Abtreibung für den besten Weg halten um aus ihrer Situation wieder herauszukommen massiv reduzieren (vorwiegend weil sie dort erst gar nicht landen). Aber Abtreibung muss erlaubt bleiben solang es nötig sein kann. Ich finde deutlich verwerflicher, Frauen in irgendwelchen Gassen oder Hinterzimmern verbluten zu lassen als Schwangerschaften legal abzubrechen, auch wenn dann vermutlich etwas mehr abgebrochen werden als Menschen verzweifelt genug wären den Weg einzuschlagen, wenn er illegal und offensichtlich dubios ist.

Insofern bin ich klar gegen Abtreibung und würde mich gern bei "dagegen" festlegen, scheitere aber an der Realität und würde für das Recht Schwangerschaften legal und sicher abzubrechen auch kämpfen, sollte es eingeschränkt werden. Wieso das gerade im Strafgesetzbuch geklärt wird, finde ich auch seltsam, aber nicht genug, um für Änderung zu kämpfen.

Anonymous antworten


Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 903

Abtreibung - schwieriges Thema - dafür / dagegen - festlegen nicht möglich (m)
... wenn schon differenziert, dann hier auch. 😌

seidenlaubenvogel antworten
2 Antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4166

Danke. 😊

belu antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240

Ich bin weder ein "Befürworter" noch ein "Gegner". Daher hänge ich mich mal hier an.

lhoovpee antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

ich bin für unsere gesetzliche Regelung
Abtreibung ist möglich aber es gibt Hürden.

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2 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535

Ja, ich halte die derzeit geltende Regelung auch für einen vernünftigen Kompromiss zwischen dem Lebensrecht des Ungeborenen und dem Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren über den eigenen Körper.
Eine perfekte Lösung kann es sowieso nicht geben, das liegt in der Natur der Sache.

suzanne62 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 903

... was unsere Welt so mit sich bringt.
Ja, perfekte Lösungen gelingen dem Menschen eher gar nicht. Vielleicht ist es das, was die große Spannung für uns Menschen seit der Erkenntnis von Gut & Böse ausmacht - ein weites Feld in allen Lebensbereichen. Und wie oft machen wir falsche Kompromisse (weil wir nicht anders zu können glauben). Und in fast allem werde ich darauf zurückgeworfen: Gnade, Barmherzigkeit, Vergebung, Nachsicht.

seidenlaubenvogel antworten


LittleBat
Beiträge : 1813

Ich find die Auswahlmöglichkeit "Abtreibungsbefürworter" seltsam und stimme daher nicht ab.
Ich "befürworte" keine Abtreibungen, im Sinne von "gut hast du das gemacht" - aber ich sehe keinen Grund dafür sie zu verbieten oder Menschen, die eine Abtreibung druchführen lassen, zu bestrafen oder auch nur runterzumachen. Abtreibung ist manchmal eben eines von diversen Übeln, das mancher wählt.

littlebat antworten
6 Antworten
agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1359

Ja, hier finde ich mich auch wieder.

agapia antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @agapia

Ja, hier finde ich mich auch wieder.

Ob man sich da wiederfindet hängt vermutlich davon ab was sich hinter den vermeintlichen Übeln verbirgt. Bei manchen stört das Kind einfach nur die aktuelle Lebensplanung.

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agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1359
Veröffentlicht von: @qdspieler

Bei manchen stört das Kind einfach nur die aktuelle Lebensplanung.

Das ist mir zu platt formuliert. "Stören" und "nur" sind wohl kaum die passenden Begriffe, wenn sich in Folge eine Frau für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet. Oder kannst du dir tatsächlich vorstellen, dass so eine Entscheidung leichtfertig getroffen wird?

agapia antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @agapia

Oder kannst du dir tatsächlich vorstellen, dass so eine Entscheidung leichtfertig getroffen wird?

Ich habe schon viel erlebt und kann mir daher auch vieles vorstellen. Vor allem dass das eigene Ego über allem steht.

Anonymous antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240
Veröffentlicht von: @qdspieler

Bei manchen stört das Kind einfach nur die aktuelle Lebensplanung.

Wenn ich so etwas lese frage ich mich, ob du mit betroffenen Personen geredet hast oder es nur als dritte unbeteiligte Person betrachtest.

Ich kenne keine Frau, die das Kinde "gerade nur störte" und deshalb abgetrieben hat. Dieser Entscheidung wird von schlaflosen Nächten, Zweifel, Wut, Angst, Panik, Ratlosigkeit, und vielen mehr begleitet.

lhoovpee antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Dieser Entscheidung wird von schlaflosen Nächten, Zweifel, Wut, Angst, Panik, Ratlosigkeit, und vielen mehr begleitet.

In den meisten Fällen wird das so sein, da gebe ich dir Recht.

Anonymous antworten
Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 903

Wortwahl
... ich bin für etwas, ich bin gegen etwas, ich enthalte mich.

Welche Vorschläge gibt es denn für die Bezeichnung der jeweils Handelnden?

Ich bin etwas erstaunt, dass das Wort Befürworter so positiv ausgelegt wird.
Wäre Abtreibungsduldner besser ...?
Liegt es daran, dass man bei Abtreibung nicht "dafür" sein darf?

seidenlaubenvogel antworten
7 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Welche Vorschläge gibt es denn für die Bezeichnung der jeweils Handelnden?

Frauen. Schwangere. Ärzte. Behandelnde.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wäre Abtreibungsduldner besser ...?

Nein.
Besser wäre es, wenn man nicht der Versuchung des Labelns erläge. Wenn man sich eingestünde, dass jemand, der/die sich angesichts einer Zwangslage in die eine oder andere Richtung entscheidet, nicht unbedingt in diese Richtung will.

Statt zu fragen: bist du für oder gegen Abtreibungen? Kann man genausogut fragen: "Bist du dafür oder dagegen, dass Frauen über ihren Körper entscheiden dürfen?"
Indem man sich für die eine oder andere Fragestellung entscheidet, wertet man schon.

Anonymous antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3413
Veröffentlicht von: @blackjack

"Bist du dafür oder dagegen, dass Frauen über ihren Körper entscheiden dürfen?"

Nur ist dies ja bereits eine verfehlte Frage, denn die Frau entscheidet ja nicht über ihren Körper, sondern über den eines dritten (dem ungeborenen Kind)

Und eigentlich müsste in einem Streifall von zwei Parteien (und eigentlich sind es ja drei, der Vater hat ja auch eine Rolle gespielt) eine vermittelnde Instanz einschreiten.

Indem man die Entscheidungshoheit alleine der Mutter überlässt entrechtet man 2 von 3 Parteien.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15610
Veröffentlicht von: @arcangel

Nur ist dies ja bereits eine verfehlte Frage, denn die Frau entscheidet ja nicht über ihren Körper, sondern über den eines dritten (dem ungeborenen Kind)

Eben das ist der Punkt an der Geschichte. Die Frau entscheidet nicht unmittelbar über ihren eigenen Körper - sondern darüber, dass sie einem anderen (Nämlich dem heranwachsenden Baby) ihren Körper nicht zur Verfügung stellen will.

Inwiefern es gerechtfertigt ist, eine Frau hier zur "Hilfeleistung" zu zwingen ist natürlich eine schwierige Frage, weil es an der Vergleichbarkeit fehlt... die Unversehrtheit des eigenen Körpers auf der einen Seite und die Verpflichtung, Leben zu schützen auf der anderen Seite. Und beide Vergleiche haben ihre Schwächen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @arcangel

Nur ist dies ja bereits eine verfehlte Frage, denn die Frau entscheidet ja nicht über ihren Körper, sondern über den eines dritten (dem ungeborenen Kind)

Das kommt eben auf den Standpunkt an. Aus meiner Perspektive entscheidet die Frau über ihren Körper und es gibt da keinen Dritten, dessen Interessen schon zu berücksichtigen wären.

Du demonstrierst aber mit Deinem Einwand genau den Punkt, auf den ich hinauswollte: dass man per Labelung in solchen Umfragen schon urteilt. Denn wenn man die von mir formulierte alternative Frage stellen würde, würde man eben auch schon geurteilt haben: dass dem Fötus/Embryo eben keine oder mindestens nur nachgeordnete zu beachtende Rechte zustehen.

Veröffentlicht von: @arcangel

Indem man die Entscheidungshoheit alleine der Mutter überlässt entrechtet man 2 von 3 Parteien.

Es ist eben die Frage, wem man Rechte überhaupt zuordnet, wessen Interessen also rechtlich zu berücksichtigen sind und in welchem Maße. Meinem Verständnis nach mag beispielsweise der Mann Interessen hinsichtlich des Fötus/Embryos haben, diese sind jedoch nachrangig zu behandeln hinsichtlich der Interessen der Frau. Und zwar, weil es bei der Frage "Abtreibung oder nicht?" sich um einen Akt handelt, der in die Körpersphäre der Frau eingreift, nicht in die des Mannes. Durch den Geschlechtsakt allein kann da noch kein schützenswertes Interesse begründet werden - immerhin ist nicht ausgemacht, dass es beim Geschlechtsakt auch nur zur Befruchtung kommt, die befruchtete Eizelle dann zum Embryo/Fötus heranreift usw. usf.
Die Rechte des Mannes setzen in dem Moment ein, wo die Frau das Kind geboren hat und ihn als Vater bezeichnet. Womit unseren Gesetzen gemäß für ihn bestimmte Pflichten (z.B. hinsichtlich des Unterhalts des Kindes) entstehen. Mit den (einklagbaren) Pflichten kommen dann die entsprechenden (einklagbaren) Rechte.
Es gibt ja z.B. keine einklagbare Pflicht für den Mann, sich um die schwangere Frau zu kümmern.

Freilich wäre es meiner Auffassung nach möglich, dass die Schwangere mit dem potentiellen Vater einen Vertrag schließt, in welchem er sich zu bestimmten Leistungen ihr und dem zu erwartenden Kind gegenüber verpflichtet und sie im Gegenzug ihm entsprechende Mitspracherechte hinsichtlich einer möglichen Abtreibung ein räumt. Inwieweit sich solch ein Vertrag dann später vor Gericht als rechtskräftig erweisen würde, vermag ich als juristischer Laie allerdings nicht zu sagen.

Wie auch immer: meine alternativ formulierte Frage würde schon implizieren, dass es hier nicht die von Dir angesprochenen 2 oder 3 Parteien gibt, sondern nur die Frau, die hinsichtlich ihrer Körpersphäre entscheidet. Genaugenommen wären es auch hier 2 Parteien: sie, die Schwangere und dann die abtreibende Partei (der abtreibende Arzt/ der Quacksalber/ die "Engelsmacherin" - wobei mein Ansatz voraussetzt, dass die Schwangere als Mitglied unserer solidarischen Gesellschaft ein Anrecht auf eine medizinisch saubere Behandlung hat, also nur von einem gut ausgebildeten Arzt als zweiter Partei ausgegangen werden muß).

In meiner Frage sind also auch schon ethische Vorannahmen enthalten, genau wie in der Frage, in welcher von "Abtreibungsbefürwortern" die Rede ist. Dies aufzuzeigen war gerade der Grund und Inhalt meines Beitrags.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15610

Schubladen sind nicht hilfreich

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich bin etwas erstaunt, dass das Wort Befürworter so positiv ausgelegt wird.
Wäre Abtreibungsduldner besser ...?

Ich denke, dass die Schubladen an dieser Stelle überhaupt nicht weiterhelfen.

Ich selber habe mich ja bei "Abtreibungsgegnern" verortet, aber ich argumentiere genau so wie manche, die sich bei "Abtreibungsbefürwortern" eingetragen haben... denn kaum jemand hier wird für/gegen als absolut setzen.

Auch Blackjack, der sich hier mit seiner Ansicht wohl bisher am weitesten positioniert hat, wird sicher nichts dagegen haben, wenn schwangeren Frauen konkrete Hilfe angeboten wird, die sie aus einer ungewollten Zwangslage befreien und das Austragen des Kindes ermöglichen... "Abtreibungsbefürworter" bedeutet ja nicht "Im Zweifelsfall immer für Abtreibung".

Deshalb wird die ganze Zuordnung letztlich nicht viel aussagen... es ist immer eine Frage der Gewichtung und Begründung.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das möchte ich unterschreiben.

Ich bin jetzt, obwohl inhaltlich Welten dazwischen liegen (einzig, dass ich als Mann bei diesem Thema Zurückhaltung üben sollte, sehe ich sehr ähnlich), in derselben Schublade wie Blackjack gelandet, weil sich das für mich in letzter Konsequenz aus meiner nicht 100prozentigen Gegnerschaft ergibt.

Während ich mich eigentlich sehr nah bei Dir und auch Provinzkueken sehe, die ihr Euch woanders besser eingeordnet gefühlt habt. Aber so richtig passt nichts davon.

Eine klare Einordnung in das hier vorgegebene Schema wäre wohl nur bei der Fragestellung, ob man ein vollständiges Verbot von Abtreibungen fordert, möglich.

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invar_vigandun
(@invar_vigandun)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 322

Für freie Wahl
Im Englischen gibt es den Begriff "pro choice" - was bedeutet, man ist dafür, dass Frauen frei wählen können, ob sie eine Abtreibung wollen oder nicht. Man ist nicht generell "für Abtreibungen" - so liest sich "Befürworter" nämlich. Das ist ein großer Unterschied.

invar_vigandun antworten


Arcangel
Beiträge : 3413

Der Staat hat einen Auftrag...
... die Schwachen und diejenigen die keine Stimme haben zu schützen.

Jedenfalls sehe ich den Staat in dieser Rolle.

Nur weil die Geburt eines Kindes das Leben eines Menschen komplizieren könnte halte ich dies nicht für einen ausreichenden Grund ein Leben zu töten.

arcangel antworten
2 Antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339

Hallo Seidenlaubenvogel

Ich kann mich in keine deiner Kategorien einordnen.
Weil ich diese Entscheidung über Leben und Tod jedem Menschen überlassen und auch zugestehen möchte.
Damit muß jeder Mensch selbst klar kommen und auch die Verantwortung, sowie die Folgen tragen.

Persönlich ist in meiner " gebäraktiven Zeit" diese Frage in einer nicht sehr schönen Situation von einem Arzt an mich gestellt worden.
Damals habe ich sie verneint.

Zum Glück!!
Das ist nicht als Floskel, sondern wortwörtlich zu nehmen.

Denn dieses " Nein" hat mich persönlich schon über 40 Jahre mit ganz großem Glück beschenkt!

Herzlichen Gruß
Inge

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @arcangel

... die Schwachen und diejenigen die keine Stimme haben zu schützen.

Der Staat hat keinen Auftrag, sondern nur die gewählten Personen eines Staates können einen Auftrag bekommen, haben, durchführen.

Veröffentlicht von: @arcangel

Jedenfalls sehe ich den Staat in dieser Rolle.

Der Staat ist ein abstrakter Begriff und kann niemals etwas tun. Etwas tun können nur Personen, denen bestimmte Aufgaben übertragen wurden.

Veröffentlicht von: @arcangel

Nur weil die Geburt eines Kindes das Leben eines Menschen komplizieren könnte halte ich dies nicht für einen ausreichenden Grund ein Leben zu töten.

Richtig, es gibt keinen einzigen vor Gott gerechtfertigten Grund, eine Inkarnation zu beenden. Das Leben selbst kann nie beendet werden. Es ist unzerstörbar. Was zerstört werden kann, die körperliche Form.

Anonymous antworten
Seite 2 / 3
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